Genua: Der Schwarze Block

unknown 21.07.2001 18:33 Themen: Globalisierung
Der Schwarze Block als Rechtfertigung der Polizeigewalt
Der Schwarze Block: AnarchistInnen?

Ein Teil der Demonstration, von den Medien als Schwarzer Block bezeichnet, gelangte in die Schlagzeilen der Weltpresse. Ein aus mehreren hundert Menschen bestehender Suendenbock -
sie gingen mit 2000 Leuten los und kamen mit etwa 100 an - rechtfertigt die Gewalt und den Mord gestern. ZeugInnen sagen, dass sich Zivilpolizei und Geheimdienste aus aller Welt unter sie gemischt haben. Die Polizeikraefte, die mit allem was zu Verfuegung stand bewaffnet waren, unterstuetzt von Flugzeugen, Hubschraubern, Panzern, Traenengas, Wasserwerfern entschlossen sich den "unaufhaltbaren schwarzen Block" nicht zu stoppen. An einem Tag massivster Repression gegenueber allen Bloecken, wurde nichts unternommen, um die Aktionen dieser kleinen Gruppe zu stoppen, um diese anschliessend dazu benutzen um die Gewalt gegen die DemonstrantInnen zu rechtfertigen.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Jaja

fötus 21.07.2001 - 19:44
Was soll das? Jeder kennt die Anarchisten, die jede Großversammlung die ihnen Deckung gibt zum Anlaß nimmt, Zerstörung und Gewalt zu zelebrieren. Der Arikel versucht von dieser Zerstörungswut abzulenken und wieder einmal die Polizei als Sündenbock hinzustellen. Zusätzlich wird in anderen Beiträgen von sogenannten Agent Rrovokateur gesprochen, die sich angeblich in den schwarzen Block mischen und die Gewalt anzetteln. Wenn das wirklich so wäre, dann wär es doch ein Leichtes diese Provokatuere zu filmen, fotografieren und festzusetzen. Damit könnte man zum einen die Maulwürfe enttarnen, die Methoden der Polizei offenlegen und gleichzeitig die eigene Friedfertigkeit bestätigen. Aber warum wird das nicht getan? Weil es nicht irgendwelche Agent Provokateur sind, die die Gewalt anzetteln, sondern eine Gruppe verbrecherischer Gewalttäter, die unter dem Deckmantel friedlicher Demonstrationen ihre Gewalt zelebrieren. Wahrscheinlich glauben sie tatsächlich damit dem Ziel der Weltverbesserung zu helfen, haben sich jedoch inzwischen so weit von den ursprünglichen Zielen entfernt, dass sie das Anzünden von Kleinwagen oder das Verprügeln des Besitzers eines kleinen Ladens (wie in Göteborg geschehen) als Schlag gegen das Böse in der Welt ansehen. Allein in Indymedia gibt es ständig Aufrufe wie "Genua muss brennen".

relitätsfremd

genervte Demonstrantin 21.07.2001 - 20:10
Die Bemerkung "dann wär es doch ein Leichtes diese Provokatuere zu filmen, fotografieren und festzusetzen." hat mit der Realität auf Demos in Deutschland nicht viel zu tun und die Realität für die Leute in Genua wird nicht besser sein.
Filmen - willst du die Leute um ein Intervie bitten? Fotografieren - ein Foto vom Agent Provocateur beim Plaudern mit dem uniformierten Kollegen und ein weiteres beim Steinewerfen würden den Provokationsvorwurf zwar plausibel machen (desswegen würde ich sie auf Indymedia gerne sehen), aber beweisen tun sie so gut wie nichts. Festsetzen - viel Spass beim Festsezen eines Polizisten, und viel Erfolg (hier jetzt nicht ironisch) beim Prozess wegen "Gewalt gegen Polizisten", "Landfriedensbruch", "Körperverletzung", ...

anmerkung zu fötus

Messerjocke 21.07.2001 - 20:13
ich muss mich immer wieder über solche oberflächlichkeiten wundern. du beschäftigst dich mit sündenböcken - im sinne eines quasi dialektischen aufsatzes. das ist mehr als idiotie. ein mensch wurde ermordet und du machst die dämlichen taktischen überlegungen von geistigen tieffliegern mit. der gipfel deines horizontes scheint zu sein, die arme polizei von dem vorwurf des mordes/der tötung an einem menschen frei zu sprechen. lieber gott: lass es mal hirn regnen

schwaffler

gemetzel36 21.07.2001 - 20:13
komisch finde ich das sich solche dummschwaffler mit dümmlichen kommentaren auslassen dürfen. Entweder arbeiten solche subjekte für die bullen oder geheimdienstschweine oder sie sind nur stulle.
bis jetzt gibt es keine abfälligen kommentare von militanten die sich über pazifisten widerstand auslassen.eher solibekundungen zu überfällen.das bis jetzt jede protestbewegung,egal mit welcher zielausrichtung systhematisch von den schweinen angegriffen wurde

Arschloch!!!

bilbo 21.07.2001 - 20:18
Ich bezeichne mich auch als Anarchist, hab aber das Gefühl, dass deine Definition dieses Begriffs nicht so richtig auf mich zutrifft. Keine Ahnung, was du für´ne Person bist, ist mir auch egal. Fest steht, wenn du keine Ahnung davon hast, red nicht so viel. Die Tradition der "agent provocateur" ist bereits Jahrhunderte alt und läßt sich in jedem Geheimdienstbericht (schau z.B. mal beim Verfassungsschutz rein!) nachlesen.

Die Polizei ist immer schuld

HML 21.07.2001 - 20:28
Also die Linken haben schon ein ziemlich simples Weltbild (schon wieder eine Gemeinsamkeit mti den rechten Nazis): Die Polizie ist immer schuld! Geht sie gegen Demonstranten vor, wird Polizeibrutalität geschrieen, geht sie nicht vor, ist sie dann plötzlich an den Ausschreitungen schuld.

elendige Bewegung

Kommunist 21.07.2001 - 20:33
Das Elend der Bewegung!!!

