Gentechnik ist nicht sexy!

naschi 23.08.2001 22:07 Themen: Ökologie
Achtung, die Anfangszeiten haben sich geaendert! Wir haben inzwischen Informationen, das der Staatsschutz eingeschaltet ist, da es einen Aufruf zu direkten Aktionen gibt und die Veranstalter Anschläge befürchten.

Gentechnik ist nicht sexy!

Am 12.09.01 findet mit der Eröffnung des "Wissenschaftssommers" als Höhepunkt des "Jahres der Lebenswissenschaften" in Berlin eine Performance der Technikpriester und BiotechnokratInnen statt - allen voran Kandisbunzler Schröder.
In einem schlecht inszenierten Drama soll Akzeptanz für die Gentechnik und die neuen Reproduktionstechnologien geschaffen werden. Gentechnik = Sexyness lautet die vereinfachte Formel.
Doch in Berlin regt sich Widerstand. Ein Bündnis gentechnikkritischer Gruppen ruft am 12. September um 17 Uhr zu einer Gegenkundgebung am Daimler-Chrysler-Gebäude (Potsdamer Platz) auf.
Ab 17:30 Uhr soll dann in diesem Gebäude die Eröffnungsveranstaltung des Wissenschaftssommers stattfinden. Lasst uns ein Risiko sein!

Kundgebung 12.09. 17 Uhr
Daimler-Chrysler-Gebäude
(Potsdamer Platz)

Vor zwei Jahren tönte die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG):
“Im kommenden Jahrhundert wird sich die Genomtechnologie als eine der entscheidenden Schlüsseltechnologien etablieren. Die Dynamik dieser Entwicklung, die in Wochen und Monaten gemessen werden muß, läßt keine Zeit zu zögerlichem Handeln. Die Gefahr ist, daß große wirtschaftliche Potentiale leichtsinnig verspielt werden.”
Mit dem “Jahr der Lebenswissenschaften” will Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn nun persönlich die Ärmel hochkrempeln und dafür sorgen, dass deutsche ForscherInnen der Weltspitze “nicht hinterherhinken”. Schliesslich ist der “Standort Deutschland” in Gefahr.

Der Berliner Gen-Guru Detlev Ganten (u.a. Aufsichtsratsvorsitzender des Biomedizinischen Forschungscampus Berlin-Buch und Vorsitzender der Hermann-von-Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren), der auf der Auftaktveranstaltung zum “Jahr der Lebenswissenschaften” die Eröffnungsrede hielt, bezeichnete nicht nur die Entscheidung des britischen Parlaments, das Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken zu gestatten, als “mutig”, sondern kritisierte die “Gutmenschen-Tendenz” der Deutschen wegen des Nationalsozialismus, der angeblich ständig für Tabus und Grenzen sorge.
Das Problem, das Bulmahn, Ganten und wie sie alle heissen eint, sind die Bedenken und auch Widerstände gegen Genforschung und deren Anwendung. Verklärt zu “Technikfeindlichkeit” und “irrationalen Technikängsten”, die es zu minimieren gälte, geht die Scientific Community seit geraumer Zeit auf die Strasse, um der Bevölkerung ihre Errungenschaften “auf gleicher Augenhöhe” (Bulmahn) einzubleuen.

Seit Jahren schon ist die Gentechlobby händeringend dabei, Imagepflege in der Öffentlichkeit zu betreiben: Projekte wie die Gen-Welten-Ausstellungen 1998, die EXPO 2000, das Gläserne Labor in Berlin-Buch und jetzt das “Jahr der Lebenswissenschaften” stehen dafür stellvertretend.
Frau/Man erlebt gegenwärtig eine Art totaler Mobilmachung im öffentlichen Raum. Auf Marktplätzen, in Hallen und Geschäftsarkaden, zwischen “Bahnsteig und Fahrkartenschalter” (Bundesforschungsministerium) werden Forschungsergebnisse präsentiert. Alles möglichst einfach und sinnlich erfahrbar. Eine der Hauptzielgruppen sind Schulklassen.

Die Strategie, die seit einigen Jahren unter dem Label “Dialog mit der Öffentlichkeit” gefahren wird, sieht vor, den “normalen” BürgerInnen die Errungenschaften der modernen Biologie, Medizin und Genforschung nahe zu bringen. “Scientainment” heisst das Zauberwort für die zahllosen Talkshows, Kunstveranstaltungen, Kinospots, Schulwandertage, Wissenschaftsnächte und -festivals.
Die Liste der Verheissungen ist lang: versprochen wird die Diagnose und Therapie von Krankheiten, die Verlängerung des Lebens, die Lösung sozialer und ökologischer Probleme und nicht zuletzt die Sicherstellung der Ernährung für die Weltbevölkerung.

