Meldungen zum Terroranschlag in den USA

Frank Effenberger 12.09.2001 14:49 Themen: Weltweit
Die unvorstellbaren Anschläge in den USA auf das World Trade Center, das Pentagon und das Außenministerium haben weltweit Entsetzen ausgelöst. Es ist klar, kein Motiv kann diese Tat rechtfertigen.
Chronik der Terrorakte in den USA, Beziehungen zum Nahostkonflikt, Reaktionen islamischer Staaten, Osama bin Laden - internationaler Terrorist, Ermittlungsstand, Medienkritik
Vorab

Die unvorstellbaren Anschläge in den USA auf das World Trade Center, das Pentagon und das Außenministerium haben weltweit Entsetzen ausgelöst. Neben den vielen hundert Menschenopfern, sind vor allem die Ziele der Terroristen - weltweit bekannte Gebäude und Institutionen der USA - und - anders als bei Naturkatastrophen - das Wissen, daß es Menschen waren, die die Anschläge ausgeübt haben, Grund für die Fassungslosigkeit wohl der meisten Menschen in der Welt.
Es ist klar, kein Motiv kann diese Tat rechtfertigen. Die Terroristen müssen gefaßt werden und ähnliche Taten in Zukunft unmöglich gemacht werden. Daran müssen alle Menschen, alle Staaten mitwirken.
Dabei müssen wir das, was eine humanistische Zivilisation kennzeichnen sollte, hochhalten: Es gilt besonnen und gezielt zu Handeln. Die Interpretation in den Medien, Barbaren hätten eine Kriegserklärung an die zivilisierte Welt gerichtet, verbunden mit der Täter - Suche im Nahen Osten oder bei islamischen Fundamentalisten ist dabei nur eine Möglichkeit der Erklärung der Anschläge. Eine Festlegung darauf bedeutet eine Ausweitung der Konfliktlinien zwischen arabischer Welt und westlich orientierter Welt. Die USA haben einen Flugzeugträger in der Golfregion und einen weiteren Flugzeugträger dorthin beordert (4). Die Folgen einer Eskalation sind unabsehbar.

Chronik der Terrorakte in den USA

Es müssen alle Möglichkeiten untersucht werden. Auf dem Territorium der USA gab es nach dem 2. Weltkrieg verschiedenste Terrorakte. Der letzte fand im April 1995 statt. Ein Anschlag auf ein Behördengebäude in Oklahoma City fordert 168 Menschenleben. Der Täter Timothy McVeigh begründet den Anschlag mit der Polizeiaktion von Waco im Jahr 1993. Bei dem Sturm der US-Bundespolizei auf das Anwesen des Sektenführers David Koresh in Texas waren damals rund 80 Menschen getötet worden. McVeigh wurde im Juni 2001 hingerichtet.
Das World Trade Center war schon einmal Ziel eines Terroranschlags. Am 26. Februar 1993 geht unter dem Gebäude eine Autobombe hoch. Bilanz des bis dahin schwersten Anschlags von vermutlich ausländischen Terroristen in den USA: Sechs Tote, mehr als 1.000 Verletzte. Drahtzieher soll der ägyptische blinde Scheich Omar Abderrahman gewesen sein.
Ein Bombenanschlag am 29. Dezember 1975 am New Yorker Flughafen La Guardia fordert elf Tote und 75 Verletzte. Niemand wird festgenommen.
Bei einer Explosion am 24. Januar 1975 in einer New Yorker Bar werden vier Menschen getötet. Zu dem Anschlag bekennen sich die Streitkräfte zur Befreiung Puerto Ricos (FALN), denen zwischen 1974 und 1977 insgesamt 49 Anschläge in New York zugeschrieben wurden. (3)

Beziehungen zum Nahostkonflikt

Die Art der Tat hat Ähnlichkeiten zu Selbstmordattentätern, die im Nahen Osten in Aktion treten, die sich selbst und umstehende Zivilisten in die Luft sprengen. Unvergleichlich ist dagegen das Ausmaß der Attentate, die Zahl der einkalkulierten menschlichen Opfer. Im Nahost - Konflikt ist darüber hinaus auch speziell die israelische Zivilbevölkerung Ziel des Terrors. Eine Ausweitung des Konflikts auf Amerika hätte die Isolation Palästinas zur Folge. Auch wenn in den Fernsehkanälen Bilder von tanzenden palästinensischen Kindern über die Bildschirme wanderten, haben sich Arafat distanziert und die palästinensischen Organisationen HAMAS, PFLP und DFLP eine Tatbeteiligung ausgeschlossen.(2)

Reaktionen islamischer Staaten

Auch die islamischen Staaten distanzieren sich meist von den Terroranschlägen. Der iranische Präsident Mohammad Chatami verurteilte die Terrorangriffe im Namen des iranischen Volkes aufs Schärfste. Im Fernsehen drückte er der amerikanischen Nation sein Mitgefühl aus. Auch der ägyptische Präsident Mubarak verurteilten die Taten, ähnlich wie die Regierungen Syriens, Libyens sowie die Führung der Arabischen Liga.
Der irakische Präsident Saddam Hussein meinte dagegen, die Vereinigten Staaten hätten die Angriffe wegen ihrer Verbrechen gegen die Menschheit verdient. Irak steht in Folge des Golf-Krieges unter einem Embargo und wurde immer wieder unter anderem von US-Bombern angegriffen.
Die afghanische Taliban - Regierung verdammte die Terrorakte. Ihr Vertreter in Pakistan äußerte sich auf einer Pressekonferenz in Islamabad.

