Genua: Proteste gegen G8 - ein Teilnehmer von Polizei ermordet
In Deutschland und anderen Ländern laufen Solidaritätsaktionen
Global Action Days gegen die Politik der G8
aktuelle +++breaking news +++ (engl.)
UPDATE: weitere Tote sind bisher nicht bestaetigt. Ein 23jaehriger italienischer Demonstrant wurde aus einem Carabinieri-Wagen (paramilitaerische Polzei) mit einem Kopfschuss erschossen. Es hiess er habe einen Feuerloescher auf den Wagen werfen wollen. Er wurde anschliessend von den Carabinieri ueberfahren, die zwei Schuesse auf seinen Kopf gefeuert hatten. Weiterhin wurde eine Frau schwer verletzt.
hier das aktuelle UPDATE bzgl. der Schuesse
Hunderttausende Menschen gehen heute und morgen in Genua und aller Welt gegen die neoliberale Neuordnung der Welt und Kapitalismus auf die Strasse. Freitag und Samstag werden Globale Aktionstage sein, an denen in aller Welt Menschen auf die Strasse gehen. Bereits gestern fand eine MigrantInnendemo mit mehr als 50 000 Menschen in Genua statt. Ausserdem wird ein grosser Gegengipfel veranstaltet. Anlass ist ein Treffen der G8, das eigentlich rein repräsentativen Charakter hat.
Global Action Days gegen die Politik der G8
aktuelle +++breaking news +++ (engl.)
UPDATE: weitere Tote sind bisher nicht bestaetigt. Ein 23jaehriger italienischer Demonstrant wurde aus einem Carabinieri-Wagen (paramilitaerische Polzei) mit einem Kopfschuss erschossen. Es hiess er habe einen Feuerloescher auf den Wagen werfen wollen. Er wurde anschliessend von den Carabinieri ueberfahren, die zwei Schuesse auf seinen Kopf gefeuert hatten. Weiterhin wurde eine Frau schwer verletzt.
hier das aktuelle UPDATE bzgl. der Schuesse
Hunderttausende Menschen gehen heute und morgen in Genua und aller Welt gegen die neoliberale Neuordnung der Welt und Kapitalismus auf die Strasse. Freitag und Samstag werden Globale Aktionstage sein, an denen in aller Welt Menschen auf die Strasse gehen. Bereits gestern fand eine MigrantInnendemo mit mehr als 50 000 Menschen in Genua statt. Ausserdem wird ein grosser Gegengipfel veranstaltet. Anlass ist ein Treffen der G8, das eigentlich rein repräsentativen Charakter hat.
Die verschiedensten Gruppen und Bündnisse (who is who in Genua) haben die Proteste vorbereitet. Darunter das GSF - Genua Social Forum - ein Netzwerk dem über 700 Gruppen, Kollektiven und Organisationen - angefangen von Ya Basta und anarchistischen Gruppen bis hin zu Gewerkschaften und kirchlichen Gruppen. Andere Netzwerke und Bündnisse planen ebenfalls vielfältige Aktionen. Seit Wochen gibt es Aktions- und Trainingscamps, Karawanen und Aktionen der verschiedensten Art. Ziel ist vor allem Alternativen zum Bestehenden aufzuzeigen.
Der Text enthält Hintergrundinfos, Hinweise, sehr viele Links und mehr.
Folgende Indymedia-Seiten sind zu empfehlen:
- Indymedia-Schweiz und Indymedia-Österreich
- und natürlich für die aktuellsten Infos, Fotos und Videos: Indymedia-Italien
- Hier ständig neue Bilder
Indymedia-Radio und TV:
We will broadcast from theGenova Social Forum and from the streets. Listen to: Radio-Webstream - Live-Radio aus Genua mit aktuellen News und Interviews in mehreren Sprachen.
IMC-Videokanal
- Videos aus Genua von KanalB hier
Eindruecke ueber die Lage in GenoaDie Regierungen in Europa kennen nur eine Antwort auf die Mobilisierung: Lüge und Gewalt. Seit Wochen wird versucht, die Situation zu eskalieren. Nach aussen für die PR wird ein "Dialog" inszeniert. In Wirklichkeit werden sämtliche Grundrechte ausgehebelt, Razzien und Repression in stetig steigendem Ausmass intensiviert. Die Sprache die Stahl- und Betonbarrieren, Panzer, martialisch auftretende Polizei und Soldaten sprechen ist überdeutlich. Die Strategen und die Medien (bis auf sehr wenige Ausnahmen: hier und hier) führen einen Informationskrieg. Jedes Mittel scheint recht zu sein. Kritische JournalistInnen wurden ausgewiesen oder verhaftet und misshandelt - Tage vor den Demonstrationen. Die ersten Aktionen blieben trotzdem friedlich- trotz ständiger Razzien und Provokationen. Was ist der Grund für die Proteste in Genua?Gründe gibt es viele und noch viel mehr Texte. Im Anschluss an den folgenden Text sind viele Links zu Seiten, die Hintergrundinformationen zu G8, Neoliberalismus, Weltweirtschaft zum Lesen, zum Anschauen (Video) oder Download.
Wogegen kämpfen wir eigentlich?
