1914: Smash the Century
Das Grundgesetz ist nicht mehr der Beipackzettel der BRD, sondern inzwischen zur revolutionären Utopie verkommen. Wegen der voranschreitenden Re-Barbarisierung "des Westens" sollte die außerparlamentarische Linke sich auf allgemeinmenschliche Werte besinnen.
1914 - Smash the Century
Am 1.August 1914 fiel in München ein junger Mann auf die Knie und "dankte Gott" dafür, daß der Krieg endlich ausgebrochen war. In Europa gingen die Lichter aus. Der Mann, dem die Massenhysterie solche Glücksgefühle bescherte, hieß Adolf Hitler und wurde fünfundzwanzig Jahre später zum Totengräber eines ganzen Kontinents.
Heute heißt es vor allem, die Nerven zu behalten. Siebenundachtzig Jahre nach der Anfangskatastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts ist es wichtiger als seit langem, die Werte der Aufklärung, der Zivilisation, und wenn man so will, des "Abendlandes" zu verteidigen. Nicht nur gegen die terroristischen Atacken von außen, sondern auch vor allem gegen die beharrlichen Demontageversuche von innen. Was vor fünfzehn Jahren noch selbstverständlich war, wird heute in Frage gestellt - was damals undenkbar war, gilt heute als glücklich wiedererrungene "Normalität". Die Re-Barbarisierung erfaßt, wie 1914, Teile der Gesellschaft, die man bisher für "aufgeklärt" und "liberal" halten konnte.
Die belanglose Tatsache, daß sich einige der mutmaßlichen Attentäter längere Zeit zufällig in Deutschland aufgehalten hatten, diente der Regierung bereits zum Anlaß, das Einwanderungsgesetz auf Eis zu legen. Als ob die Freiheit der Wohnortswahl von bösen Absichten abhängig wäre und nicht vom Geldbeutel.
SPIEGEL-Kolumnist Henrik M. Broder wünschte sich schon vorgestern ausdrücklich einen "möglichst brutalen" Vergeltungsschlag, obwohl er noch gar nicht wußte, gegen wen.
Die aller-elementarsten Grundsätze zivilisatorischer Vernunft sind bereits aufgehoben: Niemand denkt daran, daß ein "Vergeltungsschlag", träfe er wider Erwarten die Drahtzieher, damit ja auch die wichtigsten Zeugen und Beweismittel beseitigen würde.
Wenn Kanzler Schröder von Frau Beer zitiert wird, einem Militäreinsatz könne nur "auf der Grundlage der Verfassung" zugestimmt werden, dann klingt das nicht sehr kategorisch.
Da die Abgeordneten und Politiker im Begriff sind, die Werte zu verraten, welche die Voraussetzungen der "freiheitlich-demokratischen Grundordnung" darstellen, lastet auch auf der außerparlamentarisch aktiven Linke eine besondere Verantwortung. Daher meine Bitte: Konzentriert euch jetzt auf das Eingemachte, auf die freiheitlichen Grundwerte. Ich weiß, Grundgesetz wurde von den Linken niemals geliebt, aber inzwischen ist es ja nicht mehr der Schlüsselcode der BRD, sondern könnte geradezu als eine revolutionäre Utopie angesehen werden, eine Ansammlung von Losungen zur Organisation gesellschaftlichen Widerstands.
Die Unschuldsvermutung, das Humanitätsgebot (keine Folter, keine Rache), die Gleichbehandlung ohne Ansehen der Herkunft, das Verbot von Kriegseinsätzen außer zur Verteidigung, die Gewaltenteilung und so weiter.
Der Abwehrkampf gegen die Re-Barbarisierung unserer eigenen, so wunderbar europäisierten, verkabelten und vermarkteten Zivilisation könnte in den nächsten Jahren zu einer besonders spannenden und verantwortungsvollen Aufgabe werden. Daher meine Bitte: Gebt auf keinen Fall dem pubertären Bedürfnis nach, "Papa" mit aufsässiger Schadenfreude zu provozieren. Tut das, wenn Deutschland 1:5 gegen England verliert, aber bitte nicht, wenn tausend Menschen verbrennen.
Denn die eigentlich wirksame Provokation erzielt man inzwischen, wenn man sich auf (angeblich) allgemein anerkannte Werte zu bezieht, wie z.B. die des aufgeklärten Christentums, aber auch der Auklärung des 18. und 19. Jahrhunderts, der französischen Revolution und der klassischen Arbeiterbewegung. Das alles steht inzwischen in Frage. Anstatt also die Normalgesellschaft mit revoluzzerhaften, vulgärmarxistischen Losungen zu provozieren, sollte man ihr ohne überflüssiges Pathos, nüchtern, kritisch (nicht hetzerisch, sondern kritisch) und mit sachlichen Argumenten die Realität vor Augen führen. Ihr werdet die Erfahrung machen, daß man sogar Euch ernst nimmt.
Am 1.August 1914 fiel in München ein junger Mann auf die Knie und "dankte Gott" dafür, daß der Krieg endlich ausgebrochen war. In Europa gingen die Lichter aus. Der Mann, dem die Massenhysterie solche Glücksgefühle bescherte, hieß Adolf Hitler und wurde fünfundzwanzig Jahre später zum Totengräber eines ganzen Kontinents.