Osama bin Laden - internationaler Terrorist

Afghanistan gewährt trotz internationaler Kritik dem saudiarabischen Islamisten Osama Bin Laden Unterschlupf, den die USA für die Bombenanschläge auf zwei ihrer Botschaften in Ostafrika 1998 verantwortlich machen. Ihm werden auch Verwicklungen in dieses Attentat zugetraut. Die Taliban - Miliz in Afghanistan erklärte dagegen, der von ihr beschützte bin Laden könnte nicht hinter den Anschlägen stecken. "Osama bin Laden kann dieses Werk nicht verrichten, und wir auch nicht", sagte ein Taliban-Sprecher in Kabul.
Der Herausgeber der in London erscheinenden Zeitung "Al Quds al Arabi", Abdel Bari Atwan, sagte, Anhänger bin Ladens hätten vor drei Wochen mit einem "riesigen und beispiellosen Anschlag" gegen US-Einrichtungen gedroht. Er hätte diese Drohung aber nicht ernst genommen. Atwan sagte der Nachrichtenagentur AP, die Fundamentalisten hätten zwar mit einem riesigen Anschlag gedroht, aber keine weiteren Einzelheiten genannt. "Wir nahmen die Warnungen damals nicht ernst, weil es das früher schon mehrmals gab und nichts passiert ist", sagte Atwan.

Ermittlungsstand

Auch die aktuellen Ermittlungen verweisen zur Zeit in unterschiedliche Richtungen. Inzwischen gibt es möglicherweise bei der Suche nach den Attentätern erste Spuren. Nach Berichten des Nachrichtensenders CNN haben die Ermittler mehrere Verdächtige im Visier, die Verbindungen nach Südflorida haben sollen. Erste Anhaltspunkte hätten sich aus den Passagierlisten der entführten Flugzeuge ergeben. In einer der Maschinen sei nach dem Überfall der Terroristen ein Mikrofon eingeschaltet geblieben. Die Bundespolizei FBI soll bereits Durchsuchungsbefehle für Häuser und Postfächer in Miami erhalten haben.(1)
Die Ermittlungsbehörden im US-Bundesstaat Massachussetts haben dagegen einem Zeitungsbericht zufolge fünf arabische Männer im Verdacht, an dem Attentat auf das World Trade Center beteiligt zu sein. Unter Berufung auf eine ungenannte Quelle berichtete die Zeitung "Boston Herald" am Mittwoch auf ihrer Internetseite, die Behörden hätten einen Mietwagen entdeckt, in dem Flugpläne in arabischer Sprache gefunden worden seien. Die Ermittler seien von einem Bürger auf den Wagen aufmerksam gemacht worden. Dieser sei mit den arabischen Männern in einen Streit geraten, als sie den Wagen parkten.
Zwei der Männer seien Brüder, deren Pässe in die Vereinigten Arabischen Emirate zurück verfolgt werden konnten, berichtete die Zeitung weiter. Einer der beiden sei ein ausgebildeter Pilot. Der Zeitung zufolge vermuten die Ermittler, dass die beiden Brüder an Bord des entführten United-Airline-Flugzeuges gewesen seien, das nach Angaben einer Pilotengewerkschaft in eines der beiden Hochhäuser des World Trade Centers raste. Mindestens zwei weitere Verdächtige seien am Dienstag auf dem Logan-Flughafen in Boston angekommen. Nach Angaben der Zeitung reisten die zwei Verdächtigen über Portland im US-Bundesstaat Maine vor kurzem aus Kanada ein. (2)

Medienkritik

In den Medien erfolgte eine Benennung der Täterkreise sehr schnell, wahrscheinlich zu schnell. Untersuchungen zu Rechtsextremisten und fanatischen Sekten, sowie Verstrickungen von Geheimdiensten in Terrororganisationen fehlen bisher. Verstrickungen oder Urheberschaft können aber hier ebensowenig ausgeschlossen werden, wie bei den islamischen oder antiisraelischen Täterkreisen.

Bisher bleibt zusammenzufassen: eine breite Suche und schonungslose Verurteilung der Täter muß erfolgen. Einer Eskalation des Konfliktes mit der arabischen Welt muß entgegengewirkt werden.

