Was hat uns Genua gelehrt?

Anarchist 23.07.2001 07:04
Seit Tagen geht hier eine total vereinfachte Diskussion um Gewalt los - leider erschöpft sie sich in stumpfen Parolen. Es geht längst nicht mher um die Frage nach Spaltung oder nicht. Es geht um das Überleben der Bewegung. Dabei hilft Dogmatismus nicht mehr weiter. Hier einige Texte zum Lesen und Überlegen:
Der erste Text:

Das Ende des Dialogs
Genoa Social Forum: Polizei prügelte bei G-8-Gipfel Offensivstrategie durch

»Das Schwarz von diesem Schwarzen Block war das Schwarz der Faschisten, nicht das der Anarchisten.« Teresa Mattei, Abgeordnete der konstituierenden Versammlung der Italienischen Republik 1948, spricht am Sonnabend als eine der zahlreichen Augenzeugen auf der Pressekonferenz des »Genoa Social Forum« über den »Tag des zivilen Ungehorsams« am vergangenen Freitag.

Die verschiedenen Netzwerke dieses Bündnisses hatten sich an diesem Tag an verschiedenen Plätzen der italienischen Hafenstadt verabredet, wo sie sich sammeln wollten, um von dort aus in kleinen Demonstrationszügen in die Nähe der gesperrten »roten Zone« zu kommen. Die Berichte über die Züge gleichen sich: Schwarz Vermummte, voll ausgerüstet mit Helmen, Schilden, Knüppeln, Gasmasken und Pflastersteinen mischen sich in den Demozug, verwüsten die Umgebung, setzen Geschäfte und Autos in Brand, hinterlassen eine Spur von Krieg. Wie auf ein Zeichen hin zieht die Polizei an den Punkten auf, wo die Schwarzen toben - und attackiert die friedlichen Demonstranten. Sie schießt scharfes Tränengas direkt auf die Menschen und rast mit leichten Panzern und Wannen in die Menge. Die einen bereiten die Aktionen der anderen vor. Die Polizei aber läßt die ersteren gewähren und geht mit Knüppeln und viel Gas, manchmal auch Gummigeschossen, auf die ausnahmslos friedlichen Demonstrierenden los, jagt sie wie die Hasen, macht auch vor Journalisten und Sanitätern nicht halt und schneidet ihnen die Fluchtwege ab. Geprügelt werden auch unbeteiligte Passanten, solche, die stürzen, am Boden liegen, davonrennen. Am Ende schießt sie scharf und tötet gezielt - natürlich im Demonstrationszug der Bewegung »Tute bianche«, auf die sie es schon die ganze Zeit abgesehen hatte, und die schon vor Wochen Razzien und Hausdurchsuchungen über sich ergehen lassen mußten. José Bové sprach auf einer Pressekonferenz von Bildern, die ihn an die Verhältnisse im Gazastreifen erinnerten, wo er vor zwei Wochen gewesen ist.

Am Sonnabend morgen hofft das Bündnis noch, die schiere Masse der für den Großprotest gegen den G-8-Gipfel geströmten Demonstranten werde für diesen Tag einen anderen Ablauf sichern. Diese Hoffnung erfüllt sich nicht. 200 000 Menschen strömen auf der Seepromenade von Osten her in die Stadt. An dem Punkt, wo die Demonstration vom Meer stadteinwärts einbiegt, tauchen kleine Gruppen von »Schwarzen« auf und verwüsten die Umgebung - das Zeichen für die Polizei anzugreifen. Die Hand-in-Hand- Strategie geht auf: die Demonstration wird in verschiedene Seitenstraßen abgedrängt, die Polizei setzt mit massiven Tränengasangriffen nach und zerstiebt sie in Dutzende von getrennt agierenden Gruppen. Das Ausmaß der Verwüstungen übertrifft das vom Vortag bei weitem.

Die Polizei gibt sich jetzt nicht mehr viel Mühe, ihre Zusammenarbeit mit dem Schwarzen Block zu verbergen: Hinter einem Haufen Containern in der Nähe des Polizeihauptquartiers wechseln Polizisten ihre Kleidung, von der Uniform in die schwarze Kluft. Der Senatsabgeordnete Gigi Malabarba hat bei einem Besuch der Verhafteten im Polizeiquartier gesehen, wie schwarz Vermummte in voller Montur und mit ihren Waffen seelenruhig in das Polizeiquartier spazierten und sich dort mit den Polizisten unterhielten, unter anderem auf französisch und deutsch.

In der Nacht zum Sonntag stürmt die Polizei das alternative Pressezentrum und schlägt die dort Schlafenden auf brutale und sadistische Weise zusammen. Auf der Bilanzveranstaltung des »Genoa Social Forum« ist die Einschätzung einhellig: Das Neue an Genua ist, daß die Polizei erstmals eine Offensivstrategie gesucht hat. Wer diese Aufmärsche gesehen hat, wußte, diese Polizei will nicht Ausschreitungen verhindern, sie hat es nicht auf bestimmte Teile der Demonstrationen abgesehen, sie kesselt nicht ein - sie will angreifen, die Existenz der Demonstration selbst angreifen, sie probt den Bürgerkrieg.

Mit dem Tag, als der G 8 begann, hörte der Dialog auf. Über das Geschehen bestimmte nur noch der Polizeiminister, und dessen Strategie lautete: mit Hilfe von Provokateuren Panik und Schrecken säen. Der Schweizer Soziologe Riccardo Petrella scheut in Genua nicht den Vergleich mit den Todesschwadronen.

Die Linie der Gewalt und der Kriminalisierung der Demonstranten zieht sich seit Göteborg über Salzburg und Barcelona wie ein roter Faden durch die Gegengipfel. Petrella erklärt die neue Linie mit den Erfolgen der Bewegung: »Uns ist es in den letzten Jahren gelungen, die Verantwortlichen für die globalen Zerstörungen zu delegitimieren. Wir haben zwei wichtige Erfolge erzielt: Wir haben das MAI verhindert und das Scheitern der Millenniumsrunde in Seattle sichtbar gemacht. Wir haben dem Gedanken Glaubwürdigkeit verliehen, daß Alternativen zum Bestehenden machbar sind. Sie aber können uns nicht als Verhandlungspartner behandeln. Mit uns verhandeln würde bedeuten, daß sie bereit sind, die neue Weltordnung und vor allem die US-amerikanische Hegemonie in Frage zu stellen. Ein Dialog ist deshalb nicht möglich. Sie können sich eine Legitimität nur noch mit Gewalt verschaffen, indem sie uns kriminalisieren.«

Angela Klein, Genua


Text nummer 2:

Die Gewaltfrage
Italienische Polizei setzte auf Eskalation

Polizei gegen Schwarzen Block - ein Kampf der Unversöhnlichen? Ein Kampf bis aufs Messer zwischen »Ordnungshütern« und solchen, die jegliche Form staatlicher Ordnung zerstören wollen? Die Bilder der Straßenschlacht von Genua vermitteln exakt diesen Eindruck. Der Protest gegen die Globalisierung, der an die 200 000 Menschen in der Stadt an der ligurischen Küste zusammenführte, erscheint als nebensächlicher Anlaß einer Schlacht, in der die nihilistische Anarchie die gesellschaftliche Ordnung herausfordert.

Doch es gibt auch andere Bilder. Bilder, die die Öffentlichkeit meist nicht erreichen. Bilder zum Beispiel, deren Aussendung die italienische Polizei verhindern wollte, als sie eine Schule stürmte, in der das Pressezentrum des Genoa Social Forum, der Dachorganisation der Globalisierungsgegner, eingerichtet war, um belastendes Filmmaterial zu beschlagnahmen. Nach Aussagen von GSF- Vertretern soll es sich um eine Dokumentation handeln, die beweist, daß Polizeiagenten den Schwarzen Block infiltriert haben. Demnach war es nicht der vielzitierte »gewalttätige Kern« der Demonstranten, der die Lage eskalieren ließ, sondern die Polizei selbst, um eine Situation zu schaffen, in der sie als »bedrängte Unschuld« zur Gegenoffensive »verpflichtet« scheint. Das wirft freilich auch die Frage nach der Zweckmäßigkeit autonomen Widerstandes auf. Der Straßenkämpfer, der zum Stein greift, müßte sie sich - nach vielen einschlägigen Erfahrungen - eigentlich längst selbst gestellt haben. Nämlich, ob sein Stein nicht die gleiche Wirkung hat wie der von Polizeihand geschleuderte. Ob also diese Form gewaltsamen Widerstandes nicht durchaus systemimmanent ist.

Das ist keine pazifistische Fragestellung. Gewalt ist ein objektives gesellschaftliches Verhältnis. Lohnarbeit beruht auf Gewalt, die Herrschaft einer Minderheit über die Mehrheit bedeutet Gewalt. Die Globalisierung ist ein Gewaltakt gegen das Gros der Weltbevölkerung. Der Neoliberalismus hat eine soziale Regression bewirkt, die sich auch als Regression im sozialen Bewußtsein widerspiegelt. Im Kampf gegen die Globalisierung, gegen das Diktat der Kapitalströme aber ist neues Bewußtsein entstanden. Der gegen das globale Prinzip der Profitmaximierung gerichtete Antiglobalismus ist auch eine neue Form des Internationalismus. Die Bewegung gegen die Globalisierung knüpft, mehr oder weniger bewußt, an der historischen Rolle der Arbeiterbewegung an, die aus diesem Konfliktfeld neu hervorgehen könnte - auf einem höheren, den modernen Produktivkräften entsprechenden Niveau.

Das aber erfordert Zähigkeit, Ausdauer und Geduld. Ein voluntaristisches Pro oder Contra Gewalt trifft das Problem nicht. Durch massiven Demokratieabbau wird die Gewaltfrage zur Zeit von der neoliberalen Bourgeoisie gestellt. Sie adäquat zu beantworten - auf dem Niveau der die Massen ergreifenden materiellen Gewalt - wird schwierig werden.