Heute heißt es vor allem, die Nerven zu behalten. Siebenundachtzig Jahre nach der Anfangskatastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts ist es wichtiger als seit langem, die Werte der Aufklärung, der Zivilisation, und wenn man so will, des "Abendlandes" zu verteidigen. Nicht nur gegen die terroristischen Atacken von außen, sondern auch vor allem gegen die beharrlichen Demontageversuche von innen. Was vor fünfzehn Jahren noch selbstverständlich war, wird heute in Frage gestellt - was damals undenkbar war, gilt heute als glücklich wiedererrungene "Normalität". Die Re-Barbarisierung erfaßt, wie 1914, Teile der Gesellschaft, die man bisher für "aufgeklärt" und "liberal" halten konnte.
Die belanglose Tatsache, daß sich einige der mutmaßlichen Attentäter längere Zeit zufällig in Deutschland aufgehalten hatten, diente der Regierung bereits zum Anlaß, das Einwanderungsgesetz auf Eis zu legen. Als ob die Freiheit der Wohnortswahl von bösen Absichten abhängig wäre und nicht vom Geldbeutel.
SPIEGEL-Kolumnist Henrik M. Broder wünschte sich schon vorgestern ausdrücklich einen "möglichst brutalen" Vergeltungsschlag, obwohl er noch gar nicht wußte, gegen wen.
Die aller-elementarsten Grundsätze zivilisatorischer Vernunft sind bereits aufgehoben: Niemand denkt daran, daß ein "Vergeltungsschlag", träfe er wider Erwarten die Drahtzieher, damit ja auch die wichtigsten Zeugen und Beweismittel beseitigen würde.
Wenn Kanzler Schröder von Frau Beer zitiert wird, einem Militäreinsatz könne nur "auf der Grundlage der Verfassung" zugestimmt werden, dann klingt das nicht sehr kategorisch.
Da die Abgeordneten und Politiker im Begriff sind, die Werte zu verraten, welche die Voraussetzungen der "freiheitlich-demokratischen Grundordnung" darstellen, lastet auch auf der außerparlamentarisch aktiven Linke eine besondere Verantwortung. Daher meine Bitte: Konzentriert euch jetzt auf das Eingemachte, auf die freiheitlichen Grundwerte. Ich weiß, Grundgesetz wurde von den Linken niemals geliebt, aber inzwischen ist es ja nicht mehr der Schlüsselcode der BRD, sondern könnte geradezu als eine revolutionäre Utopie angesehen werden, eine Ansammlung von Losungen zur Organisation gesellschaftlichen Widerstands.
Die Unschuldsvermutung, das Humanitätsgebot (keine Folter, keine Rache), die Gleichbehandlung ohne Ansehen der Herkunft, das Verbot von Kriegseinsätzen außer zur Verteidigung, die Gewaltenteilung und so weiter.
Der Abwehrkampf gegen die Re-Barbarisierung unserer eigenen, so wunderbar europäisierten, verkabelten und vermarkteten Zivilisation könnte in den nächsten Jahren zu einer besonders spannenden und verantwortungsvollen Aufgabe werden. Daher meine Bitte: Gebt auf keinen Fall dem pubertären Bedürfnis nach, "Papa" mit aufsässiger Schadenfreude zu provozieren. Tut das, wenn Deutschland 1:5 gegen England verliert, aber bitte nicht, wenn tausend Menschen verbrennen.
Denn die eigentlich wirksame Provokation erzielt man inzwischen, wenn man sich auf (angeblich) allgemein anerkannte Werte zu bezieht, wie z.B. die des aufgeklärten Christentums, aber auch der Auklärung des 18. und 19. Jahrhunderts, der französischen Revolution und der klassischen Arbeiterbewegung. Das alles steht inzwischen in Frage. Anstatt also die Normalgesellschaft mit revoluzzerhaften, vulgärmarxistischen Losungen zu provozieren, sollte man ihr ohne überflüssiges Pathos, nüchtern, kritisch (nicht hetzerisch, sondern kritisch) und mit sachlichen Argumenten die Realität vor Augen führen. Ihr werdet die Erfahrung machen, daß man sogar Euch ernst nimmt.
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Ergänzungen
Yo
oder ein weltweiter Faschismus.
Schwanzvergleich
und ich zitiere ein altes graffitto von 89 aus Ost-Berlin:
Krieg ist Menstruationsneid, Männer wollen auch mal bluten.
Und die hochgelobten bürgerlichen Werte der französischen Revolution gelten offenbar für die Andere Hälfte der Menschheit nicht: Olympe de Goughes wurde dafür geköpft!!! , als sie den Herren Revolutionären die Forderungen der Frauen nach Gleichberechtigung überreichen wollte. Also Schluß mit Waffenproduktion, Hass und Patriarchenherrschaft, ob sie nun Scheich sind oder Rockefellers oder Ex-SS-Offiziere. Frauen an die Macht mit Verstand und dem wissen, daß das Leben von Euch ausgeht, tut etwas und wenn ihr Kinder zur Weklt bringt, dann haltet die Welt an, denn Leben geben ist das Größte, solange ihr es noch könnt,
wenn nicht die Genetiker euch bald auch noch dieses letzte Privilig klonen!!!!
Grüße euch alle Ihr Herren und fangt mal bei euch zu Hause an, bei euren Müttern und Liebsten!
danke
dadurch, dass sie ihre zivile brd-rhetorik beibehalten, werden sie heute schon zum ort des widerstandes gegen die neuformierte öffentlichkeit.
gott sei dank!
*Oh, mein Gott!*
Teufel noch eins
?!??!?!
Brauchen die die doppelte Portion Menstruation?