Göteborg - ein Rückblick

Dr. No und die da wo waren 25.06.2001 04:12 Themen: Globalisierung Weltweit
Der EU-Gipfel in Göteborg ist jetzt über eine Woche her. Im Gegensatz zu früheren Protestaktionen wurde dieses Mal breit in den Medien berichtet. Die Berichterstattung beschränkte sich aber auf Action-Infotainment und Stimmungsmache. Über die Inhalte und Hintergründe der Proteste war nichts zu erfahren. Das betrifft teilweise auch alternative Medien.
Dieses Feature soll noch einmal auf Inhalte und Ablauf der Proteste eingehen. Nach jedem Abschnitt sind zahlreiche Links zu weiteren Texten zu finden.

Inhalt
- Was sind die Gründe für die massiven Proteste gegen den EU-Gipfel?
- Was wurde von wem geplant?
- Chronologie der Ereignisse
- Was haben die Proteste gebracht?
- Links und Bücher
(mit neuen links - 26.6.)

Was sind die Gründe für die massiven Proteste gegen den EU-Gipfel

Die Proteste gegen den Gipfel stehen symbolisch für die Ablehnung der EU und ihre Politik. Die Gipfel sind die offiziell wichtigsten Zusammenkünfte der Regierungsvertreter. Hier werden Beschlüsse gefasst, die direkte Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung der EU-Staaten und darüber hinaus haben. Diese hat aber nicht den geringsten Einfluss auf das Geschehen und wird nicht selten im Unklaren gelassen....
Die EU an und für sich wird aus verschiedensten Gründen abgelehnt. Inge Johansson aus Schweden sagt über die EU zum Beispiel: "Ich betrachte die EU als eine undemokratische, neoliberale Höllenmaschine, wie ein Bulldozer des durch die Gesetze gestützten Kapitalismus, der die von Gewerkschaften und Bürgerrechtsbewegungen in den letzten 100 Jahren erkämpften Rechte platt walzt. Das "reiche Europa" als Festung gegen den Rest der Welt und ein neuer Superstaat, der mit den USA und Asien in der Produktion, im Konsum und in der Ausbeutung konkurriert. Und alles im Namen des Freihandels."
Im folgenden werden kurz einige der Punkte, die kritisiert werden angerissen.

Transparenz und Demokratie:Wie auch bei den Wirschaftsgipfeln werden die meisten Entscheidungen hinter verschlossenen Türen getroffen. An die Öffentlichkeit gelangen nur ausgewählte Fakten. Das ist nicht verwunderlich, da die Regierungen im wesentlichen Politik für die Konzerne machen.
Im November 1999 wurde von der EU-Kommission die Absicht erklärt, Entwürfe geplanter Maßnahmen "bis zur endgültigen Entscheidung nicht zugänglich zu machen". Hiermit wird eine Einflussnahme durch die Bürger verhindert. Beschlüsse sollen möglichst ungestört gefasst werden. Bürgerrechtler und kritische Journalisten sollen ferngehalten werden. Auffallend ist hier auch die verstärkt auftretende Praxis, sich eine Schar von linientreuen "Hof-Journalisten" zu halten. Nicht erst seitdem Rot-Grün in Deutschland regiert, ist dies auch hierzulande gängige Praxis.

Links
- Brüsseler Bürokratie mauert sich ein von Telepolis
- Brüsseler Bürokratie weiterhin zugeknöpft von Telepolis
- "Die benutzen Journalisten wie Handtücher" aus der IG-Medien-Zeitung MMM

Militarismus:Die EU wird zur Militärmacht ausgebaut. Frankreich und Deutschland sind hier die Haupttriebkräfte. Beide Staaten stellen den größten Teil des Kontingents der EU-Streitkräfte. Momentan stellt Deutschland den Oberkommandierenden, welcher in einigen Jahren von einem Franzosen abgelöst werden wird.
1999 wurde beim EU-Gipfel in Köln die Eingliederung der WEU - der zehn Staaten angehören, die jedoch nicht alle in der EU sind - in die EU und damit der Aufbau eines "Eurocorps" beschlossen. Schon seit dem Vertag von Mastricht aus dem Jahre 1992 wurde darüber diskutiert, die EU als militärische Komponente in Europa auszubauen. Unter der EU-Präsidentschaft Deutschlands im Jahr 1999 wurden diese Pläne von der deutschen Regierung vorangetrieben.
Aus einem Artikel von Telepolis: "...ist die Idee einer gemeinsamen europäischen Verteidigung nicht neu. Anfang der 50er Jahre sah der EVG-Vertrag die Schaffung einer supranationalen europäischen Armee mit einer allgemeinen Wehrpflicht und einem europäischen Generalstab vor. Der Vorschlag scheiterte 1954 am Widerstand des französischen Parlamentes. Ein Jahr später wurde als Ersatzlösung Italien und Deutschland in die NATO aufgenommen."
Außer den Briten sind die Chefs aller europäischen Staaten der Meinung, daß die "schnelle Eingreiftruppe" der EU ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängikeit von den Amerikanern ist. Vor dem Kosovokrieg war Großbritannien die führende Militärmacht in Europa.
Auch in Übersee ist die EU an Kriegen interessiert. So wird etwa der Plan Colombia unterstützt oder Einfluss auf den Tschetschenien-Krieg genommen. Beides auch aus Interesse an Rohstoffen wie Erdöl. In anderen Kriegen, wie etwa im Kosovokrieg ging es neben wirtschaftlichen Interessen auch darum die Handlungsmöglichkeiten der europäischen Streitkräfte unter Beweis zu stellen. Zusätzlich soll das Militär das größer werdende Nord-Süd-Gefälle verteidigen.

Links:
- Die kühne Behauptung von der Unausweichlichkeit des Kosovokrieges von Noam Chomsky
- Die Militarisierung Europas über den Aufbau von EU-Geheimdienststrukturen und die Bürgerrechte im Zusammenhang mit dem Militarismus - aus Telepolis
- Literatur zum Thema Friedenspolitik von amnesty international
- Text der Informationsstelle Militarisierung
- Text zur "Neuen Weltordnung" von der Uni Kassel
- Nein zu Euro-Armee und Kriegsvorbereitung

Migration/Festung Europa:Das Schengen-Abkommen bedeutet Abschottung ("Festung Europa") nach außen und mehr Überwachung nach Innen. Gendateien über Migranten werden aufgebaut... hier ist besonders Deutschland Vorreiter und Ton angebend. Unterstützt wird Deutschland dabei in erster Linie von Frankreich und Großbritannien. Oft werden andere Länder, wie etwa Italien und neurdings Polen geradezu genötigt mitzuziehen.
Nachdem 1993 das Recht auf Asyl in Deutschland de facto abgeschafft wurde, kam drei Jahre später die sogenannte "Drittstaatenregelung", nach der Asylbewerber abzuschieben sind, falls sie über einen sicheren Drittstaat einreisen. Diese Regelung konnte Deutschland in der gesamten EU durchsetzen. Somit wurden die Staaten Osteuropas, sowie die Türkei, Spanien und Italien in "Pufferstaaten" umgewandelt, die für Abschottung zuständig sind.

Links:
- EU baut Festung Europa weiter aus
- Die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU (GASP) setzt auf Ausgrenzung und grenzenlose Repression von Elmar Schmähling
- Über die Kampagne "Kein Mensch ist illegal"
- humanrights.de

Ausbau des Überwachungs- und Polizeistaates: Polizei:
Mit dem Schengen-Abkommen wurde die Zusammenarbeit von Polizei und Justiz über die nun gefallenen Grenzen intensiviert. Das "Schengener Informationssystem" (SIS), daß seit dem Schengener Abkommen gilt, bedeutet eine Aushebelung der Datenschutzgesetze, indem Länderübergreifend die verschiedensten Daten ausgetauscht werden. Dies führte wiederum über den Umweg "Schleierfahndung" zur teilweisen Wiedereinführung der Grenzkontrollen. Gründe sind Flüchtlinge und grenzüberschreitende politische Proteste.
Zusammenarbeit gibt es besonders bei gemeinsamen angelegten Datenbanken, in denen unter anderen DNA, Fingerabdrücke, persönliche Daten usw. von möglichst vielen Menschen. Die Rasterfahndung wurde auf ganz Europa ausgeweitet.
Bezeichnend ist auch die Gründung von Europol, einer polizeilichen Geheimdienst-Organisation, die faktisch über dem Gesetz steht.
Auch die EU-genormten Gefängnisse und die (auch ein EU-Produkt) Isohaft wurden in ganz Europa angeglichen beziehungsweise eingeführt. Zuletzt im Beitrittskandidaten Türkei.

Geheimdienste:
Nach der Gründung von Europol und dem schleichenden Ausbau der Befugnisse von Geheimdiensten ist es Europa gelungen den Geheimdienst mit den größten Kompetenzen weltweit aufzubauen.

Überwachungsstaat:
-- Kameraüberwachung: London war lange Zeit europäisches Vorbild in Sachen Totalüberwachung per Kamera. In Deutschland wurde die Entwicklung anfangs überwiegend von privaten Unternehmen, wie etwa der Bahn und den Banken vorangetrieben.
-- Telekommunikation: Anfang April wurde von der EU-Komission ein Gestzentwurf vorgelegt, der vorsieht, daß die Internetprovider sämtliche Daten über Herkunft, Dauer, Bestimmungs, Pfad und Weg, Zeit, Größe, Dauer und Art der User in Echtzeit festzuhalten und zu speichern hat. Dasselbe gilt für Telefongespräche. Hier gibt es sogar von Enfopol (Arbeitsgruppe für polizeiliche Zusammenarbeit auf europäischer Ebene) die Idee, die Daten für mindestens 7 Jahre zu speichern. Nebenbei entsteht starker finanzieller Druck auf kleine Provider, die sich die erforderliche Technik oft gar nicht leisten können.

