EU-Gipfel in Göteburg vom 14.6.-16.6.
Video von den Schüssen von Göteborg und wie die RTS-Party davor aufgelöst wurde
Update Samstag nacht:
Samstag mittag fand in Göteborg eine große Demo "für ein anderes Europa" statt. Trotz teilweise strömenden Regens waren bis zu 25.000 Menschen auf der Straße. Die Polizei hielt sich halbwegs zurück und alles verlief friedlich (Foto). Am Abend fand eine Kundgebung gegen die Polizeigewalt der letzten Tage statt, die um 20h agggressiv eingekesselt wurde. Einige DemonstrantInnen wurden verhaftet, andere nach Personalienkontrolle laufen gelassen. Erst kurz vor Mitternacht wurde der Kessel aufgelöst.
Bei den Auseinandersetzungen nach der Reclaim the City Party feuerte die Polizei mehrere Schuesse auf Aktivisten ab (Berichte hier und hier). Video: Polizist schießt auf Demonstrant. Einem deutschen Aktivisten wurde ins Bein geschossen, ein schwedischer Aktivist schwebt nach einem Schuss in den Bauch in Lebensgefahr. Währenddessen geht die Repression am Rande der Proteste weiter, ganze Busse werden einkassiert, Leute wahllos verhaftet. Bis Samstag mittag wurden nach Polizeiangaben 539 AktivistInnen festgenommen mehr Zahlen
Update Samstag nacht:
Samstag mittag fand in Göteborg eine große Demo "für ein anderes Europa" statt. Trotz teilweise strömenden Regens waren bis zu 25.000 Menschen auf der Straße. Die Polizei hielt sich halbwegs zurück und alles verlief friedlich (Foto). Am Abend fand eine Kundgebung gegen die Polizeigewalt der letzten Tage statt, die um 20h agggressiv eingekesselt wurde. Einige DemonstrantInnen wurden verhaftet, andere nach Personalienkontrolle laufen gelassen. Erst kurz vor Mitternacht wurde der Kessel aufgelöst.
Bei den Auseinandersetzungen nach der Reclaim the City Party feuerte die Polizei mehrere Schuesse auf Aktivisten ab (Berichte hier und hier). Video: Polizist schießt auf Demonstrant. Einem deutschen Aktivisten wurde ins Bein geschossen, ein schwedischer Aktivist schwebt nach einem Schuss in den Bauch in Lebensgefahr. Währenddessen geht die Repression am Rande der Proteste weiter, ganze Busse werden einkassiert, Leute wahllos verhaftet. Bis Samstag mittag wurden nach Polizeiangaben 539 AktivistInnen festgenommen mehr Zahlen


Engage! IMC Radio live aus GöteborgEuropa ist ueberall
Europa ist da: Als gemeinsame Waehrung, als gemeinsamer Markt und als Abschottungsgesellschaft gegen die, die nicht dabei sein sollen. Dies sind die Punkte, an dene spontan nachvollziehbar wird, womit wir es zutun haben, wenn von der Europaeischen Union die Rede ist. Der Rest ist unklar: Was bedeutet der europaeische Vereinigungprozess fuer die Lebensrealitaet der Menschen in Europa? Was bedeutet die EU fuer die Herausbildung neuer globaler Ausbeutungsverhältnisse? Welche Konsequenzen haben diese Entwicklungen uer eine gesellschaftskritische Praxis?
Eine wenig erfreuliche Antwort auf diese und andere Fragen werden vom 14. bis zum 16. Juni Regierungsvertreter, Staatssekretaere und Verwaltungsbeamte auf dem naechsten EU-Gipfel in Goeteburg zu finden suchen. Was auf dem leztem Gipfel in Nizza an ungeklaerten Punkten offen blieb, wird hier zur weiteren Verhandlung stehen: Das Tempo und die Rahmenbedingungen der EU-Osterweiterung, die Gewichtung der Stimmenanteile der einzelnen beteiligten Staaten und nicht zuletzt an zentraler Stelle Fragen einer einheitlichen europaeischen Sicherheits-, Verteidigungs- und Fluechtlingspolitik. gegen diesen Gipfel gibt es eine, von verschiedenen Buendnissen getragene, internationale Mobilisierung, in der es vor allem um die Formulierung einer grundlegenden Kritik an den globalen Ausbeutungs-, Herrschafts- und Repressionsstrukturen geht, fuer die auch das Projekt der Europaeischen Union exemplarisch steht.