Stattfinden tut ein Monolog der Wissenschaft: die einen reden, schreiben, zeigen; die anderen, das Publikum, sollen hören, staunen, sehen. Unter Überschriften wie “Science Street” oder “Gen-Dschungel”, “Rätsel des Lebens” und “Kosmos Gehirn” wird eine Alphabetisierungskampagne in Sachen Wissenschaft professionell organisiert. Eine Kreativagentur für Public Relations, Iser & Putscher, hat vier Millionen Mark zur Organisation von Großveranstaltungen erhalten, um diesen Monolog in Szene zu setzen.

Die Umstände der Forschung, mögliche Misserfolge oder negative Begleiterscheinungen werden nicht thematisiert. Stattdessen werden permanent Wünsche erzeugt. Die Neuauflage der Glücksversprechen der Moderne feiert Hochkonjunktur: alle werden gesund und glücklich, keineR muss mehr hungern, die Umwelt wird sauber und den Rest der Probleme kriegen die “Experten” auch noch in den Griff.
Die Beziehung zwischen Technik, Arbeit, gesellschaftlichen Verhältnissen und die damit einhergehenden Ausbeutungsstrukturen verschwinden so vollends. Alle gesellschaftlichen Fragestellungen werden auf ihre technische Lösbarkeit heruntergezogen. Nichts ist mehr ein sozialer Prozess. Technik allein wird zum Konsumgut und zur Projektionsfläche gesellschaftlicher Utopien und Bedürfnisse.

In einer komplizierten Welt versprechen GenforscherInnen einfache Lösungen: “intaktes Gen einfügen - Problem gelöst”. Der verengte Blick auf die Gene versperrt die Sicht auf die vielen anderen Facetten des Phänomens Krankheit: Psychosoziale Faktoren, krankmachende Konsum-, Arbeits- und Lebensumstände. All diese Aspekte geraten im Zuge des molekularen Denkens zur Nebensache.
Der menschliche Körper wird neu entworfen - und zwar nach den Erfordernissen der industriellen Massenproduktion. Kranke werden zum gestörten “molekularen System”, die Möglichkeiten der gentechnologischen Produktion solcher “Systembestandteile” werden zum logischen Handlungsimperativ. Denn wer unverstandene Krebsleiden, unklare Leberentzündungen, Herzinfarkte oder Altersdemenz allein auf die Ebene der Zelle zwingt, der muß auch dort die “Lösung” suchen.

Die Kehrseite einer Medizin, die den Menschen als molekulare Maschine begreift, die beliebig zu steuern, zu reparieren und programmieren ist, ist ein Gesellschaftsentwurf, der auf Vermeidung, Verhinderung und einem Verlassen all jener basiert, die nicht der Utopie von Gesundheit und Normalität entsprechen. Der gesamte biotechnologische Diskurs ist von einem Subtext bestimmt, der das Kranke, das Schwache, das Mangelhafte ins Visier nimmt und seinen utopischen Gehalt an der Beseitigung dieser konstitutionellen Defizite des menschlichen Lebens orientiert.
Während sich Therapieversprechen zunehmend als uneinlösbar erweisen - etwa bei der Somatischen Gentherapie, die schon mehrere Todesopfer forderte -, werden andere Ziele der Gentechnik deutlicher: Es geht um Einsparungen im Gesundheitswesen durch kostengünstige Selektion per Testdiagnostik, um lukrative Verfügbarkeit von Organen, Geweben, Zellen, Genen, Daten - um die Ausbeutbarkeit und Inbesitznahme der letzten Ressourcen: der Materialien Pflanze, Tier und Mensch.

