Ich war in Göteborg
Ein Augenzeugenbericht
Ich war in Göteborg
Von Susan George
ATTAC Schweden hat jetzt zwischen 4.000 et 5.000 Mitglieder. Gemessen an der
schwedischen Bevölkerung ist das genauso viel oder mehr als in Frankreich - und
das weniger als ein Jahr nach der Gründung. Das ist ein bedeutendes politisches
Phänomen.
ATTAC Schweden bereitete den Gipfel in Göteborg seit mehreren Monaten vor und
führte Verhandlungen mit der Regierung und der Polizei, damit die Demonstrationen
gewaltfrei verlaufen. Der Vorsitzende des Rates von ATTAC, Hans Abramsson, der
einen Lehrstuhl für Friedens- und Konfliktstudien inne hat, stand im Zentrum des
Vorbereitungsprozesses. America Vera-Zavala traf mit dem Premierminister Goran
Persson zusammen (das Photo von America im Hemd mit rotem ATTAC Symbol ne-ben
Persson war auf der Titelseite von „Metro“ – der Tageszeitung des Gipfels). All
dies steht in der schwedischen Tradition der Absprachen und des Konsenses und
nach Aussage der ATTAC-Mitglieder konnte gegenseitiges Vertrauen geschaffen
werden.
Die Anstrengungen waren jedoch vergebens. Die Probleme begannen am Donners-tag
Nachmittag. Die Regierung hatte mehrere Schulen geöffnet, damit die Aktivisten
dort übernachten konnten. Es kursierte das Gerücht, dass in einer Schule Waffen
versteckt seien. Die Leute in der Schule weigerten sich, die Schule zu verlassen.
Darauf hin ließ die Polizei große Container bringen, um die Zugänge zur Schule zu
blockieren. Es gab erste Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Protestieren-den
in einem benachbarten Park, wo die Polizei entgegen der Zusage bei den Ver-handlungen
mit berittenen Einheiten eingriff.
Dennoch ereignete sich am Donnerstag nichts Schwerwiegendes, auch wenn die
Lage zunehmend gespannter wurde. Am Freitag wurden die Mitglieder der Gruppen
„Globalisation from Below“, „Ya Basta“ und „Tutte Bianche“ aus der Schule gedrängt.
Ich selbst war am Freitag im Alternativdorf, wo in Zelten zahlreiche Organisationen
Foren veranstalteten. Aber weniger als 500 Meter weiter hatten die Konfrontationen
und die Zerstörung bereits begonnen.
Auf der großen Avenue, die die Göteborger mit den Champs Elysées zu vergleichen
pflegen, war am Abend keine einzige Scheibe mehr ganz. Ungefähr zweihundert
Personen war es gelungen, tausend oder mehr Polizisten in Auseinandersetzungen
zu verwickeln. Die Polizei, deren Fahrzeuge zerstört worden waren, war völlig über-fordert
und gab scharfe Schüsse ab. Mindestens eine Person wurde im Unterleib ge-troffen
und wurde schwer verletzt, andere wurden leicht verletzt. Die Schweden
kannten derartige Gewalttätigkeit auf ihrem Territorium bisher nicht und waren
schwer schockiert.
Ich verurteile mit aller Klarheit und Eindeutigkeit diese Gewaltakte - und dies aus
mehreren Gründen. Unabhängig von den philosophischen Fragen, die damit verbun-den
sind und jenseits der Tatsache, dass unsere schwedischen Freunde ziemlich
traumatisiert sind, spielt die Gewalt dem Gegner in die Hände. Selbst wenn es Pro-vokationen
gab, auch wenn die Polizei zuerst mit Handgreiflichkeiten begonnen ha-ben
sollte, wie dies häufig der Fall ist, werden wir alle über einen Kamm geschert.
Die Medien sprechen natürlich nur über die Gewalt. Unsere Ideen, die Gründe für
Von Susan George
ATTAC Schweden hat jetzt zwischen 4.000 et 5.000 Mitglieder. Gemessen an der
schwedischen Bevölkerung ist das genauso viel oder mehr als in Frankreich - und
das weniger als ein Jahr nach der Gründung. Das ist ein bedeutendes politisches
Phänomen.
