Alle müssen raus!

antifaschistische Gruppe LINK 09.08.2001 22:18
Wir freuen uns, daß unsere Freundin aus "Mangel an Beweisen" den Knast in Genua verlassen konnte. Trotz der verständlichen Euphorie dürfen wir nicht vergessen, daß immer noch GenossInnen in den Knästen sitzen. Sie sitzen weil sie sich gegen ein weltweites Regime zur Wehr gesetzt haben, daß nur das Prinzip der Funktionalisierung, Ausbeutung und Unterdrückung, mal mehr mal weniger verschleiert, kennt.
Wir freuen uns, daß unsere Freundin aus "Mangel an Beweisen" den Knast in Genua verlassen konnte. Trotz der verständlichen Euphorie dürfen wir nicht vergessen, daß immer noch GenossInnen in den Knästen sitzen. Sie sitzen weil sie sich gegen ein weltweites Regime zur Wehr gesetzt haben, daß nur das Prinzip der Funktionalisierung, Ausbeutung und Unterdrückung, mal mehr mal weniger verschleiert, kennt. In allen Fällen wird ihnen Gewaltanwendung vorgeworfen. Doch der internationale Kampf ist kein Selbstzweck, er ist Teil einer Revolte die das Ende der Gewalt fordert. Gemeint ist nicht nur die systemimmanente strukturelle Gewalt. Genua, Göteborg und andere Aktionen sprechen eine klare Sprache, vor Todesschüssen wird nicht zurück geschreckt um die, in Widerstand verwandelten Widersprüche, zu unterdrücken. Die Ereignisse machen nun für alle das Gewaltverhältnis in einem entfesselten bzw. autoritäre Kapitalismus deutlich. Die Zeit des Sozialstaats mit seinen sozialen "Beruhigungspillen" ist nun entgültig vorrüber. In einer weltpolitischen Lage ohne nennswerte Konkurrenz kann nun auch geschossen werden alles im Sinne des Standortes. Hier wird dieses System demaskiert und zeigt sich von seiner wahren Seite. Mit Brecht gesprochen heißt das, daß soviel Gewalt zur Anwendung kommt, wie zur Aufrechterhaltung barbarischer Zustände erforderlich ist.
Wer ein Ende der Gewalt will muß auf die Straße und den Verhältnissen den Kampf ansagen!

Alle müssen raus!!!
Hoch die internationale Solidarität!!!
Widerstand ist nicht kriminalisierbar!!!
Für den Kommunismus!!!

antifaschistische Gruppe LINK, Oberhausen
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Ergänzungen

09.08.2001 - 22:44
Aus welchem Grund schmeißt der Mensch auf dem Foto einen Mollie gegen die Bullizisten, die tun ihm doch nichts?

Verstehe ich auch nicht

Hass 10.08.2001 - 00:04
der Repression/Wirkungs Faktor ist eigentlich viel zu klein.

Ne gute Splitterhandgranate wäre besser - allerdings nicht auf 'ner Demo sondern dann doch besser nachts um 2 in einem Polizeirevier wo sie grad mal wieder besoffen Mussolini hochleben lassen.

Bin Anarchist

systemchrash 10.08.2001 - 00:04
erkläre mich Solidarisch, für den Anarchismus, Keine Führer, Keine Gesetze, Keine Grenzen!

10.08.2001 - 00:12
...aber Gewalt, was?

anarchie hat regeln und das ist gut so

jo 10.08.2001 - 00:38
Es ist falsch, dass es im anarchismus keine regeln gibt. wahrlich einen herrscher gibt es nicht und die regeln werden basisdemokratisch festgelegt......also lesen bildet..... http://www.anarchistfaq.org/

