Medien von unten - revisited

nadir 25.05.2001 01:05 Themen: Medien
Die Idee, dass Medien eine Kommunikationsform von Menschen für Menschen darstellen können und zu politischer Zusammenarbeit motivieren können, ist nicht neu. Die Geschichte der Medienerzählung ist durchzogen von solchen Hoffnungen.
Mit Hilfe neuerer Technologie wurde ein neuer Versuch unternommen, diese alte Hoffnung zu reaktivieren. Indymedia ist ein radikales Beispiel dafür.
"Sei uncool, sei auf der Straße" - eine Losung, die den Medien ihre Nahrung gleich mitliefert.

»Ziel und Zweck
Unserer Meinung nach liegt der politische Gehalt eines linken Nachrichtendienstes
zur Zeit darin, dass der überregionale Nachrichtenfluss mit politischen Informationen gefüllt wird. Das sind Informationen, die umsetzbares Wissen enthalten, die die in die Lage versetzen, sich zu Ereignissen praktisch zu verhalten. (...) Wichtig! Baut keinen "linken" Journalismus auf. Wenn irgend möglich, lasst die Betroffenen sprechen! Gebt den Aktivisten das Wort, nicht den Journalisten. Wir unterliegen keinem Formulierungsdruck, wenn nur klar wird, worum es geht. Macht der Bevölkerung, den Kollegen, den Genossen klar, dass sie selbst zu Wort kommen müssen, nicht die Herrschenden oder deren Handlanger bei den Medien.
"Die Nachrichten kommen vom Volk und kehren zum Volk zurück"« (20.06.1976) [1]

Umlenken der Datenströme

Die elektronische Parallelwelt, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgebaut wurde, ist im 21. Jahrhundert mächtiger geworden als jede andere technische Innovation. Ihre Bedeutung im weltweiten Datenverkehr für den Globalkapitalismus gleicht einer Bedingung für diesen. Für die, die connected sind, schrumpft die Welt der Ökonomie und anderem zusammen zu einem Punkt, in dem sich "alles" ereignet. Der Raum als Kommunikationsbegriff ist obsolet geworden. Für manche Aspekte fällt auch die Zeit auf eine einzige Simultanität zusammen. Das hat tief greifende Auswirkungen auf den Alltag. Die Atomisierung und Totalindividualisierung durch Labelwelten, die Hedonisierung des Alltags durch Kurzzeitspektakel ohne Zusammenhang, die Auflösung verbindlicher Solidargemeinschaften und die entfesselte Kraft eines ultrabrutalen Neoliberalismus können auch als Effekte der Macht des elektronischen Datenverkehrs beschrieben werden. Die Linke, die, solange sie in der Defensive ist, hinten versucht zu kitten, was vorne bereits erneut zerschlagen wird, beginnt zu ahnen, dass sie ohne einen strategischen Umgang mit dem Datenverkehr den Zugang dazu und somit eines der wichtigsten politischen Kampffelder dieser Zeit verliert. Die digitale Welt, die in keiner Weise die geographische Welt repräsentiert, sondern eigene Kontinente und Inseln umfasst, ist niemals hermetisch, überall gibt es Eingänge und Schlupflöcher. Einmal drin, werden Linke Teil derer, die im Netz den global player, den Medienkonzernen, den Verwaltungsapparaten, den Militärs eine linke Kraft entgegenstellen können. Die Möglichkeiten sind im Prinzip nur vom Einfallsreichtum eingegrenzt. Eine fette Chance besteht im Umlenken der Datenströme.
indymedia hat sich auf die Fahnen geschrieben, durch einen radikaldemokratischen Ansatz mit einem immer prominenteren, zunehmend real weltweiten Nachrichtenkanal einen Kampf auszufechten, der mit härtesten Bandagen geführt wird: den Kampf um die Aktualität. Für die Linke ist die Aktualität attraktiv, weil der, der zuerst die Informationen liefert, in der pole position um die Einordnung des Geschehens im gesellschaftlichen Diskurs liegt. Die Idee, dass die, die politisch aktiv sind, auch die Nachrichten darüber produzieren, ist nicht neu. Neu hingegen, und dies wurde ausschliesslich möglich durch das Netz, ist die zeitgleiche Verfügbarkeit dieser Information zumindest in den Ländern, die vom Globalkapitalismus profitieren. Die Kombination von "authentischen" Nachrichten in einer Welt, die dem Glauben an "Objektivität" immer skeptischer gegenübersteht, und instanter Verfügbarkeit macht indymedia als Netzwerk mit Botschaften im Kongo, Chiapas, Finnland und sonstwo zu einem neuen Typ von Nachrichtenkanal. Die politische Ausrichtung indymedias ist diffus links, die Interessen der Unterdrückten zu formulieren ist der einzige gemeinsame Nenner. Kaderorganisationen haben keine bessere Chance bei indymedia Aufmerksamkeit zu bekommen als Einzelpersonen. Unklar ist, wie lange indymedia eine machtvolle Plattform für die Basis bleiben wird. Dem Paradigma der Kurzlebigkeit, der Forderung nach Neuem aus der Pipeline, muss sich indymedia noch stellen.
"Es soll die Sicht der Betroffenen artikuliert werden, in ihrer Sprache, in ihrem Selbstverständnis. Und zwar als eigenständige Größe, nicht als relativierter Teil einer ausgewogenen Einerseits-Andererseits-Schau. Es sollen die zu Wort kommen, die sich nicht von Parteien und pressure groups vertreten lassen und vertreten lassen wollen, sondern die ihre Politik und ihre Bedürfnisse selbst in die Hand nehmen und direkt durchsetzen. (...) Man kann zwar entrüstet und berechtigt die bürgerlichen Lügen entlarven, aber mit einer sterilen Sprache, die sich an Öffentlichkeitsbedingungen orientiert, die nicht unsere sind, trennt man beim linken »Resolutions-Journalismus« genau wieder die Erfahrungen, Träume, Lernprozesse ab, die zur Politik der ersten Person (singular und plural) geführt haben. " (13.08.1977)[1]