Links
- Widerstand gegen die neuen Enfopol-Überwachungspläne aus Telepolis
- Europäische Strafverfolger fordern die totale Telekommunikations-Überwachung aus Telepolis
- ED-Behandlung - schon für den nächsten Gipfel?
- Demokratie- und Menschenrechtsdefizite in der Europäischen Union der »Inneren Sicherheit«
- Forderungen zur Rechtspolitik an die neue Bundesregierung von der HU
- Überblick über Pressemitteilungen der Humanistischen Union aus dem Jahr 2000
- Linksammlung zum Thema Überwachung und Kontrolle
Soziales/ Neoliberalismus/ Konzerne:Seit einigen Jahren wird eine "Harmonisierung" der Sozialpolitik mit Angleichung nach "unten" angestrebt. In einer Art Verfassung, die den irreführenden Namen "Grundrechte-Charta" trägt, die beim EU-Gipfel 2000 in Nizza proklamiert wurde, wurde die Richtung der künftigen Sozialpolitik vorgegeben, die in vielen Staaten den Abbau erkämpfter sozialer Rechte bedeutet.
Die Einführung des Euro hat in vielen Staaten ebenfalls den Abbau sozialer Zugeständnisse geführt. Nicht zuletzt deshalb, weil die Staaten bestimmte ökonomische Kriterien erfüllen mussten, um bestimmte Kriterien für die Euro-Einführung zu erfüllen. Um diese Kriterien zu erfüllen wurden bestimmte neoliberale "Reformen" eingeleutet, wie etwa die Privatisierung von Staatsunternehmen, wie etwa Post, Bahn, Strom- und Wasserversorgung. Im Zuge dieser Privatisierung kam es zu Wellen von Massentlassungen, sowie zu Preiserhöhungen für die jeweiligen Dienstleistungen. Außerdem haben sich die EU-Staaten verpflichtet einen scharfen Sparkurs zu fahren, wobei besonders der Sozial- und Bildungsbereich betroffen ist.
In der Beschäftigungspolitik steht die Senkung der sogenannten "Lohnnebenkosten", die Anhebeung des Rentenalters, sowie der Abbau von Sozial- und Geseundheitssystem im Mittelpunkt. Ziel ist die Ausweitung des Billiglohnsektors. Aus diesem Grund verlagern einige Konzerne ihre Produktion auch an den Rand der EU oder in die ehemaligen Ostblockstaaten. Auch wenn die Regierungen Politik machen, die die Konzerninteressen durchsetzt, planen diese schon weiter.
Der Einfluss der Gewerkschaften soll weiter zurückgedrängt werden, das soll auch durch Lohndifferenzierungen nach regionalen und branchenspezifischen Produktivitätsunterschieden geschehen. Europaweit findet diese Politik ihre Entsprechung auch auf nationaler Ebene. Was in Deutschland "Bündniss für Arbeit" heißt, kommt etwa in Belgien als "Weihnachtspakt" daher.
In der Landwirtschaft sind durch die Einführung von EU-Normen gerade kleinere Bauern betroffen. Die Nutznießer sind die großen Konzerne. In ganz Europa finden aus diesem Grund Bauernproteste statt.

Links:
- Noch mehr Arbeitslose, noch mehr Sozialabbau!
- EU-Gipfel und Beschäftigungspakt - Kreuzzug gegen die Armen
- Europaweite Skepsis und kritische Informationen von CHlibre
- Soziale Menschenrechte in Europa"
- Über die Rolle der Konzerne
- Widerstand gegen `Workfare'
- Widerstand gegen neues Lebensmittelrecht
- Bauernproteste in Polen
- Aufstandsbekämpfung im EU Beitrittsgebiet Polen anlässlich der Bauernproteste



Deutschland und EU:Nach dem 2. Weltkrieg wurde die deutsch-französische Freundschaft inszeniert. Beide Staaten erkannten sich offiziell als gleichberechtigte Partner an. Seit der Wiedervereinigung versucht Deutschland jedoch innerhalb der EU die dominierende Rolle zu bekommen. So begann die deutsche Regierung die EU-Osterweiterung voranzutreiben, denn bei den meisten potentiellen Beitrittskandidaten (Polen, Ungarn, Estland, Slowakei, CSSR, Slowenien) verfügt Deutschland über einen hegemonialen Einfluß in der Ökonomie und im Finanzwesen. Auch was die sog. "Vierte Gewalt", die Medien betrifft, hat Deutschland großen Einfluss: In einigen osteuropäischen Ländern wurden der größte Teil der Medien von deutschen Konzernen gekauft.
Auch in anderen Bereichen versucht Deutschland in der EU zur stärksten Kraft zu werden. Insofern wird deutlich, was J. Fischer mit "Kontinuität der Außenpolitik" meinte.

Noam Chomsky schrieb bereits 1991 in dem Artikel "Die Schwachen erben nichts": "Das von Deutschland geführte Europa und später Japan werden die Aufgabe einer "Lateinamerikanisierung" des größten Teils der Machtbereiche der zusammenbrechenden sowjetischen Tyrannei übernehmen, wobei die ehemalige kommunistische Bürokratie wahrscheinlich die Zweigstellen ausländischer Gesellschaften betreiben wird. Der Rest der Welt wird durch ökonomischen Druck kontrolliert werden, wann immer das möglich ist, aber wenn erforderlich auch durch Gewalt."

Links:
- AG Neuer Nationalismus / Weltmacht Deutschland


WiderstandBesonders in den skandinavischen Ländern ist die "Nein zur EU"-Bewegung sehr stark. Träger des Widerstandes sind hauptsächlich linke und anarchosyndikalistische Gewerkschaften, wie etwa die SAC in Schweden, außerparlamentarische Linke, anarchistische, autonome und marxistische Gruppen. mehr dazu.

Die letzten beiden Proteste bei EU-Gipfeln:Köln 1999:
Köln
Am 3./4. Juni fand der EU-Gipfel und vom 18. bis 20. Juni der G7-Gipfel statt. "J 18" ist einer der ersten "Global Action Days". Mehrere zig Tausend Menschen protestierten in Köln, es gab eine Karawane aus Indien. In vielen Staaten auf allen Kontinenten gab es große Aktionen - so etwa in London das legendäre J18, auf das die Staatsmacht geradezu hysterisch reagierte.
Im Mittelpunkt dieses Gipfels stand die Eingliederung der WEU in die EU und damit den Aufbau einer europäischen Armee, um die "Rolle auf der Weltbühne uneingeschränkt wahrnehmen" zu können.

Links:
J18 in London
- J18-Seite auf Infoshop.org
- J18.org - deutsche Texte
- Interview mit Michel Rousseau vom EGB
- Aufruf zu J18 - Detallierte Beschreibung des J18 in London
- Videos von J18 in London


Nizza 2000:
Nizza
Knapp hunderttausend Menschen aus ganz Europa gingen im Dezember 2000 in Nizza auf die Straße. Das obwohl viele Protestierer nicht nach Frankreich gelassen wurden. An der Grenze von Italien nach Frankreich wurde ein Zug mit Ya Basta aufgehalten, wodurch es an der Grenze zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kam, in deren Verlauf die französische Regierung spezielle Aufstandsbekämfungs-Einheiten schickte. Auch innerhalb Frankreichs wurden viele Aktivisten mit ungewohnter Brutalität aufgehalten und daran gehindert nach Nizza zu fahren. In den staatlichen und Konzern-Medien Deutschlands wurden die Proteste fast völlig verschwiegen.

Links:
- Gerhard Klas: Tränengas und Barrikaden auf laubour.net
- Seite mit Fotos
- Text auf infoshop.org


Was war in Göteborg geplant - von wem?

Simultan zum in Göteborg am 14.06-18.06 stattfindenden Eu-Gipfel, planten unterschiedliche EU-kritische Gruppierungen den sogenannten Gegengipfel, eine EU-kritische Konferenz, die neben den Protestdemonstrationen als eigentlicher Kern der Protestaktionen in Göteborg geplant war. Diese Konferenz sollte allen, die sich daran beteiligen wollten, die Möglichkeit geben gehört zu werden. Es sollten Workshops und Diskussionen stattfinden, ein alternatives Europa sollte diskutiert werden, da die "eigentliche" EU-Konferenz, das Treffen der Regierungschefs, unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Statt der Öffentlichkeit, statt mit denen zu sprechen über die entschieden werden soll, wurde George W. Bush geladen...

Organisiert wurde dieser Gegengipfel von einem breiten Bündnis unterschiedlichster Bewegungen, die verschiedensten Kritikansätzen und Argumentationen folgen, sich aber allesamt zur Gewaltlosigkeit bekennen. Die Unmenge an beteiligten Gruppen (es waren ca 80), gliederten sich selbst in 12 inhaltliche Teilbereiche, die da "gewaltverherrlichende" Schwerpunkte wie folgt thematisierten:

- Labour Increase the rights of workers and the unemployed.
- The Economy Economic Democracy and no to the EMU.
- Peace Stop the militarisation of the EU.
- Oppression and racism No to "Fortress Europe".
- The Public Sector The Public Sector is not a commodity. No to the expansion of the WTO.
- Environment and Health Stop the proliferation of nuclear power. Our health and environment are more important than short-term business interests and profits.
- Agriculture For an ecologically sound agriculture.
- International Solidarity Fair trade. The industrial world must pay their environmental debt to the third world. Cancel the third world's accrued debt.
- Solidarity with the East and South No to the neo-liberal dictatorship of the IMF, WTO, EU and the European Investment Bank.
- Federalism within EU No to the development of the United States of Europe.
- The Nordic Region For democratic collaboration in which we can inspire each other at a grass-roots level.
- Reclaim the Future For solidarity, equality, the environment and democracy!