Werner Pirker

aus der jungen welt (was ich übrigens überraschend finde, da sie mir sonst weniger gefällt)
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Ergänzungen

23.07.2001 - 07:09
Ich denke, das größte Problem ist: Viele sind zu stolz einzugestehen, daß Fehler begangen wurden. Viele gehen lieber einen falschen Weg weiter als zuzugeben, daß vieles nicht richtig war. Außerdem machen Dinge, die einfach sind mehr Spaß....

xxx 23.07.2001 - 09:21
ich weiss nicht was das soll. der vorwurf das der schwarze block das verhalten der polizei provoziert hat. z.b. der angriff der polizei auf attac bei dem auch aeußerst brutal mit fast allen zur verfügung stehenden mitteln von der polizei vorgegangen wurde. auch die reaktiond der polizei bei der grossdemonstration am samstag bei der traenengas in die massendemonstraion geschossen wurde, und somit eine massenpanik ausgelöst wurde, sind ein indiz daür das die polizei, was ja nicht anders von ihr zu erwarten ist mit aller militanz vorgeht wenn es darum geht ihre befehle, oder ihren sadismus durchzusetzen. Der vorwurf des Sadismus wird hier erwähnt um auch die andere seite zu zeigen, ob richtig oder falsch bliebt hier egal. denn das der schwarze block nur aus gewaltätern besteht die nur gewalt wollen, ohne darüber nachgedacht zu haben, ist schlicht und einfach genauso in die luft gestellt wie der Vorwurf an die Polizei. Allerdings muss ich sagen, das ja schon sie ja schon mehrere male gezeigt hat das eineiges daran sein muss.
zur gewaltfrage. wie ich es sehe hat der schwarze block sich wesentlich besser wehren koennen gegen die aggression der ploizei. Woher eigentlich die Aussage das die Polizei und der schwarze Block zusammenarbeiten wuerden. Entsdchuldigugn, aber groesseren schmarrn hab ich auch noch icht gehört.
auch die aussage, das der schwarze block durch die provokationstaktik der plolizei systemimmanent wirkt, ist meiner meinung nach schwachsinn. das heisst nicht das man/frau sich nicht samit auseinanderzusetzen hat. aber auch die tutti bianche und allen anderen gruppen kann man/frau das dann vorwerfen. vor allem den reformistischen gruppen. Attac hat ja trotzdem eine von den Bullen aufs maul bekommen. dar staat wird natürlih immer versuchen eine gegenstrategie zu einer kampfform aufzubauen. aber die reaktion ist nicht gleichzusetzen mit einer kollabotation, enn auch ungewollt.
zum chluss nocheinmal zur begründung:
die gewalt wird immer noch vom staat, seinen institutionen ausgeübt. ich kann mir auf jeden fall nicht vorstellen von den Bullen angegriffen zu werden, und mich nicht zu wehren. niemand will uebermaessig in kontakt mit polizeiknüppeln, kugeln etc. kommen. und ich will hier nicht den Tod von giuliani verharmlosen. aber wieso wird nicht erstmal auf die geschaut die die gewalt wirklich ausüben, ueberall auf der welt und jeden tag, jede stunde. in diesem Fall waren es die carabinieri.
friedlich demonstrieren, da lachen die maechtigen egal ob klien oder gross drüber.
die taktik der tutti bianche wird bald auch nicht mehr funkttioniern, hat auch in prag schon nicht mehr geklappt.

ich fordere hier niemanden auf gewaltätig zu werden, nur die solidartität innerhalb der gegner unseres systems vermisse ich doch in einigen aussagen der letzten Zeit.

Wo ist eigentlich das nächste Event

Newcommer 23.07.2001 - 10:27
Weil ich war noch nie bei so einer Demo, und es wäre super auch einmal 2 Tage lang richtig abzurandlieren, Autos anzuzünden und so richtig Window-Shopping zu machen.

Wie Genua gezeigt hat ist dies ja ziemlich risikofrei, weil die Bullen haben sich ja nur in der roten Zone verschantz und ringrum war das Gebiet befreit.

Ein paar blaue Flecken und ein bischen CS Gas schnüfflen würde ich schon in Kauf nehmen.

Ein mal ein Wochenende so richtig Dampf ablassen.!!!!

Smash the Police!!!!

Fazit

Engel 23.07.2001 - 10:47
Aus diesem Beitrag kann ich eigentlich nur eine Schlussfolgerung ziehen: Der schwarze Block ist nicht Teil der Globalisierungsgegner. Verpisst Euch!

Liz 23.07.2001 - 10:56
Tja, das glaub ich das das dem ntionalbolschewistischen PDS-Spießer Pirker nicht gefällt. Und natürlich auch das er gleich eine Verschwörung witter. Natürlich sind bei so'nen Anlässen auch Zivi-Bullen unterwegs, die sich wie Autonome kleiden. Und auch welche die sich wie tutte bianchi oder die gewaltfreien DemonstrantInnen kleiden. Das war in Göteborg nicht anders, das ist das selbe jedes Jahr am 1. Mai. Aber zu sagen die wären es, die die Randale anzetteln ist gesponnen. Die sind dazu da zu Filmen, Fotos zu machen, sich Leute zu merken, Festnahmen zu koordinieren.

Was hat uns Genua gelehrt?

vivian 23.07.2001 - 11:17
eines haben die tage von genua bewiesen, es scheint ziemlich einfach zu sein, menschen gezielt zu manipulieren. anscheinend wurde ein wenig die gladiozauberkiste geöffnet, um eine diskreditierung des eigentlichen anliegens zu erreichen.
diejenigen, die sich einbilden, selbstbestimmt unter schwarzer flagge gelaufen zu sein, können sicher sein, das sie unter fremder bestimmung gelaufen sind.

Boykotaufruf

--- 23.07.2001 - 11:34
Geht nicht mehr auf die Provokateure ein die uns
spalten wollen. Wenn wir sie einfach nicht beachten,
werden sie es schom sein lassen. Ob Bulen oder
kleingeistige Bürgerliche, sie haben nur ein Ziel, uns
zu schwächen. Was hier an Kommentaren ist, hat
nichts mit der Realität zu tun. Die große Masse in
Genua, hatte nicht die zum Feind, die andere Aktionsformen hatten, sondern die die das soziale Elend und die ökologische Zerstörung vorrantreiben.

Es ist so einfach...solange man nicht denkt

Beobachter 23.07.2001 - 11:41
Diese Diskussion ist wirklich wichtig! Gute Beiträge zum Einstieg!
Also, ich finde, man kann es sich auch sehr einfach machen: Das System ist Gewalt (Neoliberalismus, Polizei, Staat, Demokratie etc. - alles Gewalt) - also habe ich immer und überall das legitime Recht, auch Gewalt auszuüben. Letztlich auch in jeder Form. Wenn die Polizei einen Demonstranten erschießt, dann darf ich auch einen Polizisten erschießen, oder sowieso: warum immer nur verteidigen, warum nicht auch mal angreifen. Mal Sachen, mal Menschen - ist ja egal...

Worum es mir geht, ist keine Aufrechnung, sondern die Frage, ob 'Eure' (damit meine ich die Protestierer, die hier für Gewalt plädieren) Gewalt nicht viel zu simpel legitimiert wird. Und ob man dann halt - wie im ersten Artikel angesprochen - nicht letztlich mit den Gewaltbereiten der anderen Seite zusammenarbeitet, ihnen in die Hände arbeitet. (Die These von den Provokateuren halte ich schon deshalb für prinzipiell falsch - auch wenn es solche einzelnen Fälle gegeben haben mag-, weil es hier ja genug Leute gibt, die sich eindeutig für die Gewalt in Genua ausgesprochen haben und sie gutheißen. Sind das alles Provokateure im linken Schafspelz?)
Und was mich wirklich wurmt: Viel zu viele von 'Euch' suhlen sich im immer gleichgesinnten Sumpf. Bunkermentalität! Da ist natürlich immer klar, wer Feind und wer Freund ist. Aber was ist mit der 'normalen' Gesellschaft? Da habt 'Ihr' doch gar keinen Bezug mehr zu! Ihr kämpft halt nicht nur gegen Berlusconi und Co. sondern letztlich auch gegen die Masse der demokratischen Menschen die - Medienverzerrung hin oder her - einfach kein Verständnis für brennende Autos und zersplitterte Banken haben.
Mir scheint eine Spaltung also doch wichtig: Auf der einen Seite die normalen Protestgruppen (gewaltlos), die auch noch in der GEsellschaft verankert sind - und auf der anderen die Gewaltbereiten Kämpfer gegen alles Böse auf der Welt, mit welchen Mitteln auch immer, egal was die Bürger von ihnen denken. Grenzt euch bloß voneinander ab!

Bullenprovokateure

--- 23.07.2001 - 11:48
Es fällt auf das die viele Kommentare, die Spaltung zum Ziel haben, teilweise mit fetten Buchstaben im Text
sind. Auch wenn die Namen unterschiedliche sind,
die Inhalte sind ähnlich. Sie befassen sich nicht mit
der Globalisierung, sondern nur mit verunglimpfung
von Gruppen. Ich werde das Gefühl nicht los, das
hier Bullen oder der Staatsschutz versucht uns
hier zu schwächen.Geht nicht auf die Provokateure
ein, denn nur zusammen sind wir stark.

Dreimal das Gleich machts auch nicht besser

Nochmal Beobachter 23.07.2001 - 11:54
Genau das meine ich: Alle die eine andere Meinung haben müssen ja zu den Feinden gehören! Und da sie ein bestimmtes Layout benutzen müssen das ja Staatschützer o.ä. sein (und schon ist wieder eine Verschwörungstheorie geboren...).
Mein Rat: Immer schön offen bleiben und auch mal die andere Seite anhören.

