Neonazis planen "EuroFest" in Griechenland
Europäische Neonazis planen ein sogenanntes "EuroFest 2005 in Griechenland unter dem Motto "Türkei, raus aus Europa". Dieses soll vom 16. bis 18. September in Meligalas, 240 Kilometer südwestlich von Athen stattfinden.
Nach dem Abzug der Nazis 1944 wurden an diesem Ort über 1500 DorfbewohnerInnen zwischen 14 und 80 Jahren von griechischen Kommunisten ermordet. Die Organisatoren sagen, die Wahl des Datums für das "Fest" sei nicht zufällig gewählt.
Organisiert wird das Festival von Chryssi Avgi (Griechenland), NPD, Forza Nuova (Italien), La Fallange (Spanien), Noua Dreapta (Rumänien) und anderen neonazistischen und faschistischen Organisationen.
Udo Voigt von der NPD, Roberto Fiore von der Forza Nuova und Nikos Mihaloliakos von Chryssi Avgi haben sich bereits als Redner angemeldet, die Veranstalter hoffen ausserdem auf das Erscheinen von Jean-Marie Le Pen vom Front National.
Erwartet werden so um die 3000 Faschisten/ Neonazis.
Unter anderem bemühen sich Eleni Aliferi, die Bürgermeisterin, und der jüdische Verein, das Festival zu verhindern, dies allerdings mit wenig Erfolg. Von Seiten der Regierung wird nichts dagegen getan.
Das geplante "EuroFest 2005" in Griechenland reiht sich ein in mehrere Treffen und Festivals neofaschistischer und neonazistischer Parteien und Organisationen in Europa und sind ein wichtiger Bestandteil bei ihren Bemühungen, unter Federführung der NPD eine neofaschistische "Europäische Nationale Front" (ENF) zu errichten.
http://www.europeannationalfront.org/de/
Es gilt daher, ein stärkeres Augenmerk auf diese internationalen Verbindungen zu richten und die Bedeutung der Festivals, Camps und Konzerte als "Kontakt- und Austauschbörse" für die europäische Neonazi-Szene keinesfalls zu unterschätzen.
Die "musikalische Begleitung" das griechischen Nazi-Sommer-Camps ist zugleich das dritte "Hatewave Festival". "
""Hatewave Festival" is organized for third year in the raw by the Youth Front of GOLDEN DAWN, just to promote Racial Rock Music away from the degenerated model of modern "fun". Music inspires when includes a serious Message to spread upon our Folk."
(
http://members.freespeech.org/xrysiaygi/ef-live2005.htm )
Bislang sind angekündigt:
Freitag:
ADUNATA SEDIZIOSA [IT] (Hobbit unplugged) - spielten unter anderem mit Frank Rennicke, THIR (Spanien), Sisco und John von Nemesis am 9. April 2005 in London auf einer Veranstaltung "SONGS FOR A FREE EUROPE" der "European National Front"
h**p://ch.novopress.info/index.php?p=368
STIGGER & SISCO [GB] (special guests) - Zwei "Blood and Honour" aus GB. Stigger ist der Ex-Kumpel von Ian Stuart Donaldson und Überlebender der Nazi-Kultband "Skrewdriver". Er hat z.B. einige Projekte mit John Cartwright, dem Leadsänger von "Nemesis", der wiederum auf dem Jenaer "Fest der Völker" spielte bzw. spielen sollte.
http://www.infoladen.de/sljena/nazis-stoppen/john.htm
Samstag:
zwei griechische "Blood and Honour"-Bands
POGROM [GR] - (Thessaloniki boot boys)
TOTAL CLEASING [GR] - (Athenian Hatecore) -
http://www.bhhellas.com/zine.htm
http://www.thepaganfront.com/dersturmer/int_hw.htm
und FAUSTRECHT [DE], angekündigt als "German war machine". Auf dem Banner im Hintergrund des Bandfotos prangt der "Blood and Honour"-Schriftzug.
http://www.turnitdown.de/bands+M5077a761644.html
Faustrecht
Organisiert wird das Festival von Chryssi Avgi (Griechenland), NPD, Forza Nuova (Italien), La Fallange (Spanien), Noua Dreapta (Rumänien) und anderen neonazistischen und faschistischen Organisationen.