Ich schreibe in kritischer Solidarität. Die Diskussionen auf Indymedia sind für mich der peinlich Ausdruck der Anti – Globalisierungsbewegung. Zwar wird sich hier am verbalradikalsten gebärdet, aber da ‚radikal’ bedeutet, an die Wurzeln zu gehen, seid ihr eher Verbalhooligans.
Ob es die Peacer oder die Militanten sind, die gleiche inhaltliche Gefahr liegt bei beiden Fraktionen. Wenn Kapitalismus gesagt wird, sind die Banken gemeint, wenn Herrschaft gesagt wird, sind die G7 oder IWF unt WTO gemeint, und wenn von einer befreiten Gesellschaft geredet wird, ist lediglich eine andere Verteilung gemeint. Das tut weh. Denn das die Ungerechtigkeit Kapitalismus nicht anhand ihrer Erscheinungen zu verorten sind, wird nicht verstanden. Das Kapitalverhältnis reproduziert sich aus sich selbst heraus, schafft eigene Gesetze. Die meisten Antikapitalisten versuchen das abstrakte apersonale Verhältnis Kapitalismus auf konkreter Ebene zu personalisieren und tappen damit in die Ideologiefalle, die saugefährlich ist. Der moderne Antisemitismus hat ebenso funktioniert. Die Leute fanden die Gesellschaft ungerecht, haben sich kein Plan vom Kapitalismus gemacht und auf konkreter Ebene die Juden als Schuldige ausgemacht. Wenn man gegen IWF, WTO und G7 demonstriert, sollte man wissen, dass man Symbole gewählt hat und nicht die Schuldigen an der weltweiten Ungerechtigkeit namens Kapitalismus. Auch die Bullen sind nicht die Marionetten des Bösen. Es gibt keine Weltverschwörung teuflischer Menschen. Teuflisch ist der Kapitalismus, von dem wir genau wie der Naturkostladenverkäufer oder der ‚Cowboy’ Busch Träger sind. Wir können IWF anklagen, dass sie nicht gegen den Kapitalismus sind, aber nicht dass sie der Kapitalismus sind. Übrigens klage ich euch gerade an, da ihr zwar verbal gegen Kapitalismus seid, aber nicht wisst, was ihr tut.
In der Geschichte haben wir schon zu viele Scheisse erlebt, was linke Modele anbelangt. Die ehemaligen Ostblockstaaten haben genau diesen Scheiss gemacht, den ihr Gefahr lauft zu wiederholen. Anstatt das Kapitalverhältnis grundlegend abzuschaffen, wurde nur eine neue Klasse in Form des Staates zu dessen Besitz erkoren, anstatt die Warengesellschaft aufzuheben, wurden die Waren als Waren des Volkes deklariert, anstatt die Arbeit abzuschaffen, wurde zur Arbeit gezwungen, anstatt Kapital abzuschaffen, wurde nur etwas anders verteilt, anstatt den Staat abzuschaffen, wurde dieser zum totalitären Verwalter des Kapitalismus und, und, und.
Der Kapitalismus ist der Herrschaft der Verhältnisse über den Menschen. Der Kommunismus ist die Herrschaft der Menschen über die Verhältnisse.
Der hier in den Foren laufende Gewaltdiskurs ist lächerlich. Die Bewegung greift militant an. Die Bewegung ist gewaltvoll. Militanz provoziert Verletzte und letztendlich Tote. Wer Tote verhindern will, sollte Militanz verhindern. Wer glaubt, die Militanz der Bewegung sei notwendig, impliziert, dass die Ziele der Bewegung Tote und Verletzte legitimieren (ich will den Trägern dieser Argumentation nicht absprechen zu trauern, aber ich will ihnen absprechen, sich zu empören). Ich würde mich nicht für diese Bewegung einem tödlichen Risiko aussetzen, da das Ziel einer befreiten Gesellschaft durch diese Bewegung nicht einzulösen ist. Militanz an sich ist eine Form. Der motivierende Inhalt rechtfertigt sie oder nicht. Die Bewegung hat ihren Toten. Jetzt muss sie reflektieren, ob weitere Tote durch das Setzen auf Militanz eingeplant werden oder nicht. Das sage ich besonders denjenigen die empört mehr Militanz fordern. Ihr fordert möglicherweise indirekt mehr Tote.
Gegen den Stumpfsinn vieler Globalisierungsgegner.

FÜR DEN KOMMUNISMUS !!!

Hier wurde gelöscht

Bödefeld 21.07.2001 - 20:33
Indymedia bietet keine Plattform für menschenverachtende Kommentare. Diese landen im internen Müllarchiv und können auf Anfrage an die Kontaktadresse eingesehen werden.

zustimmung

r. rückwaerts 21.07.2001 - 20:54
zustimmung zum kommentar von 'kommunist'.
ich denke sogar, dass viele "globalisierungsgegnerInnen" nicht nur *gefahr laufen*, antisemitsch zu argumentieren, sondern dies tatsächlich bereits tun.
um nur ein beispiel dafür zu nennen: auf der demo in bonn am donnerstag haben irgendwelche vollidiotInnen eine riesige pappmachefigur getragen, die wohl "den" kapitalisten symbolisieren sollte: mit dollar-zeichen statt augen, einem blinkenden goldzahn, nadelstreifenanzug und langen dürren fingern, die die erdkugel umschlungen hielten. wie ahistorisch muss das eigene politikverständnis denn sein, damit mensch nicht merkt, dass durch eine solche darstellung antisemitische klischees bedient werden? da brauche ich mir doch nur antisemitsche hetzpropaganda des "3. reiches" anzuschauen und sehe die parallelen.

