Guatemala: Ex-Praesident bald im Knast?
Der Generalstaatsanwalt von Guatemala, Juan Luis Florido, hat am Freitag beim Gericht in Guatemala-Stadt einen internationalen Haftbefehl gegen den fluechtigen Ex-Praesidenten Alfonso Portillo beantragt. Dem bis Januar 2004 amtierenden Praesidenten wird vorgeworfen, waehrend seiner Amtszeit Millionen von Steuergeldern in seine Privatschatulle abgezweigt zu haben.
Die genau Summe ist nicht bekannt, doch soll es sich um einen zweistelligen Millionenbetrag (in Euro) handeln.
Kurz nach Amtsende war Portillo in einer Nacht und Nebelaktion nach El Salvador gefluechtet und bestieg dort ein Linieflugzeug nach Mexiko. Zwischenzeitlich hat er dort eine regulaere Aufenthaltsberechtigung als Geschaeftsmann erhalten und bewohnt in der Naehe der Hauptstadt eine Villa.
Die Staatsanwaltschaft in Guatemala Stadt geht davon aus, dass der Haftrichter in den kommenden Tagen einen internationalen Haftbefehl erlassen wird. Die Behoerden in Mexiko habe man deshalb schon vorab informiert. Der Ex-Praesident stuende bereits unter Observation der dortigen Sicherheitskraefte und wollten Portillo verhaften, sobald in Guatemala der Haftbefehl erlassen wurde.
Mexiko hatte bislang keine eindeutige Position zu dem populaeren Fluechtling bezogen. Zum einen bestand bis vor wenigen Jahren ein Haftbefehl gegen den guatemaltekischen Ex-Praesidenten, weil dieser waehrend des Buergerkrieges (in Guatemala) nach Mexiko floh und dort zwei mexikanische Studenten umgebracht haben soll. Damals war Portillo noch bekennender Marxist. Spaeter wechselte er zur rechtsradikalen FRG und wurde fuer die Partei des Ex-Diktators Rios Montt im Januar 2000 Praesident Guatemalas. Warum er im vergangenen Jahr in Mexiko so einfach zu einer dauerhaften Aufenthaltsberechtigung kam, ist unklar.
Die seit Januar 2004 amtierende neue, ultrarechte Regierung in Guatemala gibt vor, gegen Korruption vorgehen zu wollen. Nach der Machtuebernahme wurden gar der unter Portillo amtierende Vize-Praesident und auch der Finanzminister fuer einige Monate ins Gefaengnis gesteckt. Beide befinden sich zwischenzeitlich wieder auf freiem Fuss. Die Ermittlungen ueber die Korruptionsfaelle der Vorgaengerregierung verlaufen nur schleppend.
Kurz nach Amtsende war Portillo in einer Nacht und Nebelaktion nach El Salvador gefluechtet und bestieg dort ein Linieflugzeug nach Mexiko. Zwischenzeitlich hat er dort eine regulaere Aufenthaltsberechtigung als Geschaeftsmann erhalten und bewohnt in der Naehe der Hauptstadt eine Villa.
Die Staatsanwaltschaft in Guatemala Stadt geht davon aus, dass der Haftrichter in den kommenden Tagen einen internationalen Haftbefehl erlassen wird. Die Behoerden in Mexiko habe man deshalb schon vorab informiert. Der Ex-Praesident stuende bereits unter Observation der dortigen Sicherheitskraefte und wollten Portillo verhaften, sobald in Guatemala der Haftbefehl erlassen wurde.
Mexiko hatte bislang keine eindeutige Position zu dem populaeren Fluechtling bezogen. Zum einen bestand bis vor wenigen Jahren ein Haftbefehl gegen den guatemaltekischen Ex-Praesidenten, weil dieser waehrend des Buergerkrieges (in Guatemala) nach Mexiko floh und dort zwei mexikanische Studenten umgebracht haben soll. Damals war Portillo noch bekennender Marxist. Spaeter wechselte er zur rechtsradikalen FRG und wurde fuer die Partei des Ex-Diktators Rios Montt im Januar 2000 Praesident Guatemalas. Warum er im vergangenen Jahr in Mexiko so einfach zu einer dauerhaften Aufenthaltsberechtigung kam, ist unklar.
Die seit Januar 2004 amtierende neue, ultrarechte Regierung in Guatemala gibt vor, gegen Korruption vorgehen zu wollen. Nach der Machtuebernahme wurden gar der unter Portillo amtierende Vize-Praesident und auch der Finanzminister fuer einige Monate ins Gefaengnis gesteckt. Beide befinden sich zwischenzeitlich wieder auf freiem Fuss. Die Ermittlungen ueber die Korruptionsfaelle der Vorgaengerregierung verlaufen nur schleppend.
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