uprising indymedia

Die für den Norden so ungewöhnlich massiven Proteste, mit denen Seattle in der Geschichte des Widerstands auftauchte, waren nicht nur linken Ursprungs. Sie wurden zu einem großen Teil von partiellen Interessensüberlagerungen im Widerstand gegen die Globalisierung gespeist - bis hin in reaktionäre Gewerkschaftskreise. Trotzdem haben die Proteste aber bei dem Teil der hiesigen Linken, der sie überhaupt wahrgenommen hat, eine eher euphorische Aufbruchstimmung hervorgerufen. Dieses Grundgefühl ist zu einem großen Teil auf die umfangreiche Abbildung der Ereignisse in den eigenen Medien, die als Output der indymedia-center direkt an den Orten der Antiglobalisierungsproteste entstanden sind, zurückzuführen. Die mediale Abbildung von Ereignissen in einer medienfixierten Gesellschaft hat politische Relevanz. indymedia ist im enormen Medienecho, das Seattle hervorgerufen hat, nur ein Kanal unter vielen gewesen. Wo etablierte Nachrichtenmagazine und Medienkonzerne blitzlichtartig von spektakulären Protesten berichten, baut indymedia eine kontinuierliche Berichterstattung auf. Diese beschränkt sich auch nicht auf einige aktuelle Bilder, Eindrücke und Tickermeldungen, sondern zeigt Gleichzeitigkeit, Vernetzung und Kontinuität globalen Widerstands auf und vermittelt so im besten Falle auch Kontakte unter AktivistInnen. Denn die "Antiglobalisierungsbewegung" strebt natürlich an, von Event zu Event zu lernen und anzuwachsen und da sind eine kontextualisierte Berichterstattung, Archivierung von Medienarbeit und der Aufbau von Kontakten wichtig.

