Meldungen zum Terroranschlag in den USA
Die unvorstellbaren Anschläge in den USA auf das World Trade Center, das Pentagon und das Außenministerium haben weltweit Entsetzen ausgelöst. Es ist klar, kein Motiv kann diese Tat rechtfertigen.
Chronik der Terrorakte in den USA, Beziehungen zum Nahostkonflikt, Reaktionen islamischer Staaten, Osama bin Laden - internationaler Terrorist, Ermittlungsstand, Medienkritik
Chronik der Terrorakte in den USA, Beziehungen zum Nahostkonflikt, Reaktionen islamischer Staaten, Osama bin Laden - internationaler Terrorist, Ermittlungsstand, Medienkritik
Vorab
Die unvorstellbaren Anschläge in den USA auf das World Trade Center, das Pentagon und das Außenministerium haben weltweit Entsetzen ausgelöst. Neben den vielen hundert Menschenopfern, sind vor allem die Ziele der Terroristen - weltweit bekannte Gebäude und Institutionen der USA - und - anders als bei Naturkatastrophen - das Wissen, daß es Menschen waren, die die Anschläge ausgeübt haben, Grund für die Fassungslosigkeit wohl der meisten Menschen in der Welt.
Es ist klar, kein Motiv kann diese Tat rechtfertigen. Die Terroristen müssen gefaßt werden und ähnliche Taten in Zukunft unmöglich gemacht werden. Daran müssen alle Menschen, alle Staaten mitwirken.
Dabei müssen wir das, was eine humanistische Zivilisation kennzeichnen sollte, hochhalten: Es gilt besonnen und gezielt zu Handeln. Die Interpretation in den Medien, Barbaren hätten eine Kriegserklärung an die zivilisierte Welt gerichtet, verbunden mit der Täter - Suche im Nahen Osten oder bei islamischen Fundamentalisten ist dabei nur eine Möglichkeit der Erklärung der Anschläge. Eine Festlegung darauf bedeutet eine Ausweitung der Konfliktlinien zwischen arabischer Welt und westlich orientierter Welt. Die USA haben einen Flugzeugträger in der Golfregion und einen weiteren Flugzeugträger dorthin beordert (4). Die Folgen einer Eskalation sind unabsehbar.
Chronik der Terrorakte in den USA
Es müssen alle Möglichkeiten untersucht werden. Auf dem Territorium der USA gab es nach dem 2. Weltkrieg verschiedenste Terrorakte. Der letzte fand im April 1995 statt. Ein Anschlag auf ein Behördengebäude in Oklahoma City fordert 168 Menschenleben. Der Täter Timothy McVeigh begründet den Anschlag mit der Polizeiaktion von Waco im Jahr 1993. Bei dem Sturm der US-Bundespolizei auf das Anwesen des Sektenführers David Koresh in Texas waren damals rund 80 Menschen getötet worden. McVeigh wurde im Juni 2001 hingerichtet.
Das World Trade Center war schon einmal Ziel eines Terroranschlags. Am 26. Februar 1993 geht unter dem Gebäude eine Autobombe hoch. Bilanz des bis dahin schwersten Anschlags von vermutlich ausländischen Terroristen in den USA: Sechs Tote, mehr als 1.000 Verletzte. Drahtzieher soll der ägyptische blinde Scheich Omar Abderrahman gewesen sein.
Ein Bombenanschlag am 29. Dezember 1975 am New Yorker Flughafen La Guardia fordert elf Tote und 75 Verletzte. Niemand wird festgenommen.
