9. Mai Halbe Kesseltour 2004
Am 9. Mai fand, organisiert von Brandenburger und Berliner Antifa-Gruppen, eine Bustour in die Berliner Umgebung nach Halbe, Teupitz und Königs Wusterhausen statt. Die ca. 60 TeilnehmerInnen der Bustour wollten am „Tag des Sieges“ der Opfer des Faschismus gedenken und auf die unhaltbaren Zustände im Landkreis Schenkenländchen aufmerksam machen.
Am 9. Mai fand, organisiert von Brandenburger und Berliner Antifa-Gruppen, eine Bustour in die Berliner Umgebung nach Halbe, Teupitz und Königs Wusterhausen statt. Die ca. 60 TeilnehmerInnen der Bustour wollten am „Tag des Sieges“ der Opfer des Faschismus gedenken und auf die unhaltbaren Zustände im Landkreis Schenkenländchen aufmerksam machen. Wir wollten die stoische Ruhe der Menschen in Halbe und Umgebung stören, die im letzten Jahr ohne nennenswerte Proteste den Naziaufmarsch zum Waldfriedhof über sich ergehen ließen. Wir wollten uns beschweren beim Amtsdirektor Rudi Arnts, der dafür verantwortlich war, dass im letzten Jahr antifaschistisches Gedenken für Zwangsarbeiterinnen und Opfer nationalsozialistischer Miltärjustiz nahezu unmöglich war.
Warum eine Bustour nach Halbe?
In Halbe, am Tag vor dem Volkstrauertag 2003, marschierten unter den Klängen klassischer Musik über 500 Neonazis zum dortigen Soldatenfriedhof.
Auf diesem Friedhof liegen 22 000 Tote, vornehmlich Wehrmachtsangehörige, SS-Soldaten und Volkssturm aus der Kesselschlacht um Halbe, Flüchtlinge und Tote aus dem sowjetischen Internierungslager Ketschendorf.
Dort befinden sich aber auch die Gräber von 37 sowjetischen ZwangsarbeiterInnen und von 56 Opfern faschistischer Militärjustiz.
Erstmals nach über 10 Jahren wurde der Nazi-Aufmarsch in Halbe 2003 wieder genehmigt. Das Verwaltungsgericht in Frankfurt/Oder sah offensichtlich in dem Aufmarsch von bekennenden Neonazis keine Verherrlichung des Nationalsozialismus. Die antifaschistische Gegenkundgebung wurde an den Ortsrand gedrängt und eingekesselt, so dass die Nazis den Ort Halbe zu ihrer Verfügung hatten. Auf dem Friedhof fand eine Kundgebung der rechtsextremen DVU statt, während AntifaschistInnenen, die die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen ehren wollten, der Zugang zum Friedhof verweigert wurde.
Gerichte und das Amt Schenkenländchen machten diesen faschistischen Aufmarsch erst möglich.
Königs Wusterhausen, Halbe und andere Orte des Dahme – Spree Kreises sind aber nicht nur beliebte „Ausflugsziele“ von Neonazis aus Berlin und ganz Deutschland, sondern haben selbst mehr als genug Nazis. Der Naziladen „Explosiv“ befindet sich in Königs Wusterhausen. Das Naziklamottenlabel „Thor Steinar“ kommt aus dieser Gegend.
Höhepunkte unserer Bustour:
Teupitz
Das verträumte Städtchen, Sitz des Amtes Schenkenländchen wurde mit Musik von Ernst Busch geweckt. Es folgte eine lautstarke Kundgebung, die AusflüglerInnen und BewohnerInnen anlockte. Plakate wurden geklebt und Flugblätter verteilt. Sicherlich war auch Amtsdirektor Arnts unfreiwilliger Teilnehmer der Kundgebung. Hinter den Fenstern seiner Wohnung Am Markt 18 sah mensch ihn zwar nicht, doch sollte auch er zumindest ein Flugblatt in seinem Briefkasten gefunden haben. Nach 15 Minuten verließen wir Teupitz wieder.
