Aktionen während Exxon Mobil Hauptversammlung

Stop Global Warming! 05.06.2001 11:36 Themen: Ökologie
Am 30. Mai gab es Protestaktionen inner- und außerhalb des ExxonMobil-Hauptversammlung in Dallas (USA). Außerdem wurde zu einem weltweiten Aktionstag gegen Exxon Mobil (Esso) am 11. Juli aufgerufen.
Am 30. Mai gab es Protestaktionen inner- und außerhalb des ExxonMobil-Hauptversammlung in Dallas (USA). Außerdem wurde zu einem weltweiten Aktionstag gegen Exxon Mobil (Esso) am 11. Juli aufgerufen.

Frühmorgens wurden Fahrer und Exxon-Aktionäre, die sich in Dallas versammelten, mit einer "besezten" Reklametafel empfangen, die einen dreidimensionalen Pinguin und die Message "exxon mobil polar ice caps“ r „melting support the kyoto protocol" zeigte. Diese Botschaft war der Startschuss für ein "Festival des Widerstandes" am Rande der jährlichen Hauptversammlung, um die Aufmerksamkeit auf Exxons ständige Verletzung der Menschenrechte, Umweltverschmutzung und andere Themen zu lenken.

Aktionäre und Aktivisten darunter auch Bianca Jagger, ehemals Frau von Rolling Stone Mick Jagger, redeten mehr als zwei Stunden zur Unterstützung von Anträgen, die den Konzern aufforderten Zugeständnisse in seiner Beschäftigungspolitik zu machen, die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierungen zu verbieten, die Gehaltszahlungen für Geschäftsführer zu reformieren und erneuerbare Energien in ihren Energie-Mix aufzunehmen. "Wir werden ihre Produkte boykottieren und wir werden keinen Tiger in den Tank packen", sagte sie in Bezug auf einen bekannten Esso-Werbeslogan.

Es wurden aber auch lautere Proteste während der streng reglementierten Hauptversammlung geäußert. Als Aktionäre während der Frage-Antwort-Stunde der Versammlung Richtung Ausgang strebten, wurden zwei Demonstranten rasch hinausbegleitet, weil sie ein Transparent entrollt hatten und riefen: "Exxon Mobil kills for oil".
Rund 200 Demonstranten (die Presseagentur Reuters spielte die Zahl auf 50 bis 100 runter) hatten sich außerhalb versammelt und forderten mit Schildern und Transparenten erneurbare Energien. Im letzten Jahre hatten sich nur 15 Demonstranten zur Hauptversammlung eingefunden.
Die Online-Aktionen auf der Exxon-Webseite gestalteten sich dagegen recht schwierig. Exxon war wohl ein wenig besorgt und hatte deshalb alle e-mail-Formulare von seiner Webseite entfernt.

Pressemitteilung:

11 Juli 2001: Aufruf zum Weltweiten Aktionstag gegen Exxon Mobil (Esso)

Weltweiter Aktionstag gegen Exxon Mobil (Esso)
11 Juli 2001
Bei Deiner lokalen Esso Tankstelle, Raffinerie,
oder Exxon Mobil (Esso)-Vertretung

Warum: Im April hat US Präsident Bush durch die Ablehnung des Kyoto-Protokolls die weltweite Hoffnung auf eine Verminderung der Klimaerwärmung zerschlagen. Die US position hat die internationale Gemeinschafft wütend gemacht, das dises Land mit nur 4 Prozent der Weltbevölkerung 25 Prozent der Treibhausgase produziert.

Die Zeit läuft uns davon. Es ist noch viel zu tun. Macht mit beim "Internationale Aktionstag gegen ExxonMobil". Pressurepoint, eine Organisation aus Seatlle, USA, koordiniert einen Aktions-Aufruf gegen Exxon Mobil (Esso) Bush` größte Unterstützer und schlimmsten " Greenhouse Gangsters". Die Aktionen/Proteste sind für den 11. Juli geplant. Dieses Jahr erklären wir unsere Unabhängigkeit von Konzerne wie Exxon Mobil.

