Genua: Verdrehungen, Falschmeludungen, Hetze

zzz 28.07.2001 06:09
Über die mangelden Kenntnis der radikalen Linken nach Genua Position zu beziehen.
Warum übernwehmen unabhhängige Medien unreflektiert Berichte a la Attac u. Ya Basta ???
Wo wart ihr ?????
Bevor ihr die Hetze und Lügen wie z.B. der Gruppe gemeinsam sind wir stark übernehmt:untarhaltet euch doch bitte mit Menschen die vor ort waren.

Bisher sind lediglich vereinzelte Bilder von Vermummten u. bewaffneten Zivibullen aufgetaucht. Behauptet wird, was auch von einem grossteil alternbativer, linksradikaler Medien überenommen wird: es handekle sich dabei um Bullen - den schwarzen Block.

Ich versuche hier kurz über das was, ich und wir, als linksradikaler Zusammenhang in Genua mitbekommen haben, wiedrerzugeben. Darauf folgt ein kurzes Statetement über die bisher mangelnde Konsequenz, für die Ereignisse in Genua Position zu beziehen.

Was wir in Genua mitbekommen haben ist folgende, hier kurz verfasste Version, um den allgemeinen Falschmeldungen wenigstens etwas entgegenzusetzen:

Wir haben auch die behelmten Zivi-Bullen gesehen, die bisher auf ein zwei Bilder aufgetaucht sind. Nur das diese nicht auf unserer Seite agiert haben, sonder uns gemeinsam mit anderen Bullen nmassiv mit Steinen eingedeckt haben.

Weiter zu den Vorwürfen wir hätten Ordner des GSF verprügelt:

Wir mussten uns zum Teil gegen Orden schützen, als wären diese Bullen. Wir haben Szenen mitbekommen in denen, Leute die mit Steinen eine Bank angegriffen haben von Ordner (GSF, Ya Basta) veprügelt wurden.
Genauso wie wir von Ya Basta Kadern als Mörder bezeichnet wurden. "You are the Friends of the Police" (Eine ausgibiegere Stellungsnahme wird in kürze folgen; Für uns ist trotz alldem jetzt schon klar das wir jegliche Zusammenarbeit mit Ya Bata aufkündigen werden - es gibt noch viel mehr gravierende Scheisse derenseits auf dich ich hier aber nicht weiter eingehen will).

Das auch Scheisse im Bezug auf das militante Spektrum lief will ich hier nicht weiter verschweigen. Nur stellt sich die Frage, wer diese Spektrum überhaupt ist: jugendliche aus Genua die einfach Hass auf das System haben ??? Das organisierte Spektrum, das Sicher keine Banken, über denen sich Wohnhäuser befinden azünden würde .....

ich werde gerade selbst zu Müde für meine Mail, die sicher auch nicht viel in den festgefahrenen Meinungen vieler, die auf der Suche nach dem Sündenbock für die Gewalt sind erreichen.
Ich werde mich jedenfalls nicht von den militanten Protesten in Genua distanzieren. Ich lege allen die sich hier dementsprechen dagegen Positionieren nahe, sich einen Kopf über Gewalt in seiner Gesellschaftlichen Situation zu machen und diese winigstens mal zu definierern.

In Zukunft sollten, diejenigen von uns, die weiterhin zu verschieden Grossevents wie Genua reisen, sich trpotz alldem einem Kopf machen wie Mensch mit scharfer Munition und unverantwortlicher Gewalt umgehet.

Für mich sind weiterhin die Verthälnisse gewalktätig, und die Gwalt geht erstemal von der herschenden Seite aus. Unsere Gewalt ist lediglich eine Normübertretung in der wir das staatliche Gewaltmonopüol in Frage stellen.

In diesem Sinne: No justice, no peace.

