Zweite Phase der Räumung am Itoiz-Staudamm
WEITERE MASSNAHMEN ZUR FLUTUNG DES STAUDAMMES Am Montag, dem 15. September, beginnt die zweite Phase der Räumung in der Umgebung des Staudammes von Itoiz (Baskenland, Nordspanien). Nachdem im Juni diesen Jahres das Dorf Itoiz mit Widerstand geräumt und zerstört wurde (siehe Indymedia, Juni 2003), sollen am Montag weitere 2 Dörfer zerstört werden, um die Flutung des Staudammes zu ermöglichen.
Unten folgt ein Text der Solidarias con Itoiz (Übersetzung). Für weitere Informationen zu dem Staudamm von Itoiz siehe unter www.sositoiz.com Aktuelle Informationen zur Räumung sowie zu den stattfindenden Widerstandsaktionen sind ebenfalls dort zu finden.
Unten folgt ein Text der Solidarias con Itoiz (Übersetzung). Für weitere Informationen zu dem Staudamm von Itoiz siehe unter www.sositoiz.com Aktuelle Informationen zur Räumung sowie zu den stattfindenden Widerstandsaktionen sind ebenfalls dort zu finden.
WIR WOLLEN LEBENDIGE DÖRFER, KEINE ETHNOLOGISCHEN MUSEEN!!
Am 15. September beginnt die zweite Phase der Räumung und Zerstörung der vom Staudamm von Itoiz (Baskenland) betroffenen Dörfer. Dieses Mal sind die zum Tode verurteilten Artozki und Muniain. Genauso wie die zuvor zerstörten, sind diese beiden Dörfer Spiegel überlieferter Lebensformen. Sie stützen sich darauf, respektvoll mit der Natur umzugehen. Die Zerstörung der Dörfer und die Planung des Staudammes stellen ein gutes Beispiel dar für die Form von Fortschrittsmodell, die uns aufgedrückt werden soll.
Die wunderschönen Häuser in den Bergen Navarras, Stein für Stein liebevoll aufgebaut und seit Jahrhunderten bestehend, werden ersetzt durch Beton-Bungalows und Golfplätze für Touristen im Süden Spaniens. Diese Golfplätze, die den Touristen zum Stressabbau verhelfen, können nur mit Wasser aus den im Norden angelegten Staudämmen existieren. Wasser, welches über den gespenstischen Trümmern eines vorher mit Leben gefüllten Tales fliesst.
Die seit Generationen ökologisch betriebenen Felder im Norden Spaniens werden ersetzt durch flächendeckende Monokulturen an den Küsten des Südens, welche die Erde auslaugen, das Wasser rauben und in privater Hand der Agrokonzerne liegen.
Die ruhigen Tage, an denen Menschen in den Dörfern aufatmen konnten, verwandeln sich in Tage voll Stress, zwanghaftem Konsum und Individualismus. Jene Lebensweise, in welcher Zufriedenheit mit sich selbst, das Netz innerhalb der Gemeinden, und der Respekt gegenüber Mitbewohnern und Umgebung vorherrschen, wird ersetzt durch eine brutale Lebensweise, in der Menschen ausgebeutet werden und sich Ungleichheit und Ungerechtigkeit überall ausbreiten. Von all dem, was einmal war, bleiben als einzige Zeugen nur Spuren in den ethnologischen Museen.
Auf dem WTO-Treffen in Cancún verschwören sich die Multinationalen und die mächtigen Regierungen, um unter anderem Wege zu schaffen, Kleinbauern, die ein Hindernis für den Welthandel darstellen, zu vertreiben. Dieser Weltmarkt achtet nur auf die Steigerung der Luxusgüter einer Minderheit, in Kauf nehmend den Hunger von Millionen von Menschen. Genauso werden in Navarra Dörfer zerstört, die in Subsistenzwirtschaft leben und damit den Schlüssel zur eigenständigen Ernährung des Landes tragen. Sie arbeiten in Harmonie mit der Natur, ohne andere auszubeuten.
Der Nationale Wasserplan (PHN), von dem der hier genannte Itoiz-Staudamm ein Teil ist, führt nachweislich in das grösste ökologische, ökonomische und soziale Desaster in der gesamten Geschichte des spanischen Staates. Dieser Plan treibt das territoriale Ungleichgewicht auf die Spitze. Die inneren Landesgebiete verwaisen mehr und mehr, während die Küstenzonen das Wenige verlieren, was sie an Lebensformen noch haben, um sich dem Tourismus zu prostituieren. Urbanisierung und Landspekulation breiten sich aus und zerstören nach und nach das Wesen sowohl der Menschen als auch der Orte.
Ausserdem kämpfen wir gegen den Staudamm von Itoiz, weil die Staumauer eine tödliche Bedrohung für die Bevölkerung, die unterhalb der Staumauer lebt, darstellt. Gemäss eines internen Dokumentes der „Confederación Hidrográfica del Ebro“ (CHE) erhöhen geologische Bewegungen und die neuesten Filtrierungen in dem Gebirge diese Gefahr.
Wir fordern ein lebendes Irati-Tal, mit einem respektvollem Zusammenleben von Mensch und Natur, einer Einheit zwischen Frauen, Männern und dem Fluss und seiner besonderen jahrtausendjährigen Form des Seins innerhalb der Berge.
Wir treten ein für eine Zukunft für dieses Tal ohne Einmischung, Auferlegung und Todesurteile, das einzige was wir erhielten innerhalb der Regierungszeiten der Urralburus, der Aragones (bekannte „Machthaber“), der Burgos (andere Machthaber, die klare Interessen an den hydroelektronischen Nebenprodukten von Itoiz haben) und Sanz (bekannt durch ihr persönliches Interesse am Bau des Kanals). Eben jene gehen hartnäckig über Leichen, den Drang des Irati auf eine freie und würdige Zukunft verletzend.