Schlechte Polizeiarbeit

wewo 21.07.2001 - 21:13
Als nicht besonders erfahrener aber friedlicher Demonstrant und Fotograf, fällt mir auf dass die Polizei in keiner europäischen Metropole in der Lage ist die Randalierer - oder wie immer man dies gewaltbereiten Demonstrierer nennen will - in den Griff zu bekommen. In Wien bei der Opernballdemo war das Szenario ähnlich. 20 000 friedliche und 100 gewaltbereite Demonstranten standen 1000 Polizisten gegenüber. Das heisst auf einen Anarcho kamen 10 (!) Polizisten. Die Polizei ging aber nicht gegen die 100 sondern gegen alle 20 000 gewaltsam vor.
Nach allen Berichten die ich bisher von Genua las, scheint es hier ganz genauso zu sein. Es kann nur bedeuten, dass man die Ausschreitungen haben will, um gegen den Widerstand zu polemisieren. Leider bemerke ich in meinem Umfeld die Wirkung solcher Propaganda. Die Leute glauben den Berichten und sehen nicht die Berechtigung der Anliegen die von den friedlichen Demonstranten vertreten werden.
Die Strategie müsste sich ändern. Doch eine Antwort auf das "wie" habe ich leider auch nicht.

naiv

jeanne 21.07.2001 - 21:44
Ey Fötus
Es gibt diese sogenannten "agent provocateur" tatsächlich und es gibt Demonstratione, deren Ausschreitungen in den Verantwortungsbereich dieser Zivis fällt, dazu existieren sogar Berichte der bürgerlichen Medien. Zum Beispiel gab es Fernsehbilder und Polizeifunkmitschnitte von einem ersten Mai, der etwa 6 Jahre zurückliegt, die beweisen, daß "Gewalttaten" von bestimmten Personen innerhalb der Demo begangen wurden, die dann hinter den Polizeiketten verschwanden.

Genau!

Dieter 21.07.2001 - 21:50
Wenn ich die Berichte ueber den schwarzen block lese,
dann fällt schon auf,daß die Jungs meist nur bei der Annäherung an die Rote Zone aufgehalten werden.
Solange die Banken etc. zestört haben,kamen keine
Rollkommandos.Da muss doch auch der Testosterondurchflutetste Anarcho mal ins Grübeln kommen.
Wenn ich mir dann noch die Bilder vom brennenden Mannschaftswagen anschaue,die "mehr hermachen" als
die üblichen eingeworfenen Schaufensterscheiben,dann fallen mir auch die Agents Provocateurs auf.
Da turnen muskulöse dreisigjährige,unvermummt,mit akkuratem
Sportlerhaarschnitt auf dem Busdach rum.
So sehen also Geheimdienstler aus.
Wer da noch zu gewalttätigen Protesten aufruft, ist schon ein gewaltiger Ignorant.

schnauze voll

unzufrieden 21.07.2001 - 22:16
die ganzen peace-hippis sollen endlich aufhören sich in dem argumentationsmuster zu bewegen, das ihnen die herrschenden vorgegeben haben und denjenigen, die sich nicht untertänig melden und warten bis sie drangenommen werden wollen wenigstens nicht im weg rumstehen !

@Kommunist

Anarchist 21.07.2001 - 22:27
"Der Kommunismus ist die Herrschaft der Menschen über die Verhältnisse." Der Kommunismus ist vor allem die Herrschaft des Kollektiv über das Individuum. Meistens nicht mal des Kollektivs, sonder seiner Elite/Avantgarde. Das ist nicht erst seit Stalin so, Lenin und Trotzki haben die Lager auch schon gefüllt. Und daß Karl M. ein autoritäres Arschloch ist, wussten bereits Proudhon und Barkunin. Wenn Du also sagst "Für den Kommunismus", würde ich dagegenhalten "Kampf dem Faschismus (braunen UND roten)". Wenn Du in einem Lager verreckst, ist es Dir egal ob es KZ oder GULAG heißt...

ihr seid so scheisse laut

t.tuwat 21.07.2001 - 22:29
dieser kommentar kommt direkt aus genua. ich habe die wortmeldungen zu den wuesten geruechten ueber die boesen anarchisten nur ueberflogen - kotzen durfte ich heute schon genug. die eriegnisse hier beschaeftigen mich gerade schon noch sehr, auch wenn ich mich aufgrund verwundung zurueckgezogen habe. ich gehoere eigentlich nicht zu den hardlinern eines wie auch immer exisiterenden schwarzen blocks, und ich bringe gewltfreien immer den noetigen respekt entgegen, machmal vielleicht sogar zu viel. aber wer nach den dingen die hier passiert sind, auf die boesen autonomen schimpft, dem wuerde ich gerne peroenlich eine aufs maul geben. hier ist einer von uns gekillt worden und ihr habt nix besseres zu tun, als hier eine extrem widerlich distanzierung zu absolvieren. geht doch lieber zur naechsten bullenwache und erklaert denen genau so deutlich wie ihr es hier tut, was ihr von ihrer gewalt haltet.
ich koennte kotzen..

an den "Kommunisten"

iv 21.07.2001 - 22:42
Wie willst Du Deine Auseinandersetzung gegen den Kapitalismus und für den Kommunismus führen? Deine Kritik ist in einigen Punkten zutreffenb, aber bis zu dem Punkt wo sie besserwisserisch wird und das Vorgehen gegen symbolische Gegner verurteilt. Welche Ideen zum alternativen Vorgehen hast Du? (Diese Frage nicht indirekte Anschuldigung, sondern aus Interesse). Es ist klar, dass wenn eine einzelne Institution angegriffen wird (wenn sie auch zerstört werden sollte) das Gesetz des Kapitalismus keinen Schaden nimmt. Aber das Vorgehen gegen die G8, IWF, WTO... schafft einen Raum in dem Kritik und antikapitalistische Entwürfe sich entwickeln und wachsen können. Wie kann mensch „dieser Bewegung“ vorwerfen sie sei nicht der Träger der Befreiung? Es geht jetzt und heute nicht darum die „richtige“ Umwälzung zu schaffen, sondern einen kleinen Denk- und Lebensraum um gegen die Verhältnisse streiten zu können.

Ich finde es, milde gesagt, unangenehm, wenn die „solidarisch Kritik“ sich anmaßt „die Bewegung“ als „peinlich“ zu erniedrigen und nicht ohne Beschimpfungen auskommt. Solidarische Kritik kann darauf verzichten.