(1) Tagesschau 12.9.01 unter www.ard.de
(2) über www.linkeseite.de
(3) Chronik im Bayrischen Rundfunk über www.ard.de (aus der augenscheinlichen bevorzugten Auswahl mit islamischen Hintergrund im Ausland - deutsche Anschläge werden z.B. nicht benannt - wurden alle aufgeführten Anschläge nach 1945 auf US-Territorium ausgewählt)
(4) 8:00 Uhr Nachrichten vom 12.9.01 im Deutschlandradio, unter www.deutschlandradio.de
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Ergänzungen

"schonungslose verurteilung der täter"

oyonnax 12.09.2001 - 15:03
so schlimm die ganze sache ist, es kann doch nicht unsere erkenntnis daraus sein, daß eine breite suche und eine schonungslose verurteilung der täter erfolgen muß. so redet die ganze "zivilisierte Welt" daher, da brauchen wir uns nicht anzuschließen. wir müssen vielmehr weiterhin und verstärkt dafür sorgen, daß auch in der öffentlichkeit mal nach den gründen für solche aktionen gefragt wird. das wird doch nach wie vor - natürlich - versucht zu verschleiern: daß es sich hier nicht um aktionen aus reinem vergnügen von ein paar durchgeknallten leuten handelt, wie es von offizieller seite am liebsten hingestellt wird, sondern daß unabhängig davon, daß mensch die art dieser aktion verurteilt, doch im bestehenden kapitalistischen weltwirtschaftssystem ganz gute gründe zu finden sind, dieses zu bekämpfen.

Ich glaub mich knutscht ein Elch

AntiTerror 12.09.2001 - 15:36
Ich glaub ich spinn, was les ich da, also es sollte ja jetzt in der ersten Zeit wohl als allererstes mal drauf aufmerksam gemacht werden das eine soclhe Art des KAMPFES, UNTER KEINERLEI UMSTÄNDEN IN FRAGE KOMMT....dazu kommt noch eines, diese Aktion wird es den USA auf lange Sicht ermöglichen ihre Machtstellund Weltweit noch weiter zu festigen. Sie werden Aktionen wie ein Raketenabwehr dingens, und Spionage, abhören , Lauschen, verfolgen, niedermetzeln um für "Sicherheit" zu sorgen in Zukunft wesentlich leichter vor der Weltöffentlichkeit und auch vor den eigenen (also US) bürgern rechtfertigen können.... auch sonst werden wohl weltweit ein Haufen Anti Terror Orgas gegründet werden , die letztenendes auch zu Werkzeugen der Unterdrückung werden können... ich denke also, klar muss man jetzt alles weiterhin kritisch betrachten (wieso auch nicht) aber EINE SOLCHE ART DES PROTESTES UND TERRORS IST DOCH AUF JEDENFALL ABZU LEHNEN!

mfg Qui

klar

zecke 12.09.2001 - 15:40
WAR IS COMMING HOME, würd ich sagen.
hier bekämpfen nur die "falschen"(islamisten) die "richtigen"(symbole von krieg & kapitalismus) und es trifft dann wieder die "falschen"(die angestellten)!
das werden die herrschenden garantiert als vorwand nehmen, um die repression gegen ALLE arten von (ap)opposition zu verschärfen!

Globalisierung nutzt nichts !

pedder 12.09.2001 - 15:48
Was soll jetzt bloß diese Globalisierung? Einerseits kann ich diese Distanz zu dieser abscheulichen Tat verstehen andererseits frage ich mich wem es nutzen soll in das low and order Horn zu blasen und die wahrscheinlichen Hintergründe zuzudecken.Das hat überhaupt nichts damit zu tun das solch ein Terror Menschenverachtend ist.Die Analyse bringt als Hintergrund nämlich die Doppelmoral der sog.Zivilisation ans Licht wo sie auch hingehört.Was wir uns eher mal durch die Birne gehen lassen sollten ist ob dieser Anschlag wirklich so unvorhersehbar war oder es eher mit einem System aus Ursache und Wirkung zu erklären ist.Erklären wohlbemerkt und nicht rechtfertigen und das geht auch ohne allzuviel Loyalität.

...

Arthur 12.09.2001 - 15:59
Auch ich verurteile diesen Anschlag! Egal ob er politisch motiviert war oder religiös oder sonstewie...
Was mich aber ankotzt, sind die heuchlerischen Statements der (westlichen) Politiker, die jeden Tag selber für den Tod von zig-Tausenden mitverantwortlich sind... Natürlich gehört es zu deren Geschäft (zu heucheln)und wahrscheinlich fühlen sie sich nichtmal für die Toten in der "3. Welt" etc. verantwortlich. Aber es sind trotzdem Fakten, die man auch in solchen Zusammenhägnen nicht vergessen darf. Wenn es nicht ein Symbol des westlichen Kapitalismus getroffen hätte, mit einer ähnlichen Zahl von Opfern, würde die Sache längst nicht so hochgespielt werden...Vieleicht ist das hier von mir unangebrachter Zynismus, der hier einigen bitter aufstoßen mag. Aber es ist kein Geheimnis, daß die Aufschreie am größten sind, wenn es mal "die Richtigen" trifft. Leider wurden hier zwar die Symbole getroffen, aber trotz meines Zynismus hat es natürlich viel zu viele und vor allem "unschuldige" Opfer getroffen hat.

Soso, Ahaaha.

Tobbe 12.09.2001 - 16:02
Das ist kein Zynismus, du bist einfach nur saudumm.

ach ihr ganzen tobbes.

nojusticenopeace 12.09.2001 - 16:22
haltet einfach mal die klappe.danke.