Die Demonstrationen selbst unterteilten sich ebenfalls in Inhaltliche Blöcke, so gab es zB.:
1. One environment block
2. One pacifist block
3. One antiracist block
4. One union and political block mostly concentrating on social issues
Keine diese Einteilungen war als zwingend vorgesehen, solange die von dem Bündniss selbstgesetzte Linie der Gewaltlosigkeit eingehalten wurde. So hatte z.B ATTAC einen eigen Block.
Dieser EU-kritische Gipfel wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Göteborg organisiert, die Stadt Göteborg stellte für eben jenen Gegen-Gipfel drei Schulen den Aktivisten zur Verfügung. Die Demo-Routen wurden abgesprochen und es wurde sich auf eine Linie der gegenseitigen Kooperation geeinigt, so sagte zB die Stadt Göteborg zu auf provokative Maßnahmen wie den Einsatz von Pferden und Hunden als unmittelbaren Zwang zu verzichten.
Von seiten der Aktivisten fanden gewaltfreien-Trainings statt, die das Ziel haben Menschen zu schulen in Situationen, welche schnell gewalttätig werden können, deeskalierend zu handeln. So z.B das Gewaltfreien Camp im Vorfeld des Gipfels.
Neben der generellen Planung des Gegengipfels, also eines inhaltlichen Austausches unter den EU-Kritikern, das Suchen von Bürgernähe, sowie die Artikulation eben jener verschiedenster Kritikpunkte an der gegenwärtigen EU-Politik, wurden auch schon konkrete Aktionen im Vorfeld geplant.

- So riefen einige schwedische Gruppierungen dazu auf, an dem Tag von Bushs Ankunft in Göteborg, dem 14.06 überall in Europa Aktionen auf US Symbole durchzuführen um klar zu machen, was wir von der aktuellen US Politik halten (Beispiel aktueller Genozid in Kolumbien - Plan Colombia).
- In Göteborg selbst war für den 15 Juni ist eine massive gewaltfreie Aktion des zivilen Ungehorsams geplant, bei der Zusammenhänge wie White Overalls, Ya Basta (Finnland, Italien und mehr),Globalisierung von Unten und das Gewaltfreie Netzwerk mitwirken. Die Aktion sollte zum Ziel haben zu versuchen im Kongresszentrum einzudringen. Auch diese Aktion sollte unter dem Zeichen der Gewaltlosigkeit stehen.
- Eine andere Gruppe setzte sich das Ziel, statt in das Kongresszentrum einzudringen, es zu blockieren. Die Blockade sollte mit gewaltfreien Mitteln durchgeführt werden, allerdings würde sich die Blockade im Falle eines gewaltsamen Angriffs seitens der Polizei verteidigen.
- Die Frauen Schule - womens school. Organisieren einen Konvergenzzentrum nur für Frauen. Anarcho-feministische Zusammenhänge wirken hier mit: aktivistemma@spray.se - Schwedischer Anti Rassismus Netzwerk. Zusammen mit viele antira Gruppen aus ganz Europa organisieren sie Aktivitäten.
- UNITED - RTS Aktivistinnen planen eine RTS für den J15 RTS steht für reclaim the streets und ist vom Konzept her eine nicht angemeldete Party in öffentlichen Raum, also zum Beispiel auf einem öffentlichen Platz oder wie in Göteborg auf einer Kreuzung. Menschen nehmen sich tanzend den Raum, der ihnen sowieso gehört: den öffentlichen Raum. Es ist beinahe überflüssig zu erwähnen, dass auch diese Aktionsform friedlich ist.
- ATTAC und Friends of the Earth wirken auch an dem Ganzen, ATTAC unterstütze beispielsweise die unabhängige Berichterstattung, speziell das Independent Media Center
-viele Antifa Gruppen, besonders die AFA mobilisierten nach Göteborg.
- Viele Flüchtlingsgruppen beteiligen sich (aus Kolumbien, Kurden, Somalien...). Was wieder auf den traurigen Punkt stößt, zB. das Thema Immigration und Festung Europa eines der Themen an oberster Stelle des Protestes sein sollte.


Chronologie der Ereignisse

Im Vorfeld des EU-Gipfels traf sich ende Mai die sogenannte "Bilderberg-Group", eine halbgeheime Gruppe, die nach dem Namen des Hotels, in dem 1954 das erste Treffen stattfand benannt ist, im einem kleinen Ort namens Stenungsgsund in Schweden. Dieser Gruppe gehört die Wirtschaftselite der westlichen Welt an. Hier sollten die Weichen für die Beschlüsse der EU gestellt werden. Bei diesem Treffen "übte" die Polizei mit einem 900 Mater langen Zaun und starken Sicherheitsvorkehrungen. (Text hier).
Schon einige Zeit vor Beginn des EU-Gipfels setzte die Polizei in Schweden Aktivisten unter Druck und fiel damit der Stadt Göteborg in den Rücken. Es gab viele Razzien und Verhaftungen. Diverse Aktivisten aus anderen Ländern wurden aufgehalten.
Der Auftakt der Anti-EU-Proteste in Göteborg war die "Moon to Bush"-Demonstration am Do.,den 14.06 um 13 Uhr, anlässlich der Ankunft George W. Bushs. "To Moon" bedeutet etwa soviel wie "den nackten Arsch" zeigen, und mit eben jener Geste empfingen viele Tausend Demonstranten den Amerikanischen Präsidenten.

Allerdings war die Demo-Route so angesetzt, dass der Demonstrationszug nicht in Sichtweite des Konferenz-Zentrums kam, soviel Bürgernähe wäre der demokratischen EU-Chefetage dann doch zu viel gewesen.
An der " Bush Not Welcome" Demo beteiligten sich insgesamt etwa 10 000 Menschen, welche riesige Bush-Puppen und riesige farbige Fahnen und Transparente mit sich führten.
Den eigentlichen Auftakt hatte dann aber doch schon die schwedische Polizei vorweggenommen, als sie um ca 10 Uhr morgens das von der Stadt Göteborg genehmigte Convergence Center in Schillaska school umstellte. Die erste Begündung hierzu war erst, dass Waffen in dem Convergence Center vermutet wurden. Die aber erst ca. vier Stunden später erhobenen Forderung der schwedischen Polizei, alle Eingeschlossenen sollen einzeln das Center verlassen und sich durchsuchen lassen, erschien nach der schon vorangegangen Repressionen bei der Einreise der Aktivisten (so wurden mit fadenscheinigen Begündungen, Aktivisten in ihrem Recht der Freizügigkeit innerhalb der EU eingeschränkt, verhaftet und abgeschoben, obwohl kein rechtskräftiger Schuldspruch dazu berechtigt hatte) - in einem anderen Licht.
Die Forderung wurde daher von den Eingeschlossenen abgelehnt. Die Polizei räumte später ein, das Convergence Center umstellt zu haben um die sich dort aufhaltenden Aktivisten an der Teilnahme an der Anti-Bush Demonstration zu hindern.
Welche Begründung die Polizei auch immer nannte, Fakt war, daß sie den Gegengipfel, welcher in eben jener eingekesselten Schule stattfinden sollte frühzeitig, bevor irgendwelche Aktionen seitens der Aktivisten stattgefunden hatten, angriff.
Trotz dieser Demonstration von Polizeiwillkür verlief die "Moon to Bush"- Demonstration friedlich.
Der Beginn der großen Bündnis Anti-Bush Demonstration welche für den Nachmittag angesetzt war, verschob sich aufgrund der anhaltenden Belagerung des Convergence Centers immer weiter nach hinten. Gegen 19 Uhr startete sie dann, nur wenige Straßen von dem Convergence Center entfernt.
Etwa zeitgleich versuchten die Eingeschlossenen das mittlerweile von Frachtcontainern - welche wohl kaum zufällig in der Nähe des im Rahmen der Dialoglinie der schwedischen Polizei zugewiesenem Gelände platziert waren - eingekreiste Gelände der Schillaska School zu verlassen.
Dieser Ausbruchsversuch wurde von der Polizei brutal zurückgeschlagen, sie versuchte das Convergence Center nunmehr auch mit Einsatz von Hundestaffeln und Berittenen zu erstürmen, die folgenden Kämpfe sprachen sich bis zu der nahen Anti-Bush Demonstration herum. Immer mehr Aktivisten, vornehmlich aus dem schwarzen Block, begaben sich zum umkämpften Convergence Center, die ersten Straßenschlachten folgten, ermöglichten zwar etlichen Aktivisten die Flucht aus der Umkesselung, gegen Mitternacht wurde das Center dann aber völlig von der Polizei geräumt, alle Anwesenden verhaftet. Der Gegengipfel war verhindert
Um 23 Uhr gab es noch eine lautstarke spontane Soli-Demonstration für die Gefangenen direkt vor dem Gefängnis.