Udo Voigt von der NPD, Roberto Fiore von der Forza Nuova und Nikos Mihaloliakos von Chryssi Avgi haben sich bereits als Redner angemeldet, die Veranstalter hoffen ausserdem auf das Erscheinen von Jean-Marie Le Pen vom Front National.
Erwartet werden so um die 3000 Faschisten/ Neonazis.
Unter anderem bemühen sich Eleni Aliferi, die Bürgermeisterin, und der jüdische Verein, das Festival zu verhindern, dies allerdings mit wenig Erfolg. Von Seiten der Regierung wird nichts dagegen getan.
Das geplante "EuroFest 2005" in Griechenland reiht sich ein in mehrere Treffen und Festivals neofaschistischer und neonazistischer Parteien und Organisationen in Europa und sind ein wichtiger Bestandteil bei ihren Bemühungen, unter Federführung der NPD eine neofaschistische "Europäische Nationale Front" (ENF) zu errichten.
http://www.europeannationalfront.org/de/ Es gilt daher, ein stärkeres Augenmerk auf diese internationalen Verbindungen zu richten und die Bedeutung der Festivals, Camps und Konzerte als "Kontakt- und Austauschbörse" für die europäische Neonazi-Szene keinesfalls zu unterschätzen.
Die "musikalische Begleitung" das griechischen Nazi-Sommer-Camps ist zugleich das dritte "Hatewave Festival". "
""Hatewave Festival" is organized for third year in the raw by the Youth Front of GOLDEN DAWN, just to promote Racial Rock Music away from the degenerated model of modern "fun". Music inspires when includes a serious Message to spread upon our Folk."
(
http://members.freespeech.org/xrysiaygi/ef-live2005.htm ) Bislang sind angekündigt:
Freitag:
ADUNATA SEDIZIOSA [IT] (Hobbit unplugged) - spielten unter anderem mit Frank Rennicke, THIR (Spanien), Sisco und John von Nemesis am 9. April 2005 in London auf einer Veranstaltung "SONGS FOR A FREE EUROPE" der "European National Front"
h**p://ch.novopress.info/index.php?p=368
STIGGER & SISCO [GB] (special guests) - Zwei "Blood and Honour" aus GB. Stigger ist der Ex-Kumpel von Ian Stuart Donaldson und Überlebender der Nazi-Kultband "Skrewdriver". Er hat z.B. einige Projekte mit John Cartwright, dem Leadsänger von "Nemesis", der wiederum auf dem Jenaer "Fest der Völker" spielte bzw. spielen sollte.
http://www.infoladen.de/sljena/nazis-stoppen/john.htm Samstag:
zwei griechische "Blood and Honour"-Bands
POGROM [GR] - (Thessaloniki boot boys)
TOTAL CLEASING [GR] - (Athenian Hatecore) -
http://www.bhhellas.com/zine.htm
http://www.thepaganfront.com/dersturmer/int_hw.htm und FAUSTRECHT [DE], angekündigt als "German war machine". Auf dem Banner im Hintergrund des Bandfotos prangt der "Blood and Honour"-Schriftzug.
http://www.turnitdown.de/bands+M5077a761644.html Faustrecht
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Der erste Bericht mit ein paar Bildern
Neonazis planen "EuroFest" in Griechenland
von Sportsfreund - 20.06.2005 19:14
Zur ENF nun auch:
Nazi-Werbung
hxxp://www.wbversand.com/html/body_termine.html
16-18.09.2005 Griechenland -Eurofest des Golden Dawn in Griechenland.Auf einem Campingplatz direkt am Meer findet dieses Eurofest unter Beteiligung von :NPD,Fotza Nuova,La Fallange und des Golden Dawn statt. Musik,Kultur,Bildung.INFOS hier bei uns.
Ist diese kreative Schreibweise der italienischen Nazis eigentlich Absicht oder können Nazis grundsätzlich nicht anderes denken/sprechen?
Far-Right Festival in Greece Will Proceed as
Ist zwar sehr einseitig, bringt aber doch noch eine Zusatzinfos.