An Arthur

Chris 12.09.2001 - 16:24
So, Arthur, Du meinst also, es habe wenigstens "mal die richtigen getroffen". Und zwar "Symbole".

Mir fehlen die Worte! Es waren keine Symbole sondern Menschen!!! Und zwar bestimmt nicht die richtigen!!!
Solche Gedanken sind mir völlig unbegreiflich!

Und ehrlich gesagt, kotzt es mich an, wenn manche hier von "wir" sprechen (mich als linken indymedia-Leser also auch meinen) und dann versuchen, den Terror letztlich zu entschuldigen, aufzurechnen. Das ist genau die gleiche Sch... wie wenn die KZ-Opfer durch Stalin-Opfer relativiert werden.

Ich denke eher, diese Ereignisse in New York sollten ´uns´ ganz, ganz dringen Anlaß dazu geben, mal über unsere Definition von Menschenrechten, Zielen und Mitteln nachzudenken!

Alles verlogen, und teilweise auch die Linke

Genosse 12.09.2001 - 16:29
Der Text oben ist Blödsinn, "alle Staaten müssen helfen". Das reiht sich alles in die bürgerliche Presse ein. Viel schlimmer finde ich die Auseinandersetzung hier bei Indymedia! Da werden Gewaltdebatten, Pro/Contra Israel/Palästina Konflikte mit tiefstem Niveau ausgestauscht und alle wundern sich manche noch, warum die Linke so zersplittert ist und nichts auf die Reihe kriegt. Am schlimmsten finde ich den Teil der "Linken", die jetzt moralisch argumentieren und empört sind über die vielen Toten. Alle sind so betroffen und äußern Solidarität. Viele dieser (sicher nicht alle) rennen aber sonst täglich in der Weltgeschichte herum, konsumieren und denken keinen Deut nach über das, was in Afrika, Asien oder Lateinamerika oder auch Europa passiert. Wer sich hier betroffen zeigt, von dem verlange ich, daß er 24 Stunden / Tag betroffen durch die Gegend rennt, aber das passiert nicht...! Ich finde die Auswahl des Zieles (zumindest WTC) und die evtl. Motive falls es IslamistInnen waren (die Medien erzählen viel Scheiß) "daneben". (Pentagon hingegen ist genial, was da in der Geschichte für Kriege: Vietnam, Chile, Grenada, Afghanistan geplant wurden und wie viele "Kollateralschäden" schon in Kauf genommen wurden...). Aber hier jetzt den/die HumanstIn zu machen ist verfehlt. Auch den Konflikt Israel/Palästina (verkürzt) aufzumachen, ist eher peinlich, als vernünftig. Dafür sollte mal ein ExtraArtikel erscheinen!

Ach noch was...

Genosse 12.09.2001 - 16:42
Die USA, bzw. die verantwortlichen KapitaleignerInnen und PolitikerInnen sind selbst schuld und das Drama fängt nach 45 an und wird seit der Kuwait Geschichte massiver fortgeführt...! Wer sich als Weltpolizist aufspielt, Raketenabwehrschirme baut, aus Biowaffenkonventionen aussteigt, die Welt nach Markt und Kapital manipuliert, Zauberlehrlinge in Balkan und Afghanistan schafft, der braucht sich über fanatische Gläubige, die sonst immer nützliche Idioten waren, nicht zu wundern!

Supranationale Entwicklungen

Klaus 12.09.2001 - 16:55
Wer jemand anderem das Leben nimmt ist ein Mörder.Punkt.

Mein Wunsch(denken) geht dahin, dass ich hoffe, dass eine
mögliche Schlussfolgerung aus dem Terror-Akt ist, dass
supranationale Organisationen - mit gemeinsamer Über-
einkunft über das, was man auf moralischer Basis als
Weltrecht/Menschenrecht bezeichnet - z.B. Unrechts-
handlungen, die von einem Staat/einer Nation begangen
werden, nicht nur "verurteilt", sondern dass dort z.B.
NEUTRALE VERWALTUNGEN eingesetzt werden können, die
bis zur Herstellung "des in Übereinkunft vereinbarten
Menschenrechts dort eine Übergangsregierung führt.

Vorkommnisse wie Milosevic, Militärdiktaturen wie z.B.
in Myanmar könnten unter Umständen verhindert werden.

Eine Möglichkeit wäre dann auch, im Nahen Osten die strittigen Gebiete NEUTRAL zu verwalten (Stichwort ´Protektorat´). Wer dann Gewaltakte begeht macht sich strafbar und wird z.B. vor dem WGH (Weltgerichtshof) angeklagt (entsprechend dem EuGH).

Es gilt dann nicht mehr - willkürliches - Nationenrecht,
sondern das Recht, dessen Kriterien neu vereinbart
wurden - entsprechend einem anerkannten Moralkodex
(von Asien, Europa, Afrika usw. usw.).

Dann wären - möglicherweise - solch krasse Benachteili- gungen, wie sie z.B. dem palistinensischen Volk zur Zeit widerfahren oder auch dem burmesischen oder oder oder...
verhinderbar.