Die Aktionen am Freitag, den 15.06 begannen um 9 Uhr mit einer Protestkundgebung gegen die Räumung auf dem GötsaPlatsa.
Um zehn Uhr kam es zu Riots auf der Haupt und Prachtstrasse von Göteborg, die Beteiligten zerstörten Banken, McDonalds und etliche Geschäfte welche dann gleich auch geplündert wurden. Etwa 40 min später zog die Polizei auf, Straßenschlachten folgten, die Menge wurde zerstreut und die Polizei widmete sich der Jagd auf Unbeteiligte, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Sie kesselte beispielsweise gleich eine ganze Brücke am Fric Forum ein, ein von der Hauptstraße ca fünf Minuten entfernt liegendes Gelände.
Der restliche Tag war von relativ ziellos durch die Stadt irrenden Aktivisten geprägt. Um 19 Uhr sammelte sich eine weitere große Anti- EU Demonstration, während sich um 20 Uhr etwa 1700 Aktivisten zur Reclaim The City Party trafen. Diese sollte bis 22 Uhr gehen, wurde allerdings um 21 Uhr von der schwedischen Polizei brutal angegriffen. Als sich militante Aktivisten mit Steinwürfen verteidigten, die angreifende Polizei angriff, zogen schwedische Einsatzkräfte ihre Dienstwaffen und schossen insgesamt drei Aktivisten nieder, einer wurde lebensgefährlich verletzt.
Trotzdem folgte ein Katz und Maus Spiel zwischen Polizei und Aktivisten, bis sich bei Einbruch der Dunkelheit (ca 23 UHR) ca 700 nicht militante Aktivisten um eine Sambaband scharten und das Reclaim The City, diesmal ohne Angriff der Polizei, zu ende tanzten.
Gegen 01 Uhr setzt Polizei ihr außer Kontrolle geratenes Programm zum "Schutze" der Bürgerechte fort, und stürmte schwarz vermummt mit halbautomatischen Waffen im Anschlag eine weitere den Aktivisten zur Verfügung gestellte Schule, wiedermal auf der angeblichen Suche nach Waffen. (Bericht bei Indymedia und bei der Frankfurter Rundschau)
Allerdings hielt sie es bei ihrer dringenden Suchaktion nicht für notwendig die Schlafräume zu durchsuchen, dafür mussten die dort Anwesenden stundenlang im Regen auf der Straße liegen. Wer sich rührte wurde geschlagen.
Polizei zwingt Aktivisten, auf dem nassen Boden zu liegen

Um ca 3 Uhr begannen frustrierte Kleingruppen randalierend durch Göteborg zu ziehen, sie blieben von der Polizei unbehelligt.

Am Samstag Nachmittag, begann die Hauptdemonstration, aller Gruppen und Bündnisse. Hierbei sprachen sich 20.000 Menschen durch ihre Anwesenheit gegen die derzeitige Europapolitik aus. Die Demonstration, an der sehr viele Anarchosyndikalisten teilnahmen, verlief friedlich - die Polizei hielt diesmal Abstand. Die Route wurde dahingehend geändert, daß sie nicht mehr zum Konferenz-Zentrum führte. Die Polizeigewalt lag wie Schock über den Protesten.


Tute Bianche friedlich gegen Polizeigewalt


Währenddessen schloß die Polizei die Innenstadt, und folgte wieder ihrem Prinzip der willkürlichen Verhaftungen. Die letzte Demonstration war um 19 Uhr eine Versammlung gegen die Polizeigewalt, ironischerweise wurde sie ohne Grund von der schwedischen Polizei eingekesselt und die Gefangenen mit Hundestaffeln bedrängt.(Ein Bild dazu hier)

Polizei zwingt Demonstranten, sich auf den nassen Boden zu setzen

Der Kessel gegen 23.00

So stehen sich gegen Ende zwei Hochwassermarken gegenüber, auf der einen Seite wurde in Schweden das erste Mal seit 1931 Schusswaffen von der Polizei bei Ausschreitungen eingesetzt. Damals übrigens um fünf Gewerkschafter niederzuschießen.
Zum anderen ist eine Demonstration mit 20.0000 Teilnehmern die größte Demonstration, die Schweden je erlebt hat.


Links:
- Bericht der FAU
-Berichte auch bei Gipfelsturm.net
-Bericht 1 bei A-Infos
-Bericht 2 bei A-Infos
- weitere Berichte im Newswire und
- weitere Audios/ Vidos/ Texte in den anderen Göteborg-Features (EU-Gipfel In Göteborg... und Solidarität mit den Protesten...)

IMC-Fotograf wird angegriffen


Was haben die Proteste in Göteborg gebracht?

Einmal mehr stand ein Gipfel unter dem Druck protestierender Aktivisten. Nur durch Ausnahmezustand und Abriegelung konnte der Gipfel überhaupt stattfinden. Für viele Politiker dürfte die Situation seit langem unerträglich geworden sein.
Die Protestbewegung selbst ist schwer zu fassen. Die verschiedensten Gruppen, Menschen und Weltanschauungen stehen hinter den Protesten gegen Neoliberalismus und Kapitalismus.
Die Strategie der Regierenden und ihrer Medien den EU-Gipfel als Menschenrechts- und Bürgerrechts-Gipfel zu proklamieren, führte zu keinem Erfolg.
Für die meisten Aktivisten ist klar, das Erfolg oder Mißerfolg der Aktionen weniger davon abhängen, ob eine Blockade erfolgreich ist, als vielmehr davon, ob es gelingt Inhalte und Alternativen rüberzubringen und ob es gelingt, viele Menschen zu mobilisieren. Insofern waren die Proteste zum WTO-Gipfel in Seattle (N30) und zum EU/G8-Treffen in Köln (J18) die bisher Erfolgreichsten, schließlich gingen an diesen Global Action Days Menschen in vielen Ländern in allen Kontinenten auf die Straße. Die Aktionen waren nicht nur auf den Ort des Gipfels beschränkt.
Die beste Möglichkeit für die Strategen von Polizei und Regierung schien also die der Lüge und Gewalt. Schon im Vorfeld gab es massive Repressionen gegen Aktivisten - in den bürgerlichen Medien war nur etwas von "Strategie des Dialogs" zu hören. Der Ort, an dem der Gegengipfel - welcher Strategien, Gegenentwürfe und Alternativen zum Bestehenden aufzeigen sollte - stattfinden sollte wurde vor Beginn von der Polizei angegriffen. Obwohl der Ort genehmigt war, hieß es zunächst in den Medien, die Polizei habe eine besetzte Schule räumen wollen. Später hieß es, es sei nach Waffen gesucht worden beziehungsweise sollte verhindert werden, daß noch mehr Mehr Aktivisten zur gerade stattfindenen Anti-Bush-Demo gehen konnten. Unter diesem Eindruck begannen die Aktionstage. Schon am Samstag morgen kam es zu weiteren Angriffen durch die Polizei.
Militante Gruppen schafften es so die Situation zu nutzen und heftige Straßenschlachten zu entfachen. Der Rest ist bekannt...

Viele Aktivisten sind der Ansicht, daß die ziellose Gewalt gegen alles der Anti-EU-Bewegung, die eigentlich in Schweden breiten Rückhalt genießt, geschadet hat. Nicht zuletzt deswegen, da blinde Gewalt gegen die Bevölkerung vor Ort sicher keine Zustimmung bei dieser finden wird. Spätestens hier stellt sich die Frage, wer von dieser Gewalt am meisten profitiert, besonders wenn die Gewalt mit den Zielen der Aktivisten in Zusammenhang gebracht wird. Die produzierten Bilder haben mögliche Inhalte verdrängt. (Links zu dieser Diskussion weiter unten)
Neben der Eskalation der Gewalt wurden besonders - aber nicht nur - nach dem Gipfel als Vorbereitung auf Proteste Strategien des Infowar angewandt: (Vereinfacht beschrieben)
Zunächst: Schaffung eines Klimas von Legitimation und Gewöhnung von Gewalt gegen Oppositionelle. Die Medien beginnen - teils freiwillig, teils aufgrund von Falschinformationen durch die Polizeistrategen - ungeheuerliche Berichte über angeblich geplante Greueltaten von "Terroristen" und "Chaoten" zu berichten. Daß keine dieser Meldungen der Realität entspricht, stört selbst dann nicht, wenn es rauskommt - es geht darum, bestimmte Emotionen zu erzeugen. Hierbei ist es wichtig, die Proteste als unpolitisch oder zumindest die Ziele als unverständlich herauszustellen, um Identifizierung mit den Aktivisten zu vermeiden.
Dann: Die Proteste selbst finden unter einem großen Druck statt. Die Polizei tritt sehr offensiv auf und sorgt mit Provokationen oder direkten Angriffen für eine Eskalation. Spätestens hier tun die Militanten den Strategen den Gefallen, wenn sie das Spiel mitspielen. Die Medien stürzen sich nun auf die produzierten Bilder...
Im Nachhinein: Repression, Abbau von Bürgerrechten, Gewöhnung an Menschenrechtsverletzungen. So sind die Schüsse in Barcelona am Wochenende nur noch eine Randnotitz wert. Auch gibt es nahezu keine Opposition gegen die geplante Schließung von Grenzen.
Vor dem G8-Gipfel in Genua sorgen die Medien in Italien für eine hysterische Stimmung, in dem sie behaupten, nahezu alle Terroristen der Welt, die Tschetschenen, die ETA und so weiter planen mit den "Chaoten" zusammen die G8-Führer mit biologischen Kampfstoffen und Sprengstoff zu ermorden (Bericht von BBC).
In dieser Situation wird versucht die Bewegung in "gute" und "böse" zu spalten. Die "guten" sind die, die sich "assimilieren" lassen. Dies trifft besonders auf die NGOs zu. Einige Aktivisten sehen in den NGO eine Strategie zur Einbindung von Widerstand in das System durch Reformismus und Spaltung. (Bericht aus der nrz der dies aufzeigt)