Halbe
Wir hielten vor dem Waldfriedhof und legten Blumen auf den Gräbern der ZwangsarbeiterInnen und der Opfer der Miltärjustiz nieder. Es gelang uns zahlreiche Gräber von Opfern der Wehrmachtsjustiz namentlich zu identifizieren. Anschließend zogen wir mit Transparenten und Sprechchören durch Halbe. Auf einem zentralen Platz hielten wir eine Kundgebung ab. Während wir in Teupitz zurückhaltend, aber nicht feindselig betrachtet wurden, schlug uns hier die erwartete Abneigung entgegen. Viele Halber zeigten sich empört über Plakate und Ruhestörung. Wie auch schon beim Naziaufmarsch im letzten Jahr offenbarte sich, dass Halbe seinen Frieden mit Nazis gemacht hat. Das wurde besonders deutlich, als die Dorf-Nazi-Jugend aus dem Gemeindehaus heraus versuchte zu pöbeln.
Wir gingen weiter zum Bahnhof und verließen diesen traurigen Ort in Richtung Königs Wusterhausen.
Königs Wusterhausen
Dort legten wir Blumen am Mahnmal der Verfolgten des Naziregimes nieder. Mensch konnte sehen, dass dieses Denkmal lange nicht gepflegt wurde. Unsere Blumen ließen es ein wenig freundlicher aussehen. Von dort liefen wir zum Bahnhofsplatz. Auf der Kundgebung wurde die örtliche Naziszene und das Naziklamottenlabel „Thor Steinar“ thematisiert.
Erst hier, nach über 2 Stunden erschien die Polizei, die uns seit Teupitz vergeblich gesucht hatte. Scheinbar abgeschreckt von der verhältnismäßig großen Masse an Antifas gaben sie jedoch auf dem Weg nach Berlin die Verfolgung auf.
Am Treptower Ehrenmal in Berlin legten wir dann zum Abschluss die restlichen Blumen nieder.
Fazit:
Es war höchste Zeit dort vorbeizuschauen. Wir haben deutlich gemacht, dass wir diese Provinz - Kungelei von Nazis, Verwaltung und BürgerInnen nicht hinnehmen werden. Einen erneuten Aufmarsch von Neonazis in Halbe werden wir konsequent stören, blockieren und verhindern.
Es gibt kein ruhiges Hinterland!
Wir kommen wieder!
Kein Nazi-Wallfahrtsort Halbe!
Warum eine Bustour nach Halbe?
In Halbe, am Tag vor dem Volkstrauertag 2003, marschierten unter den Klängen klassischer Musik über 500 Neonazis zum dortigen Soldatenfriedhof.
Auf diesem Friedhof liegen 22 000 Tote, vornehmlich Wehrmachtsangehörige, SS-Soldaten und Volkssturm aus der Kesselschlacht um Halbe, Flüchtlinge und Tote aus dem sowjetischen Internierungslager Ketschendorf.
Dort befinden sich aber auch die Gräber von 37 sowjetischen ZwangsarbeiterInnen und von 56 Opfern faschistischer Militärjustiz.
Erstmals nach über 10 Jahren wurde der Nazi-Aufmarsch in Halbe 2003 wieder genehmigt. Das Verwaltungsgericht in Frankfurt/Oder sah offensichtlich in dem Aufmarsch von bekennenden Neonazis keine Verherrlichung des Nationalsozialismus. Die antifaschistische Gegenkundgebung wurde an den Ortsrand gedrängt und eingekesselt, so dass die Nazis den Ort Halbe zu ihrer Verfügung hatten. Auf dem Friedhof fand eine Kundgebung der rechtsextremen DVU statt, während AntifaschistInnenen, die die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen ehren wollten, der Zugang zum Friedhof verweigert wurde.
Gerichte und das Amt Schenkenländchen machten diesen faschistischen Aufmarsch erst möglich.
Königs Wusterhausen, Halbe und andere Orte des Dahme – Spree Kreises sind aber nicht nur beliebte „Ausflugsziele“ von Neonazis aus Berlin und ganz Deutschland, sondern haben selbst mehr als genug Nazis. Der Naziladen „Explosiv“ befindet sich in Königs Wusterhausen. Das Naziklamottenlabel „Thor Steinar“ kommt aus dieser Gegend.