Spannend ist es somit für mich, zu beobachten, ob es
tatsächlich Stimmen in eine solche Richtung gibt.

Gruesse an alle
Klaus

Ruanda

Lin Wei 12.09.2001 - 16:57
Die spektakulären Anschläge in den USA sind eine Kriegserklärung an die gesamte zivilisierte Welt, meint Germany´s Schroeder. Die zivilisierte Welt des Kapitals ist aber nichts anderes als die generalisierte Barbarei selbst. Nur ein Beispiel aus dem Leben "unserer Zivilisation": Im April und Mai 1994 wurden in Ruanda zwischen 700 000 und einer Million Menschen, vor allem sogenannte Tutsi, ermordet. Klar, schon vergessen! Außerdem: Passt hier und jetzt nicht hin! Was hat New York mit Zentralafrika zu tun? Dort brannten ja nur Hütten, keine Beton- und Glaspaläste! Und CNN berichtete auch nicht "live"! Sozialrevolutionäre sollten sich davor hüten, der gleichgeschalteten Heuchelei der "zivilisierten Staaten" auf den Leim zu gehen. Sie sollten aber auch jeder Art von Terror - von wem und gegen wen auch immer - entgegen treten. Kommunismus oder Barbarei/Zivilisation!

Deutschland halt´s Maul

- 12.09.2001 - 17:02
Könnten die Anti-Amerikanischen Nazis sich mal aus dem Forum verziehen. Denn Genossen seid ihr nicht, sondern nur das logische Ende des Anti-Imperialismus.

Bin Laden pleite ?

Lothar 12.09.2001 - 17:09
Ich habe auf Spiegel Online die Aussage eines Analytikers gelesen das Bin Laden als pleite angesehen wird und daher eigentlich aus der Liste der Drahtzieher ausfaellt. Hat irgendjemand naehere Infos oder ein Bestaetigung davon im Internet gefunden ?

Gruesse aus Thailand, hier gabs das Event in jeder Kneipe Live zur besten Trinkzeit serviert 22.00 Uhr. Dazu Popkorn und gegrilltes. Hoert sich zynisch an, aber so ist die CNN Welt nun mal.

Frage

Flo 12.09.2001 - 17:48
Hi Lothar,
es wäre nett wenn du näher mitteilen könntest
wo sich der Spiegel Artikel verbirgt!
Ich finde ihn jedenfalls nicht.
Wenn ihr links zu ___INFORMATIVEN____
Pages/Foren habt/bekommt dann teilt diese bitte
___ALLEN___ mit.
Is echt schwierig!!!

reformist 12.09.2001 - 18:01
Ich werde heute auf eine Beileidskundgebung gehen. Und wenn irgendein "Linker" mich dort als Heuchler bezeichnet dann finde ich das zum Kotzen.

Das Hauptproblem ist doch jetzt eine weitere Erosion der Freiheit in Westeuropa zu verhindern. Mit sowas als Begründung werden die "Law and Order"-Politiker kaum Probleme haben weitere restriktive Gesetzgebung zu erlassen.

Wenn die Linke die aufrichtige Trauer der Menschen als "Heuchlerei" abtut werden sie nicht den Hauch einer Chance haben dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Wenn die Linke(*) den Anschlag scharf verurteilt hat sie viel mehr Sympathie wenn sie den (leider zwangsläufig erfolgenden) brutalen Vergeltungsangriff gegen Zivilisten ebenfalls verurteilt.

* ich sage nicht wir weil ich manchmal nicht weiß ob ich mich dazuzählen kann/darf/will

Amis? Egal!

Tobbe 12.09.2001 - 18:21
Es gibt hier tatsächlich Leute, die sich als "links" bezeichnen, aber überhaupt kein Verständnis von Klassengegensätzen haben. Von einem klassenkämpferischen Standpunkt aus gesehen hat dieser Terroranschlag keinerlei positiven Effekt. Ganz im Gegenteil: 90% der amerikanischen Bevölkerung wünschen sich starke Vergeltungsschläge. Somit sind sie stärker als zuvor an den Imperialismus der Herrschende in den USA gebunden. Dasselbe wird hier in Deutschland und anderswo geschehen. Die "zivilisierte Welt" rückt zusammen, um imperialistische Kriege zu rechtfertigen. Dies muß bekämpft werden, allerdings mit dem vollen Bewußtsein, daß politische Veränderungen nicht herbeigebombt werden, sondern nur durch massenhafte Selbstaktivität erreicht werden kann. Gegen politischen, religiösen und staatlichen Terrorismus!
Das Bewußtsein großer Teile der hier schreibenden Menschen ist anscheinend noch in einem "symbolhaften Terrorismus" verhaftet. Stellvertretertum und Missionarsglauben zeichnen diese "anarchistischen" Elemente aus. Stellenweise auch ein plumper Antiamerikanismus.

