Demo geg Reiseverbote in Potsdam, kommt alle.

Rote Hilfe 18.07.2001 01:41
Am Donnerstag den 19.07.01 findet in Potsdam/Brandenburg ein Anti-Repessionsdemo statt. Hintergründe sind die Meldeauflagen u. Reiseeinschränkungen geg. Globalisierungsgegner.
Potsdam/ Brandenburg: Demonstration gegen Reiseverbote

"Sommer, Sonne, Reisefreiheit"

Aufruf zur Demonstration gegen Reisebeschraenkungen für DemonstrantInnen

Treffpunkt: 19. Juli (Donnerstag), 16.00 Uhr Hauptbahnhof Potsdam (Eingang
bei Netto)

Das Brandenburger Innenministerium plant, ca. fuenfzehn Menschen aus
Brandenburg Reiseverbote waehrend der Zeit des G7+1-Gipfeltreffens in Genua
zu erteilen. Unter den Betroffenen sollen sich in erster Linie,
offensichtlich ein Versuch der Wiedereinfuehrung der Sippenhaft, "Angehoerige
des Umfeldes der in Goeteborg Verhafteten" befinden.

Das Schengener Abkommen, dass innerhalb Europas die Grenzkontrollen um den
Preis der totalen Abschottung nach aussen aufhob, erwies sich waehrend der
zurueckliegenden internationale Proteste in Prag, Nizza, Goeteborg an einer
entscheidenden Stelle als loechrig. Schliesslich soll dieses Abkommen den
freien Verkehr der Waren, so auch der Ware Mensch, innerhalb der EU
sicherstellen und nicht radikalen KritikerInnen dieser Gesellschaftsordnung
das gemeinsame internationale Agieren erleichtern.

In Deutschland bemuehen sich jetzt die Innenministerien u.a. von Bayern,
Sachsen und Brandenburg diese "Zweckentfremdung" des Schengener Abkommens zu
verhindern. Reiseverbote sollen sicherstellen, dass radikale Linke aus der
BRD sich nicht mehr an derartigen internationalen Aktionen beteiligen koennen.

Um diesen schwerwiegenden Eingriff in demokratische Grundrechte zu
legitimieren hetzen hier in Brandenburg Innenministerium und lokale Presse in
trauter Gemeinsamkeit gegen Linke, die sich an internationalen Protesten
beteiligen. Dabei wird selbst vor Gleichsetzungen mit der RAF nicht
zurückgeschreckt. Saemtliche Prinzipien, die angeblich fuer die Konstitution
eines demokratischen Rechtsstaates entscheident sein sollen werden ueber Bord
geschmissen. Das Grundrecht der Freizuegigkeit, Demonstrationsfreiheit, die
Unschuldsvermutung im Falle von Gerichtsverfahren - nichtig, wenn das
"Ansehen Deutschlands in der Welt" gefaehrdet ist.

Diesen noch(!) zaghaften Ansaetzen einer neuen Form von Repression gilt es
jetzt entschiedenen Widerstand entgegen zu setzen! Wenn wir uns heute nicht
gegen die Reiseverbote fuer einige wehren wird es morgen die Regel sein, dass
Linke vor anstehenden politischen Grossereignissen massenhaft mit
Reiseverboten belegt werden. Damit wird notwendigerweise eine noch massivere
Ueberwachung politisch aktiver Linker einhergehen. Dann steht nur noch die
oeffentliche Erklaerung der Abschaffung des Grundrechtes der
Demonstrationsfreiheit aus.

Kommt am 19. Juli zur Demo!
Grenzen auf fuer alle!
Freiheit fuer die politischen Gefangenen in Goeteborg!

Rote Hilfe/Ortsgruppe Potsdam
Kontakt:  potsdam@rote-hilfe.de


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Ergänzungen

Aufrufe

Pete 18.07.2001 - 02:11
Eigentlich sollen Indymedia für Berichterstattung da sein. Dazu gehören natürlich auch mobilisierende Texte. Reine Aufrufe sollten jedoch nicht auf die Startseite - Ist im Disskusionsprozess so entstanden. Gründe: Mehrabeit für uns, es gibt andere Seiten, Vermeidung von iunnötiger Zentralisierung. Ich verlinke Euren Aufruf jedoch mit dem nuen Special. Ob Ihr einen Bericht (Berichte kommen ja suf die Startseite) schreiben wollt, indem die Demo erwähnt wird, ist Euch überlassen.
Habt Ihr den Termin schon an Stressfaktor und Linkeseite verschickt?

Aufruf = Bericht

18.07.2001 - 02:29
Was ist denn der Unterschied zwischen Aufruf und Bericht? Als der Aufruf geschrieben wurde, ist er doch in Berichtsform + Handlungsaufruf entstanden. Nur weil er auch woanders erscheint ist es doch nicht notwendig, ihn für jede Veröffentlichung umzuschreiben.

Pete 18.07.2001 - 02:53
Naja, es geht eugentlich darum, daß wie erwähnt die Startseite nicht mit Aufrufen vollgepackt werden soll. Ein Aufruf
will eigentlich hauptsächlich informieren. Ein Bericht ist dafür da, um über etwas zu berichten - Wenn im Rahmen
eines Berichtes zu etwas aufgerufen ist das sicher ein Grenzfall, der aber durchgehen könnte. Unsere
Diskussion zu diesem Thema (da Indymedia offen ist, kann da jede/r teilnehmen) ist noch nicht abgeschlossen.
Folgende Dinge haben sich schon "herauskristallisiert": Keine Aufrufe (Da... Gründe oben), keine vorgefertigten
(gecrossposteten) Flugblätter/Statements (stellt euch vor, jede Gruppe in D. würde auf Indymedia ihr Flublatt
veröffentlichen) oder Berichte aus anderen Medien - es sei denn im Rahmen eines Berichtes, in denen sie zitiert
werden. Keine Werbung....
Indymedia soll der in erster Linie der Berichterstattung dienen ohne andere Projekte zu ersetzen oder eine
 Zentrale@Deutschland.de zu sein. Es gibt eine ziemlich starke Infrastruktur in Sachem Alternative Medien. Eine
Zentrale Stelle, die Nadir, Linkeseite etc ersetzen würde, wäre leicht angreifbar und würde mit dem Grundsatz,
vernetzend und dezentral zu sein kollidieren. In anderen Ländern ist das etwas anders - auch deshalb, weil dort viel
schlechtere Bedingen als hierzulande herrschen. Seid bitte nicht böse. (Ich habe es wie erwähnt verlinkt)

18.07.2001 - 04:42
einfach mal anklicken....