Erste Einschätzung Gratiszug
Die Besetzung des Zuges nach Genua ist durch mehrere Faktoren gescheitert, aber es gab auch gute Aspekte. Wir geben keine Ruhe!
Gut war: Vor dem Bonner Hauptbahnhof hatten sich ab 20 Uhr etwa 50 Leute eingefunden, jedoch alle relativ unorganisiert und auch teilweise planlos, was die Idee, das Konzept und die Aktionsform angeht. Gut war auch, daß trotz der Umstände etwa 20 Personen den Zug attackiert haben, um wenigstens eine symbolische Handlung noch hinzukriegen.
Völlig niederschmetternd waren die Vorbereitungsgruppen: Von den ca 30 Leuten waren nur etwa 8 (Food-not-bombs und DA Mittelhessen) anwesend. Die restlichen, die teilweise sogar in Bonn waren (!), sind ohne eine Rückmeldung einfach abgehauen! Vielen Dank, ihr habt Courage! Obwohl nahe dem Bahnhof ein extremes Bullen- und BGS-Aufgebot stand (ca 500 ?), wäre es mit gut vorbereiteten, aktionsfähigen Leuten definitiv möglich gewesen, in den Zug zu kommen. Der Bahnhof Bonn ist relativ langgezogen und zu beiden Seiten offen, auf den Bahnsteigen patroullierten nur wenige BGS-Gruppen.
Wären wir mit 80 Leuten, von denen 30 vorbereitet gewesen wären, in Kleingruppen auf den Zug zugestürmt, wäre die Chance für die Bullen sehr gering gewesen. Was auch nicht geklappt hat war die unterstützende Gleisbesetzung in Bad Godesberg, dies aber wohl überwiegend, weil die holländischen Gruppen fast alle am Nachmittag bei einer Blockade eingefahren wurden. Trotzdem: Kompliment und vielen Dank an die HolländerInnen:
Ihr ward einfach Klasse, und ohne Euch wären die Aktionen gegen den Klimagipfel definitiv völlig daneben gewesen!
Bilanz/Ausblick: Es wurden mehrere Leute in Gewahrsam genommen, und zwar sieben, die ohne Tickets schon vor Bonn im Zug saßen, und einige, die in Bonn rein wollten. Ausserdem wurden für den Bahnhof diverse Platzverweise ausgesprochen und ED-Behandlungen durchgeführt. Die Gratiszug-Idee ist damit nicht gestorben, sondern wir fangen erst an!
Wir sollten aus dieser Aktion unsere Schlüsse ziehen und für zukünftige Sachen nutzen. Ein solches Projekt muß nicht beim ersten Versuch klappen, sondern es ist wohl eher ein Lernprozess zum Erfolg. Learning by doing in seiner
schönsten Form!
Wenn viele Vorbereitungs- und Soligruppen eng zusammenarbeiten, alle Varianten und Situationen vorher durchspielen, fit in Blockadetechniken, K-Guerilla usw. sind, können uns die Bullen nicht aufhalten. Mit immer größeren Aufgeboten werden sie unsere Kreativität nicht schlagen können, denn wir sind eindeutig intelligenter! Laßt uns besser werden!
NO JUSTICE - NO PEACE
Völlig niederschmetternd waren die Vorbereitungsgruppen: Von den ca 30 Leuten waren nur etwa 8 (Food-not-bombs und DA Mittelhessen) anwesend. Die restlichen, die teilweise sogar in Bonn waren (!), sind ohne eine Rückmeldung einfach abgehauen! Vielen Dank, ihr habt Courage! Obwohl nahe dem Bahnhof ein extremes Bullen- und BGS-Aufgebot stand (ca 500 ?), wäre es mit gut vorbereiteten, aktionsfähigen Leuten definitiv möglich gewesen, in den Zug zu kommen. Der Bahnhof Bonn ist relativ langgezogen und zu beiden Seiten offen, auf den Bahnsteigen patroullierten nur wenige BGS-Gruppen.
Wären wir mit 80 Leuten, von denen 30 vorbereitet gewesen wären, in Kleingruppen auf den Zug zugestürmt, wäre die Chance für die Bullen sehr gering gewesen. Was auch nicht geklappt hat war die unterstützende Gleisbesetzung in Bad Godesberg, dies aber wohl überwiegend, weil die holländischen Gruppen fast alle am Nachmittag bei einer Blockade eingefahren wurden. Trotzdem: Kompliment und vielen Dank an die HolländerInnen:
Ihr ward einfach Klasse, und ohne Euch wären die Aktionen gegen den Klimagipfel definitiv völlig daneben gewesen!
Bilanz/Ausblick: Es wurden mehrere Leute in Gewahrsam genommen, und zwar sieben, die ohne Tickets schon vor Bonn im Zug saßen, und einige, die in Bonn rein wollten. Ausserdem wurden für den Bahnhof diverse Platzverweise ausgesprochen und ED-Behandlungen durchgeführt. Die Gratiszug-Idee ist damit nicht gestorben, sondern wir fangen erst an!
Wir sollten aus dieser Aktion unsere Schlüsse ziehen und für zukünftige Sachen nutzen. Ein solches Projekt muß nicht beim ersten Versuch klappen, sondern es ist wohl eher ein Lernprozess zum Erfolg. Learning by doing in seiner
schönsten Form!
Wenn viele Vorbereitungs- und Soligruppen eng zusammenarbeiten, alle Varianten und Situationen vorher durchspielen, fit in Blockadetechniken, K-Guerilla usw. sind, können uns die Bullen nicht aufhalten. Mit immer größeren Aufgeboten werden sie unsere Kreativität nicht schlagen können, denn wir sind eindeutig intelligenter! Laßt uns besser werden!
NO JUSTICE - NO PEACE
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Warum?
Doom hat recht!
Hättet ihr schön brav, könntet ihr jetzt auch in Genua dabei sein, statt zu Hause rumzuhocken und zu grübeln, warum das nicht geklappt hat. Damit bewirkt ihr gar nichts, und in Genua fehlt ihr uns.
Kommentar zum Kommentar (?) ... und mehr
Ich glaube man hätte sich in kleineren Gruppen (ca.10 Leute) organisieren sollen, um nicht gleich mit schlechter(?) Laune anzukommen und einen Anlaufpunkt anlaufen und dann ein paar Infos zu Aktionen "abholen", damit man nicht umher rennt ohne zu wissen, was man/sie machen kann, weil dies die "Aktionsmoral" schnell zersprengt.
Viele Grüße
Jens