Ein neuer, bio-reproduktioneller Sektor hat sich formiert; das 21. Jahrhundert macht aus den eugenischen Träumen des 19. und 20. Jahrhunderts eine Realität. Die “Verbesserung” des Volksganzen, des “Gesellschaftskörpers”, wird ins Werk gesetzt. Die biowissenschaftlichen “Segnungen” liegen insgesamt in dem Versprechen, Ordnung im Chaos der Fortpflanzung herzustellen. Es handelt sich hier um eine neuartige Ebene des Ansetzens von Politik im Dienste der Lebensherstellung.
“Das Leben” wird in ein Substrat der Vermachtung umgewandelt: eine Wissenschaft verfügt nun tendenziell über die Macht, neue Formen der pflanzlichen, tierischen und nicht zuletzt menschlichen Existenz zu schaffen. Nunmehr definieren die Biowissenschaften die Kriterien für die Daseinsberechtigung, welche sich nach Kosten-Nutzen-Erwägungen und nach genetischen Normen von Gesundheit und Krankheit auszurichten hat.

Die grossangelegte Umarbeitung des Sozialkörpers und die Verlagerung des gesellschaftlichen Lebens in die Domäne der Biologie ist auch eine Offensive der Naturwissenschaften, die die Kultur- und Sozialwissenschaften beiseite drängt. Leben, Ernährung, Gesundheit, Krankheit - alles wird unter der Biologie subsumiert. So wird neben der Intelligenz die kritische Wissenschaft gleich mit verabschiedet.

www.dosto.de/gengruppe www.wissenschaftssommer2001.de
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Davon, dass Du Deinen Text..

xyz 23.08.2001 - 23:33
zwei Mal postest und trotz begruendeter Kritik nichts daran
aenderst und auf nicht mal eingehst, wird er nicht besser... Also beschraenk Dich doch bitte auf die Ankuen-
digungen, die wirklich neu sind und verschon differenzierter Denkende (bzw solche, die sich dafuer halten, keiner ist unfehlbar) mit Deiner einseitigen Darstellung und Redundanz.

?

E T 24.08.2001 - 01:45
Ich musste ihn mir noch mal durchlesen, aber ich habe den Text nur ein mal.

GEN Tech. Du und dein Doppelgänger

trash 24.08.2001 - 01:56
Es kann auch sein das einer seinen Text zweimal postet, weil er beim ersten Text einen Fehler gemacht und ihn korrigiert hat, und dann hat man zwei hintereinander hängende Texte, die Falschen könnten eigentlich gelöscht werden, wenn es Leser auffällt, das stimmt Allerdings Keiner ist Unfehlbar, Allerdings sollte aber auch Keiner einem Anderen hinterher schleichen, und versuchen ihn für Jeden nachvollziebar, Gezielt als Rassisten oder Sexisten zu defamieren, dann kann Keiner ganz Schön Böse werden.

Scheiss GEN Technik!

Kloni 24.08.2001 - 03:00
Es ist bisher sowieso viel zu viel Tolleranz gegenüber Ignoranz gezeigt worden, Parolen klingen Gut, aber ersetzen kein Wissen, und selbst das Wissen in den Büchern ist getunt, aber Lügengebäude sind Kartenhäuser, und Kartenhäuser brechen zusammen, wenn sie Hoch genug sind, je Höher, um so Lauter ist der Knall, manchmal frage ich mich Wirklich, ist Mensch so Blöd, solchen Lügen und Parolen hinterher zu laufen, denkt Mensch nur in Tagesspannen, anscheinend ja, vergessen in Stunden, die Bluttriefenden Helden von Gestern, und deren Erfolg oder auch Misserfolg, und erheben sie am Nächsten Tag zum Neuen Führer in Blutbäder in Aller Welt, um Rote, Schwarze, Gelbe Menschen aus zu rotten, um Kommunisten Islamisten aus zu rotten, bloss weil die so viel Geld haben um sich die Hälfte der Welt zu kaufen, kann man doch nicht Tatenlos mit zuschauen, oder sogar mit machen, wenn sie sich die Andere Hälfte durch Mord unter den Nagel reissen wollen, deren Wohlstand scheint erstrebenwert, für den der die Augen Gewaltsam vor den Tatsachen verschliessen will, wie sich diese Leute ihren Reichtum erworben haben, angefangen hat es damit, das sie Farbige Menschen verschleppt, und versklavt haben, nun sind sie soweit, das sie Gesamte Völker auf ihren Teretorien versklaven, und wer sich nicht versklaven lassen will, wird auch Heut zu Tage noch umgebracht, und die Ganze indoktrinierte Welt klatscht Beifall, und versucht, ein Krümel der von dem Tisch fällt zu erhaschen.

