EU-Gipfel in Göteburg vom 14.6.-16.6.

die daheimbleibenden und die wo sind 17.06.2001 06:53 Themen: Weltweit
Video von den Schüssen von Göteborg und wie die RTS-Party davor aufgelöst wurde

Update Samstag nacht:
Samstag mittag fand in Göteborg eine große Demo "für ein anderes Europa" statt. Trotz teilweise strömenden Regens waren bis zu 25.000 Menschen auf der Straße. Die Polizei hielt sich halbwegs zurück und alles verlief friedlich (Foto). Am Abend fand eine Kundgebung gegen die Polizeigewalt der letzten Tage statt, die um 20h agggressiv eingekesselt wurde. Einige DemonstrantInnen wurden verhaftet, andere nach Personalienkontrolle laufen gelassen. Erst kurz vor Mitternacht wurde der Kessel aufgelöst.
Bei den Auseinandersetzungen nach der Reclaim the City Party feuerte die Polizei mehrere Schuesse auf Aktivisten ab (Berichte hier und hier). Video: Polizist schießt auf Demonstrant. Einem deutschen Aktivisten wurde ins Bein geschossen, ein schwedischer Aktivist schwebt nach einem Schuss in den Bauch in Lebensgefahr. Währenddessen geht die Repression am Rande der Proteste weiter, ganze Busse werden einkassiert, Leute wahllos verhaftet. Bis Samstag mittag wurden nach Polizeiangaben 539 AktivistInnen festgenommen mehr Zahlen


Engage! IMC Radio live aus GöteborgEuropa ist ueberall

Europa ist da: Als gemeinsame Waehrung, als gemeinsamer Markt und als Abschottungsgesellschaft gegen die, die nicht dabei sein sollen. Dies sind die Punkte, an dene spontan nachvollziehbar wird, womit wir es zutun haben, wenn von der Europaeischen Union die Rede ist. Der Rest ist unklar: Was bedeutet der europaeische Vereinigungprozess fuer die Lebensrealitaet der Menschen in Europa? Was bedeutet die EU fuer die Herausbildung neuer globaler Ausbeutungsverhältnisse? Welche Konsequenzen haben diese Entwicklungen uer eine gesellschaftskritische Praxis?
Eine wenig erfreuliche Antwort auf diese und andere Fragen werden vom 14. bis zum 16. Juni Regierungsvertreter, Staatssekretaere und Verwaltungsbeamte auf dem naechsten EU-Gipfel in Goeteburg zu finden suchen. Was auf dem leztem Gipfel in Nizza an ungeklaerten Punkten offen blieb, wird hier zur weiteren Verhandlung stehen: Das Tempo und die Rahmenbedingungen der EU-Osterweiterung, die Gewichtung der Stimmenanteile der einzelnen beteiligten Staaten und nicht zuletzt an zentraler Stelle Fragen einer einheitlichen europaeischen Sicherheits-, Verteidigungs- und Fluechtlingspolitik. gegen diesen Gipfel gibt es eine, von verschiedenen Buendnissen getragene, internationale Mobilisierung, in der es vor allem um die Formulierung einer grundlegenden Kritik an den globalen Ausbeutungs-, Herrschafts- und Repressionsstrukturen geht, fuer die auch das Projekt der Europaeischen Union exemplarisch steht.
Wichtig ist es solche Kritik auch lokal sichtbar zu machen. Darum finden in verschiedenen Staedten Aktionstage gegen den Gipfel statt.


Nachtrag Donnerstag, 14.6.:
Bush, der zur Zeit auf einer von Protesten begleiteten Europa-Tour ist, kam heute morgen in Goeteborg an, wo er sich mit "Spitzenpolitikern" traf. Themen der Gespraeche waren offiziell Klima-, Balkan- und Handelspolitik.

Nuernberg
Hamburg
Frankfurt


Links

- Bericht über einEU-Vorbereitungstreffen in Schweden, das vom 24. bis 28. Mai stattfand
- Goeteborg Aktion 2001 - GBG2001.org (auch mitdeutschen Texten)
- j15.org
- motkraft.net
- Gewaltfreies Netzwerk Goeteborg
- Hintergrund: Plan Colombia
- Yelah-Net - Mediennetzwerk , welches einige Zeit Indymedia-Schweden fuehrte
- Indymedia-Schweden - Programm fuer Goeteborg
- Programm der syndikalistischen SAC auf deutsch
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Fazit

hoppla 17.06.2001 - 08:47
Anstatt sich nur über die Polizeigewalt aufzuregen (was natürlich kein Fehler ist) kann man das ganze doch auch als Erfolg betrachten: Erstmals konnte ein Gipfel-Protest nicht allein mit "modernen, demokratischen" Mitteln von Polizeigewalt "beschützt" werden. Sie sind an ihre Grenzen gestossen - und werden sie schleunigst erweitern, denn an solchen Bildern haben sie in Wirklichkeit auch kein Interesse. Ihnen wäre es natürlich lieber das ganze schön unspektakulär mittels Schlagstock & Co zu erledigen - es sei denn die Europäer stecken ein paar erschossene Chaoten besser weg als man hoffen könnte.
Kritik: Es ist zwar zum Kotzen wenn gewisse Leute behaupten es gäbe keinen politischen Hintergrund der Proteste. Aber eins ist wahr: diese Bewegung ist so heterogen dass nur sehr schwer ein gemeinsames Ziel erkennbar wird. Sollte es einen als Linken nicht nachdenklich machen wenn man sich plötzlich in einer Bewegung z.B. mit Christen wiederfindet die tendenziell antisemtisch "gegen die Macht des Mammons" anbeten??