Höhepunkte unserer Bustour:
Teupitz
Das verträumte Städtchen, Sitz des Amtes Schenkenländchen wurde mit Musik von Ernst Busch geweckt. Es folgte eine lautstarke Kundgebung, die AusflüglerInnen und BewohnerInnen anlockte. Plakate wurden geklebt und Flugblätter verteilt. Sicherlich war auch Amtsdirektor Arnts unfreiwilliger Teilnehmer der Kundgebung. Hinter den Fenstern seiner Wohnung Am Markt 18 sah mensch ihn zwar nicht, doch sollte auch er zumindest ein Flugblatt in seinem Briefkasten gefunden haben. Nach 15 Minuten verließen wir Teupitz wieder.
Halbe
Wir hielten vor dem Waldfriedhof und legten Blumen auf den Gräbern der ZwangsarbeiterInnen und der Opfer der Miltärjustiz nieder. Es gelang uns zahlreiche Gräber von Opfern der Wehrmachtsjustiz namentlich zu identifizieren. Anschließend zogen wir mit Transparenten und Sprechchören durch Halbe. Auf einem zentralen Platz hielten wir eine Kundgebung ab. Während wir in Teupitz zurückhaltend, aber nicht feindselig betrachtet wurden, schlug uns hier die erwartete Abneigung entgegen. Viele Halber zeigten sich empört über Plakate und Ruhestörung. Wie auch schon beim Naziaufmarsch im letzten Jahr offenbarte sich, dass Halbe seinen Frieden mit Nazis gemacht hat. Das wurde besonders deutlich, als die Dorf-Nazi-Jugend aus dem Gemeindehaus heraus versuchte zu pöbeln.
Wir gingen weiter zum Bahnhof und verließen diesen traurigen Ort in Richtung Königs Wusterhausen.
Königs Wusterhausen
Dort legten wir Blumen am Mahnmal der Verfolgten des Naziregimes nieder. Mensch konnte sehen, dass dieses Denkmal lange nicht gepflegt wurde. Unsere Blumen ließen es ein wenig freundlicher aussehen. Von dort liefen wir zum Bahnhofsplatz. Auf der Kundgebung wurde die örtliche Naziszene und das Naziklamottenlabel „Thor Steinar“ thematisiert.
Erst hier, nach über 2 Stunden erschien die Polizei, die uns seit Teupitz vergeblich gesucht hatte. Scheinbar abgeschreckt von der verhältnismäßig großen Masse an Antifas gaben sie jedoch auf dem Weg nach Berlin die Verfolgung auf.
Am Treptower Ehrenmal in Berlin legten wir dann zum Abschluss die restlichen Blumen nieder.
Fazit:
Es war höchste Zeit dort vorbeizuschauen. Wir haben deutlich gemacht, dass wir diese Provinz - Kungelei von Nazis, Verwaltung und BürgerInnen nicht hinnehmen werden. Einen erneuten Aufmarsch von Neonazis in Halbe werden wir konsequent stören, blockieren und verhindern.
Es gibt kein ruhiges Hinterland!
Wir kommen wieder!
Kein Nazi-Wallfahrtsort Halbe!
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Ergänzungen
Halbe: Antifaschstische Kaffeefahrt
In Halbe/Brandenburg ist ständig was los !
Antifaschistische Kaffeefahrt nach Halbe 10.05.2004
mit VollidiotInnen Kommentaren
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DEUTSCHE ALS OPFER !?:
ARTIKEL VOM 10.05. GEDENKTAFELN AN 4620 OPFER AUS DEM LAGER KETSCHENDORF EINGESEGNET Das Leid hat nun Namen
Samstag 8. Mai 2004, 13:27 Uhr
Weihe für Namenstafeln - Tote des Lagers Ketschendorf geehrt
Auf dem Waldfriedhof Halbe fand am Samstag eine Gedenkveranstaltung statt.
Namenstafel an Massengräbern enthüllt
4 620 Opfer erhalten ihre Namen zurück
Ehepaar Röder aus Elster fährt nach Halbe
VON Klaus Adam, 05.05.04, 17:27h, aktualisiert 21:24h
da der Kirchenseitenlink tot ist
hier die Überschrift aus dem google cache:
Sowjetische Internierungsopfer erhielten Namenstafeln am Waldfriedhof Halbe
Gedenkfeier für Ketschendorfer Häftlinge mit Bischof und EKD-Ratsvorsitzenden Huber
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
www.bb-evangelisch.de/index1.php
"In Stein gemeißelt – ins Herz geschrieben"
Einsegnung der Namentafeln für die Ketschendorf–Opfer in Halbe
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Förderkreis Gedenkstätte Halbe e.V.