anarchie hat regeln und das ist gut so

jo 10.08.2001 - 00:52
Es ist falsch, dass es im anarchismus keine regeln gibt. wahrlich einen herrscher gibt es nicht und die regeln werden basisdemokratisch festgelegt......also lesen bildet..... http://www.anarchistfaq.org/.........Tja aber die die in den Vergangenen Jahrhunderten den Anarchismus zu dieskreditieren verstanden haben eine gute arbeit geleiste. Leider gibt es auch viele vermeintliche Anhäger des Anarchismus, welche sich nach einem guten Fight mit der Police sehnen. Das dieser manchmal noetig ist braucht hier nicht erwähnt zu werden. Ihn allerdings mit Anarchie in verbindung zu bringen schadet der sache. tja zu dem mollie will ich nur sagen, dass ich bullen im feuer hab stehen sehen, ohne dass sie ins schwitzen kamen. die sind besser ausgeruestet als feuerwehr männer. und auf demos kann angriff manchmal auch vertedigung sein. also geht verantwortlich mit mollies um ansonsten lebet wild und gefährlich.cu

Ja Sorry habe ich vergessen

E T 10.08.2001 - 01:19
Regeln Ja, aber nur die Nötigsten man kann eher sagen ein Allgemein Gern Akzeptierter Kodex, und mit den Mollys habe Leider übersehen, die Natürlich Nicht.

PAROLEN & BINSENWEISHEITEN

DR. SELTSAM 10.08.2001 - 01:47
die erfahrung von genua die ich mitgebracht habe ist die:

friedlich demonstrieren und informative , politische aktivitäten schützen in keinster weise vor staatlich legitimierter willkür.ein freund von mir wurde während der
bekannten "schulräumaktion" der polizei so schwer misshandelt das er in der ersten nacht im krankenhaus fast starb.friedliche demos wie die pink demo ,wo anarchos wie ich mittanzten ,wurden von den bullen zusammengeprügelt & mit reiz-nervengas angegriffen , von dem ich muskelkrämpfe , brechreiz + cs-standardsymptome bekam.
auf dem linksruck , katholiken, anarcho - camp wo ich war distanzierten sich samstagsabends auf dem camp und später beim gsf der christliche teil des camps vom sogenannten "black block" und der gewalt seitens der demonstranten.nach einer weiteren gemeinsamen nacht auf dem camp entschied der christliche teil des camps nicht bei der
massenkundgebung teilzunehmen , sondern auf einem platz in der nähe des camps zu beten.auf diesem platz wurden auch sie , im rahmen der "polizeiaktionen" wie das hier wohl genannt wurde , mit knüppeln gas etc. angegriffen.
für mich stellt sich nur die frage wie wir uns in zukunft bei demos und aktionen gegenseitig schützen.oder will jemand die bullen zur hilfe rufen wenn sie schon da sind ?

PS:

DR. SELTSAM 10.08.2001 - 02:10
das bild in verbindung mit dem bericht finde ich unglücklich gewählt.

ohne gewalt mehr erfolg

versuch der gewaltfreiheit 10.08.2001 - 03:34
genua hat gezeigt, gewalt erzeugt gegengewalt, aber warum zeigen wir nicht stärke und bleiben hart, ohne gewalt.
es war sau schwer in genua nicht auch gewalt zu zeigen das gebe ich selber zu, aber ich war auch mehr versteinert und entsetzt als alles andere von dieser brutalität der bullen, aber es kann keine lösung sein, selber gewalt anzuwenden, das ist immer ein schuß nach hinten, für uns!!!!
ps: kann ich aber auch nicht immer einhalten, die gewaltlosigkeit

Eine Revolte die das Ende der Gewalt fordert?

SunRa 10.08.2001 - 03:50
Ihr fordert das Ende der Gewalt , aber übt selbt Gewalt aus. Wie kann man etwas fordern, woran man selbst nicht glaubt.
Ihr begründet das mit dem Argument der Selbstverteidigung gegen staatliche Gewalt und sagt dann auch noch, daß die Polizisten sowieso so gut geschützt sind, daß ihnen das nichts ausmacht etc.
Genau des gleichen Arguments (Selbstverteidigung) bedient sich der Staat auch.
Merkt ihr nicht, daß ihr euch andauernd selbst widersprecht?
Wenn Mollies und Steine , sowieso keinen wirklichen Schaden anrichten und die Polizisten nicht daran hindern ihre Gewalt auszuüben, inwiefern ist das dann überhaupt Selbstverteidigung?
Mollies liefern dem Staat nur Argumente für Brutalität.
Was bringt Gewalt , außer medienwirksamkeit ?