"Arbeit. Keiner geht da gerne hin. Alle gehen da hin, gegen die wette, die sie abgeschlossen haben. Wir gehen alle zur arbeit, stecken unsere karten in schlitze, lassen uns abstempeln, machen uns mist fühlen, tun dinge, die uns garantiert nicht interessieren (...). Wer zuerst aussteigt, hat verloren. Die menschen bemerken das fehlen der sonne nicht. Menschen, die morgens rausmüssen, zur arbeit müssen, in die kälte müssen. Wie kleine kinder, die im dunkeln auf diverse strassen gezerrt werden, weinen. Erwachsene weinen nicht. Müssen raus." (nach: sybille berg, sex II)
Wir kämpfen nicht nur gegen das G8 Treffen in Genua. Wir kämpfen gegen das G8 Treffen in Genua als Symbol einer Politik die seit dem Ende des 50 Jahre währenden Wirtschaftswunders den Planeten, die Menschen und die Moral ruiniert. Gegen den Kapitalismus und für ein Leben im warmen Schein moralischer Werte wie zum Beispiel du sollst deinen Nächsten nicht ausbeuten, du sollst nicht in Kauf nehmen dass Leute sterben damit du deine Profite machen kannst, du sollst nicht in Kauf nehmen, dass das Klima zerstört, das Wasser verschmutzt und die Arten ausgerottet werden damit du deine Profite machen kannst.
Es geht nicht nur darum anzuprangern, dass Staaten und deren politische Vertreter im Namen von aus dem Hut gezauberten Dogmen wie Wirtschaftswachstum, Freihandel, der sich angeblich zum Wohle aller selbst reguliert, handeln.
Es geht auch darum, dass die Menschen, die ihre Ersparnisse durch Aktiengeschäfte aufbessern, sich darüber klar werden, dass ihr Verhalten eine politische und eine moralische Dimension hat, dass Verhalten ganz generell eine politische und moralische Dimension hat.
Es geht also letztlich darum, dass wir in einer auf Werte bezogenen Gesellschaft leben möchten, und dass unsere Gesellschaft die so am Ende ist, dass sie nur noch armselige Pseudowerte wie Profit, cash und fun, eine Gesellschaft ist, die sich selbst aus der Umlaufbahn schiesst.
Die Tatsachen (eine Auswahl, thematisch geordnet, nicht im einzelnen belegt, aus dem Kopf zitiert nach Altvater und Chomsky)
Armutsbekämpfung / Schuldenerlass: Die Industrieländer haben sich verpflichtet 0,7 % ihres Bruttoinlandproduktes für Entwicklungshilfe bereitzustellen. Die BRD bringt es auf 0,25%, die USA auf 0,1%. Die Industrieländer weigern sich die Schulden zu erlassen, weil sie keine Möglichkeiten sehen, zu kontrollieren wie die Staaten das dadurch freiwerdende Geld verwenden. Der Schuldenerlass wird an Bedingungen geknüpft. Die Schuldnerländer sollen Armutsbekämpfungsprogramme einrichten. Dazu haben die Schuldnerländer keine Mittel. Die neuerlichen Kredite die sie für solche Programme brauchen würden, werden nicht gewährt.
Die Kapitalmärkte: Das Volumen des internationalen Kapitalmärkte übersteigt alles was mensch sich vorstellen kann. Die zahlreichen Krisen der Kapitalmärkte stürzen Gesellschaften ins Aus. Wenn die Kapitalmärkte zusammenbrechen zahlen dafür nicht etwas jene die das verursacht haben, sondern Leute die damit noch nie was zu tun hatten.
Als 1994 innerhalb einer Woche 30.000 Milliarden US Dollars aus Mexiko abgezogen wurden, sankt der Wert des Pesos um die Hälfte, obwohl der IWF eine astronomische Zuwendung genehmigt hatte (aus Steuergeldern). Die Gewinne aus den Kapitalmärkten gehen an die Kapitalisten, die Verluste gegen an die Allgemeinheit.
James Tobin, Nobelpreisträger und Ökonom schlug vor, alle Kapitaltransfers von einem Land ins andere mit einer Steuer zu belasten. Das würde erstens die Kapitalmärkte stabilisieren (Krisen vermeiden) und zweitens einen Teil des auf der Suche nach der grösstmöglichen Rendite um den Globus rasenden Kapitals im jeweiligen Nationalstaat halten und stünde für humanitäre und ökologische Projekte zur Verfügung.
In Genua wird eine tobin tax mit dem Argument abgelehnt werden, sie wäre mit zu hohen Kosten verbunden und würde die Effizienz der Kapitalmärkte stören. Abgelehnt wurden in der Vergangenheit auch schon die Unterbindung von Steueroasen, Geldwaschmöglichkeiten und ähnliches.
Wachstum Die Weltbank behauptet, das Wachstum wäre das beste Mittel gegen die Armut. Das ist eine Fehlannahme, denn es gibt Gegenden in denen die Wirtschaft wächst, die Leute jedoch verhungern. (Strukturanpassungsmassnahmen, von IWF und Weltbank Schuldnerländern als Bedingung für die Vergabe von Krediten aufgezwungen, fordern die Herstellung von Exportgütern statt lokaler Lebensmittelproduktion, das ist die Ursache von Unterernährung in 80% der Fälle). Ausserdem sind seit 25 Jahren die Zinsen höher sind als die Rendite, d.h. das was die armen Länder an Zinsen für ihre Schulden zahlen müssen, ist mehr als was durch Geschäfte zu verdienen ist.