Wier sehen uns an den Barrikaden.

zzz
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Ergänzungen

Klingt nicht sehr differnziert dein text

para 28.07.2001 - 08:05
sich spalten zu lassen und die starke abgrenzung von der militanz ist sicher nichts gutes, gerade das habe ich aber aus dem artikel von "gemeinsam sind wir stark" nicht rausgelesen.eher im gegenteil fand ich in dem artikel einen versuch genau das nicht geschehen zu lassen. das faschos und bullen so eine situation für sich ausnutzen scheint mir recht wahrscheinlich zu sein und ist etwas was man druchaus betrachten kann ohne direkt angst bekommen zu müssen, das damit die spaltung einhergeht.
deine sätze allerdings klingen zunächst mal nicht sehr durchdacht und eher nach wüstem gestammel, das ist schade den ich finde wie schon gesagt, an dem punkt mit der spaltung hast du recht und zugleich betreibst du dieselbe aktiv. schade darum.

Aber sein Hass ist schon richtig

RuhtpottProlet 28.07.2001 - 11:11
Aber er hat Recht damit, dass Gruppen wie Attac und Genua Social Forum versuchen, den Riot zu diskreditieren um ihre schönen politischen Konzepte doch noch zu retten.

Der Riot war Antwort auf die Angriffe, und keine verdeckte Polizei-Aktion. Dass muss man sich erstmal klar machen.

ob friedlich oder militant,

hgm 28.07.2001 - 12:28
wichtig ist der widerstand !!! - ich kann es keinem verdenken, dass er militante aktionen auf einer explizit als gewaltfrei ankekuendigten veranstaltung nicht dulden mag - habt bitte respekt voreinander ! - DER ARTIKEL OBEN MACHT MICH TRAURIG, WEIL ER ZEIGT, DASS DIE SPALTUNG SCHON VOLL IM GANGE IST

an zzzzzzzzzzzzzzzzzzz

Tomasz 28.07.2001 - 13:03
"Wir mussten uns zum Teil gegen Orden schützen, als wären diese Bullen. Wir haben Szenen mitbekommen in denen, Leute die mit Steinen eine Bank angegriffen haben von Ordner (GSF, Ya Basta) veprügelt wurden." <= Was erwartest du denn??? Ihr habt aus einem friedlichen block heraus militante aktionen durchgeführt. dazu sind firedliche blocks nicht da. bei den früheren großdemos gab es eine klare räumliche trennung zwischen militanter und peace- demo. wieso hatt das diesmal nicht funktioniert? weil ihr von den bullen misbraucht wurdet. nach eurer action ist die gesammte 300.000 menschen demo zusammengeknüppelt worden. die bullen haben euch randalieren lassen, NAZIS und provos eingeschleust und dann denn großen rest der demo angegriffen. ich wiess aus eigener erfahrung, das randalle spaß machen kann, aber im revolutionären kampf soll mensch nicht das machen, was spaß bereitet, sondern daß, was der gegner am wenigsten erwartet. aber verwöhnte metropolenkids verstehen sowas halt nicht, das ihre action den vorwand lieferte, um huderte von menschen krankenhausreif zu schagen...

Die Medien haben immer Ihre Wahrheit

Zondo Maya 28.07.2001 - 13:54
Schon Friedrich Engels sagte, das die Linke die Gewalt nicht will, sondern sie bereits vorfindet. Und wir leben in einem Land, bei dem in der Vergangenheit mehrere Millionen friedlicher Bürger ordnungsgemäss umgebracht wurden und kaum einer der Täter vor Gericht kam aber viele Täter - über Nacht demokratisch gewandelt - in Amt, Würden und Machtpositionen kamen.

Deswegen an alle Gewalt-Total-Distanzierer: Ihr dürft nicht glauben, das ihr einen guten Presse- oder Fernsehbericht bericht bekommt oder die Polizei Euch nicht bestraft, wenn ihr alle friedlich seid und kein einziger Stein geworfen wird.
Denn wenn die Polizei einen friedlichen Demonstranten von hinten abknallt, ist dies im Einzelfall legal. Diesen Fall gab es bereits in Deutschland, der Mann hieß Benno Ohnesorg und der Polizist wurde freigesprochen.
Auch Journalisten, die Polizeiübergriffe auf wehrlose Demonstranten dokumentieren, kriegen eine Spezialbehandlung, von der sie sich gesundheitlich nicht mehr erholen - stand schon alles im Spiegel.
n-tv meldete, das der in Genua erschossene Demonstrant tatsächlich nicht erschossen, sondern von Demonstranten durch Steinwürfe getötet wurde.
Sitzblockaden vor Atomraketen-Stützpunkten wurden von deutschen Gerichten als "Gewalt" verurteilt. Und es gibt sie: Zivis, die Steine werfen, um die Stimmung anzuheizen und um der Polizei einen Vorwand zu geben, anzugreifen oder aber die Demonstranten allein auf Grund ihrer friedlichen Beteiligung notfalls für mehrere Jahre hinter Gitter wandern zu lassen.