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Kassel, 19. März 2004 Würdiges Grab nach 59 Jahren
Volksbund bestattet 95 Tote aus den letzten Kriegstagen
26. März 2004, 16.30 Uhr, Waldfriedhof Halbe
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
Am Pfarrhaus von Erdmute Labes werden immer noch Weltkriegstote anonym abgelegt
Halbe Das letzte Kapitel einer grausamen Kessel-Schlacht
BEGRÄBNIS von 95 Kriegsopfern nach 59 Jahren
95 Kriegstote finden fast 60 Jahre nach ihrem Tod die letzte Ruhe auf dem Waldfriedhof in Halbe
Kriegstote
Volksbund bestattet 95 Kriegstote in Halbe
Auf dem Waldfriedhof in Halbe (Landkreis Dahme-Spreewald) werden am Freitag 95 Kriegstote fast 60 Jahre nach ihrem Tod bestattet. Sie gehören zu den mehr als 40.000 Opfern der Kesselschlacht um Halbe kurz vor Kriegsende.
Nach Angaben des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge liegt noch immer eine Vielzahl der Toten unentdeckt im Sand der märkischen Wälder an der Autobahn 13. Einige werden nur rein zufällig entdeckt. So wurden zum Beispiel bei Straßenbauarbeiten in Luckenwalde 65 der Toten gefunden, die nun beigesetzt werden können.
Andere werden dagegen von illegalen Grabsuchern heimlich zum Pfarramt in Märkisch Buchholz gebracht. Die dortige Pfarrerin kümmere sich um die Identifizierung der Toten und um die Bestattung auf dem Waldfriedhof in Halbe, hieß es weiter. Stand: 26.03.2004 09:28
Ich hatte bereits am 30.3. auf Halbe hingewiesen und die Artikel mit angegeben
die indymedia mods waren jedoch überfordert und konnten keine Zusammenhänge zu erkennen
(intellektuelle Überforderung !?)
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Zum folgenden Thema gab es damals ein posting auf indy
trotz intensiver Suche war es mir leider nicht möglich, es zu finden:
18.09.2003
Kandidatur von Ex-Neonazi auf offener Liste der PDS verhindert
Halbe. Die PDS in Halbe (Dahme-Spreewald) hatte unwissentlich einen ehemaligen Neonazi auf ihrer Offenen Liste für die Wahl zum Gemeinderat im Oktober aufgestellt.
Am Mittwochabend beschlossen die Parteigremien nach dem Bekanntwerden der Vergangenheit des Kandidaten, dass die Kandidatur rückgängig gemacht werden soll.
Die PDS war erst von Journalisten darüber informiert worden, dass ihr Kandidat Ulli Boldt vor einigen Jahren ein aktiver Rechtsextremist gewesen war.
Der 37-Jährige gehörte Anfang der 90er-Jahre der später verbotenen Nationalistischen Front (NF) an.
Boldts Vergangenheit war bei der Kandidatenwahl nicht bekannt gewesen.
Geschockt zeigte sich die Potsdamer Parteispitze.
"Das ist ein alarmierender Vorgang", sagte Landesgeschäftsführer Thomas Nord.
"Wir müssen stärker aufpassen, dass unsere gesellschaftliche Öffnung nicht missbraucht wird."
18.09.2003 Kandidatur von Ex-Neonazi auf offener Liste verhindert
Die Kandidatur eines ehemaligen Rechtsextremisten auf der offenen Liste der PDS für die Wahl zum Gemeinderat in Halbe konnte verhindert werden.
Die PDS-Genossen hatten den zunächst als Kandidat aufgestellten Ulli Boldt nach einer Aussprache am gestrigen Abend aufgefordert, bis heute 9.00 Uhr seine Bereitschaft, auf der Liste der PDS zu kandidieren, zurück zu ziehen. Da er dies heute nicht getan hat, haben die örtlichen PDS-Vertreter heute die Konsequenzen gezogen und nun einen geänderten Wahlvorschlag eingebracht. Herr Boldt steht nun nicht mehr auf der Liste.