Als Oskar Lafontaine die Realzinsen senken wollte, musste er gehen. Die Leute die Kapital haben möchten dafür auch viel Zinsen bekommen, und zwar nicht nur die grossen amerikanischen Pensionsfonds sondern auch die ganz normalen Leute, die ihr Geld "gut anlegen" möchten. Fragt sich nur was "gut anlegen" hier bedeutet. Du weisst es?
Demokratie???
Die internationale Politik wird nicht von demokratisch legitimierten Gremien veranstaltet sondern immer mehr von Sonderkommissionen, "Feuerwehreinsätzen" etc. über multilaterale Abkommen setzen sich die Staaten nach belieben hinweg. So etwa tritt die USA unter George W. Bushs Führung nach dem Willen der texanischen Ölindustrie vom Klimaschutzabkommen von Kyoto zurück, oder die UNO Charta, die Kriegshandlungen nur zum Zwecke der Notwehr erlaubt, wird mit dem zynischen verweis auf ?innere Agressionen?, die angeblich von den überfallenen Staaten ausgehen, mit Füssen getreten, wenn es darum geht ein Land zu überfallen, das den USA wegen seiner Sozialprogramme unangenehm auffällt ...
Die anderen beiden wichtigen Institutionen mit denen internationale Politik gemacht wird, abgesehen von informellen Treffen wie G7/G8/G10, die Weltbank und der Internationale Währungsfonds, funktionieren ebenfalls undemokratisch. Der Stimmenanteil im IWF bemisst sich nach der Höhe des Beitrags, den ein Beitrittsland bezahlt und nicht etwa nach demokratische Kriterien wie etwa der Einwohnerzahl des jeweiligen Landes. So sind Länder wie Indien und China z.b. krass unterrepräsentiert. Das Sagen haben die USA und die Industrienationen.
Die demokratisch nicht oder nur mangelhaft legitimierte internationale Politik zielt in ihrer ganzen Tendenz darauf ab, Firmen ihre Investitionstätigkeit in aller Welt zu erleichtern. (Sagt euch das MAI-Abkommen was?) Jeder Fleck der Welt soll zu einem Ort werden auf dem kapitalistischer Unternehmergeist, sofern mit genügend Startkapital versorgt, Profit machen kann (vgl: Chomsky: "Die Fünfte Freiheit"). Niedrige soziale und ökologische Standards werden dabei ebenso ausgenützt wie Startvorteile gegenüber einheimischen Unternehmen durch grosses Investitionskapital, das einheimischen Unternehmen oft nicht zur Verfügung steht. So wird der Globus mit einem Netz aus Ausbeutung und Umweltzerstörung überzogen, dem nach Möglichkeit alle tatenlos zusehen sollen.
Es ist schwierig mit einer solchen Aufzählung von Tatsachen aufzuhören sie lässt sich ins Unendliche fortsetzen. Hat mensch einmal damit begonnen, sich mit der Materie zu befassen, so beginnen alle Nachrichten aus Radio oder Fernsehen, die von internationaler Politik handeln, wie unerträgliche Zynismen in den Ohren zu schmerzen.
Presse/Medien:
Einer der gespenstischsten Faktoren an dem Ganzen, ist, dass die kommerzielle Presse von diesen Tatsachen und Zusammenhängen nur in grotesk entstellter Weise berichtet.
Die politische Führung der Industrienationen kann voll auf die Unterstützung der kommerzielle Presse zählen, egal wie viele 100.000 Besitzlose Bauern in Indonesien gerade abgeschlachtet werden. Bekannt wird nur was bekannt werden soll. Das MAI wurde nicht durch einen einhelligen Aufschrei in der internationalen Presse abgewandt, sondern durch kanadische und französische Bürgerrechtsbewegungen.
Wir können das alles ändern. Aber wir werden nicht umhinkommen uns dafür ein bisschen anzustrengen. Das entscheidende ist, den Leuten da draussen vor ihren Fernsehapparaten zu vermitteln, was wirklich abgeht. Und nicht vergessen: "Auschwitz ist der Altar des Kapitalismus."
(Heiner Müller)
Zen (kanalB) Genua
Links:
- Videos - Interview mit Elmar Altvater und News aus Genua
- Datenbank zum Thema Welthandel und Neoliberalismus von Aktionsinfo
- Text bei Indymedia über G8 - Auszug:
Nicht zufällig fällt die erste Sitzung des (damals noch) G5 benannten Kreises in eine Krisenphase der fordistischen Regulationsweise. Am 17. November 1975 trafen sich in Frankreich auf Schloss Rambouillet die 'am stärksten industrialisierten Länder'. Dem vorausgegangen waren mehrere informelle Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs, die aufgrund der Loslösung der Währungen vom Goldstandard (1973) und der akuten 'Oelkrise' - nun - redebedarf anmeldeten.
- Mobilisierungszeitung mit mehreren wirklich interessanten Artikeln:
- als PDF zum Download
- Inhalt der Zeitung
- Die Zeitschrift Analyse und Kritik hat in ihrer letzten Ausgabe den Schwerpunkt auf das Thema weltweite Protestbewegung.
Weiteres: was ist geplant?
Am Montag begann der Gegengipfel - Zu den verschiedensten Themen finden Workshops, Diskussionen, Vorträge und mehr statt. Berichte darüber (hoffentlich) bald.
Am Mittwoch findet ein grosses Konzert statt.
