Soli-Erklärung/ Fax-Aktion Genua
Im Rahmen des 4. antirassistischen Grenzcamps in Frankfurt/ Main haben wir eine Soli-Erklärung für die gefangenen AktivistInnen in Italien geschrieben. Wir bitten um weiter Verbreitung und vor allem darum, daß Ihr das alles entweder an den EA in Mailand oder an die verschiedenen Konsulate (Fax-nr. stehen mit drauf) faxt!
An den EA in Mailand zu Weiterleitung an die verantwortlichen italienischen Behörden
Faxnr.: 0039/026705621
Oder direkt ans italienische Konsulat in Stuttgart unter Faxnr.: 0711/2563136
Oder ans deutsche Konsulat in Mailand unter Faxnr.: 0039/026554213
Solidarität mit den gefangenen AktivistInnen in Italien!
Nachdem die Proteste gegen den G8-Gipfel in Genua schon über eine Woche vorbei sind, sitzen immer noch 52 DemonstrantInnen in italienischen Gefängnissen. Unter den 22 Deutschen befinden sich eine Gruppe von acht Leuten, die am Sonntag (22.7.) (bereits auf dem Rückweg) weit außerhalb von Genua in eine Straßenkontrolle gerieten und festgenommen wurden. Ähnlich erging es einer Theaterkarawane aus Österreich. Die No-border-No-nation-Karawane befand sich auf dem Weg zum antirassistischen Grenzcamp in Frankfurt. Aufgrund ihrer Theaterrequisiten (Uniformen, Helme,...) wurden sie festgenommen und werden nun beschuldigt AnführerInnen des "Schwarzen Blocks" zu sein. Bei anderen reichten zu dieser Unterstellung bereits bei ihnen gefundene schwarze Kleidungsstücke, Zeltstangen und ein Brotmesser. Zwei Personen aus Oberhausen wurden Montag (23.7.) in einem explizit gewaltfreien Camp mit fünf anderen Deutschen festgenommen. Zu dieser Zeit wurde im Großraum Genua in Pizzerien, auf Campingplätzen, in den Straßen eine regelrechte Hatz auf ausländische Personen als
vermeintliche DemonstrantInnen gemacht.
Nachdem die Polizei mittlerweile einräumt, mit der brutalen Räumung der Schule Diaz einen Fehler begangen und 70 Leute unrechtmäßig festgenommen zu haben, werden die übrigen 52 Gefangenen nun als die "wahren GewalttäterInnen" gehandelt. Sie müssen als Rechtfertigung für die Polizeigewalt während des G8-Gipfels herhalten. Statt sie, wie die in der Schule Festgenommen nach der ersten Haftprüfung freizulassen, werden sie wegen angeblicher Fluchtgefahr mit folgenden Vorwürfen weiter festgehalten: Sachbeschädigung, Gefährdung der öffentlichen Ordnung, Bildung einer kriminellen Vereinigung, Mitgliedschaft im "Schwarzen Block" und ähnliches. Für alle Vorwürfe gibt es keinerlei wirkliche Beweise. Es wird versucht sie in der Öffentlichkeit als TerroristInnen darzustellen. Ihnen werden bis zu acht Jahren Haft angedroht.
Bereits Freigelassene berichten über heftige Misshandlungen und Demütigungen in den Gefängnissen. So wurden Menschen mit Gewalt zum Unterschreiben von Geständnissen gezwungen. Alle solchen Berichte machen deutlich, wie wichtig es ist, die Freilassung so bald wie möglich zu erreichen. Schon ab Dienstag sollen zweite Haftprüfungstermine stattfinden. Falls sie dabei nicht freikommen, droht ihnen ein halbes Jahr Untersuchungshaft.
Ich/Wir erkläre/n uns solidarisch mit den Inhaftierten von Genua und fordern/e deren sofortige Freilassung!
Ihre Festnahmen waren willkürlich, die Vorwürfe sind unhaltbar!
Alle Anschuldigungen gegen sie müssen sofort fallen gelassen werden!
