Migrantische Kundgebung gegen Antisemitismus
Vor dem Hintergrund der mörderischen Anschläge in Istanbul und am Abend vor der islamistischen al-Quds-Demonstration rufen wir für Freitag, den 21.11.2003, um 18 Uhr am Heinrichplatz in Berlin- zu einer Kundgebung gegen Antisemitismus auf. Die Initiatoren sind eine Reihe migrantischer Leute aus Berlin, Organisationen und Gruppen, die den Aufruf unterstützen, sollen folgen.
Antisemitizmle Her Yerde Mücadele!
Gedenkkundgebung an die Opfer der Anschläge von Istanbul
Antisemitische Anschläge sind weltweit zur mörderischen Realität geworden, ob in Tel Aviv, Paris, oder Düsseldorf, zuletzt in Istanbul. Wir, mehrheitlich Menschen mit türkischem und kurdischem Hinter-grund, sehen uns in der Verantwortung, unsere Abscheu gegen den antisemitischen Terror öffentlich kundzutun. Es geht nicht nur um den Terror islamistischer Gruppierungen, sondern auch darum, dass in der türkischen Gesellschaft der Antisemitismus stets verbreitet war. Mehr denn sind türkische Jüdinnen und Juden Bedrohungen ausgesetzt und fühlen sich in ihrem Heimatland nicht sicher.
In Deutschland, dem Land des Holocaust, artikuliert sich der Antisemitismus wieder offen. Walser und Hohmann, Karsli und Möllemann sind nur der Ausdruck einer Stimmung, die sich in allen gesellschaftli-chen Schichten und quer durch alle politische Spektren findet. Der Antisemitismus wächst auch in Teilen der nichtdeutschen Communities. Es ist ein Skandal, dass Menschen, die sich als Juden zu erkennen ge-ben, in Kreuzberg oder Neukölln Angst haben müssen. Wir, migrantische Berlinerinnen und Berliner, finden diesen Zustand unerträglich.
Am Samstag findet in Berlin der so genannte al-Quds-Tag statt. Es handelt sich hierbei um eine der vie-len weltweiten Demonstrationen, die vom iranischen Mullahregime gesteuert werden und in denen re-gelmäßig antisemitische Parolen skandiert und Vernichtungsdrohungen gegen Israel ausgesprochen wer-den. Nach den bisherigen Erkenntnissen der türkischen Behörden wurden die islamistischen Attentäter von Istanbul im Iran ausgebildet. Sie haben vollzogen, was Islamisten auf den al-Quds-Demonstrationen propagieren. Deshalb protestieren wir entschieden gegen diesen Aufmarsch.
Als nichtdeutsche Menschen in diesem Land wissen wir, was es heißt, Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt ausgesetzt zu sein. Auch wenn es nicht der Grund für unsere Solidarität mit jüdischen Men-schen ist, möchten wir an eines erinnern: Als in Mölln, Rostock, Solingen und anderswo Menschen er-mordet wurden, weil sie aus der Türkei, aus Vietnam oder aus Angola stammten, als deutsche Volkspar-teien Unterschriften gegen Ausländer sammelten, waren es Vertreter der jüdischen Gemeinde, die bedin-gungslos Widerstand gegen Rassismus leisteten. Die migrantische Communities haben die jüdischen Menschen in diesem Land bei der Bekämpfung des Antisemitismus bislang allein gelassen. Es ist längst Zeit, dass wir ihnen beiseite stehen. Es ist längst Zeit, dass wir in unserem sozialen und beruflichen Um-feld, in unseren Vereinen und Organisationen gegen den Judenhass Stellung beziehen.
Gegen den weltweiten antisemitischen Terror!
Gegen Antisemitismus, wo in welcher Gestalt auch immer!
Solidarität mit Jüdinnen und Juden, in Berlin, Jerusalem, Istanbul und überall!
Kundgebung: Freitag, 21.11.2003, 18 Uhr
Heinrichplatz, Berlin-Kreuzberg
ALLE, DIE UNSERE ANLIEGEN TEILEN, SIND AUFGERUFEN, SICH AN DER KUNDGEBUNG ZU BETEILIGEN.
Gedenkkundgebung an die Opfer der Anschläge von Istanbul
Antisemitische Anschläge sind weltweit zur mörderischen Realität geworden, ob in Tel Aviv, Paris, oder Düsseldorf, zuletzt in Istanbul. Wir, mehrheitlich Menschen mit türkischem und kurdischem Hinter-grund, sehen uns in der Verantwortung, unsere Abscheu gegen den antisemitischen Terror öffentlich kundzutun. Es geht nicht nur um den Terror islamistischer Gruppierungen, sondern auch darum, dass in der türkischen Gesellschaft der Antisemitismus stets verbreitet war. Mehr denn sind türkische Jüdinnen und Juden Bedrohungen ausgesetzt und fühlen sich in ihrem Heimatland nicht sicher.
In Deutschland, dem Land des Holocaust, artikuliert sich der Antisemitismus wieder offen. Walser und Hohmann, Karsli und Möllemann sind nur der Ausdruck einer Stimmung, die sich in allen gesellschaftli-chen Schichten und quer durch alle politische Spektren findet. Der Antisemitismus wächst auch in Teilen der nichtdeutschen Communities. Es ist ein Skandal, dass Menschen, die sich als Juden zu erkennen ge-ben, in Kreuzberg oder Neukölln Angst haben müssen. Wir, migrantische Berlinerinnen und Berliner, finden diesen Zustand unerträglich.