Links Repression und Infowar:
- ED-Behandlung - schon für den nächsten Gipfel?
- Hetzartikel der Berliner Zt.
- Artikel aus der Welt
- Artikel aus dem Spiegel
- Einer der wenigen objektiveren Artikel zu Göteborg - erschienen in der Frankfurter Rundschau
- Chomsky zur Diktatur der Medien
- Seite zum Thema Infowar

Gewalt:
- Kritische Auseinandersetzung mit Gewalt und Inhalt

Zur Einbindungsstrategie von Opposition:
- NGO-Kritik
- Michael Wilk: "Macht, Herrschaft, Emanzipation" (Rezension und Seite beim Verlag)

Links/Texte:

- statewatch.org
- Widerstände gegen die Globalisierung Thesenpapier von Jens-Uwe Kersten und Olaf Karsten (Uni Frankfurt)
- Ya-Basta-Statement:
- Bericht bei a-infos
- Text vom Komitee für Grundrechte und Demokratie
Bücher:- Hans-Peter Martin/Harald Schumann: "Die Globalisierungsfalle" (Rezension 1, Rezension 2 und Seite beim Verlag)
- Vivianne Forrester: "Der Terror der Ökonomie" (Rezension und Interview)
- Noam Chomsky: "Die politische Ökonomie der Menschenrechte"
- Noam Chomsky: "Sprache und Politik"
- weiteres von Chomsky



Die Proteste sind Teil des Summer of resistance
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Alle Achtung

Tschüss 25.06.2001 - 14:57
Wirklich klasse Artikel. Leider habe ich keine Zeit, mir dieses mehrbändige Werk durchzulesen.

respekt !

leo the church 25.06.2001 - 16:01
es scheint ja bei indymedia widererwartend doch noch vielversprechende ansätze zu geben,von der üblichen krawallberichterstattung und demoaufrufen zu einer detaillierten berichterstattung mit bezug zu hintergrundinformationen zu gelangen.
respekt.

Hintergründe und Gutes Beispiel

silversurfer 25.06.2001 - 16:21
Also ich finde, daß bei Indymedia schon auch noch andere Artikel erschienen sind, die ausführlicher als normale Texte sind und die auch einiges an Quellen bieten. (Etwa Residenzpflicht oder einige Castortexte). Indymedia ist nun mal kein gewöhnliches Internet-Magazin, sondern der Aktivisten Stimme. Davon abgesehen habe ich mich über diesen Text hier sehr gefreut - zumal auf anderen Seiten (ich bin habe echt gesucht) kaum wirklich viel über die Gründe einer EU-Ablehnung steht. Wahrscheinlich gibt es kein Medieum in Dutschland, das so detailliert über Göteburg berichtet hat. Weiter so!

An alle anderen: Nehmt Euch mal ein Beispiel. Wenn Ihr Berichte postet, könnt Ihr Euch immer noch mal 10 Min. Zeit nehmen und Zusatzinfos besorgen und/oder Links zum Thema anführen.

genau so etwas hab ich gesucht

Falk Fiedler 25.06.2001 - 17:22
Sehr guter Artikel, ausführtlich und mit den dazugehörigen Links - danke an die verfasser

klasse

tut nichts zur sache 25.06.2001 - 18:19
respekt vor den leuten, die sich die zeit nehmen, so etwas zu schreiben! einfach klasse!

was ist eigentlich aus den niedergeschossenen geworden?

dickes Lob

dickes Lob 25.06.2001 - 19:14
Keine Frage - einer der Topartikel auf Indymedia überhaupt. Ich kann mich leo nur anschließen - sowas ist hier selten gesehen. Liebe Menschen - so und nicht anders muss Berichterstattung aussehen. Die Mühe, die sich der Autor gemacht hat, wird mit einem belohnt: Unangreifbarkeit gegenüber seinen Argumenten. Das meiste hier strotzt vor inhaltlichen Fehlern, Inkompetenz und unbewiesenen Behauptungen. Besonders toll, wenn in solchen Artikel dann auch noch die bürgerliche Presse angegriffen wird, die ja exakt dieselben Fehler macht. Das ist nur lächerlich und bringt nichts. Gut recherchierte Artikel wie dieser aber, bei denen ich sicher nicht der einzige bin, der ihn ausgedruckt hat, das ist eine Referenz für ein tatsächlich "unabhängiges", und nicht ein (z.B. von der eigenen Engstirnigkeit, Intoleranz, Hass) abhängiges Medium zu schaffen.

RESPEKT!

kleiner fehler

chrono 25.06.2001 - 20:23
bei alldem,auch meinem,lob sehe ich mich dennoch bemüssigt auf einen chronologischen fehler zu verweisen:die erstürmung der 2.schule(auf den boden legen im regen etc.)war meines wissens am samstag abend, und nicht am freitag nach dem niedergeschossenen rtc.nicht dass das irgendwie nen unterschied machen würde, aber wegen sauberer journalistischer arbeit... grüsse nach barcelona, an die gefangenen(zb.die 5 berliner(innen?)die wohl noch in gbg in haft sind )und die verletzten und deren freundInnen.der kampf geht nicht erst und nur in genua weiter!!

Grosses Lob

Ferdi 25.06.2001 - 20:58
Vielen Dank für diesen ausführlichen und gut recherchierten Artikel. Ich wünsche mir mehr davon auf den Indymedia-Seiten.
Der zitierte Frankfurter-Rundschau-Artikel über Göteborg scheint nicht mehr online verfügbar zu sein (der angegebene Link führt zu einem ganz anderen Artikel).

chomsky

heinz 25.06.2001 - 21:50
bei aller freude,dass auch mal eine kritischer auseindersetzung um anti-eu-aktionen stattfindet, stört mich der verweis auf noam chomsky als angeblich profunden kenner der weltweiten ökonomie. in den usa gilt er zwar als antiimperialistische legende. dort argumentieren antiimps aber genauso geschichtslos wie in deutschland: frühzeitig unterstützte chomsky kampagnen gegen "nazi-israel", das lediglich als imperialistischer stützpunkt im nahen osten galt, nicht aber als ergebnis eines von deutschen veranstalteteten auschwitz. darüber hinaus steckt bereits allein in der von chomsky regelmäßig verwendeter floskel von "nazi-israel" eine rigorose relativierung des von deutschen industriell durchgeführten massenmordes an den europäischen juden. er übernimmt damit die diktion radikal-fundemantalistischer islamischer gruppen mit ihren vernichtungsphantasien im hinblick auf israel ebenso wie die deutsche rechte. darüber hinaus ist chomsky der mentor von norman finkelstein, der mit seiner "holocaust-industrie" - obwohl selbst kind von überlebenden - alle gängigen antisemitischen stereotypen gegen jüdische organisationen wie die claims conforence kolportiert hat und damit als bestseller für die deutsche gesellschaft die alibi-rolle des juden einnahm. die deutsche nazi-szene hat finkelstein abgefeiert, die deutschen sich klammheimlich die hände vor freude gerieben.
mensch sollte sich also den ganzen chomsky und seine "analysen" anschauen, bevor er weiterempfohlen wird. solidarität!

Ein prächtiger Artikel

Kard. 25.06.2001 - 22:52
Ich kann mich dem Lob nur anschließen. Nur ein gescheiter Artikel bringt was. Schwache Argumente und emotionsgeladene Berichterstattung setzt uns mit der BILD auf eine Stufe und schadet mehr als sie nutzt. Nehmet ein Beispiel an diesem Artikel und weiter so.

Anmerkungen zum Kritikpkt.:"Jähzorn!"

Liquid Sky 26.06.2001 - 00:02
Also, die allermeiste Zeit wird von etwas gesprochen das jedem Klar erscheinen sollte, nähmlich: Sporturlaub mit der tangente zu Kraftraubendenden übungen à la qualmender Sportschuh...
Am wichtigsten findet meine Umgebung immer noch eine kritisch-reflektierende Auseinandersetzung mit der Finanzmonopolisierung und der daran anknüpfenden Bio-Technologie zur Intervention in daran krankenden Staaten, sog.Balkanpolitik im Ansatz zur humanitären territorialisierung zweiter Weltkriegs Kultur. Die ja bekanntlich in der Gegenwart statt finden soll und in jeglicher Bücherskription kein Gewähr finden soll, da diese Auseinandersetzung monotheistisch geprägt ist und war, somit eine glaubhafte EU Formel von der Schwindelromantik Einzelner semantisch zur Bank getragen wurde...linear zur Migrationsdebatte.
Also schnürt die Turnschuhe (Sneakers mit Rollen an den Fersen 400,-) feste, und vergessen werden die Schüsse schon lange nicht mehr , wenn Ich daran erinnern darf !

MAC R'N AUF's MAUL

Gewalttäter helfen dem Polizeistaat

Frank Hertel 26.06.2001 - 00:33
Was Göteborg vor allem gebracht hat ist das was in den großen Medien gesendet wird und da ist nur von Polithooligans und Chaoten die Rede. Natürlich versucht der Staat die Bewegung zu spalten und jeder Steinewerfer hilft ihm dabei. Ich finde Göteborg sollte die Einsicht bringen, daß die Gewaltbereiten bewußt oder wahrscheinlich meistens unbewußt im Auftrag der Polizei handeln und so sollte man diese Typen auch behandeln, als Gegner des Wandels.