Bin, wie gesagt, an Deiner Antwort interessiert.

Direkt aus Genua

Fraolo 21.07.2001 - 23:26
Den wohl in Genua geschriebenen Beitrag kann man nichts mehr hinzufügen. Nachvollziehbar ist die Trauer und Wut!
Nur frage ich mich wie es weitergehen soll, wohin mit der Wut? Ich komme so langsam zu der Überzeugung das dies nur ein Vorgeschmack ist auf noch härtere Zeiten. Wer die Herrschenden angreift wird, Demokratie hin oder her, eingelocht, verprügelt, erschossen. Da hilft nur Solidarität, das nicht ein leeres Schlagwort ist und das weder "Staatsgewalt noch "schwarzer Block" aushebeln kann.

die mitte anpeilen

aquarius 21.07.2001 - 23:31
was geschehen ist läßt sich nicht mehr rückgängig machen.
... das ist so. aus den zerbrochenen scherben läßt sich anscheinend sehr schwer lernen. die menschheitsgeschichte scheint eher zu degenerieren als ein irdisches paradies schaffen zu können. dasselbe alte spiel: schwarz und weiß. die guten, die bösen. usw.. europa kennt das spiel seit einigen tausend jahren. und sehr viele menschen gaben ihr blut dafür. und werden es weiterhin geben .... . es wird immer mächtige geben und immer unterdrückte, solange man diesen extremen einen wert beimisst. dabei sind die personen als persönlichkeiten anscheinend relativ uninteressant, d.h.
die unterdrückten können zu machtinhabern werden und die machtinhaber zu unterdrückten. immer dreht sich dieses rad mal so, dann so. es kann nicht darum gehen dieses dumme spielchen auch noch gewollt zu etablieren. es scheint eine
art naturgesetz zu geben was dieses prinzip antreibt.
der mensch wäre durch seinen intellekt eigentlich fähig, d.h. er hätte die anlagen dazu dieses prinzip zu durchschauen, würde er seine eigenen triebe unter kontrolle halten können und wäre moralisch soweit gerüstet gegen diese scheinbar gegensätzlichen kräfte anzugehen, bzw. sie zu neutralisieren.
das ist die hohe kunst des gleichgewichts. die jeder, wenn er will anstreben kann. dazu hat er die freiheit.

ein weiterer aufklärungspunkt in diesem geschehen ist ein bewußtsein davon zu bekommen, um was es bei diesen machtkämpfen der ökonomie im wesentlichen geht. es scheint weder der kapitalismus noch der kommunismus einen wertvollen beitrag im letzten jahrhundert geboten zu haben. den menschen auf der erde brachten sie den von ihnen versprochenen ausgleich nicht. und der jetzt hauptsächlich von den usa propagierten unipolarismus im deckmantel des wilsonismus der 20iger jahre kann das eigentliche problem in europa nicht lösen. eher zu noch schlimmeren disastern anheizen. leider findet eine gesellschaftspolitische aufklärung solcher zusammenhänge nicht mehr genügend in der öffentlichkeit statt. die jugend schaut eher auf ihre rendite, als auf diesen doch brennenden diskussionsstoff, der es wirklich wert wäre ihn zu debattieren. aber nicht im parlament bei den designten grünen oder den windeiern von spd. nein, auch hier wäre jedes einzelne hirn verlangt, hier müßte jeder einzelne zu einem solchen bewußtsein selbst gelangen......
eines ist vorweg klar: es handelt sich um eine form von wirtschaftsdiktatur, wobei der ökonomische aspekt als oberster PRIMAT alles weitere diktiert! der rechtssektor, sowie das geistesleben, worunter auch das soziale etc. fällt sind dieser diktatur hörig. und die masse konsumiert eifrig mit und läßt es sich gefallen ihre freiheit stück für stück
sogar freiwillig abzugeben.
die globalisierung, bzw. die osterweiterung steht ganz im zeichen dieser diktatorischen machenschaften, die womöglich von mafia-lobbies aus der industrie, den banken und sogar von staatsbeamten forciert werden. wer sonst. auch sie müssen, wie jeder andere, sich über ihr eigentliches vorhaben bewußtsein verschaffen, wenn sie es noch können.

solange man nicht die gleichwertigkeit erkennt, die wirtschaft, recht und geistiges leben gleichberechtigt nebeneinander anerkennt kann es kein entrinnen geben aus dem teufelsrad der sich anheizenden extreme. erst in dieser gleichberechtigung wird es zunehmend entspannter werden können.

es wäre beispielsweise weniger gefährlich gute ideen in den osten oder die "dritte welt" zu tragen, die ja zu genüge da sind, wie z.b. neue energien, etc. als den osten mit der geldkeule und der großindustrie schlagen oder die "dritte welt" zu subventionieren und durch die hintertür wiederum abhängig zu machen. sind wir denn alle hier bescheuert
uns wie die affen aufzuplustern? wo wir doch nur maximal 70 jahre bisschen leben haben? was sehr schnell vorbei sein kann.... . wovor haben wir angst????

das wollte ich in groben zügen los werden, um einen beitrag
zu geben gegen die ohnmacht und die wut, die ich durchaus verstehen kann. vielleicht enthält er einige ansätze
zu einer besseren notordnung, als der bisherigen?
wir sollten uns nicht gegen rechts oder links empören, sondern die mitte ins auge fassen!




