Schafft Guatemala die Todesstrafe ab?
Guatemalas konservativer Praesident Oscar Berger will einen neuen Vorstoss unternehmen, die Todesstrafe in dem mittelamerikanischen Land aufzuheben. Damit koenne das uebwiegend katholische Land dem verstorbenem Papst ein letztes Geschenk machen, begruendete Berger seinen Vorstoss.
Johannes Paul II. hatte bei allen seiner drei Reisen nach Guatemala die Aufhebung der Todesstrafe gefordert. Bei seinem letzten Besuch im Jahr 2003 hatte der damalige Praesident Alfonso Portillo von der rechtsradikalen Partei FRG als Gastgeschenk dem kirchlichen Oberhaupt die Aussetzung der Vollstreckung angekuendigt. Nur wenige Tage nach der Abreise des Papstes zeigten sich Parlamentarier allerdings empoert ueber den praesidialen Erlass und forderten dessen Rueckname.
Dabei ist in diesem Punkt das Parlament zweiefelsohne eine Spiegelbild der Gesellschaft. Ueber 80 Prozent der Guatemalteken lehnen eine Aufhebung der Todesstrafe ab. Ob mit dem Tod des Papstes nun ein Stimmungswandel eintritt, ist eher unwahrscheinlich. Politische Beobachter halten es deshalb fuer schier unmoeglich, dass Praesident Berger mit seinem Ansinnen auf Gehoer stossen wird.
Derzeit sitzen 35 zum Tode Verurteilte in den Gefaengnissen des Landes. Die Vollstreckung der Strafe droht ihnen derzeit nicht. Berger hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt erklaert, dass er kein Freund der Todesstrafe sei und es in seiner Amtszeit keine Hinrichtungen geben wird
Derweil diskutiert das Parlament einen Gesetzentwurf der ultrarechten Patriotischen Partei, der vorsieht, das Erwachsenenstrafrecht (und damit auch die Todesstrafe) auch auf Kinder ab 12 Jahren anzuwenden.
Die letzte Hinrichtung gab es im Jahr 2000 und wurde erstmals live im Fernsehen uebertragen. Um das Medienereignis telegener ins Licht zu ruecken, wurde damals erstmals mit der Gifstpritze der staatlich legitimierte Mord vollstreckt. Neben Guatemala gibt es in Amerika lediglich in Kuba und in einigen Staaten der USA noch die Todesstrafe.
Dabei ist in diesem Punkt das Parlament zweiefelsohne eine Spiegelbild der Gesellschaft. Ueber 80 Prozent der Guatemalteken lehnen eine Aufhebung der Todesstrafe ab. Ob mit dem Tod des Papstes nun ein Stimmungswandel eintritt, ist eher unwahrscheinlich. Politische Beobachter halten es deshalb fuer schier unmoeglich, dass Praesident Berger mit seinem Ansinnen auf Gehoer stossen wird.
Derzeit sitzen 35 zum Tode Verurteilte in den Gefaengnissen des Landes. Die Vollstreckung der Strafe droht ihnen derzeit nicht. Berger hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt erklaert, dass er kein Freund der Todesstrafe sei und es in seiner Amtszeit keine Hinrichtungen geben wird
Derweil diskutiert das Parlament einen Gesetzentwurf der ultrarechten Patriotischen Partei, der vorsieht, das Erwachsenenstrafrecht (und damit auch die Todesstrafe) auch auf Kinder ab 12 Jahren anzuwenden.
Die letzte Hinrichtung gab es im Jahr 2000 und wurde erstmals live im Fernsehen uebertragen. Um das Medienereignis telegener ins Licht zu ruecken, wurde damals erstmals mit der Gifstpritze der staatlich legitimierte Mord vollstreckt. Neben Guatemala gibt es in Amerika lediglich in Kuba und in einigen Staaten der USA noch die Todesstrafe.
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Ergänzungen