Provokateure

fux 23.07.2001 - 11:54
Es fällt auf das die viele Kommentare, die Spaltung zum Ziel haben, teilweise mit fetten Buchstaben im Text
sind. Auch wenn die Namen unterschiedliche sind,
die Inhalte sind ähnlich. Sie befassen sich nicht mit
der Globalisierung, sondern nur mit verunglimpfung
von Gruppen. Ich werde das Gefühl nicht los, das
hier Bullen oder der Staatsschutz versucht uns
hier zu schwächen.Geht nicht auf die Provokateure
ein, denn nur zusammen sind wir stark.

Movement

Buenaventura 23.07.2001 - 12:05
ich finde es auch fraglich, ob wirklich Bullenagenten mitgeriotet haben. ich denke, dass die Riots bis jetzt zumindest Aufmerksamkeit erzeugt haben. rein friedliche Demos werden in der Regel gar nicht wahrgenommen. ich denke nur dass es jetzt an der Zeit ist wieder andere effektive Aktionsformen- wie die der weissen Overalls- zu benutzen und auch neue zu entwickeln, um nicht von der Presse mundtot in eine Ecke gestellt zu werden. ich denke aber auch dass das Gros der Gewalt von Kapital und Staat ausgehen.
UNITE!!

fazit 2

23.07.2001 - 12:08
platt und genau so, wie's schon immer war:
wenn einem/einer die politische meinung oder auch das handeln einer anderen gruppe nicht passt, sagt mensch halt, er sei bulle oder arbeitet mit den bullen zusammen.
ist so schön einfach, mensch braucht sich selbst nicht mehr inhaltlich äußern und den anderen auch nicht mehr zu wort kommen lassen.
heraus kommt diese gewaltdebatte, die an schwachsinnigkeit, niveaulosigkeit und inhaltsleere nicht mehr zu unterbieten ist.

was ist bloß aus genua geworden?

mari 23.07.2001 - 12:14
genua - was als richtig demonstrations-projekt gutes angefangen hat, ist zu einem event verkommen. schade eigentlich, es schien gut organisiert zu sein, aber geklappt hat es dann doch nicht so. was ich nicht verstehen kann: der haß gegen die bullen ist doch mehr energieverschwendung als alles andere. klar, leiden kann sie keiner, aber sie sind es NICHT, die schulden erlassen und der dritten welt helfen können, oder? sie sind zwar ein hinderniss, aber keins, dass so niedergemacht werden muss. da ich nicht nach genua fahren konnte, musst ich mich mit nachrichten und indymedia begnügen und mir kam's echt so vor, als stünde die eigentliche demonstration gegen den g8 im hintergrund, denn überall war von den bösen bullen und chaoten die rede. aber das ist doch genau das falsche! genau das gegenteil ist wichtig, sonst wird doch keiner für voll genommen, denn jetzt heisst es nur wieder, dass das alle chaoten sind, die nur wegen straßenschlachten gekommen sind! Natürlich haben die bullen kein recht, leute so fertigzumachen etc. da muss was gegen getan werden. aber sie machen dass ja net weil ihnen gerade danach ist (sollten sie zumindest nicht-kann man aber nie wissen!). ich finde, bei solchen angelegenheiten, kommt man mit bullen-hass nicht weiter! die sollte man auf die leichte schulter nehmen, sich wehren falls nötig, aber nicht auf sie konzentrieren, denn the world is out there – ob mit oder ohne bullen.

Riots=Aufmerksamkeit

Canuzzi 23.07.2001 - 12:26
In Genau waren ueber 200.000 friedliche Demonstranten,
dass haette fuer genuegend Aufmerksamkeit gereicht und
wenn es groesstenteils friedlich geblieben waere, haetten
die Medien etwas mehr von den Zielen berichtet. Ich
halte die These, dass nur Gewalt in den Medien wahrgenommen
wird fuer falsch und eine Schutzbehauptung von ansich
gewaltgeilen wochenendrevoluzern . Es wurde jetzt im wesentlichen nur die gewalt in den medien wahrgenommen.
Die Gebetsmuehlenartige Verunglimpfung von Diskussionsteilnehmern ist hier auch sehr nervend!

wie wärs

wirklich sauer 23.07.2001 - 12:36
wenn die heldenhaften teilnehmer d. schwarzen blocks das nächste mal, bevor sie gemüsehändlerautos o.ä. anzünden,
um da dufte heldenhafte barrikaden draus zu machen, sich
erst mal fünf minuten hinsetzen, sich gegenseitig anschauen,
ob da jetzt unbekannte gesichter dabei sind, ob da leute einfach mitrennen, die eben aus einem polizeibus stiegen.
seid ihr so blöd, daß ihr es nicht merkt, oder ist es euch nur egal. dokumentiert das doch. wäre doch ein ziemlicher skandal.
und noch ein vorschlag: eine demonstration von 150.000 ist
auch mit 2000 leuten weniger noch recht eindrucksvoll, warum
kommt ihr immer, wenn andere was machen, und veranstaltet selbst keine demonstrationen? weil da immer keiner mitmachen will? wofür kämpft ihr nochmal? für euch selber?
VENCEREMOS YABASTA ZAHNPASTA HASTALAVISTA ALPINISTA etc

Schwarzer Block und Bullen

Charlie Brown 23.07.2001 - 12:37
Ich war in Genua, war in der Roten Zone als Journalist.
Was ich sah, waren aufgerüstete Cops, mit Sturmgewehren, als ginge es darum einen Krieg zu gewinnen.
Sicher, es gab auch in Berlin mal eine Gruppe von Autonomen, die sich nach Ihrer Festnahme als Bullen herausstellten. Das wird in Genua nicht anderst gewesen sein.
Hauptpunkt ist aber:
Der italienische Staat hat Tote bei dieser Veranstalltung mit einkalkuliert. Es ist vollkommene Scheiße die kleinen Ladenzeilen auseinander zu nehmen. McDonalds, Banken, etc. kann ich ja noch verstehen, aber das macht keinen Sinn.
Daß der Schwarze Block abseits der Demo am Samstag gewütet hat ist nicht in Ordnung (nach einem Toten wundert mich aber schon eher das Genua noch steht), aber die Polizei hat sie seelenruhig in die Demo laufen lassen und hat dann eingegriffen (Mariannenplatz 1.Mai in Berlin doch die selbe Scheiße gewesen).
Fakt ist: der Staat wollte Eskalation, der Staat rechnete auch mit Toten. Er war darauf vorbereitet.

HASTA LA VICTORIA SIEMPRE!!!
Kreativer Widerstand überall.

23.07.2001 - 12:39
Allerding sind's die Bullen, die das fortbestehen der Unterdrückungsverhältnisse letztendlich durchsetzen.

Kein Staatsschutz

Engel 23.07.2001 - 13:14
Der kurze Beitrag da oben mit den fetten Buchstaben ist von mir. Damit wollte ich sagen, dass ich ein erklärter Gegner des schwarzen Blocks bin, und unabhängig wer nun wirklich hinter den Krawallos steckt, sie haben IMHO keine Berechtigung mit einer Handvoll Leuten eine friedliche Demo in ein Chaos zu verwandeln.

Unglaublich finde ich die Reaktionen in denen bei jeder Kritik sofort gerufen wird, dass der Staatsschutz hinter jedem Beitrag steckt, der nicht der hier allgemein vertretenen Meinung entspricht. Wenn ich diese Reaktionen sehen dann kann ich mir auch erklären warum ihr immer glaubt alles und jeder würde von einer bösen Macht kontrolliert. Da macht ihr es euch ein bisschen zu leicht.

Was mich ankotzt...

Ein Daheimgebliebener 23.07.2001 - 13:19
...ist die trennung zwischen 'politischen Demonstranten' und 'gewalttätigen Randalierern', die vor allem in den etaiblierten Medien, aber auch häufig hier zu finden ist. Können oder wollen bestimmte Leute nicht akzeptieren, daß wir bei aller Diskussion über Sinn und Unsinn von Gewalt doch alle -ob gewalttätig oder nicht- das gleiche wollen?! Auch militante 'Globalisierungsgegner' sind politisch, aber immer öfter bekommt man den Eindruck, daß jeder, der Gewalt als Mittel wählt eine art unpolitischer Hooligan ist, der aus purer Lust an der Gewalt anreist und demonstriert. Noch schlimmer: Alle, die schwarz tragen, sich vermummen, oder sich anderweitig gegen Repression zu schützen versuchen werden als unpolitische Randalierer dargestellt, obwohl sich viele nur deshalb Vermummen, bzw. Helme, Gasmasken etc. tragen, damit sie spontanen Übergriffen der offensichtlich extrem übermotivierten Polizei, des Militärs oder der 'Paramilitärs' nicht schutzlos ausgeliefert sind. Das das gelegentlich notwendig ist haben wir ja in Göteborg, Genua und bei vielen anderen gelegenheiten gesehen.
Nochmal ein Statement meinerseits zu gewalt im allgemeinen: Zur Verteidigung gegen übergriffe, OK, aber irgendwelche kleinen Geschäfte, Cafés etc. ohne vernünftigen Grund zu verwüsten oder ohne realen Grund Bullen mit Steinen zu beschmeißen find ich scheiße! (allerdings: Als ich gehört hab, daß sie McDonalds und ein Lufthansa-Büro zerlegt haben, hab ich mich schon gefreut!)

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456 23.07.2001 - 13:20
benötige nochmal dringend den link, zu der falschmeldung mit den angeblich bestellten leichensäcken in genova.
wäre schön wenn mir den jemand geben könnte, finde den bericht hier nämlich nicht mehr...
schon mal im vorraus danke!

ernie 23.07.2001 - 13:22
Und dann sind da noch die Internet-revoluzzer, die den lieben langen Tag auf ihrem aufgeweichten Arsch sitzen und gerne Schiedsrichter spielen wollen was nun "guter" und was "böser" Protest ist. Und natürlich sind's die auch die die Bewegung für sich in Anspruch nehmen wollen. Und jetzt fangen sie das heulen an, weil die Presse und die regierungschefs sie nicht mehr lieb haben wollen. Die militanten gab's schon von Anfang an in der bewegung, ich weiss nicht wie irgendjemand darauf kommen kann, die wären nicht Teil der bewegung? Nur weil nach eurem subjektivem empfinden alles viel zu krass war? Aber für deren Inhalte interessiert ihr euch ja auch kein Stück, die Aufrufe und texte gibt's im Internet zu lesen, worauf ihr euch eilasst ist auf die Fokkussierung auf die gewalt die ihr selbst so kritisiert.