elendige Bewegung

Kommunist 21.07.2001 - 23:54
Deine Anfragen sind vollkommen richtig. Ich habe keine Antwort, wie die revolutionaere Praxis aussehen kann. Wenn doch, haette ich einen riesigen Tatentrang. Mir geht es darum derzeit eine Bewegung zu agetieren, deren symbolische Ebene zu einer bestimmenden Identitaet werden koennte. Diese Bewegung koennte die Linke auf Jahre bestimmen, wie es die Anti - AKW - Bewegung (sozialistische AKW's sind gute AKW's), die Autonomen (es gibt ein richtiges Leben im Falschen) und die Antifa (revolutionaerer Antifaschismus) auch getan hat. Dabei kommt nichts bei rum, ausser dass am Ende ein neuer systeminhärenter gesellschaftlicher Konsens erreicht ist, der dann einen institunalisierten Teil der Bewegung, einen verzweifelten Teil und den ausgestiegenen Rest uebriglaest. Fuer die linksradikalen Leute sollte es wichtig sein, die schlimmsten Erscheinungen des Kapitalismus zu benennen. Aber sie sollte auf deren Basis keine Bewegung begruenden. Sie sollte wissen, das Kapitalismus an sich ein Verbrechen ist und darauf hinweisen. Schon der Kampf gegen die Globalisierung anstatt gegen den Kapitalismus ist vollkommen irre fuer eine Radikale Linke. Symbole sollten Symbole bleiben. Und das wird dann nicht umgesetzt, wenn anhand eines Symbols eine Bewegung entsteht. Dann bleibt wie die Praxis, auch der Inhalt an der Oberflaesche.

Ja und peinlich ist es schon, was teilweise abgeht. Damit mein ich wie gesagt nur Teile. Peinlich ist zum Beispiel, wenn mir jemand antwortet ich wolle mit dem Kollektiv das Induviduum unterdruecken. Wer sowas sagt wird sofort exekutiert, wenn ich im Kommunismus an der Macht bin.
In diesem Unsinne: FUER DIE KOMMUNISTISCHE GLOBALISIERUNG!!!

sie werden immer dümmer

giulia vanzetti 22.07.2001 - 00:13
die machos vom schwarzen block betreiben klar das geschäft der polizei. ihree hirnlosen aktionen nützen nur den herrschenden, die vielen friedlichen globalisierungsgegner sind die leidtragenden. mich würde es wundern, wenn nicht mindestens ein viertel des schwarzen blocks auf gehaltslisten von polizei und geheimdiensten steht.
- einer von uns ist ermordet worden -
einer, der mit einem feuerlöscher auf polizisten losgeht, ist keiner von uns.

Dumpfbacken

Källe 22.07.2001 - 00:20
@rolle r. und @gemetzel36
ihr seid eigentlich genauso ignorant wie die Politik und viele von der Polizei. Packt euch mal an eure eigenen Nasen. Eure Äusserungen haben mehr faschistisches Potential als vieles von Berlusconi. Einen ordentlichen Diskurs führt man nicht mit Beschimpfungen, foetus hatte eine Idee und hat sie geäussert - das ist freie Meinungsäusserung. Zuhören und entkräften anstatt beschimpfen. Aber das hat man heute wohl nicht mehr gelernt.

Rechtfertigungen ...

BesserWessi 22.07.2001 - 01:02
Ich find's kontraproduktiv hier darüber zu debattieren, wessen Aktionsformen aktuell für PolitikerInnen, Polizei und die meisten Massenmedien als Vorwand dienen, die brutale Bullengewalt zu rechtfertigen.
Wenn's keinen Schwarzen Block in Genua gäbe, wären andere die Sündenböcke. Wer die totale Staatsgewalt, den Krieg der HERRschenden gegen die Neoliberalismus-GegnerInnen legitimieren will, der/die findet schon "schuldige" unter den AktivistInnen.

Kommunist, hör mal

Ilan 22.07.2001 - 01:42
"Peinlich ist zum Beispiel, wenn mir jemand antwortet ich wolle mit dem Kollektiv das Induviduum unterdruecken. Wer sowas sagt wird sofort exekutiert, wenn ich im Kommunismus an der Macht bin." -- soll das ein Witz sein mit "exekutiert"? Wenn ja, bist Du ein faschistoider Trottel - Wenn nein, bist Du es auch.

kz = gulag? AN "ANARCHIST"

hubert hase 22.07.2001 - 01:45
schönen guten tag! also ich denke, daß der mensch der hier den kommentar abgegeben hat, sollte mal sehr scharf über seine holocaust relativierenden vergleich nachdenken. ein gulag ist kein kz! hier spricht wohl recht deutlich ein nicht-verständnis des holocausts, seines inhalt, seiner bedeutung, ausrichtung und wirkungsweise. und eine komische kommunismuskritik, die wahrscheinlich in kronstadt stehen geblieben ist. denk(t) mal nach was ihr schreibt und lest mal ein buch statt immer nur interim...

an die lieben kommunisten....

max stirner 22.07.2001 - 02:20
die systematische dummheit die ihr marxismus nennt...
wir haben kronstadt nicht vergessen,auch nicht den verrat an machno oder euer bündnis mit den bürgerlichen in spanien 1936 und den mord an durutti auch nicht.der einvertretungsanspruch der marxisten ist uns wohl bekannt.und es ist egal ob ich im einem gulag oder in einem kz verrecke.wieviele unserer genossInnen wurden von roten oder braunen faschisten ermordet.das hat nichts mit einer relativierung zu tun.es ist nun mal leider so das,es opfergruppen gibt die haben eine saugute lobby und die sinti und roma haben keine.
in genua wurde einer unserer genossen ermordet.er ist im kampf gegen den kapitalismus und gegen alle staaten gefallen.wie schon so viele zuvor und er wird nicht der/die letzte sein.euch staatskapitalisten mit der marx- und leninbüste auf dem nachttisch sagen wir:wir wollen keinen staat und kein geld und eure parteien schon gar nicht.
an alle genossInnen weltweit:DER KAMPF GEHT WEITER!
und wenn wir unser leben geben müssen....

neeeneee

anna&anton 22.07.2001 - 05:26
also,
ich hab definitiv keinen bock mehr scheiss nazi, provo-, oder bullen und staatsschutzkommentare zu lesen. .wenn indymedia das nicht faehig ist abzustellen, hab ich keine lust mehr drauf und ihr verliert einen wertvollen kunden. spass!

