restliche 4 deutsche gefangene bleiben in haft

infogruppe berlin 04.09.2001 17:00 Themen: Repression
Ergebnisse der Anhörungen der letzen Deutschen, die nach dem G8- Gipfel in Genua festgenommen wurden sind negativ ausgefallen.
Heute wurde bekanntgegeben, dass die letzten 4 deutschen Gefangenen in Genua bis auf weiteres inhaftiert bleiben. Näheres dazu wird später vom EA-Genua/Milano in einem neuen update veröffentlicht.

die Info-Gruppe Berlin
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Ergänzungen

andere Gefangene?

shugo 04.09.2001 - 20:09
was ist mit den anderen Gefangenen, den beiden Leuten aus Tschechien und ich glaube noch ein Mensch aus Italien??

Scheisse

Why 04.09.2001 - 22:12
So ne scheisse! Ich hoffe nur, man schafft es, die irgendwie
raus zu holen. Wenn man selber dort die Gewalt in den Gefängnisen erlebt hat, kann man gut nachfühlen.
Internationale Solidarität!!!

Andere Gefangene

Conny 05.09.2001 - 12:31
Zu der Fragen nach den anderen Gefangenen. Die beiden Tschechen wird mittlerweile keine Tat im Zusammenhang mit Genua vorgeworfen, da sie zu diesem Zeitpunkt gar nicht in Italien waren, sondern der Dope-Fund zur Last gelegt. Da sie keine "Genua"-Gefangenen sind, fehlen sie inzwischen in den Aufzählungen. Das weitere Verfahren gegen sie wird aber beobachtet und hier veröffentlicht. Der Italiener aus Genua bleibt in Haft.

derbe scheiße

Mo 05.09.2001 - 21:16
rache für prag, göteborg, genua ...!!
macht soli-parties, daß ist die einzigste möglichkeit um zu helfen. spendet geld!
hoch die internationale solidarität!!

endlich draussen -- und jetzt?

mescalero 06.09.2001 - 00:29
wir freuen uns über die entlassung von den 10 menschen, sind traurig daß welche drinnen bleiben -- und wie weiter?
wir waren diese woche in berlin und waren enttäuscht und entsetzt über die diskussionen.
seit wann sind menschen, die darauf bestehen das aussageverweigerung notwendig ist unsolidarisch?
warum darf mensch in berlin nicht kritisieren ? und warum sitzen leute auf veranstaltungen wo über die aussagen geredet wird + (so wurde uns berichtet) fragt keine/r nach oder stellt dies mal in frage? wieso gibt es darüber keine diskussion? ist es normal für die berliner szene das aussagen gemacht werden? oder ist aussageverweigerung nur für germany okay, aber in göteburg (auch da gab es aussagen) und genua nicht mehr? oder ist aussageverweigerung etwas individuelles, was jede/r entscheidet wie es ihm/ihr gerade paßt?was ist mit den menschen ,die sich wie z.b.die unter r.z.-verdacht festgenommenen, denen auch lange jahre knast angedroht werden, und die trotzdem sich an die parole "anna + ...." halten?ist wohl nicht mehr zeitgemäß, oder?
und der unsinn von wegen :"ist in italien so üblich" verstehen wir gar nicht mehr.auszusagen ist fast in jedem land der welt "üblich", und überall wird die tatsache, das mensch nix sagt als schuldgeständnis eingestuft.
also, was geht bei euch ab? einige anti-imps

@mescalero

Reisekader 06.09.2001 - 11:54
der punkt aussageverweigerung ist doch nur ein weiteres zeichen für die entpolitisierung der derzeitigen soli-arbeit.Alles was da kommt ist hobbyjuristerei und rechtfertigungsscheiß ("haben doch nix gemacht, nur schwarze T-shirts dabei gehabt . . .")wenn das die prozeßtaktik ist, meinetwegen, sollte mensch jedoch den anwältinnen überlassen.

felix kon 07.09.2001 - 15:33
Gebt doch mal einen Kurzbericht der Veranstaltungen in Berlin. Es ist ja viel zur Situation der Gefangenen gelaufen, aber das eigentlich entscheidende, nämlich die Prozesse (und damit zusammenhängend 8-15 Jahre Knast stehen im Raum) ist noch gar nicht bundesweit diskutiert worden. Da spielt z.B. rein, wie sich die Gefangenen bisher und in Zukunft gegenüber den Behörden in Italia und Germania verhalten wollen, u.a. Aussageverweigerung, keine Deals auf Kosten Dritter, nicht einzelnene im Knast verschimmeln lassen etc. Ist eigentlich schade, daß über derartige Diskussonen bisher nichts im Netz gepostet wurde. Gerade in Berlin gab es doch vor einigen Jahren mal eine recht intensive Auseinandersetzung bezüglich Aussageverweigerung (damals Antifa Genclik-Fall). Hier in Göttingen gibt es leider meines Wissens null Diskussion darüber. Ich werde mal mit anderen schauen, ob sich da nicht etwas anstoßen läßt. Schließlich gehören "Anna & Arthur" doch zum linken Einmaleins der Rechtshilfe.
Gebt mal ein bißchen was von der Diskussion in Berlin wieder, va bene?!

con saluti rossi!