Agit Prop Aktion in Goslar
Anlässlich der Ermordung Carlo Guilianis fand am Monag den 23.7. eine provokante Umfrage in der Goslarer Innenstadt statt.
Agit – Prop – Aktion
Als Reaktion auf den Tod eines 23-jährigen Demonstranten in Genua überlegte sich eine Gruppe vom Anarchistischen Sommercamp eine gefakte Umfrage in Goslar durchzuführen.
Als Student/Innen verkleidet, die von einer Komission des Bundesamtes für Verfassungsfragen beauftragt wurde, gingen wir am Montag Mittag in die Goslarer Innenstadt.
Die Befragten bekamen nach der Umfrage von den „Student/Innen“ die Indymedia Adresse, wo angeblich die Auswertung und weitere Infos zu finden wären. Außerdem wurden den Befragten von Umstehenden Aktivist/Innen gezielt das Flugblatt „Demokratie made in Europe“ ausgehändigt, welches auch später auf der Demo verteilt wurde.
Das Ziel der Aktion war, durch die provozierenden Fragen zum Nachdenken anzuregen, z.B.: „Warum fragt eine staatliche Institution, ob die Pressefreiheit eingeschränkt werden sollte?“
Der Einleitungstext des Fragebogens:
Komission des Bundesamtes für Verfassungsfragen
Umfrage zu den aktuellen Ereignissen während der Regierungs- und Wirtschaftskonferenzen
Aufgrund der Ereignisse der letzten Monate im Rahmen der Treffen von Ministern und Repräsentanten der Weltwirtschaftsländer, hat die Europäische Union die Notwendigkeit erkannt, die Gesetzgebung gegen solche Straftaten zu verändern.
Dieses Formular soll Meinungen der EU-BürgerInnen sammeln und daraus einen Gesetzentwurf entwickeln. Dieser soll der aktuellen Situation angemessen sein und dem Ernst der Probleme Rechnung tragen, die sich in der steigenden Gewaltbereitschaft zeigt.
Fühlen Sie sich durch die Ausschreitungen und die dadurch verbundenen Ereignisse in Göteborg und Genua bedroht? Sind Sie dafür, daß gezielt der finale Rettungsschuß angewendet wird,auch unter dem Gesichtspunkt der dadurch folgenden finanziellen Einsparungen für medizinische Versorgung und Gerichtsverhandlungen?
Sind Sie dafür, daß Polizisten auch in Situationen die Schußwaffe einsetzen, die derzeit als Bagatelldelikte gelten? Finden Sie, daß die Presse über solche Ereignisse berichten sollte?
Als Reaktion auf den Tod eines 23-jährigen Demonstranten in Genua überlegte sich eine Gruppe vom Anarchistischen Sommercamp eine gefakte Umfrage in Goslar durchzuführen.
Als Student/Innen verkleidet, die von einer Komission des Bundesamtes für Verfassungsfragen beauftragt wurde, gingen wir am Montag Mittag in die Goslarer Innenstadt.
Die Befragten bekamen nach der Umfrage von den „Student/Innen“ die Indymedia Adresse, wo angeblich die Auswertung und weitere Infos zu finden wären. Außerdem wurden den Befragten von Umstehenden Aktivist/Innen gezielt das Flugblatt „Demokratie made in Europe“ ausgehändigt, welches auch später auf der Demo verteilt wurde.
Das Ziel der Aktion war, durch die provozierenden Fragen zum Nachdenken anzuregen, z.B.: „Warum fragt eine staatliche Institution, ob die Pressefreiheit eingeschränkt werden sollte?“
Der Einleitungstext des Fragebogens:
Komission des Bundesamtes für Verfassungsfragen
Umfrage zu den aktuellen Ereignissen während der Regierungs- und Wirtschaftskonferenzen
Aufgrund der Ereignisse der letzten Monate im Rahmen der Treffen von Ministern und Repräsentanten der Weltwirtschaftsländer, hat die Europäische Union die Notwendigkeit erkannt, die Gesetzgebung gegen solche Straftaten zu verändern.
Dieses Formular soll Meinungen der EU-BürgerInnen sammeln und daraus einen Gesetzentwurf entwickeln. Dieser soll der aktuellen Situation angemessen sein und dem Ernst der Probleme Rechnung tragen, die sich in der steigenden Gewaltbereitschaft zeigt.
Fühlen Sie sich durch die Ausschreitungen und die dadurch verbundenen Ereignisse in Göteborg und Genua bedroht? Sind Sie dafür, daß gezielt der finale Rettungsschuß angewendet wird,auch unter dem Gesichtspunkt der dadurch folgenden finanziellen Einsparungen für medizinische Versorgung und Gerichtsverhandlungen?
Sind Sie dafür, daß Polizisten auch in Situationen die Schußwaffe einsetzen, die derzeit als Bagatelldelikte gelten? Finden Sie, daß die Presse über solche Ereignisse berichten sollte?
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
respekt messieurs dames
Eine etwas ersthaftere Umfrage
Wieviele von den deutschen haben wohl da wieder ein
Funkeln in den Augen bekommen bei dem was sie über die
Polizei in Genua gehört haben.
Auf alle Fälle zuviel. Ich schätze 33%.
mutig
So ne Aktion kann verdammt illegal sein. Ich erinnere mich
an eine Agit-Prop Aktion in Berlin, wo sie im Namen der Stadt Berlin eine Informationsbroschüre an Haushalte geschickt haben, mit dem Inahlt, dass Berlin soundsoviel Einwohner und soundsoviel Bunkerplätze im Falle eines Atomkriegs hat und dass es viel zu wenig sind, man sich an einer Verlosung um einen Bunkerplatz bewerben kann.
Die Anlagen lauteten auf Urkundenfälschung, Amtsanmaßung und mehr. Es gab glaub ich sogar Gefängnisstrafen. Also ganz schön mutig sowas.
Ergebnis
Gratulation!
Zur Auswertung
Die Frage "Sind sie dafür, dass gezielt der finale Rettungsschuß angewendet wird, auch unter dem Gesichtspunkt der dadurch folgenden finanziellen Einsparungen für medizinische Versorgung und Gerichtsverhandlungen?" wurde überwiegend mit JA beantwortet, wobei sehr viele von Notfällen sprachen und die finanziellen Einsparungen gestrichen haben wollten.
Außer 5 Personen wollten alle das die Presse über solche Vorfälle berichtet, eine Person legte wert darauf, dass die Presse sachlicher & nicht so hetzerisch berichten sollte.
Soviel zur Auswertung, genauere Zahlen wissen wir nicht auswendig und unsere Ergebnisse haben wir jetzt leider nicht mehr...
Lasst sie nicht ausruhen!! Wir kämpfen weiter - Jetzt erst recht!!
Etwas subtiler?
Aber ist es wirklich das, was wir jetzt brauchen?
Staat-is-tick
Vorurteile wollten wir ganz bestimmt nicht bestätigt bekommen. Das ist natürlich teilweise passiert. es gab jedoch auch ein positives feedback das nicht zu verachten ist.
Was möchtest Du denn bitte subtiler machen? Denn so ganz unssubtil war das ganze nun auch nicht.
Stay wild!