Der Landeswahlkampfleiter der PDS, Heinz Vietze, erklärte dazu: “Die Entscheidung der PDS-Basis ist vernünftig. Die Tatsache, dass Herr Boldt mit seiner Vergangenheit nicht ehrlich umgegangen ist, legitimiert die Entscheidung. Unehrlichkeit verdient das Vertrauen derer, die ihn nominierten, nicht und auch nicht das der Wählerinnen und Wähler.”
Die PDS in Halbe hatte den ehemaligen Neonazi unwissentlich auf ihrer offenen Liste für die Wahl zum Gemeinderat im Oktober aufgestellt. Die örtliche PDS war erst von Journalisten darüber informiert worden, dass Ulli Boldt vor einigen Jahren als aktiver Rechtsextremist aufgetreten ist.
siehe dazu auch unsere Position zum Thema Kommunalwahlen
VON DER NAZISEITE Störtebeker-Netz:
PDS Halbe trennt sich von rechtem Renegaten (20.09.03)
Halbe / Brandenburg: Wie der HNS vorgestern meldete, hatte die PDS Halbe (Dahme-Spreewald) auf ihrer Liste für die Gemeinderatswahlen einen ehemaligen „Neonazi“ aufgestellt. Bei diesem handelte es sich um einen Ulli Boldt, der bis 1996 das Nationale Infotelefon Berlin betrieb und außerdem Vorsitzender der Berliner Kulturgemeinschaft Preußen gewesen war. Gedenkmärsche für Rudolf Heß organisierte das Mitglied der Nationalistischen Front (NF) in der Vergangenheit ebenfalls. 1995 will er nach eigener Aussage ausgestiegen sein. Daraufhin wandte er sich der CDU zu, die ihn jedoch nach Bekanntwerden seiner Vergangenheit aus ihren Reihen ausschloß.
Ein erneute politischer Sinneswandel führte ihn daraufhin zur PDS, bei der er sich so anzubiedern verstand, daß diese ihn als Kandidat auf die Offene Liste zu den Gemeinderatswahlen in Halbe aufstellte. Erst als Journalisten die Genossen über die Vergangenheit Boldts informierte, wich man vorsichtig zurück. Zwar skandierte Boldt noch, daß er einen Sinneswandel vollzogen habe und sich nunmehr bewußt für eine linke Partei engagiere, doch das half ihm auch nichts mehr.
Wie der NORDKURIER (Uckermark) heute meldete, folgte die PDS Halbe dem Fingerzeig ihrer Kreisleitung und nahm Boldt wieder von der Liste. – Ein interessantes Verfahren, daß wieder einmal deutlich die Berechtigung des Wortes „Einmal Nazi, immer Nazi“ beweist. Aussteigern wie Boldt wird immer wieder ihre politische Herkunft unter die Nase gerieben, sobald sie sich wieder an die politische Oberfläche wagen, selbst wenn dies in einer Partei wie der PDS geschieht. Wie man sieht, liebt man in Deutschland wohl den Verrat, nicht aber den Verräter und wenn man es genau nimmt, so ist dies auch ganz gut so.
Siehe auch Nordkurier Uckermark 20.09.03 www.nordkurier.de
Störtebeker-Netz 19.09.03 www.stoertebeker.net
www.stoertebeker.net/archiv/200903.html
Ex-Neonazi kein PDS-Kandidat
PDS-Ortsgruppe in Halbe (Brandenburg) streicht ehemaligen Aktivisten der "Nationalistischen Front" von der Wahlliste - 30 Minuten vor Ablauf der Frist
Viel hätte nicht gefehlt und die Brandenburger PDS hätte sich und vermutlich dem Gemeinderat von Halbe ein politisches Kuckucksei ins Nest gelegt. Auf der Offenen Liste stand ein Neonazi...
René Heilig
Ex-Neonazi kein Kandidat für PDS Von Wahlliste gestrichen
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2003: (wenig postings auf indy)
600 Nazis in Halbe, Antifaprotest minimal
Antifa-Präsenz in Halbe am Samstag nötig
22.10.2003 Hannes Heine
»Heldengedenken« in Halbe?