Am Samstag findet in Berlin der so genannte al-Quds-Tag statt. Es handelt sich hierbei um eine der vie-len weltweiten Demonstrationen, die vom iranischen Mullahregime gesteuert werden und in denen re-gelmäßig antisemitische Parolen skandiert und Vernichtungsdrohungen gegen Israel ausgesprochen wer-den. Nach den bisherigen Erkenntnissen der türkischen Behörden wurden die islamistischen Attentäter von Istanbul im Iran ausgebildet. Sie haben vollzogen, was Islamisten auf den al-Quds-Demonstrationen propagieren. Deshalb protestieren wir entschieden gegen diesen Aufmarsch.
Als nichtdeutsche Menschen in diesem Land wissen wir, was es heißt, Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt ausgesetzt zu sein. Auch wenn es nicht der Grund für unsere Solidarität mit jüdischen Men-schen ist, möchten wir an eines erinnern: Als in Mölln, Rostock, Solingen und anderswo Menschen er-mordet wurden, weil sie aus der Türkei, aus Vietnam oder aus Angola stammten, als deutsche Volkspar-teien Unterschriften gegen Ausländer sammelten, waren es Vertreter der jüdischen Gemeinde, die bedin-gungslos Widerstand gegen Rassismus leisteten. Die migrantische Communities haben die jüdischen Menschen in diesem Land bei der Bekämpfung des Antisemitismus bislang allein gelassen. Es ist längst Zeit, dass wir ihnen beiseite stehen. Es ist längst Zeit, dass wir in unserem sozialen und beruflichen Um-feld, in unseren Vereinen und Organisationen gegen den Judenhass Stellung beziehen.
Gegen den weltweiten antisemitischen Terror!
Gegen Antisemitismus, wo in welcher Gestalt auch immer!
Solidarität mit Jüdinnen und Juden, in Berlin, Jerusalem, Istanbul und überall!
Kundgebung: Freitag, 21.11.2003, 18 Uhr
Heinrichplatz, Berlin-Kreuzberg
ALLE, DIE UNSERE ANLIEGEN TEILEN, SIND AUFGERUFEN, SICH AN DER KUNDGEBUNG ZU BETEILIGEN.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Schade das ich nicht in berlin wohne,...
Naja vertretet uns dort, wir bekämpfen hier grad unseren Koch und sein Sozialabbau. Aber eins dabei nciht vergessen, bekämpft Rassismus und Antisemitismus. Egal wie, egal wo, egal wann...einfach so, einfach da, einfach immer!
Antisemitismus bekämpfen!
Die Al-Quds-Marschierer
Antisemitischer Wahn ist ein Hauptstandpfeiler des politischen Islams. Einer von vielen. Selbst wenn jetzt alle Bewohner Israels sagen würden "Tschau, wir machen den Laden jetzt dicht, könnt Ihr alles haben, ab jetzt alles nur noch für Euch, wir wandern geschlossen in die Antarktis aus", selbst dann würden die Todesschwadronen und Regierungen des politischen Islams zwischen Südostasien und Nordafrika weiterhin alles bekämpfen, was irgendwie nach Lachen, Tanzen, Arbeiter- und Erwerbsloseninitiative, was nach freier Sexualität, alles was nach freier Wahl, wie man sich kleidet, und welche Musik man hören möchte, aussieht.
Der politische Islam bekommt finanzielle und politische Unterstützung aus Iran, Saudi Arabien und von der EU. Kritik an ihm wird als "rassistisch" verurteilt, da "die da unten" ja ne "andere Kultur" haben. So als ob es sich eine Frau im Iran aufgrund ihrer "kulturellen" Gene so wünscht, gesteinigt zu werden, weil sie sich gegen eine Vergewaltigung durch einen Würdenträger des Gottesstaates zur Wehr gesetzt hat. Da der politische Islam immer so schön "gegen Imperialismus" schwadroniert, lieben ihn viele linke Gruppen im Westen zutiefst, wobei sie gerne vergessen, dass er erzkapitalistisch, antilinks, strunzrechts, antifreiheitlich, schwulen-lesben- und frauenfeindlich ist. Diese Gruppen spucken den Menschen, die hierher vor dem politischen Islam flüchten mußten, ins Gesicht, genauso wie denjenigen, die in den Folterkerkern islamischer Gottesstaaten sitzen. Diese Gruppen wollen und werden einfach nie richtig zuhören wollen, was die Arbeiter-, Erwerbslosen-, Menschenrechts-, Frauen- und Jugendbewegungen aus den Regionen, wo der politische Islam stark ist, zu sagen haben.
Der politische Islam ist strikt gegen die Sache der Arbeiter und Erwerbslosen, gegen Menschrechte und für die brutale Aufrechterhaltung der Geschlechterapartheid.
Der politische Islam glaubt nicht an "Leben und leben lassen", da ist auch egal, was hiesige Romantiker über das Zeitalter des Propheten sagen und was sie über ihre Koran-Kenntnisse schwafeln, oder welche Kuschel-Sufi-Gruppe was gesagt hat, es geht um den politischen Islam, und der sieht sich solange in einem Kampf, solange noch jemand nicht unter seiner diktatorischen Knute ist. Da ist Israel und eliminatorischer Judenhaß ein Thema, es geht noch viel weiter, und ich hoffe, dass auf dieser Demo klar gemacht wird, wofür alles die Al-Quds-Marschierer stehen, und dass sie den gleichen Gegenwind bekommen, wie ihn die Mullahs im Iran von den Jugendlichen, Arbeitern, ERwerbslosen, Frauen und Studenten bekommen.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
die Antideutschen — Ali Rosenzweig
heyho — jut!!
@t.selec — dein Problem