Das Revival der Medien

Es gibt eine ewige Hoffnung in Medien. Nach dem Volksempfänger, nach der Erfahrung der staatstragenden Funktion öffentlich-rechtlicher Medien, nach Big Brother, in diesen postmedialen Zeiten, in denen die emanzipatorische Kraft von Medien gerne nur als Scheitern einer Hoffnung gelesen wird, kommen ein paar MedienaktivistInnen zusammen, um genau das Gegenteil zu behaupten. Sie machen sich stark für den naivsten Glauben an Medien überhaupt: dass Medien zur Kommunikation der Basis dienen. Be unsophisticated, sei auf der Straße! Ob hier nur eine neue Generation Erfahrungen machen muss, die andere schon hinter sich haben, sei dahingestellt. indymedia ist am Nullpunkt der Theorie, ist dort, wo jedes Wort der Reflexion sich verdächtig macht, die Reinheit von indymedia angreifen zu wollen. Vielleicht lassen sich deshalb leicht Menschen zur Mitarbeit motivieren: indymedia wäre demnach eine Katharsis vom diskursiven Sumpf vergangener Jahrzehnte.

Mit den Medien gegen die Medien und für den sozialen Zusammenhang

Die Kritik an der niedrigen Halbwertszeit von Kampagnen ist mittlerweile Allgemeingut geworden. Der Erfolg, den indymedia in ihrem Verbreitungszug um die halbe Welt große Dienste geleistet hat, beruht in erster Linie darauf, Aktionstage mit großer Beteiligung medial unterstützt und damit enorm bekannt gemacht zu haben. Zentral für linke Ansätze ist in der derzeitigen Situation sicherlich, (temporäre) Anknüpfungspunkte zu schaffen und damit immer weiter zu experimentieren. Reine Kampagnenarbeit hat allerdings keine Perspektive. Sicherlich flammt das "cool, was wir immerhin auf die Beine gestellt haben" hin und wieder auf, und es kommen auch immer wieder neue Leute hinzu. Doch die Zahl derer, die von Kampagne zu Kampagne, von Demo zu Demo mehr verschleißen und frustrieren, wird dadurch nicht geringer: Das alte Phänomen des Durchlauferhitzers "Linker Aktivismus". Importe wie food not bombs, reclaim the streets, Hüttendörfer, tdripods sind nun mindestens in der Linken hinlänglich bekannt. Sie verströmen anfangs den Reiz des Neuen, setzen damit auch Impulse und regen - zumindest was Kreativität und Motivation bei Einzelnen angeht - etwas an. Dann wird aus dem Impuls aber keine massenhafte Bewegung, der Reiz des Neuen nutzt sich ab und die neuen Ideen entschlummern wieder. So auch indymedia: "Neu statt links!" Das selbe Phänomen in einem virtuelleren Medium: Im Netz und beim Medienaktivismus - denen ohnehin meist die Inkarnation des Neuen angehängt wird. Andererseits leben kontinuierliche Projekte von derartigen Impulsen und haben auch nur so eine Chance, nicht im linken Szenetrott unterzugehen und im eigenen Saft vor sich hinzuschmoren. Eine hoffnungsvolle Idee liegt darin, jenseits des Neuen und der Herausforderung Aktualität die dahinter liegende, verknüpfende indymediale Funktion zu fokussieren: das sogenannte Dispatching[3]. Stets ist es Anliegen der medial Aktiven gewesen, möglichst direkt Aktivitäten, Analysen und Meinungsäußerungen von politisch aktiven und denkenden Menschen einzufangen und weit(er) zu verbreiten. Dazu bedarf es für den Fall einer angestrebten kontinuierlichen Arbeit eines erfolgversprechenden Ansatzes, politische AktivistInnen davon zu überzeugen, dass eigene Medientätigkeit ganz dufte ist und in Gesellschaften wie der unsrigen keinen zu unterschätzenden Anteil an der politischen Bedeutung, Reichweite und Rezeption von politischen Aktionen hat. Wenn es gelingen sollte, linke Medientätigkeit und eine Diskussion darum in linken Kreisen und Strukturen voranzubringen, leistet indymedia auf jeden Fall einen wichtigen Beitrag in Richtung eines wünschenswerten Updates linker Politik. Netzpolitische, computersubversive und medienpolitische Diskussionen sind ja derzeit keine so zentralen Punkte, obschon diverse Begriffe Einzug in den politischen Sprachgebrauch gefunden haben.
"Das Internet ist die grellste Oberflächenerscheinung der neuen Informationstechnologien. Hier fusionieren unterschiedliche kulturalistische Projektionen: das »postmoderne« Phantasma einer neuen kommunikativen Demokratie, der Underground-Traum von (...) virtuellen Gemeinschaften, Rhizomen, Gender-Cross-Spielzonen und neuen Kontinenten. (...) So werden die verschiedenen Funktionen von Informationstechnologie als namenlose Ideologie«, als Kontrolloperation, als Voraussetzung einer postfordistischen Ökonomie und als Feld für Ästhetizismus und kulturelle Vermittlung einer neuen Herrschaftsformation ausgeblendet."[4]