@ET

xyz 24.08.2001 - 11:14
Der identische Text wurde vor einigen Tagen schon mal unter
veraenderten Ueberschrift (irgendwas mit 12 September) gepostet. Der Autor hat deshalb nicht aus Versehen nur zwei Mal gepostet, sondern war offensichtlich enttaeuscht, dass er fuer seine undifferenzierte, einseitige Darstellung der Gentechnik, beim ersten Posten wenig Beifall, sondern vor allem kritische Kommentare bekam. Der zweite Versuch wurde anscheinend in der Hoffnung unternommen, dass die kritischen Kommentare fuer den Text von neuen Lesern nicht mehr wahrgenommen werden.

lieber xyz,

naschi 24.08.2001 - 12:28
wenn du als differenziert denkender, bei der auseinandersetzung mit der Gentechnikpolitik zu anderen ergebnissen kommst wie wir, dann ist das ja in ordnung, aber das rechtfertigt noch lange nicht uns einseitige darstellung und redundanz vorzuwerfen. wir arbeiten zum teil schon seit vielen jahren zu diesem thema und das beinhaltet auch eine sehr intensive auseinandersetzung mit den chancen und risiken der gentechnik und den zu erwartenden folgen bei einer durchsetzung derselben. den text, der im uebrigen eine stark gekuerzte version ist, haben wir als buendnis so gut gefunden, das wir ihn unter unseren aufruf gesetzt haben. das er nun zweimal auf den indymedia-seiten ist, hielt ich fuer ein notwendiges uebel, weil sonst viele mit den neuen infos nichts anzufangen gewusst haetten. auf die idee einen link zu setzen, bin ich erst spaeter gekommen. entschuldigung! die unterstellung von wegen wir kaemen mit kritischen kommentaren nicht klar ist zumindest unsympathisch.

Lieber Naschi,

xyz 24.08.2001 - 21:50
gerne will ich noch mal auf Deine Kritik an meinen Kommentaren eingehen. Wenn ich die Gruende, aus denen Du
diesen text bzw. wesentliche Passagen zwei Mal postest, falsch interpretiert habe, bedaure ich das, und es soll uns
nicht daran hindern, uns mit der Sache an sich auseinanderzusetzen. Jedoch beinhaltet die jahrelange Auseinandersetzung mit der Thematik auch nicht ihre differenziert Darstellung. Tatsache ist, dass Du in deinem
text ausschliesslich gegen jegliche Art von Gentechnik wetterst, ohne eben auch die positiven Seiten zu beleuchten.
Das finde ich durchaus einseitig. Tatsache ist, dass mit Hilfe gentechnischer Methoden bereits konkrete Erfolge z.B. fuer die MEdizin in Form von Therapeutika gegen AIDS, Krebs oder die ´Bereistellung von sonst unzugaenglichen Medikamenten, erzielt werden konnten. Bei hunderttausenden
Diabetikern alleine in unserem Land ist das ein wichtiges Faktum, und sollte Dir bekannt sein, wenn Du auf dem Gebiet so kompetent bist wie Du behauptest. Es wird von Dir aber nicht mal ansatzweise erwaehnt. Stattdessen beschwoerst Du einen duesteren Kampf, der in unheilvollen Gesellschaftsformen enden soll. Das ist nichts weiter alles reine Fiktion, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat.
Mir scheint auch, dass Du Deine wesentlichen Informationen aus der allgemeinen Presse beziehst. Unterscheide vielleicht in Zukunft deutlicher zwischen dem, was Wissenschaftler sagen und dem was Journalisten daraus machen! Unwahr und unfair ist der Vorwurf, dass neue Therapieformen nicht greifen wuerden. Das kann doch heute noch gar keiner sagen!! An den ersten Organtransplantationen sind auch Leute gestorben, und heute
helfen derartige Eingriffe Leben retten. Abgesehen davon, dass Du in diesem Zusammenhang die Presse anscheinend selektiv nach negativen Schlagzeilen absuchst, es gitb genug Erfolge wie z.B. die schon erwaehnten Erfolge Kampf gegen AIDS und Diabetes um nur die bekanntesten Beispiele zu nennen. Es gibt so viele Un- und Halbwahrheiten in Deinem text, z.B. "Neuerschaffung des menschlichen Koeprers... nach industriellen MAssstaeben" (blanker Unfug und Science-Fiction), dass man leicht den Eindruck gewinnt, dass es Dir nur um Stimmungsmache und nicht um "Information" ginge... Sollte das nicht der Fall sein, dann nimm bitte zumindest zu den genannten Kritikpunkten noch mal Stellung. Vielen Dank!

