Der Hungerstreik der Coca Cola Gewerkschafte
Seit zehn Tagen, dem 15. März, befinden sich 30 ArbeiterInnen bei Coca Cola und GewerkschafterInnen von SINATRAINAL, einer Lebensmittelgewerkschaft, im Hungerstreik. Inzwischen haben sich weitere Personen dem Protest angeschlossen. Einer der Gründe dafür ist die illegale Schließung von mehreren Produktions- und Abfüllanlagen im ganzen Land. Seit dem 9. September 2003, an welchem die Firma Coca-Cola ohne Rücksprache mit der Gewerkschaft diese Schließungen angeordnet hat, erreichte sie mittels Erpressung und Druck den Rückzug von 500 ArbeiterInnen aus der Firma. Nach der Schließung der Fabriken hat Coca- Cola beim Ministerium für soziale Sicherheit (Ministerio de Proteccion Social) die Erlaubnis für die weitere Entlassung von 300 ArbeiterInnen erreicht. Am 25. Februar 2004 bekam sie die Bewilligung, 91 ArbeiterInnen zu entlassen.
Des weiteren wird die Respektierung der Menschenrechte, die Umsetzung des Rechtes auf Arbeit und das sofortige Einstellen der Verfolgung und Bedrohung der ArbeiterInnen und Sinaltrainal von Coca Cola gefordert.
Des weiteren wird die Respektierung der Menschenrechte, die Umsetzung des Rechtes auf Arbeit und das sofortige Einstellen der Verfolgung und Bedrohung der ArbeiterInnen und Sinaltrainal von Coca Cola gefordert.
Der Hungerstreik der Coca Cola GewerkschafterInnen in Kolumbien geht weiter
Seit zehn Tagen, dem 15. März, befinden sich 30 ArbeiterInnen bei Coca Cola und GewerkschafterInnen von SINATRAINAL, einer Lebensmittelgewerkschaft, im Hungerstreik. Inzwischen haben sich weitere Personen dem Protest angeschlossen. Einer der Gründe dafür ist die illegale Schließung von mehreren Produktions- und Abfüllanlagen im ganzen Land. Seit dem 9. September 2003, an welchem die Firma Coca-Cola ohne Rücksprache mit der Gewerkschaft diese Schließungen angeordnet hat, erreichte sie mittels Erpressung und Druck den Rückzug von 500 ArbeiterInnen aus der Firma. Nach der Schließung der Fabriken hat Coca- Cola beim Ministerium für soziale Sicherheit (Ministerio de Proteccion Social) die Erlaubnis für die weitere Entlassung von 300 ArbeiterInnen erreicht. Am 25. Februar 2004 bekam sie die Bewilligung, 91 ArbeiterInnen zu entlassen.
Des weiteren wird die Respektierung der Menschenrechte, die Umsetzung des Rechtes auf Arbeit und das sofortige Einstellen der Verfolgung und Bedrohung der ArbeiterInnen und Sinaltrainal von Coca Cola gefordert.
· Schon vier Stunden nach Beginn des Hungerstreiks wurde der Präsident der SINATRAINAL in Barranquilla, Euripides Yance, telefonisch bedroht. Diese Drohung richtete sich gegen alle Hungerstreikenden, weshalb sie in dieser Stadt die Zelte in der Nacht abbauten und sich in den Gewerkschaftssitz zurückzogen, um am nächsten Tag wieder zurückzukommen.
Am 16. März erhielt der Gewerkschaftspräsident von Cali Drohanrufe.
· Ebenfalls am 15. März überprüfte das Ministerium für soziale Sicherheit (Ministerio de proteccion Social) die Produktionsstätten in Cúcuta und Bucaramanga, unter dem Vorwand, angebliche Streiks oder illegale Aktivitäten festzustellen; in Cúcuta wiederholte sich dieser Besuch am nächsten Tag. Dieses Interesse des Ministeriums ist seltsam, da keine Produktionsstreiks ausgerufen wurden.
· In Cúcuta und Bucaramanga lässt die Betriebsleitung die Anlagen die ganze Zeit über offen stehen, was noch nie vorgekommen ist. Dieses verwunderliche Verhalten ermöglicht es, dass Personen in die Fabrik eindringen und sie beschädigen, um den friedlichen Protest der ArbeiterInnen zu schaden, was auch schon in der Vergangenheit vorgekommen ist.