Bei einer Explosion am 24. Januar 1975 in einer New Yorker Bar werden vier Menschen getötet. Zu dem Anschlag bekennen sich die Streitkräfte zur Befreiung Puerto Ricos (FALN), denen zwischen 1974 und 1977 insgesamt 49 Anschläge in New York zugeschrieben wurden. (3)
Beziehungen zum Nahostkonflikt
Die Art der Tat hat Ähnlichkeiten zu Selbstmordattentätern, die im Nahen Osten in Aktion treten, die sich selbst und umstehende Zivilisten in die Luft sprengen. Unvergleichlich ist dagegen das Ausmaß der Attentate, die Zahl der einkalkulierten menschlichen Opfer. Im Nahost - Konflikt ist darüber hinaus auch speziell die israelische Zivilbevölkerung Ziel des Terrors. Eine Ausweitung des Konflikts auf Amerika hätte die Isolation Palästinas zur Folge. Auch wenn in den Fernsehkanälen Bilder von tanzenden palästinensischen Kindern über die Bildschirme wanderten, haben sich Arafat distanziert und die palästinensischen Organisationen HAMAS, PFLP und DFLP eine Tatbeteiligung ausgeschlossen.(2)
Reaktionen islamischer Staaten
Auch die islamischen Staaten distanzieren sich meist von den Terroranschlägen. Der iranische Präsident Mohammad Chatami verurteilte die Terrorangriffe im Namen des iranischen Volkes aufs Schärfste. Im Fernsehen drückte er der amerikanischen Nation sein Mitgefühl aus. Auch der ägyptische Präsident Mubarak verurteilten die Taten, ähnlich wie die Regierungen Syriens, Libyens sowie die Führung der Arabischen Liga.
Der irakische Präsident Saddam Hussein meinte dagegen, die Vereinigten Staaten hätten die Angriffe wegen ihrer Verbrechen gegen die Menschheit verdient. Irak steht in Folge des Golf-Krieges unter einem Embargo und wurde immer wieder unter anderem von US-Bombern angegriffen.
Die afghanische Taliban - Regierung verdammte die Terrorakte. Ihr Vertreter in Pakistan äußerte sich auf einer Pressekonferenz in Islamabad.
Osama bin Laden - internationaler Terrorist
Afghanistan gewährt trotz internationaler Kritik dem saudiarabischen Islamisten Osama Bin Laden Unterschlupf, den die USA für die Bombenanschläge auf zwei ihrer Botschaften in Ostafrika 1998 verantwortlich machen. Ihm werden auch Verwicklungen in dieses Attentat zugetraut. Die Taliban - Miliz in Afghanistan erklärte dagegen, der von ihr beschützte bin Laden könnte nicht hinter den Anschlägen stecken. "Osama bin Laden kann dieses Werk nicht verrichten, und wir auch nicht", sagte ein Taliban-Sprecher in Kabul.
Der Herausgeber der in London erscheinenden Zeitung "Al Quds al Arabi", Abdel Bari Atwan, sagte, Anhänger bin Ladens hätten vor drei Wochen mit einem "riesigen und beispiellosen Anschlag" gegen US-Einrichtungen gedroht. Er hätte diese Drohung aber nicht ernst genommen. Atwan sagte der Nachrichtenagentur AP, die Fundamentalisten hätten zwar mit einem riesigen Anschlag gedroht, aber keine weiteren Einzelheiten genannt. "Wir nahmen die Warnungen damals nicht ernst, weil es das früher schon mehrmals gab und nichts passiert ist", sagte Atwan.
Ermittlungsstand
Auch die aktuellen Ermittlungen verweisen zur Zeit in unterschiedliche Richtungen. Inzwischen gibt es möglicherweise bei der Suche nach den Attentätern erste Spuren. Nach Berichten des Nachrichtensenders CNN haben die Ermittler mehrere Verdächtige im Visier, die Verbindungen nach Südflorida haben sollen. Erste Anhaltspunkte hätten sich aus den Passagierlisten der entführten Flugzeuge ergeben. In einer der Maschinen sei nach dem Überfall der Terroristen ein Mikrofon eingeschaltet geblieben. Die Bundespolizei FBI soll bereits Durchsuchungsbefehle für Häuser und Postfächer in Miami erhalten haben.(1)
Die Ermittlungsbehörden im US-Bundesstaat Massachussetts haben dagegen einem Zeitungsbericht zufolge fünf arabische Männer im Verdacht, an dem Attentat auf das World Trade Center beteiligt zu sein. Unter Berufung auf eine ungenannte Quelle berichtete die Zeitung "Boston Herald" am Mittwoch auf ihrer Internetseite, die Behörden hätten einen Mietwagen entdeckt, in dem Flugpläne in arabischer Sprache gefunden worden seien. Die Ermittler seien von einem Bürger auf den Wagen aufmerksam gemacht worden. Dieser sei mit den arabischen Männern in einen Streit geraten, als sie den Wagen parkten.