ATTAC Schweden bereitete den Gipfel in Göteborg seit mehreren Monaten vor und
führte Verhandlungen mit der Regierung und der Polizei, damit die Demonstrationen
gewaltfrei verlaufen. Der Vorsitzende des Rates von ATTAC, Hans Abramsson, der
einen Lehrstuhl für Friedens- und Konfliktstudien inne hat, stand im Zentrum des
Vorbereitungsprozesses. America Vera-Zavala traf mit dem Premierminister Goran
Persson zusammen (das Photo von America im Hemd mit rotem ATTAC Symbol ne-ben
Persson war auf der Titelseite von „Metro“ – der Tageszeitung des Gipfels). All
dies steht in der schwedischen Tradition der Absprachen und des Konsenses und
nach Aussage der ATTAC-Mitglieder konnte gegenseitiges Vertrauen geschaffen
werden.
Die Anstrengungen waren jedoch vergebens. Die Probleme begannen am Donners-tag
Nachmittag. Die Regierung hatte mehrere Schulen geöffnet, damit die Aktivisten
dort übernachten konnten. Es kursierte das Gerücht, dass in einer Schule Waffen
versteckt seien. Die Leute in der Schule weigerten sich, die Schule zu verlassen.
Darauf hin ließ die Polizei große Container bringen, um die Zugänge zur Schule zu
blockieren. Es gab erste Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Protestieren-den
in einem benachbarten Park, wo die Polizei entgegen der Zusage bei den Ver-handlungen
mit berittenen Einheiten eingriff.
Dennoch ereignete sich am Donnerstag nichts Schwerwiegendes, auch wenn die
Lage zunehmend gespannter wurde. Am Freitag wurden die Mitglieder der Gruppen
„Globalisation from Below“, „Ya Basta“ und „Tutte Bianche“ aus der Schule gedrängt.
Ich selbst war am Freitag im Alternativdorf, wo in Zelten zahlreiche Organisationen
Foren veranstalteten. Aber weniger als 500 Meter weiter hatten die Konfrontationen
und die Zerstörung bereits begonnen.
Auf der großen Avenue, die die Göteborger mit den Champs Elysées zu vergleichen
pflegen, war am Abend keine einzige Scheibe mehr ganz. Ungefähr zweihundert
Personen war es gelungen, tausend oder mehr Polizisten in Auseinandersetzungen
zu verwickeln. Die Polizei, deren Fahrzeuge zerstört worden waren, war völlig über-fordert
und gab scharfe Schüsse ab. Mindestens eine Person wurde im Unterleib ge-troffen
und wurde schwer verletzt, andere wurden leicht verletzt. Die Schweden
kannten derartige Gewalttätigkeit auf ihrem Territorium bisher nicht und waren
schwer schockiert.
Ich verurteile mit aller Klarheit und Eindeutigkeit diese Gewaltakte - und dies aus
mehreren Gründen. Unabhängig von den philosophischen Fragen, die damit verbun-den
sind und jenseits der Tatsache, dass unsere schwedischen Freunde ziemlich
traumatisiert sind, spielt die Gewalt dem Gegner in die Hände. Selbst wenn es Pro-vokationen
gab, auch wenn die Polizei zuerst mit Handgreiflichkeiten begonnen ha-ben
sollte, wie dies häufig der Fall ist, werden wir alle über einen Kamm geschert.
Die Medien sprechen natürlich nur über die Gewalt. Unsere Ideen, die Gründe für
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Dream sweet, Susan George!
gab, auch wenn die Polizei zuerst mit Handgreiflichkeiten begonnen haben sollte, wie dies häufig der Fall ist, werden wir alle über einen Kamm geschert.
