Solikonto fuer die in Goeteborg Inhaftierten!

abcibk 03.07.2001 20:34 Themen: Repression
[update 5/7/1] Die in Goeteborg inhaftierten Globalisierungsgegner aus Deutschland
sind hauptsaechlich Jungendliche aus Berlin / Brandenburg sowie ein angeschossener 19jaehriger aus NRW.
Spendenkonto:
Rote Hilfe e.V.
Stichwort: Goeteborg
Konto Nr. 7189590600
Berliner Bank
BLZ 100 200 00.

Seit den Protesten gegen das EU Treffen in Goeteborg sitzen noch immer ueber 7 Menschen aus Deutschland in Einzelhaft. Ein Grossteil der Inhaftierten wurde Freitag Nachmittag willkuerlich aus einer friedlichen Menschengruppe in der Naehe eines Parkes heraus verhaftet - der Grund dafuer ist
schleierhaft.

Nichts desto trotz wurde gegen sie Haft verhaengt und es scheint die schwedischen Behoerden wollen in ihnen ein Exempel statuieren. Wegen "schwerer Delikte" werden ihnen hohe Haftstrafen angedroht. Die
schwedischen Behoerden verweigeren den Angehoerigen und Freunden jegliche
Informationen und Kontakt.

Angeklagt sind sie - gemeint sind wir Alle.

Fuer Reisekosten, Anwaelte, materielle Unterstuetzung der Gefangenen etc. brauchen wir viel, viel Geld. Eure Hilfe ist gefragt.

Kontakt:
Goeteborg, c/o Nico Roth, Pf.: 770344, 13003 Berlin, fon 0173 107 02 26

Hier kann auch eine Soli CD fuer 15 DM (incl. Porto) bestellt werden.

Solidaritaet ist unsere Waffe

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[30/6/1] Wackelige Anklage gegen Deutsche in Göteborg - Beim EU-Gipfel sollen unter anderem fünf Demonstranten aus Berlin und Brandenburg Steine geworfen haben. Augenzeugen bestreiten das...
->  http://www.taz.de/pt/2001/06/30/a0043.nf/textdruck

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[3/7/1] Interview: "Keine Lust auf Randale" - Der 18-jährige Gymnasiast Thomas K. wurde bei den Anti-EU-Protesten in Göteborg verhaftet und saß zwei Wochen in Untersuchungshaft. Warum, weiß er nicht. Freitag wurde die Anklage wegen "schwersten Landfriedensbruchs" fallen gelassen

->  http://www.taz.de/pt/2001/07/03/a0196.nf/textdruck
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[5/7/1] Ströbele fordert: Göteborg-Inhaftierte rechtsstaatlich behandeln! - In Schweden Inhaftierte Demonstranten gegen den EU-gipfel in Götenborg müssen rechtssatatlich behandelt werden : Vorwürfe eröffnen, besuchsrecht von Wahlverteidigern und Familienangehörigen ermöglichen.
->  http://www.de.indymedia.org/2001/07/3949.html
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Ergänzungen

NRW isr groß

MSV Duisburg 04.07.2001 - 01:45
Einer der Angeschossenen soll aus NRW kommen. Könnt Ihr das etwas konkretisieren? Welche Stadt?

mal was anderes

ein destruktiver 04.07.2001 - 03:43

mal was anderes

ein destruktiver 04.07.2001 - 03:44
Also eure Diskussionen verlaufen zum Großteil auf einer Ebene die an Niveaulosigkeit nicht mehr zu überbieten ist. Gelebte Utopie, Umverteilung, Freiräume schaffen etc. sind die Schlagworte die ich lesen muß auf diensen Seiten. Eas ist das ein Freiraum und was bitteschön ist gelebte utopie in einer Gesellschaft die einzig Verwertbarkeit uaf allen Ebenen kennt. Die total ist sich in alle Dnekformen durchzieht und auf allen ebenen Subjekte bestimmt? Wie willst Du ausbrechen? Wo ist die Insel wo ihr hinwollt? Sie kann es nicht geben. Freiräume sind bullshit und entbehren jeglicher linksradikaler Analyse. Die einzige Möglichkeit die es doch gibt gegen den totalen Kapitalismus ist Destruktion auf allen Ebenen. Kaputtmachen und nicht Utopien spinnen, die irgendwie gelebt werden müsse. Darum muß es gehen. wie können wir die Events des Summer of resistence nutzen um dies rüberzubringen? Es funktioniert nur in einer Entladung des Negativen. In dem die Events genutzt werden sich gegen alles zu stellen. Die Medienpräsenz ist beachtlich und greift jegliche Zerstörung auf. Egal ob dden tanteemmaladen die Bullen oder den Mercedes. In dem Moment wo Du militant bist, wirtst Du unweigerlich als das andere wahrgenommen. Du bist der oder die die sich verweigert. Du machst nicht mit. Darum muß es gehen. Es geht nicht um die verhinderung irgendwelcher Gipfel oder das Stoppen der Globalisierung. Das wäre Nazirethorik. Es geht darum zu zeigen, das wir außerhalb jedes Konsenses stehen und das ist auch git so. In dem Moment wo wir die treffen nutzen, sie zu einem Erlebnis der radikalen Kritik machen, wie der erste Mai in Berlin, sind wir dabei eine Praxis zu entwickeln, die die Abschaffung des Kapitalismus als Perspektive hat. In dem Moment wo wir nich eine Kritik an irgendwelchen Bonzen formulieren, also in dem Momen wo unsere Kritik keinen Adressaten mehr findet, wo sie nicht rumnörgelt und sagt so muß es besser sein, verweiggert sie sich der Mitarbeit an Staat, Nation und Kapital. Der riot ist der einzige Ausdruck der dies versucht herzustellen. Daher sind die Ausbrüche der Militanz das worum es der Linken zur Zeit gehen muß. Eine Diskussion um militane Propaganda anzufangen, die sich gegen den kapitalismus als ganzes richtet. Diese Diskussion gilt es zu organisieren und zu beleben. das event-hopping was hier auf dieser Seite kritisiert wird ist das beste Mittel überall das forum zu nutzen und zu sagen: Wir wollen alles kaputt machen. Wir sind immer dagegen und niemals dafür. für etwas zu sein als bürgerliches Subjekt in der totalen Vergesellschaftung heißt immer ja zu sagen zum Kapitalismus heißt immer dem Kapitalismus zu Modernisieren. Es gibt keine Utopie. Es gibt kein alternatives gesellschaftsmodel das in der lage ist von uns gedacht zu werden. Es gibt nur den riot, der apolitisch ist und sich dem mitmachen entgegenstellt. Auf nach Genua. genau kaputtmachen. die Cops angreifen. Das Gewaltmonopol in Frage stellen. Kapitalismus abschaffen. Für den Kommunismus

Utopie

KPG 04.07.2001 - 10:44
Zitat aus "Der Mann ohne Eigenschaften" von Robert Musil:
"Utopien bedeuten ungefähr soviel wie Möglichkeiten; darin, daß eine Möglichkeit nicht Wirklichkeit ist, drückt sich nichts anderes aus, als daß die Umstände, mit denen sie gegenwärtig verflochten ist, sie daran hindern, denn andernfalls wäres sie ja eine Unmöglichkeit; löst man sie nun aus ihrer Bindung und gewährt ihr Entwicklung, so entsteht eine Utopie."
Destuktive sind immer willkommen, aber nicht, um die Utopien (welche auch immer) zu zerstören, sondern das, was sie verhindert.
o.g. Webadresse ist nicht meine. Schöne Utopie gibts da....

fuck the police

04.07.2001 - 15:45
lasst euch von den provos hier nicht beeindrucken!

auf, wir pruegeln uns!

Buenaventura 04.07.2001 - 16:14
harrharr!der Kommentar vom destruktiven muss unbedingt irgendwie veroeffentlicht werden!! grosse Zeitung oder so

an den destruktiven

aber mach dir nüscht draus 04.07.2001 - 16:34
eigentlich sollte man ja solchen spam nicht beantworten, um so diskussionssprengern wie dir nicht auch noch bestätigung zu geben. aber eine sache fand ich doch interessant: wie kann man denn schreiben: "es gibt kein alternatives gesellschaftsmodell, das in der Lage ist von uns gedacht zu werden" (soll warscheinlich heißen: das wir in der Lage sind zu denken) und dann drei Sätz später. "für den Kommunismus". Das ist schizophren, mein lieber.

Kritisch, kritisch

Baader-Meinhof 04.07.2001 - 18:13
Alles kaputt machen ist schon o.k. ... Aber es ist natürlich Unsinn zu behaupten das es kein alternatives Gesellschaftsmodell geben kann, weil wir momentan kein fertiges Konzept parat haben. RICHTIG IST: Es gibt keine Vorstellung jenseits des Kapitalismus. FALSCH HINGEGEN IST: Es kann niemals eine Alternative geben. ... und den weg dahin nenne ich revolution.. wie die dann auszusehen hat, das gilt's zu beratschlagen. Mir scheint hier war ein im proletarischen Klassenkampf gescheiterter am Werk, der nun die Begründung und Erklärung seines Scheiterns und den Frust über das revolutionäre Subjekt , das partout nix von revolution wissen wollte, ideologisch verbrämt und als wertkritik verkaufen will...aber das war wohl noch nix, da musste erst nochmal 'n paar schlaue Bücher lesen, das da mehr kommt als'n paar angelernte Sätze.
Auf nach Genua. Den Pigs auf die Fresse.

Kritik

Gudrun E. 04.07.2001 - 20:33
Bei aller Kritik am Artikel des Destruktiven hat er dennoch in den meisten punkten recht. Fragt Euch doch mal wer oder was die Schweine sind die ihr da angreift. Ein paar Charaktermasken die ihr personalisiert für das Kapitalverhältnis setzt. An anderer Stelle ist über diese Art des Antisemitismus in der linken schon geügend eingegangen. Und was der Destruktive meint wenn er sagt es gibt im Moment keine ALternative zum Bestehenden ist doch nur: Ein bürgerliches Subjekt kann keine alternative zum kapitalismus denken, sein Denken ist nicht in der Lage sich über die totale Vergesellschaftung mit allen Momenten hinwegzusetzen. Wenn er dann aber sagt Für den Kommunismus läßt er es abstrakt. Er versucht nur sich gegen konkrete Utopien zu wenden und durch etwas abstraktes nämhlich den Kommunsimus zu ersetzen. Und noch einiges zur Militanz: Die oben beschriebene Militanz, die keinen Adressaten braucht, die sich gegen Alles und Jeden richtet, genau diese Art des Ausbruchs ist derzeit die einzig mögliche Antwort auf Kapitalismus. Sie wendet sich nicht an das bürgerliche Subjekt, versucht nicht zu vermitteln und ist bewußt apolitisch. Sie versucht siich über das bestehende hinwegzusetzen. Und genau darum ist es sinnvoll für die radikale linke sich an Events wie dem in Genua zu beteiligen. Der Widerstand dagegegen wird als antikapitalistisch wargenommen. Auch wennn er das leider in den meisten fällen nicht ist. Ich meine es gibt in der Linken Leute die meinen sich gegen globalisierung zu stellen. Wie soll das aussehen und warum überhaupt? Wo ist da eine wirklich linksradikale Kapitalismuskritik? Sie ähnelt leider in vielen fällen der gängigen Nazirethorik. Gegen die Globalisierung der Herschenden. freiheit für die Völker etc. ihr wißt schon. Und genau dagegen müssen wir uns versuchen abzugrenzen und zu zeigen, das wir gegen alles sind und wie der destruktive sagt alles kaputt machen wollen. Ich finde es genau richtig auf diesen Seiten offen zur Militanz aufzurufen auch wenn es ab und an platt erscheint. Die Diskussion um diesen Begriff gibt es nicht mehr. Es gibt kein forum mehr in dem diskutiert wird außer Szeneblätchen wie die interim. RZ und Autonome sind Geschichte. Es gibt keine bewaffnet kämpfenden Arm der Bewegung mehr. Das verlangt nach aufarbeitung und Auseinandersetzung. Die riots z.B. in Göteborg oder am 1.Mai in Berlin machen aber den Begriff der Militanz für uns zugägig. Sie radikalisieren Menschen und vermitteln einigen das Gefühl des dagegen seins. Auf dieser Ebene dürfen wir zwar nicht stehen bleiben aber es ist ein Anfang. Also organnisiert die militante Propaganda. Kapitalismus abschaffen. Für den kommunismus.

an den provo mit versch. namen

xxx 04.07.2001 - 21:12
du brauchst hier gar nicht unter verschiednen namen zu posten. keiner hat bock auf deine "wir wollen einen führer" ung "gewalt ist geil" - scheisse! für die anarchie!!

04.07.2001 - 21:26
Der Provo bist du, xxx. Auch wenn ich nicht mit dem Inhalt der beiden obenstehenden Kommentare übereinstimme, so zeichen sie sich wenigstens durchz Inhalt aus. Du willst doch eh allen die nicht deiner Meinung sind ein "Wir brauchen einen Führer" anhängen... Wie kommst du da drauf? Weil du dir Kommunismus nur als DDR-Spießer-Staat vorstellen kannst? Lesen bildet.

04.07.2001 - 21:33
Oder willst du vielleicht gar selber Führer sein? Ist es das? Der Eindruck drängt sich auf wenn du hier vorgibst für die Allgemeinheit zu sprechen >Keiner will hier.... hören<. Für eine politisch geführte Diskussion über Militanz.

xxx hat recht du scheiß Provokateur!

icke 04.07.2001 - 22:51
Also ich habe auch keine Lust diese Bullenscheisse hier zu lesen. Was versprecht ihr euch eigentlich von soclen Provoaktionen? (diesen Müll ohne Inhalt unter verschiedenen Namen zu posten macht es nich besser)

@icke

IMC 05.07.2001 - 00:35
Wenn du solche Kommentare nicht lesen willst, dann geh halt zu focus-online. Nicht alles was dir nicht gefällt ist Bullenscheiße. Genau diese Diskussionen gehören auch zu indymedia.

gegen Unsinn

Buenaventura 05.07.2001 - 14:04
also Militanz finde ich in z.B. gegen Globalisierung gut.aber einfach nur draufhauen macht fuer mich keinen Sinn. ich wohne z.Z. in Belfast. ich kann dir echt sagen, dass diese krasse draufhaumentalitaet echt schrecklich ist. ich seh hier staendig Jungs vemummt und mit Hockeyschlaegern rumrennen. das macht einfach nur Angst. also hier ist nix mit revolutionaerer Stimmung oder so. vielleicht versteh ich ja auch gar nicht wirklich was ihr meint. dann erklaerts doch auchmal!! das mit den antisemitischen GlobalisierungsgegnerInnen die es inhaltlich nicht drauf haben ist schlicht quatsch. die Kritiken sind klar und die Alternativen sehen bei vielen revolutionaer aus.

Rechtsstaatliche Behandlung für Inhaftierte

Hans-Christian Ströbele 05.07.2001 - 14:49
Deutsche Göteborg-Demonstranten rechtsstaatlich behandeln

Die schwedische Justiz soll den sieben Deutschen, die während des EU-Gipfels vom 14.- 16.6.2001 in Göteborg festgenommen wurden und sich noch in Haft befinden, den Anklagevorwurf eröffnen, Kontakt mit ihren deutschen Rechtsanwälten sowie Besuche ihrer Eltern und Geschwister ermöglichen.

Die bisher entgegengesetzte Behandlung von Gefangenen ist mit rechtsstaatlichen Grundsätzen und dem auch von Schwe-den anerkannten Menschenrecht auf ein faires Verfahren nicht zu vereinbaren. In der Europäischen Union ist rechtsstaatlicher Standard, dass Inhaftierten der Besuch durch Verwandte und einen Rechtsanwalt ihrer Wahl gestat-tet wird. Dies sollten auch die schwedischen Behörden bei ihrem Vorgehen nach den Ausschreitungen während des EU-Gipfels in Göteborg beachten. Für alle Festgenommenen gilt die Unschuldsvermutung, und die Anforderungen des Art. 6 der Europäische Menschenrechtskonvention müssen beachtet werden. Eine totale Informations- und Kontakt-sperre sowie Unterbringung in Einzelhaft ohne Hofgang sind eines Rechtsstaats nicht würdig und stehen in keinem Verhältnis zum Vorwurf.

Die schwedischen Justizbehörden sollten auch endlich be-nennen, welches konkrete Verhalten den deutschen Festge-nommenen vorgeworfen wird. Das genannte Delikt "gewaltsa-me Zusammenrottung und schwerer Landfriedensbruch" sagt nichts darüber aus, welche konkrete Tätigkeit den Be-schuldigten eigentlich zur Last gelegt wird.

dann ruf an..

09.07.2001 - 19:05
Lieber Unbekannter,

Sebastian S. aus der nähe bei Köln, wie ja bereits der Spiegel schrieb...
Wenn du unterstützen willst dann wende dich an die angegebene Adresse / Tel. Nr. Dort erfährst du mehr. Hier kann ja hinz und kunz was wissen wollen.

mfg Mr. Soli aus Bln.

Zwei der Inhaftierten sind draussen

09.07.2001 - 22:09
For your information: Heute (8.7.2001) sind zwei der deutschen U-Häftlinge in Schweden aus der Haft entlassen worden, weil die Bullen beim Haftprüfungstermin kein belastendes Material vorweisen konnten.
Wieder einmal zeigt sich: Anna und Arthur haltens Maul! Nur das hilft!

Verurteilung von Sebastian S.

Ein Bekannter von Sebastian 21.07.2001 - 12:40
Sebastian S. ist Ende der letzten Woche zu einer Haftstrafe von 6 Monaten verurteilt worden. Da er jetzt schon seit einem Monat in U-Haft war, muss er noch 5 Monate absitzen.
Im Bad Münstereifel wird es so bald wie möglich eine Soli- Demo geben. Allerdings muss die erstmal angemeldet sein, denn auf gar keinen Fall soll es zu Gewalttätigkeiten kommen, was bei einer Auflösung der Demo wahrscheinlich passieren würde.