Zur Chomsky-These der Kommies

Bin übrigens kein Deutscher 26.06.2001 - 00:39


Besonders bei den Kommies gibt es ja das Problem des rein reflexmäßigen Regierens. In den 80ern bekamm mensch
besonders mit dogm. kommunist. Strömungen Schwierigkeiten, wenn die "Solidarität mit Palestina" nicht
uneingeschränkt unterstützt wird, heute ist es genau andersherum. Getreu dem Motto: "Wir haben uns noch nie im
Krieg mit Ozeanien befunden" (Orwell). Mit dem Thema Antisemitismus (auch Palestinenser sind Semiten) nur in
einfacher schwarzweiß-Sicht auseinanderzusetzen halte ich für ziemlich gefährlich. Zumal besonders in Deutschland
die Debatte nicht um Inhalte geht, sondern darum, welche Strömung domienieren darf/ die Definitionsmacht besitizt.
Chomsky hat sich in dieser Sache geäußert und einige Dinge gesagt, die ich erst einmal so nicht ok finde. Ihn aber
als Antisemit zu bezeichnen, weil er nicht hundertprozentig die Sicht deutscher Maoisten/Stalinisten einnimmt halte
ich für sehr bezeichnend. (Besonders wer wirklich etwas mehr von Chomsky über Nahost gelesen hat, weiß wo der
steht) Da fällt mir noch ein: Wer sagt außerdem, daß ein Mensch nur dann ernst genommen wird, wenn er nur
100% das Wahre spricht (Auch in Marx-Engels-Breifen findet sich so manches, das sich leicht gegen die
verwenden läßt)? Mir jedenfalls hat Chomsky sehr die Augen geöffnet und ich kann mir gut vorstellen,m daß viele
Komkies ein Problem haben, wie er die Sowjetunion charakterisiert. Mit dieser Totschlagkritik, die auf
fehlinterpretierte Äußerungen zugeht geht wird geschafft, nicht auf Chomskis Thesen einzugehen. Davon
abgesehehen fällt mir niemand ein, der ausschließlich tolle Sachen geschrieben hat....
Zurück zu obigen Text: Kann es sein, daß es auf den Webseiten der deutschen Linke kaum Texte zum Thema EU
gibt? Wär wieder mal typisch, in Sachen Selbstbezogenheit.... Ach ja, Frank hat recht..... warum gibts wohl
agent provocateur?

Echt

E T 26.06.2001 - 00:44
Echt Guter Artikel, da mal erfassen, wie den Friedlichen demonstranten Unrecht getan wird, wenn sie den Zeitaufwand, und die Kosten auf sich genommen hat, und durch dreissig oder fünfzig Randalebrüder, Unauffällig unter den Teppich gekehrt werden kann, die Steinewerfer, tun der Sache Keinen Gefallen.

Ihr macht "unseren" Widerstand kaputt....

Frank Zappa 26.06.2001 - 11:01
Tja Leute. So einfach werdet ihr uns nicht los. Wir sind seit Jahren in der Bewegung aktiv, wir haben sie mit aufgebaut. wir machen vielfältige Sachen, Solidaritätsarbeit, Anti-Nazi Aktionen, Stadtteilzentren, Internet-Seiten, linke Buchläden etc... Und wir sind militant. Wir lassen uns nicht ohne weiteres von den Bullen vermöbeln, wenn wir die Stärke dazu haben wehren wir uns ... Gewalt ist diesem system imanent, was ist es anderes als Gewalt wenn du gezwungen wirst für 5,50 DM die Stunde zu ackern, was ist die Ausgrenzung von sozial Schwachen anderes als gewalt, was ist mit den Demos die von Bullen zerlegt werden, mit den geräumten Häusern, dem Abschiebeterror.... Und jetzt kommt ihr daher und sagt, wer den gewaltfrei-konsens der zivilgesellschaft verlässt, ist ein agent provocateur, gehört nicht zur Bewegung, soll als Gegner betrachtet werden.... oh, ihr habt nichts kapiert, wenn ihr euren Handlungsspielraum, danach ausrichtet was der Staat als Spielregel vorgibt. Die Medien werden militante Aktionen nicht bejubeln, ebenso wenig wie die Politk. Warum sollten sie auch, da ist ja nichts konstruktives dran, das lässt sich nicht so ohne weiters integrieren...

du tust mir leid

noch einer 26.06.2001 - 13:01
also echt, frank zappa, bitte nich gleich heulen, weil es eine menge menschen gibt, die nicht nur militante erlebniskultur pflegen wollen, sondern auch im sinn haben, eine wirkliche veraenderung stattfinden zu lassen. guck dir doch einfach die berichte in den medien an. eine gute handvoll bezahlte provokateure und ein paar hundert leute von "euch" lassen sich prima instrumentalisieren...
hier wird sich erst etwas aendern, wenn nicht nur ein paar "autonome", sondern einige zich millionen mitmenschen
b e g r e i f e n .
du tust mir leid, wenn du, entgegen jeglicher vernunft, immer und ueberall nur den "militanten" darstellen kannst.

p.s.: dieses spiel ist so ernst, dasses echt gut waere, wenn "ihr" bald mal begreift, dass "der staat" euch genau dort haben will: auf der anderen seite der barrikade, steine und mollis schmeissend, autos abfackelnderweise den optimal pressevewertbaren "globalisierungsgegner" abgebend...
WIDERSTAND BRAUCHT F A N T A S I E

deine Mudder

Frank Zappa 26.06.2001 - 13:30
Na das hab ich gerade beschrieben, das die Militanten eben nicht nur militante Aktionen machen ... erst lesen dann kommentieren ... und das du dich auf das in den Medien transportierte Bild berufst ... hehehe ... das ist ja schon fast wieder lustig ... Typisch für die ewigen Moralisierer, den "guten Widerstand" und den Pfad der Erkentniss für sich zu reklamieren .....

Liebr Frank Z.

Einer aus Berlin 26.06.2001 - 17:51

Die Kritik ging hier nicht an alle Militanten, sondern an alle hrinlos-Militanten. Da sehe ich einen gewaltigen
Unterschied. Du kannst strategisch vorgehen, überelegen, was Du wie erreichen willst oder Du kannst stumpf
randalierend durch die Gegend ziehen und Inhalte nur als Vorwand nehem, da Dich Gewalt geil macht. Es sind zwei
Möglichkeiten, wie Du militant sein kannst. Erstere stößt bestimmt auf auf Verständnis, letztere nie. Letztere wurde in
Göteborg benutzt - irgendwo wurde auch eine alte Frau verletzt, als sie nen Zaun abbekommen hat. Die hirnlos
Militanten sind gegnüber den strategisch-Militanten leider in der Überzahl. Schon wenn nur etwas Fantasie und Überlegeuzng gefordert wird, gehts
gleich mit "iehh Hippiescheisse" los...

Gewalt?

S. 26.06.2001 - 18:06
Hi Frank!

Hi die Frage ist nicht guter oder schlechter Widerstand. Die Frage ist sinnvoller Widerstand. Und Steine schmeissen scheint in der jetzigen Situation kontraproduktiv.
Gewalt weil die Gesellschaft gewaltaetig ist? Bissel duenn als Begruendung.
Bringt euer militanter Widerstand in der jetzigen Situation was?

zu "bin übrigens kein deutscher"

heinz 26.06.2001 - 18:49
was mir wirklich auf die nerven geht, ist dieser kindische reflex auf kritik an theoretikern wie chomsky, die aus der anarchistischen ecke kommen. da werde ich von dir sofort den maoisten/stalinisten zugeordnet, wo machst du das denn bitte fest? nenne mir ein indiz, dass deine these bestätigt. eher denke ich, dass deine verschwörungstherie den einzigen sinn hat, eben nicht auf meine kritik an chomsky einzugehen. praktisch, bequem und man kann so weitermachen wie bisher. ebenso kann ich in meinem text nirgends deinen herbeiphantasierten hundertprozentigen wahrheitsanspruch entdecken. vielmehr geht es um analogien an der analysestruktur, die sich bei uns in eingentlich mißliebigen - weil rechts, rekationär und konservativ - Ecken wiederfinden. der zu untersuchende gegenstand ist also verwendete ideologie verschiedener politischer strömungen und warum dort schnittmengen existieren. mit deiner platten einteilung in kommies/anarchos verhinderst du eine notwendige entwicklung linker theorie und diskussionskultur. wenn du das näxte mal schreibst, schalte lieber vorher mal den kopf ein. solidarität!

chomsky

xxx 26.06.2001 - 18:58
bin zwar nicht gefragt, aber mal mein senf: ich würde das an 2 dingen erkennen: 1) sowas kam bisher nur aus kommie-escki und 2)weils ein typischer reflex ist, der darüberhinaus verhindert sich inhaltlich mit bestimmten dingen zu beschäftigen. motto: "Jeder, der nicht mit uns identisch ist, ist nazi" - sektenscheiß. ich konnter noch nichts natisemitisches bei Ch. entdecken, und wenn du seine sympathoie für das buch "die holocaustindustrie" meins - lies dieses buch noch mal richtig!

zu chomsky

xxx 26.06.2001 - 19:10

noch mal ohne fehler:
bin zwar nicht gefragt, aber mal mein senf: ich würde
das an 2 dingen erkennen: 1) sowas kam bisher nur
aus kommie-ecke und 2)weils ein typischer reflex
ist, der darüberhinaus verhindert sich inhaltlich mit
bestimmten dingen zu beschäftigen. motto: "Jeder,
der nicht mit uns identisch ist, ist nazi" -
sektenscheiß. ich konnter noch nichts
antisemitisches bei Ch. entdecken, und wenn du
seine sympathie für das buch "die
holocoustindustrie" meinst - lies dieses buch noch
mal richtig! .... ich glaube auch, daß es eigentlich um andere dinge geht bei der kritik an ihm.

zu xxx

heinz 26.06.2001 - 23:39
ich verneige mich in großer demut vor deinen analysefertigkeiten. außer unterstellungen bzgl. meiner position bis hin zu der "erkenntnis", was immer so war ist kann auch heute nicht anders sein, hast zu nichts anzumerken. ein trauerspiel. zur "holcoust-industrie": chomsky hat hierzu das vorwort verfaßt. der herausgebende piper-verlag hat vor der veröffentlichung in deutschland ein wissenschaftliches gutachten einholen lassen, das große wissenschaftliche dürftigkeit konstatierte. trotzdem wurde veröffentlicht und die reaktionen sowohl deutscher medien wie auch bis dahin linksliberalen historikern haben dem buch große öffentlichlkeit geschenkt und es zum teil mehr als positiv rezensiert. es wurde in deutschland zum medienhype. du mußt dir mal die mühe machen die antisemitischen stereotype bei den rezensionen anzuschauen. und der tobenden applaus der rechten szene. wenn man sich als linker "theoretiker" darüber freut, bitte schön. Aber ich will damit nichts zu haben! darum geht es. jetzt mußt du nicht weiter über die eigentlichen gründe meiner kritik nachdenken.....

