Grünen wohlen Deutschpop-Quote im Radio!

Ex-Grüner 17.09.2004 17:19 Themen: Kultur
Grüne Vollmer wert sich gegen Deutschtümellei und tritt damit die Flucht nach vorne an.
Die Grünen wollen endlich eine Quote für deutschsparchige Musik in deutschen Radios einrichten, um "Wettbewerbsvorteile" zu erreichen.
Was auf dem Gebiet der Sozial- und Bildungspolitik schon auf rein ökonomische Aspekte reduziert wird, wollen die Grünen nun auch auf dem Feld der Kultur probieren. Um deutsche Musik gegen "ausländische" abzugrenzen, fordern sie diese Quote, und geben vor, damit deutschen Musikern zu helfen, betreiben aber offenkundig eine gegen nicht Deutsche Künstler erdachte Politik.

Hier zum Interview, wer sich gerne berieseln lassen möchte:
 http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,318343,00.html
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Ergänzungen

Wer ist interessiert an der Quote?

xyz 17.09.2004 - 19:22
Zu den Unterzeichner des Aufrufs "Musik in eigener Sache". Mit diesen Namen wird immer hausieren gegangen, wenn es um die Unterstützer geht:

Laith Al-Deen
Volkan Baydar (Orange Blue)
Till Brönner
Yvonne Catterfeld
Frank Dostal
Emanuel Fialik (Rammstein)
Fury in the Slaughterhouse
Gerd Gebhardt
Klaus Hoffmann
Inga Humpe (2raumwohnung)
Karsten Jahnke
Hermjo Klein
Heinz Rudolf Kunze
Udo Lindenberg
Peter Maffay
Hartwig Masuch
Ulla Meinecke
Reinhard Mey
Peter Plate (Rosenstolz)
Achim Reichel
Michael Schmidt (Smudo)
Florian Sitzmann (Söhne Mannheims)
Jasmin Tabatabai
Stefan Waggershausen
Joachim Witt

Stand: 16.08.04

Wie unausgegoren Frau Vollmers Argumentation ist, zeigt ein Interview in der Süddeutschen Zeitung vom 10.9.04. Auf die Frage, ob eine Quote nich bloße Wirtschaftsförderung für eine kriselnde Branche sei, antwortete Vollmer eindeutig. Die Schaffung eines neuen Marktes sei ein erstrebenwertes Ziel. Am Ende diene das Ganze doch dem Wunsch auch die eigene Musik kennn zu lernen.

Die eigene Musik? was soll das sein? Deutsche hört nur Deutsche? Pop ist universaler Natur, wegen mir auch globaler. Seltsam auch, daß ich kleinere Labels wie Hausmusik, Kompakt, Basic Channel etc. noch nie eine Quote habe begrüssen sehen. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Guter Pop findet immer seine Hörer und der Rest soll halt weiterhin Format-Radio hören.

Dementsprechend spricht Johannes Grotzky, Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks ebenfalls inder SZ vom 10.9.04 konsequent von CD-Labels: "Die Lobby der CD-Industrie macht sich in erster Linie stark für eine Quote..." und weiter "...Mein Anliegen kann nicht sein wirtschaftlich darbende Industriezweige zu sponsoren. Da bekäme ich ja Ärger mit der EU wegen Wettbewerbsverzerrung. Ich werde mich nicht ökonomischen Zwängen unterordnen, sondern fördere Gruppen die gute musik machen, egal ob sie bei einem CD-Label unter Vertrag stehen oder nicht. "
Das kann man übrigens auch ausschalten oder einfach mal ein bisschen am Regler drehen. ausgerechnet die öffentlich-rechtllichen sollen eine Quote einführen? Wie absurd, sind es doch deren Programme, die noch für Exoten Sendeplatz bieten.

Es macht sich als gerade jene Branche stark für die Quotierung, die jahrelang versäumte in den Nachwuchs sinnvoll und fair zu fördern. Das soll einmal mehr die öffentliche Hand übernehmen. Mal abgesehen davo, daß seit mehreren Jahren die gegenwärtige SPD-Regierung vehement versucht die föderale Struktur zu schwächen. Vorallem in der Kulturpolitik war und ist sie dabei sehr aktiv. Erinnert sein nur an die Gründung der "Reichskulturkammer" unter dm Münchner Super-Prof bis hin zu möglichen Regulierung der Radioprogramme. Kulturhoheit? Nie gehört?

Pop läßt sich nicht verwalten:
"Eine einflussnahme von außen auf Pop hieße iimer die Definitionshoheit über Pop ebenfalls aufzugeben. Pop - in unserem Fall: deutscher Pop - wäre am Ende immer nur das, was gefördert oder per Qutoe zugelassen wird.", meint Karl Bruckmaier u.a.. Der deutsche Film spricht wohl Bände.







Antje Vollmer will mehr doitsche Musik

Verlinker 18.09.2004 - 04:47

quote gegen dummheit

murph 20.09.2004 - 13:27
was ein quark, die quote. wenn die sender der musikindustrie gehören, werden sie auch die produktionsbedingungen der musik kontrollieren, wie gehabt. wenn dann also eine entzerrung der branche mit trennung von produktion und sendern per gesetz. oder eine wahre liberalisierung des rundfunkmarktes, durch verstärkte lizenzvergabe an gemeinnützige vereine etc.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 22 Kommentare an

pff — france

liebe deutsche Musikindustrie — trööt, träller

@Ursa Minor — niemals grüner

Ach weißt Du — Ex-Grüner

Jeder ,der weiß — Der echte Heino

Oder für die Grünen — Der wahre Heino

Neunundneunzig Düsenflieger — Der echte Heino

Frau Madonna — m.p.