Lieber raus auf die Strasse als tipptipptipp

Das Leben erleben 23.07.2001 - 13:37
Noch nie auf ner (nicht staatstragenden) Demo gewesen(das tropft mehrfach durch), Zeit für stundenlanges eintippen von
Jahrzehntelang wiederlegten Positionen----keinen Schimmer, Absicht,Bullen ?----- Ob das, was behauptet wird, stimmt ist entscheidend. Ich sag, es widerspricht Meinen(!) Erfahrungen.

Deutscher Dogmatismus

Mao stinkt! 23.07.2001 - 13:45

Was ich wirklich heftig finde, daß die freunde des schwarzen Block ein so krasses Problem mit Kritik haben. Niemals
würden sie zugeben, sich geirrt zu haben. Die Freunde des schwarzen Blocks haben nicht das geringste mit
Anarchismus zu tun (wer kam eigentlich auf die unsinnige Idee sowas je zu behaupten?). Der schwarze Block besteht
zum größten Teil aus dogmtischen Kommunisten. Absolutistische Wahrheiten werden da verbreitet. Selbst wenn ihr
die Bilder von den Zivis sehen würdet, würdet ihr eine schnippische Bemerkung dazu parat haben. Wenn ihr mal
nicht weiter wisst, dann ergeht ihr euch in Beleidigungen. Klar, Gewalt ist für Euch die einzige Sprache die Ihr
sprechen wollt. Alle anderen scheiss Hippis (incl. der von Euch gehassten Tute Bianches), die ruhig von den Bullen
aufs Maul bekommen können. Mal nachzudenken und zu reflektieren ist verhasst. Ihr denkt nur in kurzen
Flugblatttexten. Daher meine Frage an die "tollen" MÄNNER: Was ist der Unterschied zwischen einer Scheibe,
die von einem Bullenprovokateur und einem Kommie aus dem schwarzen Block eingeschlagen wurde? .....
Wenn ja die Existenz von Agent Provocateurs eine geschickte Lüge von Indymedia und den Illuninaten ist: Was
findet Ihr daran so geil, einem Journalisten die Beine zu brechen, wie in Genua geschen?


"Engel", komm mal runter!

.. soll keiner drin wohnen als Jesus allein. 23.07.2001 - 13:54
du tust ja als ob der schwarze block die "gewaltfreien" zusammengeschlagen und mit tränengas eingedeckt hätte! ich will gerne glauben das die bullen provokateure in schwarzer kluft einsetzen (allerdings wäre die veröffentlichungen von beweisen langsam an der zeit!) aber deine behauptung es wären die militanten die die gewalt verursachen ist sehr kurzsichtig. sie berücksichtigt weder die tägliche mörderische gewalt des kapitalismus noch all die staatsgewalt die aufgefahren wird um seine spitzenevents zu schützen und jede kritik an den stahlbarrieren abprallen zu lassen.

Genau sowas meinte ich!

Soldaten sind Mörder 23.07.2001 - 14:03
"du tust ja als ob der schwarze block die
"gewaltfreien" zusammengeschlagen und mit
tränengas eingedeckt hätte!"
Ja, genau sowas ist passiert: Der Block der Tute Bianche wurde gesprenkt und in Nichtmilitanten Demoteilen Deckung gesucht, um da Steine heraus zu werfen.

" ich will gerne
glauben das die bullen provokateure in
schwarzer kluft einsetzen (allerdings wäre die
veröffentlichungen von beweisen langsam an der
zeit!)" Liefen im italienischen Fernsehen "aber deine behauptung es wären die
militanten die die gewalt verursachen ist sehr
kurzsichtig. sie berücksichtigt weder die tägliche
mörderische gewalt des kapitalismus noch all die
staatsgewalt die aufgefahren wird um seine
spitzenevents zu schützen und jede kritik an den
stahlbarrieren abprallen zu lassen." Das meine ich mit kranken Dogmatismus! Das war alos alles strukturelle Gewalt, die aus dem nichts Autos und kliene Läden abgefackelt hat? Ich habe noch nie erlebt, daß ein Kommunist jemals das eigene Vorgehen in Frage stellt. Wie bei George Orwell erwähnt, wirrd hier sogar die Realität weggelogen. Stretegisch unklug vorzugehen ist also für Dich der einzige Weg, weil so der kapitalismus und die Ausbeutung berücksichtigt wird. Was für ein Brainfuck? Warum hängst Du so an diesem System, daß Du einen wirklichen Kampf gegen ihn ablehnst?

Na toll...

Tomasz 23.07.2001 - 14:05
Gestern, Tagesthemen: Ein beyrischer Depp vom BR kommentiert die Ereignisse von Genua. Er ruft die "friedlichen Demonstranten und Organisationen" auf, sich von den "Gewalttätern" zu distanzieren. Überall, in allen Bonzenmedien wird auf eine Spaltung der Bewegung hingearbeitet. Merkt ihr denn nichts? Teile und herrsche! Diese Taktik ist uralt und sollte von einem jeden Deppen durchschaut werden. Also, alßt euch nicht auseinanderdividieren. Es muß doch möglich sein, Militanten und firedlichen Protest zu trennen. Wie wärst mit einem explizit gewaltfreien Block? Alle an ihm Teilnehmenden Organisationen stellen ordner ab, die Gewalttätigkeiten unterbinden und die Militanten können in den anderen Blocks action machen (Tutti Blanko/Schwarzer usw.). Die ordner des Gewaltfreien Block würden angewiesen, alle randalierer als bullenprovokature zu betrachten, sie zu isolieren und aus der Demo zu schmeisen. Sooo schwer ist das doch nicht, könnte über das GSF organiseirt werden.... Verdammt, es ist doch wirklich nicht nötig, sich gegenseitig zu verunglimpfen und das spielchen des Staatsschutzes zu spielen.
Tomasz

Laß Mao in Ruhe!

MaoAm 23.07.2001 - 14:09
>Was ich wirklich heftig finde, daß die freunde des >schwarzen Block ein so krasses Problem mit Kritik haben.

äh.. Kritik heisst nicht Halbwahrheiten und Diffamierungen zu verbreiten..

>Der schwarze Block besteht zum größten Teil aus >dogmtischen Kommunisten.

Aha, der Feind des freien Westens, der Einehe und der Reinheit der Körpersäfte!

>Absolutistische Wahrheiten werden da verbreitet.

Du hast offenbar weder eine Ahnung von Absolutismus, noch von Kommunismus, noch von sonst Irgendetwas.

>Selbst wenn ihr die Bilder von den Zivis sehen würdet,

ja wo bleiben sie denn? Vielleicht haben deine Illuminaten sie gefressen?

23.07.2001 - 14:11
"Also,
alßt euch nicht auseinanderdividieren. Es muß
doch möglich sein, Militanten und friedlichen
Protest zu trennen. " Wie soll das gehen, wenn die eine Seite unfähig ist auf Kritik zu reagieren und sich im Besitz der absoluten Wahrehiet wähnt? Wie soll das gehen, wenn die einen Arbeit für die Bullen machen und es danach auch noch verleugnen, weil sie zu schwach sind, Fehler einzugestehen? Deswegen werden alle, die dafür sind, strategisch Vorzugehen und die sagen "ey, denkt mal kurz nach" als scheiß Hippies bezeichnet? Wie kommst Du darauf, daß ich explizit gewaltfrei bin? Ich habe kein Problem mit Militanz. Die Gewalt-Kommies sind aber nicht militant, da Militanz Strategie voraussetzt. Die sind einfach reaktionäre Iditen mit den selben Methoden wie die Bullen.
(Ist übrigens die Kritik an den Kommies. Ich will nicht nur eine bessere Wirtschaftsform, sonden auch gesellschaftliche weiterentwicklung und kein neues Mittelalter)

Laß Mao in Ruhe!

MaoAm 23.07.2001 - 14:14
>Was ich wirklich heftig finde, daß die freunde des >schwarzen Block ein so krasses Problem mit Kritik haben.

äh.. Kritik heisst nicht Halbwahrheiten und Diffamierungen zu verbreiten.. du super-duper tolleRER MannFrau..

>Der schwarze Block besteht zum größten Teil aus >dogmtischen Kommunisten.

Aha, der Feind des freien Westens, der Einehe und der Reinheit der Körpersäfte!

>Absolutistische Wahrheiten werden da verbreitet.

Du hast offenbar weder eine Ahnung von Absolutismus, noch von Kommunismus, noch von sonst Irgendetwas.