Far-Right Festival in Greece Will Proceed as Planned, Party Says
Greece's far-right party refused to cancel a festival of European right-wing activists despite mounting opposition from local authorities, Jewish groups and the Turkish government.
ANTHEE CARASSAVA The New York Times Wednesday, August 10, 2005
Not the Golden Dawn of Greece
Source: Discarded Lies - Friday, August 19, 2005 - GO TO THIS WEBLOG »
The Golden Dawn is a far-right Greek party running on an anti-immigrant, anti-Jewish, nationalistic platform and they're planning to hold a festival next month in the town of Meligala in southern Greece. The festival will include "racial rock music" and "inspiring messages" such as "Turkey out of Europe" and will also feature prominent neo-Nazi speakers from other European countries. The reason the Greek neo-Nazis picked this particular town and those particular dates for their festival is to commemorate the massacre of 1,400 women and children by Greek Communists during the Greek civil war. The people of Meligala are outraged and the mayor, Eleni Aliferi has vowed to block it. As she said, "for God's sake, our wounds from the civil war have yet to heal." I agree, Ms Aliferi.
Greece's far-right party refused Tuesday to cancel a September festival of European right-wing activists despite mounting opposition from local authorities, Jewish groups and the Turkish government.
"We're determined to go ahead with it," said Dimitris Eleftheropoulos, a spokesman for the Greek party Chryssi Avgi, or Golden Dawn. "No one can deny us our democratic right to assemble in public."
Billed as Eurofest 2005 and backed by some of the Continent's leading neo-Nazi groups, the event planned for Sept. 16 through 18 in southern Greece promises a "unique gathering" including "racial rock music," and "inspiring messages," according to the Chryssi Avgi Web site.
Members of the far right, including Udo Voigt, who leads the National Democratic Party in Germany, and Roberto Fiore of the Italian party Forza Nuova are set to address the crowds. Organizers said Tuesday that they were hoping for a surprise appearance by Jean-Marie Le Pen, the French far-right leader who once called the Nazi gas chambers a "mere detail" of history.
"We're not releasing any further information at this time," said Mr. Eleftheropoulos, citing security concerns.
Tentatively set for Meligala, a sleepy hamlet 150 miles southwest of the Greek capital, the festival is officially described by Chryssi Avgi as "a camping trip to Hellas, land of the heroes."
The event coincides with one of Greece's grimmest anniversaries: the 1944 massacre of 1,400 women and children by Greek Communist insurgents in Meligala. Organizers said the choice of dates for the event was intentional.
Local officials are enraged, and the town's mayor has vowed to block the festival for fear of violence stemming from antiracism activists and anarchists considering counter-protests.
"For God's sake," said Mayor Eleni Aliferi, "our wounds from the civil war have yet to heal."
Government and police officials privately denounce the event. But to ban it, they say, may make the neo-Nazis into democratic martyrs.
Opponents, however, are calling for government action.
"This is hair-raising," said Moses Constantides, a Jewish leader.
"We've never seen any gathering of this scale being planned in Greece," he said, referring to right-wing events.
Critics argue that the real goal of Eurofest 2005 is to foster hate and racism and recruit a new following of far-right extremists in Europe.
In addition, they say, the event, with the call "Turkey, out of Europe" as one of its main slogans, may spell trouble for Greece's shaky relations with Turkey.
Last month, days after Chryssi Avgi began advertising Eurofest 2005 on its Web site, officials in Ankara warned Athens that the gathering could spiral into an anti-Turkish hate-fest weeks before the start of its crucial accession talks with the European Union.
"At a time when Greece continues to support Turkey's bid to join the E.U., there would be problems if the said camp turned into an anti-Turkish platform," a senior Turkish official said.
zorkmidden Friday, August 19, 2005
RACIST EVENT IN GREECE
RACIST EVENT IN GREECE
Greece’s far- right party has refused to cancel a September festival that is to be attended by European extreme rightists, despite mounting opposition from local authorities, Jewish groups and Turkish government.
The spokesman of the Greek Party Golden Dawn (Chrissy Avgi) Dimitris Eleftheropoulos said “We are determined to go ahead with this. No one can refuse our right to assemble in public places.”