Widerstand

SuperRockStar 26.06.2001 - 23:42
...wer schweigen will, soll schweigen
wer schreien will, soll schreien
wer kämpfen will, soll kämpfen...

selbstverteidigung...eine Geschichte

...der erste Schritt, Lage abchecken, Polizisten mit Kameras herausfiltern...erstes Ziel, Zerstörung der Kameras...

...die Polizisten kamen näher...die Rockstars warteten auf den richtigen Moment...ein Meter Abstand! Der richtige Moment...Farbdosen heraus genohmen...Helme und Schilder der Polizisten besprüht...
andere Rockstars nahmen nasse Bettlaken und umhüllten einige Polizisten...dann wurden den Polizisten die Beine weggezogen, Waffen abgenohmen und die Schuhe und Hosen zerschnitten...

Wasserwagen...die Polizisten sprühten in eine Menge Rockstars...im selben Moment kamen von hinten ein Sturmtrupp von Rockstars, rammten eine kleine Gruppe von Polizisten, die überrascht waren ,aus den Weg...dann sprang man aufs Dach des Wasserwerfers, andere besprühten mit Farbdosen, die Fensterscheiben, andere warfen Farbbomben...mit schwerer Zange verbog auf dem Dach ein Rockstar den Wassersprüher...

...Einkesselung...die Rockstars machten mit ihren Händen Kletterstützen...Rockstars wurden hochgeschoben und diese tanzten auf den Helmen der Polizisten...

...es war ne nette Party...

Fortsetzung folgt...

Nochmal zum AntiAntisemitismus (heinz)

Alejnikov 27.06.2001 - 02:55
Mal was zur Klarstellung: Israel ist NICHT als Reflex auf den Massenmord der Nazis entstanden, sondern als Ergebnis vor allem einer gleichzeitig nationalistischen und idealistischen Bewegung, nämlich des Zionismus. Interessanterweise war die Eingliederung gerade der Überlebenden der Ghetto-Aufstände in Israel hoch problematisch und jeglicher Verweis auf die jüdische Opferrolle im deutsch besetzten Europa gar nicht so sehr erwünscht. Der Bezug auf den Völkermord an den Juden bis zum Eichmann-Prozeß in Israel überhaupt keine Rolle.
In seinen idealistisch-ethischen Aspekten mag der Zionismus soweit ganz sympathisch gewesen sein, in der Praxis ist lediglich der Nationalismus übriggeblieben, und der hat, insbesondere was etwa die Frage des Landbesitzes angeht (lediglich Juden dürfen Land besitzen), SEHR unsympathische Züge. Den isrtaelischen Nationalismus als sympathischer oder besser als andere hinzustellen, ist schlicht ahistorisch.

Link zum FR-Artikel

Dr. No 27.06.2001 - 05:00
Wie ich sehe, funktioniert der Link zum FR-Artikel wieder. Wenn die beid der Zeitung ins Archiv wandern, bekommen sie eine neue Adresse...wurde jetzt wohl geändert.

Thema Antisemitismus

der nicht deutsche 27.06.2001 - 13:19
Hallo Heinz! Soll ich jetzt sagen, typisch deutsche Linke? Da wird kaum inhaltlich auf Argumente eingeganegen,
sondern über die Form gemeckert. Dabei hast Du einen bestimmten Ton hier reingebracht. Warum ist dieses
Entweder-Oder- Denken in der Linken so beliebt? Bist Du schon mal auf die Idee gekommen, daß es (auch im
Nahen Osten) kein einfaches Gut-Böse-Schema gibt? Ich halte es für sehr Gefährlich, Menschen nach ihrer Ethnie
zu beurteilen. Genau das tust Du, wenn Du Verbrechen nur auf einer Seite lokalisierst. (Wobei wie erwähnt beide
Seiten semitisch sind) Wie kam ich dazu Dich pauschalisierend als Kommie zu bezeichnen? Nun, vielleicht
siehst Du Dich ja als keinen, aber mensch ist ja nicht daß was mensch sagt. Das Handeln bestimmt, was Du bist. Und
gerade dieses Zensur-Ding und Vorschriftsdenken, sowie typische Debatten haben mich dazu veranlasst, sowas zu
schreiben. (Wobei es für mich als Anarchist wenig Unterschied zwischen Kommie und Autonome gibt - die
Denk-Strukturen (besond. Nicht-Anerkennen Andersdenkender, Bevormundung und "Ich bin im Besitz der
WAHRHEIT") sind sich ähnlich) .
Schon interessant, wie Orwell in 1984 die Kommies charakterisiert hat: 3 Punkte fallen mir da ein:
1) "Wir sind nie im Krieg mit Erasien gewesen" - 1990 hieß es "Freiheit für Palestina" und 2000 "Lang lebe Israel"
- Von einem Extrem ins Andere. Keine differenzierte Sichtweise. Grund: Na, die Nazis könnten doch.... also wenn
wir so schwach an Inhalten sind.....
2.) Vaporisieren - Da hat jemand was geschrieben, was nicht so der Bringer ist, also darf nix mehr von dem
zitiert werden. (Eigentlich hat jeder Mensch im Leben auch mal Unsinn verzapft (Die KPD etwa war extrem
antisemitisch, aber auch Proudhon und etwas schwächer Marx) - aber manche sind ja bekanntlich gleicher)
3) Neusprech - bestimmte Worte dürfen so nicht mehr gesagt werden/ bestimmte Gedanken nicht mehr
gedacht werden. Sonst bin ich ein Gedankenverbrecher. Was mir noch auffällt: Besonders Marxisten reden gern von "Analyse", wobei delbst platteste Pauschalisierungen "Analyse" heißen. Damit soll etwa gesagt werden: "Ich habe Recht, weil die Wissenschaft ...."

27.06.2001 - 14:03
Ich wollt nur sagen das mir die verbalen Angriffe auf Militante auf dieser Seite langsam auf die Nerven gehen. Es ist einfach häufiger sinnvoll jemand wegzuhauen. Wenn wir erfolg haben und einen Aufmarsch der Nazis militant stoppen freuen sich alle und die Presse ist gar nicht so schlimm(siehe Zeitungs-Artikel zum Fascho-aufmarsch in Kiel). Das Problem ist aber das Krawall immer Idioten anzieht die man eigentlich nicht haben will. So sind am ersten Mai diesen Jahres HSV-Ultras in der Schanze gewesen weil sie die Berichte im letzten Jahr gesehen hatten und dachten das es Krawall gibt. Im wendland waren Faschos aus Dannenberg und Umgebung an den Außernandersetzungen an der Esso-Tanke beteiligt und so weiter und so fort. Wirklich militante überlegen was sie machen planen und brechen aktionen auch ab wenn es keinen sinn hat. Leute die einfach so aus bock Bullen angreifen haben nix verloren in der linken. Aber wenn wir wieder mal ne Demo militant vor angriffen der Polizeri schützen heisst es wieder habt ihr gut gemacht. Versucht doch mal nur mit Sitzblockaden den Castor zu stoppen... ...oder denkt ihr die Polizei ist so zahlreich weil sie meint x-tausenmal quer ist so gefährlich. Denkt mal nach, nach der öffentlichen Meinung auf die ihr euch bezieht ist fast alles militant auch die Aktion von Robin Wood. Krawall Ja wenn er sinn macht... ...und Polit-Hools eins aufs Maul

An den Macker

Yo 27.06.2001 - 17:33

".. sagen das mir die verbalen
Angriffe auf Militante auf dieser Seite
langsam auf die Nerven gehen. " - Halluzinationen? Was hier kritisiert wurde, sidn
hirnlos-miltante mackertypen, die gemeinsam mit den Bullen Vörwände für Repressionen liefern. Gegen
Strategische Militanz hat wäre weniger einzuwenden.... Den meisten von Euch gehts aber nur um einen Vorwand für
Gewaltgeilheit. Friedliche Lösungen werden grundsätzlich abgelehnt... genau wie bei den Bullen.


