Botschaft aus dem hessischen Urwald - Antideutsche vs Anarchas

Ramona Random 08.05.2003 16:51 Themen: Antifa Antirassismus Militarismus
Die Antideutsche Bewegung wird unterschätzt, sowohl in ihren intelektuellen Fähigkeiten als auch in ihrer Gefährlichkeit.
Ihre hierarchiesche Diskussionsschemen und Kriegsverherrlichung werden bereitwillig dort veröffentlicht, wo sie ihr hauptsächliches Schlachtfeld und selbsterwählte GegnerInnenschaft haben.
Einige Denkfehler und merkwürdige Auffälligkeiten habe ich hier zusammengestellt. Auch wenn das Thema für viel Überdruss sorgt, gibt es ja immer wieder welche, die gerade einsteigen. Oder sich äußern wollen.
Oder vielleicht aussteigen wollen?
Das Thema Antisemitismus ist ein trauriges.
Zu Recht sind die, die sich ausgiebig damit beschäftigen etwas enttäuscht über die mangelnde Informationsbereitschaft innerhalb eines Konstrukts, das sich Linke Bewegung nennt. Gleiches könnte man aber für fast alle Themen schreiben, Ökologie steht wieder außerhalb linker Debatten, angeblich soziale Kämpfe sind vorrangig.

Die Antideutsche Bewegung hat sich in den letzten Jahren eine erstaunlich breite Aufmerksamkeit erobert. Streng der deutschen Tradition gemäß, dass sich eine bewegung spaltet, wenn in ihr zwei unterschiedliche Meinungen vorherrschen vollführten auch so durch Radikalität scheinbar geeinte Gruppen wie die Antifas Spaltungsprozesse bis hin zur Auflösung. Auf den Maidemos gab es dann zum ersten Mal Linke Gegendemos gegen Pro - Israeldemonstranten.
Genau hier jedoch entsteht ein Kreislauf, den die Antideutschen meiner Meinung nach bewußt in Gang setzen. Durch eine (später genauer) Taktik des "sich unbeliebt machens" und der gleichzeitigen bedingungslosen Identifikation mit einer Volksreligion, bzw deren "Schutzmächte" können die Antideutschen nun alle Agressionen, die sich gegen ihren Argumentationsstil richten als erst recht antisemitisch umdeuten, denn sie sind ja pro Israel, und alles was gegen sie ist, ist eben auch gegen Israel. Damit ist ihre Theorie bestätigt, dass nämlich die gesamte Linke, sowie alle Deutschen AntisemitInnen sind.

Zum Antiamerikanismus:
Die Frage stellt sich in dem Sinn ihrer Bewegung.
Solidarität mit den USA zu fordern ist ein Bankrott des Begriffes Solidarität. Solidarität findet der Definition des Wortes nach gegenüber Schwächeren oder innerhalb Unterdrückter statt.
Welche Erfolg bringt Solidarität mit der einzigen Supermacht der Welt, die das Potential hätte jeden Angreifer, einschließlich denen innerhalb des Staates buchstäblich zu "atomisieren"? doch höchstens den, dass sich die Supermacht seinerseits generös zeigt und sich im Extremfall auch solidarisiert. Dem Sicherheitsgefühl der Supermacht kann man dadurch nur ein so kleines Quentchen zufügen, dass es nicht weiter auffällt zwischen Tausenden Atokmwaffen. Die Verbrechen der USA sind zu Genüge bekannt, etwas möchte ich noch hinzufügen:
Die USA in eine derartige Verbindung mit Israel zu setzen wie dies in antideutschen Schriften geschieht ist ebenso fatal wie falsch.
- Die USA traten erst in den Krieg ein, als sie angegriffen wurden.
- Ein Schiff mit Jüdischen Flüchtlingen, das in Kuba lagerte sollte abgewiesen werden.
- Heute werden Personen, die mit genau der gleichen (DE)Motivation fliehen wie damals Juden aus den deutsch besetzten Gebieten abgewiesen, unter anderem alle islamischen Flüchtlinge.
In den USA werden islamische BürgerInnen systematisch diskriminiert, ein Großteil der islamischen BürgerInnen erwägt die Ausreise oder ist bereits in die benachbarten Statten, v.a. Kanada, das bereits Probleme bei der Aufnahme hat ausgereist.
In den USA existieren nach Augenzeugenberichten zur Zeit keine demokratischen Freiheiten mehr, die Redefreiheit ist eingeschränkt, ein öffentlicher Diskurs über Krieg kann nicht stattfinden. Die Verschärfungen der Gesetze wurde nicht aufgehoben, Tausende sitzen ohne Prozesse in Zellen, allein aufgrund ihrer Religionszugehörigekeit. Das sind beunruhigende Signale und eben Elemente eines rassistischen Staates. Das sollte uns um so mehr Gedanken machen, als die USA Atomwaffen immer noch als kriegsfähig und nützlich ansehen und Mininukes weiterentwickeln.
In den USA breitet sich eine Sekte aus, die Kreationisten, die an die Schöpfungsgeschichte der Bibel glauben. Diese betreibt eine Systematische Zensur von Schulbüchern, in zwei Bundesstaaten wurde die Evolutionstheorie Darwins gestrichen oder als lächerlich gegenüber der biblischen dargestellt. Auch die MArionette Bush hat den Kreationisten umfassende MAßnahmen zugesagt.
Die USA sind mehrheitlich von der protestantischen Erwerbsethik geprägt, nach der Arme nur von Gott gestraft werden und Bill Gates ein Heiliger ist. Warum sollte diese Staatsreligion (das ist sie! Gods own country, In God we trust etc.) als christliche Sekte eine andere Religion wie das Judentum in Schutz nehmen? Die evangelischen Missionare hatten noch nie eine besonders gute Beziehung zu anderen Religionen, dafür um so mehr Geld, um zu bekehren. Wenn sie das tun, dann allein aus Kalkül sowohl humanitärer Art als auch militärischer Art.
Aus den USA kommen (tatsächlich, nicht nur dem Wucherbegriff nach) rassistische und antisemitische Organisationen wie der Ku Klux Klan, die NSDAP-AO hat in den USA GönnerInnen und Mitglieder, Die faschistischen Paramilitärs in Kolumbien werden von den USA aus trainiert und bezahlt usw.usf....