Zwei der Männer seien Brüder, deren Pässe in die Vereinigten Arabischen Emirate zurück verfolgt werden konnten, berichtete die Zeitung weiter. Einer der beiden sei ein ausgebildeter Pilot. Der Zeitung zufolge vermuten die Ermittler, dass die beiden Brüder an Bord des entführten United-Airline-Flugzeuges gewesen seien, das nach Angaben einer Pilotengewerkschaft in eines der beiden Hochhäuser des World Trade Centers raste. Mindestens zwei weitere Verdächtige seien am Dienstag auf dem Logan-Flughafen in Boston angekommen. Nach Angaben der Zeitung reisten die zwei Verdächtigen über Portland im US-Bundesstaat Maine vor kurzem aus Kanada ein. (2)
Medienkritik
In den Medien erfolgte eine Benennung der Täterkreise sehr schnell, wahrscheinlich zu schnell. Untersuchungen zu Rechtsextremisten und fanatischen Sekten, sowie Verstrickungen von Geheimdiensten in Terrororganisationen fehlen bisher. Verstrickungen oder Urheberschaft können aber hier ebensowenig ausgeschlossen werden, wie bei den islamischen oder antiisraelischen Täterkreisen.
Bisher bleibt zusammenzufassen: eine breite Suche und schonungslose Verurteilung der Täter muß erfolgen. Einer Eskalation des Konfliktes mit der arabischen Welt muß entgegengewirkt werden.
(1) Tagesschau 12.9.01 unter www.ard.de
(2) über www.linkeseite.de
(3) Chronik im Bayrischen Rundfunk über www.ard.de (aus der augenscheinlichen bevorzugten Auswahl mit islamischen Hintergrund im Ausland - deutsche Anschläge werden z.B. nicht benannt - wurden alle aufgeführten Anschläge nach 1945 auf US-Territorium ausgewählt)
(4) 8:00 Uhr Nachrichten vom 12.9.01 im Deutschlandradio, unter www.deutschlandradio.de
Die unvorstellbaren Anschläge in den USA auf das World Trade Center, das Pentagon und das Außenministerium haben weltweit Entsetzen ausgelöst. Neben den vielen hundert Menschenopfern, sind vor allem die Ziele der Terroristen - weltweit bekannte Gebäude und Institutionen der USA - und - anders als bei Naturkatastrophen - das Wissen, daß es Menschen waren, die die Anschläge ausgeübt haben, Grund für die Fassungslosigkeit wohl der meisten Menschen in der Welt.
Es ist klar, kein Motiv kann diese Tat rechtfertigen. Die Terroristen müssen gefaßt werden und ähnliche Taten in Zukunft unmöglich gemacht werden. Daran müssen alle Menschen, alle Staaten mitwirken.
Dabei müssen wir das, was eine humanistische Zivilisation kennzeichnen sollte, hochhalten: Es gilt besonnen und gezielt zu Handeln. Die Interpretation in den Medien, Barbaren hätten eine Kriegserklärung an die zivilisierte Welt gerichtet, verbunden mit der Täter - Suche im Nahen Osten oder bei islamischen Fundamentalisten ist dabei nur eine Möglichkeit der Erklärung der Anschläge. Eine Festlegung darauf bedeutet eine Ausweitung der Konfliktlinien zwischen arabischer Welt und westlich orientierter Welt. Die USA haben einen Flugzeugträger in der Golfregion und einen weiteren Flugzeugträger dorthin beordert (4). Die Folgen einer Eskalation sind unabsehbar.
Chronik der Terrorakte in den USA
Es müssen alle Möglichkeiten untersucht werden. Auf dem Territorium der USA gab es nach dem 2. Weltkrieg verschiedenste Terrorakte. Der letzte fand im April 1995 statt. Ein Anschlag auf ein Behördengebäude in Oklahoma City fordert 168 Menschenleben. Der Täter Timothy McVeigh begründet den Anschlag mit der Polizeiaktion von Waco im Jahr 1993. Bei dem Sturm der US-Bundespolizei auf das Anwesen des Sektenführers David Koresh in Texas waren damals rund 80 Menschen getötet worden. McVeigh wurde im Juni 2001 hingerichtet.
Das World Trade Center war schon einmal Ziel eines Terroranschlags. Am 26. Februar 1993 geht unter dem Gebäude eine Autobombe hoch. Bilanz des bis dahin schwersten Anschlags von vermutlich ausländischen Terroristen in den USA: Sechs Tote, mehr als 1.000 Verletzte. Drahtzieher soll der ägyptische blinde Scheich Omar Abderrahman gewesen sein.