Der Donnerstag beginnt mit einer MigrantInnen-Demo, an der etwa 10 000 Menschen teilnehmen werden sowie ein öffentliches Tribunal über "die Welt(un)ordnung": Klimaveränderung, Zugang zu Medikamenten; Gentechnologie und Ernährungssicherheit. Das GSF wird Initiativen und Aktionen der kommenden Woche vorstellen. Abends gibt es ein Plenum der "global citizens"
Am Freitag sind Direkte, gewaltfreie Aktionen "im Meer und auf der Strasse" und ziviler Ungehorsam. Ein Strassenforum geplant. Weltweit wird es Aktionen an diesem Tag geben - auch in Deutschland. In Potsdam ist Demo gegen die Reiseverbote geplant.
Am Samstag (Global Action Day) wird die Grossdemo stattfinden, zu der zwischen 100 000 und 200 000 Menschen erwartet werden. Die Anzahl wird auch davon abhängen, wie viele Menschen nach Genua gelassen werden und wie stark die Staats-Gewalt ist. Weltweit werden Aktionen stattfinden.
Am Sonntag wird der Gegengipfel beendet. Wahrscheinlich wird es an diesem Tag auch Europaweit Proteste gegen die Repressionen geben.
Repression und Staats-Gewalt
Die Herrschenden zeigen ihr wahres Gesicht. Egal ob die Rechtsradikale Allianz des Silvio Berlusconi oder die sozialdemokratischen Regierungen Deutschlands oder Frankreichs: Die einzigen Mittel gegen Menschen, die aufbegehren sind Gewalt, Infowar und Repression. Dabei werden teilweise so ziemlich alle geltenden Rechte gebrochen. über dieses Thema wurde sehr viel geschrieben. Daher hier einige Links für Interessierte:
- Infowa: "Celler Loch" in Genua Ein Text über Informationskrieg und inszenierte Bombenanschläge
- Genua hin- und zurück
- Indymedia-Feature über den Grundrechteabbau in der EU Was sonst noch im Geheimen besprochen wurde wissen wir nicht.
- Bericht über Polizeirepression in engl.
- Hausbesuche vor Genua
- Busunternehmen werden vom Staat eingeschüchtert
- Crackdown on Dissent: From Germany to Genoa über die Dissidentenkartei
- Informationen aus Genua
- Einiges was beim Telefonieren zu beachten ist
- Ein Zug mit 500 Menschen ist illegal in Franktreich gestoppt worden.
- Aktion an der Grenze
- Rauchende Colts im IKEA-Land - Professionelle Gewalttäter der schwedischen Polizei versuchen EU-GegnerInnen zu spalten
- Video: Absperrung der roten Zone
- JW-Interview zu den Ausreiseverboten
Bilder und Texte auf der italienischen Seite von Peoples Global Action
- Azione Globale dei Popoli
Weitere Links zu Informationen, Programm, Nachrichten, Material und mehr
- Mobilisierungsseite
- Seite von Peoples Global Action - viele Links und Informationen
- Gipfelsturmseite zu Genua
- genoa-g8.org
- Videos bei Italy-IMC
- sehr viele Bilder
Feature : Proteste in Genua: Demnächst gehts los!
Der Text enthält Hintergrundinfos, Hinweise, sehr viele Links und mehr.
Folgende Indymedia-Seiten sind zu empfehlen:
- Indymedia-Schweiz und Indymedia-Österreich
- und natürlich für die aktuellsten Infos, Fotos und Videos: Indymedia-Italien
- Hier ständig neue Bilder
Indymedia-Radio und TV:
We will broadcast from theGenova Social Forum and from the streets. Listen to: Radio-Webstream - Live-Radio aus Genua mit aktuellen News und Interviews in mehreren Sprachen.
IMC-Videokanal - Videos aus Genua von KanalB hier
Eindruecke ueber die Lage in GenoaDie Regierungen in Europa kennen nur eine Antwort auf die Mobilisierung: Lüge und Gewalt. Seit Wochen wird versucht, die Situation zu eskalieren. Nach aussen für die PR wird ein "Dialog" inszeniert. In Wirklichkeit werden sämtliche Grundrechte ausgehebelt, Razzien und Repression in stetig steigendem Ausmass intensiviert. Die Sprache die Stahl- und Betonbarrieren, Panzer, martialisch auftretende Polizei und Soldaten sprechen ist überdeutlich. Die Strategen und die Medien (bis auf sehr wenige Ausnahmen: hier und hier) führen einen Informationskrieg. Jedes Mittel scheint recht zu sein. Kritische JournalistInnen wurden ausgewiesen oder verhaftet und misshandelt - Tage vor den Demonstrationen. Die ersten Aktionen blieben trotzdem friedlich- trotz ständiger Razzien und Provokationen. Was ist der Grund für die Proteste in Genua?Gründe gibt es viele und noch viel mehr Texte. Im Anschluss an den folgenden Text sind viele Links zu Seiten, die Hintergrundinformationen zu G8, Neoliberalismus, Weltweirtschaft zum Lesen, zum Anschauen (Video) oder Download.