Es tut mir natürlich leid für ATTAC und ihre große Vorsitzende, wenn sie mit allen anderen über einen Kamm geschoren wird. Denn verdient hat es diese Sorte von Kapitalismus-Reformern, deren Argumentationen ("böses Finanzkapital") u.a. dem Antisemitismus Tür und Tor öffnen, sicherlich nicht.Es gab allerdings eine Menge Leute in Göteborg, die nicht zum internationalen Stiftungs-Jetset gehören, der sich auf der Straße nicht blicken läßt. Und die haben im Gegensatz zu Susan George leider am eigenen Leibe erfahren, dass die Polizei eben nicht "die Handgreiflichkeiten begonnen haben sollte", sondern nahezu jede Demo, egal wie gewaltfrei sie begann, brutal angegriffen hat. Was wir brauchen, ist eine Diskussion darüber, wie wir taktisch mit solchen Situationen umgehen, eine Diskussion darüber, ob es nicht völlig kontraproduktiv war, als Reaktion auf die Angriffe die Avenyn zu demolieren. Aber diese Diskussion sollte innerhalb der antikapitalistischen Teile der Anti-"Globalisierungs"-Bewegungen geführt werden und nicht mit Leuten vom Schlage ATTACs, die sich gegen die "böse Globalisierung" den fordistischen Sozialstaat zurückwünschen und die Polizeibrutalität relativieren.
Was erreichen ?
ist ja auch zu erreichen das die Städte nicht mehr
Jubelend den Massenmördern in den Vorstandsetagen ihre
Städte überlassen.
Göteborg sollte sich zweimal überlegen ob die sowas
noch wollen, und wenn nicht, dann haben die ihre 20 Mio.
Sachschaden gut und gerne verdient !
Diese Einschüchterung führt ja auch dazu das die
Herrschenden jetzt in Genua schon überlegen mit Schiffen
aufs Meer zu fahren.
Das nen ich einen super Erfolg von Göteborg.
In diesem Sinne, für die Abstimmung mit den Pflastersteinen.
attac?!
attac hat und das aus eigener erfahrung in der schweiz und das speziell in zürich und in davos (landquart) genug unheil angerichtet! ich arbeite nicht mit leuten zusammen die mit bullen verhandeln oder sich im stillen kämmerlein mit WEF's treffen! ehrlich gesagt haben alle das recht ihren unmut auf irgend eine art und weise zum ausdruck zu bringen abermann sollte alle meinungen und gemeinsammen entscheidungen respektieren und ich habe das gefühl das die attacs sich keinen deut um so etwas kümmern!
von mir aus könnt ihr tausende mitglieder in jedem land haben, aber bevor ihr euch nich an die regeln haltet solltet ihr dahin gehen wo der pfeffer wächst!
wagt es ja nicht in genua euren kopf versuchen zu durchsetzten den sonst habe ich persöhnlich dort einen ganzen hauffen mehr feinde die ich bereit sein werde zu bekänpfen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Selbstverteidigung
a) Die Medien besitzen eine Funktion in dieser Gesellschaft:
Sie sollen Stabilität durch Vertretung der herschenden Ideologie garantieren.
Die Mittel hierzu sind vielfaältig: Sie reichen von partieller Berichterstattung, über Lügen, bis hin zur Schaffung von Tatsachen.
Wenn man glaubt, daß man nur friedlich protestieren müßte, um in den Medien seine Inhalte positionieren zu können, hat wohl ein falsches Bild von Staat und Medien.
b) die Ausschreitungen waren im Vergleich zu Pragh nicht besonders krass, sie waren eher gemäßigt. (So weit ich das als daheimgebliebener beurteilen kann). Es flogen z.B: keine Mollis...
c) das Verhalten der Polizei war äußerst skrupellos. Gewalt seitens der Demonstranten tritt meist als Reaktion auf Polizeigewalt ein. Ich finde hier den Begriff Selbstschutz, Selbstverteidigung weitaus passender.
Steine und so
eine Diskussion darüber, wie wir taktisch mit solchen Situationen umgehen, eine
Diskussion darüber, ob es nicht völlig kontraproduktiv war, als Reaktion auf die
Angriffe die Avenyn zu demolieren." Frage: Warum will die Polizei die Randale? Um uns einen Gefallen zu tun? Schluss mit dem selbstbelügen!
Die Riots am Samstag?