· Das mittlere Management provoziert die ArbeiterInnen, um die Hungerstreikenden in den Zelten zu entmutigen.
· Gegen Abend am 16. März während eines Stromausfalls hielten sich vier unbekannte Männer in der Nähe des Hungerstreikzeltes in Barrancabermeja auf, die Polizei zeigte sich erst nach wiederholten eindringlichen Aufforderungen. Währenddessen versuchten Polizisten in Bogota, das Zelt sowie die Informationstafeln vor dem Verwaltungszentrum wegen “visueller Verschmutzung“ zu entfernen, was ihnen aber nicht gelang.
· Am 18.03. fand in Barranquilla eine Pressekonferenz statt, an der auch der Anwalt Daniel Kovalik teilnahm, der Opfer in einem Prozess gegen Coca Cola in Florida vertritt.
· Durch die Willkür des Multis Coca Colaplatzen die Gespräche zwischen Panamco Colombia S.A. und Gewerkschaftsorganisationen, die deren Petition zum Thema hatten.
· Am nächsten Tag tauchte im Departement Valle del Cauca ein Drohbrief der Autodefensas Unidas de Colombia (Paramilitars) auf. Hier ein Teil davon:
„...Unser Kampf als Verteidiger der Demokratie und Feinde der Autoritären, verkörpert in diesen falschen kommunistoiden Mäzenen, bedeutet, dieses Pseudodemokratische Pack anzuzeigen, die in Wirklichkeit nur alle Produktionsinstitutionen der Arbeit im Land zugrunde richten wollen.
Die obengenannten Artisten der Tarnung gehören der Gewerkschaftsorganisation SINATRAINAL an,
bekannt als Helferin und Kollaborateurin des Aufstands im Valle del Cauca. Ihre wirklichen genossenschaftlichen Interessen und Forderungen verbergend, tarnen sich diese Hirtchen mit Schlagworten als Verteidiger der Arbeit und der Arbeiter.
Der vereinigte pazifische Block des und andere urbane Partner der Stadt Palmira erklären diesen bereits als Kopf dieser Organisation identifizierten Subjekten den Krieg, wenn sie nicht innerhalb einer Frist von drei Monaten verschwinden, werden sie zu militärischen Objekten unserer Organisation erklärt und wir werden sie töten. DIE ANTISUBVERSIVE GERECHTIGKEIT WIRD GERECHTIGKEIT HERSTELLEN.“
Coca Cola wird verantwortlich sein für jeden Anschlag auf das Leben oder die Gesundheit einer/s unserer GenossInnen und all derer, die uns unterstützen.
All diese Vorkommnisse sind beunruhigend, hinzu kommt noch, dass sich Coca Cola gegen einen Dialog mit den Arbeitern sträubt.
Verurteilt wird das Handel des Ministeriums für soziale Sicherheit, welches der Schließung von 10 Coca Cola Fabriken und der Kündigung der Arbeiter zugestimmt hat, obwohl dieses Unternehmen eines der rentabelsten im Land und weltweit ist. Die Regierungspolitik widerspricht sich selbst, wenn sie gewinneinbringende Fabriken schließen lässt, obwohl die Arbeitslosigkeit in Kolumbien wächst. Coca Cola will direkt angestellte Arbeiter durch solche ersetzen, die bei Subunternehmen arbeiten (Zeitarbeiter).
Einmal mehr fordern wir die Respektierung der verfassungsmäßigen Rechte der Arbeiter und eine Lösung des Arbeitskonfliktes.
EDGAR PÁEZ M.