politiker,haltet eure heuchlerischen schnauze

f r 12.09.2001 - 18:32
krasse sache das alles. aber ich schliesse mich den posts derer an, die meinen, das das ganze von den medien zu unrecht gehypt wird ( angesichts der tausenden toten der 3.welt, die jeden tag elendig verrecken und die, die die usa auf dem gewissen haben -indirekt oder direkt- ---> die scheinen keine sau zu interessieren... ). die amis in ihrer unendlichen arroganz trennen in die "zivilisierte" und "unzivilisierte" welt und hetzen pauschal gegen alle die nicht "auf ihrer seite" stehen (araber/anhänger des islam/palästinenser...). schröder, unser bundestrottel, schwingt grosse reden (die D. bestimmt auch ein paar raketen einbringen...) und alle tun sonstwie betroffen und lallen von gut und böse blablabla. der schmalz trieft aus meinen tv-boxen. nicht das ich die tausenden toten/angehörigen und deren leid vergesse, aber die verhältnismässigkeit der berichterstattung stimmt vorn und hinten nicht. und mit entsetzen denke ich an die oben schon angedeuteten konsequenzen. auch über die "unschuldigen" opfer (pentagon/wtc) könnte man diskutieren...

wäre ich persönlich betroffen, würde ich sicher anders denken, so hält sich mein mitleid in grenzen.

ein schlag in die arrogante fratze der usa.

+ + + die welt als wille und vorstellung + +

schopenhauer 12.09.2001 - 19:21
Einige, in dieser, wie in jeder Situation erhellende Artikel zum Thema Anti - Imperialismus aus dem Anti-deutschen Lager:

 http://www.glasnost.de/autoren/blumen/antiim.html
 http://www.nadir.org/nadir/periodika/bahamas/auswahl/web45.htm
 http://www.nadir.org/nadir/periodika/bahamas/auswahl/web33-1.htm

neverever

josh 12.09.2001 - 20:39
ja tragisch... das war mein erster gedanke, aber gewundert hat es mich nicht. das ist dann wohl die art von quittung vor der sich alle fuerchten. hoffentlich checken die amis in ihrem trauma, dass sie ruhig mal schauen sollten, warum so viele leute n hals schieben. richtig schlecht wird mir dann bei dem verletzten selbstbewusstsein der amis (von dem in den medien geredet wird), scheint es doch so zu sein dass ihre verwunderung nicht daher kommt, dass sie vorher alle gedacht haben sie seien im recht und wurden nun gelaeutert nein! der eigentliche grund war wohl eher, dass sie urspruenglich ihre eigene Macht und somit gleichbedeutend evtl. gemeinte unverwundbarkeit zu hoch schaezten.
wenn ich mir dann den schily anschaue, der am liebsten sofort einen zweiten deutschen herbst veranlassen wuerde, bekomme ich angst. dank der bildzeitung wird bald keiner mehr einen unterschied zwischen polit. motiviertem befreiheitskampf und terrorismus machen da kommt was auf uns zu. und was schroeder mit der zusage JEDER Form von gemeint hat, koennen wir evtl. bei der naexten intervention erleben.
zu den toten und verletzen in usa fehlen mir im uebrigen schon seit di nachmittag die worte

....

12.09.2001 - 21:52
Irgendwie muß ich mich ja hier dochmal spontan einklinken. Normalerweise ist es ja nicht meine Art ohne vorherige Überlegung hier einfach meinen Senf dazu abzugeben, aber dass was ich hier an Kommentaren zu lesen bekomme, nötigt mich dann doch dazu.
Ich habe nur eine kurze und knappe Frage an all die , die hier von den 20000 Menschen spechen, die taglich an Krieg, Hunger und Unterdrückung in der Welt sterben, und die täglich "Vergessen" werden. Sind die 20000 Menschen, die vieleicht bei diesen Anschlägen gestern starben deshalb "weniger Wert" ? (tschuldigung wegen dieser Ausdrucksweise, aber das scheint bei einigen die Logik zu sein). Sicher kommt jetzt das Argument, dass es diesmal vielleicht die TäterInnen traf und ansonsten immernur die Opfer. Sicher sind die USA mit ihrer Weltmachtstellung der Hauptverantwortliche für die Lage auf diesem Planeten und ich hasse diesen Staat dafür, aber seid ihr sicher, dass die Menschen die dort ums Leben kamen wirklich alle TäterInnen waren ? Jetzt bitte keine nationalistischen auf Stattenzugehörigkeit basierenden Plattheiten wie "warn alles Amis", das überlasst doch bitte den Nationalisten.
In meinem Kampf für eine bessere Welt, für die Hausfrau von nebenan oder wie ihr (wir) uns auch immer definieren sind die USA einer meienr Hauptgegner. Ich mag sie nicht, ich hase sie, aber mein Antiamerikanismus richtet sich gegen die imerialistische, ausbeuterische, kapitalistische sexistische und rassistische Weltordnung, die nicht zuletzt durch die USA besteht und erhalten wird. Sie richtet sich gegen politische WEltanschauungen und staatliche Syteme, nicht jedoch unmittelbar gegen Menschen (Zivilbevölkerung) des jeweiligen Staates), sondern gegegen deren Einrichtungen und Institutionen ( oder allenfalls gegen die Kader und Eliten). Dabei lehne ich Gewalt gegen Sachen und Personen nicht ab! Jedoch blinde Gewalt, ohne klaren politischen Erwartungshorizont, nein danke. ABer darauf will ich gerade garnicht hinaus. Eigentlich wollte ich euch nur annimieren, dass ihr mal hinterfragen solltet, in was für eine platte Argumentation ihr hier verfallt. Wenn ihr nichtmehr zwischen Mneschen und Staatssystemen unterscheidet. Es gab hierzu mal ne spannende Diskussion in der Interim (damals, als in der linken noch Bewegung war) über Gewalt gegenüber Bullen. Ein interessanter Satz heirbei war: "Wenn er/sie mir bewaffnet gegenübersteht, verkörpert er all das was ich hasse/wogegen ich bin, wenn er/sie aber am Boden liegt, dann ist er ein Mensch (ein "Famileinvater/mutter Bruder, Schwester oder was auch immer). Kurz um, kann mensch dies als Charaktermaske beschreiben. Auf der Straße verkörpert der Bulle für viele "alles Böse" auf der Welt, da er mittelbar dafür verantwortlich ist und an der Erhaltung oder dem Schutz der Ausbeutung maßgeblich anteilig ist und den ich das auch unmittelbar spüren lassen will. Trotzdem steckt hinter dieser Charaktermaske ein Mensch. Dies sollte ich niemals vergessen. (Ende der Interim) Eine sehr interessante Erkenntnis der autonomen Bewegung. Wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Institutionen und allenfalls gegen deren RepräsentantInnen. Die Welt ist nicht schwarz weiß, sondern hat viele Grautöne. Leute denkt nach und verfallt nicht in so billige Argumentationsmuster. Ich will eine aufgeschlossene, interessante bewegte Linke und nicht einen so dumpfen Plapperhaufen.