>Selbst wenn ihr die Bilder von den Zivis sehen würdet,

ja wo bleiben sie denn? Vielleicht haben deine Illuminaten sie gefressen?

selberdenken

Soldaten sind Mörder 23.07.2001 - 14:15
Ah schön, MaoAm demonstriert hier was mit den Vorwürfen gemeint ist: Kritik ist gleich Diffamierung. Feine einfache Welt. Wer Absolutismus und Dogmatismmus geißelt hat also gar keine Ahnung. Wie sieht Deine Traumwelt aus? Mittelalter oder eher MadMax? - Schon mal auf die Idee, daß sich Deine Führer geirrt haben?

selberdenken

Soldaten sind Mörder 23.07.2001 - 14:17
Hört sich übrigens nach Bulle an, wenn Du sagst es gäbe gar keine Zivi-Bullen. In Berlin kam mal über ein Bullenfunkmittschnitt raus, daß 50 Zivis am 1.Mai ein Auto abgefackelt haben. Ich weiß für Dich Lügen von "Spaltern" - Warum wirst Du nicht Bundeswehrsoldat?

spaltungstendenzen in uns

lars laterne 23.07.2001 - 14:25
hallo engel usw... natürlich kann es sein wenn man etliche postings liest, man weiß das der staatsschutz gerne bei diskussionen mitmischt und spaltungstendenzen mit krassen postings herbeiführen will. (wenn du, aus deiner subjektivistischen sicht, aus anderen gründen, ähnliche gedanken hast,ist dir das unbenommen- wer könnte es sich erlauben dir da vorschriften zu machen)aber wundere dich nicht das da erstmal der gedanke an bullenpostings aufkommt.
denn nun wird ganz klar verstucht eine bewegung zu spalten, schwächen, zu teilen in "gute" und "schlechte" demonstranten (wie schon bei der akw-, friedens-,hausbesetzer-, und antifabewegung) teile und herrsche ist dir doch ein begriff!
was ich mir wünsche ist die unterschiedlichen gedanken (auch und gerade deine) und militantere in vielleicht heftiger diskussion, aber vorallem in solidarischer atmospäre (konkret: in der bestürzung und trauer über einen mord wie an carlo), denn am falschen ort in der falschen strasse hätte das in genua allen passieren können.
da gab es keine sicherheit, weil man ja so friedlich ist, das hat die polizei nicht gestört.
ich empfehle jedem die nur auf friedlichen weg das glück der welt erreichen wollen ( und ich will hier nicht dumpfe gewalt akzeptieren)den taz-kommentar von eberhard seidel, seite 11, taz von heute 23.07.01. keep your minds open.

und zu newcommer, du bist entweder ein kiddie: dann schaffe dir ein fundiertes politisches bewußtsein und labber nicht so einen quatsch, - oder du bist ein bulle: dann willst du hier stimmung machen und spalten - oder ein fascho: willst provozieren, was suchst du hier eigentlich !
dein posting ist überflüssig und dumm, militantens verhalten auf demmos kann manchmal effektiv sein, ist aber ein selbstzweck - geh sonst zu 'ner einbrechercombo in deiner nähe, denn mit politischem denken hat dein eintrag nichts zu tun

enttäuschung

xxx 23.07.2001 - 14:28
genau das was hier läuft, ist es was spaltet. solange es nicht möglich ist solidarisch zu sein und kritik anzunehmen, ist die gefahr einer spaltung da. warum lehnen es so viele ab, sich selbst kritisch zu hinterfragen? ist eine zerstörung der bewegung der preis, der es wert macht, das eigene ego hochzuhalten und stolz(=macho-zeug) zu bewahren?

@mao stinkt

lars laterne 23.07.2001 - 14:33
manches in dienem statement is right, aber was war das mit dem journalisten mit gebrochenen beinen, wo hast du das wieder her, warst du etwa dabei oder eher sicher daheim vor deinem héimichen pc und machst dir tolle theoretische gedanken, wie die demos schöner und effektiver wären.
habe nämlich noch nichts von reportern gehört , denen der böse "schwarze block" beine brechen.... lasse mich informieren wenn das tatsächlich stattgefunden hat. also bitte butter bei die fische und keine geschichten erzählen.

An die Bullen hier

xxx 23.07.2001 - 14:59
hat keine zweck es zu leugnen. aus einem anderen kommentar: Dass es sich bei vielen jener im "Schwarzen Block" um Zivilbullen handelte ist nicht unbewiesen! Am
Sonntag Abend wurde im italienischen Fernsehen RAI 3 in den landesweit ausgestrahlten Nachrichten
mehrere Viedeoaufnahmen gezeigt von vermummten und behelmten "Demonstranten" mit Eisenstangen die
aus den Kasernen der Polizei und Carabinieri rein und raus laufen, die in Polizeiwannen ein- und
aussteigen und eine Aufnahme (mit Ton teilweise!) wie 5-6 "Vermummte" sich an der Ecke der Via Torino
- wo am Samstag die Demonstration von der Polizei mit Tonnen von Tränengas eingedeckt und geteilt
wurde - sehr lange mit einem höheren Polizisten unterhalten und militärische Planungen vornehmen (das
war an Wort- und Satzfetzen zu hören. Andere Zeugen berichteten übrigens davon das daran nicht nur
italiensiche sondern auch spanische, französische und deutsche Zivilbullen beteiligt waren!! Verwunderlich
war auch, dass die Polizei die Angriffe auf die restlichen Demonstranten konzentriert hat. Ich bezweifle nicht,
dass auch einige GenossInnen dabei waren, die glaubten ihr vorgehen sei in der Situation das Richtige.
Doch die Ereignisse und das Vorgehen der Polizei, sowie die Sympathie der BewohnerInnen der Stadt
Genua für die G8-GegnerInnen, sollte alle dazu anregen noch einmal ernsthaft darüber nach zu denken
welche der Zerstörungsaktionen sinnvoll waren und welche (unabsichtlich) der Polizeistrategie zugearbeitet
haben

Spaltung

Nickname 23.07.2001 - 15:12
Eine Spaltung darf es natürlich nicht geben. Sie beginnt jedoch schon, wenn Leute den kompletten Schwarzen Block dissen, z. B. weil kleine Geschäfte zerstört wurden. Das waren Arschlöcher oder Zivi-Arschlöcher. Der Schwarze Block besteht aus Individuen, also bitte keine Verallgemeinerungen! Die Mehrzahl des schwarzen Blocks hat gezielt Banken, Tankstellen und Bonzen Autos plattgemacht. Außerdem haben sie kein Problem mit Leuten, die friedlich demonstrieren wollen. In Wirklichkeit haben die Friedlichen Demonstranten auch nichts dagegen, wenn Banken brennen. Akzeptiert die verschiedenen Protestaktionen, was auch immer ihr machen wollt. Genau aus diesem Nebeneinander heraus ist die Anti-Globalisierungsbewegung entstanden.

Dabei sein?

Beobachter 23.07.2001 - 15:15
Der Vorwurf "Schreibtischtäter" ist ja nun wirklich dämlich. Ja, ich bekenne: Ich war nicht in Genua und habe trotzdem eine Meinung!
Ich muß nicht überall dabei gewesen sein, nur um mir eine Sicht der Dinge zu ermöglichen. Zudem ist es ja nicht so, daß alle, die irgendwo dabei sind hinterher auch das gleiche gesehen und erlebt haben, geschweige denn zu den gleichen Schlüssen kommen. Und über die Frage der Gewalt, der Protestformen, den Zielen etc. kann ich mir auch so Gedanken machen.

Und zudem: Wo haben die Kämpfer gegen die "strukturelle Gewalt des Kapitalismus" o.ä. denn ihre Erfahrungen her? Ich habe ja die Vermutung, daß viele davon sich auch lieber mit Polizisten prügeln als in der Obdachlosenküche Mittagessen verteilen (Ausnahmen mag es geben).