Instead of only being outraged about police violence one could consider the events as an sucess for the protesters: for the first time a summit-protest couldn´t be "protected" by "modern, democratic" police measures alone. They were driven to their limit - and will work on the problem (strengthen their forces), because they cannot have an interest in images like this. They would prefer to do the thing less spectacular, with batons & co - unless the euopeans are not as worried about some shot chaots as one could hope.
Criticism: It sucks when certein persons claim the protest had no political background at all. But is it true that this movement is so heterogenous that it is hard to see any common aim. Shouldn´t one as a leftist get the hell thoughtfull when finding himself in amovement together e.g. with christians praying their tendencially antisemitic "might of mammon"-crap??

vereinnahmung

für selbstbestimmte aktionen 17.06.2001 - 10:03
nicht zu unterschätzen,dass man ständigen anfeindungen seitens sog. gewaltfreier ausgesetzt ist.
das geht sogar soweit, daß diese spinner denken,es wäre ihre bewegung!
wasn dirt!!!

zB. mit Christen?

E T 17.06.2001 - 11:13
Ihr Randalebrüder habt die Alleinige Wahrheit gepachtet, ihr ersetzt sogar Religionen, Oh Grosser Marx oder Lenin komme über mich, habt ihr den Armen Erschossenen (hat sowieso wieder d nen Unschuldigen erwischt) nun zu Eueren Heiligen erhoben, Jeder Nischen Kirche traue ich Mehr Regierungsqualitäten zu als Euch, wie Erfolgreich ihr seid, könnt ihr ja an der Tatsache messen, das die Paar Hundert Nazis Gesetzlich und durch Tausende von Cops Geschützt demonstrieren, während ihr ausser Randale, die nach Minuten wieder auflösen, nichts Vernünftiges zusammen bringt, wenn Christen mit demonstrieren, ist das auch deren Demonstration, nicht nur Eure, wenn ihr so Desorientiert seid, das ihr Nur noch so Wenige zusammen bekommt, die Nur noch durch Randale Steinewerfen, und Tote auffalen können, ist das Euer Problem, ihr werdet nun nicht noch so Vermessen, anderen Demonstranten, ihr Recht an der Teilnahme, auf Ihre Art, und Ihren Themen Streitig zu machen.

hoppla 17.06.2001 - 11:26
Aha..

Es ist Einfach so !

E T 17.06.2001 - 11:48
Während die Kirchen Derzeit die Diskussionen um die GEN Technologie Massiv blocken, und mit bestimmen, erörtern die Linken und Regierungsfähigen Grünen, was mit dem Begriff GEN Tech. gemeint sein könnte, und die US Amerikanische Klein Wanzlebener freut sich, da sie Ja Jahrelang Anscheinend Erfolgreich desinformiert hat.

@ ET

17.06.2001 - 12:26
ich weiss, eigentlich sollte ich garnicht auf soetwas antworten, aber nun mit den gleichen mittel zurueck - auge um auge bla bla bla... die christen gibts nun seit rund 2000 jahren und fast genauso lange sind sie in irgendwelche kriege verwickelt. sie tragen die repressionen der regierungen ueberall mit, um so ihre gewinnung von glaeubigen fortsetzen zu koennen. sie haben keine skrupel bewegungen zuspalten die sich ohne sie und meist auch gegen sie (wer braucht schon solchen religoesen schwachsinn, wenn er selber denken kann) gebildet haben. ET, ich hab dich hier auch schon in schutz genommen, da ich fand, dass das was du geschrieben nicht die reaktionen rechtfertigte die darauf gekommen sind (darauf hin, hast du trottel mich angegriffen). ich moechte dich hiermit bitten deine kommentare stark einzuschraenken. und das nicht nur wegen diesen kommentaren. deine schwachsinns ein-satz-kommentare veraergen die leute nur. du laedst deinen gedankenmuell in ein oeffentliches gedankenwohnzimmer (so zusagen) ab. vieleicht ist es dir ja in zukunft moeglich, dich zu einem thema auf einen einzelnen kommentar, den du dir vieleicht auch etwas laenger ueberlegst, zu beschraenken. besser waere es natuerlich wenn auch mal ein augenzeugen bericht von dir kommen wuerde oder du uns mal von erzaehlen wuerdest was du gerade vorbereitest. das ist uebrigends ironie. du brauchst mir auch nicht zuantworten, ich sag dazu nichts mehr.