Ein Bombenanschlag am 29. Dezember 1975 am New Yorker Flughafen La Guardia fordert elf Tote und 75 Verletzte. Niemand wird festgenommen.
Bei einer Explosion am 24. Januar 1975 in einer New Yorker Bar werden vier Menschen getötet. Zu dem Anschlag bekennen sich die Streitkräfte zur Befreiung Puerto Ricos (FALN), denen zwischen 1974 und 1977 insgesamt 49 Anschläge in New York zugeschrieben wurden. (3)
Beziehungen zum Nahostkonflikt
Die Art der Tat hat Ähnlichkeiten zu Selbstmordattentätern, die im Nahen Osten in Aktion treten, die sich selbst und umstehende Zivilisten in die Luft sprengen. Unvergleichlich ist dagegen das Ausmaß der Attentate, die Zahl der einkalkulierten menschlichen Opfer. Im Nahost - Konflikt ist darüber hinaus auch speziell die israelische Zivilbevölkerung Ziel des Terrors. Eine Ausweitung des Konflikts auf Amerika hätte die Isolation Palästinas zur Folge. Auch wenn in den Fernsehkanälen Bilder von tanzenden palästinensischen Kindern über die Bildschirme wanderten, haben sich Arafat distanziert und die palästinensischen Organisationen HAMAS, PFLP und DFLP eine Tatbeteiligung ausgeschlossen.(2)
Reaktionen islamischer Staaten
Auch die islamischen Staaten distanzieren sich meist von den Terroranschlägen. Der iranische Präsident Mohammad Chatami verurteilte die Terrorangriffe im Namen des iranischen Volkes aufs Schärfste. Im Fernsehen drückte er der amerikanischen Nation sein Mitgefühl aus. Auch der ägyptische Präsident Mubarak verurteilten die Taten, ähnlich wie die Regierungen Syriens, Libyens sowie die Führung der Arabischen Liga.
Der irakische Präsident Saddam Hussein meinte dagegen, die Vereinigten Staaten hätten die Angriffe wegen ihrer Verbrechen gegen die Menschheit verdient. Irak steht in Folge des Golf-Krieges unter einem Embargo und wurde immer wieder unter anderem von US-Bombern angegriffen.
Die afghanische Taliban - Regierung verdammte die Terrorakte. Ihr Vertreter in Pakistan äußerte sich auf einer Pressekonferenz in Islamabad.
Osama bin Laden - internationaler Terrorist
Afghanistan gewährt trotz internationaler Kritik dem saudiarabischen Islamisten Osama Bin Laden Unterschlupf, den die USA für die Bombenanschläge auf zwei ihrer Botschaften in Ostafrika 1998 verantwortlich machen. Ihm werden auch Verwicklungen in dieses Attentat zugetraut. Die Taliban - Miliz in Afghanistan erklärte dagegen, der von ihr beschützte bin Laden könnte nicht hinter den Anschlägen stecken. "Osama bin Laden kann dieses Werk nicht verrichten, und wir auch nicht", sagte ein Taliban-Sprecher in Kabul.
Der Herausgeber der in London erscheinenden Zeitung "Al Quds al Arabi", Abdel Bari Atwan, sagte, Anhänger bin Ladens hätten vor drei Wochen mit einem "riesigen und beispiellosen Anschlag" gegen US-Einrichtungen gedroht. Er hätte diese Drohung aber nicht ernst genommen. Atwan sagte der Nachrichtenagentur AP, die Fundamentalisten hätten zwar mit einem riesigen Anschlag gedroht, aber keine weiteren Einzelheiten genannt. "Wir nahmen die Warnungen damals nicht ernst, weil es das früher schon mehrmals gab und nichts passiert ist", sagte Atwan.
