zusammenfassung: genua-gefangenen-infos / aufrufe
sehr aktuell: hier ein text, der die neuesten infos über die gefangenen in genua zusammenfasst. zur veröffentlichung in printmedien oder auf flugblättern.
18 LEUTE AUS BRD, ITALIEN UND TSCHECHIEN SIND NOCH IM KNAST, EINER IM HAUSARREST
Alle 15 deutschen Gefangenen und ein Italiener hatten jetzt ihren zweiten Haftprüfungstermin mit dem Ergebnis, dass die Untersuchungshaft weiter andauert. Die Volxtheaterkarawane aus Österreich ist endlich aus der Haft entlassen und abgeschoben worden, ein weiterer Gefangener aus Deutschland ebenfalls.
Am Mittwoch, den 22.8. wurden in Senigallia 2 Menschen aus Tschechien festgenommen. Ihnen wird die Zugehörigkeit zum "Black Bloc" zur Last gelegt. Hauptvorwurf ist allerdings Drogenbesitz (85 gr. Hasch). Sie hätten schwarze Kapuzenpullover, Feuerketten und leere Benzinkanister dabei gehabt, so die Polizei.
In Italien sitzen also noch immer 18 Menschen im Gefängnis, 1 Italiener, 2 Tschechen und 15 Deutsche.
Die 34 entlassenen und abgeschobenen Personen sind nicht freigesprochen. Auch sie können in etwa einem Jahr ihre Hauptverhandlung haben.
Die SlowakInnen haben ein unbefristetes Einreiseverbot für die EU, wohingegen amerikanische und australische Staatsbürger keinerlei Einreisebeschränkungen für die EU haben. EU-Bürger haben teilweise ein fünfjähriges Einreiseverbot für Italien, ausgenommen zu den Prozessverhandlungen.
Insgesamt gibt es 143 Ermittlungsverfahren gegen DemonstrantInnen.
Seit Montag dem 20.8.2001 finden Zwangsanhörungen von 10 inhaftierten Personen statt, die von der Staatsanwaltschaft angeordnet wurden. Die Gefangenen sollten sich zu den Themenkomplexen "was sie in den Tagen in Genua gemacht haben" und "gefundene Sachen" äußern. Was genau bei den Einzelanhörungen gefragt und gesagt wurde, ist bisher noch unbekannt.
Am Mittwoch gab es eine Razzia im Frauengefängnis. Die römische Spezialeinheit ROS verlangte von den Gefangenen sich zu entkleiden und wollte die Tätowierungen der Frauen fotografieren. Diese lehnten das ab, worauf die Männer der ROS ankündigten wiederzukommen und die Aktion mit Gewalt durchzuführen. Am Tag daruf kam tatsächlich die ROS-Einheit wieder, diesemal war die Einheit aus weiblichen Bullen zusammengesetzt. Beim zweiten Besuch war auch ein Anwalt mit dabei. Bei den Männern waren die Bullen auch, ein Anwalt war vermutlich auch dabei.
Am Dienstag, Donnerstag und Freitag sind die nächsten Haftprüfungstermine der 5 Männern in Marassi, die nicht zur 10er Gruppe gehören.
Von zwei weiteren Italienern in Haft hatte einer Ende der letzten Woche seine zweite Haftprüfung. Er wurde am 22. 8. rausgelassen. Ihm wurde vorgeworfen, Fahrer eines kleinen Busses gewesen zu sein, aus dem heraus die Demonstrierenden mit "Waffen" versorgt worden seien. Die andere Person wurde in ihrer Wohnung festgenommen; ihr wird vorgeworfen, einzelne Materialien besessen zu haben, mit denen sich angeblich ein Explosionskörper bauen ließe.
Aus Informationen des Ermittlungsausschuss Genua
Tel./Fax: 0039 / 010 25 25 49
E-Mail:
eamilano@email.com
Aufrufe:
http://de.indymedia.org/2001/08/6862.html -- Lire Sammeln für ea in genua
http://de.indymedia.org/2001/08/6863.html -- schreibt den gefangenen!!
