Polizeitaktik fördert Ausschreitungen

xxx 02.05.2001 05:08 Themen: Repression
Werthebach braucht schwerste Ausschreitungen für seine fiesen Pläne hinsichtlich der Verschärfung des Versammlungsrechtes. Da sich aber anfangs nicht genug "Chaoten" zusammenfanden, mußte die Einsatzleitung eben nachhelfen...
Um 13 Uhr fanden in Kreuzberg zwei Demonstrationen mit höchstens ein paar tausend Menschen statt. Es kam zwar zu kleineren Auseinandersetzungen, von "schweren Ausschreitungen" konnte aber keine Rede sein.

Zeitgleich fand am Mariannenplatz ein von tausenden besuchtes friedliches Strassenfest mit Infoständen und einer Hüpfburg für Kinder statt, ab 16 Uhr die einzig legale Veranstaltung in ganz X-berg.

Nach dem Ende der Demonstrationen sammelten sich auf der Oranienstrasse ein paar hundert Menschen, die offensichtlich trotz Verbotes zum Oranienplatz vordringen wollten, vor einer Polizeisperre Oranien/ Ecke Adalbertstr., hier gab es wieder Rempeleien. Anstatt nun (aus polizeilicher Sicht sinnvoll) die wochenlang herbeigewünschten "Störer" von der O-Str. wegzutreiben und im umliegenden Bereich zu versprengen riegelte die Polizei kurzerhand die umliegenden Strassen ab (siehe Foto) und forderte die anwesenden Personen immer wieder explizit auf, den Bereich Richtung Mariannenplatz zu verlassen (die Durchsage als Quicktime gibts hier:  http://www.edwaige.de/mai-2001/durchsage.mov ), bzw. prügelte sie dorthin.
Um zu erkennen, daß im Schutze der Masse von tausenden Menschen die Riots wesendlich heftiger abgehen können als mit zwei bis dreihundert Menschen irgendwo in X-berg, muß mensch kein Polizeistratege sein.

Die heftigen Strassenkämpfe (die noch jetzt andauern) waren ganz offensichtlich politisch und polizeilich erwünscht, Werthebach verheizt für seine politische Kalkül friedliche Strassenfeste und seine PolizistInnen!!!

Lasst euch nicht verarschen!
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Ergänzungen

Presse

xx 02.05.2001 - 06:07


Berlin (AP) Trotz der erneuten Mai-Krawalle in Berlin sieht
Innensenator Eckart Werthebach sein Konzept eines fr*ºhzeitigen
und massiven Eingreifens der Polizei best*§tigt. Zwar habe es erneut erhebliche Ausschreitungen gegeben,
doch sei im Vergleich zu den Vorjahren der Sachschaden niedriger und die Zahl der Festnahmen h**her,
sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend in den ARD-»Tagesthemen». Zuvor war es im Berliner
Stadtteil Kreuzberg zu Stra*üenschlachten zwischen linken Demonstranten und der Polizei gekommen.

Werthebach betonte, es sei kein Fehler gewesen, die linken Demonstrationen zu verbieten. Jeder Stein, der
am Abend geworfen worden sei, sei eine Best*§tigung des Verbots. Deutschland sei ein Rechtsstaat und
m*ºsse daher auch dem Recht zur Geltung verhelfen. Der Innensenator rief den Bundestag auf, das
Versammlungsgesetz zu *ºberpr*ºfen. Es m*ºssten die Rechtsgrundlagen daf*ºr geschaffen werden, dass die
Polizei k*ºnftig noch bessere M**glichkeiten erhalte, solche Krawalle zu unterbinden.

Schießen

Theo 02.05.2001 - 06:19
Dann empfehle ich ihm, Kinder zu erschießen.

überhaubt ist schiessen da die beste Idee

Lumpi 02.05.2001 - 11:21
Na wieso denn nur auf Kinder schiessen? Am besten der Polizei erlauben, künftig nicht nur mit Wasserwerfern in die Menge zu schiessen.
Feuer frei! statt Wasser marsch!
Im übrigen glaube ich, dass die Verschärfung des Versammlungsrechts, wenn es sie denn geben sollte, eher ein dickes Eigentor wird.
Hoch die, nieder mit, kampf dem
scheiss system
;o)
schreibt was mehr über die Fetnahmen(an alle, die was dazu schreiben können)

Gewaltfrage

Murks 02.05.2001 - 16:06
Tja,das Problem ist nur,was tun?Vieles deutet in die Richtung,dass die Randale von den Bullen erwünscht und gezielt herbeigeführt war(laxe bzw. keine Vorkontrollen,Angriff aufs Mariannenfest...).
Andererseits:Hätte es keine Ausschreitungen gegeben,hätte Werthebach sein Konzept als voll aufgegangen deklariert und nächstes Jahr wieder durchgezogen.
Was nächstes Jahr auf uns zu kommt-entweder 100% Zero Tolerance oder aber Erlaubniss der Revolutionären 1.Mai Demo mit der Begründung,dass Verbote garantiert zu Randale führen,wird sich zeigen.

Staatsgewalt...

Demon Strant 02.05.2001 - 17:53
Selbst die friedlichste Demo bleibt nicht friedlich, wenn ein Klischee benötigt wird, um den Widerstand zu verunglimpfen. Somit erklärt sich auch die Eskalationstrategie der Polizei.
Natürlich ist es besser, sich nicht "provozieren" zu lassen, aber wäre die Konsequenz des "Nichtprovozierenlassens" nicht ein Zuhausebleiben, weil ich mich auch nicht von Ungerechtigkeiten auf der Welt provozieren lasse??
Wir dürfen vor Staatsgewalt, ob strukturell, in Gesetzen oder auf der Straße nicht zurückweichen! Nur so können wir auf lange Sicht unsere Interessen durchsetzten. Da diese Interessen dem Staat zuwiderlaufen, wird er mit Gewalt reagieren und IMMER UNS als Verursacher der Gewalt hinstellen. Somit bleiben die Straßen nur gewaltfrei, wenn niemand auf die Straße geht und protestiert. Das es zu derartigen Ausschreitungen kommt, zeigt die Hilflosigkeit des Staates: Er kann auf Proteste nur noch mit brutaler Unterdrückung reagieren.

super der o-ton

rabi 02.05.2001 - 18:06
super, dass du diesen o-ton mitgeschnitten und auch noch hier eingespeist hat. so macht indymedia laune!!! und politik! der o-ton beweist, dass werthebach und sabberschinsky lügen. kümmere mich mal drum, dass die web-page auch in den bürgerlichen redaktionen bekannt wird!
weiter so!