Ermittlungsstand
Auch die aktuellen Ermittlungen verweisen zur Zeit in unterschiedliche Richtungen. Inzwischen gibt es möglicherweise bei der Suche nach den Attentätern erste Spuren. Nach Berichten des Nachrichtensenders CNN haben die Ermittler mehrere Verdächtige im Visier, die Verbindungen nach Südflorida haben sollen. Erste Anhaltspunkte hätten sich aus den Passagierlisten der entführten Flugzeuge ergeben. In einer der Maschinen sei nach dem Überfall der Terroristen ein Mikrofon eingeschaltet geblieben. Die Bundespolizei FBI soll bereits Durchsuchungsbefehle für Häuser und Postfächer in Miami erhalten haben.(1)
Die Ermittlungsbehörden im US-Bundesstaat Massachussetts haben dagegen einem Zeitungsbericht zufolge fünf arabische Männer im Verdacht, an dem Attentat auf das World Trade Center beteiligt zu sein. Unter Berufung auf eine ungenannte Quelle berichtete die Zeitung "Boston Herald" am Mittwoch auf ihrer Internetseite, die Behörden hätten einen Mietwagen entdeckt, in dem Flugpläne in arabischer Sprache gefunden worden seien. Die Ermittler seien von einem Bürger auf den Wagen aufmerksam gemacht worden. Dieser sei mit den arabischen Männern in einen Streit geraten, als sie den Wagen parkten.
Zwei der Männer seien Brüder, deren Pässe in die Vereinigten Arabischen Emirate zurück verfolgt werden konnten, berichtete die Zeitung weiter. Einer der beiden sei ein ausgebildeter Pilot. Der Zeitung zufolge vermuten die Ermittler, dass die beiden Brüder an Bord des entführten United-Airline-Flugzeuges gewesen seien, das nach Angaben einer Pilotengewerkschaft in eines der beiden Hochhäuser des World Trade Centers raste. Mindestens zwei weitere Verdächtige seien am Dienstag auf dem Logan-Flughafen in Boston angekommen. Nach Angaben der Zeitung reisten die zwei Verdächtigen über Portland im US-Bundesstaat Maine vor kurzem aus Kanada ein. (2)
Medienkritik
In den Medien erfolgte eine Benennung der Täterkreise sehr schnell, wahrscheinlich zu schnell. Untersuchungen zu Rechtsextremisten und fanatischen Sekten, sowie Verstrickungen von Geheimdiensten in Terrororganisationen fehlen bisher. Verstrickungen oder Urheberschaft können aber hier ebensowenig ausgeschlossen werden, wie bei den islamischen oder antiisraelischen Täterkreisen.
Bisher bleibt zusammenzufassen: eine breite Suche und schonungslose Verurteilung der Täter muß erfolgen. Einer Eskalation des Konfliktes mit der arabischen Welt muß entgegengewirkt werden.
(1) Tagesschau 12.9.01 unter www.ard.de
(2) über www.linkeseite.de
(3) Chronik im Bayrischen Rundfunk über www.ard.de (aus der augenscheinlichen bevorzugten Auswahl mit islamischen Hintergrund im Ausland - deutsche Anschläge werden z.B. nicht benannt - wurden alle aufgeführten Anschläge nach 1945 auf US-Territorium ausgewählt)
(4) 8:00 Uhr Nachrichten vom 12.9.01 im Deutschlandradio, unter www.deutschlandradio.de
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
"schonungslose verurteilung der täter"
Ich glaub mich knutscht ein Elch
mfg Qui
klar
hier bekämpfen nur die "falschen"(islamisten) die "richtigen"(symbole von krieg & kapitalismus) und es trifft dann wieder die "falschen"(die angestellten)!
das werden die herrschenden garantiert als vorwand nehmen, um die repression gegen ALLE arten von (ap)opposition zu verschärfen!
Globalisierung nutzt nichts !
...
Was mich aber ankotzt, sind die heuchlerischen Statements der (westlichen) Politiker, die jeden Tag selber für den Tod von zig-Tausenden mitverantwortlich sind... Natürlich gehört es zu deren Geschäft (zu heucheln)und wahrscheinlich fühlen sie sich nichtmal für die Toten in der "3. Welt" etc. verantwortlich. Aber es sind trotzdem Fakten, die man auch in solchen Zusammenhägnen nicht vergessen darf. Wenn es nicht ein Symbol des westlichen Kapitalismus getroffen hätte, mit einer ähnlichen Zahl von Opfern, würde die Sache längst nicht so hochgespielt werden...Vieleicht ist das hier von mir unangebrachter Zynismus, der hier einigen bitter aufstoßen mag. Aber es ist kein Geheimnis, daß die Aufschreie am größten sind, wenn es mal "die Richtigen" trifft. Leider wurden hier zwar die Symbole getroffen, aber trotz meines Zynismus hat es natürlich viel zu viele und vor allem "unschuldige" Opfer getroffen hat.