subjektiver bericht

käpt´n ahab 23.07.2001 - 15:24
wieviele von euch die hier mit diskutieren und fronten aufbauen, waren eigentlich in genua und konnten sich dort ein eigenes bild machen und wieviele sind auf die informationen von anderen angewiesen ?
ich selbst war in genua und was ich an eindrücken und erfahrungen dort gemacht habe, widerspricht sich hart zu dem was und wie hier diskutiert wird ! genua war eine krasse erfahrung für mich, denn bevor ich gefahren bin, war einer meiner festen grundsätze, das es überhaupt keinen sinn macht, weder moralisch noch medien-politisch, steine auf polizisten zu werfen; am freitag in genua hab´ich es jedoch selbst getan. warum?
die gemeinsame zielvorstellung meiner gruppe war es, so offensiv wie möglich, aber auch so gewaltlos wie möglich vorzugehen. deshalb wollten wir uns dem zug der TB anschließen.. da diese jedoch wegen des unwetters in der nacht ihr notwendiges training am vormittag machen mussten, war klar, dass sie später als andere gruppen loslegen würden. deswegen gingen wir gegen 12.30 uhr in die stadt zum treffpunkt der militanten gruppierungen. dort bot sich uns ein sehr buntes bild eines breit gefächerten spektrums. alle radikalen politischen gruppierungen(anarchisten,kommunisten, basisgewerkschaften..), alle altersstufen und alle möglichen kleidungsvorlieben waren vorhanden. schon bald begannen kleine gruppen anliegende banken und immobillienengeschäfte zu zerstören, was alle versammelten wohl auch gut fanden. daraufhin setzte die polizei (was sich später als ihre haupttaktik herraus stellen sollte) aus der distanz tränengas ein, traute sich aber nur zögerlich näher, da sie wohl nur ungern ihre dichte verteidigungsstellung aufgab, um sich in den gassen auf hetzjagden einzulassen. was nicht heißt, das sie nicht vorrückte oder die leute gewähren ließ, sie schoß sehr viel tränengas und rückte auf breiter front und zunehmend stärker vor. der menge von vielleicht tausend menschen, die ich irgendwie überblicken konnte zog sich zwar unter heftigen rückzugsgefechten zurück, tat es nachdem sie aber alle banken und konzernfillialen in den jeweilligen straßen zerstört hatten auch willig, um in neue straßenzüge zu gelangen. nachdem wir, also die menge in der ich mich befand, mehrere hundert zurück richtung carlinni stadion abgedrängt wurden, beschlossen wir in unserer kleingruppe auf die TB zu warten, da wir mit der situation unzufrieden waren, da zum einen die ersten begannen völlig auszuticken und auch versuchten kleine geschäfte( versuchten; sie wurden von der masse davon abgehalten) anzugreifen und auch die geklauten autos einer sixt-fillialen ohne strategischen nutzen (barrikade) oder besonderen zeichnung (medien!) abgefackelt wurden und zum anderen nicht ein einziges mal versucht wurde, die rote zone direkt anzugreifen! das militante konzept war für mich gescheiter.der mob zog irgenwo weiter, während die TB endlich erschienen. es war ein wunderbarer anblick wie diese menschen ausgerüstet mit riesigen schildern und selbstgebastelten körpernschützern, helmen,gasmasken und taucherbrillen die straße herunter kam und sich wie wir unzählige menschen mit einreihten. eine ungeheure entschlossenheit und selbstdisziplin ging von diesem zug aus. es mögen wohl an die 10 000 gewesen sein, bis urplötzlich die polizei den zug mit ihren bussen und einsatzwagen stoppte und ungeheure mengen von tränengas in die menge schoß - . der ganze zug war gezwungen kehrt zu machen und unter dem hagel von tränengasprojektilen, die bis in die hinteren reihen geschossen wurden und denen die meißten schutzlos ausgeliefert waren, sich mehrere hundert meter bis zur näxten seitenstraße zurück zu ziehen, dabei wegen des gases halbblind mitten in der menge unter hustanfällen, einige auch mit blutüberströmten hinterköpfen. als ich später von einem( und gerüchteweise auch von mehreren ) toten hörte, war ich überzeugt, dass es in dieser situation geschehen sein musste.
als diese riesige friedliche, aber entschlossene und am besten ausgerüstete gruppe so berechnend und gewalttätig zerschlagen worden war, erst dann gingen wirklich die riots los! in allen straßenzügen zwischen dem meer und mindestens der hauptstraße warfen sich die unterschiedlichsten menschen der polizei entgegen. meinen schätzungen nach waren es bestimmt zehntausend menschen, die mehr oder minder aktiv gegen die polizeiketten, die vor dem zaun standen vorgingen oder sich zumindest solidarisierend hinter die "steinewerfer " stellten. darunter auch viele genuesen, die gartenschläuche (gegen das tränengas), hämmer ( zum zerkleiner der steine !!!) oder essen herbeischleppten ! die wenigen gewaltätigen anarchos und die vielen friedlichen demonstranten gab es am freitag nachmittag nicht. es gibt keine einordbaren gruppen und es gab sie nie ! die kleine anzahl militanter die am vormittag begonnen hatte, die banken zu verwüsten, hätte es nie geschafft, die bullen so weit zurück zu drängen, wie es die ungeuer heterogene masse am freitag nachmittag für eine gute halbe stunde geschafft hatte. an der ecke wo ich mich befand, war der weg zum zaun frei, er konnte nur nicht gegangen werden, weil noch ungeheure mengen tränengas aus den seitenstraße geschossen wurde und es letztenendlich so viel wurde, das die kreuzung wieder geräumt werden musste (die mit dem brennenden carabinieri-bus). dann wurde der beschuss allgemein zuviel, das in den näxten zwei stunden, die polizei das gesamte viertel raümen konnte.(weiter n. fiel auch dann ungefähr der berühmte tragiscge schuss )
leider(und das meine ich sehr ernst !) war es für mich persönlich nicht möglich friedlich, nicht-militant aber offensiv gegen den gipfel vor zu gehen, und ich glaube, sehr vielen, wenn vielleicht auch nicht allen ging es genauso!
militanz ist wie jedes andere konzept auch, nicht die ideale protestform, für genua fand ich es persönlich die wirkungsvollste, weil jede andere protestform außer fahnenschwenkend in den randgebieten der stadt rum zu latschen gewaltvoll niedergeschlagen wurde. bei aller scheiße, die während der ausschreitungen passiert sind (kleinwägen etc..), fand ich das verhalten einiger angeblicher pazifistInnen, denen es nicht genug war vermummte menschen (remember tränengas!) sofort als "assassini" zu beschimpfen, sondern stöcke und latten in den rücken von leuten zu werfen, die gerade eine banke zertören, viel erschreckender ! wie immer sind auch die kommentare auf IMC kaum zu ertragen : die polizei und die g8 haben allen verlautbarungen entgegen keinen unterschied zwischen den angeblich existierenden gruppen gemacht. spätestens mit der erstürmung des media-centers und des genua social forums, die am vortag die verantwortung für den toten noch den gewaltätigen anarchisten angelastet hat, sollte dies doch klar werden! kritisiert die protestformen, die ihr für sinnlos und falsch findet, aber hört endlich auf euch von anderen menschen zu distanzieren,abzugrenzen und auschließen zu wollen !!! revolution oder veränderung wird sowieso nicht auf ihren gipfeln stattfinden, sondern in unserem aller täglichen leben!
ich bericht hier nur , was ich oder meine engsten begleiter auch wirklich gesehen und wahr genommen haben! gegen: Gerüchte ! scheinbaren wahrheiten ! und idealen vorgehensweisen !!!
solidarische grüße an alle !!! die für eine gerechtere und friedlichere welt streiten

an näxter eventsucher

op 23.07.2001 - 15:39
Du hast ja keine Ahnung!Wenn du Gas brauchst, kauf dir's und zieh es dir rein.Aber hier gehts um mehr.

Noch mehr Gedanken

ich war in göteborg 23.07.2001 - 15:49
Zum Kommentar von Nickname: " In Wirklichkeit haben
die Friedlichen Demonstranten auch nichts dagegen,
wenn Banken brennen. " Zum Kommentar von Beobachter: "Ich habe
ja die Vermutung, daß viele davon sich auch lieber mit
Polizisten prügeln als in der Obdachlosenküche
Mittagessen verteilen (Ausnahmen mag es geben)." Ich glaube hier hast du einen wichtigen Punkt
angesprochen. Es gibt Leute, die hassen den Staat und haben keine Alternative oder eine Utopie. Was übrig bleibt
sind ritualisierte Aktionenen, die kontraproduktiv sind. Kritik wird niedergeschrien. Wenn dann jemand sagt: "Wenn
Du so bist, hab ich keinen Bock auf Dich", wird mal sofort als Spalter beschimpft. Dabei spalten die, die sich weigern
solidarisch und offen miteinander umzugehen.
den Augenzeugenbericht finde ich sehr wichtig. Er macht klar, daß Notwehr richtig ist und es ein Fehler wäre, die
Zersplitterung voranzutreiben. Was ich mir Wünsche: Solidaritöt und Offenheit. Kritik muß ernst genommen und nicht
nur abgeblockt werden.

all power to the people

Buenaventura 23.07.2001 - 15:49
wer war auf der G8 Demo vor ?2? Jahren in Köln. ich glaube wir waren 40000 DemonstrantInnen. Es kam NIX im Fernsehen und vielleicht mal ne Randnotiz in den Zeitungen. Klar hätten 200000 diesmal mehr Eindruck gemacht. Aber nicht so einen starken. ausserdem wären ohne die Riots davor gar nicht so viele gekommen. Klar versaut Gewalt die Message ganz schön, weil das die Mehrzahl Scheisse findet. Aber zumindest haben wir Aufmerksamkeit. Ganz friedlich scheints halt nichts zu bringen. es gibt natürlich Grenzen was man macht, und es sollte auch von Fall zu Fall überlegt werden. Beim Castor finde ich Gewalt kontraproduktiv. aber da kann frau sich auch anketten. jedenfalls ist die Gewalt die von Kapital und Staat ausgehen so enorm, dass es moralisch absolut gerechtfertigt ist sehr weit zu gehen, wenn es wirklich hilft. das Konzept der weissen Overalls finde ich aber ab jetzt das absolut beste Mittel, da hier Druck ausgeübt wird ohne riesige Teile der Bevölkerung gegen sich aufzubringen. wir sollten die Diskussion auf jeden Fall auch sachlich und solidarisch führen.

Letzter Kommentar

Beobachter 23.07.2001 - 15:58
Ok, ich gebe auf! Ich verstehe es einfach nicht mehr!!

Da will jemand "offensiv aber nicht militant" demonstrieren, geht dann - weil seine Lieblingsgruppe (TB) gerade nicht da ist - zu den Militanten, die "schon bald begannen kleine gruppen anliegende banken und immobillienengeschäfte zu zerstören, was alle versammelten wohl auch gut fanden."
Der Autor wohl auch. Aber halt! Banken ist ja scheinbar ok, aber dann: "da zum einen die ersten begannen völlig auszuticken und auch versuchten kleine geschäfte( versuchten; sie wurden von der masse davon abgehalten) anzugreifen und auch die geklauten autos einer sixt-fillialen ohne strategischen nutzen (barrikade) oder besonderen zeichnung (medien!) abgefackelt wurden" ist er gegangen. Ok, also Leihwagen anzuzünden ist ok, muß bloß Sinn machen, kleine Geschäfte sind natürlich nicht ok. Also daß geht ja nicht!

"während die TB endlich erschienen. es war ein wunderbarer anblick wie diese menschen ausgerüstet mit riesigen schildern und selbstgebastelten körpernschützern,
helmen,gasmasken und taucherbrillen die straße herunter kam und sich wie wir unzählige menschen mit einreihten. eine ungeheure entschlossenheit und selbstdisziplin ging von diesem zug aus" Nein, wie romantisch! Echte Helden in weiß!

Und dann die Polizei: "als diese riesige friedliche, aber entschlossene und am besten ausgerüstete gruppe [die Demonstranten] so berechnend und gewalttätig zerschlagen worden war". Mir kommen die Tränen!

Sorry, das Thema ist eigentlich zu ernst für solche Ironie, aber da kommt mir langsam echt das kalte Kotzen!!
Wer gibt jemanden das Recht, Banken anzuzünden? Mit Steinen auf Menschen zu werfen? Und es gab genug Bilder (z.B. das mit dem toten Demonstranten) wo Demonstranten einzelne Polizeiautos absolut gewalttätig angreifen. Es tut mir leid: Aber ich kann den Polizisten verstehen, der geschossen hat - wenn es aus Angst war, Angst um sein Leben. Und der Angreifer ist auch KEIN MÄRTYRER! Hättet Ihr auch alle um einen toten Polizisten geweint? Oder ist das kein Mensch mehr für Euch?!! Sondern nur einer von den Feinden - mit den kann man das ja alles machen (anzünden, erschlagen, verbrennen...).