Zwischen GEN Tech. und GEN Tech.

systemchrash 24.08.2001 - 22:15
gibts aber Gewaltige Unterschiede, wenn ein Herzinfarkt mit Injezierten Stammzellen geheilt wird, ist das ja sehr Gut, ist aber auch Eigentlich Keine GEN Tech. aber wenn Forscher, in ihrer Forschungsarbeit seit Jahren festsstellen, das Bestimmte Zellen des Tintenfisches, Bestimmte Biologische Kampstoffe, wie Sarin abbauen, weist das darauf hin, in Welcher Richtung, Diese Hoffnungsvolle GEN Forscher Elite, am Forschen ist, und Schon mal ein Grund von Tausenden, zu fordern, Alle GEN Pfuscher gehören in den Knast.

diskussionsbeitrag

naschi 25.08.2001 - 17:32
die gentechnik hat bisher noch keine konkreten fortschritte fuer die medizin vorzuweisen, auch keine therapeutika fuer krebs oder aids. allerdings liest mensch staendig entsprechende ankuendigen in den medien, die oftmals auf unserioese weise hoffnungen wecken sollen und amit die unmengen an finanzmitteln fuer die genforschung rechtfertigen sollen. lediglich einige medikamente, die es aber vorher auch schon gab, werden inzwischen mit hilfe der gentechnik hergestellt, oftmals weil so die profitspange groesser ist, einzige ausnahme ist das insulin. hinweisen moechte ich hier auch auf die todesopfer in den usa bei experimenten mit der gentherapie.
natuerlich wird mensch bei einem so breiten feld wie der gentechnik, anwendungsmoeglichkeiten finden, die erst einmal sinnvoll erscheinen. die frage ist doch aber ob diese anwendungsmoeglichkeiten nicht einen riesigen rattenschwanz hinterherziehen, die das positive bei weitem aufwiegen. es ging bei diesem text, dessen autor ich im uebrigen gar nicht bin, ueberhaupt nicht darum die vor- und nachteile der gentechnik darzustellen und miteinander anzuwaegen, das waere in diesem rahmen auch gar nicht moeglich. er kritisiert nur einzelne aspekte und vor allem solche veranstaltungen wie die eroeffnung des wissenschaftssommers. ein wenig vermessen hier zu fordern, er solle doch auch die positiven seiten der gentechnik darstellen.
und natuerlich beschaeftigt sich der text nicht nur mit dem, was mit der hilfe der gentechnik heute schon moeglich ist, gemacht wird und wo die gentechnik heute schon etwas veraendert. denn klar ist, das wir in der gentechnik erst ganz am anfang stehen, die forscher kratzen erst an der oberflaeche und dementsprechend sieht auch die anwendungsseite aus. wir sollten uns aber unbedingt auch damit auseinandersetzen, was uns noch alles erwarten koennte, wenn die befuerworter der gentechnik sich durchsetzen und was dann alles moeglich ist oder nicht, kann niemand serioes sagen, es ist immer spekulation, aber wir sollten bereits jetzt sagen was wir wollen und was eben nicht und entsprechend die weichen stellen. und in diesem sinne ist es eben richtig, auch ueber menschenzuechtung zu reden, die im uebrigen in ihren anfaengen bereits bwegonnen hat und es ist auch richtig ueber die kommerzialisierung des lebens und eben auch des menschlichen zu reden. die ansaetze dazu sind vorhanden und entsprechende visionen und debatten gibt es bei den gentechnologen zu hauf. eine auseinandersetzung damit ist nicht unserioes sondern notwendig.

