Stolberg - Nazis in Fraktionsstärke!

Demokrat 27.09.2004 00:45 Themen: Antifa
In Stolberg (Rhld.) zieht die NPD in Fraktionsstärke in den Stadtrat ein.- Die NPD (etwas über 3%) erhält zwei Sitze, die DVU (etwas über 1%)einen Sitz. Auf den lautstarken Jubel der NPD-Fraktion (drunter 2 waschechte Naziskins) erfolgt nur verhaltener Protest und vereinzelte "Nazis raus"- Rufe. Politische Gegner werden verabschiedet mit "Arbeit macht Spass!"
Wie erwartet ziehen NPD und DVU in den Stadtrat von Stolberg ein - die NPD mit zwei Sitzen, also in Fraktionsstärke, die DVU mit einem Sitz. Natürlich jubeln und grölen die Nazis lautstark als ihr Wahlergebnis bekanntegegeben wird. Der Protest der anderen Besucher des Stolberger Rathauses (drunter vereinzelte "Nazis raus"-Rufe) ist recht verhalten. Ein Besucher, der beim Verlassen des Saals den Nazis ankündigt, sie weiter bekämpfen zu wollen, wird von den Nazis mit "Arbeit macht Spass" ("Arbeit macht frei" ist ja verboten) verabschiedet.

In Stolberg selbst waren die Aktivitäten der Stolberger gegen Nazis selbst bisher relativ gering. Eine kleine Handvoll engagierter Demokraten war bisher immer auf Unterstützung aus den Nachbarstädten (besonders Aachen) angewiesen. Von der Seite der offiziellen Politik - insbesondere von dem bisherigen Bürgermeister Siebertz - war wenig bis keine Unterstützung zu erfahren. Obwohl der Neonazismus in Stolberg Tradition hat - Wolfgang Narath betrieb von Stolberg aus viele Jahre die Bundeszentrale der Wiking-Jugend - tut man hier so, als ob es hier keine Nazis gäbe - obwohl sich ein Teil der heutigen NPD und der Kameradschaft Aachener Land aus Ablegern derinzwischen verbotenen Wiking-Jugend rekrutieren dürfte.

Letzten Mittwoch half die Polizei den Nazis die Auftaktkundgebung einer angemeldeten Anti-Nazi-Demonstration zu verhindern. Die Demonstration zog nach lautstarken Protesten ohne Auftaktkundgebung los und holte diese später - ohne Nazis - nach.

Nähere Infos zur Naziszene in Stolberg und den jüngsten Ereignissen auf der Homepage des Projekts Antifa (Aachen) .
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Ergänzungen

Pro-Köln Post ist ein Fake

Kölner 27.09.2004 - 18:13
Der Post von Regina Wilden ist ein Fake. Das Orginal kann man auf der Pro-Köln Seite "bewundern", allerdings ohne den Gruß an die NPD in Stolberg. Obwohl die Kontakte von Pro-Köln ins Nazimillieu eindeutig dokumentiert sind (z.B. durch das Grußwort der Vorsitzenden WOLTERS an den JN Bundeskongress) werden diese Kontakte nach außen wehement dementiert, und zwar insbesondere von Regina Wilden. Auch die gemeinsamen Demonstrationen von Pro-Köln, freien Kameradschaften und der NPD gehören der Vergangenheit an, stattdessen führt pro-Köln Minidemos mit 10-15 Teilnehmern durch.

Weitere Sitze für Nazis im Kreis Aachen

Aachener 28.09.2004 - 00:49
Stolberg ist leider nicht die einzige Stadt im Kreis Aachen, in der Rechtsextremisten in den Rat einziehen. In ihrer Hochburg Alsdorf erhalten die REPs 8,23% der Stimmen bei der Ratswahl und damit 3 Sitze im Stadtrat. Bei der Direktwahl des Bürgermeisters in Alsdorf erhält der Kandidat der REPs sogar mehr als 10% der Stimmen. In den Kreistag des Kreises Aachenziehen die REPs mit 2 Sitzen ein. Im Kreis Heinsberg erhält die NPD einen Sitz im Kreistag.

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