Andererseits halte ich Gewalt bis auf Notwehr auf Demonstrationen für völlig zwecklos. Denn Gewalteskalation führt dazu, das Armee und Panzer eingesetzt werden, wie es die auch von der SPD verabschiedeten Notstandsgesetzte (Rechtskommentar: "haben sich in den Unruhen der 20er Jahre bewährt") vorsehen. Daran kann aber eigentlich niemand Interesse haben.
Deshalb muss selbst der gewaltfreie Demonstrant bei uns leider damit rechnen, bereits wegen Beteiligung an der Demonstration für lange Zeit hinter Gitter zu wandern. So bekam der Bürgerinitiativler Alexander Schubart ohne zu demonstrieren wegen dem Aufruf "kommt alle zur Startbahn West" eine Gefängnisstrafe über ein Jahr. Über ein Jahr, damit bei ihm auch gleich die Entlassung als Beamter mitsamt Verlust der Rentenansprüche geregelt ist.

re-posterin 28.07.2001 - 13:58
das hier wurde gestern abend schon mal von einer userin gepostet, ist aber leider total untergegangen im multi-posting-chaos, deswegen hier nochmal.

ich muss dir recht geben. ich hab selber mit etlichen leuten geredet, die im sog. "schwarzen block" dabei waren. keine von diesen war ein nazi oder ital. bullenspitzel, die meisten waren "ganz normale linke" die die situation ausnutzten, um ihre wut und ihre agressionen gegen wichtige symbole des kapitalistischen systems a la banken, tankstellen, sexshops, fette autos (okay, auch viele kleinwagen gingen in flammen auf) rauszulassen. von den vielzitierten geplünderten kleinläden und zerstörten wohnhäusern hab ich nix gesehn oder gehört. was allerdinx tatsächlich nachdenklich macht: wieso konnten hunderte/tausende ungestört 2 stunden plündernd durch die stadt ziehen, ohne einen einzigen bullen zu gesicht zu bekommen ausser dem hubschrauber obendrüber, während am näxten tag die friedliche attac-demo aus dem hubi mit tränengas beschossen wurde?? wieso nicht der black block?? ging es den bullen nur darum die rote zone zu schützen und hatten sie keine kräfte mehr um die "schwarzen" zu stoppen oder war es tatsächlich absichtlich zugelassene zerstörung um die linke zu diskreditieren?? wieso flog das tränengas genau in dem moment als eine kleingruppe autonomer eine friedliche demo mit musik, anowhnerinnen und klienen kindern erreichte?? hätten die bullen nicht schon am donnerstag das anarcho-camp auflösen können wenn sie gewollt hätten, wo sich die leute massiv bewaffnet haben am freitag morgen?? fragen über fragen, festzuhalten bleibt aber dass die leute, mit denen ich geredet habe, aus dem "march of destruction" einen ganz schönen kick und politische motivation gezogen haben, denn wann sonst kann frau schon mal selber sich aktiv und ungestört an der kaputtung von übermächtigen kapitalistsichen institutionen wie banken betätigen oder sich umsonst in einer supermarktfiliale bedienen??
27.07.2001 20:34

was mir noch einfällt: wann gab es jemals in europa ein gefängnis, das von einem mob mit steinen und mollies attackiert wurde und tatsächlich gebrannt hat?? die 40 bullen die schützend davor standen mussten rennen wie die hasen... desweiteren is mir noch eingefalllen, dass sich im "blackblock" sehr viele "unschwarze" befanden, genueserinnen, normalos, vespafahrerinnen, menschen die wie hippie aussahen etc. höxtens die hälfte war auch wirklich in schwarzer uniform und vermummung da. auch von den anwohnerinnen kamen nach meinen infos desöfteren zustimmende reaktionen, zb als eine bank entglast wurde. NOJUSTICE-NOPEACE p.s. sehr schön und staunenmachend: die unzahl von politischen graffiti(smash capitalism; g8 no..) an den mauern und wänden der stadt. am samstag war dann auch schon jede zweite freie fläche mit "carlo" und "assasini" bemalt.
ichnochmavonobendrüba

..........

verwirrter daheimgebliebener 28.07.2001 - 15:49
...puhhhhhhhhhhhhhh endlich mal was positives danke fuer diesen beitrag ich dachte schon hier ist alles zu spaet !
danke maya !
make pigs pay !