Und mal ehrlich: Wer eine Bank anzündet, braucht sich hinterher nicht beschweren, daß die Polizei ihn mit Tränengas beschießt. Das finde ich sowieso so verlogen hier: Jede Scheiß die 'ihr' macht ist moralisch ok, aber die böse, böse Polizei... Klar, bei denen läuft auch viel Scheiße, da sind ARschlöcher dabei ... aber sollen sie zusehen, wie irgendwelche Idioten Straßenzüge plündern und in Brand stecken?! Ich bin mir ziemlich sicher: Wäre es bei friedlichen Protesten in Genua geblieben, dann hätte es keinen Toten gegeben, dann wäre viel mehr von den sinnvollen Anliegen rübergekommen.
'Ihr' tut mir leid! 'Euch' sind echt die Maßstäbe von Menschlichkeit und Verhältnismäßigkeit abhanden gekommen. Ihr habt nur noch Eure alles rechtfertigende Freund-Feind Ideologie, die Euch scheinbar den Freifahrtschein für jede noch so unsinnige und brutale Handlung gibt.

Antisemit!!!!!

antideutscher 23.07.2001 - 16:00
Wieso wird hier ein Text von Pirker kommentarlos gepostet?Er hat sich mit seinem dümmlichen Gewäsch in der national-bolschewistischen jungen welt wiederholt als eifriger Antisemit hervorgetan!!!!!!Nieder mit Deutschland!!

Typische Flugi-Weisheiten?

der der in göteb war 23.07.2001 - 16:04


"wer war auf der G8 Demo vor ?2? Jahren in Köln. ich glaube wir waren
40000 DemonstrantInnen. Es kam NIX im Fernsehen und vielleicht mal
ne Randnotiz in den Zeitungen."
Kommt darauf an. In einigen Zeitungen wurde mehr in anderen weniger berichtet. In Nizza (EU-Gipfel 2000)
gab es auch Randale - es wurde in kaum einer Zeitung auch nur erwähnt, daß 70 000 Menschen dort waren und es in
mehreren französichen Städten Actions gab, weil die Bullen eine Fahr nach Nizza verhinderten.

"Klar hätten 200000 diesmal mehr
Eindruck gemacht. Aber nicht so einen starken. ausserdem wären ohne
die Riots davor gar nicht so viele gekommen. Klar versaut Gewalt die
Message ganz schön, weil das die Mehrzahl Scheisse findet. Aber
zumindest haben wir Aufmerksamkeit. Ganz friedlich scheints halt nichts
zu bringen. es gibt natürlich Grenzen was man macht, und es sollte auch
von Fall zu Fall überlegt werden."
Das ist eibfach Unsinn: Schon Tage vorher war Genua DAS Thema überhaupt. Über die friedliche
MigrantInnen-Demo wurde überall auf Seite 1 berichtet. In der Frankfurter Rundschau war eine fette Sonderseite,
die ziemlich gut die verschiedenen Protestbewegungen und ihre Ziele beschrieb. Und das sehr Wohlwollend. Sieh
Dir mal Zeitungen von letzter Woche an. bevor Du solche Sachen schreibst!

"Beim Castor finde ich Gewalt
kontraproduktiv. aber da kann frau sich auch anketten. jedenfalls ist die
Gewalt die von Kapital und Staat ausgehen so enorm, dass es moralisch
absolut gerechtfertigt ist sehr weit zu gehen, wenn es wirklich hilft. das
Konzept der weissen Overalls finde ich aber ab jetzt das absolut beste
Mittel, da hier Druck ausgeübt wird ohne riesige Teile der Bevölkerung
gegen sich aufzubringen. wir sollten die Diskussion auf jeden Fall auch
sachlich und solidarisch führen." Uneingeschränkte Zustimmung! Der Unterschied zwischen den
Tute Bianches und dem schwarzen Block ist übrigens die kritische Auseinandersetzung mit sich selbst. Vertreter des
schwarzen Block versuchen ja immer alles so zurechtzubiegen, daß die anderen die Idioten sind. Trotzdem finde ich
daß der schwarze Block in manchen Situationen seine Berechtigung hat. In Genua wurden aber Fehler
gemacht, die ein Um- oder (zumindest) Nach-denken erfordern!

Einheit der Unterschiede

Politourist 23.07.2001 - 16:34
In Dieser Diskussion wie in den etablierten Medien werden beständig Zuteilungen benutzt, die mehr oder weniger frei erfunden sind. Das beste Beispiel dafür ist wohl der "Black Block", der je nach eigener Position ausschließlich aus agents provocateurs, Arschlöchern oder GenossInnen besteht. Klar sollte sein, daß bei Mobilisierungen wie in Genua jede nur erdenkliche Form sogenannter "Linker" sich widerfindet. Daran läßt sich durch Diskussionen nichts ändern, und das ist gut so.
Anstatt nun den Distanzierungs/Zuordnungstango zu tanzen sollte sich darüber ausgetauscht werden, wie es möglich wäre, daß sich die unterschiedlichen Aktionsformen zumindest nicht ausschließen. Klar geht es nicht an, wenn z.B. die weißen Overalls ihre Aktion aufgrund von Querulanten nicht durchführen können (hier liegt der Gedanke an Provokateure übrigens am nächsten). Aber das kann kein Argument gegen den offen-militanten Widerstand sein. Ohne diesen hätten die internationalen Mobilisierungen niemals den Stellenwert erreicht den sie heute haben.
Die Frage, die sich jeder und jedem stellt ist die, wie gegenseitige Behinderungen im Vorfeld organisatorisch ausgeschlossen werden können. Dabei müssen betrunkene Punks, gewaltbereite Peacrenicks und Bullenprovokateure mitbedacht werden, wegreden lassen die sich nicht.
Im Rahmen der netzwerkartigen Mobilisierung stellt das ein Problem dar, kaum jemand weiß ja, wer eigentlich alles mit dabei ist.
Ändern lassen sich solche Strukturen sicher nur bedingt. Wer die Probleme aber in der schlechten alten Gewaltdiskussion sucht, sitzt entweder der Medienhype oder der eigenen (dummen) Propaganda auf.

Buenaventura 23.07.2001 - 16:35
der in Göteborg war: was denkst du denn warum der Gipfel so viel Aufmerksamkeit hatte. ich währe ja froh wenn es nicht so wäre, aber es ist so: wegen der Riots. ohne die wäre doch die ganze Bewegung nicht wirklich zur Bewegung geworden, obwohl ich weiss, dass das Gros der Bewegung peaceful ist.
aber was wahr denn so besonders an Seattle? an Prag Nizza Göteborg und einfach allen Treffen. die militanten GenossInnen haben Bewegung in die Bewegung gebracht. übrigens weiss ich, dass man da auch anderer Meinung sein kann, deswegen ist meine trotzdem kein Unsinn. widerlege lieber!

nationalbolschewisten

vivian 23.07.2001 - 16:44
... herr pirker spricht unangenehme wahrheiten aus und schon erdreistet sich die personifizierte unwissenheit, die es nicht wahrhaben will, das ihresgleichen wieder nur gezielt benutzt wurde... tragisch aber war...
setze dich mit den argumenten auseinander , das ist das , was man von einem normal denkenden menschen verlangen kann.. und antisemitismus ? ..wir fehlen bei soviel schwachsinn, wirklich die worte.....

wie waers mit ner konstruktiven diskussion?

ACN 23.07.2001 - 16:45
momentan sieht das ja aus, als wuerden sich die meisten gegenseitig irgendwelcher sachen beschuldigen, auseinander streiten und am ende nix positives bei rauskommen. ich glaube, dass es nichts bringt, anhand irgendwelcher "kennzeichen" hier kommunisten, anarchisten, autonome, "gewalttaeter", "friedliche", bullen, zivten, faschos etc. enttarnen zu wollen. schlieszlich kann es immer einen grund, der nicht in der zuordnung zu einer dieser schubladen zaehlt, geben, der fuer die hier kritisierten formulierungen verantwortlich ist.

das wichtigste fuer eine konstruktive auseinandersetzung mit kritik sollte sein, dass leute sich hier nicht gegenseitig diffamieren, beleidigen, beschuldigen. das ist nicht erst dann der fall wenn wer jemand als bullen bezeichnet, sondern schon, wenn formulierungen zeigen, dass mensch nix von dem anderen menschen und dessen auffassungen haelt. mit den inhalten auseinandersetzen!

andere kritiken gabs hier ja auch schon einige: z.b. dass grundsaetzliche toleranz fuereinander, fuer andere aktionsformen und denkensarten wichtig ist. wenn dann die einen den anderen immer nur vorwerfen, sie wuerden ihnen gegenueber ja intolerant sein, dann bringt uns alle das auch nicht weiter.

also nochmal ganz knapp:
- keine beleidigungen/diffamierungen!
- erstmal grundsaetzliche toleranz fuer andere aktionsformen/denkensarten!
- nicht spalten lassen!

das ziel unserer diskussionen sollte eine inhaltliche aufarbeitung unserer aktionen sein, um zukuenftig eventuell anders zu agieren. wie das aussehen soll und was und ob sich was aendern soll, wird die diskussion zeigen. wichtig ist ein ergebnis, dass uns alle weiterbringt!

göteb. 23.07.2001 - 16:52
Ich will Dich gar nicht unbedigt widerlegen - ich will solidarität untereinander und ich will, daß kritik erlaubt ist. wenn wir immer nur blind handeln und nichts lernen wollen, werden wir uns selbst zerstören. ich bin keine absoluter gegner von militanz. nur halte ich die formel, die du aufgestellt hast für zu einfach: nizza war nicht in den medien, hätte aber nach deiner definition drinn sein müssen. die proteste in bonn waren drinn und hätten es dir zufolge nicht sein dürfen. ausserdem: ich finde es gut menschen direkt zu erreichen....

streit ist fruchtbar, unity is strength!

banshee 23.07.2001 - 17:43
Ich wollte nur mal kurz sagen, dass wir uns ausgiebig und in der Tiefe mit Strategiedebatten befassen muessen und streiten duerfen. Aber: Unite and fight! Wir duerfen niemals vergessen, wo der wirkliche Feind steht, und dass wir nur gemeinsam stark sind, sonst verschwindet diese Bewegung dahin woher sie gekommen ist: im NIX!
Und ass will sicher niemensch von uns. Also: Ich habe ne Menge Kritik aber ich lasse mich nicht spalten!