Wogegen kämpfen wir eigentlich? "Arbeit. Keiner geht da gerne hin. Alle gehen da hin, gegen die wette, die sie abgeschlossen haben. Wir gehen alle zur arbeit, stecken unsere karten in schlitze, lassen uns abstempeln, machen uns mist fühlen, tun dinge, die uns garantiert nicht interessieren (...). Wer zuerst aussteigt, hat verloren. Die menschen bemerken das fehlen der sonne nicht. Menschen, die morgens rausmüssen, zur arbeit müssen, in die kälte müssen. Wie kleine kinder, die im dunkeln auf diverse strassen gezerrt werden, weinen. Erwachsene weinen nicht. Müssen raus." (nach: sybille berg, sex II)
Wir kämpfen nicht nur gegen das G8 Treffen in Genua. Wir kämpfen gegen das G8 Treffen in Genua als Symbol einer Politik die seit dem Ende des 50 Jahre währenden Wirtschaftswunders den Planeten, die Menschen und die Moral ruiniert. Gegen den Kapitalismus und für ein Leben im warmen Schein moralischer Werte wie zum Beispiel du sollst deinen Nächsten nicht ausbeuten, du sollst nicht in Kauf nehmen dass Leute sterben damit du deine Profite machen kannst, du sollst nicht in Kauf nehmen, dass das Klima zerstört, das Wasser verschmutzt und die Arten ausgerottet werden damit du deine Profite machen kannst.
Es geht nicht nur darum anzuprangern, dass Staaten und deren politische Vertreter im Namen von aus dem Hut gezauberten Dogmen wie Wirtschaftswachstum, Freihandel, der sich angeblich zum Wohle aller selbst reguliert, handeln.
Es geht auch darum, dass die Menschen, die ihre Ersparnisse durch Aktiengeschäfte aufbessern, sich darüber klar werden, dass ihr Verhalten eine politische und eine moralische Dimension hat, dass Verhalten ganz generell eine politische und moralische Dimension hat.
Es geht also letztlich darum, dass wir in einer auf Werte bezogenen Gesellschaft leben möchten, und dass unsere Gesellschaft die so am Ende ist, dass sie nur noch armselige Pseudowerte wie Profit, cash und fun, eine Gesellschaft ist, die sich selbst aus der Umlaufbahn schiesst.
Die Tatsachen (eine Auswahl, thematisch geordnet, nicht im einzelnen belegt, aus dem Kopf zitiert nach Altvater und Chomsky)
Armutsbekämpfung / Schuldenerlass: Die Industrieländer haben sich verpflichtet 0,7 % ihres Bruttoinlandproduktes für Entwicklungshilfe bereitzustellen. Die BRD bringt es auf 0,25%, die USA auf 0,1%. Die Industrieländer weigern sich die Schulden zu erlassen, weil sie keine Möglichkeiten sehen, zu kontrollieren wie die Staaten das dadurch freiwerdende Geld verwenden. Der Schuldenerlass wird an Bedingungen geknüpft. Die Schuldnerländer sollen Armutsbekämpfungsprogramme einrichten. Dazu haben die Schuldnerländer keine Mittel. Die neuerlichen Kredite die sie für solche Programme brauchen würden, werden nicht gewährt.
Die Kapitalmärkte: Das Volumen des internationalen Kapitalmärkte übersteigt alles was mensch sich vorstellen kann. Die zahlreichen Krisen der Kapitalmärkte stürzen Gesellschaften ins Aus. Wenn die Kapitalmärkte zusammenbrechen zahlen dafür nicht etwas jene die das verursacht haben, sondern Leute die damit noch nie was zu tun hatten.
Als 1994 innerhalb einer Woche 30.000 Milliarden US Dollars aus Mexiko abgezogen wurden, sankt der Wert des Pesos um die Hälfte, obwohl der IWF eine astronomische Zuwendung genehmigt hatte (aus Steuergeldern). Die Gewinne aus den Kapitalmärkten gehen an die Kapitalisten, die Verluste gegen an die Allgemeinheit.
James Tobin, Nobelpreisträger und Ökonom schlug vor, alle Kapitaltransfers von einem Land ins andere mit einer Steuer zu belasten. Das würde erstens die Kapitalmärkte stabilisieren (Krisen vermeiden) und zweitens einen Teil des auf der Suche nach der grösstmöglichen Rendite um den Globus rasenden Kapitals im jeweiligen Nationalstaat halten und stünde für humanitäre und ökologische Projekte zur Verfügung.
In Genua wird eine tobin tax mit dem Argument abgelehnt werden, sie wäre mit zu hohen Kosten verbunden und würde die Effizienz der Kapitalmärkte stören. Abgelehnt wurden in der Vergangenheit auch schon die Unterbindung von Steueroasen, Geldwaschmöglichkeiten und ähnliches.
Wachstum Die Weltbank behauptet, das Wachstum wäre das beste Mittel gegen die Armut. Das ist eine Fehlannahme, denn es gibt Gegenden in denen die Wirtschaft wächst, die Leute jedoch verhungern. (Strukturanpassungsmassnahmen, von IWF und Weltbank Schuldnerländern als Bedingung für die Vergabe von Krediten aufgezwungen, fordern die Herstellung von Exportgütern statt lokaler Lebensmittelproduktion, das ist die Ursache von Unterernährung in 80% der Fälle). Ausserdem sind seit 25 Jahren die Zinsen höher sind als die Rendite, d.h. das was die armen Länder an Zinsen für ihre Schulden zahlen müssen, ist mehr als was durch Geschäfte zu verdienen ist.
Als Oskar Lafontaine die Realzinsen senken wollte, musste er gehen. Die Leute die Kapital haben möchten dafür auch viel Zinsen bekommen, und zwar nicht nur die grossen amerikanischen Pensionsfonds sondern auch die ganz normalen Leute, die ihr Geld "gut anlegen" möchten. Fragt sich nur was "gut anlegen" hier bedeutet. Du weisst es?
