Bonn: Interview mit Arnold Bruns: Spontane Solidemo
Um 12 uhr sammelten sich auf dem Münsterplatz ca. 250 AntikapitalistInnen zu einer Spontandemo gegen die Polizeibrutalitaet in Genua. Arnold Bruns meldete die Demo an.
Indymedia:
Heute um 11.45 Uhr fand in Bonn auf dem Münsterplatz eine Demo zur Weltklimakonferenz mit mehreren tausend TeilnehmerInnen statt um gegen die Klimapolitik der Industrieländer zu protestieren.
Gleichzeitig sammelten sich um 12 Uhr auf dem Münsterplatz ca. 250 AntikapitalistInnen zu einer Spontandemo. Sie meldeten die Demo an. Warum und wofür?
Arnold Bruns:
Die Protestdemo richtete sich gegen die brutale Polizeigewalt beim G8-Gipfel in Genua gegen die ProtestiererInnen. Dabei gab es einen Toten, der von der Polizei erschossen wurde, und eine schwerverletzte Frau.
Indymedia:
Was wurde mit der Polizei bei der Anmeldung der Demo vereinbart?
Arnold Bruns:
Es wurde vereinbart, dass wir die selbe Route nehmen sollten wie die KlimaschützerInnen, die wenige Minuten vorher den Münsterplatz verlassen hatten.Wir sollten dann zusammen zum Hof des Maritim-Hotels im Sicherheitsbereich der Konferenz laufen.
Indymedia:
Am Anfang verlief die Demo problemlos. Dann wurde sie auf der Adenauerallee in der Nähe vom Auswärtigen Amt von der Polizei gestoppt. Warum?
Arnold Bruns:
Anfangs wurde die Demo für 30 Minuten mit der Begründung seitens der Polizei gestoppt, dass die Abschnittsleiter über die neue Lage beraten müssten. Nach diesen 30 Minuten wurde uns dann mitgeteilt, dass die Polizei dieselbe Route nicht zulassen werde, weil diese Demo in den Sicherheitsbereich vom Maritim führt und da wollten die uns nicht reinlassen.
Indymedia:
Wie ging es dann weiter?
Arnold Bruns:
Wir bekamen eine neue Route: Wir sollten dann entlang der Bahnstrecke demonstrieren und an der B9 in Sichtweite des Maritims unsere Abschlusskundgebung halten. Wir gingen die Route. Dann an der ehemaligen SPD-Zentrale in der Ollenhauer Allee kamen wir in Sichtweite der KlimaschützerInnen-Demo. Daraufhin entschieden wir uns, hier unsere Abschlusskundgebung zu halten um die Demo anschließend aufzulösen um den DemonstrantInnen danach die Teilnahme an der Kilmaschutzdemo zu ermoeglichen. Die Polizei versuchte das zu verhindern, aber die Leute umgingen die Polizeisperren und schlossen sich der anderen Demo an.
Indymedia:
Sie solidarisierten sich mit den GlobalisierungsgegenerInnen. Welche Bedeutung haben die Proteste für Sie?
Arnold Bruns:
Ich finde die Proteste setzen ein deutliches Zeichen dafür, dass die Regierungschefs nicht mehr in Ruhe tagen koennen. Jeder Protest gegen diese Gipfel soll deshalb von vornherein kriminalisiert werden.
Indymedia:
Andererseits war es für Sie auch wichtig, gegen den Klimagipfel zu demonstrieren. Welcher Zusammenhang besteht für Sie zwischen Genua und Bonn?
Arnold Bruns:
Die Gipfelorganisatoren sind eng miteinander verzahnt. Die G8-Staaten sind nicht gewillt, in die Profite von Grossunternehmen und Umweltverschmutzern einzugreifen.
Indymedia:
Wie beurteilen Sie das Verhalten der Polizei?
Arnold Bruns:
Anfangs verhielt sich die Polizei korrekt. Dann spaeter als sie unsere Demo stoppten, war ihr Verhalten nicht mehr einzusehen. Warum durfte die eine (viel groessere) Demo in die Sicherheitszone hinein und unsere nicht? Letztendlich haben wir dann aber doch die Polizei austricksen koennen und uns unter die andere Demo gemischt um gemeinsam zu demonstrieren.
