Genoa: Update01: Situation der gefangenen Frau

concat 18.07.2001 20:18
Morgen frueh wird in Genoa unter Ausschluss der Oeffentlichkeit das Schnellverfahren gegen die inhaftierte Frau eroeffnet.
Die Anklagepunkte sind laecherlich, unhaltbar und der Ausschluss der Oeffentlichkeit spricht Beande.
Mitlerweile ist der gefangen Frau ermoeglicht worden eine Anwaeltin ihrer Wahl zu benennen, das war zuvor schlicht und ergreifend aus dem Grunde nicht moeglich, weil die polizei ihr jeden Kontakt nach Aussen verweigert hatte. nachdem dann doch ein Telegram mit dem namen einer anwaeltin zu ihr durchgestellt wurde, konnte sie diese als ihre Verteidigerin benennen.
Die Anklagepunkte sind immer noch laecherlich unhaltsam, der UPS-Bus wird als typisches Schmugglerauto eingestuft, dafuer konzipiert Polizeiwagen von der Strasse zu rammen. Damit soll sie eine Durchbruchsversuch durch die Beton und Stahl Absperrung, welche die rote Zone umgibt, geplant haben.
Die Schnauze des UPS-Busses ist aus Plastik...
Die Anklagepunkte bezueglich der Bewaffnug wurden fallengelassen, anscheinend waren sogar der italienischen Polizei die Umdefinition Metallstangen, welche zur Stabiliesierung in die Ruckseacke eingenaeht waren, (es handelte sich um fabrikmaessig eingesetzte Metallschienen) zu weit hergeholt.
Das angedrohte Strafmass ist zur Zeit eine Geldstrafe und Ausweisung.
Die Anwaeltin erhob ihrerseits Anklage gegen die Polizei, weil diese die Festgenommenen Frauen, die mittlerweile wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen sind, statt der zulaessigen 12 Stunden 15 Stunden festhielt.
Weiterhin erhob sie Anklage gegen die Misshandlingen, die den beiden deutschen am selben Tag verhafteten indymedia-reportern zugefuegt wurden.

Fuer weitere Informationen, interviews mit den Betroffenen checkt die italienische indymedia site
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Ergänzungen

Tränengas in Italien verboten

Marlis 18.07.2001 - 23:23
In einem der ersten Artikel zu der Verhaftung der Frau wurde erwähnt, daß ihr ihr Tränengas als Waffe ausgelegt wurde. Nur kurz zur Info: im Gegensatz zur BRD gilt Tränengas (egal in welcher Form) als Waffe. Die Einfuhr ist meines Wissens nach verboten... Ich glaube, dies sollten reissende Frauen in Italien wissen.
Viel Glück an alle Reisenden

typisch massenmedien

elend 19.07.2001 - 10:28
das ist ja wieder mal typisch. die massenmedien schreiben sich gegenseitig alles ab. irgend ein bekiffter polizist hat die story mit dem rammfahrzeug erfunden, alle haben sie geschluckt, so bloed muss man ja erst mal sein, und verbreitet, teilweise auf der ersten Seite, mit Bild, ein polizist haelt stoz die Axt in die Hoehe.
es ist auch Aufgabe von Indymedia etc solche Vorverurteilungen zu dokumentieren und zu kritisieren.
Wenn Bild so einen Kaese verbreitet, so wird an 10 millionen Stammtischen von Frankfurt bis mallorca ueber die militanten chaoten gewettert, voll die hetze.
kommt halt davon dass man springer, kirch und berlusconi mit ihren durchtriebenen verbloedungsstrategien die massenmedien ueberlaesst. wake up

wieso "bekifft"?

oxytrocin 19.07.2001 - 12:10
Wieso war der Bulle "Bekifft"?
Hast Du ihm in die roten Augen gesehen oder an seinem Pippi geschnuppert? Waren nicht eher Alk, H, Koks oder Blutdruckmittel beteiligt?
Oder ist "bekifft" neuerdings mit "unzurechnugsfähig" oder einfach "scheiße" zu übersetzen?

Dein hin- und wieder bekiffter Oxy..

recherchieren

ernst 19.07.2001 - 12:33
Der Ausschluss der Öffentlichkeit aus dem Verfahren spricht Bände? Sorry, aber hast du recherchiert, ob Gerichtsverhandlungen in Italien sonst öffentlich sind? In der BRD beispielsweise nicht. "Ausschluss der Öffentlichkeit" eignet sich also nicht unbedingt als Argument. Kann deswegen auch icht überzeugen. (Ansonsten sind das alles natürlich die üblichen Schweinepraktiken, die auch ich in tiefster Entrüstung voll schlimm finde)