.......

ooooooops 28.07.2001 - 15:51
....meinte natuerlich den beitrag der re-posterin

Die Hetze geht weiter...

RuhrpottProlet 28.07.2001 - 16:18
Die Leute, die in Genua waren sollten dafür sorgen, dass die Pazifisten-Legende von der polizeikontrollierten BlackBlock als das enttarnt wird, was es ist; eine Lüge um die pol. Vorstellungen von Atttac und Konsorten zu retten.

an ruhrpottprolet

Tomasz 28.07.2001 - 16:41
Klar, die ganzen berichte über provos und faschos im schwarzen block sind eine verschwörung von attac und polizei. sag "auf wiedersehen" zur realität.

An den Zensur- Schreihals

Pete (Mod. Gruppe) 28.07.2001 - 17:18
0.) Bitte vorsichtig mit irgendwelchen Anschuldigungen! Bevor Du dazu übergehst, solltest Du wenigstens durchlesen, was im Publizier-Formular steht. Nachdenken kann nie schaden!
1. )alle artikel erscheinen zunächst unter "alle beiträge" und werden dann den erdiskutierten kriterien zufolge auf die startseite gehoben. das kann mitunter einige stunden (manchmal auch nur minuten) dauern.
2.) Lies bitte auch die Texte (Links auf der Startseite oben) zu Moderation und Selbstverständnis
3.) Vor dem Posten kann ein Überprüfen der Rechtschreibung nicht schaden

... noch was

pete 28.07.2001 - 17:21
dein text ist seit kurz nach 5.00 im netz, wie du an den kommentaren siehst

wer spaltet?

kobold 28.07.2001 - 17:47
ohne zweifel gibt es auch bei attack leute, die durch die militanz-debatte versuchen die bewegung zu spalten, aber es gibt wiederum auch eine ganze menge menschen die dies nicht machen. der text oben ist, meiner meinung nahc, eher schon ein kleiner spaltungsversuch. und darauf sollten wir acht geben...

immer dieselbe alte Leier

banshee 28.07.2001 - 20:30
Linxradikale dieser Couleur: ihr langweilt mich zu Tode!
1. Warum haut ihr auf Attac ein? Attac hat sich nach Genua alle Muehe gegeben euch zu unterstuetzen, zu schuetzen und sich NICHT von Euren Aktionen zu differenzieren. Aber ihr macht es einem zunehemnd schwer, Euch zu verteidigen und gut zu finden, weil von Euch aus NULL reflexion und kritische Auseionandersetzung mit Euren Aktionen kommt.
ich habe nix grundsaetzlich gegen Gewalt. Ich uebe sie nicht aktiv aus, aber manchmal schmeisst mein herz die Steine mit. Gebt doch endlich mal zu, dass in Genua na ganze Menge scheisse gelaufen ist. Ich habe entsetze Gesichter unter genueserInnen gesehen, ich habe verbrannte Kleinwaegen, und zerstoerte kleine Laeden gesehen. gebt doch mal zu, dass ihr das nich verhindert habt und dass das scheisse war, ist das denn si schwer? Gebt doch mal zu, dass es unter anderem auch Euer Verhalten ist, dass eine Menge Menschen in gefahr gebracht hat. Ich will Euch nicht fuer alles die Schuld geben, ich weiss selber, was die Bullen und der Staat noch so alles veranstalten, aber ihr seid auch nicht die bluetenreinen Helden, gebt doch bitte einmal zu, dass was schief laeuft in Eurer taktik, und dass es vielleicht mal an de Zeit ist, sich was neues auszudenken.
Zudem: Dass der Spaltungsversuch jetzt auch noch von Eurer Seite kommt, ist ja wohl eine echte Frechheit, nach dem der ganze Rest der Bewegung versucht, sich fuer Eure Scheisse zu rechtfertigen und Euch eben NICHT auszuschliessen. Es kotzt mich so an, diese Selbstherrlichkeit der verschiedenen Linken. JedeR hier glaubt, die Weisheit mit Loeffeln gefressen zu haben, jedeR hat den Stein der Weisen gefunden, jedeR vertritt die reine Wahrheit, und anstatt uns wie nette Menschen zu streien, anstatt sich miteinander auseinanderzusetzen und an besseren Konzepten zu arbeiten, wird sich danan lieber "erfolgreich abgegrenzt".
Sagt mal, wie stellt ihr Euch denn vor, dass wir jemals mehr werden, dass wir jemals was veraendern, wenn wir uns andauernd nur gegenseitig hassen, zerschlagen und uns "voneinander abgrenzen".
Wenn ihr Stress mit ya Basta habt, dass fahrt hin und redet mit dem Leuten drueber und loest Eurer Problem. Einfach wegrennen und die Zusammenarbeit kuendigen ist too fucking easy und so verdammt feige und destruktiv!

