Salzburg: Behinderungen an der Grenze

GrenzbeobachterInnen 30.06.2001 12:06 Themen: Globalisierung
Nachdem sie sich in den letzten Tagen zurückgehalten hat, nimmt die österreichische / bayerische Polizei massive Grenzkontrollen vor und schickt Leute zurück.
Die deutsche (bayerische) Polizei eskortiert Leute, die sie nicht ausreisen lassen will, hunderte (bis zu 400) Kilometer ins Landesinnere. Leuten, die die "Eskortierung" verweigern, wird Gewahrsamnahme angedroht.
Österreichische Polizei greift am Salzburger Bahnhof wahllos Leute raus, um sie Kontrollen zu unterziehen. Die Kontrollen bestehen aus Mitnahme auf die Wache, Durchsuchungen von Gepäck und Person, Abfrage des Schengen-Informationssystems. Dies findet im Zusammenhang mit dem deutschen Bundesgrenzschutz statt, der an der gesamten Grenze bis weit ins österreiche Landesinnere kontrolliert.
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Ergänzungen

Kommt trotzdem nach Salzburg !!!

schon jenseits der Grenze 30.06.2001 - 12:29
also: unauffällige kleidung (möglichst yuppie) hilft sehr, ins gepäck nix kritisches, wer befürchtet im "schengen-informationssystem" aufzutauchen evtl über die grüne grenze (aussteigen - drüberlaufen - wieder einsteigen).

Versuchts, wir brauchen euch !!!

Viel gelernt

30.06.2001 - 13:17
Die deutsche (besser gesagt: bayrische) und die österreichische Polizei haben ja viel von der DDR gelernt. Da war auch bis 50 km von der Westgrenze enfernt "kritisches Gebiet". Soviel zur Aussage, wir als EU-BürgerInnen hätten über alle EU-Grenzen freie Fahrt. "FREIE" FAHRT FÜR "FREIE" BÜRGER

Polithools

Tom 30.06.2001 - 13:28
Na, hoffentlich ist da nicht zufällig auch der in Szenekreisen einschlägig bekannte Joseph F., bekannt als "Uranbomber" oder "Joschka" unterwegs. Auch Gerhard S. und seine rechte Hand Otto S. (bekannt als der "harte Durchgreifer") sollten vielleicht nicht unbedingt an diesem Wochenende ins Ösiland fahren.
Nach dem Volksreferendum in Irland, in dem die Beschlüsse des EU-Nizzagipfels von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wurde (auch das sind alles Polithools), mußte man in Göteborg ein Exempel statuieren: Alle Kritiker sind Verbrecher! Man stelle sich mal die Presseschlagzeilen vor "Zehntausende demonstrieren in Göteborg gegen die EU"! Dies konnte gerade noch durch durch Einleitung von Krawallen verhindert werden.

Haider Demokratie

Käpt'n Bär 30.06.2001 - 13:43
Tjä, soviel zur Sorge der Domokratischen Welt um die Demokratie in Haider-Östereich.
Nu', wo die da tatsächlich partiell einen feudalen Polizeistaat machen ,also dass wovor alle guten Demokraten mit Blick auf Haiders FPÖ immer gewarnt haben, da wird's von Deutschlands grün-roten und Bayerns schwarzen in trauter Koalition veständnissvoll und emsig unterstützt.
Das ganze Szenario erinnert wirklich an die DDR, wo ganze Autobahnen und Innenstädte gesperrt wurden, wenn Hirarch Honnecker mit seinem Hoftross diese befuhr.
gruss aus Lüneburg
Ps.: Ist's nicht möglich ein Grenz-Infotelefon einzurichten?
Im Auto oder auf'm Fahrrad ist die Internet-verbindung so schlecht...

T'schuligung

Käpt'n Bär 30.06.2001 - 13:56
auf mein' Computär hat's immer angezeigt, dass keine Verbindung zu Indy-media da war, da hab' ich zwweimal "stopp" und wieder "Kommentar abschicken" gedrückt.
Tschä, das iss' doch anner's navigieren als auf'm Kahn.

wir wollen reisefreiheit!

demokratischer tourist 30.06.2001 - 14:28
ich verstehe garnicht was an den südgrenzen los ist...wieso kommt man nicht "rüber"?, ich dachte das menschenverachtende DDR-Regime gibt es seit 11 jahren nicht mehr. da muß doch jemand einschreiten um die demokratie und die reisefreiheit zu retten....bitte liebe DDR-Bürger kommt alle an die grenzen und demonstriert.("wir sind das volk")....wo ist genscher...wir wollen ausreisen.....oder soll lieber doch gleich die NATO-eingreiftruppe die freiheit sichern???

Schönes Beispiel........

Sonenschein 30.06.2001 - 14:39
..... wie man den Leuten was von grenzenloser Freiheit erzählt. Und wenn es dann mal hart auf hart kommt, dann denkst du, du stehst an der innerdeutschen Grenze. Und auch eine Regierung die sich angeblich "links" schimpft wie Joschka und seine Knechte ändert daran nix. Na denn auf gutes Gelingen!

@sonnenschein

anna schie 30.06.2001 - 14:53
"wenn es mal hart auf hart kommt..." --das beängstigende ist ja, da es sich in diesem fall nur um ein paar "chaoten" handelt, die im besten fall ein paar scheiben kaputt machen, und ne mülltonne anzünden. was macht der "demokratische staat" erst wenn es mal nen "richtigen" aufstand o.ä. gibt?? erschiessungen, internierungslager??
wie war das noch mit der maske der demokratie, die die fratze des faschismus nur dürftig kaschiert???

DOCH ES GEHT

grenzbeobachterin 30.06.2001 - 17:09
es ist durchaus möglich über die grenze zu kommen!

erfahrungsberichte bei indymedia österreich:
 http://austria.indymedia.org/display.php3?article_id=339

Hallo Sonnenschein!

E T 01.07.2001 - 01:43

Genau Anna Schie!

Mad 01.07.2001 - 11:13
Das Konzept "Stadtguerilla" der RAF hat gnadenlos funktioniert. Kaum wird der sog. demokrat. Rechts-Staat kritisiert mit etwas weniger konventionellen Methoden, so zeigt er die faschistoide Fratze, zum Wohle des Kapitals.
Von einem Kaschieren kann mensch aber nicht sprechen, denn generell ist dem Kapitalismus eine sog. Demokratie zur Ausbeutung lieber als ein Faschismus!