Die Verknüpfung US-amerikanischer Interessen mit den nationalen Interessen des Staates Israel hatte
fatale Folgen für die israelische Opposition. Einerseits stieg Israel in ein Atomprogramm ein, obwohl es jahrelang leugnete Atomwaffen zu haben, andererseits beteiligte es sich an militärischen Operationen der USA, zum Beispiel in Nicaaragua bei der Unterstützung der Contras und des contrarevolutionären Kampfes.
Auch fallen die Antideutschen, angebliche Linke vor allem denen in den Rücken, die selbst jüdisch sind und ihren eigenen Staat kritisieren, unter anderem N. Chomski.
In Israel gibt es vergleichbar mit der linken Bewegung in Deutschland eben auch eine pazifistische BEwegung, die sich für einen Friedensprozess ausspricht und das aggressive Verhalten des militärs kritisiert. Die Bewegung der Kriegsdienstverweigerer in Israel wäre nach der Argumentation der Antideutschen antisemitisch. Damit sollte klar sein, dass die Antideutschen in keiner Weise das Recht haben, sich links zu nennen, da sie sich ausschließlich mit Regierungsparteien solidarisieren, nicht aber mit emanzipatorischen oder gar pazifistischen Bewegungen. IM Gegenteil, sie leugnen die Existenz einer solchen in Israel durch ihre Heiligsprechung der Politik Scharons und Rumsfelds.

Dass die Antisemitismusvorwürfe auch oft richtig sind und nur aufgrund eben der intensiven Recherche der Antideutschen öffentlich wird macht einen Grund ihres Wachstums aus. Dennoch, die meisten Linken sind sensibilisiert geung, um differenzieren zu können zwischen dem Staat und den einzelnen Menschen. Das können die Antideutschen nicht und deshalb sind sie in ihrer Wirkung nur schädlich für die Israelische und US-amerikanische opposition und nicht zuletzt eben auch für die deutsche.
Die Rundumschläge (unter anderem wird in antideutschen Veröffentlichungen Indymedia als antisemitische morgenpost beschimpft) sind ungerecht denjenigen gegenüber, die sich seit Jahren gegen den rechtsextremismus und Antisemitismus engagieren.

Antideutsche könne außer ihrer zeitung Bahamas keine kreativen Aktionen vorweisen, einerseits wird jegliches ökologisches konzept abgelehnt, weil ja hitler Umweltschützer gewesen sein soll oder so andererseits gibt es keinerlei Gesellschaftsmodelle, die vertreten werden, außer eben dem Ideal des neokolonialismus in den USA.