Wichtig ist es solche Kritik auch lokal sichtbar zu machen. Darum finden in verschiedenen Staedten Aktionstage gegen den Gipfel statt.
Nachtrag Donnerstag, 14.6.:
Bush, der zur Zeit auf einer von Protesten begleiteten Europa-Tour ist, kam heute morgen in Goeteborg an, wo er sich mit "Spitzenpolitikern" traf. Themen der Gespraeche waren offiziell Klima-, Balkan- und Handelspolitik.
Nuernberg
Hamburg
Frankfurt
Links
- Bericht über einEU-Vorbereitungstreffen in Schweden, das vom 24. bis 28. Mai stattfand
- Goeteborg Aktion 2001 - GBG2001.org (auch mitdeutschen Texten)
- j15.org
- motkraft.net
- Gewaltfreies Netzwerk Goeteborg
- Hintergrund: Plan Colombia
- Yelah-Net - Mediennetzwerk , welches einige Zeit Indymedia-Schweden fuehrte
- Indymedia-Schweden - Programm fuer Goeteborg
- Programm der syndikalistischen SAC auf deutsch
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
Ergänzungen
Fazit
Kritik: Es ist zwar zum Kotzen wenn gewisse Leute behaupten es gäbe keinen politischen Hintergrund der Proteste. Aber eins ist wahr: diese Bewegung ist so heterogen dass nur sehr schwer ein gemeinsames Ziel erkennbar wird. Sollte es einen als Linken nicht nachdenklich machen wenn man sich plötzlich in einer Bewegung z.B. mit Christen wiederfindet die tendenziell antisemtisch "gegen die Macht des Mammons" anbeten??
Instead of only being outraged about police violence one could consider the events as an sucess for the protesters: for the first time a summit-protest couldn´t be "protected" by "modern, democratic" police measures alone. They were driven to their limit - and will work on the problem (strengthen their forces), because they cannot have an interest in images like this. They would prefer to do the thing less spectacular, with batons & co - unless the euopeans are not as worried about some shot chaots as one could hope.
Criticism: It sucks when certein persons claim the protest had no political background at all. But is it true that this movement is so heterogenous that it is hard to see any common aim. Shouldn´t one as a leftist get the hell thoughtfull when finding himself in amovement together e.g. with christians praying their tendencially antisemitic "might of mammon"-crap??
vereinnahmung
das geht sogar soweit, daß diese spinner denken,es wäre ihre bewegung!
wasn dirt!!!
zB. mit Christen?
Es ist Einfach so !
@ ET
Hallo ET
gewalt!?
test
target method exception!webdb.servlet.ServletModuleException: webdb.module.ModuleException:
webdb.storage.StorageObjektException: No value specified for parameter 1.
gewalt?!
Von der Zwangslage zum Befreiungskampf
ZWANGSLAGE kriminelle (oft
gewalttätige) oder extreme
Handlungen begeht.
...................DAS IST DER PUNKT. DIE MENSCHEN BEFINDEN SICH IN EINER ZWANGSLAGE. DER ZWANG VERWERTBAR ZU SEIN. DER ZWANG DIE UMWELT AUFZUGEBEN. DER ZWANG FREMDE ENTSCHEIDUNGEN ZU AKZEPTIEREN. DER ZWANG FREMDBESTIMMT ZU SEIN.......
FÜR EINE WELT OHNE HERRSCHAFT UND KNÄSTE. wir haben es satt
Hallo jojo
Gewalt ohne Hirnfalls die hirnlos-militanten
geht es nicht darum, in der bevölkerung ein bestimmtes bewusstsein zu erzeugen, denen geht es nicht um eine
"bessere welt". die würden wenn se an den macht sind jedem umbringen lassen, der nicht irgendwelche kriterien
erfüllt. wenn ein militanter, der vielleicht etwas erfahrug hat sagt: "ey nicht hier, das ist unklug, besser wäre da", wird
er gelich als hippie beschimpft. ich würde diese hirnies auch als faschistoid bezeichnen. nicht das warum, das wie
zeigt wie die wirklich sind. wo ist der unterschied zuwischen denen und faschos? da ist keiner!