Antwort auf Kobold666

Pali-Fresser 13.09.2001 - 01:03
Du sprichst mir mit Deinen Bemerkungen zu Militanz und revolutionärer Moral zutiefst aus dem Herzen! Die Menschen in den Twin Towers des World Trade Centers waren ökonomisch abhängige LohnarbeiterInnen, keine skrupellosen ,,SchreibtischtäterInnen"!
Wenn die radikale Linke ihren moralischen Bonus nicht verspielen will, muss sie diese abscheuliche Terrortat auf das Schärfste verurteilen, im gleichen Atemzug aber den neu entbrennenden Innere Sicherheits-Diskurs und den sich aufheizenden Rassismus gegen Muslims bzw. AusländerInnen generell entschieden zurückweisen, wenn wir nicht morgen in einem EU-Polizeistaat voller begeisterter Blockwarte aufwachen wollen!
Ebenso muss verhindert werden, dass der Terroranschlag als Legitimationsmittel für neue NATO-Einsätze im Zeichen der ,,Terrorismusprävention" ausgebeutet wird, denn wo ,,Schurkenstaaten" und - tatsächliche oder vermeintliche - TerroristInnen sitzen und agieren, darüber haben immer noch die NATO-Mitgliedsstaaten und ihre Medienlakaien das Definitionsmonopol! Wie wir wissen, mutierte die albanische UCK von der kriminellen Terrorbande zur ,,nationalen Befreiungsbewegung", als dies für Deutschland und die USA politisch opportun war, um auf den Balkan ihre ökonomischen und geostrategischen Interessen durchzusetzen, die Zerschlagung Jugoslawiens, die Schaffung von politisch und ökonomisch abhängigen Satellitenstaaten, eines ,,deutschen Hinterhofes" ähnlich der Funktion Lateinamerikas für die USA!

???

MuslimMama 13.09.2001 - 01:21
Ihr lähmt euch selber, darum seit auch so uninteressant für die Meisten.

Es gibt nun mal keine 100% moralisch guten Taten.

Selbst hochmoralische Veganer sind ´schuldig´ am Tod der Feldtiere die auf den bestellten Feldern sterben.

Andererseits wo ist die Legitimation anti-kaptitalistischer Politik wenn die Moral nicht da ist? Ganz einfach, sie liegt im eigenen Leid. Dieses Leid das die meisten von euch gar nicht kennen ist die Ursache für die Vergeltungsschläge gegen die USA.

Die Spirale wird sich weiterdrehen und wir können es nicht ändern.