Die Proteste sind eine Unterstützung des internationalen Aufrufs zum Boykott aller US Ölfirmen und finden im Vorfeld der Weltklima-Konferenz Mitte Juli in Bonn, Deutschland, statt. Die Aktion richtet sich gegen Exxon Mobil (Esso), den größten US-Konzern, der sich am klaresten gegen den Klimaschutz positioniert hat. , kre-iert ein speerpunkt für die Boykott-kaqmpagne und schickt ein Signal an Bush und alle Ölkonzerne, dass die USA den Klimaschutz ernst nehmen soll. JETZT!

Exxon Mobil (Esso) verteilt weiterhin Geld an Treibhaus-Skeptiker, hat Millionen für bagatelliserende Anzeigenkampagnen ausgegeben und sie war einer der größte Geldgeber für die Wahlkampagne von Bush. Exxon betreibt aktiv Lobby-Arbeit bei der U.S. Regierung für die Ablehnung des Kyoto-Protokolls selbst investiert Exxon nichts in erneuerbare Energien und ist stattdessen einer der großen Konzerne, die in die Naturgebieten Alaskas nach Öl bohren wollen. Esso hat einen verheerenden Ruf, wenn es um die Themen Menschenrechte und Umweltschutz geht. Auch ist Exxon Mobil ein großer Unterstützer des Freihandels (Globalisierung).

Organisationen in mindestens 15 Ländern machen mobil gegen Exxon Mobil, so wird es beispielsweise Aktionen in fast allen Großstädten der USA geben. Der "Internationale Aktionstag" verfolgt eine zweigleisige Strategie: Zum einen wird es eine Kampagne zum Thema "Klima und fossile Brennstoffe" geben und es ist eine Kampagne gegen George Bush, den größten Unterstützer der Ölindustrie geplant.

Mach mit bei unserer direkten Aktions-Kampagne gegen Exxon Mobil (Esso)! Internationale Gruppen wie Greenpeace und Friends Of The Earth unterstützen den Internationalen Aktionstag. Wir brauchen eure Hilfe. Kontaktier uns und wir werden bei der Koordination einer Aktion in deiner Stadt, Schule, bei einer Esso Tankstelle, Raffinerie, Exxon Mobil-Vertretung - wo auch immer - helfen. Du kannst auch ein Organisationskit von unsere Webseite herunterladen.

Wir zweiteilen unsere Kampagne, um Exxon Mobil (Esso) und George W. Bush wissen zu lassen, dass sie nicht diejenige sind, die über die Zukunft unseres Planeten entscheiden, und dass sie sich wegbewegen müssen von Ausbeutung der Erde hin zur Nutzung erneuerbarer Energien. JETZT! Mach mit bei dieser Kampagne und kämpfe daum, unsere Zukunft wieder in die eigene Hände zu bekommen.

Unsere Forderungen an Exxon Mobil (Esso)

- Unterstützung des Kyoto-Protokolls zur Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen.
-Kein Engagement mehr für Ölbohrungen in arktischen Naturschutzgebieten und anderen öffentlichen Flächen.
-Zustimmung zu einer Untersuchung einer internationalen Menschenrechtskommission und Befolgung der Kommissionsbeschlüsse.
-Beendigung aller neuen Ölsuchen stattdessen Investitionen in erneuerbare Energien.

Pressemitteilung Pressurepoint:

Transparent: Exxon Mobil: Stop Killing for oil!

Pressurepoint entrollt auf der jährlichen Hauptversammlung der Aktionäre von Exxon Mobil in Dallas ein riesiges Transparent auf dem steht: Exxon Mobil: Stop Killing for Oil".

Pressurepoint entrollte heute ein zwanzig auf zehn Fuß großes Tranparent während der Exxon Mobil-Hauptversammlung im Myerson Symphony Center in Dallas. In blutroter Schrift war auf dem Transparent zu lesen: "Exxon Mobil: Stop Killing for Oil!". Entrollt wurde es vom obersten Rang des Amphietheaters während der Exxon-Vorsitzende Lee Raymond versuchte, Exxons Unterstützung für die umstrittene Pipeline zwischen Tschad und Kamerun zu verteidigen. Die Aktivisten Chris Doran und David Cobb riefen: "Exxon Mobil stop killing for oil", und übertönten so Raymonds Monolog über den Menschrechtsbericht des Unternehmens. Beide wurden anschließend von der Polizei hinausgeführt und anschließend freigelassen. In der Zwischenzeit hatten sich rund 200 Menschen zu einem "Festival des Wiederstandes" vor und während der Versammlung zusammengefunden.