Wahnsinn: kostenlose Identität

Es gibt kompliziertere und damit angemessenere Beteiligungsformen als eine indymedia- Identität anzunehmen und mit dicken Digitalkameras auf Demos rumzulaufen, statt selber mal eine (medien)wirksame Aktion zu planen. Das "Medienwerden", für das indymedia steht, kommt der virtuellen Menschheit extrem entgegen: Ein Klick und du bist für die Revolution! Open-posting[5], der wichtigste Wesenszug indymedias, stellt aber per se nur einen funktionalen Wert dar: Niemand, der oder die Zugang zur Technik hat, ist davon ausgeschlossen, einen Beitrag, zu leisten. Es bleibt einer Moderationsredaktion vorbehalten, die streeties von den homies zu unterscheiden, und den Beitrag der eine halbe Stunde nach der Schienenschmelzaktion von den SchmelzerInnen geschrieben wurde, an prominentere Stelle zu pushen als die Wortblasen von Leuten, denen zum Castor nichts weiter einfällt, als auf die imc-site zu starren und "castor nix da" zu posten. Tatsächlich steckt in der Vernachlässigung der submedialen Ebene die ernste Gefahr, dass niemand mehr den Staat angreift, wenn er seine hässliche Fratze zeigt, sondern alle nur diese Fratze filmen (wollen). Wenn aber AktivistInnen die Fratze filmen, die sie selbst zuvor provoziert haben, dann sollte man nicht vergessen, dass die besten Aktionen niemals medial begleitet werden, und das, was medial begleitet wurde, niemals alles gewesen ist, was passierte.

 nadir@nadir.org

Fussnoten
[1] Kapitel 1: ID-Hausmitteilungen des \"Informations-Dienst zur Verbreitung unterbliebener Nachrichten\" - Vom Anfang bis zum Ende. In: Projekt Gedächtnis - ID-Artikel aus den Jahren 1973-1981. Edition ID-Archiv im IISG, 2. Auflage, 1990, ISBN 3-89408-001-9.
[2] Katja Diefenbach: Kontrolle, Kulturalisierung, Neoliberalismus - Das Internet als Verstärker. In: nettime (hrsg.): Netzkritik. Edition ID-Archiv, 1997.
[3] Dispatching [~=(schnelles) Absenden, Abliefern] ist ein englischer Fachbegriff aus dem Kurier- und
Taxiwesen. Er bezeichnet die Funktion der \"Zentrale\", die Kunden (hier: Aktivistinnen) mit den Taxen bzw. Kurieren (hier: Medienaktivistinnen) zusammenzubringen. Dieses Arbeitsfeld lässt sich um die Aufgabe erweitern, überhaupt \"Kunden\" zu werben bzw. im Vorfeld bereits eine Akzeptanz zu schaffen und Interesse an einer Zusammenarbeit zu wecken.
[4] open posting (OP) ist eine Beteiligungsform für Webseiten, die allen Menschen mit Netzzugang ermöglicht, über Eingabemasken direkt auf Webseiten Beiträge zu veröffentlichen. Diese werden erst einmal nicht gefiltert oder redaktionell bearbeitet. OP ist für den politischen Ansatz von indymedia.org zentral. Für das deutsche IMC wurde ein Kompromiss ausgehandelt, dass die Beiträge des OP nicht direkt auf der Startseite zu finden sind, sondern auf einer zweiten Seite und damit an nicht so prominenter Stelle. Die Beiträge können anschliessend durch wechselnde Redaktionsgruppen sortiert, auf die Startseite gelegt oder, falls sie inhaltlich unerwünscht sind (zB. Nazispam oder Bullshit), gelöscht werden. OP ist für den politischen Ansatz von indymedia.org zentral, da es Hemmschwellen herabsetzt und eine Gleichberechtigung von indymedia-Redaktionen mit den Leuten, die ihre Beiträge einspeisen, bewirkt. In der internationalen indymedia-Gemeinde hat der Kompromissvorschlag aus Deutschland eine heftige Diskussion um das Selbstverständnis indymedias (mit)ausgelöst.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Es lebe 1848!