@kobold und palifresser ( scheissname)

Yo 13.09.2001 - 02:45
Bei viele Leute die hier mit dem argument kommen, dass täglich menschen auf der ganzen welt aus den beschriebenen gründen sterben , ensteht dieser drang meistens daraus, dass man sich mit menschen konfrontiert sieht, die eben nur gegen gewalt sind, wenn sie sie in der form wahrnehmen wie im falle der wtc´s (CNN ist so toll bunt). es soll nicht leid gegeneinander aufgerechnet werden oder eine bewertung von leben vorgenommen werden. heuchelei ist die triebfeder für die aggressiven seitenhiebe auf alle deren erstes argument ist: ich trauere um die opfer und soetwas ist durch nichts zu rechtfertigen. wo sie damit recht haben haben sie recht aber warum haben sie in der vergangenheit nie um opfer getrauert und gefordert, dass sich etwas ändert. es stinkt nach einer klassifizierung von leid aus eben dieser ecke. desweiteren muss neben dem mitgefühl fuer die opfer und angehörigen eine politische analyse der situation erfolgen. diese ist verknüpft mit der politik der USA welche aggressiv und imperialistisch und gegen die menschen rechte war und ist. dieses ist eine tatsache und eindeutig zu belegen. ( so wussten die USA von dem bevorstehenden massaker an den tutsi). es gibt eine kritik an den usa die jenseits von antiamerikanismus liegt und es gibt eine kritik an israel die jenseits von antisemitismus liegt. die grenzen sind fliessend. Wer den terrorismus beseitigen will muss an die wurzeln der konflikte gehen und dazu rufe ich alle auf. lernt lernt lernt lernt. ohne wissen und bildung kann man nichts verändern.

No Love Republic

Antagonist 13.09.2001 - 02:52
Ganz genau MuslimMama. Die radikale Linke sollte sich schnellstens aus diesem "Gut und Böse"-Spiel der kapitalistischen Macht-und Medienmaschinerie ausklinken und eigene Betrachtungen und Bewertungen anstellen. Natürlich ist dieser Terroranschlag abscheulich und die menschlichen Opfer zu beklagen! Nicht mehr und nicht weniger! Weiterhin ist es jetzt aber vor allem unsere Pflicht die Hintergründe unabhängig herauszuarbeiten und die vor allem jetzt einsetzende weitere Perfektionierung der kapitalistischen Unterdrückungs- und Verwertungsmechansimen radikal anzugehen.

ps. An die Trauernden: Tragt euch doch in irgendwelche Kondolenzbücher ein und nehmt an Schweigemärschen teil um den Opfern zu gedenken. Legt von mir aus auch rote Rosen oder vielleicht sogar Nelken vor der US-Botschaft nieder. Aber bildet euch bitte nicht ein daß das irgendwas bringen würde.

Zauberland ist abgebrannt

Redfighter 13.09.2001 - 08:02
Erst mal möcht ich sagen das ich große Trauer für die unschuldigen Opfer empfinde aber es sind fast immer unschuldie die sterben.Und wemm ein Land es verdient hat dann die USA wo war euer Aufschrei in Vietnam wo in Japan bei den Atombombenabwürfen auch das waren unschuldige!!!!!
"Sollst töten lernen fürs Amiland doch Amiland ist abgebrannt!!"

"antideutsche" spinner

mustafa 13.09.2001 - 14:24
ihr tollen "antideutschen" denkt wohl, daß ihr den plan habt, wa ? genießt die privilegien eures passes und bezeichnet alle kritikerInnen des us-imperialismus als antiamerikanische nazis - welch ein erbärmlicher und inflationärer faschismusgebrauch...nachdem ihr als ehemalihe hardcore-ml-er versagt habt könnt ihr arschlöcher ja jetzt mit bush für das "licht", "gut" gegen "böse" kämpfen, habt ihr doch endlich tolle neue bündnispartner...
ihr seid echt arm, mann.

was also soll unser Handeln bestimmen?

Denise 15.09.2001 - 14:48
Nach den Terroranschlägen ist für mich deutlich, daß alles auf einen Krieg, welcher Art auch immer hinausläuft. Es wurden Symbole der westlichen Welt getroffen und zerstört, tausende Menschen sind begraben unter Schutt und Asche. Abertausende forden "RACHE!" unüberlegt, steuerbar, die idealen Soldaten. Was wollen wir als "Linke"?
Für mich ist der wichtigste Wert das Leben. Und nichts ist dümmer, als für ein Leben ein weiteres zu forden - "RACHE".
Mein KAmpf ist der gegen den Krieg, gegen Unmenschlichkeit, für DIALOG.
Dialog heißt, jedeR äußert seine Meinung frei und wird nicht abgewertet, Trauer um die Verstorbenen bei dem Terroranschlag ist ein Gefühl, daß Menschlichkeit zeigt.JedeR Tote ist einer zuviel,ob nun in den USA oder in Buxdehude oder in einer Stadt am anderen Ende der Welt. Wichtig finde ich, daß wir in die Zukunft schauen, was ist unsere GEMEINSAME PoSITION ? Wir müssen den Mund aufmachen und andere Sichtweisen zu den Menschen bringen unsere Standpunkte laut hörbar weitergeben, Ich bin für den Frieden, für den Dialog der Völker. Der Terroranschlag zeigt für mich, daß es notwendig auch für die bis vor kurzem noch so sichere USA ist, nicht den Weltpolizisten zu spielen, sondern sich auf einen gleichwertigen Dialog einzulassen, den egal wie hoch die Sicherheitsmaßnahmen sind, egal wie viele Menschen im nächsten Krieg getötet werden, solange es zum Himmel schreiende Ungerechtigkeiten gibt, wird es radikale Menschen geben, die ihr Leben hergeben dafür, daß es besser wird.