Indymedia:
Wir danken fuer das Interview
Heute um 11.45 Uhr fand in Bonn auf dem Münsterplatz eine Demo zur Weltklimakonferenz mit mehreren tausend TeilnehmerInnen statt um gegen die Klimapolitik der Industrieländer zu protestieren.
Gleichzeitig sammelten sich um 12 Uhr auf dem Münsterplatz ca. 250 AntikapitalistInnen zu einer Spontandemo. Sie meldeten die Demo an. Warum und wofür?
Arnold Bruns:
Die Protestdemo richtete sich gegen die brutale Polizeigewalt beim G8-Gipfel in Genua gegen die ProtestiererInnen. Dabei gab es einen Toten, der von der Polizei erschossen wurde, und eine schwerverletzte Frau.
Indymedia:
Was wurde mit der Polizei bei der Anmeldung der Demo vereinbart?
Arnold Bruns:
Es wurde vereinbart, dass wir die selbe Route nehmen sollten wie die KlimaschützerInnen, die wenige Minuten vorher den Münsterplatz verlassen hatten.Wir sollten dann zusammen zum Hof des Maritim-Hotels im Sicherheitsbereich der Konferenz laufen.
Indymedia:
Am Anfang verlief die Demo problemlos. Dann wurde sie auf der Adenauerallee in der Nähe vom Auswärtigen Amt von der Polizei gestoppt. Warum?
Arnold Bruns:
Anfangs wurde die Demo für 30 Minuten mit der Begründung seitens der Polizei gestoppt, dass die Abschnittsleiter über die neue Lage beraten müssten. Nach diesen 30 Minuten wurde uns dann mitgeteilt, dass die Polizei dieselbe Route nicht zulassen werde, weil diese Demo in den Sicherheitsbereich vom Maritim führt und da wollten die uns nicht reinlassen.
Indymedia:
Wie ging es dann weiter?
Arnold Bruns:
Wir bekamen eine neue Route: Wir sollten dann entlang der Bahnstrecke demonstrieren und an der B9 in Sichtweite des Maritims unsere Abschlusskundgebung halten. Wir gingen die Route. Dann an der ehemaligen SPD-Zentrale in der Ollenhauer Allee kamen wir in Sichtweite der KlimaschützerInnen-Demo. Daraufhin entschieden wir uns, hier unsere Abschlusskundgebung zu halten um die Demo anschließend aufzulösen um den DemonstrantInnen danach die Teilnahme an der Kilmaschutzdemo zu ermoeglichen. Die Polizei versuchte das zu verhindern, aber die Leute umgingen die Polizeisperren und schlossen sich der anderen Demo an.
Indymedia:
Sie solidarisierten sich mit den GlobalisierungsgegenerInnen. Welche Bedeutung haben die Proteste für Sie?
Arnold Bruns:
Ich finde die Proteste setzen ein deutliches Zeichen dafür, dass die Regierungschefs nicht mehr in Ruhe tagen koennen. Jeder Protest gegen diese Gipfel soll deshalb von vornherein kriminalisiert werden.
Indymedia:
Andererseits war es für Sie auch wichtig, gegen den Klimagipfel zu demonstrieren. Welcher Zusammenhang besteht für Sie zwischen Genua und Bonn?
Arnold Bruns:
Die Gipfelorganisatoren sind eng miteinander verzahnt. Die G8-Staaten sind nicht gewillt, in die Profite von Grossunternehmen und Umweltverschmutzern einzugreifen.
Indymedia:
Wie beurteilen Sie das Verhalten der Polizei?
Arnold Bruns:
Anfangs verhielt sich die Polizei korrekt. Dann spaeter als sie unsere Demo stoppten, war ihr Verhalten nicht mehr einzusehen. Warum durfte die eine (viel groessere) Demo in die Sicherheitszone hinein und unsere nicht? Letztendlich haben wir dann aber doch die Polizei austricksen koennen und uns unter die andere Demo gemischt um gemeinsam zu demonstrieren.
Indymedia:
Wir danken fuer das Interview
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
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