Bericht:Genua-Veranstaltung in Duisburg(23.8)
Die Veranstaltung war der Versuch, den Eindruck, den die meisten nach der wochenlangen Hetze sowohl durch die bürgerlichen Medien aber auch durch die reformistischen Organisationen (z.B. Attac) hatten etwas zu korrigieren, und die Sichtweise der Militanten nahe zu bringen.
Bericht von der Genua-Veranstaltung am 23.8.01 in Duisburg
Die Veranstaltung war der Versuch, den Eindruck, den die meisten nach der wochenlangen Hetze sowohl durch die bürgerlichen Medien aber auch durch die reformistischen Organisationen (z.B. Attac) hatten etwas zu korrigieren, und die Sichtweise der Militanten nahe zu bringen.
Bei der Veranstaltung waren ca. 50 Leute, eher aus den linksradikalen Spektrum. Vertreter von Gruppen wie PDS oder JungdemokratInnen, die ebenfalls an der Hetze gegen die Militanten sich beteiligen waren nicht anwesend.
Zuerst wurde der Indymedia/ak kraak-Video gezeigt, der ein ersten Eindruck davon gab was in Genua passierte. Danach gab es zwei Berichte, wovon ich den ersten in Stichworten widergeben will;
- "Black Bloc" war vorrangig ein Taktik, eine Form sich vor Repression zu schützen, aber keine politische Organisation oder einheitlicher Block
- Die Militanten für die Gewalt verantwortlich zu machen würde bedeuten, die staatliche Gewalt sowohl in Genua als auch in den eigenen Alltag zu ignorieren
- Die Riots waren Ausdruck des Unbehagens gegenüber den Kapitalismus, und keine Verschwörung von Bullen und Faschisten
- Die Auseinandersetzungen zwischen den Militanten und GSF/Cobas-Ordnern waren das Ergebnis von Situation wo diese Ordner versucht haben die Militanten daran zu hindern Banken zu entglasen oder Barrikaden zu bauen
- Die Diskussion über "legitime Ziele" übersieht, dass Kapitalismus nicht nur eine Sache von grossen Unternehmen ist. Wenn kleinere Läden geplündert wurden, dann doch wegen Selbstversorgung weil alle Läden im "Riot-Zone" geschlossen waren
- Wir müssen aber schon darüber diskutieren, welche Aktion am welchen Zeitpunkt Sinn macht. Wenn die Bullen angreifen, sollte zuerst versucht werden, die aufzuhalten, durch Barrikaden usw., und nicht noch die letzte Bank zu entglasen
Danach gab es eine offene Diskussion über die "Gewalt-Debatte" und wohin sie führen soll. Es wurde bemerkt, dass die "Gewalt-Debatte" von den reformistischen Gruppen so geführt wird, damit die Militanten in den Gipfel-Mobilisierungen zu isolieren und sich selbst als Diskussionspartner für bürgerlichen Institutionen anzubieten. Dass sei nicht überraschend, und es mache kein Sinn hier von Spaltung zu reden, weil es sowieso nie eine gemeinsame Bewegung gab. Weiterhin wurde daraufhin gewiesen, dass ohne die Riots sich niemand für die Gipfel interessieren würde, was die Scheinheiligkeit der "Gewalt-Debatte" zeigt.
Ein weiterer Diskussionspunkt war, wie die Polizeirepression zu erklären ist. Ein wichtiger Hinweis hier war, dass Genua, wie schon Göteborg, eine Warnung an alle ist, nicht die bürgerlichen Spielregeln von "Demokratie" zu verletzen. Es gehe weniger um die aktuelle Anti-Globalisationsmobilisierung, sondern vielmehr auf die kommende Krise des Kapitalismus, die bereits andeutet.
Die Veranstaltung war der Versuch, den Eindruck, den die meisten nach der wochenlangen Hetze sowohl durch die bürgerlichen Medien aber auch durch die reformistischen Organisationen (z.B. Attac) hatten etwas zu korrigieren, und die Sichtweise der Militanten nahe zu bringen.
Bei der Veranstaltung waren ca. 50 Leute, eher aus den linksradikalen Spektrum. Vertreter von Gruppen wie PDS oder JungdemokratInnen, die ebenfalls an der Hetze gegen die Militanten sich beteiligen waren nicht anwesend.