Demokratie???
Die internationale Politik wird nicht von demokratisch legitimierten Gremien veranstaltet sondern immer mehr von Sonderkommissionen, "Feuerwehreinsätzen" etc. über multilaterale Abkommen setzen sich die Staaten nach belieben hinweg. So etwa tritt die USA unter George W. Bushs Führung nach dem Willen der texanischen Ölindustrie vom Klimaschutzabkommen von Kyoto zurück, oder die UNO Charta, die Kriegshandlungen nur zum Zwecke der Notwehr erlaubt, wird mit dem zynischen verweis auf ?innere Agressionen?, die angeblich von den überfallenen Staaten ausgehen, mit Füssen getreten, wenn es darum geht ein Land zu überfallen, das den USA wegen seiner Sozialprogramme unangenehm auffällt ...
Die anderen beiden wichtigen Institutionen mit denen internationale Politik gemacht wird, abgesehen von informellen Treffen wie G7/G8/G10, die Weltbank und der Internationale Währungsfonds, funktionieren ebenfalls undemokratisch. Der Stimmenanteil im IWF bemisst sich nach der Höhe des Beitrags, den ein Beitrittsland bezahlt und nicht etwa nach demokratische Kriterien wie etwa der Einwohnerzahl des jeweiligen Landes. So sind Länder wie Indien und China z.b. krass unterrepräsentiert. Das Sagen haben die USA und die Industrienationen.
Die demokratisch nicht oder nur mangelhaft legitimierte internationale Politik zielt in ihrer ganzen Tendenz darauf ab, Firmen ihre Investitionstätigkeit in aller Welt zu erleichtern. (Sagt euch das MAI-Abkommen was?) Jeder Fleck der Welt soll zu einem Ort werden auf dem kapitalistischer Unternehmergeist, sofern mit genügend Startkapital versorgt, Profit machen kann (vgl: Chomsky: "Die Fünfte Freiheit"). Niedrige soziale und ökologische Standards werden dabei ebenso ausgenützt wie Startvorteile gegenüber einheimischen Unternehmen durch grosses Investitionskapital, das einheimischen Unternehmen oft nicht zur Verfügung steht. So wird der Globus mit einem Netz aus Ausbeutung und Umweltzerstörung überzogen, dem nach Möglichkeit alle tatenlos zusehen sollen.
Es ist schwierig mit einer solchen Aufzählung von Tatsachen aufzuhören sie lässt sich ins Unendliche fortsetzen. Hat mensch einmal damit begonnen, sich mit der Materie zu befassen, so beginnen alle Nachrichten aus Radio oder Fernsehen, die von internationaler Politik handeln, wie unerträgliche Zynismen in den Ohren zu schmerzen.
Presse/Medien:
Einer der gespenstischsten Faktoren an dem Ganzen, ist, dass die kommerzielle Presse von diesen Tatsachen und Zusammenhängen nur in grotesk entstellter Weise berichtet.
Die politische Führung der Industrienationen kann voll auf die Unterstützung der kommerzielle Presse zählen, egal wie viele 100.000 Besitzlose Bauern in Indonesien gerade abgeschlachtet werden. Bekannt wird nur was bekannt werden soll. Das MAI wurde nicht durch einen einhelligen Aufschrei in der internationalen Presse abgewandt, sondern durch kanadische und französische Bürgerrechtsbewegungen.
Wir können das alles ändern. Aber wir werden nicht umhinkommen uns dafür ein bisschen anzustrengen. Das entscheidende ist, den Leuten da draussen vor ihren Fernsehapparaten zu vermitteln, was wirklich abgeht. Und nicht vergessen: "Auschwitz ist der Altar des Kapitalismus."
(Heiner Müller)
Zen (kanalB) Genua
Links:
- Videos - Interview mit Elmar Altvater und News aus Genua
- Datenbank zum Thema Welthandel und Neoliberalismus von Aktionsinfo
- Text bei Indymedia über G8 - Auszug:
Nicht zufällig fällt die erste Sitzung des (damals noch) G5 benannten Kreises in eine Krisenphase der fordistischen Regulationsweise. Am 17. November 1975 trafen sich in Frankreich auf Schloss Rambouillet die 'am stärksten industrialisierten Länder'. Dem vorausgegangen waren mehrere informelle Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs, die aufgrund der Loslösung der Währungen vom Goldstandard (1973) und der akuten 'Oelkrise' - nun - redebedarf anmeldeten.
- Mobilisierungszeitung mit mehreren wirklich interessanten Artikeln:
- als PDF zum Download
- Inhalt der Zeitung
- Die Zeitschrift Analyse und Kritik hat in ihrer letzten Ausgabe den Schwerpunkt auf das Thema weltweite Protestbewegung.
Weiteres: was ist geplant?
Am Montag begann der Gegengipfel - Zu den verschiedensten Themen finden Workshops, Diskussionen, Vorträge und mehr statt. Berichte darüber (hoffentlich) bald.
Am Mittwoch findet ein grosses Konzert statt.