Spendenkonto: Rote Hilfe e.V. Ktonr: 191100462, BLZ: 44010046 Postbank Dortmund, Stichwort: Genua-Gefangene
Faxnr.: 0039/026705621
Oder direkt ans italienische Konsulat in Stuttgart unter Faxnr.: 0711/2563136
Oder ans deutsche Konsulat in Mailand unter Faxnr.: 0039/026554213
Solidarität mit den gefangenen AktivistInnen in Italien!
Nachdem die Proteste gegen den G8-Gipfel in Genua schon über eine Woche vorbei sind, sitzen immer noch 52 DemonstrantInnen in italienischen Gefängnissen. Unter den 22 Deutschen befinden sich eine Gruppe von acht Leuten, die am Sonntag (22.7.) (bereits auf dem Rückweg) weit außerhalb von Genua in eine Straßenkontrolle gerieten und festgenommen wurden. Ähnlich erging es einer Theaterkarawane aus Österreich. Die No-border-No-nation-Karawane befand sich auf dem Weg zum antirassistischen Grenzcamp in Frankfurt. Aufgrund ihrer Theaterrequisiten (Uniformen, Helme,...) wurden sie festgenommen und werden nun beschuldigt AnführerInnen des "Schwarzen Blocks" zu sein. Bei anderen reichten zu dieser Unterstellung bereits bei ihnen gefundene schwarze Kleidungsstücke, Zeltstangen und ein Brotmesser. Zwei Personen aus Oberhausen wurden Montag (23.7.) in einem explizit gewaltfreien Camp mit fünf anderen Deutschen festgenommen. Zu dieser Zeit wurde im Großraum Genua in Pizzerien, auf Campingplätzen, in den Straßen eine regelrechte Hatz auf ausländische Personen als
vermeintliche DemonstrantInnen gemacht.
Nachdem die Polizei mittlerweile einräumt, mit der brutalen Räumung der Schule Diaz einen Fehler begangen und 70 Leute unrechtmäßig festgenommen zu haben, werden die übrigen 52 Gefangenen nun als die "wahren GewalttäterInnen" gehandelt. Sie müssen als Rechtfertigung für die Polizeigewalt während des G8-Gipfels herhalten. Statt sie, wie die in der Schule Festgenommen nach der ersten Haftprüfung freizulassen, werden sie wegen angeblicher Fluchtgefahr mit folgenden Vorwürfen weiter festgehalten: Sachbeschädigung, Gefährdung der öffentlichen Ordnung, Bildung einer kriminellen Vereinigung, Mitgliedschaft im "Schwarzen Block" und ähnliches. Für alle Vorwürfe gibt es keinerlei wirkliche Beweise. Es wird versucht sie in der Öffentlichkeit als TerroristInnen darzustellen. Ihnen werden bis zu acht Jahren Haft angedroht.
Bereits Freigelassene berichten über heftige Misshandlungen und Demütigungen in den Gefängnissen. So wurden Menschen mit Gewalt zum Unterschreiben von Geständnissen gezwungen. Alle solchen Berichte machen deutlich, wie wichtig es ist, die Freilassung so bald wie möglich zu erreichen. Schon ab Dienstag sollen zweite Haftprüfungstermine stattfinden. Falls sie dabei nicht freikommen, droht ihnen ein halbes Jahr Untersuchungshaft.
Ich/Wir erkläre/n uns solidarisch mit den Inhaftierten von Genua und fordern/e deren sofortige Freilassung!
Ihre Festnahmen waren willkürlich, die Vorwürfe sind unhaltbar!
Alle Anschuldigungen gegen sie müssen sofort fallen gelassen werden!
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Ergänzungen
Wieso Stuttgart???
Klasse Aktion - ein solidarischer Hinweis
wir versuchen gerade eine europaweite Dimension eurer Forderung zu forcieren. Deshalb haben wir einen "Sammeltext" zur Unterstützung der Inhaftierten in Europa verbreitet. Sinn ist, das nicht "kleckerweise" einzelne Protestfaxe in Italien ankommen, sondern eine von massiv vielen Gruppen und Einzelpersonen unterstützte Erklärung zur Freilassung überreicht werden kann.