The event, supported by some of the leading Nazi groups of the continent, is known as Eurofest 2005 and expected to be held between September 16 to18 in the south of Greece. According to Golden Dawn’s Web site, the event promises a great attendance and it will consist “racial rock music” and “inspiring messages”.
Members of far right, including Germany’s National Democratic Party leader Udo Voight, and Roberto Fiore from Italy’s Forza Nouve, are expected to address during the event.
Organisers said they were hoping a surprise attendance by the extreme rightist French leader Jean-Marie Le PEN, who once qualified the Nazi gas chambers as a mere detail of history.
The government and the police authorities condemned the event especially, but also said banning the event would turn the Nazi sympathisers into martyrs.
Opponents, on the other hand, are calling for government action.
"This is hair-raising," said Moses Constantides, a Jewish leader. "We've never seen any gathering of this scale being planned in Greece."
Opponents argue that the real goal of Eurofest 2005 is to foster hate and racism and recruit new followers to far right wing in Europe. In addition, they say, the event, with the call "Turkey, out of Europe" as one of its main slogans, may create problems for Greece's shaky relations with Turkey.
When Golden Dawn started advertising the Eurofest 2005 last month, Ankara warned Athens by stating that “the event would cause problems if it turns into an anti-Turkish platform, in a time that Greece’s support to Turkey’s bid to join the EU continue.”
“The New York Time’s 10 August 2005 issue”:
Jungewelt mit Kontaktanzeige
Heike Schrader
Mit Straßenblockaden gegen Neofaschisten
Griechenland: Europaweites Neonazitreffen soll verhindert werden. Athen erließ offizielles Verbot
Die griechische Regierung hat am Dienstag ein für Mitte September geplantes Festival europäischer Rechtsextremisten verboten. Zur Begründung hieß es, auf dem Treffen würde zu Rassismus angestiftet werden. Der Versuch, in Griechenland ein länderübergreifendes Treffen von Alt- und Neofaschisten zu organisieren, war auf massiven Widerstand in der Bevölkerung gestoßen. Nach den Plänen der »Chrisi Avgi« (»Goldene Morgendämmerung«) sollten sich vom 16. bis zum 18. September alte und neue Nazis aus mindestens vier Ländern zu einem Zeltlager in Griechenland treffen. An dem »Hatewave Festival« wollten neben den Gastgebern Mitglieder der deutschen NPD, der italienischen Forza Nuova sowie der spanischen La Falange teilnehmen. Das auch im Internet veröffentlichte Plakat zur Veranstaltung verbreitet die Hetzparole »Türken raus aus Europa«. Als Redner waren unter anderen die Parteichefs Udo Voigt von der NPD und Roberto Fiore von der Forza Nuova angekündigt. Ob das Treffen abgesagt wird, war aber am Dienstag noch unklar. Ein Sprecher der Organisatoren meinte, ihm sei kein Passus in der griechischen Verfassung bekannt, der solche Versammlungen verbiete. Das Treffen finde wie geplant statt.
Einen Veranstaltungsort konnten die Faschisten bisher jedoch nicht festlegen. Die beiden zunächst angedachten Orte auf der griechischen Peloponnes mußten aufgrund des Widerstandes vor Ort aufgegeben werden. Die Gemeinderäte in den Provinzen Messinias und Ilias hatten geschlossen erklärt, eine Versammlung von Faschisten in ihren Gebieten nicht zu dulden.
Griechische Antifaschisten rechnen damit, daß die Faschisten versuchen werden, das »Hatewave Festival« auf einem privaten Campingplatz zu organisieren. Konkret käme dafür vor allem der Campingplatz »Interstation« in Stilida, einem Ort in der Nähe von Lamia, in Frage. Dort hatte die Chrisi Avgi in vergangenen Jahren mehrfach ein Sommerlager veranstaltet.
Zur Verhinderung des geplanten Treffens hat sich ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, gesellschaftlichen Organisationen und Migrantenverbänden gebildet. Wo immer sich die Faschisten festsetzen wollen, sollen sie auf regionalen und landesweiten Widerstand stoßen. So sind an allen ihren »Zielorten« der Faschisten antifaschistische Veranstaltungen geplant. Den Höhepunkt wird eine landesweite Demonstration gegen Faschismus am 15. September in Kalamata bilden. Falls die Rechtsextremisten doch ihr Treffen durchführen wollen, werden auch Straßenblockaden erwogen, um sie an der Durchführung ihrer Pläne zu hindern.