Preßfreiheit 25.05.2001 - 01:56
Die Metapher vom "Durchlauferhitzer" des linken Aktivismus trifft irgendwie den Kern.
Gerade die Internet-Zeitung Indymedia bietet die Chance, viel mehr zu sein als ein Veranstaltungskalender für Proteste.
Eine emanzipatorische Politik "von unten" kann im Jahre 2001 nicht mehr die gleichen Losungen verbreiten wie 1848. Damals konnte die Mehrheit nicht lesen, fast alle glaubten an Gott, das Patriarchat herrschte unbestritten, und trotzdem hatte die Revolution keine Probleme, massenhafte Unterstützung zu finden. Heute ist das anders, und das liegt eben NICHT nur an der Bild-Zeitung.

Es gibt ein gewaltiges Defizit in puncto Perspektive, bzw. was wollt Ihr eigentlich? Was genau muß geändert werden? Bitte keine Pauschal-Phrasen ("gegen die Unterdrückung"). Und nicht die Arbeiter-Rhetorik von 1890, bitte.
Gerade die "Globalisierung" bleibt irgendwie ein Gespenst zwischen Coca-Cola und dem "Kapitalismus als dem höchsten Stadium des Imperialismus" etc.
Und die taz-Beilage "Le monde diplomatique" ist halt viel zu dröge und viel zu französisch-elitär-amerikaablehnend...
Irgendwie muß die Globalisierungs-Kritik halt auch mal auf deutsch formuliert werden und nicht immer nur ins Deutsche aus dem englischen (Chomsky) oder französischen (Bourdieu) übersetzt.
Sonst macht das am Ende die Welt und die FAZ. (Motto: Standort Deutl. in Gefahr. Deutsches Kapital beschützen vor der internat. Konkurrenz! etc.)
Wenn ihr es nicht schafft, einen Standpunkt zu formulieren, der für den bisherigen taz- oder Spiegelleser verständlich ist, dann wird sich dieser auch über den Polizeiterror vom 1.Mai oder bei Gorleben einfach nicht interessieren. Und die vielen Fotos sind dann nur fürs Familienalbum.
viel spass...

opentheory

stw 25.05.2001 - 02:48
postet den text doch mal bei opentheory! ( http://www.opentheory.org/)

Neugierig auf die ganze neue Arranca!?

neu 25.05.2001 - 11:06
Nach langem Warten ist eine neue Nummer der Arranca! erschienen.

Schwerpunkt: Schöne neue Linke.
Eine kleine Auswahl aus dem Inhaltsverzeichnis des neuen Heftes:

- Linkes Selbstverständnis 2001
- Migrantische Linke und Widerstandskonzepte
- Artikel zur Bedeutung der Vergewaltigungsdiskussion innerhalb linker Strukturen
- Der Nahost-Konflikt und Linke
- Die soziale Frage jetzt: Vorläufiges Resumee zur Existenzgeldforderung
- Linke und neue Arbeitsverhältnisse
- Callcenteroffensive zum Umgang mit den neuen Arbeitsverhältnissen
- Indymedia, Internet als Mittel für Viele
- Porto Alegre
-KünstlerInnen-Bewegung in Guatemala
und vieles mehr ...