Der Donnerstag beginnt mit einer MigrantInnen-Demo, an der etwa 10 000 Menschen teilnehmen werden sowie ein öffentliches Tribunal über "die Welt(un)ordnung": Klimaveränderung, Zugang zu Medikamenten; Gentechnologie und Ernährungssicherheit. Das GSF wird Initiativen und Aktionen der kommenden Woche vorstellen. Abends gibt es ein Plenum der "global citizens"
Am Freitag sind Direkte, gewaltfreie Aktionen "im Meer und auf der Strasse" und ziviler Ungehorsam. Ein Strassenforum geplant. Weltweit wird es Aktionen an diesem Tag geben - auch in Deutschland. In Potsdam ist Demo gegen die Reiseverbote geplant.
Am Samstag (Global Action Day) wird die Grossdemo stattfinden, zu der zwischen 100 000 und 200 000 Menschen erwartet werden. Die Anzahl wird auch davon abhängen, wie viele Menschen nach Genua gelassen werden und wie stark die Staats-Gewalt ist. Weltweit werden Aktionen stattfinden.
Am Sonntag wird der Gegengipfel beendet. Wahrscheinlich wird es an diesem Tag auch Europaweit Proteste gegen die Repressionen geben.
Repression und Staats-Gewalt
Die Herrschenden zeigen ihr wahres Gesicht. Egal ob die Rechtsradikale Allianz des Silvio Berlusconi oder die sozialdemokratischen Regierungen Deutschlands oder Frankreichs: Die einzigen Mittel gegen Menschen, die aufbegehren sind Gewalt, Infowar und Repression. Dabei werden teilweise so ziemlich alle geltenden Rechte gebrochen. über dieses Thema wurde sehr viel geschrieben. Daher hier einige Links für Interessierte:
- Infowa: "Celler Loch" in Genua Ein Text über Informationskrieg und inszenierte Bombenanschläge
- Genua hin- und zurück
- Indymedia-Feature über den Grundrechteabbau in der EU Was sonst noch im Geheimen besprochen wurde wissen wir nicht.
- Bericht über Polizeirepression in engl.
- Hausbesuche vor Genua
- Busunternehmen werden vom Staat eingeschüchtert
- Crackdown on Dissent: From Germany to Genoa über die Dissidentenkartei
- Informationen aus Genua
- Einiges was beim Telefonieren zu beachten ist
- Ein Zug mit 500 Menschen ist illegal in Franktreich gestoppt worden.
- Aktion an der Grenze
- Rauchende Colts im IKEA-Land - Professionelle Gewalttäter der schwedischen Polizei versuchen EU-GegnerInnen zu spalten
- Video: Absperrung der roten Zone
- JW-Interview zu den Ausreiseverboten
Bilder und Texte auf der italienischen Seite von Peoples Global Action
- Azione Globale dei Popoli
Weitere Links zu Informationen, Programm, Nachrichten, Material und mehr
- Mobilisierungsseite
- Seite von Peoples Global Action - viele Links und Informationen
- Gipfelsturmseite zu Genua
- genoa-g8.org
- Videos bei Italy-IMC
- sehr viele Bilder
Feature : Proteste in Genua: Demnächst gehts los!
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Off-Topic
mal etwas leicht off-topic, zum Thema globalisierung aber passend, deshalb hier mal reingestellt:
Ich bin auf der Suche nach links zum Thema Artikel 27 (glaub ich) der Mexikanischen Verfassung (besagt daß ein gewisser Teil des Landes der armen und eingeborenen Bevölkerung zusteht), der im Zuge der Nafta-Vereinbarungen gestrichen werden soll.
Wäre euch über jegliche Infos (gern auf per mail, wenns nicht zu viel wird) dankbar.
Grüße,
Julian
Fehler
Vielmehr wurde hier - schätze ich - das englische Wort "Billion", das aber lediglich 1 deutsche Mrd. bezeichnet einfach übersetzt und dementsprechend falsch interpretiert.
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege,
Grüße,
Julian
Echt geil
Reichstagsbrand in Italien?
Erdbeben und Vulkanausbruch in Italien
lassen sich von Heerscharen Soldaten, Polizisten, verdeckten Ermittlern und Hochsicherheitszonen von ihrem geliebten Volke schützen. -----------------------------------------------------------------------------------------------
Aus Sicherheitsgründen wohnen sie näturlich nicht in den Häusern der Armen, wo Dusche und Bad fehlt, auch nicht in den Wellblechhütten der Obdachlosen, so solidarisch wollen diese Herren nun auch wieder nicht sein, obwohl es ja wirklich um das Wohl der Völker geht! -----------------------------------------------------------------------------------
Sie wohnen auf Schiffen, obwohl ja bekanntlich der Boden dort schwankt und mit beiden Beinen soll Frau ja fest auf dem Boden stehen, nicht auf Planken! ------------------------------------------------------------------------------------
wenn's Schicksal da nicht gut und ehrlich gemeint hat und rechtzeitig zu Untermalung der drohenden Gefahren für's Kapital und den Rest der Menschheit, diese netten Naturkatastrophen schickte.--------------------------------------------------------------------------------------------- Erdbeben in Norditalien, Vulkanausbruch in Sizilien!--------------------------------------------------------------------
Passt doch das die Herren Kapitalverwerter da in der Mitte sitzen, - na vielleicht werden sie ja erst von den Steinen der Vorsehung erschlagen und dann in der Hölle mit Lava geröstet!?!----------------------------- --------------------------------------------------------------------------------
Nun wenn man die Zeichen am Himmel der Weltwirtschaft und die Tendenzen der im "Endzeit Report" beschriebenen Naturspektakel richtig deutet, zappelt da der Fisch noch ein wenig im Netz bevor er elend an Sauerstoff und Kapitalmangel krepiert! ------------------------------------------------------------------------------------------------
Warten wirs ab und packens dann an!------------------------------------------ -------------------------------------------
Rising up angry!--------------------- -----------------------
Auf Muck------------------------------ -------------------------------------- --------------------------------------------
Zwei weniger - und das ist auch gut so!