Hallo ET

Steineschmeisser 17.06.2001 - 13:48
Ich Gegensatz zu meine Vorredner bin ich auf jeden Fall der Meinung, dass man Dir antworten muss. Leute wie Du sind der maßgebliche Grund dafür, warum ich hier überhaupt einen Kommentar abgebe: Ich möchte Euch von einem gewalttätigen Protest überzeugen. Ich bin eben davon überzeugt, dass nur eine verstärkte Anwendung von Gewalt Erfolge bringen kann und ich werte auch die Goteburg Proteste als einen Erfolg für die Linke insgesamt. Und es ist mit Sicherheit nicht der Fall, das alle Gewaltbereiten "durchgeknallte" Leute wären, mit einem eingeschränkten Horizont, die sich wenig Gedanken machen. Natürlich sind da auch ein paar Action-Kids darunter, aber die meisten Steinewerfer die ich kenne, haben sich das lange und gründlich überlegt - unter Einebziehung aller Eventualitäten und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es für sie keine andere Möglichkeit des Protestes gibt. Ausserdem finde ich, dass Du mit uns STeinewerfern hier im Forum sehr gut diskutieren kannst: Wir hören Dir zu und sind absolut nicht so dogmatisch, wie die ganzen Pseudopazifisten. Gruss an ALLE !

gewalt!?

der nestscheißer 17.06.2001 - 13:57
wir müssen so radikal sein wie die wirklichkeit - daß heißt, sich mit allen gebotenen mitteln gegen angriffe des bürgerlichen staates zur wehr setzen. außerdem zeigt die geschichte, daß die anwendung revolutionärer gewalt (in revolutionären situationen, versteht sich) vor dem hintergrund des gewaltapperates der bürgerlichen gesellschaft in aller regel notwendig ist, es sei den, mensch will wie 1965 in indonesien, 1973 in chile etc. von der gegenseite in blut ertränkt werden. die gegenseite hält sich nie an "unsere gewaltfreiheit". sozialismus oder barbarei!

test

testman 17.06.2001 - 14:08
17.06.2001 / 13:05 -- OpenIndy :: ServletException in Module ServletModule -- webdb.servlet.ServletModuleException:
target method exception!webdb.servlet.ServletModuleException: webdb.module.ModuleException:
webdb.storage.StorageObjektException: No value specified for parameter 1.

gewalt?!

jojo 17.06.2001 - 15:10
Wenn das Ziel, in den Köpfen der Leute etwas zu bewegen, nicht erreicht wird, ist Gewaltanwendung letztlich sinnlos. Man auch in der Sprache zu den Leuten sprechen, die sie verstehen. Bei manchen ist das in der Tat Gewalt; so denkt ja auch der Staat, und daher versteht er sowas ja vielleicht. Die Widerständler des 3.Reichs sind ja auch später sehr gelobt worden. Wer sagt denn, dass die Widerständler des heutigen Reiches später nicht gelobt werden? Jeder, der anderen sein Gesetz aufzwingt, ist im Grunde ein Nazi. Da sollte sich der Staat an die eigene Nase fassen. Aber auch mancher Steinewerfer, der's noch nicht gerafft hat. Auch natürlich alle Richter und Politiker. Zerstörung = Gesetz aufzwingen = Gleichschaltung = Freiheitsbeschneidung = Nazitum. Das Übel ist schon sehr, sehr weit verbreitet.

Von der Zwangslage zum Befreiungskampf

hannes 17.06.2001 - 15:48
Schroeder meint zur den Protesten: "Jeder Versuch einer Deeskalierungs-Strategie gegenüber diesen DESPERADOS hat keinen Sinn. Die haben keine politischen Ziele"...............Desperado bedeuted laut Fremdwörterbuch: "der; -s,-s jemand, der in einer
ZWANGSLAGE kriminelle (oft
gewalttätige) oder extreme
Handlungen begeht.

...................DAS IST DER PUNKT. DIE MENSCHEN BEFINDEN SICH IN EINER ZWANGSLAGE. DER ZWANG VERWERTBAR ZU SEIN. DER ZWANG DIE UMWELT AUFZUGEBEN. DER ZWANG FREMDE ENTSCHEIDUNGEN ZU AKZEPTIEREN. DER ZWANG FREMDBESTIMMT ZU SEIN.......
FÜR EINE WELT OHNE HERRSCHAFT UND KNÄSTE. wir haben es satt

Hallo jojo

Steineschmeisser 17.06.2001 - 15:56
Ich glaube nicht, dass jemand der mit Steinen wirft anderen irgendwelche Gesetze aufzwingen will. Eher im Gegenteil: Er bricht die bestehenden Gesetze. Es geht zunächst ertsmal gar nicht darum, eine neue bessere Welt aufzubauen. Das ist noch ein sehr sehr weiter Weg. Aktuell geht es um den WIDERSTAND, die Zerstörung dieser Welt zu verhindern. Meiner Meinung nach ist ein verstärkter gewalttätiger Protest das einzige mögliche Mittel dazu. Gruss an ALLE !

Gewalt ohne Hirnfalls die hirnlos-militanten

xxx 17.06.2001 - 16:26
falls die hirnlos-militanten hier keine bullenprovos oder faschos sind kann ich zu denen nur folgendes sagen: denen
geht es nicht darum, in der bevölkerung ein bestimmtes bewusstsein zu erzeugen, denen geht es nicht um eine
"bessere welt". die würden wenn se an den macht sind jedem umbringen lassen, der nicht irgendwelche kriterien
erfüllt. wenn ein militanter, der vielleicht etwas erfahrug hat sagt: "ey nicht hier, das ist unklug, besser wäre da", wird
er gelich als hippie beschimpft. ich würde diese hirnies auch als faschistoid bezeichnen. nicht das warum, das wie
zeigt wie die wirklich sind. wo ist der unterschied zuwischen denen und faschos? da ist keiner!

..