@Naschi

xyz 25.08.2001 - 23:06
Danke fuer Deinen Kommentar. In Punkto AIDS-Therapie bist Du falsch informiert. Vielleicht hast Du Dich damit noch
nicht intensiv auseinandergesetzt, aber fuer die Entwicklung
der gaengigen Bestandteile der Medikamentencocktails gegen AIDS, also
insbesondere Inhibitoren der Reversen Transkriptase und der
HIV-Protease (Fuer Nichtspezialisten: das sind PRoteine, die
das Virus braucht, um sich zu vermehren, sie sind auf der
viralen RNA codiert) war der Einsatz gentechnischer Methoden
zwingend notwendig. Wie sonst sollte man den Lebenszyklus eines Retrovirus aufdecken und die Wirkung der RT-Inhibitoren testen? Wenn jemand Ahnung hat, wie man das ohne
Gentechnik machen kann, bitte sagen, das gibt mindestens einen Nobelpreis fuer uns dann! :-) Aber mal im Ernst, die Inhibitoren werden zwar chemisch synthetisiert, aber es war viel biologisches Hintergrundwissen dafuer noetig, das zwingenderweise nur mit Gentechnik gefunden werden konnte. Weitere Beispiele sind Wachstumshormone, die rekombinant verfuegbar sind, und frueher nur in zu geringen Mengen aus den Hirnen von toten gewonne koennen und Immunsuppressiva.
Die Insulinfrage hast Du auch nicht ausreichend dargestellt:
frueher gab es nur Rinderinsulin, das bei manchen Patienten allergische Reaktionen ausloest, mit Hilfe der Gentechnik verfuegbares menschliches Insulin ist da unproblematisch!
Es ist also wirklich nicht zutreffend zu sagen, dass die Gentechnik nicht zu wesentlichen Fortschritten in der Medizin gefuehrt hat! Zu den weiteren Kommentaren: Wenn ihr ein "gentechnikkritisches" Buendnis seid, dann wendet sich Eure Kritik gegen jegliche Gentechnik und nicht nur einzelne biomedizinische Facetten wie vielleicht Klonen, gegen das ich z.B. auch absolut bin. Ich finde aber, gerade
aufgrund der obengenannten Fortschritte darf man nicht Gentechnik allgemein ablehnen, wie ihr es tut, sondern nur einzelne,bedenkliche Anwendungen. Die richtigen Addressaten fuer Kritik an Menschenzuechtung sind daher nicht diese komische veranstaltung, sondern Antinori und seine spinnerten Ami-Kumpane.

Lieber naschi

E T 26.08.2001 - 02:08
wenn da Bestimmte Bereiche verboten werden sollten, würde ich noch nicht einmal die Menschenzüchtung an Erste Stelle stellen, ich sehe in dem Rüstungs GEN Pfusch Riesige Probleme, schon in den Nächsten Jahren auf uns zukommen, ich will da nur noch mal auf das Experiment der Australierin verweinen, die mit einem Gepfuschten Virus, das Imunsystem von Mäusen, Einfach über Nacht abgeschaltet hat, und es noch nicht einmal gemerkt hat, weist du was das bedeutet, wenn irgend so eine Raketen Schutz Schild Geschützte Herren Rasse, sowas entwickelt und Unliebsame, nach deren Ansichten Unnütze Fresser, auf dem Globus ausschaltet, und nur sie Allein kennen den Wirkungsmechanismus, und Gegen Massnahmen, wenn du wissen willst wozu sie sonst noch Alles Fähig sind, dann sieh dir mal Berichte über Navy Seal an.

Erklärung zu Navy Seal

trash 26.08.2001 - 14:17
Navy Seal ist eine Elit Einheit der US Armee, die Mitglieder von Navy Seal werden nachen einem Einjährigen Härte Test aus Anderen Elite Einheiten rekrutiert, Navy Seal Operationen sind Top Geheim, das heisst, Nur der Präsident ist weisungs Befugt, und über die Aktivitäten dieser Truppe informiert, die Navy Seal ist an Keine Gesetzlichen oder Parlamentarischen Richtlinien gebunden, die Aktionen der Navy Seal werden vom CIA, vorbereitet, das heisst die Örtlichkeiten, Betroffenen Personen Gruppen, werden vom CIA, zuvor ausgespitzelt, die Navy Seal besteht aus Scharfschützen Einzel Kämpfern, die als Vorhut auch Beobachter, und die Einsätze durch Ihre Heimtückischen Anschläge einleiten sollen, die Navy Seal, gibt Offen als Ziele Sabotage, Exekutionen, Heimtückische Hinrichtungen, oder wie man es sonst nennen will, zum Ziel zu haben, die Navy Seal Mitglieder sind mit Induviduellen sich auf dem Höchsten Stande der Technologie befindlichen Waffen und Sonstigem Gerät ausgerüstet, die Navy Seal wird mit Hubschraubern, (Bewaffnung mit MG s 4000 Schuss Pro Minute) auf Ihrer Meinung nach Feindlichen Gebiet abgesetzt, und nach ihren Aktionen wieder abtransportiert, die Navy Seal ist Weltweit tätig, Offiziell, sollen die Aufgaben der Navy Seal, Befreiung von US Bürgern, Terrorrismus Bekämpfung, Drogen Bekämpfung.