Soso, Ahaaha.
ach ihr ganzen tobbes.
An Arthur
Mir fehlen die Worte! Es waren keine Symbole sondern Menschen!!! Und zwar bestimmt nicht die richtigen!!!
Solche Gedanken sind mir völlig unbegreiflich!
Und ehrlich gesagt, kotzt es mich an, wenn manche hier von "wir" sprechen (mich als linken indymedia-Leser also auch meinen) und dann versuchen, den Terror letztlich zu entschuldigen, aufzurechnen. Das ist genau die gleiche Sch... wie wenn die KZ-Opfer durch Stalin-Opfer relativiert werden.
Ich denke eher, diese Ereignisse in New York sollten ´uns´ ganz, ganz dringen Anlaß dazu geben, mal über unsere Definition von Menschenrechten, Zielen und Mitteln nachzudenken!
Alles verlogen, und teilweise auch die Linke
Ach noch was...
Supranationale Entwicklungen
Mein Wunsch(denken) geht dahin, dass ich hoffe, dass eine
mögliche Schlussfolgerung aus dem Terror-Akt ist, dass
supranationale Organisationen - mit gemeinsamer Über-
einkunft über das, was man auf moralischer Basis als
Weltrecht/Menschenrecht bezeichnet - z.B. Unrechts-
handlungen, die von einem Staat/einer Nation begangen
werden, nicht nur "verurteilt", sondern dass dort z.B.
NEUTRALE VERWALTUNGEN eingesetzt werden können, die
bis zur Herstellung "des in Übereinkunft vereinbarten
Menschenrechts dort eine Übergangsregierung führt.
Vorkommnisse wie Milosevic, Militärdiktaturen wie z.B.
in Myanmar könnten unter Umständen verhindert werden.
Eine Möglichkeit wäre dann auch, im Nahen Osten die strittigen Gebiete NEUTRAL zu verwalten (Stichwort ´Protektorat´). Wer dann Gewaltakte begeht macht sich strafbar und wird z.B. vor dem WGH (Weltgerichtshof) angeklagt (entsprechend dem EuGH).
Es gilt dann nicht mehr - willkürliches - Nationenrecht,
sondern das Recht, dessen Kriterien neu vereinbart
wurden - entsprechend einem anerkannten Moralkodex
(von Asien, Europa, Afrika usw. usw.).
Dann wären - möglicherweise - solch krasse Benachteili- gungen, wie sie z.B. dem palistinensischen Volk zur Zeit widerfahren oder auch dem burmesischen oder oder oder...
verhinderbar.
Spannend ist es somit für mich, zu beobachten, ob es
tatsächlich Stimmen in eine solche Richtung gibt.
Gruesse an alle
Klaus
Ruanda
Deutschland halt´s Maul
Bin Laden pleite ?
Gruesse aus Thailand, hier gabs das Event in jeder Kneipe Live zur besten Trinkzeit serviert 22.00 Uhr. Dazu Popkorn und gegrilltes. Hoert sich zynisch an, aber so ist die CNN Welt nun mal.
Frage
es wäre nett wenn du näher mitteilen könntest
wo sich der Spiegel Artikel verbirgt!
Ich finde ihn jedenfalls nicht.
Wenn ihr links zu ___INFORMATIVEN____
Pages/Foren habt/bekommt dann teilt diese bitte
___ALLEN___ mit.
Is echt schwierig!!!
Das Hauptproblem ist doch jetzt eine weitere Erosion der Freiheit in Westeuropa zu verhindern. Mit sowas als Begründung werden die "Law and Order"-Politiker kaum Probleme haben weitere restriktive Gesetzgebung zu erlassen.
Wenn die Linke die aufrichtige Trauer der Menschen als "Heuchlerei" abtut werden sie nicht den Hauch einer Chance haben dieser Entwicklung entgegenzuwirken.
Wenn die Linke(*) den Anschlag scharf verurteilt hat sie viel mehr Sympathie wenn sie den (leider zwangsläufig erfolgenden) brutalen Vergeltungsangriff gegen Zivilisten ebenfalls verurteilt.
* ich sage nicht wir weil ich manchmal nicht weiß ob ich mich dazuzählen kann/darf/will
Amis? Egal!