Yope 17.06.2001 - 16:27


Ich würde mit diesen Typen (sind ja überwiegend Macker) gar nicht groß diskutieren. Ich lehne Militanz nicht
grundlegend ab, finde aber sie sollte überlegt werden und nicht blind sein. Wem nutzt blinde Gewalt? Warum
zettelt Polizei so oft Riots an? Die Antworten sind klar. Diejenigen, die hier für blinde Gewalt sprechen und jedes
Nachdenken hassen und Andersdenkende beschimpfen können nur Bullen, Faschos oder Kranke sein. Willst Du
wirklich mit denen diskutieren? Spar Deine Zeit und mach was sinnvolles! PS: Kommt es Dir nicht
spanisch vor warum diese Typen hier es ABLEHNEN, daß Menschen aufwachen, sich engagieren, subversuve
Ideen verbreitet werden, wir mehr werden, die Linke nicht isoliert wird, daß jemand nachdenkt?


Rebellion ist gerechtfertigt!

Demon Strant 17.06.2001 - 16:36
Jede Form des Widerstandes, egal ob gewaltfrei oder gewalttätig, ob von Christen oder autonomen Antifa, ob von Gewerkschaften oder Studenten ist auf jeden Fall richtig und unterstützenswert. Besser, die Leute gehen auf die Straße, als das sie sich zuhause in den Bart grummeln.
Preisfrage: Wem nützt es, wenn sich diejenigen, die gegen diese Form der Globalisierung und gegen das Kapital demonstrieren, untereinander entzweien und mißtrauen?
So ein Verhalten, egal ob von ET oder anderen hier schriftlich geäußert, spielt nur der Gegenseite zu.
Denkt mal drüber nach.
Rebellion is just.

Nachtrag

17.06.2001 - 16:41
Du schreibst " So ein Verhalten, egal ob
von ET oder anderen hier schriftlich geäußert, spielt nur der Gegenseite zu. Denkt
mal drüber nach." ET hat gerade dieses kritisiert. Und dem schließe ich mich an. Ich sehe mich nicht als Spalter, weil kritisiere, wenn so ein paar Hirnlos-Militante (die vielleicht sogar Provos sind) alle nicht-Hirnlosen beleidigen und bekämpfen.

An alle Pseudopazifisten

Steineschmeisser 17.06.2001 - 17:48
Also, wenn ich mir die Beiträge hier bei Indymedia so anschaue muss ich sagen, dass die Gewaltbefürworter argumentativ einfach besser da stehen (Das meint sogar mein Mitbewohner, obwohl er mit dem Thema gar nichts zu tun hat). Die Beschimpfungen und der Dogmatismus gehen von den Pseudopazifisten aus. Es ist sehr widersprüchlich, die Gewaltbefürworter als Bullenspitzel, Provokateure, Faschisten und "Hirnlose" zu diffamieren. (Gerade letzteres ist eine biologische Argumentation und könnte gut von Nazis benutzt werden). Eure Reaktionen sind doch schon pure Gewalt! Ihr seid so leicht zu provozieren, weil Ihr etwas zu verbergen habt. Ihr seid nicht ehrlich zu Euch selbst und das wisst Ihr. Die Realität ist ganz einfach: Geht einmal raus auf ein freies Feld, nehmt ein paar Steine und übt ein bißchen Werfen und vor allem Zielen. Viele Grüsse an ALLE !

gewalt ist nicht toll, muss aber manchmal sei

genervter 17.06.2001 - 21:34
zum thema gewalt noch mal an alle pseudopazifisten: (besonders ET)

was sind ein par kaputte scheiben und ein par bullen mit prellungen gegen die toten die die staatschefs auf dem gewissen haben??? frag doch mal die familien von bomben-fischers "kollateralschaden" -zug im kosovokrieg. es gibt noch tausend beispiele. richtet euere empörung doch an die, die wirklich macht und gewalt ausüben.

Is richtig...

Matt Murdock 17.06.2001 - 23:17
...is richtig, stimmt, ja. Die Ex-Linken und ihre Kriege sind viel fieser als die Steineschmeisser, wo immer sie aktiv sind, ob Göttingen oder Göteborg, aber bei Gelegenheit möchte mir mal einer erklären, was politisch daran ist, einen Kiosk zu plündern und niederzufackeln. Es gibt einfach mehrere Arten von "Gewalt", und die Unterscheidung verläuft eben nicht an der Grenze von aktiv und passiv.

An Steineschmeisser und die anderen

Yope 17.06.2001 - 23:27
Das kommt daher, weil Du die anderen Texte nicht gelesen hast. Du reagierst in stumpfen
Reflexen auf alles ohne mal kurz nachzudenken. Die einzigen Argumente, die ihr geliefert habt, waren bisher Beleidigungen und Lügen. sei
wenigstens so ehrlich und gib zu, daß es dir um Fun geht, daß du Gewalt geil findest und jeden verachtest, der
friedliche Lösungen vorschlägt. gib zu, daß du ohne Gewalt nicht leben willst. Und dann verpiss dich von dieser
Seite. indymedia ist aus der Grassrootsbewegung entstanden, die übrigens für all das steht, was du so hasst. So
etwa eine bessere Welt ohne Krieg und Gewalt. (Ja ich weiss, pfui deibel)

Right on

Matt Murdock 17.06.2001 - 23:42
Gebe Yope recht (auch gerade online?), Revolutionsromantik hilft uns nicht weiter. Bullen, Soldaten, pack aus was Du willst, an Mitteln der offenen Gewalt sind und die Bonzen und Bosse einfach überlegen; Du schmeisst einen Molli, ja, und dann schiessen sie dir in den Rücken. Und was hats gebracht? Helden? Märtyrer? Brauchen wir noch mehr? Es ist egal, ob die Kugel den Genossen in Göteborg getötet hat oder nicht, sie IST ABGEFEUERT WORDEN! Mit Waffen werden wir sie nicht bezwingen KÖNNEN, denn sie haben einfach mehr. Aber durch diese Schüsse haben sie ihr wahres Gesicht gezeigt, und das sie, seit gestern und heute, potentiell bereit sind, über Leichen zu gehen. Sie haben angefangen, sich wie echte Despoten zu verhalten. Macht sie nackt.