@Hubert Hase

Anarchist 22.07.2001 - 13:21
Ein müdes Lächeln überkommt mich, wenn mir ein Marxist erklärt den Holocaust nicht verstanden zu haben. Bist Du mal in Buchenwald gewesen, hast Du dich mal mit den Forschungserträgen der DDR-Historiker zum Holocaust auseinandergesetzt? Ist Dir vielleicht aufgefallen, daß die Vernichtung der Juden hier völlig in den Hintergrund gerät, und daß KZ primär zum Instument des faschistischen Kampfes gegen den Kommunismus gesehen wird? Warum? Weil anderes nicht ins Bild der marxistischen Faschismus-Theorie passt. Hier liegt ein Musterbeipiel für ideologische Blindheit vor. (Ein paar Literatur-Tips: Keller(herg.): Antifaschismus - Geschichte und Neubewertung, Berlin 1996; Kershaw: Der NS-Staat - Interpretationen und Kontroversen, Reinbek 1994; es ist schwerer sich zu informieren, als dumm rumzulabern, tut es bitte trotzdem. Brecht sagt: "Greife zum Buch es ist eine Waffe"). Zum Relativierungsvorwurf: Erkläre mir bitte den Unterschied zwischen KZ und Gulag. Warte, ich komme selber drauf: In den Gulags starben bis Mitte der fünfziger Jahre ca. 12 Millionen Menschen und sie wurden nicht vergast. Jetzt möchte ich Dir die Gemeinsamkeiten darlegen: Totalitäre Diktatoren versuchten die Gesellschaft von allem zu reinigen, was darin ihrer Meinung nach keinen Platz hatte und ihre Lieblingsvorgehensweise war "Vernichtung durch Arbeit".
Für mich hört es sich nicht so an als wäre Dein Problem, daß ich die Vernichtung der Juden relativiere, sondern daß ich sage Stalin stand Hitler um nichts nach. Damit versuchst DU die Verbrechen in der SU zu relativieren. Meine Kommunismusinterpretation ist in Konstadt stehen gebliebnen? Ich lache: Deine mit der Veröffentlichung des Kapitals. Nebenbei war Kronstadt 1921 und Stalin kam erst 1924 an die Macht. Vielleicht solltest Du mal was anderes als MEW lesen, zum Beispiel Solschenizyns Archipel Gulag, aber der ist für Dich wahrscheinlich reaktionär und wird deshalb ausgeblendet. Fange BITTE endlich an selber zu denken...

autoritäre Anarchos?

Kommunist 22.07.2001 - 13:44
Ihr ('Max Stirner', Anarcho) verweist auf die Autorität der Kommunisten. Ich hab aber keinen Bock in eine Tradition mit Stalin, Trotzki und Lenin gestellt zu werden. Ohne Argumente disst ihr den Marxismus als Dummheit und meint K.Marx sei, weil dass schon Bakunin und Proudhon in der Internationale wussten, ein autoritäres Arschloch gewesen, obwohl Marx sich sehr auf einen inhaltlichen Streit konzentriert hat. Immerhin hat Marx ein fettes Buch (Das Elend der Philosophie) gegen Proudhon an den Start gebracht. Und gegen Stirner hat er auch nicht gewettert, sondern 300 Seiten abgefasst. Und das ist ja wohl erlaubt. Dann ist es eine wahnsinnige Frechheit von euch, Faschismus und Kommunismus gleich zu stellen. Daran erkennt man, dass ihr den Faschismus nur in seinen schlimmsten Erscheinungen für euch bildlich begreift. Das führt zu einer automatischen Gleichsetzung, indem ihr Gulags und KZ'z als Vergleichsebene benutzt. Dann könnt ihr auch nicht mehr differenzieren, inwiefern Vernichtung inhaltlich in den Ideologien schon angelegt sind. Dann könnt ihr nicht begreifen, was die Spezifik des Nationalsozialismus ist. Ich lehne Gulags absolut ab, möchte aber nicht dass ihr, indem ihr aus eurem Gefühl heraus argumentiert, den Holocaust relativiert. Übrigens spiegelt sich diese dumpfe Schaumschlägerei auch dann wider, wenn jetzt gemeint wird, dass nach dem Toten in Genua der Kapitalismus seine faschistische Fratze zeigt. Faschismus lässt sich nicht so 'Pi mal Daumen' durch einen Toten als Indikakator ablesen.
Übrigens um noch mal darauf zurückzukommen, wie ihr mich einfach so in eine stalinistische Tradition abstellt. Die Anarchisten haben im spanischen Bürgerkrieg Dörfer niedergemetzelt, die in Verdacht standen die Faschisten zu unterstützen. Dabei wurden extrem brutal alle Dorfmitgleider abgeschlachtet, nachdem sie gefoltert wurden. Ich stelle euch auch nicht in die Tradition dieser Anarchisten. Wovon ich nur ausgehen kann, ist das, was ihr geschrieben habt.
Wenn ihr z.B. verherrlicht, im Kampf zu sterben, dann äussert sich bei mir auf jeden Fall ein Unbehagen. Ich will nichts mit einer Bewegung zu tun haben, die es glorifizieren zu sterben. Das ist Fanatismus, der sich in ähnlicher Weise gegen seine Gegner ausleben wird.
Zum Abschluss möchte ich widerholen, was ich in meinem ersten Eintrag schon ausgedrückt hatte. Auch ich bin gegen den Staat und gegen Parteien. Für eine befreite Gesellschaft. Für den Kommunismus!!! (möglichst ohne Tote)

Antideutsche Kommunisten (Empfehlung)

Kommunist 22.07.2001 - 14:23
Ich empfehle mal nen schönen Text
 http://www.antideutsch.de/Hirn.html