Dirección Nacional
SINALTRAINAL – Colombia
(sindicato nacional de trabajadores de la industria de alimentos)
Die ArbeiterInnen bitten um Protestschreiben an :
COCA COLA FEMSA
Juan Manuel Arbelaez (Director de Recursos Humanos)
Armando Gómez (Jefe de Relaciones Laborales
Telefonos 2942800 y 4011413 fax. 4011687
agomari@femsa.com.mx y
cocacola@hotmail.com
DEFENSORIA DEL PUEBLO
COLMAN PEREZ (Defensor del Pueblo)
GUSTAVO ROBAYO
Teléfonos: 3147300 y 5708331
MINISTERIO DE PROTECCIÓN SOCIAL
Dr. DIEGO PALACIO BETANCURT (Ministro)
Dra. LUZ STELLA VEIRA (Jefe de Unidad e Inspección)
Teléfonos: 3365066 y3410631
RED DE HERMANDAD Y SOLIDARIDAD CON COLOMBIA
redher@sky.net.co
kolumbienkampagne@emdash.org
Seit zehn Tagen, dem 15. März, befinden sich 30 ArbeiterInnen bei Coca Cola und GewerkschafterInnen von SINATRAINAL, einer Lebensmittelgewerkschaft, im Hungerstreik. Inzwischen haben sich weitere Personen dem Protest angeschlossen. Einer der Gründe dafür ist die illegale Schließung von mehreren Produktions- und Abfüllanlagen im ganzen Land. Seit dem 9. September 2003, an welchem die Firma Coca-Cola ohne Rücksprache mit der Gewerkschaft diese Schließungen angeordnet hat, erreichte sie mittels Erpressung und Druck den Rückzug von 500 ArbeiterInnen aus der Firma. Nach der Schließung der Fabriken hat Coca- Cola beim Ministerium für soziale Sicherheit (Ministerio de Proteccion Social) die Erlaubnis für die weitere Entlassung von 300 ArbeiterInnen erreicht. Am 25. Februar 2004 bekam sie die Bewilligung, 91 ArbeiterInnen zu entlassen.
Des weiteren wird die Respektierung der Menschenrechte, die Umsetzung des Rechtes auf Arbeit und das sofortige Einstellen der Verfolgung und Bedrohung der ArbeiterInnen und Sinaltrainal von Coca Cola gefordert.
· Schon vier Stunden nach Beginn des Hungerstreiks wurde der Präsident der SINATRAINAL in Barranquilla, Euripides Yance, telefonisch bedroht. Diese Drohung richtete sich gegen alle Hungerstreikenden, weshalb sie in dieser Stadt die Zelte in der Nacht abbauten und sich in den Gewerkschaftssitz zurückzogen, um am nächsten Tag wieder zurückzukommen.
Am 16. März erhielt der Gewerkschaftspräsident von Cali Drohanrufe.
· Ebenfalls am 15. März überprüfte das Ministerium für soziale Sicherheit (Ministerio de proteccion Social) die Produktionsstätten in Cúcuta und Bucaramanga, unter dem Vorwand, angebliche Streiks oder illegale Aktivitäten festzustellen; in Cúcuta wiederholte sich dieser Besuch am nächsten Tag. Dieses Interesse des Ministeriums ist seltsam, da keine Produktionsstreiks ausgerufen wurden.
· In Cúcuta und Bucaramanga lässt die Betriebsleitung die Anlagen die ganze Zeit über offen stehen, was noch nie vorgekommen ist. Dieses verwunderliche Verhalten ermöglicht es, dass Personen in die Fabrik eindringen und sie beschädigen, um den friedlichen Protest der ArbeiterInnen zu schaden, was auch schon in der Vergangenheit vorgekommen ist.
· Das mittlere Management provoziert die ArbeiterInnen, um die Hungerstreikenden in den Zelten zu entmutigen.
· Gegen Abend am 16. März während eines Stromausfalls hielten sich vier unbekannte Männer in der Nähe des Hungerstreikzeltes in Barrancabermeja auf, die Polizei zeigte sich erst nach wiederholten eindringlichen Aufforderungen. Währenddessen versuchten Polizisten in Bogota, das Zelt sowie die Informationstafeln vor dem Verwaltungszentrum wegen “visueller Verschmutzung“ zu entfernen, was ihnen aber nicht gelang.
· Am 18.03. fand in Barranquilla eine Pressekonferenz statt, an der auch der Anwalt Daniel Kovalik teilnahm, der Opfer in einem Prozess gegen Coca Cola in Florida vertritt.
· Durch die Willkür des Multis Coca Colaplatzen die Gespräche zwischen Panamco Colombia S.A. und Gewerkschaftsorganisationen, die deren Petition zum Thema hatten.