Zur Argumentationsweise. Anhand kleiner Fehler in einem Text wird das gesamte Gesagte als Lächerlich und natürlich antisemitisch degradiert. Mit zynismus und Gelächter zu argumentieren ist elitär. Wenn wirklich jemand etwas nicht weiß ist das keine Schande sondern einfach behebbarer Erziehungsfehler. Die Antideutschen sagen zum Beispiel auf die Kritik einer Anarcha: In dem flugblatt hätte eben ein rassistischer Vergleich der Palästinenser nicht gestanden, aber er hätte ja drinstehen können. Übersetzt: Die hatte Hallus und lügt. T
olle Argumentation. Da hatte eine zumindest soviel Respekt vor der Meinungsfreiheit, dass sie ein komplett durchgeknalltes Flugblatt der Antifa nicht abgerissen und zum Zitat mitgenommen hat, drei tage später erscheint eine abgemilderte und verbgesserte Form des Flugblattes und alles soll wieder heileheile sein und gar nicht dringestanden haben?
Die Argumentation ist eine rein emotionale, selten hört man eben geschichtlich dafür dann sehr gut hinterfütterte NAchforschungen aus antisemitischen Vergangenheiten einzelner Personen.

Der Nationalismus Israels wird für gut befunden, die EZLN aber wegen ihrer Völkischen einstellung verdammt.
in Kolonialen Gesellschaften ist Nationalismus grundsätzlich anders zu betrachten als der europäische. "Patria o muerte", Vaterland oder Tod ist einer der Rufe der südamerikanischen Revolutionäre, die als einziges gegenmodell zu einem gleichgeschalteten postkolonialem Südamerika als Pisspott der USA eben den NAtionalstaat in sicheren Grenzen, die es gegen den Imperialismus zu verteidigen gilt sahen. Dazu gibt es genug literatur um weiter darauf einzugehen, das Phänomen des revolutionären Nationalismus (IRA, ETA, FSLN...) ist zu komplex um es mit dem dumpfen deutschen Nationalismus in einen Topf zu schmeißen.

Zum Rassismusbegriff innerhalb der Antideutschen

"Botschaften aus dem hessischen Urwald" hieß die Überschrift in einer Marburger Antideutschen Schrift. Der gesamte Artikel stellte einen rundumkahlschlag in der linken MArburger Szene dar, alle erfolgreicheren linken Projekte des letzten Jahres wie ein Bioeinkaufkollektiv und ein besetztes Haus wurden erstmal gründlich runtergemacht. Alle nicht perfekten oder in Irgendeiner Weise angreifbaren, weil in entfernter Verbindung zum Kapitalismus stehenden einzelheiten (Zit. Umsonstladen folgt dem Verwertungsprinzip des Kapitalismus, ...man kann sich Sperrmüll umsonst abholen)wurden als Grund gesehen, das Ganze als kindisch, rechts und kontrarevolutionär erscheinen zu lassen.
Die Überschrift ist aber schon bezeichnend:
Botschaften aus dem hessischen Urwald.
Die Antideutschen verwenden also selber ganz gerne mal das Bild des Hinterlandes, des Urwaldes, aus dem ja nur Bummmbummmusik kommen kann und irgendwelche Indianer mit Buschtrommeln Rauchzeichen sich übermitteln. Aber da das ja auch wieder Völker sind, also Nationen, also Rassisten kann man die ja mal dazu verwenden um ein Bild zu schaffen.
Das macht aber auch sehr schnell die Großstadtmentalität der Antideutschen deutlich. Entstanden ist das Ganze ja in Berlin, dem Mekka aller Schickimickilinken, alles auf dem LAnde, wie Marburg ist hessischer Urwald oder böhmische Dörfer, ihre Aktivisten eben daraus folgend böhmische Gefreite.
Diese Metrofixierung wird an einem weitern Element antideutscher Argumentation deutlich. Paralell mit einer bedingungslosen US-solidarität wird nämlich Stalin schöngeredet wie noch was.
Darüber will ich mich nicht weiter auslassen, aber alles in allem ergibt das Ganze schon ein komisches Bild:

1. Die Antideutschen fordern bedingungslose Solidarität mit Israel
2. Die Antideutschen fordern bedingungslose Solidarität mit den USA

1 und 2 müssten eigentlich dann in Konflikt kommen, wenn in palästina eine USamerikanische friedensaktivistin von einem israelischen Panzer überrollt wird. tut es aber nicht.

3. Stalin und die UDSSR werden mit ähnlichem Elan verteidigt, stellen sie doch einen Gegenspieler Hitlers dar.

2 und 3 kommen sich merkwürdigerweise ebenfalls nie argumentativ in die Quere.

4. Sämtliche Aktivitäten der Antideutschen beschränken sich auf das linke Umfeld, alles was links zu sein vorgibt wird auf Antisemitismus und Mängel geprüft, um es (da es kein perfektes Projekt gibt) in die gleiche tonne mit den anderen zu stecken.