* Kontakt zum antifaschistischen Bündnis in Griechenland über die Jugend gegen Rassismus in Europa (Griechenland) – YRE,
Telefon: +30 210 2283018
Pressemeldung Kölner Stadtanzeiger
Empörung über Neonazi-Treffen
VON GERD HÖHLER, 06.09.05, 07:00h
Artikel mailen
Druckfassung
Athen - Hunderte Rechtsextremisten aus mehreren europäischen Ländern wollen sich am übernächsten Wochenende in Griechenland zu einem Festival mit dem Titel „Hatewave“ (Hasswelle) treffen. Der vereinte Hass der Versammelten soll sich vor allem gegen die Türken richten: „Unser Europa, nicht ihres“, lautet das Motto der Veranstaltung, „Türkei raus aus der EU“.
Angesagt zu dem Hetz-Festival haben sich auch der NPD-Vorsitzende Udo Voigt und Roberto Fiore, Chef der neofaschistischen italienischen Forza Nuova. Veranstalter des Festivals ist die rechtsextremistische griechische Partei „Goldene Morgenröte“, die sich als „nationalistische Volksbewegung“ bezeichnet und sich zu den „Prinzipien Rasse, Blut und Abstammung“ bekennt.
„Drei Tage Kameradschaft, Live-Musik und Sport“ versprechen die Veranstalter. An dem Festival sollen, so die Internet-Ankündigung der Veranstalter, die griechischen Rockgruppen „Pogrom“ und „Total Cleansing“ (Totale Säuberung), die italienische Gruppe „Hatred“ (Hass) und die deutsche Band „Faustrecht“ teilnehmen. Die Veranstaltung propagiere „rassistische Rockmusik“ als Gegenmodell zur „degenerierten modernen Spaßmusik“, heißt es in der Internet-Ankündigung.
Wo die Veranstaltung stattfinden soll, ist bisher ein Geheimnis. Zunächst hieß es, das Neonazi-Zeltlager solle auf einem Campingplatz bei der Ortschaft Meligalá auf dem südlichen Peloponnes stattfinden. Aber nachdem unter der Bevölkerung ein Sturm der Empörung losbrach, mussten sich die Organisatoren auf die Suche nach einem neuen Veranstaltungsort begeben.
Inzwischen sickerte durch, dass die Veranstalter einen privaten Campingplatz bei der mittelgriechischen Ortschaft Stylida angemietet haben. Von dort ist es nicht weit bis zu den Thermopylen. Hier wollen die Neonazis am Standbild des spartanischen Königs Leonidas eine Gedenkfeier veranstalten. Er führte 480 v. Chr. bei den Thermopylen mehrere Tausend Soldaten des Hellenenbundes gegen die persischen Eroberer - eine Abwehrschlacht, die es aus Sicht der Rechtsextremisten heute offenbar gegen die Türken zu schlagen gilt -, Leonidas verlor damals übrigens; erst in der Seeschlacht von Salamis wurden die Perser wenige Monate später vernichtend geschlagen.
Aleka Skoretsaniti, die Bürgermeisterin von Stylida, blickt allerdings in die jüngere Geschichte zurück, auf die deutsche Besatzung Griechenlands während des Zweiten Weltkrieges - und sie ist außer sich: „Unser ganzes Volk hat gegen den Nationalsozialismus gekämpft, und die wollen nun hierher kommen?“ fragt die Kommunalpolitikerin. „Wir wollen sie nicht, und wir verlangen von der Regierung alles zu tun, damit diese beschämende Veranstaltung verhindert wird.“ Auch Moses Konstantinidis, der Vorsitzende des Zentralrats der griechischen Juden, fordert ein Verbot des Hass-Festivals. Doch das klingt einfacher, als es ist: Die Polizei kann keine Veranstaltung verbieten, deren Ort sie noch gar nicht kennt.
