Salzburg: Realität und Fiktion - Kleine Presseschau

Anonym 02.07.2001 03:45 Themen: Medien
Gut, daß es die Zeitung gibt. Denn da steht alles drin, was ich wissen muß.
Jetzt neu - Die Zeitung.

Dieser Artikel soll verdeutlichen, was es bedeutet, wenn die großen Medienkonzerne selbst Mitglied des WEF sind.....


aus: NETZEITUNG vom 1.Juli 23:54

Krawalle gegen Wirtschaftsforum in Salzburg

Bei Demonstrationen am Rande des Weltwirtschaftsforums in Salzburg ist es zu Gewalttätigkeiten gekommen. Globalisierungsgegner bewarfen Polizisten mit Steinen. Es gab mehrere Verletzte.

SALZBURG. Das «Weltwirtschaftsforum Osteuropa» in Salzburg ist am Sonntag von Gewalt überschattet worden. Mehrere hundert Demonstranten versuchten, zum Kongressgebäude in der Innenstadt vorzudringen. Die Proteste wurden erst am späten Abend aufgelöst. Rund 500 verbliebene Demonstranten leisteten der Polizei keinen Widerstand mehr.
Die Sicherheitskräfte hatte die Jugendlichen eingekesselt, die in der Nähe des Tagungsortes Steine und Dosen geworfen hatten. Vier Polizisten wurden verletzt, einer davon schwer.
Tagungszentrum hermetisch abgeriegelt An den Protesten beteiligten sich bis zu 1000 Globalisierungsgegner. Zunächst hatte die österreichische Polizei von einer ruhigen Situation gesprochen. Die Sicherheitsvorkehrungen waren im Vorfeld des Treffens massiv verstärkt worden. Um den Tagungsort wurden weiträumige Absperrungen errichtet. Rund 4000 Beamte waren im Einsatz, über der Stadt kreisten Polizei-Hubschrauber.
Zuvor hatten linke Demonstranten vor dem Salzburger Hauptbahnhof friedlich gegen das Wirtschaftsforum protestiert.


aus: Salzburger Nachrichten vom 2.Juli

Polizei hatte die Chaoten im Griff

SALZBURG (SN). Am Rande des Sperrbezirkes flogen Steine und Flaschen, die Polizei setzte Schlagstöcke ein: Was am Nachmittag als friedliche Demonstration gegen das seit gestern, Sonntag, in Salzburg tagende Weltwirtschaftsforum begann, eskalierte in den frühen Abendstunden. Gegen 18 Uhr kesselte ein Großaufgebot der Polizei die Demonstranten ein. Rund 200 Chaoten hatten sich mit Pflastersteinen und abgebrochenen Fahnenstangen bewaffnet. Die Polizei bemühte sich, die Kundgebung friedlich aufzulösen und bot den Teilnehmern an, einzeln die Polizeiabsperrung zu verlassen. Dem Rest drohte die Festnahme. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe wurde dieses Vorhaben umgesetzt.
Die Demonstration hatte ohne nennenswerte Aggression begonnen: 2000 Teilnehmer zählte der Veranstalter, 700 die Polizei. Mehrmals versuchten einige Aktivisten, die Polizei in die Irre zu führen und in den Sperrbezirk rund um das neue Salzburger Kongresszentrum zu stürmen. Den Einsatzkräften gelang es schließlich, die gewaltbereiten Chaoten zu isolieren.


aus: Frankfurter Neue Presse vom 2.Juli

Krawalle beim Weltwirtschaftsforum

Salzburg. Bei der Tagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Salzburg ist es gestern zu Ausschreitungen von Globalisierungsgegnern gekommen. Einige hundert Demonstranten warfen Pflastersteine auf Polizisten in Helm und Schutzausrüstung. Diese gingen mit Schlagstöcken gegen die Gewalttäter vor. Über die Zahl der Verletzten lagen gestern Abend noch keine Informationen vor.
Der Polizei gelang es, die Randalierer am Eindringen in das Sperrgebiet um das Kongresszentrum zu hindern, wo führende Vertreter aus Politik und Wirtschaft zum Thema Entwicklung von Osteuropa tagten.
Teile der Salzburger Altstadt waren abgesperrt worden. 5000 Polizisten aus allen Teilen Österreichs waren zu dem Einsatz abkommandiert worden. Über der Stadt kreisten Polizei-Hubschrauber.
Die Demonstranten kritisierten das WEF als "Forum der Ausbeutung von Arbeitern". Sie trugen Transparente mit Aufschriften wie "Brecht die Macht der Banken und Konzerne". Unter dem Motto "Smash the WEF" (Zerschlagt das WEF) war über das Internet zu Kundgebungen und Störaktionen in Salzburg aufgerufen worden. Seit den Krawallen bei Tagungen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Seattle und in Prag waren alle großen Tagungen der Entscheidungsträger aus Industrie und Wirtschaft von Störungen begleitet. Bei der WEF-Tagung in Davos im Januar hatten sich Globalisierungsgegner Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Auch beim Gipfel der Europäischen Union (EU) Mitte Juni in Göteborg war es zu blutigen Ausschreitungen gekommen.


aus: n-tv von Montag 2. Juli 2001, 00:30 Uhr

Krawalle begleiten Osteuropa-Konferenz

Trotz der Sicherheitsvorkehrungen der Polizei ist es bei einer Demonstration gegen die Tagung des Weltwirtschaftsforums in Salzburg zu Ausschreitungen gekommen. Einige hundert gewalttätige Protestierer versuchten, zum Kongressgebäude in der Innenstadt vorzudringen.
Die Polizei kesselte rund 300 Jugendliche ein, die in der Nähe des Tagungsortes Steine und Dosen auf die Sicherheitskräfte geworfen hatten. Bei der Konfrontation mit den Polizisten wurden einige Demonstranten leicht verletzt. Die Polizei setzte Schlagstöcke gegen die Randalierer ein.
Proteste zunächst friedlich
Die Proteste der Globalisierungskritiker waren zunächst friedlich verlaufen. Nach Angaben der österreichischen Polizei hatten sich 700 Demonstranten bei einer Kundgebung am Hauptbahnhof der Stadt versammelt. Die Organisatoren sprachen dagegen von mehr als 2.000 Teilnehmern.
Aus Sorge vor Krawallen hat die Polizei in Salzburg Absperrungen errichtet. Nach Medienberichten sind bis zu 5.000 Polizisten auf den Straßen rings um das Tagungsgebäude im Einsatz.


aus: dpa vom Sonntag 1. Juli 2001, 21:33 Uhr

Krawalle in Salzburg gegen Weltwirtschaftsforum

Salzburg (dpa) - Am Rande des «Weltwirtschaftsforums Osteuropa» in Salzburg hat es Ausschreitungen gegeben. Mehrere hundert gewalttätige Demonstranten versuchten, zum Kongressgebäude in der Innenstadt vorzudringen. Die Polizei kesselte rund 300 Jugendliche ein, die in der Nähe des Tagungsortes Steine warfen. Auf dem Salzburger Forum wollen Vertreter osteuropäischer Länder über ihren geplanten EU- Beitritt diskutieren. Etliche Ländervertreter wie Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hatten jedoch ihre Teilnahme abgesagt.



natürlich haben die Medien auch Beweise: Nachdem die Polizei mehrmals angegriffen hatte, gingen eingige zum Gegenangriff über: Die Bilder dieser Szene müssen überall als Beweis herhalten
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Ergänzungen

videos

Svenja 02.07.2001 - 04:33
Spätestens wer sich die Videos (Artikel "videos aus salzburg") ansieht, weiß was los ist. dpa abschaffen!

Na und?

Ralle 02.07.2001 - 09:27
Die Videos zeigen auch nichts anderes als die Zeitungen schreiben.

Übrigens zeigt Svenja's Forderung nach Zensur mal wieder wer hier die eigentlich potentiellen Unterdrücker sind. Da muss man froh sein, dass Svenja nix zu melden hat...

Smash the Europe Faschism

systemchrash 02.07.2001 - 09:28
Da ist die Demokratie mit Demokratischen Mitteln nicht mehr zu retten, das gab doch mal so einen Hacker Angriff anfang des Jahres, wo Hacker Sämtliche Daten Aller WEF Teilnehmer auf eine CD gebrannt haben, und an die geschickt haben, vielleicht weiss ja einer wo eine Kopie davon zu bekommen ist, dann kann sich die Global Resistance mal Richtig um die Einzelnenen Typen kümmern, damit diese Provozierenden WEF Treffen eindlich mal aufhören.

Die Videos zeigen auch nichts anderes....

- 02.07.2001 - 11:24
jaja, trinben sich ne menge bullen und faschos hier rum! ganz schön traurig. ich dachte immer ab irgendeinem punkt gibt es vielleicht skrupel oder soo. aber die leute gehen echt sehnd in den fachismus! wenn der wieder richtig da ist, dann finden es die leute richtig geil! "neue mitte" heißt diese richtung....

Hä?

Ted 02.07.2001 - 12:20
haste heut schon gekifft oder was laberst du da von bullen und faschos?

Weitere nette Auszüge

Weischkopp 02.07.2001 - 13:01
Hab ich bei Yahoo.de gefunden:

"Globalisierungsgegner weggeschafft" (Überschrift von n-tv online)

"Bei Krawallen am Rande des Wirtschaftsforums fünf Verletzte
Salzburg (dpa) -
In Salzburg sind bei Ausschreitungen am Rande des «Weltwirtschaftsforums Osteuropa» fünf Beamte verletzt worden. " (aber keine Demonstranten?)

Schön, diese Verdinglichung.
Menschen->Bürger
Nicht-Bürger->keine Menschen?

Nette Zusammenstellung!

X 02.07.2001 - 17:51
Danke auch für den Video-Hinweis. Was da zu sehen ist, ist ja laut Presse (und Ralle=Ted?) nie passiert. Wenigstens gibt es neben Indymedia noch einige Zeitungen in der nicht-virtuellen Welt, die die Lügen nicht mitmachen.