Riots
die trennung von zirkulations- und produktionssphäre ähnelt allgemein oft der antisemitischen trennung (z.b: der nazis in "raffendes" finanz- und "schaffendes" (bei den nazis das deutsche) industriekapital. antisemitismus kann mensch ATTAC zwar nicht vorwerfen, eine verkürzte kapitalismuskritik, die durchaus bei einigen auf den fruchtbaren antisemitischen boden fallen kann, allerdings schon.
2.) ATTAC ist eine NGO, d.h. eine nichtregierungsorganisation, die die herrschenden durchaus einzubinden wissen und die sich auch einbinden lässt, weil ihr selbstverständnis ist, dass nur in der konstruktiven diskussion mit den verschiedenen agenturen der macht etwas zu erreichen ist. das weiss die EU/IWF/...-öffentlichkeitsarbeit zu nutzen, indem in die guten, d.h. konstruktive vorschläge machenden NGOs und die bösen, marodierenden polit-hooligans getrennt wird. das sieht mensch ja an den beiträgen in den bürgerlichen medien. ATTAC selber verbreitet diese these zur eigenen selbststilisierung und im glauben mit ihrem einfluss auf die mächtigen wirklich etwas reißen zu können. das NGOs nix reissen, sieht mensch exemplarisch an den ergebnissen der kyoto-klima-konferenz; unter dem "maßgeblichen einfluss" von NGOs kam hier ein lächerlicher beschluss zustande, der bis heute nicht umgesetzt ist (und das nicht nur wegen den USA).
3.) als eine solche NGO vertritt ATTAC einen führungsanspruch innerhalb von globalisierungskritischen bewegungen, der nicht mal angesichts der mitgliederzahlen (die bei weitem nicht so imposant sind, wie sie oft dargestellt werden) gerechtfertigt ist und zu solch spalterischen kommentaren wie da oben führen. nicht umsonst ist ATTAC in deutschland stark mit linksruck verbändelt.
insgesamt sollte aber mal darüber nachgedacht werden, inwiefern die linksradikale anti-globalisierungsbewegung nicht über die eigenen theoretischen grundlagen nachdenken sollte, z.b. über eine differenzierte kapitalsimuskritik. der blinde anti-amerikanismus auf der anti-bush-demo in göteborg z.b. ist definitiv nicht der richtige weg. die eu selber ist mit ihren weltpolitischen ambitionen genug angreifenswürdig. mit berlusconi haben 'wir in europa' einen noch rechteren staatschef als bush und die hegemonialansprüche deutschlands innerhalb der eu sind durchaus beobachtungswürdig.
über so eine dümmliche anti-gewalt-rhetorik wie sie da oben geäußert wird ist es nun echt nicht notwendig zu diskutieren, das dürfte seit 100 jahren gegessen sein.
anticapitalist ATTACK now!
soziale revolution weltweit!
START THE RIOT!
Dumm? Oder Absicht?
Nicht die Tage velwechsern
sorry, mit den tagen....
Widerstand ja Gewalt nein
Zu den anderen: Ich stimme seelenfresser zu. Gewalt stellt uns in ein schlechtes Licht. Ok die Krawallmacher sind auf allen Titelseiten und in allen Nachrichten. Aber was ist mit den anderen tausenden von Protestlern? den Umweltschützern, den Tierschützern, den Free - Tibetaktivisten? Ihr Anliegen gerät in vergessenheit bzw. wird kaum oderr gar nicht zur Kenntnis genommen. Und das nur weil irgendwelche Krawallzwerge meinen sie müssten sich mal wieder mit den Bullen prügeln!!!!!!! Sowas finde ich nicht gerecht!!!!!!
Yope hat recht
Langfristige Strategie???
Ich verstehe die Gewalt auf den Straßen, den Frust und die Lust mal nicht auf der Verliereseite zu stehen und es denen die es wirklich verdient haben mal zu zeigen.
Aber: der entscheidende Antikapitalistische Kampf findet doch direkt bei uns zu hause, in unserer Stadt statt. Oder?
Wenn wir es nicht schaffen in jeder Stadt und in jedem Dorf unabhängige, kritische und motivierte Menschen zu sammeln, dann hilft uns auch der schönste Battle sonstwo auch nix.