Hey Alter interessant da kannste ja sagen

ideefix 26.08.2001 - 15:38
die sind Wirklich, halt ma es klopft bei mir, wer ist da? wer ? Navy Seal??? !!! §DE vfdW12Xfh/u6%tgFbgDbvcFGhz)7%$5§"cv)78/5$ffe::::::................. !

interessante Diskussion...

Almuth 27.08.2001 - 19:58
Leute, ich lese die Beiträge mit viel Interesse.
Am 12. September gehe ich auf alle Fälle mit, und bring noch´n Schwung Leute mit.
Ich hoffe, ich seh noch mehr von Euch!
Almuth

Patente

Bertrand 28.08.2001 - 00:51
Ich würde es gut finden, wenn es jetzt endlich breiter über die eigentlichen Hintermänner der Förderung der Gen- Und Biotechnologie aufgeklärt wird. An herausragendender Stelle sind hier die großen Life-Science-Konzerne (Bayer, Novartis, Aventis, Monsanto) zu nennen. Im Verlaufe der Entschlüsselung der des menschlichen Genoms sind allein in den USA mehr als 50000 Patent-Anträge von Universitäten, US-Konzeren und kleineren Gentech-Firmen gestellt werden. Was vor Jahren noch undenkbar war, ist jetzt in Europa Realität: Beim europäischen Patentamt in München liegen mehere tausend Patentanträge auf Zellen, Organe und Gensequenzen des Menschen zur Entscheidung vor. Wir müssen uns doch die Frage stellen, welche materiellen Interessen haben Wissenschaft und Industrie sich Patente auf Leben zu sichern und welche Folgen hat das für den Gesundheits-"markt" und für die Landwirtschaft? Die Gentechnologie ist in keiner Weise neutral bzw. eine unschuldige Technologie. Mit Patenten auf Medikamente wird weltweit Politik gemacht, siehe die Auseinandersetzung um AIDS-Präparate und dafür lassen die Konzerne auch Millionen Erkrankte, wie im südlichen Afrika, über die Klinge springen. Es gibt hunderte von Gründen zur der Demo und den Aktionen am 12. September auf den Potsdamer Plazt zu gehen. Wir müssen endlich den Arsch hochkriegen. Wer von Globlaiserung redet und von der Gentechnolgie schweigt, hat von beiden nichts verstanden!
Bertrand

Schweineinsulin Statt Geninsulin??

BioQui 28.08.2001 - 16:44
Hey Autor...

Ich finde Du solltest durchaus mal an die Vorzüge der Gentechnik denken... ich bin uch nicht der Meinung das Einseitige Propaganda seitens der Wirtschaft und Politik (is ja eh ein und dasselbe) gut ist, aber dennoch muss man sagen das es auch Bereiche gibt in denen die Gentechnik der Erde....also allen nicht nur den menschen hilft, wenn es auch nur ein Wirkstoff ist der nun im Labor von Bakterien produziert wird , statt vorher von Tieren oder Pflanzen die aus der Natur genommen oder angebaut werden müssen....

Qui

Schweineinsulin und Gen - Insulin!!

Clara 14.01.2002 - 00:41
Schweineinsulin wird von Schlachthoftieren gewonnen!!
Daß ich einen Herz- und Atemstillstand nach irrtümlich in einer Klinik verabreichtem Humaninsulin ( trotz Warnung vor bei mir bekannter Unverträglichkeit von Humaninsulin!)überlebt habe, ist nur der schnellen Reaktion gut informierter Freunde zu verdanken. Seit 1.1.2002 ist tierisches Insulin auf dem deutschen Markt nicht mehr verfügbar. Mein Vorrat reicht bis maximal Mai 2002. Was dann??? Weltweit laufen Klagen und Kampagnen für die Verfügbarkeit tierischer Insuline. Tausende Diabetiker sind bei einer Umstellung von tierischem Insulin auf Humaninsulin massiv gefährdet. Das Risiko "dead-in-bed-Syndrom " ist seit den 80gern bekannt. Dieses Jahr wird Humaninsulin zwanzig Jahre alt. Tierisches Insulin ist seit 14 Tagen in Deutschland nicht mehr erhältlich. Dank Initiative Betroffener in der Schweiz ist tierisches Insulin aus England als Importinsulin zu bekommen. Ob ich bis zu einer Zulassung in Deutschland überlebe?