Sie können ihn uns nicht entreissen, er gehört uns und dafür mobilisieren wir uns und machen weiter, bis dass der Verstand ihre Barbarei des Betons verdrängt.
Wir wollen den Fluss Irati retten, damit er niemals ruhig ist, wir wollen lebendige Dörfer und lebendige Flüsse und keine Mumien und Skelette!
NEIN ZUR ZERSTÖRUNG VON NOCH MEHR DÖRFERN!
NEIN ZUR FLUTUNG DES STAUSEES!
Solidari@s con Itoiz
Am 15. September beginnt die zweite Phase der Räumung und Zerstörung der vom Staudamm von Itoiz (Baskenland) betroffenen Dörfer. Dieses Mal sind die zum Tode verurteilten Artozki und Muniain. Genauso wie die zuvor zerstörten, sind diese beiden Dörfer Spiegel überlieferter Lebensformen. Sie stützen sich darauf, respektvoll mit der Natur umzugehen. Die Zerstörung der Dörfer und die Planung des Staudammes stellen ein gutes Beispiel dar für die Form von Fortschrittsmodell, die uns aufgedrückt werden soll.
Die wunderschönen Häuser in den Bergen Navarras, Stein für Stein liebevoll aufgebaut und seit Jahrhunderten bestehend, werden ersetzt durch Beton-Bungalows und Golfplätze für Touristen im Süden Spaniens. Diese Golfplätze, die den Touristen zum Stressabbau verhelfen, können nur mit Wasser aus den im Norden angelegten Staudämmen existieren. Wasser, welches über den gespenstischen Trümmern eines vorher mit Leben gefüllten Tales fliesst.
Die seit Generationen ökologisch betriebenen Felder im Norden Spaniens werden ersetzt durch flächendeckende Monokulturen an den Küsten des Südens, welche die Erde auslaugen, das Wasser rauben und in privater Hand der Agrokonzerne liegen.
Die ruhigen Tage, an denen Menschen in den Dörfern aufatmen konnten, verwandeln sich in Tage voll Stress, zwanghaftem Konsum und Individualismus. Jene Lebensweise, in welcher Zufriedenheit mit sich selbst, das Netz innerhalb der Gemeinden, und der Respekt gegenüber Mitbewohnern und Umgebung vorherrschen, wird ersetzt durch eine brutale Lebensweise, in der Menschen ausgebeutet werden und sich Ungleichheit und Ungerechtigkeit überall ausbreiten. Von all dem, was einmal war, bleiben als einzige Zeugen nur Spuren in den ethnologischen Museen.
Auf dem WTO-Treffen in Cancún verschwören sich die Multinationalen und die mächtigen Regierungen, um unter anderem Wege zu schaffen, Kleinbauern, die ein Hindernis für den Welthandel darstellen, zu vertreiben. Dieser Weltmarkt achtet nur auf die Steigerung der Luxusgüter einer Minderheit, in Kauf nehmend den Hunger von Millionen von Menschen. Genauso werden in Navarra Dörfer zerstört, die in Subsistenzwirtschaft leben und damit den Schlüssel zur eigenständigen Ernährung des Landes tragen. Sie arbeiten in Harmonie mit der Natur, ohne andere auszubeuten.
Der Nationale Wasserplan (PHN), von dem der hier genannte Itoiz-Staudamm ein Teil ist, führt nachweislich in das grösste ökologische, ökonomische und soziale Desaster in der gesamten Geschichte des spanischen Staates. Dieser Plan treibt das territoriale Ungleichgewicht auf die Spitze. Die inneren Landesgebiete verwaisen mehr und mehr, während die Küstenzonen das Wenige verlieren, was sie an Lebensformen noch haben, um sich dem Tourismus zu prostituieren. Urbanisierung und Landspekulation breiten sich aus und zerstören nach und nach das Wesen sowohl der Menschen als auch der Orte.
Ausserdem kämpfen wir gegen den Staudamm von Itoiz, weil die Staumauer eine tödliche Bedrohung für die Bevölkerung, die unterhalb der Staumauer lebt, darstellt. Gemäss eines internen Dokumentes der „Confederación Hidrográfica del Ebro“ (CHE) erhöhen geologische Bewegungen und die neuesten Filtrierungen in dem Gebirge diese Gefahr.
Wir fordern ein lebendes Irati-Tal, mit einem respektvollem Zusammenleben von Mensch und Natur, einer Einheit zwischen Frauen, Männern und dem Fluss und seiner besonderen jahrtausendjährigen Form des Seins innerhalb der Berge.
Wir treten ein für eine Zukunft für dieses Tal ohne Einmischung, Auferlegung und Todesurteile, das einzige was wir erhielten innerhalb der Regierungszeiten der Urralburus, der Aragones (bekannte „Machthaber“), der Burgos (andere Machthaber, die klare Interessen an den hydroelektronischen Nebenprodukten von Itoiz haben) und Sanz (bekannt durch ihr persönliches Interesse am Bau des Kanals). Eben jene gehen hartnäckig über Leichen, den Drang des Irati auf eine freie und würdige Zukunft verletzend.
Sie können ihn uns nicht entreissen, er gehört uns und dafür mobilisieren wir uns und machen weiter, bis dass der Verstand ihre Barbarei des Betons verdrängt.
Wir wollen den Fluss Irati retten, damit er niemals ruhig ist, wir wollen lebendige Dörfer und lebendige Flüsse und keine Mumien und Skelette!
NEIN ZUR ZERSTÖRUNG VON NOCH MEHR DÖRFERN!
NEIN ZUR FLUTUNG DES STAUSEES!
Solidari@s con Itoiz
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Ergänzungen