"Exxon ist das profitabelste Unternehmen der Welt aber moralisch ist es bankrott", sagte Pressurepoint-Aktivist Chris Doran. "Exxon Mobil ist das Ziel weltweiter Empörung über den Missbrauch unternehmerischer macht und dieses Transparent gibt ihnen zur Kenntnis, dass ihr sicherer Hafen aus Wohlstand und Privilegien nocht mehr exitstiert". Pressurepoint ist eine in Seattle ansässige nicht kommerzielle Organisation, die sich mit der Neudefinition von Unternehmesmacht durch direkte nicht gewalttätige Aktionen von Graswurzel-Gruppen verschrieben hat.

"Diese Aktion ist eine Unabhängigkeitserklärung von dem Diktat der Unternehmen", sagte David Cobb, Staatssekretär der Grünen Partei.

Zuvor hatte Reymond im Zuge der Hauptversammlung Radhi Darmansyah, Aktivist aus Aceh, das Wort entzogen. Darmansyah hatte das Unternehmen aufgefordert seine Mitttäterschaft an den Greultaten, die sich in der indonesischen Provinz Aceh ereignet hatten, zuzugeben und sofort Maßnahmen zu ergreifen diese zu beenden. Als Darmansyah die zwei Minuten Redezeit überschritten hatte, schnitt Reymond ihm das Wort ab und schlug vor, dass Darmansyah a beim nächsten Mal - gemeint war die Hauptversammlung im nächsten Jahr - wiederkommen könnte, um seine Rede zu beenden.

Chris Doran von Pressurepoint teilte den Aktionären mit, dass sie im Rahmen einer fortgesetzten Kampagne gegen Klimawandel und Unternehmensmacht das Ziel eines internationalen Aktionstages am 11. Juli seien. Durch weitreichende Zusammenarbeit könne Pressurepoint breits 100 Protestaktionen in 15 Ländern bestätigen. Ein Sprecher der britischen "Stop Esso"-Kampagne berichtete den Aktionären über den wachsenden Esso-Boykott in Europa. Durch eine Reihe von Einzelrednern hörten die Aktionäre auch über Resolutionen, die darauf abzielen, Unternehmen für ihre Aktionen stärker zur Rechenschaft zu ziehen. Unter den Rednern waren auch Menschen, die in der Nähe der Raffinerien des Unternehmens leben, Sprecher von religiösen sowie Lesben- und Schwulengemeinschaften, Gegner von Exxons Bohrvorhaben im arktischen Nationalpark, und zahlreiche Redner, die sich sowohl über Exxons mutwillig irreführenden Aussagen zum Klimawandel als auch deren undemokratische Einflussnahme auf Präsident George Bush, die zu einer verheerenden amerikanischen Klima- und Energiepolitik geführt habe, beschwerten.

Mehr Infos und Fotos von den Aktion auf unsere Webseite: www.globalwarming.isbad.net
Boykott-Aufruf online Unterschreiben: www.petitiononline.com/citizens/petition.html
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Ergänzungen

Widerstand zeigen

forestwolf 07.06.2001 - 13:01
Den Widerstand gegen die Ölmultis, sollte auch weiterhin aufrechterhalten werden. Wir dürfen nicht zulassen, das Geldgierige Firmenbosse ihre eigenen Interessen über die von allen anderen stellen!!!!!! Was das für auswirkungen hat konnte man sehr gut daran sehen wie SHELL ihre Probleme in Afrika regelte, nämlich indem sie das Miltär auf friedfertige Dorfbewohner hetzte!!!! Solidarische Grüsse......

Aktionäre

gonzo 07.06.2001 - 14:41
Geldgeile Firmenbosse sind doch nur Ausdruck dieser geldgieringen
Couponschneider, die es einen dreck interessiert, wie
'ihr' Unternehmen die von denen geforderten Gewinne einstreicht.
Ob dabei in irgendwelchen Bananenrepubliken, oder z.b. in Aceh eingeborene'Stämme' dafür massakriert werden,
wen interessierts !