Pressespiegel zur Online-Demo

a 18.06.2001 15:39
Hier eine Auswahl aus dem immensen Medienecho, das die lufthansa goes offline Aktion bereits hatte
aktuelle Meldung vom 18.06.2001 09:04
Kein Demonstrationsrecht im Cyberspace?



Justizministerium verneint Recht zur Online-Demo
Der Streit um die Rechtmäßigkeit von virtuellen Sit-ins und DoS-Attacken spitzt sich im Vorfeld der geplanten Lufthansa-Demo zu

Virtuelle Sit-ins - wie jetzt gegen die Lufthansa geplant - sind nach Auffassung des Bundesjustizministeriums kein legitimes Mittel zur politischen Meinungsäußerung. Mehrere Straftatbestände könnten erfüllt sein, das Versammlungsrecht greife im Netz nicht. Nicht so schnell, warnen liberalere Rechtsexperten dagegen vor einer voreiligen Einschränkung von Grundrechten der Netzbürger.



Absturzgefahr für den Kranich

Weil die Lufthansa abgeschobene Asylbewerber transportiert, wollen Aktivisten ihre Homepage lahm legen



Legitimer Protest oder Cyberterror?
Nur noch wenige Mausklicks entfernt: die erste massive Online-Blockade eines deutschen Unternehmens

Verliefen Aktionärsversammlungen der Lufthansa AG schon in der Vergangenheit nicht ohne Proteste von Flüchtlingsinitiativen, haben dieselben die Online-Blockade der Kranich-Airline für die Versammlung am 20 Juni in Köln angekündigt. Die Fluggesellschaft bezeichnet sie als "aggressive Initiative". Die Demonstranten hingegen geloben, nur eine neue Protestform auszuprobieren. Eine Antwort auf die Frage, wer den Flüchtlingen die Kosten ihrer Abschiebung in Rechnung stellt, fällt schwerer.



Absturz jetzt!
Um gegen das Geschäft mit der Abschiebung zu demonstrieren, wollen anitrassistische Gruppen am 20. Juni die Homepage der Lufthansa blockieren. von anke schwarzer



Lufthansa offline?

Die Lufthansa ist als "Air-Carrier" am Prozess der Abschiebung von Asylbewerbern beteiligt. Grund genug für ein Aktionsbündnis antirassistischer Gruppen, anlässlich der anstehenden Aktionärsversammlung die Web-Server des Unternehmens zum Kollaps bringen zu wollen.



Radio gegen Deportation
Infos zum Anti-Lufthansa-Tag X im Internet



Tag X für den Kranich
Internetdemonstration gegen die Lufthansa

Die Lufthansa kommt nicht zur Ruhe. Waren es in den letzten Tagen streikende Piloten die für Gedränge vor den Flughafenschaltern sorgten, so droht der Fluggesellschaft am 20.Juni ein virtuelles Gedränge. Für diesen Tag haben Antirassismusgruppen und die Gefangenenhifeorganisation Libertad zu einer Internetdemonstration gegen die Lufthansa aufgerufen.




Stoppt Lufthansa Abschiebungen?
Die Kampagne "Deportation Class" gegen Abschiebungen hinterließ einen starken Eindruck auf der Lufthansa-Hauptversammlung.

In den 90er Jahren schlossen sich Fluggesellschaften zu weltumspannenden Airline-Allianzen zusammen. Mit ihren zwölf Partnern in der kartellrechtlich nicht unumstrittenen "Star Alliance" kann Lufthansa mehr als 760 Destinationen in 112 Ländern anbieten. Ein Verbund internationaler Menschenrechtsgruppen im Umfeld von "kein mensch ist illegal" bezeichnet das Abschiebegeschäft auf Linienflügen als "Deportation Class" (Abschiebe-Klasse) und greift die "Deportation Alliance" der Fluggesellschaften Lufthansa, KLM, Austrian Airlines, Air France, Eurowings, Air Holland, Tarom und SAS mit imageschädigenden Aktionen an. Die am 15. Juni 2000 im Berliner Kongreßzentrum abgehaltene Lufthansa-Hauptversammlung stand ganz im Zeichen der Auseinandersetzung um die "Deportation Class".
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Ergänzungen