Hoffen wir das beide Aktionen zu dem einen Ziel führen:
SOFORTIGE FREILASSUNG ALLER INHAFTIERTEN DER GEGENAKTIVITÄTEN ZUM G8-GIPFEL IN GENUA!!
Kontakt:
www.nordost.antifa.de
„Das Tor ging dauernd auf, aus den Lastwagen stiegen die Jugendlichen aus und wurden verprügelt. Sie haben sie an die Wand gestellt. Drinnen schlugen sie ihnen die Köpfe gegen die Wand. Einige haben sie angepißt.... Ein kleines Mädchen erbrach Blut und die Chefs der GOM (Sondereinheit des Innenministeriums) schauten zu. Dem Mädchen drohten sie, sie mit den Knüppeln zu vergewaltigen."
italienischer Polizist in einem Interview der Zeitung „La Republica"
Die massiven polizeilichen Übergriffe während des G8-Gipfels in Genua verdeutlichen, daß massenhafte Proteste gegen die Politik der führenden Industriestaaten notfalls mit aller Gewalt auf der Straße und Folter von Gefangenen unterbunden werden sollen. Die Bilder der
brutalen Polizeigewalt laufen trotz dem Versuch der italienischen Behörden es zu verhindern auf allen TV-Kanälen.
Insgesamt sind noch 48 Personen in unterschiedlichen Gefängnissen in Genua inhaftiert. 22 Menschen besitzen davon einen deutschen Paß.
Wir fordern die sofortige Freilassung der weiterhin inhaftierten Personen. Die Löschung aller Daten, einschließlich der Fingerabdrücke und Fotos aller zu Unrecht festgenommenen Personen. Desweiteren eine Untersuchung der Polizeigewalt durch eine unabhängige internationale Kommission.
Die Gefangenen und Mißhandelten von Genua brauchen unsere Solidarität. Wir rufen alle demokratischen Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen dazu auf, sich mit den Opfern der Polizeiübergriffe solidarisch zu erklären und einen Beitrag zur schnellen Freilassung der immer noch inhaftierten Menschen zu leisten.
Die Unterstützung der Gefangenen kostet Geld. Für Anwaltskosten, sowie die Betreuung vor Ort brauchen wir eure Spenden. Auf folgendes Konto könnt ihr die Spenden überweisen:
Ruff e.V., Kto-Nr: 1813040318, BLZ 100 500 00, Berliner Sparkasse, Stichwort: Genua 2001
Unterstützer bisher:
Anarchist Black Cross Luxembourg; Antifa Hohenschönhausen; Antifa Suhl-Zella-Mehlis; Antirepressionsgruppe 10.10.99; Astrid Keller, Stadträtin (Linkes Bündnis), Dortmund; Autonome Antifa [NO] Berlin; Carsten Hübner, MdB/PDS; Florian Koch, Wien-Innsbruck; Freke Over, MdA/PDS; Grünalternative Jugend Tirol; GRAS - Grüne & Alternative StudentInnen, Austria; Indymedia Schweiz; Infoladen Grauzone, Innsbruck; Initiative "BürgerInnen beobachten den BGS", Dortmund; Internationale Jugend; Jörg Fischer, Journalist; Jugendantifa Neuruppin; Junge Linke Wesel; Linkeseite.de; Mag.a Elisabeth Sötz, Innsbruck; Revolutionäre Linke Zella-Mehlis; Solidarity Network "Oscar A. Romero" in Europe, Group Denmark; Solidaritätsgruppe Genua 2001; Treptower Antifa Gruppe; PDS-Dortmund; Pressebüro Savanne, Schweiz; Ulla Jelpke, MdB/PDS; Wissenschaftlich-humanitäres Komitee (WHK), Regionalgruppe Ruhrgebiet
Berlin den 31. Juli 2001
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