Zuerst wurde der Indymedia/ak kraak-Video gezeigt, der ein ersten Eindruck davon gab was in Genua passierte. Danach gab es zwei Berichte, wovon ich den ersten in Stichworten widergeben will;
- "Black Bloc" war vorrangig ein Taktik, eine Form sich vor Repression zu schützen, aber keine politische Organisation oder einheitlicher Block
- Die Militanten für die Gewalt verantwortlich zu machen würde bedeuten, die staatliche Gewalt sowohl in Genua als auch in den eigenen Alltag zu ignorieren
- Die Riots waren Ausdruck des Unbehagens gegenüber den Kapitalismus, und keine Verschwörung von Bullen und Faschisten
- Die Auseinandersetzungen zwischen den Militanten und GSF/Cobas-Ordnern waren das Ergebnis von Situation wo diese Ordner versucht haben die Militanten daran zu hindern Banken zu entglasen oder Barrikaden zu bauen
- Die Diskussion über "legitime Ziele" übersieht, dass Kapitalismus nicht nur eine Sache von grossen Unternehmen ist. Wenn kleinere Läden geplündert wurden, dann doch wegen Selbstversorgung weil alle Läden im "Riot-Zone" geschlossen waren
- Wir müssen aber schon darüber diskutieren, welche Aktion am welchen Zeitpunkt Sinn macht. Wenn die Bullen angreifen, sollte zuerst versucht werden, die aufzuhalten, durch Barrikaden usw., und nicht noch die letzte Bank zu entglasen
Danach gab es eine offene Diskussion über die "Gewalt-Debatte" und wohin sie führen soll. Es wurde bemerkt, dass die "Gewalt-Debatte" von den reformistischen Gruppen so geführt wird, damit die Militanten in den Gipfel-Mobilisierungen zu isolieren und sich selbst als Diskussionspartner für bürgerlichen Institutionen anzubieten. Dass sei nicht überraschend, und es mache kein Sinn hier von Spaltung zu reden, weil es sowieso nie eine gemeinsame Bewegung gab. Weiterhin wurde daraufhin gewiesen, dass ohne die Riots sich niemand für die Gipfel interessieren würde, was die Scheinheiligkeit der "Gewalt-Debatte" zeigt.
Ein weiterer Diskussionspunkt war, wie die Polizeirepression zu erklären ist. Ein wichtiger Hinweis hier war, dass Genua, wie schon Göteborg, eine Warnung an alle ist, nicht die bürgerlichen Spielregeln von "Demokratie" zu verletzen. Es gehe weniger um die aktuelle Anti-Globalisationsmobilisierung, sondern vielmehr auf die kommende Krise des Kapitalismus, die bereits andeutet.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
jetzt wird mir einiges klar
barbara
Kampf der Volksgemeinschaft!
Seh ich anders
mich interessiert
...
- Wir müssen aber schon darüber diskutieren, welche Aktion am welchen Zeitpunkt Sinn macht. Wenn die Bullen angreifen, sollte zuerst versucht werden, die aufzuhalten, durch Barrikaden usw., und nicht noch die letzte Bank zu entglasen
... mich interessiert, wo diese diskussion stattfindet? kann mir jemand web-adressen sagen?
Männlichkeitswahn?
Euren schwachsinnigen Umgang mit der Situation in und nach Genua im einzelnen zu kritisieren fehlt mir ehrlich gesagt die Lust, die Zeit und vor allem die Hoffnung, dass das bei euch noch irgendetwas in Bewegung zu setzen vermag.
Wenn es euch nicht wirklich geben würde, müsste der Staatsschmutz euch erfinden!
Antwort an die Kommentare
Erster Punkt: Kleinere Läden vs. grosse Unternehmen
Es geht ja nicht darum zu sagen, kleine Läden und grosse Banken seien das gleiche. Aber man kann nicht Lädenplünderungen verurteilen, weil sie schwer vermittelbar sind. Sie dienten z.B. Genua zur Selbstversorgung. Da ging es eben nicht, um antikapitalistische Inhalte zu vermitteln, sondern was zu trinken und was zu essen zu haben. Kontoauszüge und Bürogeräte eignen sich dazu weniger...
Eigentlich sehr banal...
Zweiter Punkt: Kommentar von "Altautonomer";
Du kannst nicht sagen, wie der Umgang aussehen soll, und du hast keine Lust darüber zu diskutieren. Schön, dass du deine politische Bankrotterklärung so deutlich formuliert hast.
Die Staatsgewalt ist Alltag von den meisten von uns, sie hat weder in Genua angefangen, noch da aufgehört. Es wird nicht möglich sein, die Polizeigewalt zu verhindern, sei es weder durch Pazifismus (siehe Diaz-Schule) noch durch Riots, sondern es ist Realität im Kapitalismus. Dass einzige was wir können, ist versuchen uns zu wehren. Und dass ist in Genua passiert, und Leute wie du versuchen dagegen zu hetzen....
Wieso Eigenversorgung ?
Außerdem, aber da richtet sich meine Kritik auch an die entgegengesetzte Seite, hält dieses "IchundmeinKonzept" Denken davon ab, wie wir gemeinsam die Zukunft gestalten können; also wie wir beispielsweise den näxten Gipfel stürmen können oder wie die Presseaufmersamkeit mal von selbstorganisierten Gruppen genutztt werden kann, und nicht immer nur von attac und linksruck, und, und, und ...
es gäbe so viele Sachen die wichtiger wären als diese bescheuerten Diskussion, die wir gerade führen.
Mit Hoffen auf Phantasie, Witz und Kuchen
arroganz und selbstgefälligkeit
der witz bei allem ist das ihr genauso wie die attac blödels die gleiche strategie verfolgt: spalten und allen zeigen wer der größte schlauberger deutsch linke ist. die sowieso der ganzen welt zeigen wo politisch der richtige hammer hängt. wer abstreitet das in genua bullen, faschos,
rechte ultras riots angezetellt haben unterschreibt seine eigene politische ahnungslosigkeit. und vonwegen kleine läden anzünden und pkw´s., fangt doch bitte im wohnzimmer eurer kleinbürger eltern an und dann den golf eurer geschwister.
mit ärgerlichen grüßen george best