5. Negative Auswirkungen hatten die Antideutschen ausschließlich auf die linke Bewegung, es haben sich mittlerweile fast alle Berliner Antifas gespalten. Es hat sich aber noch keine antisemitische Organisation wie die NPD oder die hessische CDU aufgelöst oder gar kritisiert oder beachtet gefühlt.

6. Antideutsche lassen sich nicht auf öffentliche Diskussionen ein. Ihre Taktik ist es, ein flugblatt oder eine SChrift zu schmeißen und dann im namenlosen Nebel zu verschwinden. Auf Gegenargumente gehen sie nicht ein, sie haben ja sowieso recht.
Auf der Gegenseite (der Linken) wurde einiges an Sensibilität für das Thema aufgenommen, mit dem Thema Israel wird etwas vorsichtiger umgegangen, innerhalb der Antideutschen bedient man sich aber munter weiter rassistischer Bilder und Vergleiche, jubelt Kriege der USA hoch zum israelischen Befreiungskampf und pöbelt weiter auf Teufel komm raus.
Der Verdacht liegt eben nahe, dass hier intelligente Köpfe eine Taktik gefunden haben, mit einem Thema, bei dem niemand unbetroffen sein kann, weil ja fast alle in Deutschland deutsch sind (die Antideutschen sind sicher nicht jüdisch) die Linke zu spalten und anhand einer einzigen Frage komplett zu demontieren. eigentlich für Bullen zu schlau, es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass es sich hier um verbitterte Kämpfer handelt, ehemals linke, die eben statt nach rechts zu gehen (wie Mahler, biermann etc.) versuchen, sich ein Feld noch weiter links freizuboxen. Dass sie sich dabei bis nach rechts durchgeboxt haben ist wohl eher Selbstläufer als durchorganisierte Taktik. trotzdem sollte man sehr genau prüfen, welche Personen denn als Antideutsche Aktiv werden und in welchen (gutinformierten) Kreisen sie noch verkehren!

lösungen können hier nicht angeboten werden, auf den diskussionsforen reichen diese von Antideutsche raus bis Deutsche raus.
Ein Ende des hickhacks ist aber unbedingt nötig, wenn in irgendeiner weise effektiv auf die faschistischen TEndenzen in diesem Staat einfluss genommen werden soll.
Diese Faschistischen tendenzen werden in Deutschland wie in den USA von den Antideutschen nur unterstützt, in keiner Weise jedoch bekämpft. Wäre zu wünschen, dass sich die Antifas wieder mit dem beschäftigen wozu sie da sind, mit den Glatzen und den Grünen vor ihrer Haustür und nicht mehr mit internen Streitfragen über Länder in denen sie noch nie waren und auf die sie keinen einfluss haben.

Mit solidarischen Grüßen

Ramona Random aus Marburg

Free Mordechai Vanunu and all other war resistors!
Free Mumia Abu Jamal!
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Ergänzungen

schluss mit dem verschwörungs-schwachsinn.

mobster 08.05.2003 - 18:48
es mag einigen linken szene-kuschelern ja nicht gefallen - aber was die anti-deutschen vorantreiben ist eine inhaltliche diskussion. es geht um argumente und nicht um ein sich irgendwie-links fühlen, um anaylse und kritik und nicht um verzichtsethik und pc-getue.
man mag ja mit einigem was die anti-ds veranstalten seine probleme haben, dennoch offenbaren die hilflosen und tief emotionalen reaktionen der rest-"linken" doch vor allem eins: die unfähigkeit eine eigene kritik zu formulieren.
so lange die deutsche linke ist wie sie ist, tuen anti-deutsche bitternot.

Verzeihung

aber quatsch 08.05.2003 - 19:18
hallo Mobster

Die Unfähigkeit Kritik zu formulieren kenne ich eigentlich weniger von Linken wie von Antideutschen. fundamentalopposition kann man Als Egozentriker mit allen Themen durchführen, ob nun mit Faschismus, Sexismus, etc.
Wenn linke aber immer weiter Linke fertig machen, wird das nie was.
Zum beispiel wird nicht akzeptiert, dass Junge Leute, die zuum ersten Mal in die politische Szene reinschnuppern auch mal was falsches sagen. Und da hab ich das schon öfter erlebt, dass leute, die eigentlich noch gut was drauf hätten ,wegen einer falsch gelesenen Tatsache so dermaßen in Grund und Boden gestampft wurde, dass sie danach bestimmt kein Bock mehr auf Aktivität in linken Gruppen hatten.
Zu die Antideutschen sind bitter nötig:
Wozu denn?
Dass man alles einsieht, selber antideutsch wird und Bush die Hämmorhoiden streichelt? Was unterscheidet mich dann von Frau Merkel oder Schröder? Das Gehalt?
Oder dass man seine Kritik verschärft und erst recht auf Amerika abgeht? Ich glaube das haben die meisten nicht nötig.
Das Problem ist doch folgendes:
Da sind Leute die rennen offene Türen ein mit Diskussionen um Gruppenprobleme, die eigentlich gar keine sind (z.B. sind Antisemitismusvorwürfe innerhalb der Antifa teilweise echt ganz schön lachhaft, bloß weil man einen anarchistischen Ansatz hat und nun mal keinen Militärstaat toll finden will) und kosten so einfach UNmengen an Zeit, die besser woanders aufgehoben wäre.
Ich kann ehrlich gesagt kein Ziel der Antideutschen sehen. Sie haben weder eine Vision von einer besseren Linken, noch ein Informationskonzept, das meiste stammt aus den sechzigern, noch machen sie irgendwie kreative Sachen oder auch was waws irgendwem Nutzen bringt....
Die Antideutschen werden erst aufhören, wenn es keine andersartigen Linken mehr gibt. Ob es da noch Faschos gibt ist ihnen herzlich wurscht.
Bisher war alles, was die Antideutschen vceröffentlicht haben Antilinks, also rechts.
Und da haben wir auch das irgendwie links fühlen.
Leider fühlen sie sich links, wenn sie eine Antifa unterwandert haben und stolz auf ihren Hetzschriften die zwei Fähnchen tragen.
Fühlen sich also ganz furchtbar links, quasi noch linker und unantisemitischer als der fucking rest of the kümmerliche DGB Jugend.
Links heißt aber auch tolerant zu sein gegenüber sachlich vorgetragener Kritik und andere Meinungen auch mal zu akzeptieren.
Eine Organisation, die behauptet allein recht zu haben ist nichts anderes als eine Sekte, in dem Fall eine Politsekte.
Und genau damit haben wir es hier zu tun.
Verfängliche Ideen, ein einfaches Schlagwort, Einen Feind (die antisemitische Linke), und einen Heilsbringer, die USA.
UNd keinerlei Diskussionsbereitschaft in der Frage, die sie zu dem macht was sie sind. Ohne Antisemitismus wären sie nichts. Also müssen sie ihn sich schaffen.
fertig

Ulf

Mhhh, naja

Meine Meinung dazu 08.05.2003 - 19:19
An den Sekten-Bernd:
Kannst Du mal ein Beispiel für antideutsche Kritik bringen, die INHALTLICH ist? Ich kenne auch bloss Eure Pöbeleien und Diffamierungen.
Du machst es wie immer: Diffaieren und Behaupten. Daß Du "so lange die deutsche linke ist wie sie ist, tuen anti-deutsche bitternot" schreibst ist klar. Nazis sagen das auch. Punktuelle Zusammenarbeit mit Staat und Nazis sind ja für Antideutsche keine Ausnahme. Viele von Euch sind klar rechtskonservativ sozialisiert und verachten jeglichen progressiven Ansatz. Aber letztlich gehts un eine identitätsschaffende Wohlfühlideologie, die Ihr Euch geschaffen habt. Daß diese Ideologie völlig wirr und widersprüchlich ist, macht Euch dabei gar nichts. Hauptsache man hat was zum festklammern.

An den Autor des Textes:
Spar Dir die Mühe. Seit Jahren versuchen Leute mit denen zu diskutieren. Antideutsche wollen nicht diskutiieren, sie wollen zerstören. Ignorieren bringt hier noch das meiste. Stell Dir vor, wir würden uns jetzt alle unser halbes Leben mit irgendwelchen Stalin- und Wertmüller-Sekten beschäftigen. Irgendwie ist die Linke selbst schuld, daß neokonservative antideutsche Ideologen soviel Platz haben. Die Linke hat den Antideutschen den Platz eingeräumt.
Mein Tip: Kämpf lieber für eine bessere Welt als gegen ein paar durchgeknallte Sudies und Millionärs-Söhnchen. Das ist es nicht wert. Die sind ja nur Auswüchse der Verhältnisse.

Friedhof der Kuscheltiere ist hier aber nicht

k.A. 08.05.2003 - 19:25
Also ich brauche z.B. niemanden, der mir erklärt, dass indymedia ein "antisemitischer Stammtisch" ist. Komischerweise spammen gerade solche Splitter-Fraktionen hier ihre Statements und Flugblätter zur Zweitveröffentlichung rein, beschimpfen ihre Kritiker und haben selber kein "Open Posting" auf ihrer Webseite.

siehe -> Broschüre: Intifada an der Uni nebst Ergänzungen, spricht für sich ...

 http://de.indymedia.org/2003/05/50413.shtml

@ramona random

Zacharias Zufall 08.05.2003 - 19:35
also dein weltbild ist ja mindestens genauso notdürftig zusammengeschustert, wie das der antideutschen. da geht ja wirklich einiges drüber und drunter, alles ziemlich wirr und größtenteils unhaltbar.

und wie ist denn dieser satz zu verstehen:
" weil ja fast alle in Deutschland deutsch sind (die Antideutschen sind sicher nicht jüdisch) die Linke zu spalten und anhand einer einzigen Frage komplett zu demontieren. "

die antideutschen sind also deutsche, weil sie "sicher nicht jüdisch" sind. juden sind also nicht deutsch bzw juden nicht deutsch? jaja, alles falschverstanden und verdreht, ich weiss, es kommen immer die gleiche dummen ausreden.
allerdings finde ich, dass du hier dem antisemitischen bild folgst, nachdem juden immer als juden und nicht als deutsche, engländer, franzosen etc wahrgenommen werden, als rein über ihr "jude sein" definiert werden. juden sind also fremdkörper in einem land, werden als nicht deutsch, nicht dazugehörig wahrgenommen.
ich will dir nicht unterstellen, generell antisemitisch zu sein, aber hier folgst du eben einem solchen denkmuster und zeigt mal wieder, wie tief antisemitismus in der bevölkerung verankert ist.

gerade deshalb tut eine linke not daran, sich mit antisemitismus und besonders dem eigenen, intensiv zu beschäftigen. sonst gehen nämlich auch deine von dir geforderten aktivitäten gegen faschos und cops in die hose. zudem sollte neben aktivismus auch noch platz für ein diskurs sein, der vielleicht wichtiger ist als der biotauschring oder ähnliches...

objektivismus

schwarze feder 08.05.2003 - 19:39
inhaltliche analyse und kritik ist ein selbstläufer. donna haraway nennt das den gottestrick: so zu tun als sei mensch nur denkend da oder nur kopf und könnte aus seiner unreflektiertenn perspektive heraus alles herausfinden.
alle existierenden unterdrückungsformen sollten ernstgenommen werden und das heißt, dass wir uns hierin zu verorten haben als basis für unsere theorieproduktion.
antideutsche machen dies reduziert: sie reflektieren sich als deutsche, aber nicht sich als "weiße", "gesunde", "mittelschichts-", "hetero-" "männer".
dies ist ein rückfall hinter feministische erkenntnistheorien.

@ramona random

ramona riot 08.05.2003 - 20:45
Anfänglich war der Text ja recht Objektiv,
aber die letzten 2/3 sind ihrerseits nur diffamierungen pöbeleien. Nicht besser als der von dir angeprangerte Kram.

Zum Spalten gehören immer 2

@ramona

clandestino 08.05.2003 - 22:21
Schon allein, dass du eine "antideutsche Bewegung" als echten Machtfaktor innerhalb der radikalen Linken herbeihalluzinierst, und auf dieses Schreckgespenst deine "Analyse" (die nichts als eine Aneinanderreihung des schon tausendmal Gepöbelten ist) aufbaust, macht deinen Text absolut wertlos. Und was redest du gegen Spaltung? Du bist schliesslich auch dafür. Ich im übrigen auch, jedenfalls was das Abspalten von durchgeknallten Israelhassern und reaktionären Antiamerikanern angeht- da hab ich nix dagegen, ganz im Gegenteil.

@Meine Meinung dazu

clandestino 08.05.2003 - 22:31
Du schreibst:
"An den Autor des Textes:
Spar Dir die Mühe. Seit Jahren versuchen Leute mit denen zu diskutieren. Antideutsche wollen nicht diskutiieren, sie wollen zerstören."

