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Zusammenfassung NPD B_Parteitag!

Thüringer Allgemeine 01.11.2004 09:43
Friedlicher Protest

Mit friedlichen Protesten begleiteten die Eichsfelder am Wochenende den Parteitag der NPD in der Obereichsfeldhalle. Die befürchteten Krawalle der autonomen Szene blieben aus. Nur wenige Göttinger machten sich auf den Weg nach Leinefelde. So war die Situation für die Polizei letztlich gut beherrschbar.


Gerd Reinhardt konnte gestern Nachmittag aufatmen, als die unerwünschten Gäste endlich die Obereichsfeldhalle verließen. Zwei Tagen lang hatte der Leinefelder Bürgermeister zusammen mit den zahlreichen Polizisten und vielen Journalisten am Zentralen Platz ausgeharrt. Stets in Sorge um seine Stadt. Um deren guten Ruf und um die Gebäude. Zuletzt hätte er es gern gesehen, wenn tausend Leinefelder an Stelle der rund 100 Autonomen aus Göttingen gerufen hätten "Nazis raus". Aber die meisten Eichsfelder folgten der Bitte des Landrates, die er anfangs selbst unterstützt hatte: den Parteitag der NPD zu ignorieren. So blieb auch der Aufruf der Leinefelder Pfarrer Wehner, Rymatzki und Hampel nahezu ungehört, mit Kerzen im schwarz verhangenen Fenster Trauer und Ablehnung zu demonstrieren.

Anders jedoch die Mitglieder der Eichsfelder Initiative gegen Rechtsextremismus, der Vertreter von SPD, PDS, ÖDP, der Grünen, des DGB und der evangelischen Kirchengemeinde Leinefelde angehören. Sie sammelten Unterschriften gegen Rechtsextremismus bei einer Mahnwache am Eichsfelder Hof und zogen gestern auch zur Obereichsfeldhalle, um ihren Protest deutlich zu machen. Enttäuscht waren sie darüber, dass ihnen die Stadt nicht gestattete, Plakate aufzuhängen. Reinhardt begründete dies mit einer Übereinkunft des Leinefelder Stadtparlamentes. Nur an den Litfasssäulen durften Plakate geklebt werden. "Was wir brauchen, ist nicht nur ein Aufstand der Anständigen, sondern auch ein Aufstand der Zuständigen. Wir hätten uns hier ein besseres Miteinander mit der Stadtverwaltung gewünscht", verdeutlichte der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Döring.

Wenn auch die Veranstaltung selbst keine größeren Unruhen nach sich zog, so werden die Einwohner Leinefeldes das Wochenende doch in Erinnerung behalten. Am Sonntag gab es Polizeikontrollen an allen Zufahrtsstraßen. Der Bereich um die Obereichsfeldhalle war von hunderten Polizisten gesichert. Ein Wasserwerfer stand für den Ernstfall bereit, Schutzhunde wurden zum Einsatz mitgebracht. Zwei für dieses Wochenende in der Stadt Leinefelde angesetzte Nachwuchs-Fußballspiele mussten ausfallen, ebenso wie ein Punktspiel der Handballer. Einige Händler wollten sicher gehen und vernagelten ihre Geschäfte mit großen Sperrholzplatten. Nur wenige Schaulustige kamen zur Obereichsfeldhalle. Die meisten Bürger machten einen großen Bogen um das Gelände. Abends wurde der Zentrale Platz von der Feuerwehr mit großen Scheinwerfern ausgeleuchtet. Die Polizei war auf ähnliche Krawalle wie am Samstag in Potsdam gefasst, wo Autonome gegen einen Aufmarsch der Rechten protestierten. Aber am Sonntagnachmittag war dann klar, dass nur wenige Demonstranten Leinefelde als Ziel ausgesucht hatten.