..
Ich würde mit diesen Typen (sind ja überwiegend Macker) gar nicht groß diskutieren. Ich lehne Militanz nicht
grundlegend ab, finde aber sie sollte überlegt werden und nicht blind sein. Wem nutzt blinde Gewalt? Warum
zettelt Polizei so oft Riots an? Die Antworten sind klar. Diejenigen, die hier für blinde Gewalt sprechen und jedes
Nachdenken hassen und Andersdenkende beschimpfen können nur Bullen, Faschos oder Kranke sein. Willst Du
wirklich mit denen diskutieren? Spar Deine Zeit und mach was sinnvolles! PS: Kommt es Dir nicht
spanisch vor warum diese Typen hier es ABLEHNEN, daß Menschen aufwachen, sich engagieren, subversuve
Ideen verbreitet werden, wir mehr werden, die Linke nicht isoliert wird, daß jemand nachdenkt?
Rebellion ist gerechtfertigt!
Preisfrage: Wem nützt es, wenn sich diejenigen, die gegen diese Form der Globalisierung und gegen das Kapital demonstrieren, untereinander entzweien und mißtrauen?
So ein Verhalten, egal ob von ET oder anderen hier schriftlich geäußert, spielt nur der Gegenseite zu.
Denkt mal drüber nach.
Rebellion is just.
Nachtrag
von ET oder anderen hier schriftlich geäußert, spielt nur der Gegenseite zu. Denkt
mal drüber nach." ET hat gerade dieses kritisiert. Und dem schließe ich mich an. Ich sehe mich nicht als Spalter, weil kritisiere, wenn so ein paar Hirnlos-Militante (die vielleicht sogar Provos sind) alle nicht-Hirnlosen beleidigen und bekämpfen.
An alle Pseudopazifisten
gewalt ist nicht toll, muss aber manchmal sei
was sind ein par kaputte scheiben und ein par bullen mit prellungen gegen die toten die die staatschefs auf dem gewissen haben??? frag doch mal die familien von bomben-fischers "kollateralschaden" -zug im kosovokrieg. es gibt noch tausend beispiele. richtet euere empörung doch an die, die wirklich macht und gewalt ausüben.
Is richtig...
An Steineschmeisser und die anderen
Reflexen auf alles ohne mal kurz nachzudenken. Die einzigen Argumente, die ihr geliefert habt, waren bisher Beleidigungen und Lügen. sei
wenigstens so ehrlich und gib zu, daß es dir um Fun geht, daß du Gewalt geil findest und jeden verachtest, der
friedliche Lösungen vorschlägt. gib zu, daß du ohne Gewalt nicht leben willst. Und dann verpiss dich von dieser
Seite. indymedia ist aus der Grassrootsbewegung entstanden, die übrigens für all das steht, was du so hasst. So
etwa eine bessere Welt ohne Krieg und Gewalt. (Ja ich weiss, pfui deibel)
Right on
Was soll das alles ?
Wir wollen doch alle eine bessere Welt und engagieren uns immer wieder - wir sind schon durch unser Denken und Handeln eine neue Art Mensch, die nach Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit, Solidarität und Einklang mit der Schöpfung strebt. Das lese ich hier immer wieder wenn ihr euch selbstlos für andere Menschen einsetzt (z.B. Asylanten,die abgeschoben werden sollen), die ihr noch nicht einmal kennt. Aber gerade weil wir doch auch gegen Polizeigewalt und Terror durch den Staat sind, lasst uns doch auch nicht auf das Niveau des Staates runter und gewalttätig werden ! Ich bin ein wenig enttäuscht, wie einige von euch mit Hass erfüllt sind.
Ich hab im Fernsehen gestern abend auch gesehen, wie der Demomstrant von hinten angeschossen wurde und verurteile das sehr.Aber ich hab auch gesehen,dass unmittelbar danach ein Polizist seinen Schlagstock eingesteckt hat und diesem Demonstranten mit anderen Zivilpersonen zusammen Erste Hilfe leistete !!! Bilder beliegen dies !!! Gorleben zeigt dass die Staatsmacht mit gewaltlosem Widerstand viel schwerer klarkommt und die EU-Bürger lassen sich davon dann auch beeindrucken. Aber gebt mir bitte einen triftigen Grund gegen die EU-Osterweiterung so massiv zu demonstrieren !
Re. Castor-Seby
Antwort auf ?
Gewalt oder Inhalt?
Ich war in Göteborg und schreib jetzt auch mal was:
Zunächst zur Begriffsdefinierung: Ich unterscheide ebenfalls wie xxx zwischen Militante und hirnlos Militante.
Letztere sind die, die nicht nachdenken, sondern wahllos alles zerstören, ohne zu reflektieren - erstere sind
Militante, die ihreren Kopf einsetzen und reflektieren. Zu mir: Ich war ende der 80er / anfang der 90er in den
Häuserkämpfen dabei und tendierte oft in Richtung hirnlos.
Ich habe irgendwann lernen müssen, daß einfach eine Schalcht gegen die Bullen zu gewinnen nicht unbedingt Sieg
bedeutet. besonders wenn die Bewegung dadurch geschwächt oder beschädigt wird. Die Frage ist, was wollen wir
erreichen?
Für viele wird - ob aus Frustration, Dogmatismus oder schlichten Mackertum - Gewalt zum Selbstzweck. Wie ich
an mir beobachten konnte, treten Inhalte immer mehr in den Hintergrund und sind oft nur noch Vorwand für meinen
dumpfen Hass auf vieles gewesen. Ich habe nur noch gegen, nicht mehr für etwas gekämpft.
Dieses Gewalt-Ding kann einen echt auffressen. Gewalt wird natürliches Mittel, zum normalen Bestandteil. Auch in
der Auseinandersetzung mit (eigentlich) Gleichgesinnten wird Gewalt (und sei sie verbal) ein alltägliches Mittel -
siehe jetzige Zerfleischung der Berliner Szene, die fast die Ausmasse der 80er erreicht hat. Gewalt (wirkt
wie ein Rausch) wird vom Mittel zum Zweck. Ich fands damals echt geil und hab nicht gemerkt, daß ich
mich vom angestrebten Ideal weiter entfernt habe, als die Spießer, deren Autos ich zerkloppt habe. Was schnell
dazukam war der Dogmatismus und die Blindheit, die immer mit ungezügelter Gewalt einhergehen.
Als ich mich fast zerstört habe, hab ich irgendwie doch noch die Kurve bekommen (nach fast Klapse und
beinahe-Tod).
Was an hirnloser Militanz, also Militanz, die nur noch Selbstzweck ist und ungezielt und blind verläuft typisch ist: Es
werden keine Inhalte vermittelt, weil keine mehr da sind. Es wir nur noch reagiert, alles was nicht dem eigenen
Fühlen entspricht ist scheisse und wird abgelehnt.
Beispiele hier aus der Diskussion:
Reflexartige Reaktion auf andere Meinungen und Eindimensionalität: Es wird sofort heftigst reagiert und unterstellt.
Jeder, der nicht blinde Gewalt befürwortet ist gleich Hippie. Es gibt nur noch die "wahren" Helden und die Hippies.
Nix dazwischen. (Das ist genau wie in der Sexismusdebatte - Du gehörts zur Front A oder B, dazwischen darf es
nichts geben). Es geht somit auch nicht in der Diskussion um Inhalte, sondern wer letztlich dominiert. Niemand hört
dem Anderen zu. Die Emotionen sind wie in einer Talkshow. Diskussion um zu gewinnen . Gewalt wegen Gewalt.
Schnell wird mensch zu dem, was mensch eigentlich bekämpfen wollte: dogmatisch, gewalttätig, intolerant,
ausgrenzend, brutal, eindimensional, engstirnig - ein Soldat .
Wie war das? "Soldaten sind Mörder"? Wie schnell wird mensch selbst zum Soldaten? Für viele
dogmatische Kommunisten heiligt der Zweck das Mittel. Solange es dieses denken dominiert, hoffe ich nicht auf
eine Revolution.
Was ist mit unserem "Akzeptieren der verschiedenen Widerstandsformen"? - davon merke ich hier nichts.
