Keine Waffen nach Guatemala
Wir schätzen die formalen Errungenschaften des Friedensvertrages, lehnen aber seine Instrumentalisierung als Vorwand, dass Deutschland nun wieder Waffen nach Guatemala liefern kann scharf ab.
Herrn Dr. h. c. Gerhard Schröder MdB Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin
Deutschland
internetpost@bundeskanzler.de
Fax: (0049) 030 40 00 18 18
Deutschland im Mai 2005
Initiative:
Keine Waffen nach Guatemala!
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
wir, die Unterzeichnenden wenden uns an Sie, um Ihnen unsere Furcht vor einer Wiederaufnahme von Waffenlieferungen aus Deutschland nach Guatemala mitzuteilen.
Das mittelamerikanische Land wurde am 27. März 2005 von Ihrem Herrn Vizeverteidigungsminister Hans-Georg Wagner besucht. Momentan geben sich bei der Regierung von Guatemala die Waffenhändler die Klinke in die Hand. Auch Herr Rumsfeld begrüßte auf seiner jüngsten Lateinamerikavisite den, am 18.Januar 2005 neu bestellten, Verteidigungsminister Herrn Carlos Aldana Villanueva.
Am 29. Dezember 1997 wurde in Guatemala ein Konflikt in seiner bewaffneten Form durch das unterzeichnen eines Friedensvertrages formal beendet. Bei dieser Auseinandersetzung wurde versucht durch Völkermord, verbrannte Erde, erzwungene Umsiedlungen in überwachte Dörfer, ausheben und erzwungene Rekrutierung von Milizen (PAC) versucht das Land zu befrieden.
US-Praesident Jimmy Carter setzte ein Waffenembargo für die USA durch, welchem sich die Bundesrepublik anschloß.
Momentan sind gravierend Mängel bei der Achtung, dem Schutz und der Erfüllung der Menschenrechte zu beklagen.
Formale Menschenrechte (Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte”, “sozial Pakt”) zu welchen sich die guatemaltekischen Regierungen auch schon während des bewaffneten Konfliktes verpflichtet hatten.
Dieses Nichtgewähren zeigt sich in Guatemala in vielen Formen, der von Galtung beschriebenen, strukturellen Gewalt. Diese strukturelle Gewalt hat vielfach tödliche Auswirkungen. Teilweise manifestiert sich diese Gewalt in einer hohen Rate an Tötungsdelikten (Mord, extralegale Hinrichtung). Diese Erscheinungen führten zu der Einschätzung, des vormaligen Leiters der UNO-Mission in Guatemala, Herrn Tom Koenigs, dass der Friedensvertrag praktisch inexistent sei.
Wir schätzen die formalen Errungenschaften des Friedensvertrages, lehnen aber seine Instrumentalisierung als Vorwand, dass Deutschland nun wieder Waffen nach Guatemala liefern kann scharf ab.
Mit aufmerksamen Grüßen:
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin
Deutschland
internetpost@bundeskanzler.de Fax: (0049) 030 40 00 18 18
Deutschland im Mai 2005
Initiative:
Keine Waffen nach Guatemala!
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
wir, die Unterzeichnenden wenden uns an Sie, um Ihnen unsere Furcht vor einer Wiederaufnahme von Waffenlieferungen aus Deutschland nach Guatemala mitzuteilen.
Das mittelamerikanische Land wurde am 27. März 2005 von Ihrem Herrn Vizeverteidigungsminister Hans-Georg Wagner besucht. Momentan geben sich bei der Regierung von Guatemala die Waffenhändler die Klinke in die Hand. Auch Herr Rumsfeld begrüßte auf seiner jüngsten Lateinamerikavisite den, am 18.Januar 2005 neu bestellten, Verteidigungsminister Herrn Carlos Aldana Villanueva.
Am 29. Dezember 1997 wurde in Guatemala ein Konflikt in seiner bewaffneten Form durch das unterzeichnen eines Friedensvertrages formal beendet. Bei dieser Auseinandersetzung wurde versucht durch Völkermord, verbrannte Erde, erzwungene Umsiedlungen in überwachte Dörfer, ausheben und erzwungene Rekrutierung von Milizen (PAC) versucht das Land zu befrieden.
