14.08. Göttingen: Podiumsdiskussion zu Genua
In Göttingen findet am Dienstag, den 14.08.01 eine Podiumsdiskussion zur Situation der Gefangenen in Genua statt. Heidi Lippmann (MdB, PDS) wird über ihre Besuche bei den Gefangenen und Verletzten berichten. Auch wenn die Veranstaltung recht kurzfristig angesetzt wurde, hoffen wir auf reges Kommen. (PS: Die Angaben bezüglich der noch Inhaftierten sind mittlerweile veraltet. Aktuelle Infos liefert der EA Genua (vormals EA Milano) - seid hiermit gegrüßt!)
G8 - Polizeiterror in Genua
Solidarität mit den Gefangenen in Genua
Podiumsdiskussion mit:
- Heidi Lippmann (MdB, PDS)
- einem/r Vertreter/in der Roten Hilfe Göttingen
- direkt Betroffene und AugenzeugInnen (angefragt)
Dienstag, den 14. August 2001 um 20:00 Uhr
Galerie APEX, Burgstraße 46, Göttingen
veranstaltet von:
Rote Hilfe Göttingen & PDS Göttingen
Während der Proteste gegen den G8-Gipfel im norditalienischen Genua kam es zu schweren Ausschreitungen der eingesetzten Polizeikräfte. Trauriger Höhepunkt dieser Polizeieskalation war am Freitag (20.07.01) die Ermordung des 23-jährigen Carlo Giuliani durch einen Carabiniere. Nach der großen Bündnisdemonstration des Genoa Social Forums (GSF) am Samstag (21.07.01), an der etwa 300.000 Menschen teilnahmen, wurden in einer Nacht-und Nebel-Aktion das Unabhängige Medienzentrum des GSF sowie eine gegenüberliegende Schule von vermummten Polizeieinheiten gestürmt. In der Schule kam es zu einem regelrechten Massaker der Polizeieinheiten: auf teils noch schlafende Menschen wurde brutalst eingeprügelt und getreten, viele der im Haus befindlichen Personen trugen Kopfverletzungen und gebrochene Arme (die sie sich schützend vor den Kopf gehalten hatten) davon, andere erlitten doppelte Kieferbrüche, gebrochene Rippen oder einen Lungendurchstoß. AugenzeugInnen und Betroffene berichten von bestialischer Grausamkeit und Szenen, die sonst nur aus südamerikanischen oder türkischen Militärdiktaturen bekannt sind.
Zur Zeit befinden sich noch 49 Personen, etwa die Hälfte davon aus Deutschland stammend, in italienischen Gefängnissen. Die Mehrzahl der Gefangenen wurde erst weit nach den Demonstrationen vom Freitag und Samstag festgenommen, teilweise erst am Montag und Dienstag. Die italienische Polizia scheint zu diesem Zeitpunkt gezielt Jagd auf Nicht-ItalienerInnen gemacht zu haben: einige der Inhaftierten wurden willkürlich auf Genuas Straßen festgenommen, andere wurden aus Cafés und Restaurants heraus verhaftet, wieder andere sind auf Campingplätzen in der Nähe von Genua oder auf Landstraßen festgenommen worden. Ihnen allen wird der Vorwurf der Mitgliedschaft in einer subversiven Vereinigung "Black Bloc" ("Schwarzer Block") gemacht; als angebliches Indiz für eine derartige Mitgliedschaft wurde das Tragen oder Mitführen von schwarzen T-Shirts oder Pullovern gedeutet.
Die Göttinger Bundestagsabgeordnete Heidi Lippmann war in der vergangenen Woche in Italien und hat dort die Gefangenen und Verletzten besucht. Auf der Veranstaltung wird sie über die Situation der Gefangenen und die politischen Initiativen zur Einrichtung eines internationalen unabhängigen Untersuchungsausschusses reden.
Die Vertreterin/der Vertreter der Roten Hilfe Göttingen wird über die Solidaritätsstrukturen zu Genua in der Bundesrepublik sprechen. Sie/er wird noch einmal darstellen, mit welchen Aktionen sich bisher für die Freilassung der Gefangenen eingesetzt wurde und welche Möglichkeiten zur Unterstützung weiterhin bestehen.