Was soll das alles ?

castor-Seby 18.06.2001 - 00:08
OK,Leute!Jetzt eine ganz dumme Frage: Was sollen die ganzen Proteste in Göteburg ? Ich kann nachvollziehen, dass man George Bushs Praktiken vor allem in Sachen Umweltpolitik und sein Star-Wars-Projekt verachtet und man ihn deshalb nicht sehr willkommen heisst und das auch durch GEWALTFREIE Aktionen zum Ausdruck bringt-ich würd sogar selbst dabei mitmachen. Ich kann es auch noch nachvollziehen, dass Mensch gegen die brutale Polizeigewalt demonstriert. Aber gibt es denn noch andere Gründe, warum soviele Menschen demonstrieren und teilweise so von Hass erfüllt sind ? Ich verstehs einfach nicht. Sagts mir bitte, wenn ich falsch informiert bin,aber gerade die EU ist ein Beispiel dafür,dass die von uns gehassten Grenzen auch für Menschen wegfallen und nicht nur für Waren.Das ist doch klasse.
Wir wollen doch alle eine bessere Welt und engagieren uns immer wieder - wir sind schon durch unser Denken und Handeln eine neue Art Mensch, die nach Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit, Solidarität und Einklang mit der Schöpfung strebt. Das lese ich hier immer wieder wenn ihr euch selbstlos für andere Menschen einsetzt (z.B. Asylanten,die abgeschoben werden sollen), die ihr noch nicht einmal kennt. Aber gerade weil wir doch auch gegen Polizeigewalt und Terror durch den Staat sind, lasst uns doch auch nicht auf das Niveau des Staates runter und gewalttätig werden ! Ich bin ein wenig enttäuscht, wie einige von euch mit Hass erfüllt sind.
Ich hab im Fernsehen gestern abend auch gesehen, wie der Demomstrant von hinten angeschossen wurde und verurteile das sehr.Aber ich hab auch gesehen,dass unmittelbar danach ein Polizist seinen Schlagstock eingesteckt hat und diesem Demonstranten mit anderen Zivilpersonen zusammen Erste Hilfe leistete !!! Bilder beliegen dies !!! Gorleben zeigt dass die Staatsmacht mit gewaltlosem Widerstand viel schwerer klarkommt und die EU-Bürger lassen sich davon dann auch beeindrucken. Aber gebt mir bitte einen triftigen Grund gegen die EU-Osterweiterung so massiv zu demonstrieren !

Re. Castor-Seby

Matt Murdock 18.06.2001 - 00:24
Es geht doch nicht nur um ein zusammenwachsendes Europa, sondern darum, unter welchen Prämissen. Das geplante Europa ist ein Europa des Kapitals, und nicht (unbedingt, okay) ein Europa der Menschen, Friede, Freude, Eierkuchen. Und daher die Proteste. Was denn Sinn einer gewaltfreien Strategie angeht, gebe ich Dir durchaus recht.

Antwort auf ?

E T 18.06.2001 - 02:08
Erstens finde ich indymedia Gut so wie es läuft, das der eine oder andere in der Hetze des Gefechts Raus geschmissen wird ist Natürlich, aber es Sollte Keiner Draussen Bleiben Müssen, das ist Keine Lösung, Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, Anders geht es Nicht, ich habe hier Nichts vor, Ausser das, ich erreichen will, das die Hirnlosen Gewalt Phantasien Endlich aufhören, die Mehrheit kann damit umgehen, es gibt aber auch welche, die sich mit sowas das Leben ruinieren, und was ist Eine Sache Wert, die Nur von Gewalttätigen Knackis vertreten wird? Nichts, Ideen werden an den Leuten gemessen, die sie vertreten, und in Göteburg ist es mal wieder Ganz Krass heraus gekommen, kein Wort über die Zwanzig Tausend Friedlichen Demonstranten, im Echo von indy Linken Nutzern wird die Sache Fast auf das Heldenhafte von Hinten erschossene Opfer reduziert, Schussfolgerung daraus, es muss Aufgerüstet werden, jeder der diese Automatik mit Seinen Kommentaren Kritisch verarbeiten will, bekommt Maulverbot, das Ergebniss von Diesen Ultra Linken Maulverboten, könnt ihr Fast Täglich, mit Reichs Kriegs Flagge, Gerichtlich Genehmigt, von Tausenden von Cops Beschützt marschieren sehen, während sich die Linken Proteste auf Nicht Genehmigte Guerillia Attacken, die im Ansatz schon vereitelt werden, oder Schlaffe Partei, oder Gewerkschafts Rede Feten, beschränken müssen, ihr merkt Gar Nicht wie ihr mit Eurer Gewalt, die Realität für Ordnungsliebenden Otto Normal Wähler verzerrt, da sind die Linken Gewalttätigen Hools, die den Armen Orentlichen, und überhaupt Nicht Gewalttätigen Rechten Ordnungs Fanatikern, Brutal ans Leder wollen, dazu kommt noch das Staatsdiener Beamte (Polizei Beamte meist Partei Mitglieder CDU Wähler) auch noch von Natur aus Fanatisch Ordnungsliebend sind, sonst würden sie das Arbeitsleben als Beamte, gar nicht durchstehen, denkt ihr das Otto Normal Wähler Proteste Eines Widerstandes, der Bildern von Brandschatzungen und Aufgerissenen Strassen, die Kiloweise auf Polizei Beamte niedergingen, Positiv registriert, der sieht doch die Schwarz Vermummten, schon im Geiste wie Sie Sein Eigenes Schönes Häuschen beim Protest gegen die Kläranlage daneben Fachgerecht zerlegen, die Welt besteht Doch Nicht Nur aus Randalos, Eure Feten sind der Blanke Horror für die Restlichen 82 Millionen Bürger dieses Landes.