Wir müssen doch Gesellschaftliche Mehrheiten schaffen die es uns ermöglichen eine Umstrukturierung der Gesellschaft vorzunehmen(Es gibt Menschen die sagen auch "Revolution").
Ich glaube das solche Riots noch zu früh sind. Es schreckt viele (latent) linke ab vor ort mitzumachen, wenn sie ständig mit solchen Gewaltbildern konfrontiert werden und ausschließlich das mit Anitkapitalistischem Widerstand asoziieren.
Wie gesagt, ich verurteile die Gewalt nicht grundsätzlich, halte sie aber aus strategischen Gründen noch zu verfrüht.
Sollten wir nicht noch warten bis wir mehr werden?
Die ganze Widerstandsbewegung zieht, glaube ich, zur Zeit viele Menschen auf unsere Seite. Wir sollten den Medien nicht erlauben uns diesen "Run" wieder kaputt zu machen.
Was meint ihr dazu, teilt ihr solch eine einschätzung?
Ich würde gerne mal ohne beleidigungen diskutieren.
traeumer
aber nix fuer ungut, veraenderungen kommen nicht ueber nacht..
Ergänzung
Forrest Wolf und Yope haben recht
linker Abschaum <-> linke Elite?
Herrschende?
@ ratzenbauch
Ted kann sich seinen Quatsch selbst beantworten, da muss wohl niemand drauf eingehen...
Hat jemand einen Stein fuer mein Monitot
ersetzen...EU-Hirnkeulen
und das wars
Gewalt
Die Bewegung muss wieterleben
Gemeinsames Ziel?
Momentan sind sehr viele unterschiedliche Gruppen und Bewegungen vereinigt und haben ein gemeinsames Ziel.
Kann dieses Ziel mal jemand benennen? Welches gemeinsame Ziel haben Anti-KapitalistInnen auf der einen Seite; ATTAC, Tute Bianche und andere staatsfixierte Retter der Politik und des fordistischen Regulationsstaates auf der anderen? Was verbindet letztere wiederum mit US-amerikanischen Gewerkschaftern der AFL-CIO, die nur deshalb gegen die "Globalisierung" sind, damit nicht noch mehr japanische Autos ins Land kommen?
Wo bitte, ist bei dieser Gemengelage das "gemeinsame Ziel"?
Wenn wir daneben mal einen Blick weg von den Inhalten auf die Auseinandersetzungsformen werfen. Einige Leute hier sollten sich ernsthaft fragen, ob Scheinheiligkeit heilbar ist. Warum wißt ihr überhaupt. dass es die "Bewegungen" gegen die kapitalistische "Globalisierung" gibt? Bei den allermeisten wird es so sein, dass sie mit glänzenden Augen die Bilder aus Seattle, Prag, Quebec im TV konsumiert haben. Diese Berichte hat es gegeben, weil es in bei diesen Gipfeln (zu Recht) gescheppert hat. Wer von den Leuten hier hat mit mehr als einem Achselzucken die zwei Zeilen über die Demo gegen den Gipfel in Köln 1999 zur Kenntnis genommen, oder wüßte auch nur wo Seattle eigentlich liegt, wenn 40.000 Leute einfach nur um den Block gezogen wären?
Wer sich die Mühe gemacht hat, die Berichte zu lesen, weiß, dass nahezu alle gewalttätigen Auseinandersetzungen in Göteborg dadurch entstanden sind, dass die Polizei gewaltsam versucht hat, Demos oder Aktionen zu stoppen, von denen davor keine Angriffe ausgegangen sind. Bevor also "abstrakt" über Gewalt diskutiert wird: Wer von euch hätte sich glücklich lächelnd zusammenschlagen lassen?