Die Leute, die Aktionen a la Kommunikationsguerilla, Tute Bianches oder Zivielen Ungehorsam machen werden
beschimpft (Hippies) und nicht im geringsten toleriert. "Cool" ist der, der es ordentlich krachen lässt. Bei meinem
letzten Wendlandtrip fand ich übrigens die (mutigen) Bürgerrechtstypen ganz cool, als die in Dannenberg an der
Tanke die Bullen geschützt haben. Nein, nicht weil ich Bullen liebe, sondern weil wir zum Verladekran wollten und
dort was machen wollten. Eakalation an der Tanke hätte uns vom Ziel abgbracht. (Während dann doch da was
losging, sind wir auf die Gleis gekommen!!! Die waren nicht hermetisch abgerigelt.).
Ihr solltet Euch immer fragen: Wem nutzen bestimmte Randale? Warum eskaliert die Polizei? Wem nutz es, wenn die
Szene sich Isoliert? Wer hat am Mariannenplatz dieses Jahr wirklich gewonnen? Hätte dies durch strategische
Militanz (ist das auch Hippie?) anders werden können? (Ich war zum Mayday in London, falls wer fragt)
Woanders stand:"Gorleben zeigt dass die Staatsmacht mit gewaltlosem Widerstand viel schwerer klarkommt
und die EU-Bürger lassen sich davon dann auch beeindrucken." Auch hier gibts als Reaktion gleich
Hassausbrüche. Aber ich finde das stimmt zum Teil. Nochmal: zum Teil
Meine Frage: warum beteiligt sich in Deutschland niemand an den Global Action Days, an Randale aber gleich ein
paar Tausend? Es geht nicht um Ziele, es geht um Action.
PS an Steineschmeisser: Ich weiss, ein Hippie bin ich für Dich.. Nur zu Deiner Info: Weder xxx, noch Yope haben
Militanz abgelehnt. Das sind Deine Reflexe. Du bist betroffen und fühlst Dich von denen beleidigt. Aber vielleicht
könnte es sein, daß Du diesen Ton Ton hier reingebracht hast? Geh noch mal nach oben und sieh nach, wer zuerst
beleidigt und pauschalisiert hat.
Davon abgesehen glaube ich auch, daß hier Provokateure mit diskutieren, die die Lage anheizen. Es passiert
auch schon mal, daß Bullen Flugis in der Szene verteilen....
PPS: Du solltest eines noch wissen: Indymedia ist Sprachrohr der "Grassrootsbewegung" und der
antikapitalistischen Bewegung. Also auch von Leuten, die Du nicht so magst.
PS Nachtrag
Hallo Berlin
Ja
Gebe Berlin recht...
Ich kann Dir nur voll recht geben: Ohne Gewalt ist ein Widerstand nicht Widerstand, und letzendlich kann dieses System nur durch entschloßenen Kampf beseitigt werden.
Allerdings bringt es nix, sich dem Taumel der Gewalt hinzugeben und letzendlich dem Sog zu unterliegen.
Widerstand brauch beides: kreative, gewaltfreie Aktionen und ein entschlossenes Auftreten, wo es sein muß. Nur: Wo muß es sein? Das zu entscheiden, sollte jeder mit sich selbst ausmachen, aber bedenke:
Man darf sich nicht vom Staat zu Gewaltexzessen provozierenlassen, das schadet dem Widerstand.
Und doch wurde bisher jede Revolution im Kampf gewonnen.
Das Thema Gewalt ist also ein zweischneidiges Schwert, und man sollte es mit Bedacht und Vorsicht führen.
Zu Berlin
Was hat uns Göteborg gebracht?
Ich selbst war in Göteborg und bin ziemlich schockiert, was hier einige Provokateure, Verbalradikale und
dogmatische Betonköpfen bei Indymedia ablassen.
Was hat uns der Protst in Göteborg gebracht? "Wir" haben eine Schlacht gegen Bullen gewonnen und Geschäfte
entglast. Mehr nicht.
Was hat es an Nachteile gebracht? Wir haben auf der ganzen Linie verloren. Die Polizisten werden wieder gesund,
dafür werden Gestze verschärft und Hass bleibt. An den kaputten Geschäften verdienen sich Versicherungen eine
goldene Nase.