Wie immer kostet das Heft 7,- DM und ist in jedem gut sortierten Buchhandel zu erstehen. Oder einfach bei  arranca@mail.nadir.org bestellen.

www.arranca.nadir.org
Arranca! wird von felS (für eine linke Strömung) gemacht
www.nadir.org/fels

streeties & homies

E T 25.05.2001 - 19:05
Ihr seid ja Lustig, fängt das schon wieder an, streeties homies, das ist doch Alles schon Anstrengend genug, ob streetie oder homie, hat sich einer von euch überhaupt schon Jeden Tag Einmal durch Alle Themen gezappt, bei denen er in der Diskussion war, da bleibt keine Zeit mehr für streetie, und wenn de Family hast, musste Mindestenz bis 2:00 Uhr Morgens, wenn du auch noch ein bis zwei Andere Seiten sehen willst, was ich sage Alle Themen über Stichwort Link von Einer, Höchstens Zwei Startseiten aus erreichbar, und Gut Sichtbar Durchnummeriert.

Diskussion

E T 25.05.2001 - 19:11
Wenn ihr die Seiten von der Startseite herunter genommen habt, reisst auch die Diskussion Meistens ab, weil keiner die Seiten wieder findet, oder die Gebühren über hat sie zu suchen.

Streeties/Homies

Bomshek 28.05.2001 - 13:34
Grundsätzlich guter Artikel! Auch die Anmerkung das Indymedia mehr sein kann als ein Veranstaltungskalender für Proteste ist erstmal gar nicht falsch!!!Nur:So ein Veranstaltungsmelder ist ziemlich wichtig und Indymedia sollte diese Aufgabe für sich beanspruchen, da es für viele eine Möglichkeit bietet Termine zu erfahren und weiterzugeben, welche durch mangelnde gedruckte Mobilisierung nicht die nötige Verbreitung finden würden. Das wiederum macht ein zappen durch 1000 linke Seiten für einen Termin überflüssig, so daß ET neben Familie und Internetglückspiel noch ein bischen Zeit hat die Sonne zu sehen und am real Life teilzunehmen. "Jeder kann per Mausklick zeigen, daß er für die Revolution ist..." ist eine wirklich schöne Formulierung für Menschen, die durch das Medium Internet zwar prima Informiert sind, auf der Strasse aber keinerlei Präsenz zeigen und dieselbe dem braunen Mob überlassen. Information ist wichtig---Direkte Aktionen sind es auch. Also liebe Homies:Kiste ausgemacht, Schuhe zugebunden und ab in die Sonne da man euch durch eure vornehme Blässe sonst zu leicht als Schreibtischtäter identifizieren kann. Wichtig ist auf jeden Fall, daß bei laufenden Aktionen neueste Nachrichten SOFORT publik gemacht werden und auch auf die Startseite gestellt werden. Diese Infos sind wirklich hilfreich für Nachzügler oder Leute die einfach unterstützend in die laufenden Geschehnisse eingreifen wollen. Ein Diskussionsforum bietet Indymedia ansonsten doch genug über die Möglichkeit Artikel direkt zu kommentieren.Andere Seiten haben ein beschissenes Gästeforum, wo Kommentare zu bestimmten Artikeln oder Themen nur superschwer und vor allem Zeitaufwendig zu finden sind.Wichtig ist, daß wirklich nur Betroffene oder Zeugen zu Wort kommen um ein polarisieren durch die bürgerliche Presse zu vermeiden. Auch wenn uns die Wahrheit nicht immer ins Konzept passen wird, ist sie doch besser als die Lüge zu leben!

Terminkalender hin oder her?

mXXe 04.06.2001 - 18:03
Die Frage nach einem Terminkalender ist bei Indymedia de schon sehr oft und sehr kontrovers diskutiert worden.
Auf der einen Seite ist es total wichtig, das die Möglichkeit des Veröffentlichens genutzt wird, aber indymedia möchte auch kein reines Termin-terminal sein. Es geht hier um Berichterstattung. Terminkalender gibt es genug, wir versuchen gerade eine geeignete Lösung zu finden, aber wirklich einfach ist das eben nicht, wenn bestehende Strukturen nicht konkurriert werden sollen.
Wenn hier Termine veröffentlicht werden, dann wäre es doch auch schön, zu erfahren, wie die Veranstaltungen dann verlaufen sind.
IHR SEID INDYMEDIA.