Wir versuchen ebenfalls AugenzeugInnen und Betroffene zu dieser Veranstaltung einzuladen, die über ihre persönlichen Erlebnisse mit der Polizeigewalt in Genua reden werden.
Solidarität mit den Gefangenen in Genua
Podiumsdiskussion mit:
- Heidi Lippmann (MdB, PDS)
- einem/r Vertreter/in der Roten Hilfe Göttingen
- direkt Betroffene und AugenzeugInnen (angefragt)
Dienstag, den 14. August 2001 um 20:00 Uhr
Galerie APEX, Burgstraße 46, Göttingen
veranstaltet von:
Rote Hilfe Göttingen & PDS Göttingen
Während der Proteste gegen den G8-Gipfel im norditalienischen Genua kam es zu schweren Ausschreitungen der eingesetzten Polizeikräfte. Trauriger Höhepunkt dieser Polizeieskalation war am Freitag (20.07.01) die Ermordung des 23-jährigen Carlo Giuliani durch einen Carabiniere. Nach der großen Bündnisdemonstration des Genoa Social Forums (GSF) am Samstag (21.07.01), an der etwa 300.000 Menschen teilnahmen, wurden in einer Nacht-und Nebel-Aktion das Unabhängige Medienzentrum des GSF sowie eine gegenüberliegende Schule von vermummten Polizeieinheiten gestürmt. In der Schule kam es zu einem regelrechten Massaker der Polizeieinheiten: auf teils noch schlafende Menschen wurde brutalst eingeprügelt und getreten, viele der im Haus befindlichen Personen trugen Kopfverletzungen und gebrochene Arme (die sie sich schützend vor den Kopf gehalten hatten) davon, andere erlitten doppelte Kieferbrüche, gebrochene Rippen oder einen Lungendurchstoß. AugenzeugInnen und Betroffene berichten von bestialischer Grausamkeit und Szenen, die sonst nur aus südamerikanischen oder türkischen Militärdiktaturen bekannt sind.
Zur Zeit befinden sich noch 49 Personen, etwa die Hälfte davon aus Deutschland stammend, in italienischen Gefängnissen. Die Mehrzahl der Gefangenen wurde erst weit nach den Demonstrationen vom Freitag und Samstag festgenommen, teilweise erst am Montag und Dienstag. Die italienische Polizia scheint zu diesem Zeitpunkt gezielt Jagd auf Nicht-ItalienerInnen gemacht zu haben: einige der Inhaftierten wurden willkürlich auf Genuas Straßen festgenommen, andere wurden aus Cafés und Restaurants heraus verhaftet, wieder andere sind auf Campingplätzen in der Nähe von Genua oder auf Landstraßen festgenommen worden. Ihnen allen wird der Vorwurf der Mitgliedschaft in einer subversiven Vereinigung "Black Bloc" ("Schwarzer Block") gemacht; als angebliches Indiz für eine derartige Mitgliedschaft wurde das Tragen oder Mitführen von schwarzen T-Shirts oder Pullovern gedeutet.
Die Göttinger Bundestagsabgeordnete Heidi Lippmann war in der vergangenen Woche in Italien und hat dort die Gefangenen und Verletzten besucht. Auf der Veranstaltung wird sie über die Situation der Gefangenen und die politischen Initiativen zur Einrichtung eines internationalen unabhängigen Untersuchungsausschusses reden.
Die Vertreterin/der Vertreter der Roten Hilfe Göttingen wird über die Solidaritätsstrukturen zu Genua in der Bundesrepublik sprechen. Sie/er wird noch einmal darstellen, mit welchen Aktionen sich bisher für die Freilassung der Gefangenen eingesetzt wurde und welche Möglichkeiten zur Unterstützung weiterhin bestehen.
Wir versuchen ebenfalls AugenzeugInnen und Betroffene zu dieser Veranstaltung einzuladen, die über ihre persönlichen Erlebnisse mit der Polizeigewalt in Genua reden werden.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen