kleine solidemo in berlin
Auch heute gingen in Berlin wieder (leider zu wenig) Menschen auf die strasse, um ihrer Erschütterung über die Vorfäller in Genua Ausdruck zu verleihen.
Etwa gegen 15 Uhr versammeln sich die ersten Demonstranten auf dem Pariser Platz, direkt vor dem Hotel Adlon. Es sind wenige, und dass wird sich auch nicht wesentlich ändern. Als es dann um etwa 16 Uhr losgeheht, haben sich grade mal 150 bis 200 Leute eingefunden und werden misstrauisch von den Besuchern des wohl teuersten berliner Hotels beäugt.
Es geht los! Nein es geht nur auf die Strasse und weiter warten. Selbst die anwesenden Beamten sind gelangweilt. Nach zehn Minuten bewegt sich der Zug - man glaubt es kaum - tatsächlich die Wilhelmstrasse herunter in die Richtung, wo sich die italienische Botschaft bgefindet.
An der Demospitze gibt es Sprechchöre wie "Genua, dass war Mord - Widerstand an jedem Ort" , hinten sprechen die Leute eher über ihre Bekannten, die sich in Genua aufhalten und womöglich verletzt oder verhaftet sind. Die Demoroute ist kurz und so kommt man bald auf einer Kreuzung an, die 100 Meter von der italienischen Botschaft entfernt ist. Diese hundert Meter sind aber derart von der Polizei gesichert, dass es das wohl sinnvollste ist, noch eine kurze Abschlusskundgebung (ohne Megaphon) zu machen und das Ganze dann abzubrechen.
Die Leute sitzen auf der Strasse herum und werden langsam weniger. Ein paar wollen noch zum Auswärtigen Amt demonstrieren , was aber von der Polizei von vornherein ausgeschlossen wird. Einige brechen dann irgendwann auf und gehen zum Potsdamer Platz, wo sich noch vierzig Leuter treffen um mit Trillerpfeifen und Transparenten auf die Ereignisse in Genua aufmerksam zu machen, was von den beliebten berliner Polizeibeamten allerdings nach wenigen minuten gestoppt wird. Gestoppt werden soll, muss mensch eigentlich schreiben, denn so 100 prozentig kriegen sie es nicht hin. Sie versuchen die unangemeldete und ungewollte freie Meinungsäusserung in die U-Bahn zu drängen, aber der freien Meinungsäusserung gefällt das nicht. Plötzlich ist ein Grossteil der restlichen Demonstranten ausserhalb der Polizeikette und läuft in einen der riesigen Konsumtempel am Potsdamer Platz.
In diesem Gebäude hallen die gerufenen Parolen mit grosser Lautstärke und die anwesenden Gäste erschrecken sich. Die Polizei, ist auch gleich da und drängt sie hinaus, wobei ein Transparent entwendet wird und es zu einer kleinen Rangelei kommt. Ein Beamter greift dabei zu seiner Taschenlampe und verhilft einer Demonstrantin zu einer blutenden Taschenlampe. Die Polizei verteilt Platzverweise und nimmt ein paar Leute fest (wieviele ist unklar). Die meisten fahren nun nach hause, einige spazieren noch über den Poltsdamer platz, um es den erstgenannten bald gleichzutun.
fazit: der erfolg der aktion bestand wohl vor allem darin, dass sie überhaupt stattgefunden hat. die öffentlichkeitswirkung dürfte gering sein. Für die teilnehmerInnen war es auch wenig ermutigend, insbesondere für die, die eingefahren sind.
beim nächsten mal besser! hofft
D. DRECK
Es geht los! Nein es geht nur auf die Strasse und weiter warten. Selbst die anwesenden Beamten sind gelangweilt. Nach zehn Minuten bewegt sich der Zug - man glaubt es kaum - tatsächlich die Wilhelmstrasse herunter in die Richtung, wo sich die italienische Botschaft bgefindet.
An der Demospitze gibt es Sprechchöre wie "Genua, dass war Mord - Widerstand an jedem Ort" , hinten sprechen die Leute eher über ihre Bekannten, die sich in Genua aufhalten und womöglich verletzt oder verhaftet sind. Die Demoroute ist kurz und so kommt man bald auf einer Kreuzung an, die 100 Meter von der italienischen Botschaft entfernt ist. Diese hundert Meter sind aber derart von der Polizei gesichert, dass es das wohl sinnvollste ist, noch eine kurze Abschlusskundgebung (ohne Megaphon) zu machen und das Ganze dann abzubrechen.
Die Leute sitzen auf der Strasse herum und werden langsam weniger. Ein paar wollen noch zum Auswärtigen Amt demonstrieren , was aber von der Polizei von vornherein ausgeschlossen wird. Einige brechen dann irgendwann auf und gehen zum Potsdamer Platz, wo sich noch vierzig Leuter treffen um mit Trillerpfeifen und Transparenten auf die Ereignisse in Genua aufmerksam zu machen, was von den beliebten berliner Polizeibeamten allerdings nach wenigen minuten gestoppt wird. Gestoppt werden soll, muss mensch eigentlich schreiben, denn so 100 prozentig kriegen sie es nicht hin. Sie versuchen die unangemeldete und ungewollte freie Meinungsäusserung in die U-Bahn zu drängen, aber der freien Meinungsäusserung gefällt das nicht. Plötzlich ist ein Grossteil der restlichen Demonstranten ausserhalb der Polizeikette und läuft in einen der riesigen Konsumtempel am Potsdamer Platz.
In diesem Gebäude hallen die gerufenen Parolen mit grosser Lautstärke und die anwesenden Gäste erschrecken sich. Die Polizei, ist auch gleich da und drängt sie hinaus, wobei ein Transparent entwendet wird und es zu einer kleinen Rangelei kommt. Ein Beamter greift dabei zu seiner Taschenlampe und verhilft einer Demonstrantin zu einer blutenden Taschenlampe. Die Polizei verteilt Platzverweise und nimmt ein paar Leute fest (wieviele ist unklar). Die meisten fahren nun nach hause, einige spazieren noch über den Poltsdamer platz, um es den erstgenannten bald gleichzutun.
fazit: der erfolg der aktion bestand wohl vor allem darin, dass sie überhaupt stattgefunden hat. die öffentlichkeitswirkung dürfte gering sein. Für die teilnehmerInnen war es auch wenig ermutigend, insbesondere für die, die eingefahren sind.
beim nächsten mal besser! hofft
D. DRECK
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Foto
Video zur Demo vom Sonnabend
ups, sorry...
tatsaechlich...
zum "pessimisten". hör endlich auf rumzujammern und versuche was auf die beine zu stellen!
und noch was: wenn wir uns an der gewaltfrage spalten lassen, haben die bullen mit ihren provokationen genau das erreichtz, was sie damit wahrscheinlich bezwecken wollten!
für anarchie und kommunismus!
Ganz allgemein zu Fotos...