Reinhardt selbst lud am Samstag als Zeichen des Protestes der Stadt zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Wehrhafte Demokratie" in den Eichsfelder Hof. Denn die Resolution, die im Rahmen eines Sonderkreistages am Freitag verfasst wurde (TA berichtete), war dem Bürgermeister genauso wie den Mitgliedern der Initiative gegen Rechtsextremismus zu wenig, um deutlich zu machen, dass die NPD und ihr Gefolge in der Leinestadt nicht willkommen sind.

Auch der Katholikenrat des Bistums Erfurt beobachtete mit großer Sorge die Entwicklung der NPD und anderer extremistischer Gruppen. Der Katholikenrat rief am Wochenende alle Christen des Bistums auf, sich intensiv und mit konsequenter Sachlichkeit mit extremen Parteien und Gruppen auseinanderzusetzen und sich öffentlich von rechtsradikalen Programmen zu distanzieren. "Schweigen ist Dulden", so Alois Wolf, Vorsitzender des Katholikenrates im Bistum Erfurt.

Handeln statt Wegschauen, dachten sich die Niederorscheler Pfadfinder in Anbetracht des Bundesparteitages der NPD im Eichsfeld. Die Pfadfinder wollten im wahrsten Sinne des Wortes Farbe bekennen und malten ein riesiges Plakat unter dem Motto: "Bunte Vielfalt statt brauner Einfalt" und hängten dieses am Samstag an der Scheunenwand des Pfarrhauses neben einer Fahne des Weltjugendtages auf. "Aber schon in der darauffolgenden Nacht wurde das Plakat gewaltsam durch Unbekannte entfernt, gemeinsam mit der Weltjugendtagsfahne", bedauerte Stefanie Beykirch, die Diözesanvorsitzende.
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Ergänzungen

so war es vor Ort

NN 01.11.2004 - 12:35
Die NPD wurde von der Bevölkerung willkommen geheissen! Wir als DGB Jugend hatten probleme ein Zimmer zu erhalten und es wurde uns direkt ins Gesicht gesagt das wir unerwünscht sind und wir die jenigen sind vor denen man Angst habe! Was die NPD will ist genau richtig und das währen alles friedliche und freundliche Leute! einer von uns der etwas kürzere Haare hatte bekam dann doch ein noch ein Zimmer, wie schliefen jedoch im Auto und konnten mit ansehen wie die Hotels Nachts von der Polizei bewacht wurden! der der im Hotel unterkam erzählte uns am nächsten Morgen wie der Hotelinhaber mit diesen REchten zusammen war und diskutierte und immer wieder sagte man würde es gut heissen das die NPD im Ort ist und auf dieses Bürgermeister würde keiner hören. Auch im Ort selber hatten wir Probleme uns etwas zu essen zu kaufen! Wir waren nicht erwünscht, die NPD hingegen war erwünscht!

Die Systempresse zerschlagen!

Autonome Antifa 01.11.2004 - 19:01
Die Systempresse in Thüringen ist einfach das letzte. Die Zeitungsgruppe in Thüringen beherrscht alle Zeitungen (TA, OTZ, TLZ).
Wenn mensch deren Berichterstattung ließt bekommt er/sie einfach das kotzen. Wie soll sich unter solch einer täglichen Grütze was bei diesen Ostlern verändern "anstelle der 100 Autonomen..." - heul heul heul!

Schon bei dem Naziaufmarsch vor einer Woche beklagte die TLZ-Weimar, dass das Bündnis Weimar-Gegen-Rechts "seine Mitte verloren hat" und rief nach der CDU".
Wenn wir in diesem scheiß Thüringen etwas verändern wollen gilt es eine Gegeninformation aufzubauen, welche wohl niemals die Breite wie diese Zeitungsgruppe erreichen wird, aber wenigstend die wenigen zivilgesellschaftlichen Personn noch radikalisieren kann!

Kühe-Schweine-Ostdeutschland! Systempresse zerschlagen!

Autonome Antifa

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ganz grossartig — seb