Keine Spaltung !

eins, zwei, drei 28.07.2001 - 21:08
Was ist der Grund immer alles genau einordnen zu muessen? Die Wirklichkeit ist komplexer, um eine Einordnung zu konstruieren - immer wird sie hinken und uns alle nicht weiterbringen.

Dieser Text ist eine Reaktion auf die ersten Einschaetzungen zu Genua, die sich einerseits vollstaendig auf die Seite von Ya Basta stellen, ihre Version der Geschehnisse uebernehmen und auf der anderen Seite, dass die Militanz in Genua vollstaendig verteidigt wird, Vorwuerfe sich gegen Gruppen, wie Ya Basta erheben etc.

Ya Basta ist fuer Italien ein wichtiger linker Zusammenhang, der gute Arbeit zur Migration macht und auch eine Form der nicht offensiven Militanz gefunden hat, an der sich viele beteiligen koennen, dass heisst Alte, Junge, Kranke ohne eine so hohe Gefahrdung verletzt zu werden.

Ya Basta ist ein Zusammenhang, der sich stark oeffnet gegenueber anderen gesellschaftlichen Gruppen, diese mit einbezieht und er ist iedeologisch auch ein nicht so homogener Block, wie oft angenommen wird. Auch unter ihnen gibt es Unterschiede - im ganzen gesehen setzen sich dadurch auch verschiedene Tendenzen durch. Es gibt Personen innerhalb des Ya Basta Zusammenhangs, die in Stadtparlamenten mitarbeiten und sich auf Wahllisten aufgestellt haben - einige nicht nur mit einem taktischen Kalkuel. Innerhalb davon koennen sich Tendenzen des eigen Vorteils entwickeln und aufgrund der Tatsache, dass grosse Organisationen immer in gewisser Hinsicht abstrahieren ist der ersichtliche politische Ausdruck, jener radikaler Reformen.

In Genua selbst setzte sich eine Tendenz durch den "schwarzen Block" - der wiederum nicht homogen ist und z.T. erst in seiner Gemeinsamkeit medial gesc haffen wird als zumindestens Mitausloeser der Gewalt zu klassifizieren - ihm wurde eine Rolle zugewiesen, Hilftruppe der Bullen gewesen zu sein, ob nun aktiv (durch die Beteiligung von Zivicops) oder einfach als Instrumen.

Diese Version ist schon ein Zugestaendniss an ein Bild, dass von oben geschaffen wurde und so nicht exestiert. Es gibt keinen schwarzen Block, da die Inhalte von Menschen, die Ausuebungsformen der Militanz, die Frage, wann und wo sie ausgeuebt werden soll absolut verschieden ist.

Demnach gibt es Menschen, die miltant handeln, oft taktisch, manche ueberlegt, wieder andere aus einer emotional aufgewuehlten Situation. Und die Emotionen sind in Genua sehr hoch geschwappt. Einfache Einordnungen sind demnach deplaziert.