(KStA)
Pressemeldung derstandard.at
"Wir verurteilen solche Veranstaltungen" - "Chryssi Avgi" wollte "Eurofest 2005" im Süden des Landes abhalten
Athen - Die griechische Regierung hat am Dienstag ein für Mitte September geplantes Festival europäischer Rechtsextremisten verboten. Zur Begründung hieß es, auf dem Treffen würde zu Rassismus angestiftet werden. Die Gruppierung Chryssi Avgi wollte das "Eurofest 2005" vom 16- bis 18. September im Süden Griechenlands abhalten. Der genaue Ort des Treffens, das auch unter dem Motto "Hatewave 2005" angekündigt wurde, war nicht bekannt gegeben worden.
"Wir verurteilen solche Veranstaltungen", sagte Regierungssprecher Theodoros Roussopoulos in Athen. Sie widersprächen der Verfassung. Die Patriotische Allianz, die das Treffen mitorganisiert, wurde nach eigenen Angaben nicht über das Verbot informiert. Ein Sprecher der Gruppierung sagte, ihm sei kein Passus in der griechischen Verfassung bekannt, die solche Versammlungen verbiete. Das Treffen finde wie geplant statt. Die Veranstaltung wurde unter anderem von der deutschen NPD unterstützt. (APA/AP)
Athen verbietet «Hass-Festival
Mittlerweile gibt es dazu verschiedene Pressemeldungen, eine erste Zusammenstellung ist unter
NO PASARAN! PASAREMOS!
"Hatewave"-Fest in Griechenland abgesagt
Rechtsextreme sagen großes "Hatewave"-Fest in Griechenland ab
Stattdessen Protestmarsch in Athen
Athen - Die griechischen Organisatoren des für Freitag geplanten "Hatewave 2005"-Fests europäischer Rechtsextremisten haben die Veranstaltung abgesagt. Die griechische Gruppe "Goldene Dämmerung" warf der Regierung vor, illegale und verfassungswidrige Methoden genutzt zu haben, um die Absage zu erzwingen. Damit gingen wochenlange Versuche der Gruppe zu Ende, einen Veranstaltungsort für das Treffen zu finden. Am Samstag sollte stattdessen ein Protestmarsch in Athen stattfinden.
Die Organisatoren von "Hatewave" ("Welle des Hasses") hatten mehrere Tausend Menschen aus neun europäischen Staaten erwartet, darunter aus Deutschland den NPD-Parteivorsitzenden Udo Voigt und aus Italien Roberto Fiore von der Forza Nuovo. Sie hatten für den 16. bis 18. September zu "drei Tage der Kameradschaft" aufgerufen unter dem Motto "Unser Europa, nicht ihres. Türken raus aus Europa." Die Türkei soll Anfang Oktober Beitrittsgespräche mit der Europäischen Union aufnehmen. (APA/Reuters)
Athen: Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch
17. September 2005, 20:49
Athen: Gewalttätige Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch
Zusammenstöße zwischen Rechts- und Linksextremisten
Athen - Am Rande von Aufmärschen rechts- und linksextremer Gruppen ist es am Samstagabend in der griechischen Hauptstadt Athen zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Etwa 200 teilweise vermummte Anhänger anarchistischer Gruppen schleuderten Molotow-Cocktails, zündeten Mülleimer an und warfen Schaufensterscheiben ein, wie ein AFP-Korrespondent berichtete.
Die Demonstranten verschanzten sich auf dem Campus einer Hochschule, wo die Polizei wegen der Immunität der Universitäten nicht eingreifen konnte. Die Anhänger mehrerer linker Gruppen hatten zuvor gegen einen Aufmarsch der griechischen Neonazi-Gruppe "Chryssi Avghi" ("Goldener Morgen") demonstriert.
Die Polizei hatte mehr als tausend Beamte aufgeboten, um einen Zusammenstoß der Protestzüge zu verhindern. Die "Chryssi Avghi" hatte zu der Kundgebung aufgerufen, um gegen das behördliche Verbot des "Eurofests" zu demonstrieren, eines Treffens europäischer Neonazis, das vom 16. bis zum 18. September in Griechenland stattfinden sollte. Zu dem Treffen hatte sich auch die deutsche NPD angekündigt. An der Demonstration der Rechtsextremen nahmen etwa 150 Menschen teil. (APA)