Gewalt oder Inhalt?

Berlin 18.06.2001 - 02:19


Ich war in Göteborg und schreib jetzt auch mal was:
Zunächst zur Begriffsdefinierung: Ich unterscheide ebenfalls wie xxx zwischen Militante und hirnlos Militante.
Letztere sind die, die nicht nachdenken, sondern wahllos alles zerstören, ohne zu reflektieren - erstere sind
Militante, die ihreren Kopf einsetzen und reflektieren. Zu mir: Ich war ende der 80er / anfang der 90er in den
Häuserkämpfen dabei und tendierte oft in Richtung hirnlos.
Ich habe irgendwann lernen müssen, daß einfach eine Schalcht gegen die Bullen zu gewinnen nicht unbedingt Sieg
bedeutet. besonders wenn die Bewegung dadurch geschwächt oder beschädigt wird. Die Frage ist, was wollen wir
erreichen?
Für viele wird - ob aus Frustration, Dogmatismus oder schlichten Mackertum - Gewalt zum Selbstzweck. Wie ich
an mir beobachten konnte, treten Inhalte immer mehr in den Hintergrund und sind oft nur noch Vorwand für meinen
dumpfen Hass auf vieles gewesen. Ich habe nur noch gegen, nicht mehr für etwas gekämpft.
Dieses Gewalt-Ding kann einen echt auffressen. Gewalt wird natürliches Mittel, zum normalen Bestandteil. Auch in
der Auseinandersetzung mit (eigentlich) Gleichgesinnten wird Gewalt (und sei sie verbal) ein alltägliches Mittel -
siehe jetzige Zerfleischung der Berliner Szene, die fast die Ausmasse der 80er erreicht hat. Gewalt (wirkt
wie ein Rausch) wird vom Mittel zum Zweck. Ich fands damals echt geil und hab nicht gemerkt, daß ich
mich vom angestrebten Ideal weiter entfernt habe, als die Spießer, deren Autos ich zerkloppt habe. Was schnell
dazukam war der Dogmatismus und die Blindheit, die immer mit ungezügelter Gewalt einhergehen.
Als ich mich fast zerstört habe, hab ich irgendwie doch noch die Kurve bekommen (nach fast Klapse und
beinahe-Tod).
Was an hirnloser Militanz, also Militanz, die nur noch Selbstzweck ist und ungezielt und blind verläuft typisch ist: Es
werden keine Inhalte vermittelt, weil keine mehr da sind. Es wir nur noch reagiert, alles was nicht dem eigenen
Fühlen entspricht ist scheisse und wird abgelehnt.
Beispiele hier aus der Diskussion:
Reflexartige Reaktion auf andere Meinungen und Eindimensionalität: Es wird sofort heftigst reagiert und unterstellt.
Jeder, der nicht blinde Gewalt befürwortet ist gleich Hippie. Es gibt nur noch die "wahren" Helden und die Hippies.
Nix dazwischen. (Das ist genau wie in der Sexismusdebatte - Du gehörts zur Front A oder B, dazwischen darf es
nichts geben). Es geht somit auch nicht in der Diskussion um Inhalte, sondern wer letztlich dominiert. Niemand hört
dem Anderen zu. Die Emotionen sind wie in einer Talkshow. Diskussion um zu gewinnen . Gewalt wegen Gewalt.
Schnell wird mensch zu dem, was mensch eigentlich bekämpfen wollte: dogmatisch, gewalttätig, intolerant,
ausgrenzend, brutal, eindimensional, engstirnig - ein Soldat .
Wie war das? "Soldaten sind Mörder"? Wie schnell wird mensch selbst zum Soldaten? Für viele
dogmatische Kommunisten heiligt der Zweck das Mittel. Solange es dieses denken dominiert, hoffe ich nicht auf
eine Revolution.
Was ist mit unserem "Akzeptieren der verschiedenen Widerstandsformen"? - davon merke ich hier nichts.
Die Leute, die Aktionen a la Kommunikationsguerilla, Tute Bianches oder Zivielen Ungehorsam machen werden
beschimpft (Hippies) und nicht im geringsten toleriert. "Cool" ist der, der es ordentlich krachen lässt. Bei meinem
letzten Wendlandtrip fand ich übrigens die (mutigen) Bürgerrechtstypen ganz cool, als die in Dannenberg an der
Tanke die Bullen geschützt haben. Nein, nicht weil ich Bullen liebe, sondern weil wir zum Verladekran wollten und
dort was machen wollten. Eakalation an der Tanke hätte uns vom Ziel abgbracht. (Während dann doch da was
losging, sind wir auf die Gleis gekommen!!! Die waren nicht hermetisch abgerigelt.).
Ihr solltet Euch immer fragen: Wem nutzen bestimmte Randale? Warum eskaliert die Polizei? Wem nutz es, wenn die
Szene sich Isoliert? Wer hat am Mariannenplatz dieses Jahr wirklich gewonnen? Hätte dies durch strategische
Militanz (ist das auch Hippie?) anders werden können? (Ich war zum Mayday in London, falls wer fragt)
Woanders stand:"Gorleben zeigt dass die Staatsmacht mit gewaltlosem Widerstand viel schwerer klarkommt
und die EU-Bürger lassen sich davon dann auch beeindrucken." Auch hier gibts als Reaktion gleich
Hassausbrüche. Aber ich finde das stimmt zum Teil. Nochmal: zum Teil
Meine Frage: warum beteiligt sich in Deutschland niemand an den Global Action Days, an Randale aber gleich ein
paar Tausend? Es geht nicht um Ziele, es geht um Action.