Sowenig, wie die Militanten Bullen waren koennen Ya Basta sich nicht von der Militanz distanzieren, da auch sie defensive ueberlegte Miltanz ausueben. Andere taten dies direkter - und seien wir mal ehrlich, lebt seit Seattle der Widerstand nicht auch durch Symbolismus - der eingehauene MC Donald in Prag, die brennenden Luxuskarrosen in Zuerich, all dies drueckt eine symbolische radikale Gegnerschaft gegen die kapitalistischen Verhaeltnisse aus. Sicher: es ersetzt nicht Kaempfe im Alltag, deren Wichtigkeit, das Ueberleben oder Sterben der Bewegung zeigen wird.

Nur haben wir wichtiger Probleme, vorallem inhaltiche zu diskutieren, als eine von oben aufgedrueckte Diskussion ueber Militanz zu fuehren - Lasast sie unter uns beginnen ohne Anpisse - und wenn emotional aufgewuehlt Ya Basta ihrer Meinug nach "blac block" Leute als Moerder beschimpft und sie nicht mehr in die Demo laesst - auch wir wissen, dass dies passiert ist, dann drueckt dies eher eine emotional total eskalierte Situation aus, die nicht entscheidend sein darf fuer eine weitere Zusammenarbeit, sondern die Gesamtheit der Bewegung muss weiter bestehen, mit ihrer radikalen Gegnerschaft, dazu wird Militanz immer ein Bestandteil bleiben ...

Linke knicken um wie Streichhölzer!

Gabberanarchist 29.07.2001 - 06:34
Was viele Linke mit der Distanzierung von dem Schwarzen Block und deren Gewalt tun ist: "Liebe Medien Gewalt an sich ist schlimm nicht nur bei der Polizei, nein auch bei uns und liebe Bourgeoisie wir wollen dich nicht bekämpfen, denn wir bekämpfen ja schon die Anarchie." Hat der Schwarze Block Verbrechen im Sinne der Arbeiterklasse getan? NEIN! Hat der Schwarze Block Verbrechen im Sinne des Imperialismus getan? JA! Denn mit seinen symbolischen Aktionen hat er den Wut und Ärger über die Klassengesellschaft des Imperialismus zum Ausdruck gebracht. Hat das eine sozial machtvolle Arbeiterklasse in Genua nicht auch getan? JA! Aber um Vorwärts zu gehen und z.B. Revolution zu machen muß man demokratische Grundrechte und Freiheit für jeden verteidigen, deshalb VERTEIDIGT DEN SCHWARZEN BLOCK! WEG MIT DER BÜRGERLICHEN HEXENJAGD GEGEN ANARCHISTEN!

Hier werden wohl eher Dummköpfe

spanische Inquisition 29.07.2001 - 15:12
denn Hexen gejagt

mehr senf zum thema

rotezora 30.07.2001 - 00:04
warum muss man den "schwarzen block" verteidigen? ich glaube, dass koennen "die" wer immer das ist, selbst. wichtig ist eine auseinandersetzung innerhalb der linken. nicht alle gegeneinander,
sondern miteinander, aber ohne rueckhaltslos alle aktionen gut zu heissen. wir muessen selbst-kritik ueben, dass heisst,
nicht jeder muss die aktionen des anderen gut finden,
aber dennoch kann man fuer die gleichen ziele kaempfen, und vielleicht die aktion des anderen verstehen,
oder aber auch kritik ueben in der hinsicht, dass man sagt,
man findet diese oder jene aktion politisch nicht sinnvoll ( wie z.b.kleine laeden pluendern). jeder spatlung ist aber entgegenzu wirken. verdeckt polizeisituation hin oder her, dass ist genau das, was "die herrschenden" wollen. stark bleibt diese bewegung nur, wenn sie zusammenarbeitet, da muss dann aber auch kritik mit beinhaltet sein.
als, nicht einfach allen, die eine andere meinung haben, die " freundschaft kuedigen", aber miteinander diskutieren, neue konzepte finden, verstaedniss fuer die aktionsform des anderen finden usw. das schliesse ich mich nochmal jemanden von vorhin an: ob friedlich oer militant, wichtig ist der widerstand!!

@ rotezora

Gabberanarchist 30.07.2001 - 04:12
Getrennt marschieren, vereint schlagen! Das ist das Prinzip der Einheitsfront!