ist jetzt nicht polemisch gemeint. Das ist mein Ernst. Wenn Ihr mit Eurer Weltanschauung die breite Masse erreichen wolt, dann mit logischen und nachvollziehbaren Argumenten und nicht solchen lächerlichen Platitüden. Zumindest müßte man doch dem Polizisten das gleiche Recht auf Notwehr einräumen, wie sich selbst.
Und Indymedia bestätigt wie üblich mal wieder die Erkenntnis, daß jemand, der unabhängige Berichterstattung wünscht, bestimmt nicht bei Indymedia danach sucht. Das ist doch einzig eine Selbstbefriedigungsseite für Ultra-Linkskonservative (auch Globalisierungsgegner genannt), die weder Schreiben noch Denken können.
Have a nice one!
was schreibst du da?
20.7.: Spontandemo in Köln
---
Jaja
interpretieren. Wenn Ihr das ändern wollt, dann müßt ihr Euch aber was überzeugenderes Einfallen lassen als diese dämliche Indymedia-Propaganda. Und dieses "Rädchen im getriebe"-Geschwätz ist auch etwas abgestanden. Argumente !!!!! Auch "ein faschist, der denkt "neue mitte" zu sein" ist ja nur eine bessere Beleidigung. Lach!!!
Abgesehen davon muß ich zugeben, daß ich mir wünsche, es erwischt noch ein paar von euch. Dafür schäme ich mich aber auch. Nobody is perfect.
Alte Mitte rules!
Have a nice one!
Ignore Para Bellum
Netten grüß an euch alle und Para Bellum funktioniere weiter.
Ignore Para Bellum
Netten grüß an euch alle und Para Bellum funktioniere weiter.
Werteverlust
jaja, den wertverluste haben ja auch schon leute vor "uns" bemerkt. im ernst: was soll dieses moralische geseier?
Mordaufrufe in Indymedia
Übrigens: Schaut euch mal dieses Foto an. Man sieht hier doch wirklich ganz deutlich, daß der Polizist wirklich keinen Grund zum rumballern hatte. Geafahren waren für Leib und Leben waren beim besten Willen nicht auszumachen
Zensur
an Heiner
Wenn Ihr Euch wehrt, macht es mehr Spaß.
Probleme mit Kommentaren
Indymedia eröffnet über das open posting und die Kommentarfunktion eine Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung und zur Anregung von Debatten.
Leider wird diese Chance zur Inhaltlichen Auseinandersetzung zur Zeit von einigen Individuen radikal missbraucht. In den lezten Stunden ereichen uns zahlreiche Kommentare mit faschistischen und
menschenverachtenden Inhalten.
Diese werden jetzt von den Seiten entfernt.
Wir bitten alle um Verständniss, dass zahlreiche Antworten, auf eben jene Beiträge jetzt ziemlich zusammenhanglos im Raum stehen bleiben.
In der Überzeugung im Sinne der Erhaltung dieses Forums zu handeln, bitten wir Euch auch weiterhin Wiederstand
zu leisten und solcher Dummheit die Stirn zu bieten. Venceremos ...
das Gebot der Stunde
Liebe Brieffreunde.
Distanzierung
alles klar?
gut.
An Para Bellum
da werdet ihr genug Bilder finden die beweisen das nix Notwehr wa! Der Feuerlöscher ging back to HOME da hin wo her herkamm.
auserdem wa die Waffe schon gezogen bevor Carlo den Feuerlöscher aufgehoben hatte.
außerdem gibt es keine zwei Notwehr schüße,warum ist ihm das Auto über den Kopf gefahren,warum wurden die Sanies von den Carabineries weg geprügelt.
Denkt drüber nach
Solidarietät mit Argentinien!
Geht Plündern!
Carlo lives in Hearts and Brains!!
Peace
ein jahr nach genova
nun, im nachhinein habe ich vieles über die berühmten tage in genova und auch über die proteste ein jahr später gelese. eines fällt mir immer wieder auf. eine menge leute glorifizieren diese tage so sehr. es war aber nicht so. es mag sein, dass es ein jahr nach den protesten supersolidarisch gewesen sein mag,klar, hätte berlusconi es sich noch einmal ein derartiges eigreifen eerlauben können? nein, mit sicherheit nicht. in genova 2001 haben wir auch "bella ciao" gesungen, aber nicht, weil die stimmung so "supersolidarisch" war, sondern einfach aus angst. um die den krach der schlagstöcke auf den schildern zu übertönen. da war es anders, und ich sehe es einfach nicht ein, dass irgemdwelche demo - touristen das zu ihren zwecken mißbrauchen und in irgendwelche "weißt du noch" geschichten umerzählen. die bewegung lebt, und sie lebt nur weiter, wenn wir alle hingehen. aus ehrlichem interesse und nicht um irgendwie besonders cool zu sein. wir müssen weiter kämpfen, und uns nicht nach einem jahr im "blut der helden" wälzen!!!!