PS an Steineschmeisser: Ich weiss, ein Hippie bin ich für Dich.. Nur zu Deiner Info: Weder xxx, noch Yope haben
Militanz abgelehnt. Das sind Deine Reflexe. Du bist betroffen und fühlst Dich von denen beleidigt. Aber vielleicht
könnte es sein, daß Du diesen Ton Ton hier reingebracht hast? Geh noch mal nach oben und sieh nach, wer zuerst
beleidigt und pauschalisiert hat.
Davon abgesehen glaube ich auch, daß hier Provokateure mit diskutieren, die die Lage anheizen. Es passiert
auch schon mal, daß Bullen Flugis in der Szene verteilen....

PPS: Du solltest eines noch wissen: Indymedia ist Sprachrohr der "Grassrootsbewegung" und der
antikapitalistischen Bewegung. Also auch von Leuten, die Du nicht so magst.

PS Nachtrag

E T 18.06.2001 - 02:23
Die Polizei Beamten sind aber auch nicht nur von Antrieb aus Ordnungsliebend, die haben Natürlich auch noch ihr Eigenes Info Blättchen, und wenn ihr wissen wollt wie ihr darin beschrieben seid, könnt ihr Euch mal die Öffentlichen Örtlichen Verfassungsschutz Berichte anfahren lassen, da könnt ihr abschätzen, mit Welchem Üblen Ideologischen Rüstzeug die auf der Piste sind, und warum es bei Gewalt auf den Demos Unweigerlich zu Schusswaffeneinsatz kommen muss, zumindest die Öffentlich Zugänglichen Verfassungsschutz Berichte Sollten zensiert werden, wenn das Irgendwer glaubt, dann Gute Nacht.

Hallo Berlin

E T 18.06.2001 - 02:41
Hallo Berlin, warst du auch bei der Besetzung der Esso Wiese dabei, die Cops haben randaliert, und Fast kein Böses Wort fiel darüber, und nach zwei Stunden zogen sie Vollkommen geknickt wieder ab.

Ja

Berlin 18.06.2001 - 03:36
Ich habe mich im Text auf den abend bezogen, an dem die Demo stattfand, wo dann alle hin zum Verladekrahn wollten. Das was Du meinst habe ich ebenfalls miterleben "dürfen". Sowas bestätigt mich in meiner Ablehnung diesem Staat gegenüber. Trotzdem: Überlegt handeln. Nicht blind. Und schon gar nicht soo wie die werden! (obwohl mir die entglasten Busse am ersten Abend ganz gut gefielen)

Gebe Berlin recht...

Demon Strant 18.06.2001 - 17:04
Berlin, Du hast einen sehr schönen Bericht über Gewalt und die Folgen, die Du selbst wohl erlebt hast, gebracht. Daraus läßt sich viel lernen, sowohl die "Steineschmeißer" als auch die "No-Violence-Fraktion" sollten sich eine Scheibe von Dir abschneiden.
Ich kann Dir nur voll recht geben: Ohne Gewalt ist ein Widerstand nicht Widerstand, und letzendlich kann dieses System nur durch entschloßenen Kampf beseitigt werden.
Allerdings bringt es nix, sich dem Taumel der Gewalt hinzugeben und letzendlich dem Sog zu unterliegen.
Widerstand brauch beides: kreative, gewaltfreie Aktionen und ein entschlossenes Auftreten, wo es sein muß. Nur: Wo muß es sein? Das zu entscheiden, sollte jeder mit sich selbst ausmachen, aber bedenke:
Man darf sich nicht vom Staat zu Gewaltexzessen provozierenlassen, das schadet dem Widerstand.
Und doch wurde bisher jede Revolution im Kampf gewonnen.
Das Thema Gewalt ist also ein zweischneidiges Schwert, und man sollte es mit Bedacht und Vorsicht führen.

Zu Berlin

E T 18.06.2001 - 22:58
Ich doch Auch, nen Bischen Schmutzig muss es sSchon sein, sonst nimmt es Keiner Wahr, aber auf Keinen Fall, H a r d c o r e !