Das Bewußtsein großer Teile der hier schreibenden Menschen ist anscheinend noch in einem "symbolhaften Terrorismus" verhaftet. Stellvertretertum und Missionarsglauben zeichnen diese "anarchistischen" Elemente aus. Stellenweise auch ein plumper Antiamerikanismus.
politiker,haltet eure heuchlerischen schnauze
wäre ich persönlich betroffen, würde ich sicher anders denken, so hält sich mein mitleid in grenzen.
ein schlag in die arrogante fratze der usa.
+ + + die welt als wille und vorstellung + +
neverever
wenn ich mir dann den schily anschaue, der am liebsten sofort einen zweiten deutschen herbst veranlassen wuerde, bekomme ich angst. dank der bildzeitung wird bald keiner mehr einen unterschied zwischen polit. motiviertem befreiheitskampf und terrorismus machen da kommt was auf uns zu. und was schroeder mit der zusage JEDER Form von gemeint hat, koennen wir evtl. bei der naexten intervention erleben.
zu den toten und verletzen in usa fehlen mir im uebrigen schon seit di nachmittag die worte
....
Ich habe nur eine kurze und knappe Frage an all die , die hier von den 20000 Menschen spechen, die taglich an Krieg, Hunger und Unterdrückung in der Welt sterben, und die täglich "Vergessen" werden. Sind die 20000 Menschen, die vieleicht bei diesen Anschlägen gestern starben deshalb "weniger Wert" ? (tschuldigung wegen dieser Ausdrucksweise, aber das scheint bei einigen die Logik zu sein). Sicher kommt jetzt das Argument, dass es diesmal vielleicht die TäterInnen traf und ansonsten immernur die Opfer. Sicher sind die USA mit ihrer Weltmachtstellung der Hauptverantwortliche für die Lage auf diesem Planeten und ich hasse diesen Staat dafür, aber seid ihr sicher, dass die Menschen die dort ums Leben kamen wirklich alle TäterInnen waren ? Jetzt bitte keine nationalistischen auf Stattenzugehörigkeit basierenden Plattheiten wie "warn alles Amis", das überlasst doch bitte den Nationalisten.
In meinem Kampf für eine bessere Welt, für die Hausfrau von nebenan oder wie ihr (wir) uns auch immer definieren sind die USA einer meienr Hauptgegner. Ich mag sie nicht, ich hase sie, aber mein Antiamerikanismus richtet sich gegen die imerialistische, ausbeuterische, kapitalistische sexistische und rassistische Weltordnung, die nicht zuletzt durch die USA besteht und erhalten wird. Sie richtet sich gegen politische WEltanschauungen und staatliche Syteme, nicht jedoch unmittelbar gegen Menschen (Zivilbevölkerung) des jeweiligen Staates), sondern gegegen deren Einrichtungen und Institutionen ( oder allenfalls gegen die Kader und Eliten). Dabei lehne ich Gewalt gegen Sachen und Personen nicht ab! Jedoch blinde Gewalt, ohne klaren politischen Erwartungshorizont, nein danke. ABer darauf will ich gerade garnicht hinaus. Eigentlich wollte ich euch nur annimieren, dass ihr mal hinterfragen solltet, in was für eine platte Argumentation ihr hier verfallt. Wenn ihr nichtmehr zwischen Mneschen und Staatssystemen unterscheidet. Es gab hierzu mal ne spannende Diskussion in der Interim (damals, als in der linken noch Bewegung war) über Gewalt gegenüber Bullen. Ein interessanter Satz heirbei war: "Wenn er/sie mir bewaffnet gegenübersteht, verkörpert er all das was ich hasse/wogegen ich bin, wenn er/sie aber am Boden liegt, dann ist er ein Mensch (ein "Famileinvater/mutter Bruder, Schwester oder was auch immer). Kurz um, kann mensch dies als Charaktermaske beschreiben. Auf der Straße verkörpert der Bulle für viele "alles Böse" auf der Welt, da er mittelbar dafür verantwortlich ist und an der Erhaltung oder dem Schutz der Ausbeutung maßgeblich anteilig ist und den ich das auch unmittelbar spüren lassen will. Trotzdem steckt hinter dieser Charaktermaske ein Mensch. Dies sollte ich niemals vergessen. (Ende der Interim) Eine sehr interessante Erkenntnis der autonomen Bewegung. Wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Institutionen und allenfalls gegen deren RepräsentantInnen. Die Welt ist nicht schwarz weiß, sondern hat viele Grautöne. Leute denkt nach und verfallt nicht in so billige Argumentationsmuster. Ich will eine aufgeschlossene, interessante bewegte Linke und nicht einen so dumpfen Plapperhaufen.