@Kommunist

Anarchist 22.07.2001 - 16:57
"Dann könnt ihr auch nicht mehr differenzieren, inwiefern Vernichtung inhaltlich in den Ideologien schon angelegt sind." Eben darum geht es doch wenn ich auf Proudhon und Barkunin verweise: In der "Diktarur des Proletariats" ist die Vernichtung des Gegners angelegt. Darauf haben Proudhon und Barkunin ausdücklich hingewiesen. Um dieses Potential zu erkennen, musste Stalin nicht erst die Beweise liefern. Du lehnst Gulags ab? Schön, ich lehne Diktaturen ab, auch die des Proletariats. Aber nicht nur das, auch jeden der glaubt ein System gefunden zu haben, das ihm Zugang zur absoluten Wahrheit verschafft. Aus eben dieser Verabsolutierung der eigenen Position resultieren die Verbrechen (aller). Auch solltest Du das, was Max schreibt nicht verallgemeinern: "Wir" verherrlichen es nicht im Kampf zu sterben, wenigstens ich nicht.
Nebenbei: Wie Marx mit seinen Gegnern (nicht nur in der I.Internationale) umging, hatte mit Wissenschaftlichkeit nichts zu tun, es erinnert doch wohl eher an die Auseinandersetzungen in einem Geflügelzüchterverein.
Desweiten möchte ich nocheinmal dazu auffordern, selber zu denken, wir alle sollten uns nicht hinter irgentwelchen (geistigen) Führern verstecken. Niemand (auch Marx) ist jemals im Besizt der absoluten Wahrheit gewesen. Frei nach Fox Mulder: "Die Wahrheit ist igentwo da draußen". Also raus und suchen...

Antideutsch

Anarchist 22.07.2001 - 17:23
Ich habe mir die Seite mal angeschaut: Bei soviel destruktiver Kritik und absoluter Wahrheit wird mir schlecht.

nein

obsev 22.07.2001 - 18:00
leute, was wollt ihr jetzt, wiedermal die menschheit retten? DAS GEHT NICHT.
worum geht es denn in genoa, oder wo auch immer? weiss das eigentlich jemand? Ist es globalisierung und kapitalismus, ist es macht und ohnmacht, sinds die bäume und die waale oder vielleicht doch der neid und hass oder gar alles und garnichts? welche revolution brauchen wir denn jetzt? wieviele davon hielten ihrem ursprünglichen anspruch stand? es geht nicht. sind nicht schon generationen vor euch eben daran verzweifelt gescheitert, viele davon sitzen heute auf den posten die ihr stürmen und stürzen wollt? es geht nicht. weder mit stein, noch wort und auch nicht mit toten helden. wie auch?
wieviele seid Ihr? nichts. während in genoa eine globale menge versucht ihre ängste unserer modernen, süchtigen gesellschaft kund zu tun, feiert zur gleichen zeit an einem anderen ort eine globale menge auf bunten wagen durch bunte strassen und bekundet offen und laut ihr JA zu unserer modernen, suchtgetriebenden gesellschaft, dies jedoch in weitaus größerer anzahl. alle anderen spielen dieses spiel und alle wollen sie gewinnen. eure familie, eure nachbarn, eure freunde und eure feinde und all die anderen verdammten menschen auf diesem alten kranken planeten. Sie sind alle gleich indem sie alle das gleiche wollen.
haut drauf auf die gewinner, lasst euch erschießen. zieht mit plakaten um die häuser, lasst euch auslachen. spinnt ideologien, seht euch selbst an diesen scheitern.
lasst die gewinner gewinner sein, seid keine schlechten verlierer. sie besitzen gänzlich die freiheit alles zu tun und nichts vor niemanden rechtfertigen zu müssen, am wenigsten vor sich selbst und vor euch, es war so vom erstem tage an. ihr besitzt nichts, nichmal euren tod. lasst den menschen herrscher sein, seine natur lässt ihm keine wahl. hört auf, an etwas zu zündeln was nicht mehr brennt, hört auf, politsoziogesellschaftliche altlasten zu beschwören, den teufel an die wand zu malen und vor allem einen schuldigen zu suchen, denn wir sind alle unschuldig. wie sollen wir uns als gesamtheit neu definieren, ungerechtigkeit und mord beseitigen, eine harmonische welt schaffen wenn es noch dem individium unmöglich ist sich vor seiner ihm auferlegten, vollkommenen schwäche zu erretten? Seht euch hier, vereint darin nichts gemeines zu besitzen, dem anderen seine sicht der dinge zu untersagen oder aus ihm heraus zu prügeln und zu töten, ihr seid menschen der ursprünglichsten definition. so lasst uns denn in völliger eintracht, hemmungslos und ohne zweifel unserer natürlichen bestimmung entgegentreten. Natürlich gibt es angst aber es gibt kein vor und kein zurück weil es nie anders war und sein wird. die geschichte des menschen und seine zukunft liegen in seiner natur, es ist eigentlich ganz einfach zu erkennen, vielleicht nicht zu akzeptieren. aber hiernach wird noch wasser denn fluss hinab fliessen und es gibt auch noch das schöne, es hat sich zurückgezogen, aber man findet es noch. sucht danach und nehmt die anderen und euch selbst nicht so ernst dann tut es auch niemand anderes. in diesem sinne, ein schönes leben noch.