Was hat uns Göteborg gebracht?

Fight The Power 19.06.2001 - 20:13


Ich selbst war in Göteborg und bin ziemlich schockiert, was hier einige Provokateure, Verbalradikale und
dogmatische Betonköpfen bei Indymedia ablassen.
Was hat uns der Protst in Göteborg gebracht? "Wir" haben eine Schlacht gegen Bullen gewonnen und Geschäfte
entglast. Mehr nicht.
Was hat es an Nachteile gebracht? Wir haben auf der ganzen Linie verloren. Die Polizisten werden wieder gesund,
dafür werden Gestze verschärft und Hass bleibt. An den kaputten Geschäften verdienen sich Versicherungen eine
goldene Nase.
In den skandinavischen Ländern haben die EU-Gegner sehr großen Einfluss. Überwiegend stammen sie aus
dem Lager der anarchosyndikalistischen SAC und den nichtdogmatischen Kommunisten. Im Vorfeld des Gipfels
haben sie es geschafft mit ihren Positionen in die Medien zu kommen. Grosse Proteste und Aktionen des zivilen
Ungehorsams hätten im Fall Schweden einen breiten Raum in den Medien eingenommen. Das haben "wir" kaputt
gemacht. Ich sage "wir", weil ich mich anfangs auch an Randale beteiligt habe. Wir haben mit iunseren Aktionen
geschafft, daß Inhalte schlagartig verdrängt wurden und die Action-Berichterstattung dominiert hat. Die
EU-Gegner haben Rückhalt verloren. Die Polizei hat von "uns" Hilfe für ihren Informations-Krieg bekommen. Warum
ist auch die Polizei an Eskalationen interessiert? Gestze werden geädert. Hass und Lügen mehr als zuvor in den
Medien verbreitet.
Und dann zu lesen, wie hier weltfremde Gewaltrechtfertiger das auch noch schön reden und Begründungen
herbeirethorisieren. Wir sind ijn keiner revolutionären Situation, in der die Massen sich dem Staat entgegenwerfen
könnten und wir gewinnen. Wir sind nur ein paar tausend. Eine kleine, gesellschaftlich isolierte Gruppe. Wenn wir
was erreichen wollen, müssen wir einfach step by step vorgehen. Und das erste was wir erreichen müssen sind die
Leute um uns herum. (Wahrscheinlich oute ich mich spätestens hier als Anarchist, denn dogmat. Kommunisten
wollen ja die Massen führen, nicht wecken. Für sie ist wer einen Schritt in die richtige Richtung getan hat ein
Gegner, der mehr verfolgt wird als ein "Normalbürger". Siehe wie Militante über X1000 herziehen. Die Militanten
würden eher mit Reaktionären zusammenarbeiten. (Auch Indymedia ist aus der Grassrootsbewegung geboren). Ich
selbst hätte keine Probleme mit militanten Gruppen (Obwohl für mich gilt: Soldaten sind Mörder), wenn diese
wenigstens strategisch arbeiten würden und nicht Gewalt als Allheimittel für die politische Auseinandersetzung
sehen würden. Dies Militanten gibt es auch - aber an Ortenn, wie Göteborg haben sie kaum Einfluss. Auch habe ich
kein Problem mit Selbstverteidigung oder symbolischen McDonalds-"Besuchen".
Die Frage ist jetzt, wie gehen diejenigen die inhaltliche Ziele haben damit um. Wie verhindern wir, daß die
Früchte unseres Kampfes nicht zerstört werden? Jahrelange Arbeit von EU-Kritikern in Schweden wurde an einem
einzigen Tag zerstört. In Genua steht jetzt viel mehr auf dem Spiel: Die Italienische Linke hat ebenfalls viel zu
verlieren. Schon jetzt werden Polizeistrategen überlegen, wie sie Randale anfachen können (Schliesslich sind
dogmat. Militante leicht zu steuern) und diese lenken können.
Die Frage ist: Wie können wir zu Genua europaweit Inhalte an die Leute bringen? Wie können wir den
Menschen bewußt machen, warum Protst not tut? Inwieweit sollte es in vielen Sädten Bestzungen und zivilen
Ungehorsam geben? Ich bitte die Militanten, die wirklich ehrlich ein politisches Ziel verfolgen mich nicht
rethorisch niederzudiskutieren oder sonstwie diese Diskussion "gewinnen" zu wollen, sondern sich ernsthaft zu
überlegen, wie die verschiedenen Widerstabdsformen nebeneinander existieren können - ohne daß die Arbeit von
inhaltlich fixierten Gruppen zerstört wird und Unbeteiligte zu Schaden kommen. Meist sind es die friedlichen Leute,
die als Schutzschild genommen werden, die aufs Maul bekommen.
Es liegt in Eurer Hand, ob die Isolation durchbrochen werden kann und wir unsere Positionen auch ausserhalb
der radikalen Linken verankern können!!! PS: Sorry für mehrfachposting - aber ich finde diese Gedanken
für entscheidend!

Was ist mit dem schwedischen Aktivisten...

fight the power 25.06.2001 - 10:36
... der angeschossen wurde? gibts da neuigkeiten?

der is

25.06.2001 - 14:43
immer noch im krankenhaus - wohl keine lebensgefahr mehrt