Hey Engelchen

Hotzenplotz 23.07.2001 - 18:11
"Der schwarze Block ist nicht Teil der Globalisierungsgegner"- das hast du jetzt mal so bestimmt. Da werden dir die Leute, die du als "schwarzer Block" bezeichnest, was anderes erzählen. Wer bist du denn eigentlich, dass du dir anmaßt, zu entscheiden, wer Teil der Globalisierungsbewegung ist und wer nicht. Die autonome Bewegung gibt´s schon länger als dein Arsch auf dieser Erde weilt, dein spalterisches Gelaber kannst du dir sparen, du wärst bei den Faschisten besser aufgehoben, die grenzen auch munter aus. Wenn es bei den sogenannten "Globalisierungsgegnern" viele so Pissnelken gibt wie dich, frag ich mich, ob es überhaupt lohnenswert ist, "dazuzugehören". An alle andern: Zusammenhalten, ihren Lügen nicht zuhören und weiterkämpfen.
Wir lassen uns nicht spalten!!!!!!!!!!!
Unite and fight!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hippie in Solidarita"t mit dem Black Block

Felix, ein Hippie 23.07.2001 - 18:30
Glaubt eigentlich irgendjemensch, dass wenn u"berhaupt keinE DemonstrantIn randalieren wu"rde, es keine Krawalle ga"be? Die Bullen und die Konzernmedien wollen das, mir hat jemensch aus Salzburg erza"hlt, das ihn ein Reporter gebeten ha"tte, eine Flasche zu werfen, damit er es fotographieren ko"nne!
Ich fu"r mich konnte (bis jetzt) fu"r mich Gewaltanwendung ausschliessen, aber ich fands echt gut, dass mich Menschen mit Gewalt gegen die Bullengewalt gschu"tzt haben.
Und die Kugel ha"tte jeden von uns treffen ko"nnen, Benno Ohnesorg hat auch keinen Stein geworfen.

an die nationalbolschewisten

antideutscher 23.07.2001 - 18:45
lar das dir die Worte fehlen du hast dich ja anscheinend selber noch nicht mit Pirker unqualifiziertem Gewäsch beschäftigt!Zugegeben: Er schafft es meistens die eindeutigen Formulierungen vo Fascho-Flugis zu vermeiden, aber wenn er über Israel schreibt schwingt das im Mantel des Antizionismus daherkommende antisemitische Ressentiment immer mit!Ganz besonders eifrig geisselt er den Zionismus (Werner Pirker in der jw vom 23.07.2001:
Am Anfang standen nicht palästinensische Terroranschläge. Am Anfang des Nahostkonfliktes stand zionistischer Terror.) und versucht ihm seine historische und aktuelle Berechtigung abzusprechen, als hätte gerade heute der Antisemitismus nicht wieder Konjunktur!Aber wahrscheinlich teilst du mit Pirker und dem restlichen deutschen Pack, die gleichen altbekannten Sehnsüchte!

Nieder mit Deutschland!

Lang lebe Israel!!!!!


antideutscher

vivian 23.07.2001 - 19:14
auch wenn du dich noch so bemühst, die geschichte israels kannst auch du nicht umschreiben und es ist bezeichnend dich in der auserwählten ecke der israelischen rassisten zu sehn, die sich durch nichts von den rassisten anderer länder unterscheiden. ein wenig historie würde dir sicher nicht schlecht tun, aber für sowas hat ja der stramme "anti-deutsche" natürlich keine zeit und erstickt lieber in seinem gejammer und seinem eigenen selbstzweck


es ist wirklich interessant, wie unwissenheit zu stärke wird.



Die antideutschen Nationanlbolschewisten

bin Kleinbürger für die 23.07.2001 - 19:20



Da sagen sie sie seien gegen nationalismus und teilen selbst ständig menschen nach nationalität ein. hinter diesen
postings steckt eine kleine faschistische politsekte aus berlin, die darurch auffällt, auf veranstaltungen zu stören.
(den ya bastas haben sie den stinkefinger gezeigt, weil die nicht lenin nachbeten) - naja ziemlich eklig, nicht
beachten. diese antisemitismusvorwürfe haben damit zu tun, daß es für die verboten ist, die israelische politik zu
kritisieren. grund: hitler. dabei vergessen sie, daß auch palestinenser (für antideutsch sog. "untermenschen") auch
semiten sind. naja wie gesagt. lohnt nicht, sind 5 durchgeknallte Männer

Warum

Ulio castre 23.07.2001 - 19:36
was regt ihr euch auf es ist doch klar wie bulle eingreift
diese bericht die aussagen der leute im forum alles alte bekannte tatsachen jede/r
alle ueben fuer denn ernst fall abwehr stratekien ein und regen sich spaeter auf ihr seid noch an einem punkt der nach reformen riecht ihr seht nur sosziale aspekte
und bleibt auf der stellen stehen doch da alles in bewegung ist kommt ihr unter die raeder des kapitals schnell ist jede noch so kurze kritik verschwunden und ein leben ohne weiterentwicklung entsteht

Vorwärts und vergessen!

antideutscher 23.07.2001 - 20:45
Nicht nur das euer Umgang mit dem Begriff Faschismus/Faschist bezeichnenderweise inflationär ist, ihr haltet Israel auch noch für einen X-beliebigen Staat!Ihr habt wirklich gar nichts verstanden!Vorwärts und nicht vergessen, das Neue Deutschland wartet schon auf euch!

was passiert hier nur?

snoopy 24.07.2001 - 11:33
na dann schreib ich auch nochmal was: also, ihr regt euch über spaltung auf, aber was ihr hier in den leserbriefchen von euch gebt, ist genau das gleiche: "bäh, du bist blöd, weil du die meinung vertrittst.." "nee, selber blöd...". Mensch, leute, kapiert's doch endlich, so kommen wir hier net weiter! wenn man das von angesicht zu angesicht ausdiskutieren würde, gäbe es chancen, aber im www verhärten sich nur die fronten. da beharrt jeder auf seiner meinung! Dazu nur mal ein zitat von good ol' Jim Morrison: "There can't be any large-scale revolution until there's a personal revolution, on an individual level. It's got to happen inside first."
okay guys, viel glück!
Kreativer Widerstand und positiver Anarchismus – that's the way it goes!

Buenaventura 24.07.2001 - 13:25
an Gotheborg. ich denke mal dass das ein Versuch der Medien war, die Riots zu ignorieren, um sie abflauen zu lassen. ich denke aber das es ganz klar ist, dass die andauernden Riots einen starken Medienwirksamen Effekt hatten. oder was denkst du, warum das alles jetzt so populär ist, und warum waren bei diesem Gipfel 200000 und nicht nur 40000.Was war denn das besondere an Seattle? erklärs doch mal.ich finde es ja auch nicht gut, dass erst Gewalt ausgeübt werden muss, aber siehr für mich nach einem Fakt aus, dass Gewalt hier nötig war. es ist doch ein Fakt, dass die Bewegung enorm an Aufmerksamkeit und Schwung dazugewonnen hat, daher auch die Berichte von den Protesten in Bonn. aber die Aufmerksamkeit ist ja jetzt erstmal da, und da stimme ich mit dir überein, dass jetzt andere Aktionsformen ansetzen sollten.
ich finde übrigens viele Beiträge hier sehr gut. Unite but think! (wobei, so leid es mir tut, von den antideutschen muss ICH mich abgrenzen!) Solidarische Grüsse

:)

canuzzi 24.07.2001 - 13:57
danke snoopy

AngelasKlein Kommentar

Umberto Haensler 24.07.2001 - 14:44
Angela Kleins Kommentar "Zusammenarbeit Polizei und sog. schwarzer Block" ist schon bösartig. Seit 1968 arbeitet die Polizei und Secret Service mit agent provocateurs um die Bewegung zu spalten und seit 1968 läuft diese Spaltungs-Diskussion Gewalt Ja oder Nein. Es gibt nicht Ja oder Nein - Gewalt ist eine Antwort!

;-)

snoopy 24.07.2001 - 18:29
oder nicht, canuzzi?

randale oder sabotage?

skepsis 24.07.2001 - 20:45
was nutzen solche ereignisse wie der genua-gipfel?
die herrschenden inszenieren ihre macht (denn an inhaltlichem passiert dort ja eh nicht viel).
sie scheinen gelernt zu haben, mit den verschiedenen formen des protestes umzugehen. den "friedlichen" wird geraten, sich erst mal von den "gewalttätern" zu distanzieren, dann würde man vielleicht miteinander ins gespräch kommen können (harhar), die "gewalttäter" schießt man nieder und demonstriert ihnen, daß sie zwar kurzfristig bestimmte gebiete irritieren können, doch die waffen der büttel sind effektiver als steine und latten. und diese waffen werden auch immer unverholener eingesetzt. die legitimität hierbei bewegt sich irgendwo zwischen dem verständnis der "gewaltfreien" für solche einsätze, die ob der beschädigung einer bankfiliale in blankes entsetzen verfallen, und dem immer massiver zu beobachtenden "wir-sind-der-staat-wir-sind-das-recht-und-wenn-wir-jemanden-abknallen-haben-wir-immer-recht" der büttel.
mir scheint, daß eine konzentration des widerstandes auf solche inszenierten events von den herrschenden immer mehr einkalkuliert wird - auch um ihre herrschaft und die (vermeintlich(?)) ausweglose situation der beherrschten zu demonstrieren.
die wirklichen handlungen der herrschenden spielen sich zwischen den gipfeln ab und werden vom größten teil der beherrschten mitgetragen. das sollte nicht vergessen werden.
die frage sollte vielleicht weniger "militanz oder eierkuchen auf dem gipfel?" sondern "gipfel-randale oder sabotage dazwischen?" lauten.