CDU Veranstaltung in Erfurt gestört

Störa 21.08.2001 13:44
NAch einer Aktion anläßlich der Ereignisse in Genua (Bericht siehe weiter unten) wurde eine Wahlkampfveranstaltung von Angela Merkel gestört. Dabei fiel auch kurzzeitig der Strom aus.
Am 20 August fand in Erfurt eine Wahlkampfveranstaltung der CDU statt. Als Hauptrednerin trat Angela Merkel auf - und wurde lautstark empfangen!
Die Anwesenden, die gekommen waren um zuzuhören ärgerten sich mehr über unsere Einwände, als dass sie "Angie" hätten zuhören können. Mittendrin wurde die Übertragung durch beherzte "StrippenzieherInnen" unterbrochen.
Die "BILD" schreibt heute von 100 Chaoten, es dürften aber weniger gewesen sein.
Stört den Wahlkampf - ÜBERALL!
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Ergänzungen

21.08.2001 - 14:04
Seit wann schreibt die Bild von mehr "Chaoten", als es in Wirklichkeit waren? Eigentlich ist es doch immer andersrum.

Wenn die Bild

Gambit 21.08.2001 - 15:21
tatsächlich von mehr "Chaoten" schreibt, als es tatsächlich waren, dann nur aus einem Grund: Um eine künstliche Gefahrensituation heraufzubeschwören und ein Feindbild zu schaffen, gegen das sie fröhlich hetzen können. 10 Leute nimmt niemand ernst, bei 100 wirkt das ganz schon etwas "bedrohlicher"

faschistoid

zoidberg 21.08.2001 - 17:31
andersdenkende durch geschrei oder stromunterbrechung mundtot machen ... schöne helden seid ihr. ich nenn das: faschistoide methoden.

Faschistoid?

Gotthilf Unsallen 21.08.2001 - 18:01
Faschistoid sind Methoden nicht prinzipiell durch ihren Einsatz, sondern wenn bestimmte Handlungsweisen von einer Gruppe eingesetzt werden, die unter Berufung auf die Mehrheit zur Unterdrückung einer Minderheit eingesetzt werden. Da da mehr Merkel-AnhängerInnen als StörerInnen anwesend waren, trifft dieser Vorwurf nun überhaupt nicht.

volle 21.08.2001 - 21:59
mal abgesehen davon, dass mensch den begriff "faschistoid" nicht ständig bagatellisieren sollte, mal eine kleine anmerkung: eine wahlkampfveranstaltung ist keine situation, in der gleichberechtigt argumente ausgetauscht werden. vielmehr stellt sich ein mensch dar, erzählt seine meinung (oder was vermeintlich viel unterstützung bringt) und hofft auf zustimmung bei der nächsten wahl. einbahnstraßenkommunikation. nun finden solche veranstaltungen aber im öffentlichen raum statt. und du willst doch wohl nicht behaupten, dass mensch da nicht hingehen darf, bloß weil er/sie nich mit der sich darstellenden person übereinstimmt und gleichfalls seine meinung verbreiten kann. und wenn dieser mensch die bessere logistik in sachen lautstärke hat, dann ist das vielleicht besser vorbereitet, aber keinesfalls "faschistoid". soll frau merkel doch ihre politischen freunde in ihren hobbykeller einladen und dort ihr zeug erzählen.

Fernsehen?!

Radix 22.08.2001 - 18:10
Find ich ja toll, dass überhaupt mal jemand was geschrieben hat. In der TA war ein ganz netter, CDU-freundlicher Artikel, allerdings wurde die ganze Merkel-Störaktion im Fernsehen und auch im Radio (glaub ich) verschwiegen!

Pfeifen bis die Ohren platzen

Anti 22.08.2001 - 22:38
Schön, daß überhaupt jemand gegen diese Wahlkampfscheiße angeht. Ich kann bestärken: beim Wahlkampf geht es nicht um eine gleichberechtigte Diskusionssituation, sondern um eine besonders gute Darstellung der eigenen Politik. Und die Politik hiesiger Parteien (egal welcher) ist Herrschaftssichernd, sie ist in ihrer langfristigen Auswirkung unsozial, ausgrenzend und fördert diejenigen, die bereits mehr als genügend Kohle und Eigentum gescheffelt haben und das auch dann noch, wenn die ersten wegen Sozialhilfestreichungen vor dem existenziellen Aus stehen. Gerade bei aktueller Diskussionsbetrachtung sollten wir das sehen und jede Partei, die nur versucht, auf Kosten der Schwächsten zu regieren das große Kreuz übern Zettel androhen, dann bekommen die nämlich die Parteien zur Abwechslung mal keine Kohle aus dem Staatshaushalt...., aber das holen Sie sich dann eben woanders her... Trotzdem global denken, lokal handeln - in diesem Sinne war´s doch ne ette Aktion zum A20