das ende der theorie

angry DR. SELTSAM 10.08.2001 - 14:42
hier ist genau das passiert, was für hiesige pseudodebatten typisch ist. die einen schreien nach widerstand, wie auch ich, die anderen distanzieren sich von gewalt , um auf der vermeintlich sicheren seite zu stehen.anstatt öde banalphilosophische grabenkämpfe auszutragen ist hier tatsächlich die kreativität des einzelnen gefragt.wenn ihr konkrete ideen für demos, kundgebungen, aktionen diskutiert, dann mit denen , die daran direkt oder indirekt beteiligt sind. widerstand muss nicht millitant sein , nicht jeder anarchist läuft im "plöck plock" mit, nicht jeder friedliche demonstrant ist ein hippie. also macht es euch mit euren vorurteilen nicht so leicht , sondern überlegt euch was ihr bewirken wollt, anstatt über diese pathologische gewaltdiskussion in untätigkeit zu meditieren.
ich werde in zukunft nulläusserungen ;egal aus welcher richtung, ignorieren und mich mit den menschen zusammentun die konkrete ideen gemeinsam ausformulieren und umsetzen.
informiert euch lieber vorort über treffen und aktionsbündnisse (es gibt überraschende übereinstimmungen wenn man mal rational & selbstkritisch disskutiert,wie es in berlin schon geschehen ist und noch passiert).ich möchte keine zeit mehr mit theoretikern ohne eigene ideen vergeuden.

SEKTIERER UND ZIVIS HALTET ENDLICH DIE FRESSE !!!!!!!!!!!!!

Mir wird schlecht...

Spaßguerillero 10.08.2001 - 21:03

... wenn ich Diskussionen auf Indymedia verfolg. Bitte informiert Euch auf Indymedia, aber hört auf kommentierende Staatsknechte oder Faschos ernstzunehmen und mit denen zu diskutieren. Es gibt bessere Möglichkeiten zur Diskussion - z.B. ausserhalb des Internets - bildet Banden. Wenn irgendein Mensch gerade erst anfängt kritisch zu denken und sich hier versucht zu informieren wird ihm ein total verzerrtes Bild von linksradikalen bzw. anarchistischen Menschen vermittelt... wenn ich Indymediakommentare vor meiner Politisierung gelesen hätte, hätte ich mich mit Abscheu abgewandt. Es gibt hier einfach zu viele Provokateure und wie überall im Internet auch einfach solche, denen der (politische) Inhalt egal ist, die sich aber kräftig einen auf ihren Wortschatz/ihre pseudologische Diskussionsführung runterholen. Hört auf immer wieder die selben spalterischen Diskussionen zu führen und verwendet Eure Zeit/Energie lieber dafür den Leuten z.B. klar zu machen wie uns allen seit der Kindheit solche Denkweisen wie Eigentums-(Deins-Meins, ICH hab mehr/besser ... DU bist schlechter)/ Konkurrenzdenken(...Ausgrenzung anderer), Obrigkeithörigkeit, u.v.m. eingehämmert wird... ... und wenn die Menschheit auf absehbare Zeit auch zu dumm(-gemacht!)für eine Revolution sein wird lasst uns bitte alle gemeinsam (jeder auf seine Art&Weise, ohne über die anderen zu meckern) die herrschenden Mächte nerven,damit sie wenigstens genervt sind - auch damit wir selbst nicht zerbrechen und (wieder) so werden wie die dröge Mehrheit um uns herum. Macht kaputt(oder wenigstens lächerlich - wenn kaputtmachen nicht realisierbar is), was Euch kaputt macht!

Zu Dr. Seltsam

E T 11.08.2001 - 01:57
Das ist Klar, das Friedfertigkeit, Nicht vor Prügel Cops schützt, aber auf Jeden Fall schützt sie vor Strafverfolgung, mit Langjährigen Ergebnissen.