eure ausschweifungen kotzen mich an

maciek 22.07.2001 - 20:55
jahre lang habe ich bei ähnlichen verbalen ausschweifungen in der linken szene teilgenommen. erst nach langer zeit habe ich eingesehen ,dass ich mit leuten zu tun habe, die anderen helfen wollen, aber selbst hilfe {meist psychiatrische] brauchen und dass ich auch so werde.ihr selbsternannten anarchisten, kommunisten glaubt, ihr macht etwas besseres,wisst mehr als das gemeine volk da draussen ,ausserhalb des linken ghettos und kapiert nicht ,dass ihr die gleiche scheisse widerspiegelt, die ihr an der gesellschaft so kritisiert.ihr legt euch eine ideologische etikette zu und glaubt dass ihr aus der schleuder seid, dass ihr nur die anderen und nicht sich selbst in frage zu stellen braucht.ich habe da eine ganze menge an demagogen kennengelernt die mit sich selbst nicht zurecht kommen, alles aber auf die gesellschaft abschieben. im linken ghetto haben sie sich seit jahren eingenistet und warten auf frischfleisch das sie nach ihren vorstellungen modelieren wollen. ich bin da raus und das hat mir erlaubt kritisch [soweit das bei sich selbst möglich ist]meine tätigkeit im ghetto zu beäugen.heute weiss ich, das war geistige selbstbefriedigung ind kein kampf gegen das system. hier draussen habe ich ein paar leute gefunden, denen politische etiketten nicht wichtig sind,denn für jede ideologie findet man begründung.wer viel labert tut nichts und wer nichts tut, labert zumindest viel über das was zu tun wäre. wenn ich heute etwas politisches tue berufe ich mich nicht auf objektive tatsachen,die es nicht gibt[esgibt nur interpretationen,und diese sind abhängig von meinem interressen]oder auf geschichtliche notwendigkeiten, sondern nur auf meinen willen.auf dieser seite holt mich der"linke"mief wieder ein .ihr labert und labert,versucht euch in wahrheiten zu übertrumpfen,ihr redet das handeln tot.und wwenn irgend so ein selbsternannter kommunist seine geistigen dünnschiss hier verbreitet, dann lasst ihn doch oder wollt ihr missionieren unnd andere von eurer wahrheit überzeugen. viel wichtiger wäre ,ihr würdet endlich anfangen das zu verwirklichen was ihr für richtig haltet.das wäre überzeugend genug.
ich bin im begriff eine neue organisation zu gründen,die nicht auf politischen etiketten und halbwahrheiten beruht, sondern auf leuten die sich weiter entwickeln und das system stürzen wollen und wenn ich für mich so weit bin ,werde ich waffe gegen vertreter dieses systems richten und dann ist mir auch scheissegal ob ihr oder andere oder die idee es gut findet . ICH WOLLTE ES EINFACH.
ich grüsse alle die in genua und auf der ganzen für ihren selbstbestimmung kämpfen und nicht zu hause vor dem fernseher in den sessel furzen,egal ob anarchisten oder kommunisten.jede selbstbestimmte tat jedes tropfen blut das aus einem bullenschwein, politiker,bankier rausfliesst bringt uns un´serem ziel näher.
ich hasse euch nicht, ich habe mitleid mit euch(obwohl das das letzte ist was ein mensch braucht) aber ihr verdient nichts anderes. ihr erinnert mich an einen menschen der in seinem eigene4n schatten steht und sich fragt warum es so dunkel ist.
ich entschuldige mich bei allen ,die sich durch diesen text nicht angesprochen fühlen.

Gegengewalt ist notwendig

Anton 22.07.2001 - 21:49
die berichte in den Brd medien sind übel. Es gibt friedliche naive Globalisierungsgegner, die es nur nicht geschnallt haben, daß die G8 auch nur das Gute wollen, und es gibt böse Polithooligans, die garnichts wollen.Die einen werden durch repressive Toleranz inregriert die anderen zum abschuß freigegeben bzw. unter polizeiliche überwachung gestellt (Meldepflicht, Ausreiseverbot).

Die zögerlich sich aufbauende Front oder Bewegung gegen den Kapitalismus sollte nicht den fehler begehen sich spalten zu lassen. Ohne den militanten Flügel der Bewegung, wäre diese niemals wahrgenommen worden, sondern die Protestierenden wären als Zivilisationsüberdrüssige und Hippies erst pathologisiert und dann ignoriert worden. Der Mord von Genua und die Militarisierung des öffentlichen Raumes durch den Nazifreund Berlusconi zeigen sehr Deutlich welche Institutionen die Gewaltausüben - sowohl ökonomische als auch polizeiliche. Dagegen erscheint im Sinne eines militanten Humanismus ein geworfener Feuerlöscher als nicht sonderlich gewaltätiger Akt, zumindest setzt er keine "Gewaltspirale" in Gang sondern durchbricht symbolisch eine bestehende.
Die bewegung darf sich nicht spalten lassen. Ob sie nun aus konsequenteren Sozialdemokraten bestehen oder militanten Kapitalismusgegnern nur in einer gemeinsamen Front kann der Totalitarismus des Marktes und die ideologische auslieAerung des Individuums an die Ökonomie gebrochen werden.

Der Kampf geht weiter! Stoppt den Staatsterror, schlagt zurück!

Ideal

PUNK-HOOL 23.07.2001 - 05:08
Der Zwiespalt der Situation ist nicht umgaenglich. Schnell brechen alte Tratitionen ein. Die Krise entsteht, und laest mensch allein in ihrem Weltverstaendnis stehen.
Z.B.: Anarchisten in ihrem Ideal der Moral des Menschen
( siehe "GRUNDLAGEN DES ANARCHISMUS" Menschen zu therapieren
und Kinder nach einem bestimmten Schema zu erziehen)
Mensch erkennt hier wird vom Bewustsein als Grundlage des Lebens ausgegangen. Geistiges beherrscht Materie.
Aehnlich lassen sich Relegionen erklaeren.
(Ich hoffe dies nicht ausfuehrlich erklaeren zu muessen)
Mir stellt sich die Frage: Ist menschliches Bewustsein Ideal. Ich sage ja, denn das bestehende Verhaeltnis beruht auf Idealen ( ICH BIN ZUR ZEIT DER ANSICHT, DASS DAS KAPITAL AUCH EIN IDEAL IST ) und mensch denkt mit Geist
( der Moeglichkeit seine Umwelt wahrzunehmen )
die Natur zu beeinflussen. Ein grosser Fehler. Unsere Leben ist Teil der Bewegung der Materie. Das Bewustsein aber nicht dieser Bewegung uebersteht.
Wir muessen davon ausgehen mensch ist nicht Ideal.
Ideale sind kuenstliche Zwaenge durch das Bewustsein geschaffen.
Mensch sollte nicht in Genua Ideale schaffen, halten ( IHR ALLE IN GENUA Cops, Peacer, Reformer, Krawallis, G-8 Teiln.u.a. ).
Nein Mensch muss sich und die entstandenen Verhaeltnise erkennen, verstehen und KRITISIEREN.
ACH UND ICH HABE KEINE UTOPIE AUF LAGER.