· Am nächsten Tag tauchte im Departement Valle del Cauca ein Drohbrief der Autodefensas Unidas de Colombia (Paramilitars) auf. Hier ein Teil davon:
„...Unser Kampf als Verteidiger der Demokratie und Feinde der Autoritären, verkörpert in diesen falschen kommunistoiden Mäzenen, bedeutet, dieses Pseudodemokratische Pack anzuzeigen, die in Wirklichkeit nur alle Produktionsinstitutionen der Arbeit im Land zugrunde richten wollen.
Die obengenannten Artisten der Tarnung gehören der Gewerkschaftsorganisation SINATRAINAL an,
bekannt als Helferin und Kollaborateurin des Aufstands im Valle del Cauca. Ihre wirklichen genossenschaftlichen Interessen und Forderungen verbergend, tarnen sich diese Hirtchen mit Schlagworten als Verteidiger der Arbeit und der Arbeiter.
Der vereinigte pazifische Block des und andere urbane Partner der Stadt Palmira erklären diesen bereits als Kopf dieser Organisation identifizierten Subjekten den Krieg, wenn sie nicht innerhalb einer Frist von drei Monaten verschwinden, werden sie zu militärischen Objekten unserer Organisation erklärt und wir werden sie töten. DIE ANTISUBVERSIVE GERECHTIGKEIT WIRD GERECHTIGKEIT HERSTELLEN.“
Coca Cola wird verantwortlich sein für jeden Anschlag auf das Leben oder die Gesundheit einer/s unserer GenossInnen und all derer, die uns unterstützen.
All diese Vorkommnisse sind beunruhigend, hinzu kommt noch, dass sich Coca Cola gegen einen Dialog mit den Arbeitern sträubt.
Verurteilt wird das Handel des Ministeriums für soziale Sicherheit, welches der Schließung von 10 Coca Cola Fabriken und der Kündigung der Arbeiter zugestimmt hat, obwohl dieses Unternehmen eines der rentabelsten im Land und weltweit ist. Die Regierungspolitik widerspricht sich selbst, wenn sie gewinneinbringende Fabriken schließen lässt, obwohl die Arbeitslosigkeit in Kolumbien wächst. Coca Cola will direkt angestellte Arbeiter durch solche ersetzen, die bei Subunternehmen arbeiten (Zeitarbeiter).
Einmal mehr fordern wir die Respektierung der verfassungsmäßigen Rechte der Arbeiter und eine Lösung des Arbeitskonfliktes.
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Ergänzungen
weiteres zu Coca Cola / Kolumbien ( + Indien)
COLA/PARAS-AKUT
Coca-Cola in Indien: Protest gegen Wasserklau
ARTIKEL MIT WEITEREN LINKS
Kolumbien: Angriffe auf CocaCola Gewerkschaft
FAZ von heute ( Fr. 26.3.)
Fehlstart des stillen Wassers von Coca-Cola
26. März 2004 Nach einem grandiosen Fehlstart in Großbritannien schiebt Coca-Cola die europaweite Einführung seiner Wasser-Marke „Dasani“ auf. Das teilte der amerikanische Getränkekonzern jetzt in Atlanta mit. Der Hersteller ließ dabei offen, ob er noch in diesem Jahr einen zweiten Anlauf in Frankreich und Deutschland wagen will.
Coca-Cola führte „Dasani" vor fünf Jahren in den Vereinigten Staaten ein. Während der Brause-Produzent vor Ort zweitgrößter Anbieter eines „stillen Wassers" ist, sollte der Einstieg ins europäische Geschäft schrittweise erst in diesem Jahr erfolgen: Zunächst in Großbritannien, dann auf den Schlüsselmärkten des Kontinents, so der Plan des amerikanischen Markenartiklers.
Mißratene Premiere in England
Doch die Premiere im britischen Markt mißriet gründlich. Zunächst löste Coca-Cola landesweit Negativ-Schlagzeilen aus, als bekannt wurde, daß für die Herstellung von „Dasani“ pures Leitungswasser verwendet wird. Dann meldeten Lebensmittel-Chemiker gesundheitliche Bedenken an. Danach weist die im Londoner Vorort Sidcup abgefüllte Cola-Neuheit eine überdurchschnittlich hohe Konzentration von Brom auf - eine Zutat, die bei dauerhaftem Konsum krebsfördernd sein kann. Die Coca-Cola-Statthalter mußten reagieren. Am vergangenen Wochenende entfernte der Hersteller die gesamte "Dasani"-Produktion aus den Händlerregalen. Der Start in Großbritannien, für den allein ein Werbebudget von 14 Millionen Dollar (11 Millionen Euro) dotiert war, gilt seitdem in Fachkreisen als „Marketing-Flop".