Alle 15 deutschen Gefangenen und ein Italiener hatten jetzt ihren zweiten Haftprüfungstermin mit dem Ergebnis, dass die Untersuchungshaft weiter andauert. Die Volxtheaterkarawane aus Österreich ist endlich aus der Haft entlassen und abgeschoben worden, ein weiterer Gefangener aus Deutschland ebenfalls.
Am Mittwoch, den 22.8. wurden in Senigallia 2 Menschen aus Tschechien festgenommen. Ihnen wird die Zugehörigkeit zum "Black Bloc" zur Last gelegt. Hauptvorwurf ist allerdings Drogenbesitz (85 gr. Hasch). Sie hätten schwarze Kapuzenpullover, Feuerketten und leere Benzinkanister dabei gehabt, so die Polizei.
In Italien sitzen also noch immer 18 Menschen im Gefängnis, 1 Italiener, 2 Tschechen und 15 Deutsche.
Die 34 entlassenen und abgeschobenen Personen sind nicht freigesprochen. Auch sie können in etwa einem Jahr ihre Hauptverhandlung haben.
Die SlowakInnen haben ein unbefristetes Einreiseverbot für die EU, wohingegen amerikanische und australische Staatsbürger keinerlei Einreisebeschränkungen für die EU haben. EU-Bürger haben teilweise ein fünfjähriges Einreiseverbot für Italien, ausgenommen zu den Prozessverhandlungen.
Insgesamt gibt es 143 Ermittlungsverfahren gegen DemonstrantInnen.
Seit Montag dem 20.8.2001 finden Zwangsanhörungen von 10 inhaftierten Personen statt, die von der Staatsanwaltschaft angeordnet wurden. Die Gefangenen sollten sich zu den Themenkomplexen "was sie in den Tagen in Genua gemacht haben" und "gefundene Sachen" äußern. Was genau bei den Einzelanhörungen gefragt und gesagt wurde, ist bisher noch unbekannt.
Am Mittwoch gab es eine Razzia im Frauengefängnis. Die römische Spezialeinheit ROS verlangte von den Gefangenen sich zu entkleiden und wollte die Tätowierungen der Frauen fotografieren. Diese lehnten das ab, worauf die Männer der ROS ankündigten wiederzukommen und die Aktion mit Gewalt durchzuführen. Am Tag daruf kam tatsächlich die ROS-Einheit wieder, diesemal war die Einheit aus weiblichen Bullen zusammengesetzt. Beim zweiten Besuch war auch ein Anwalt mit dabei. Bei den Männern waren die Bullen auch, ein Anwalt war vermutlich auch dabei.
Am Dienstag, Donnerstag und Freitag sind die nächsten Haftprüfungstermine der 5 Männern in Marassi, die nicht zur 10er Gruppe gehören.
Von zwei weiteren Italienern in Haft hatte einer Ende der letzten Woche seine zweite Haftprüfung. Er wurde am 22. 8. rausgelassen. Ihm wurde vorgeworfen, Fahrer eines kleinen Busses gewesen zu sein, aus dem heraus die Demonstrierenden mit "Waffen" versorgt worden seien. Die andere Person wurde in ihrer Wohnung festgenommen; ihr wird vorgeworfen, einzelne Materialien besessen zu haben, mit denen sich angeblich ein Explosionskörper bauen ließe.
Aus Informationen des Ermittlungsausschuss Genua
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Postfach 30 07 37
51336 Leverkusen
Das Konto ist gedacht für die 15 noch Inhaftierten in
Marassi und Pontedecimo mit deutschen Pass. Es ist ausschließlich für Anwalts(inkl.Dolmetsch-), sowie
ggf. anfallende Prozesskosten gadacht. Für Verwaltungskosten, Spendenkampagne etc. sind die lokalen Konten zuständig. Die Konten der Roten Hilfe haben natürlich auch weiterhin Bestand.
FreundInnen der Inhaftierten in Genua-
Pressegruppe Rheinland