Tja, das ist aber komisch, dass ich da komplett andere Erfahrungen gemacht habe. Wer will, der kann; wer nicht will, der will nicht... oder ist einfach nicht fähig dazu. Wütend, mal als Antisemit beschimpft worden zu sein? Nachvollziehbar. Aber scheiss drauf. Ich wollte wissen, was hinter diesen antideutschen Positionen steckt und ich habs mir geholt, Beschimpfungen und Ärger zum Trotz. Jetzt werd ich als Antideutscher beschimpft. Aber wie gesagt: scheiss drauf. Comprende? Nehmt euch bloss nicht alle so ernst, wir sind alle nur ganz unwichtige Fürze.

tja, clandi

08.05.2003 - 22:50
nur weil du jetzt deren einfache monokausale logik liebst und jetzt deren dünnschiss mitverbreitest, hassen dich alle. wie gemein!
von dir kommt komischerweise auch nie was inhaltliches. einfach nur pöbeln. immer schön gegen DIE anderen. und überhaupt: was fällt DEN anderen überhaupt ein, anders zu
denken als du? das können ja nur nazis sein! die finden ja nicht mal hammer&sichel gut.

09.05.2003 - 00:08
Gibt es jetzt schon Aussteigerprogramme für Antideutsche ??? (s. 4. Zeile oder so)

hmmm

??? 09.05.2003 - 00:20
Und wieder frag ich mich, wenn es die Linke nicht mal schafft sich miteinander zu verständigen. Was soll den das Ganze nach einer " Revolution " werden?? Spereren die sich dann gegenseitig weg oder was und sind das dann politische Gefangene??? ALSO was pasiert mit den anderes denkenden, wenn eine der Gruppen was zusagen hat?

@???

clandestino 09.05.2003 - 00:36
"Und wieder frag ich mich, wenn es die Linke nicht mal schafft sich miteinander zu verständigen. Was soll den das Ganze nach einer " Revolution " werden?? Spereren die sich dann gegenseitig weg oder was und sind das dann politische Gefangene??? ALSO was pasiert mit den anderes denkenden, wenn eine der Gruppen was zusagen hat?"

die einheit und reinheit der radikalen linken ist keine bedingung für revolution. die einheit und reinheit der radikalen linken ist mir im übrigen ziemlich wurscht. es geht nicht um die radikale linke, es geht um revolution. und revolution bedeutet nicht, die bürgerliche gesellschaft in eine riesige einheitliche radikale linke zu verwandeln.

Ist doch egal...

wayne 09.05.2003 - 00:41
Ob's nun die Juden, die Deutschen, die Schwarzen, die Homo's ... oder anders gesehen die Kirche, der Kapitalismus, die Demokratie, etcpp. sind: Menschen neigen dazu, sich ihre Feindbilder zu schaffen. Je nach eigenen Ideologievorstellungen andere, mal aus eigener Überzeugung (bis hin zum Fanatismus), mal um zu einer Gruppe dazuzugehören. Das macht doch keinen Halt vor politischen Überzeugungungen irgendwelcher Art, sondern ist Bestandteil menschlichen Daseins.
Das Diffarmierung als politisches Mittel mißbraucht wird, ist auch nicht gerade eine Neuigkeit. Wer dies Mittel nutzt, diskreditiert sich imho jedoch nur selbst.
Was die Ideologien angeht, ist die einzige emotionale Frage, die diskutiert werden sollte, ob diese moralisch haltbar sind. Und dieser Diskurs sollte imo immer im gleichen Maße mit sich selber, wie mit (aus eigener Sicht) dem Gegenübers (dessen Einstellung man ja kritisiert) geführt werden.
Schlußendlich entscheidet jedoch jeder selbst über seine Einstellung. Und eine Vielfalt verschiedener Meinungen und Positionen kann nur förderlich sein, wenn diese nicht starr bleiben sondern sich die Fähigkeit des Wandels offenhalten.

Guter Grund

Ramona Random 09.05.2003 - 14:02
Hallo

Na, das sind ja wieder Argumente, die hier auf den Tisch egbracht werden. Du bist doof, du nicht, da stimmt eine Zeile in dem Text nicht, deshalb ist alles schwachsinn, nett.

Zuerst mal: Ich habe geschrieben, dass Antideutsch sicher nicht jüdisch seien. im Einzelfall möglicherweise eine Pauschalisierung, unvorsichtige Behauptung, ok, denkt euch den Satz raus. Ich glaube übrigens auch, dass sie nicht amerikanisch sind. Nur so, wer da wen in Schutz nimmt und sich als Papi aufspielt.