In den skandinavischen Ländern haben die EU-Gegner sehr großen Einfluss. Überwiegend stammen sie aus
dem Lager der anarchosyndikalistischen SAC und den nichtdogmatischen Kommunisten. Im Vorfeld des Gipfels
haben sie es geschafft mit ihren Positionen in die Medien zu kommen. Grosse Proteste und Aktionen des zivilen
Ungehorsams hätten im Fall Schweden einen breiten Raum in den Medien eingenommen. Das haben "wir" kaputt
gemacht. Ich sage "wir", weil ich mich anfangs auch an Randale beteiligt habe. Wir haben mit iunseren Aktionen
geschafft, daß Inhalte schlagartig verdrängt wurden und die Action-Berichterstattung dominiert hat. Die
EU-Gegner haben Rückhalt verloren. Die Polizei hat von "uns" Hilfe für ihren Informations-Krieg bekommen. Warum
ist auch die Polizei an Eskalationen interessiert? Gestze werden geädert. Hass und Lügen mehr als zuvor in den
Medien verbreitet.
Und dann zu lesen, wie hier weltfremde Gewaltrechtfertiger das auch noch schön reden und Begründungen
herbeirethorisieren. Wir sind ijn keiner revolutionären Situation, in der die Massen sich dem Staat entgegenwerfen
könnten und wir gewinnen. Wir sind nur ein paar tausend. Eine kleine, gesellschaftlich isolierte Gruppe. Wenn wir
was erreichen wollen, müssen wir einfach step by step vorgehen. Und das erste was wir erreichen müssen sind die
Leute um uns herum. (Wahrscheinlich oute ich mich spätestens hier als Anarchist, denn dogmat. Kommunisten
wollen ja die Massen führen, nicht wecken. Für sie ist wer einen Schritt in die richtige Richtung getan hat ein
Gegner, der mehr verfolgt wird als ein "Normalbürger". Siehe wie Militante über X1000 herziehen. Die Militanten
würden eher mit Reaktionären zusammenarbeiten. (Auch Indymedia ist aus der Grassrootsbewegung geboren). Ich
selbst hätte keine Probleme mit militanten Gruppen (Obwohl für mich gilt: Soldaten sind Mörder), wenn diese
wenigstens strategisch arbeiten würden und nicht Gewalt als Allheimittel für die politische Auseinandersetzung
sehen würden. Dies Militanten gibt es auch - aber an Ortenn, wie Göteborg haben sie kaum Einfluss. Auch habe ich
kein Problem mit Selbstverteidigung oder symbolischen McDonalds-"Besuchen".
Die Frage ist jetzt, wie gehen diejenigen die inhaltliche Ziele haben damit um. Wie verhindern wir, daß die
Früchte unseres Kampfes nicht zerstört werden? Jahrelange Arbeit von EU-Kritikern in Schweden wurde an einem
einzigen Tag zerstört. In Genua steht jetzt viel mehr auf dem Spiel: Die Italienische Linke hat ebenfalls viel zu
verlieren. Schon jetzt werden Polizeistrategen überlegen, wie sie Randale anfachen können (Schliesslich sind
dogmat. Militante leicht zu steuern) und diese lenken können.
Die Frage ist: Wie können wir zu Genua europaweit Inhalte an die Leute bringen? Wie können wir den
Menschen bewußt machen, warum Protst not tut? Inwieweit sollte es in vielen Sädten Bestzungen und zivilen
Ungehorsam geben? Ich bitte die Militanten, die wirklich ehrlich ein politisches Ziel verfolgen mich nicht
rethorisch niederzudiskutieren oder sonstwie diese Diskussion "gewinnen" zu wollen, sondern sich ernsthaft zu
überlegen, wie die verschiedenen Widerstabdsformen nebeneinander existieren können - ohne daß die Arbeit von
inhaltlich fixierten Gruppen zerstört wird und Unbeteiligte zu Schaden kommen. Meist sind es die friedlichen Leute,
die als Schutzschild genommen werden, die aufs Maul bekommen.
Es liegt in Eurer Hand, ob die Isolation durchbrochen werden kann und wir unsere Positionen auch ausserhalb
der radikalen Linken verankern können!!! PS: Sorry für mehrfachposting - aber ich finde diese Gedanken
für entscheidend!
Was ist mit dem schwedischen Aktivisten...
der is