Guardia Civil tötet

selva 05.10.2003 23:14 Themen: Antifa Antirassismus Repression
Guardia Civil tötet

Ceuta: Marokko - Spanien - Niemandsland
Der Schuss eines spanischen Guardias in den Mund tötet einen
48 jährigen Marokkaner. Humanitäre Organisationen und Anwälte
denunzieren eine Kriminalität des Kolonialismus ( El Pais,03.10.03 )
Zwischen Marokko und "Spanien " befinden sich ein doppelter Grenzzaum und ein Streifen sog.Niemandsland.Ca 500 Agenten der Guardia Civil sind dort im Einsatz. Funktionäre der Grupos Rurales de Seguridad ( Ländliche Sicherheitsgruppen ), vornehmlich aus Madrid und Andalusien , regenerieren periodisch diese Einheiten welchen auch die Kontrolle des Hafens untersteht.

Diese Mannschaften beklagen die Unzumutbarkeit ihres Dienstes der sie in permanentem Stress hält und ihnen keine tägl. 20 Minuten Verschnaufpausen gönnt. Viele ersuchen um Zurückversetzung.Der Stress läge auch an der mangelnden Kooperationsbereitschaft der mehanis, der marokkanischen Gendarme. Die Länge des Grenzstreifens beträgt 8,2 km. Die Kosten zur Dichtmachung belaufen sich auf 60 Millionen €.

Am Fr.03.10.03 versuchten ca. 30 bis 40 Personen von Marokko aus diese Grenze " illegal" zu übertreten, Es gibt clandestine Wege durch mit Gittern verdeckte Hohlhänge durch welche Menschen immer wieder den territorialen Wechsel versuchen um mit auf spanischer Seite erworbenen waren in Marokko Handel zu treiben.

Die Gruppe vom 03.10ten wurde von einer Patroullie der Guardia Civil überrascht nach deren Angaben Folgendes geschah: die in die Enge getriebenen Eindringlinge hätten sofort , ohne Versuch eines Dialoges, begonnen Steine zu
auf die Sicherheitskräfte zu werfen. Dies so agressiv und gefährlich, dass den Guardias nichts anderes übrig geblieben sei, als zu ihrer Verteidigung Rauchbomben und Gummigeschosse anzuwenden. Diese Munition jedoch sei ihnen ausgegangen, so dass sie über Funk Verstärkung anfordern mussten. Zur Überbrückung habe deshalb der 35jährige J.G.einen Warnschuss in die Luft abgegeben.
Der zweite , als Unfall bezeichnete, Schuss traf den 48 jährigen Marokkaner und Vater von 6 Kindern, Mustafa Lahrach in den Mund. Er brach augenblicklich zusammen - wurde jedoch von seinen companeros auf die marokkanische Seite gezogen, wo er der Verletzung quasi unmittelbar erlag. Nach Interpreation der Polizeien beider Länder jedoch verstarb Larach auf dem neutralem Boden des Niemandslandes, so dass sich keine diplomatischen Probleme ergäben....

Während der letzten 9 Monate sollen, laut Guardia Civil, 900 Personen den Grenzübertritt versucht haben. 230 mal sei
es dabei zu Angriffen durch Steinwürfe gekommen - was 24 verletzte Guardias und 46 beschädigte Fahrzeuge zur Folge gehabt habe.Im Juli verlor ein Marokkaner ein Auge duch ein Gummigeschoss und ein Guardia wurde suspendiert, weil er während der Grenzpatroullie seine Waffe auf Marokkaner gerichtet hatte.

Tetuan, die 3,5 km entfernte Zollstation ist der einzig akzeptierte Grenzübergang zwischen beiden Ländern.

Der Anwalt Habib Haji und Präsident des nationalen Komitees zur Befreiung von Ceuta ( autonome Stadt ) und Melilla erklärte dazu:
" In Ceuta vollzieht sich eine Kriminalität des Kolonialismus. Die Guardia Civil jedoch spiegelt vor es handle sich um irgendeine ganz " normale Grenze " .Er , das Komitee für Menschenrechte und die kleine Zivilgesellschaft der autonomen Stadt bereiten Comunicados und eine Demonstration vor dem spanischen Konsulat in Tetuan vor.

Bereits vor einem Monat verboten jedoch die Politiker Marokkos Proteste wider den Prozess gegen die Fernsehreporterin Al Yazira Taysin Alony , deren Mutter tetuani ist.
Die marokkanischen Gendarmen indess geben an , dass ihre Kooperationseinheiten aus der Guardia Civil suspendiert worden seien .

Dier Presse Marokkos schweigt die Geschehnisse tot.Ein Grossteil der Bevölkerung von Tetuan der vom illegalisierten Warenaustausch mit Ceuta lebt, sieht sich in seinen Überlebensgrundlagen bedroht. Per sog.Schmuggel werden laut offiziellen Angaben jährlich 1.500 Millionen € umgesetzt.

( Quelle : El Pais ; 04.10.03 )
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Ergänzungen

Marokko-Spanien

Schnupfen 06.10.2003 - 15:13
Wie bei  http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/sp.html zu lesen ist, gibt es auf dem afrikanischen Kontikent Besitzungen die zu Spanien gehören und unmittelbar an Marokko grenzen. Siehe auch die Karte.

WARNING

spitzel 07.10.2003 - 01:32
Bei Benutzung des Links in der oben stehenden Ergänzung wird der Inhalt deiner Festplatte durch ein entsprechendes CIA-System gescannt, also auf Interessierendes geprüft.

Außerdem sind die facts im factbook abgesehen von Allgemeinem nicht immer neutral bzw. wahr. (z.B. politische Färbung bei Entwicklungskriterien politisch missliebiger Länder wie Cuba)

eine bessere Karte ....

boykottiert den CIA 07.10.2003 - 20:40
... von Ceuta und Umgebung findet sich unter untenstehendem Link:

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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