US-Praesident Jimmy Carter setzte ein Waffenembargo für die USA durch, welchem sich die Bundesrepublik anschloß.
Momentan sind gravierend Mängel bei der Achtung, dem Schutz und der Erfüllung der Menschenrechte zu beklagen.
Formale Menschenrechte (Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte”, “sozial Pakt”) zu welchen sich die guatemaltekischen Regierungen auch schon während des bewaffneten Konfliktes verpflichtet hatten.
Dieses Nichtgewähren zeigt sich in Guatemala in vielen Formen, der von Galtung beschriebenen, strukturellen Gewalt. Diese strukturelle Gewalt hat vielfach tödliche Auswirkungen. Teilweise manifestiert sich diese Gewalt in einer hohen Rate an Tötungsdelikten (Mord, extralegale Hinrichtung). Diese Erscheinungen führten zu der Einschätzung, des vormaligen Leiters der UNO-Mission in Guatemala, Herrn Tom Koenigs, dass der Friedensvertrag praktisch inexistent sei.
Wir schätzen die formalen Errungenschaften des Friedensvertrages, lehnen aber seine Instrumentalisierung als Vorwand, dass Deutschland nun wieder Waffen nach Guatemala liefern kann scharf ab.
Mit aufmerksamen Grüßen:
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Ergänzungen
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martes 26 de abril, 07:00 PM
Alemania examinará líneas de cooperación militar con Guatemala PUBLICIDAD
GUATEMALA (AP) - El viceministro de Defensa alemán Hans-Georg Wagner se reunió el martes con su colega guatemalteco Carlos Aldana para compartir sus experiencias en procesos de reducción de sus ejércitos y definir líneas de cooperación militar.
Tras reunirse en la sede del ministerio de la Defensa en esta capital, Aldana declaró a periodistas que "lo que hicimos fue intercambiar información sobre el proceso que el ejército alemán tiene en sus sistemas de reformas... comparativamente de lo que nosotros estamos desarrollando".
Indicó que compartir esa información servirá para "afinar en el futuro un plan de cooperación".
Wagner manifestó que "hemos identificado que tenemos en común porque tantó él (Aldana) como yo nos tenemos que responsabilizar del cierre de emplazamientos militares, reducciones de personal e intentar incrementar las inversiones para nuevas adquicisiones y modernización".
No obstante, la cooperación que pudiera establecerse entre las fuerzas castrenses de los dos países serán definidos hasta en octubre, cuando el presidente guatemalteco Oscar Berger hará una visita oficial a Alemania.
"Hemos acordado que hasta entonces nuestros expertos pueden ir pensando lo que las fuerzas armadas alemanas pueden dar como apoyo y luego vamos a concretarlo todo en octubre", comentó Wagner.
Guatemala efectuó el año pasado un drástico proceso de reducción que militar que condujo al cierre de numerosas bases y destacamentos militares, así como el retiro de unos 12.000 uniformados.
El funcionario alemán hizo en Guatemala la segunda escala de un periplo que lo llevó a México y continúa en Colombia, en donde también tratarán con el gobierno las posibilidades implementar nuevas líneas de cooperación militar "porque ahí tambien hay problemas muy graves", declaró.
fehlerteufel
29. Dez. 1996: Nach 36 Jahren Bürgerkrieg unterzeichneten Präsident Alvaro Arzú (PAN) und Vertreter der URNG die Friedensverträge
Herr Bundeskanzler bzw. seine Mitarbeiter werden's wohl nicht gemerkt haben, denn wenn sie sich mit der Lage Guatemalas nur halbwegs auseinandersetzen würden, wären Ihnen Waffenlieferungen nicht mal die Überlegung wert. Noch im März diesen Jahres wurde das Militär der Polizei zu Hilfe gezogen, um "Aufstände" gegen das Freihandelsabkommen CAFTA (s. ausführliche Berichte auf indymedia, auch: TLC) zu "bekämpfen". Ein Demonstrant wurde direkt durch die Intervention getötet, ein anderer indirekt, viele wurden verletzt.
Gibt es noch mehr Infos, Links zum Thema Waffenlieferungen und Militärhilfen für Guatemala?