Nach dem peinlichen Auftakt erschien die Einführung auf dem Kontinent ohnehin als heikel. Erschwerend kommt dabei hinzu, daß Frankreich eine besonders hart umkämpfte Verkaufsregion ist. Gemessen am Pro-Kopf-Verbrauch mit aktuell 141 Litern ist das Land - hinter Italien - zwar der zweitgrößte Getränkemarkt Europas. Doch das nationale Geschäft dominieren vor allem die Anbieter Nestlé (Marken: "Perrier", "Aquarel") und Danone ("Evian", "Volvic"), die zusammen rund 50 Prozent des französischen Absatzes an Wassermarken bestreiten. Als ähnlich schwierig gilt der Einstieg in Deutschland, der fünftgrößten Absatzregion in Europa. Dort ist Coca-Cola bereits mit seiner stillen Wassermarke "Bonaqa" vertreten. Deutsche Verbraucher gelten zudem als extrem markenbewußt und favorisieren eher kohlensäurehaltige Getränkesorten.
Cola-Strategen wollen warten
Trotz des Fehlstarts in Großbritannien will Coca-Cola an seinen Plänen für Europa generell festhalten. Offenbar wollen die Strategen in der Konzernzentrale warten, bis die Vorbehalte gegen "Dasani" in der Öffentlichkeit verschwunden sind. Die Cola-Strategen verweisen dabei auf die Tatsache, daß sich in Amerika das Wassergeschäft zu einem immer wichtigeren Konzern-Standbein entwickelt hat. "Dasani" rangiert auf dem amerikanischen Wassermarkt hinter der -vom Rivalen Pepsi hergestellten - Marke Aquafina auf dem zweiten Platz. Im vergangenen Jahr ist der Umsatz mit Dasani in Nordamerika um 16 Prozent gewachsen. Auf dem europäischen Wassermarkt hat Coca-Cola dagegen nur einen Anteil von 2 Prozent. Die Verkaufsregion Europa und Naher Osten steuerte im vergangenen Jahr rund 31 Prozent zum Gesamtumsatz von 21 Milliarden Dollar bei.
Die Vorgänge um "Dasani" erinnern an einen Lebensmittelskandal um die Hauptmarke Coca-Cola in Belgien im Jahr 1999. Damals erkrankten eine Reihe von Schulkindern, nachdem sie Cola-Limonade mit verunreinigter Kohlensäure getrunken hatten. Im größten Rückruf der Unternehmensgeschichte nahm das Unternehmen damals mehrere Millionen Getränkekisten aus dem Markt. Der Rückruf hat Coca-Cola damals einen dreistelligen Millionen-Dollar-Betrag gekostet. Darüber hinaus wurde das Ansehen von Coca-Cola schwer beschädigt, weil das Unternehmen den Skandal zunächst heruntergespielt hatte.
In der Zeit der Unsicherheit
Die "Dasani"-Affäre trifft Coca-Cola zu einer Zeit der Unsicherheit über die künftige Führungsspitze. Im Februar hatte das Unternehmen überraschend angekündigt, daß Chairman und Chief Executive Officer Douglas Daft seine Positionen zum Jahresende räumen muß. Die Nachfolgeregelung ist völlig offen. Erstmals will Coca-Cola auch externe Kandidaten berücksichtigen und hat hierfür einen Personalberater engagiert.
Auf Neugeschäft im Ausland ist Coca-Cola dringend angewiesen. Der Konzern hat im vergangenen Jahr auf dem wichtigen amerikanischen Heimatmarkt kaum Wachstum erzielt. Darüber hinaus war der operative Gewinn im Gesamtkonzern rückläufig. In den vergangenen fünf Jahren hat Coca-Cola seine Gesamtumsätze um durchschnittlich 2,3 Prozent gesteigert. Der Rivale Pepsi hat es dagegen auf 3,8 Prozent gebracht
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Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
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