Polizei kapert Busse mit DemonstrantInnen

Anonym 16.06.2001 10:52 Themen: Weltweit
Repression gegen DemonstrantInnen aus Berlin,
Rostock, Bremen, Hamburg. Faktisches Demo-Verbot in Göteborg.
Zwei Busse mit AktivistInnen von "Widerstand international" und der "Sozialistischen Alternative - SAV" aus Berlin, Rostock, Bremen und Hamburg und vom Bündnis "Basta" aus Kiel wurden gegen 8.45 Uhr von der Polizei 20 km vor Göteborg gestoppt, 20 Polizisten stiegen ein, die Busse mussten eine Polizeikaserne am Rande Göteborgs ansteuern. Jede/r Einzelne wird gefilzt und schikaniert, ein Berichterstatter meinte, die schwedischen Polizisten verhalten sich "wie im Krimi". Es wurde ihnen deutlich gesagt, dass "ihr heute nicht demonstrieren werdet". Nach der ID-Behandlung sollen sie zu einem Ort außerhalb Göteborgs verbracht werden. Diese Übergriffe reihen sich ein in die Provokationen der Polizei von Donnerstag und Freitag. Die hohen Herren werden nervös, weil jede ihrer Gipfeltreffen gestört wird. Die vielbeschworene Demokratie der EU gilt nur für diejenigen, die ruhig dabei zuschauen, wie die Regierungschefs das Geschäft der Banken und Konzerne erledigen.
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Ergänzungen

Alter

E T 16.06.2001 - 14:05
Da bin ich aber auch gespannt, wie die Schweden Wilkürliche Verhaftungen von Touristen Irgendwo im Land begründen!

Wilkürliche Verhaftungen

systemchrash 16.06.2001 - 14:07
War das Oben nun in Schweden, oder in Sierra Leone?

Solidarische Grüße an die BASTA`s aus Kiel...

16.06.2001 - 14:54
und alle anderen Gefangenen!
Haltet durch Leute und lasst euch von dem Staatspsychoterror der Bullen nicht unterkriegen!
Euer Krümmelmonster

Wer von "hohen Herren" spricht...

[sic!] 16.06.2001 - 16:50
... reproduziert ein Weltbild, das davon ausgeht, dass die "Bösen da oben" (das raffende Finanzkapital, Staat usw.) sich gegen den "kleinen Mann" verschworen haben und, dass sich der Widerstand gegen die "hohen Herren" richten müsste. In der Geschichte hat sich dies in Pogromen "entladen".

Haltet durch!!

Sonador 16.06.2001 - 17:27
Mal wieder zeigt das mörderische System,
wie es um Grundrechte, usw. bestimmt ist.
Ganz, ganz schlecht!!!
Doch ist mir nach den vergangengen Tagen wieder
klarer geworden, daß wir weiter kämpfen müssen
und dieser Kampf größer, bunter und stärker werden
muß. Auch in Genua werden wir den Staats- und Regierungs-
faschisten zeigen, daß wir die Ausbeutung, Unterdrückung,
das Morden und Töten durch diese nicht hinnehmen werden.
Solidarische Grüße an alle Menschen, die in Göteburg sind
und die schon vorher abgehaftet worden sind.
Fight the system! Fight capitalism!
Für eine unbestimmte, freie Welt!!!

Sind wieder zurück!

rotlurchi 17.06.2001 - 09:55
Hier ein kurzer Bericht von einem aus dem SAV-Bus HH!

Wir wurden bis abends ca. 20:00 Uhr auf dem Kasernengelände
festgehalten (das Zeitgefühl kann einem bei so viel Stunden schon abhanden kommen). Die Bedingungen waren unmenschlich: Wir durften nur in abgezählten Ausnahmen den stickigen Bus verlassen. Wurden nach schikanösen Behandlungen, wie Ganzkörperfilzung mit Händen an der Wand, einsperren in den viel zu kleinen Bus, mit einer Bulleneskorte bis nach Helsingborg verbracht. Mit dem Bus auf der Fähre, wurden wir entgegen normalen Sicherheitsbestimmungen wieder daran gehindert den Bus zu verlassen. In Helingör (DK) wurden wir prompt von den schwerbewaffneten dänischen Bullen erwartet und wiederum daran gehindert den Bus zu verlassen. Erst auf der Fähre Rödby-Puttgarden konnten wir uns wieder etwas freier bewegen. Wir waren also ca. zwölf Stunden auf dem Kasernenhof eingesperrt und zusätzlich im `beweglichen´ Gewahrsam bis So. ca. 4:00 Uhr (nochmals acht Stunden dazu)
Insgesamt also Z W A N Z I G Stunden in Bullenhaft, ohne auch nur einmal frei schwedischen Boden betreten zu haben!
EU-Bullen in einen Sack und draufhauen!!!

Steinewerfer und Chaoten

Karl Napf 17.06.2001 - 15:09
Wenn in Goeteborg nur Demonstriert worden waere, dann haette es sicher nicht so genaue und zahlreiche Kontrollen gegeben. Da aber nun mal die halbe Stadt in ein Schlachtfeld verwandet wurde, muss man sich nicht wunderen das niemand ohne Kontrolle einreisen konnte. Also wieder mal an der eigenen Nase fassen und aufhoeren die Demonstrationsfreiheit mit dem Recht auf Steinewerfen und Zerstoeren von Sachen gleichzusetzten. Wenn Ihr das mal wieder kapiert habt, dann wird es sicher auch weniger Kontrollen geben.

merk mal was

rotlurch 17.06.2001 - 17:51
Merk mal was du Fettnapf!
Lass dir mal von den Bullen in den Rücken schießen,
20 Stunden in Gefangenschaft nehmen, von Bullenpferden niedertrampeln lassen etc.

durchsuchung bei frauen von männlichen bullen

h 18.06.2001 - 02:39
noch zu den abgefangenen und festgehaltenen bussen auf schwedischem militärgelände noch vor göteborg.
eine betroffene erzählte heute davon.
sie wurde als frau von männlichen bullen per hände am ganzen körper durchsucht, auch am genitalbereich. als sie sich vermehrt beschwerte und nach einer weiblichen bullette verlangte, reagierten sie zuerst nicht. dann holten sie eine, die die ganze prozedur wiederholte.
feuer und flamme dem patriarchat!