Zu den Faschos an der Esso-Wiese: Also Mitläufer verprügeln macht die Links, ja? Ist ja toll - die Methoden
sind sich fast identisch. Wusstest Du, daß Chr. Worch mal Maoist war? Der hat einfach den Führer getauscht. Mehr
nicht. "aktionen auch
ab wenn es keinen sinn hat. Leute die
einfach so aus bock Bullen angreifen haben
nix verloren in der linken" Tja Deine Sicht - nur seid Ihr es, die die Linke zusammen mit den
Bullen zerstören. Davon abgesehen, bist Du in 2 Jahren bestimmt wieder Spießbürger (wie die meisten
Prollo-Linken), nachdem Du geholfen hast, die Linke zu isolieren, zu spalten und zu zerstören. "Krawall Ja
wenn er sinn
macht... ...und Polit-Hools eins aufs Maul" Wie jetzt auf einmal doch mit Nachdenken? Davon
wurde hier die ganze Zeit geredet. Nicht immer reflexartig reagieren. 20 Sekunden zum Nachdenken solltest Du Dir
schon geben.... Wenn Du lesen kannst, lies mal bei Nadir die Materialien zum Antifa-Kongress in Göttingen...



zu "der nicht deutsche"

heinz 27.06.2001 - 18:21
ich habe zwar orwells 1984 auch gelesen, aber nicht auswendig gelernt. wo ist dein unterstelltes gut-böse-schema, wenn ich darstelle, dass mit dem von chomsky oft verwendeten begriff "nazis-israel" der von deutschen zu verantwortenden holocaust relativiert wird? wo ist es undifferenziert, darauf zu verweisen, dass nazis und rechte mit teilweisen gleichen phrasen gegen israel "argumente" in stellung bringen? ich habe in keiner weise die isrealische außenpolitik glorifiziert, noch ansatzweise behauptet, dass das böse nur auf der palästinensischen seite verortet ist. ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass chomsky sich in den dienst anti-israelischer kampagnen stellt und die verbreitung antisemitischer stereotype wie bei finkelstein - "die jüdischen organisationen beuten die deutschen aus" - offenbar befördert. überigens sieht chomsky auf israelischer seite alles böse verortet und macht damit genau die kategorisierung, die du mir unterstellst. weder habe ich chomsky deshalb als nazi bezeichnet, noch alle seiner anderen bücher rigoros verdammt. ich habe jedoch kritik an seiner ideologie geübt. ideologie entsteht genau da, wo fakten aus ihrem eigentlichen kontext herausgelöst werden, um sie entsprechend eigenen zielvorstellungen zu sortieren: "nazi-israel" heißt das dann bei chomsky. willst du diese postion verteidigen oder rechtfertigen? noch zu deiner fremdzuschreibung, ich sei "komie": du mußt deine anarchistische identitätspolitik ziemlich nötig haben, um dich tag für tag zu vergewissern, dass du auf der besseren seite stehst. ich brauch´ das nicht, sorry. darüber hinaus solltest du deinen diesbezüglichen "kriterienkatalog" ein bischen aktuallisieren. das erleichert die kommunikation ungemein. so long.

@heinz

xxx 27.06.2001 - 19:02
hey, ick müsch mich ja nicht gern in euern streit, aber da muss ich noch mal was ablassen: ... "überigens sieht
chomsky auf
israelischer seite alles böse verortet " - naja, wie kommst du zu dieser behauptung? ich habe von
chomsky schon ganz anderes gelesen. ausserdem hast du tatsächlich ein problem damit, wenn hier was über
chomsky steht. lies noch mal deinen ersten kommentar.
und an den komischen militanten: typen wie du tauchen auf, machen viel kaputt und gehen wieder. hab ich oft genug erlebt. in berlin höngen die meisten schwachmaten der sorte im tek in x-berg rum.

an xxx

heinz 27.06.2001 - 20:54
wo hast du von chomsky was anderes gelesen? ich weiß es wirklich nicht, wenn es da was gibt, gib doch bitte die quellen an!

chomsky und die eu-gipfel

xxx 28.06.2001 - 01:08
in "wirtschaft und gewalt" oder in "sprache und politik" (ist schon ne weie her) da hat er einiges über die kibbuz-bewegung geschrieben und wie toll die ist. in einem interview von ihm, was mal
auf indymedia.org zu lesen war habe ich das erste mal erfahren, daß es auch gemeinschaften in israel gibt, wo beide gruppen zusammenleben. ich glaube, daß er am ehesten mit der israelischen friedensbewegung (die in opposition zur rechten regierung steht) sympathisiert. das wort "nazi-israel" ist aber wirklich hart. nicht zu leugnen. (auf israel.indymedia steht einiges interessantes zum thema)

Sonntag is demo...

Megaphonrundfahrt 28.06.2001 - 02:18
Schüsse und willkürliche Verhaftungen in Göteborg:
Stoppt den Marsch in den EU-Polizeistaat!

*** Demonstration *** Berlin *** Sonntag, 1.7.2001 *** 14 Uhr *** Nollendorfplatz ***

Israel Terrorstaat

freies Palästina 29.06.2001 - 01:34
Auf keinen Fall dürfen die Zionisten das palästinensische Volk vertreiben, niedermachen und ausdürsten...

xxx 29.06.2001 - 16:25
netter versuch, fascho

lieber YO

bernardo 14.07.2001 - 08:00
lieber yo, du bist also gegen Gewalt, aber wenn ich deinen Beitrag so lese, finde ich, dass Du eine ganz schoen gewalttaetige Sprache sprichst....ich zitiere nur "wenn du lesen kannst...". Solidarisch ist dass auch nicht...anscheinend bist du auch nicht laenger als 2 jahre (deine worte) in der szene, sonst haettest du wenigstens das gelernt.
Was mich sonst interesieren wuerde: warum gehst du ueberhaupt auf indymedia.org wenn du doch so besorgt bist ueber den inhalt der buergerlichen medien. unsere bewegung wird immer defamiert werden, da koennen wir noch so lieb betteln und nach des staates pfeife tanzen. gerade weil die buergerlichen medien immer ueber uns luegen gibt es doch indymedia...nur muessen wir es jetzt halt schaffen, dass immer mehr menschen zugang zu diesen informationenhaben.
alles liebe und solidaritaet...der bernardo

Fehlinterpretation?

Yo 14.07.2001 - 19:43
"lieber yo, du bist also gegen Gewalt, " Sooo einfach ist die Sache nich - Was ist Gewalt? Als Notwehr oder als militante Aktionsform halte ich sie für akzeptabel, wenn andere Wege nicht funktionieren. Sinnentleerte Gewalt, Gewalt zum Selbstzweck und Gewalt als bestes Mittel lehne ich ab - allein schon aus strategischen Gründen.




aber wenn ich deinen Beitrag so lese, finde ich, dass Du eine ganz schoen gewalttaetige Sprache sprichst....ich zitiere nur "wenn du lesen kannst...".

Ja sehr nett war ich vielleicht wirklich nicht. Aber ich hoffe, Du hast trotzdem inhaltlich versucht zu verstehen, was ich meine.

"Solidarisch ist dass auch nicht...anscheinend bist du auch nicht laenger als 2 jahre (deine worte) in der szene, sonst haettest du wenigstens das gelernt."
Genaugenommen wurde ich '88 (DDP-Opposition) politisiert und wg. Mainzer Straße radikalisiert - was Du ansprichst ist in der Tat ein Problem: Spaltung, Intoleranz und so weiter (weisst Du, daß in Spanien 36 verschiedene Ansätze nebeneinander ausprobiert wurde und dieses Ganze "mein Weg ist richtig" weggelassen)

"Was mich sonst interesieren wuerde: warum gehst du ueberhaupt auf indymedia.org wenn du doch so besorgt bist ueber den inhalt der buergerlichen medien. " das ist deine Interpretation




"aber unsere bewegung wird immer defamiert werden, da koennen wir noch so lieb betteln und nach des staates pfeife tanzen. gerade weil die buergerlichen medien immer ueber uns luegen gibt es doch indymedia...nur muessen wir es jetzt halt schaffen, dass immer mehr menschen zugang zu diesen informationenhaben." Zustimmung! Aber wir vermitteln uns nicht, wenn wir Leutemn, die langasm anfangen uns zu verstehen die Autos oder Wohnungen einschmeißen!

Ein paar interessante Thesen ( Die Wahrheit )

Die Jugend von Heute 25.09.2001 - 23:38
(Wenn jemand das löscht, stellt er ein Armutszeugnis für seine Überzeugungen aus und sieht der Wahrheit nicht ins Gesicht:)

Das alles is fürwahr eine interessante Ansammlung von Theorien, leider wird man damit nicht viel weiter kommen als in die Kinos. Politische Macht gibt doch kein verantwortungsvoller Bürger solchen abstrusen Subjekten wie diesen Autonomen oder irgendwelchen weltfremden Globalisierungsphobikern in die Hand. Die EU is das glorreichste und hoffnungsvollste Projekt an dem wir Europäer seit Jahrhunderten(!) arbeiten dürfen. SIE VERSPRICHT DIE ZUKUNFT! Eine Zukunft voller Frieden Reichtum und Sicherheit welche irgendwelche Chaoten unseren Kindern vorenthalten wollen.Bravo! Separation, Fremde und Konkurrenzkampf und im Endeffekt, Krieg kennt Europa zu genüge! Warum sind die Menschen so unvernünftig? Seht die Wahrheit und werdet endlich vernünftig!

Das was diese Menschen von Göteborg etc. bekämpfen is genau das wofür sie sich einsetzten...

Frieden,Wohlstand,Demokratie,Gerechtigkeit und Freiheit.

Lang lebe die Europäische Union!
Lang lebe die Europäische Union!
Lang lebe die Europäische Union!

da beweist aber jemand iq!

heiner 26.09.2001 - 01:32
warum soll dein artikel gelöscht werden? wie kommst du auf sowas. zumal dein artikel doch toll entlarvend ist: die
rechte und konservative arbeitet genau wie unreflektierte linke mit parolen und plappert sachen nach. fakten werden
nur ernstgenommen, wenn die die eigene meinung stützt, sonst verworfen.