Ciao, wuppertaler Staatsschutzbeamte

linke aus wpt 20.07.2001 16:30 Themen: Repression
Wuppertaler Reisegruppe Genua verabschiedet sich von der dortigen Polizei
Wie angekündigt verabschiedeten sich am Mittwoch den 18.07.2001 Wuppertaler Linke von der dortigen Polizei, insbesondere von den Beamten der Staatssicherheit, um von dort aus nach Genua zu reisen. Dort wollen sie sich an den Gegenaktivitäten bezüglich des G-8 Gipfels beteiligen. Ganz in weiß ("tutte bianche") und mit dem nötigen Reisegepäck beladen wurden so vor dem Polizeipräsidium Pasta und ital. Rotwein zu mediterranen Schlagern gereicht.
Hintergund der Aktion waren Hausbesuche von Staatsschutzbeamten bei Linken aus Wuppertal, sowie den benachbarten Städten Schwelm und Ennepetal, bei denen Ausreiseverbote für Salzburg, sowie nun, für einen Teil der Betroffenen, für Genua ausgesprochen wurden. Einerseits ist die Aktion als offensiver Protest gegen die Beschneidung der Freizügigkeit bzw. den Versuch von Unterbindung unliebsamer Kritik zu verstehen. Andererseits sollte der Polizei zu verstehen gegeben werden, dass sie in Zukunft besser auf Hausbesuche verzichten sollte. Eigentlich sollte die Aktion nämlich vor dem Haus des wuppertaler Staatsschutzbeamten Stürmer stattfinden. Dies wusste leider ein immenses Polizeiaufgebot zu verhindern. Ein Hinweis darauf, dass ihnen Hausbesuche bei ihnen selbst ganz und gar nicht gefallen.
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