Antifaschistisches Bündnis will – wie im vergangenen Jahr – Aufmarsch zum Volkstrauertag verhindern
Nazihelden in Halbe den Marsch blasen - Der Kessel bleibt dicht 13.09.2003
Den Nazis Dampf machen – Den Kessel zum Kochen bringen
AUS NAZISICHT:
www.widerstandnord.com/fit/halbe/rblick03.htm
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2002 (unzählige postings auf indy)
In Halbe aufs Ganze? ZUSAMMENFASSUNG
Kameradschaft und NPD demonstrierten getrennt in Brandenburg
Oberbürgermeisterin spricht vor 200 Nazis in Halle/S.
In Halle fand am 17.11.02 eine Veranstaltung statt, auf der die Oberbürgermeisterin vor mehrheitlich Nazis sprach, die den Gertraudenfriedhof in Halle/S. als Ausweichort für das verbotene "Heldengedenken" in Halbe nutzten - gemeinsam mit den anderen Fraktionen des Stadtrates und sogenannten Würdenträgern der Bundeswehr, die dies in dieser Situation offensichtlich widerstandslos hinnahmen. Sämtliche Parteien von PDS über SPD, FDP bis CDU gedachten gemeinsam mit 200 Nazis den Toten des 1. und 2. Weltkrieges und den Opfern des "Nationalsozialismus und Stalinismus".
AUS NAZISICHT:
www.widerstandnord.com/fit/halbe/rblick02.htm
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Die HALBE Mobilisierungsseite der Neo Nazis:
www.widerstandnord.com/fit/halbe/halbehaupt.htm
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Hier noch ein Text zu Halbe
Was in Halbe geschehen ist
Trotz aussichtsloser Lage nahmen die deutschen Soldaten das Kapitulationsangebot der Roten Armee am 15/16. April 1945 nicht an. Die Soldaten der 9. Armee unter General Busse, mehrere SS-Einheiten, der "Volkssturm" und die Hitlerjungen dachten nicht daran ihr Leben zu retten und die Waffen zu strecken. Wenige Tage später waren die deutschen Truppen vernichtend geschlagen und zersprengt worden.
Dies hinterließ den größten Soldatenfriedhof Deutschlands, den Zentralwaldfriedhof Halbe. Hier liegen die Helden der Alt- und Neonazis begraben, die "tapferen" Wehrmachtssoldaten und die Angehörigen der Waffen-SS.
Neben den Tätern liegen auf diesem Friedhof auch 57 als Deserteure verurteilte und hingerichtete Soldaten und ukrainische ZwangsarbeiterInnen, die während des Krieges in den umliegenden Gemeinden (z.B. in Firmen aus Halbe wie dem Borsigwalder Holzvertrieb, die Fa. Siegfried Karosseriebau und den Märkischen Möbelwerken) ausgebeutet wurden und an den Folgen von Hunger und Entkräftung starben.
Halbe als Nazi - Wallfahrtsort
Schon vor 1989 war der Friedhof eine Kultstätte der Neonaziszene der DDR, die in den Wäldern rund um Halbe nach Waffen und anderen Militaria-Gegenständen grub.
1990 und '91 fanden dort am Volkstrauertag Aufmärsche statt, bei denen bis zu 1000 Nazis aus dem gesamten Nazispektrum uniformiert mit Fackeln über den Friedhof marschierten. Damals erschienen alle, die in der Naziszene Rang und Namen hatten: FAP, Wikingjugend, Nationalistische Front (NF), Deutsche Kulturgemeinschaft (DKG), Junge Nationaldemokraten, Vandalen...
Auf Grund von antifaschistischen Protesten in den Jahren '92 und '93 wurde das Nazispektakel in den folgenden Jahren verboten und fand bis zum Jahr 2002 nicht statt.
Neonazis versuchen wieder in die Offensive zu kommen
In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Naziszene mit Themen wie der Wehrmacht-Ausstellung, dem Rudolf-Hess-Gedenkmarsch und eben auch dem Heldengedenken in Halbe viele Anhänger mobilisieren kann. Die offene Verherrlichung von SS und der faschistischen Wehrmacht ermöglicht eine organisationsübergreifende und europaweite Mobilisierung.
Etwas entgegensetzen!
Nicht zuletzt die antifaschistischen Proteste führten in den früheren Jahren zu einem Verbot des Naziaufmarsches in Halbe.
Möge es uns für 2004 gelingen, den Naziaufmarsch zu verhindern.