Antwort auf Kobold666
Wenn die radikale Linke ihren moralischen Bonus nicht verspielen will, muss sie diese abscheuliche Terrortat auf das Schärfste verurteilen, im gleichen Atemzug aber den neu entbrennenden Innere Sicherheits-Diskurs und den sich aufheizenden Rassismus gegen Muslims bzw. AusländerInnen generell entschieden zurückweisen, wenn wir nicht morgen in einem EU-Polizeistaat voller begeisterter Blockwarte aufwachen wollen!
Ebenso muss verhindert werden, dass der Terroranschlag als Legitimationsmittel für neue NATO-Einsätze im Zeichen der ,,Terrorismusprävention" ausgebeutet wird, denn wo ,,Schurkenstaaten" und - tatsächliche oder vermeintliche - TerroristInnen sitzen und agieren, darüber haben immer noch die NATO-Mitgliedsstaaten und ihre Medienlakaien das Definitionsmonopol! Wie wir wissen, mutierte die albanische UCK von der kriminellen Terrorbande zur ,,nationalen Befreiungsbewegung", als dies für Deutschland und die USA politisch opportun war, um auf den Balkan ihre ökonomischen und geostrategischen Interessen durchzusetzen, die Zerschlagung Jugoslawiens, die Schaffung von politisch und ökonomisch abhängigen Satellitenstaaten, eines ,,deutschen Hinterhofes" ähnlich der Funktion Lateinamerikas für die USA!
???
Es gibt nun mal keine 100% moralisch guten Taten.
Selbst hochmoralische Veganer sind ´schuldig´ am Tod der Feldtiere die auf den bestellten Feldern sterben.
Andererseits wo ist die Legitimation anti-kaptitalistischer Politik wenn die Moral nicht da ist? Ganz einfach, sie liegt im eigenen Leid. Dieses Leid das die meisten von euch gar nicht kennen ist die Ursache für die Vergeltungsschläge gegen die USA.
Die Spirale wird sich weiterdrehen und wir können es nicht ändern.
@kobold und palifresser ( scheissname)
No Love Republic
ps. An die Trauernden: Tragt euch doch in irgendwelche Kondolenzbücher ein und nehmt an Schweigemärschen teil um den Opfern zu gedenken. Legt von mir aus auch rote Rosen oder vielleicht sogar Nelken vor der US-Botschaft nieder. Aber bildet euch bitte nicht ein daß das irgendwas bringen würde.
Zauberland ist abgebrannt
"Sollst töten lernen fürs Amiland doch Amiland ist abgebrannt!!"
"antideutsche" spinner
ihr seid echt arm, mann.
was also soll unser Handeln bestimmen?
Für mich ist der wichtigste Wert das Leben. Und nichts ist dümmer, als für ein Leben ein weiteres zu forden - "RACHE".
Mein KAmpf ist der gegen den Krieg, gegen Unmenschlichkeit, für DIALOG.
Dialog heißt, jedeR äußert seine Meinung frei und wird nicht abgewertet, Trauer um die Verstorbenen bei dem Terroranschlag ist ein Gefühl, daß Menschlichkeit zeigt.JedeR Tote ist einer zuviel,ob nun in den USA oder in Buxdehude oder in einer Stadt am anderen Ende der Welt. Wichtig finde ich, daß wir in die Zukunft schauen, was ist unsere GEMEINSAME PoSITION ? Wir müssen den Mund aufmachen und andere Sichtweisen zu den Menschen bringen unsere Standpunkte laut hörbar weitergeben, Ich bin für den Frieden, für den Dialog der Völker. Der Terroranschlag zeigt für mich, daß es notwendig auch für die bis vor kurzem noch so sichere USA ist, nicht den Weltpolizisten zu spielen, sondern sich auf einen gleichwertigen Dialog einzulassen, den egal wie hoch die Sicherheitsmaßnahmen sind, egal wie viele Menschen im nächsten Krieg getötet werden, solange es zum Himmel schreiende Ungerechtigkeiten gibt, wird es radikale Menschen geben, die ihr Leben hergeben dafür, daß es besser wird.