Aktion Ent-Führung gegen Führungstreffen 1/2

Herbert Schöne 21.11.2009 16:33 Themen: Bildung Blogwire Soziale Kämpfe
Foto-Dokumentation der Aktion Ent-Führung Teil 1 von 2

Berlin-Mitte, 20.11.2009
eine Aktion zivilen Ungehorsams gegen das Treffen (20./21.11.09) von Topmanagern, Aufsichtsräten und SpitzenpolitikerInnen im Hotel Adlon, Pariser Paltz, vorm Brandenburger Tor.
--
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Fotos zur Aktion

... 21.11.2009 - 20:18

Ausführliches zur Aktion und zu Negri

Kuno 21.11.2009 - 20:19

1/1-link

susi mayer (mit a-y) 21.11.2009 - 21:17
nachträglich, wie konnte ich das vergessen, stimmt, da war doch noch ein link. eine art zusatz-berichtchen oder artikelein von "nebenan".  http://wp.me/psdI6-zx

Pressemitteilung der IL

egon schell 22.11.2009 - 14:46
Pressemitteilung der Interventionistischen Linken, 20. November 2009, 20 Uhr
- zur sofortigen Veröffentlichung -

Hunderte Studierende umzingeln Adlon, tragen Protest in Führungstreffen von Politik und Wirtschaft

Am frühen Abend haben heute etwa 500 DemonstrantInnen, darunter viele Studierende, das „SZ-Führungstreffen Wirtschaft 2009“ im Berliner Hotel Adlon umzingelt. Einige der Protestierenden drangen in das Treffen von Politikern und Wirtschaftsfunktionären ein, entrollten dort ein Transparent und riefen Parolen.

Die Aktion zivilen Ungehorsams begann mit einem "Ent-Führungstreffen" im Innenhof der Humboldt-Universität, bei dem u.a. der italienische Politikwissenschaftler und Aktivist Antonio Negri über die Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Bildungsbereich sprach. Negri erklärte: „Wir wollten nicht die Krise und wir werden sie nicht bezahlen. ... Dem Kapital geht es darum die Welt auszubeuten, aber wir wollen die Freiheit!“

Die Polizei war sichtlich überfordert von den Kleingruppen der Protestierenden, die polizeiliche Absperrungen auf unterschiedlichen Wegen umgingen und sich dann rund um das Hotel am Pariser Platz sammelten. Das Vorgehen der Demonstrierenden erinnerte an die „Block G8“-Blockaden, denen es 2006 gelang, den G8-Gipfel in Heiligendamm über mehrere Tage faktisch lahmzulegen. Polizeikräfte setzten in einzelnen Fällen Tränengas ein und nahmen etwa 5-6 Personen in Gewahrsam.

Die Interventionistische Linke (IL) beteiligte sich an dieser Massenaktion des zivilen Ungehorsames, um ihre Kritik an der Form und den Inhalt des Führungstreffens artikulieren. "Nur ein Jahr nachdem der Crash auf den Finanzmärkten das Scheitern des Kapitalismus deutlich vor Augen führte, beraten sich nun Unternehmer und Vertreter der neuen Bundesregierung darüber, wie sie die Folgen ihrer Krise auf die unteren und mittleren Einkommensgruppen abladen. Das ist absurd und macht uns wütend! Wir brauchen diese Führung nicht! Darum blasen wir, ähnlich wie zum G8-Treffen in Heiligendamm 2007, zur Ver-Führung zur Revolte."sagte XY von der Interventionistischen Linken.

Der Titel "Ent-Führung" spielt dabei auf momentane Protestformen in Frankreich an. Mehrer Forderungen der Beschäftigten konnten hier durch Entführung und sozialen Einschluss ihrer Manager durchgesetzt werden. "Unser 'Ent-Führungstreffen' ist eine symbolische politische Aktion: sozialer Einschluss für das Treffen der selbst ernannten 'Führung'. Eine Art soziale Unruhe: im kreativen Protest umzingeln 'Ent-Fühurngskräfte' das Treffen der Führungskräfte. Studierende und Schülerinnen werden gemeinsam mit Erwerbslosen und Beschäftigten ihre Wut artikulieren. ", so XY weiter.

Die Aktion soll eine erste Warnung an die neue Bundesregierung sein: eine Kampfansage. Die Interventionistische Linke (IL) wird als Teil der sozialen Bewegungen gegen den Sozialabbau, Massenentlassungen, das Bürgergeld, die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken, Abschiebehaft, Krieg sowie die geplante Kopfpauschale im Gesundheitsbereich kämpfen und jeden Schritt der Regierung und Manger genau beobachten.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige den folgenden Kommentar an

wow — Schwob