Gewalt ist ein Grundprinzip der bürgerlichen Gesellschaft, sie wird täglich in jeder Fabrik ausgeübt, der bürgerliche Staat gießt sie in Gesetze und übt sie aus. Solange das so ist, wird notwendigerweise auch der Kampf um die Abschaffung des bürgerlichen Gewaltsystems auf die eine oder andere Weise gewalttätig sein. Es sei denn, jemand entschließt sich (habe ich durchaus Hochachtung vor) aus moralischen und politischen Gründen dafür, diese Gewalt gegen sich hinzunehmen und notfalls auch die andere Backe hinzuhalten.
Worum es bei der Diskussion um Göteborg geht, ist nicht, ob Gewaltanwendung als Selbsschutz legitim oder verwerflich ist, sondern ob bestimmte Formen von Gewaltanwendung (z.B. Zerlegen einer Einkaufsstraße) in bestimmten Situationen und Kontexten sinnvoll oder konterproduktiv sind. Und in Göteborg war das (wie man schon vorher mit einem Minimum an Analyse der schwedischen Situation hätte wissen können) absolut konterproduktiv. Das ändert aber nichts daran, dass die Gegenwehr gegen die Angriffe der Polizei legitim und notwendig war!
Tut das weh !!!
ist ein Idiot !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Sorry, aber Indymedia ist mir echt zu wichtig um hier ständig son Scheiß zu lesen - GEHT EEEEEEENNDLIIIICH SELBER MAL ZU EINER DEMO
-Gegen die Eure Lokalpresse schon vorher hetzt, ne "Scheiß auf Kapitalismus" -, Antifa- , Anti-Gelöbniss-, Pro Hausbesetzer-, Reclaim the streets- bla............- UND VERGESST DIE "DEUTSCHLAND EINIG ANTIFA" DEMOS(wo der Staat selber "gegen" Rechts demonstriert-Welche Farce!!-da werden nur kritische Plakate von Zivis entfernt,s0nst nix )...............................................!!!?
WUNSCHDENKEN HILFT NIEMANDEM!!!!!!!!!!!!!!!!Unsere Dummheit nützt aber schon..
Selbst für Knallerbsen (auf den Boden!) werfen wurden Leute schon als GewalttäterVERURTEILT!!!-versuchteKörperverletzung.=300.-DM trotz Berufungetc,etc.......,...............................................
Es tut weh ! Ja !!! Aber Deine/Meine Wünsche, wie diese Gesellschaft sein sollte spielen Keine Rolle wenn es darum geht, den Ablauf einer Demo oder den Zustand dieser Gesellschaft zu beschreiben! Es zählt nur
das was WAHR ist. Die Wahrheit ist DAS, was passiert,ganz einfach. Geht hin und schreibt DANACH wieder einen Kommentar für Indymedia- Danke und sorry
sind friedliche Demos möglich?
auf die Nerven geht, ist der ständige Versuch einige Leute hier, die Gewalt zu legitimieren bzw. schön zureden!!!!
In meinen Augen ist es ziemlich arm, wenn die einizige Möglichkeit des Widerstandes in Gewalt besteht!!?
Es gibt viele kreative Formen des Widerstandes, wo niemand verletzt wird (weder von uns noch von den Bullen oder unbetiligte). Ich bin der Meinung Gewalt sollte nur als allerletztes Mittel der Selbstverteidigung verwendet werden,
wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Ich finde es auch völlig daneben, das Leute die hier für friedliche Lösungen eintreten, andauernd von anderen deswegen angemacht werden!!!!!
Friedlich und so
Re: Friedlich und so
Jesus hilft
Wenn ihr diesen Rat befolgt werden wir vom Vatikan euch auch vor Gott positiv erwähnen - vor allem euer Einsatz den schwedischen Ministerpräsidenten im Vorfeld zu treffen - Respekt. Vielleicht schafft ihrs ja beim nächstenmal bis George Bush ?
Zum Demonstenten georg
zu dem Plasphemiten,
zu dem Plasphemiten,
lasst die diskussionen
Netter Versuch
Fazit:
... und was mensch hier für haarsträubende Kommentare von ächtänInsaidan abgeliefert bekommt: Konflikte zw. proletarischen-alleszusammenschlagenden-niemalsduschenden Autonomen und der "linken Elite"(<---Hä???) und lauder solches Zeux...
Brrr... da schauderts mir!