Zur Halluzinierung der Ausbreitung:
Zumindest in Berlin und MArburg ist das Problem ein reelles, es tauchen antideutsche rassistische Flugblätter auf, dicke (teure) kostenlose Hefte liegen aus, in denen die gesamte Linke verhezt wird. Auf allem das Symbol der Antifa.
In Gießen veranstaltet die Antifa Stalinjubelparties.
Nun ja, da könnte man sagen, das is nicht so wild, wenn das nur sagen wir 10 bis 20 in einer Stadt mit 300 Linken sind.
Außerdem sinds nur 150 und 10 Prozent ist verdammt viel!
Ich finds aber verdammt schade um die Antifa.
Es gab nämlich mal Zeiten da hat die richtig gute Antiburschi infos geschrieben.
In Berlin sind die Antifas ja auch ziemlich gepalten.
Stellt sich nun die Frage nach dem Umgang: Ignorieren wäre gut, aber tut mir leid, Rassisten zu ignorieren ist nun mal grund falsch. Und zwischen aufbauschender Wahrnehmung, die nur das Licht auf obskure Wichtigtuer lenkt und differenzierter Beschäftigung mit dem Schaden den sie anrichten sind zwei Sachen.

Mein Weltbild sei zusammengeschustert. Ach nee, und du hast natürlich n rotes Telefon zum großen Arkelanfall, der dich immer über gut und böse informiert?
Natürlich isses zusammengeschustert, ich les auch nur Zeitung und Bücher und war im 2.Weltkrieg noch nicht mal im Bauch meiner Mom. Trotzdem, sag mir doch mal, wo konkrete Lücken sind, anstatt so unqualifizierte Statements von oben herab zu kotzen du MAcker.

Hochachtungsvoll

Ihre Ramona Random

Ich finds auch

ziemlich unheimlich 09.05.2003 - 14:07
wenn 10 % der LInken auf einmal rassistisches Gedankengut verbreitet, weil 0,01 % der "Linken" nen Schatten hat und ab und zu mal über Israel herzieht.

@ramona

clandestino 09.05.2003 - 15:44
zum thema "rassismus und antideutsche" lies doch einfach ma hier weiter:  http://x-berg.de/racism/03/01/14/0312240.shtml (sowas wie diesen text versteh ich übrigens unter einer fundierten kritik)

@wayne & ziemlich unheimlich

weist 09.05.2003 - 15:48
@wayne: tja, so isses. besonders der letzte satz. die paar anti-ds tun ja wohl wirklich keinem weh; für mich sind das leute, die oftmals unreflektierten kram ablassen (bzw mit ihrer kritik zu sehr auf linke und zu wenig aufs rechtsbürgerliche spektrum abgehen, vgl. antideutsche kritik an der friedensbewegung - die progressive antikriegsbewegung können ja wohl kaum gemeint haben...) und manchmal echt brilliante und provokative anstöße zum nachdenken geben.

@ziemlich unheimlich: newar? man könnte grad glauben, daß antideutsche provo einen nerv getroffen hat... diese scheiß-israelfixierung vieler linker z.b. - es geht ja wohl genug dreck auf der welt ab, daß man sich etwas aussuchen kann, das unkontrovers ist und statt mit 500 leuten gegen den widerstand von 5 antideutschen mit 505 leuten und vereinten kräften dagegen angehen kann. was ist mit kongo (der schlimmste krieg seit ende des kalten immerhin), was ist mit tschetschenien? was ist mit der rassistischen flüchtlingspolitik australiens, was ist mit columbien, argentinien, sweatshops, bildungsklau, hartz etc pp?
wenn wir 'den juden' etwas schuldig sind (als deutsche), dann nicht immer besser zu wissen als sie selbst, wie die probleme israels gelöst werden.

oh, und ich glaube, die meisten anti-ds sind linke (nicht unbedingt progressive linke, aber das sind viele kommies auch nicht). die debatten über nahost und usa sind insofern akademisch, als daß wir hier und nicht dort leben, und daß immer noch vor der eigenen tür zuerst gekehrt wird; oder anders: gegessen wird in d-schland, was aus deutschen landen frisch auf den tisch kommt - und den anti-d möchte ich sehen, der versucht, hartz oder die rassistische flüchtlingspolitik der opposition schönzureden!

seid nett zueinander ;-)

Konfus

Knecht Ruprecht 09.05.2003 - 17:38
Hallo habt ihrs nicht kapiert?
Nicht das Thema Antisemitismus ödet alle an, sondern die Antideutschen, oder zumindest die die sich so nennen.
Dass nicht alle Antideutschem das CIAWochenblatt BAhamas lesen ist klar und dass da auch echt krass schlaue Köpfe stecken auch. Gegen die hat ja auch keiner was gesagt (oder vielleicht am anfang ein paar knallos, deshalb denken sie jetzt, die ganze Linke wär antisemitisch).
Einige Texte des Politbureaus der Antideutsch sind ganz schön perfekt und auch nützlich. Wenn man sich aber auf der Ökologieseite immer wieder anhören muss. dass man antisemitisch ist, weil man NAtur schützen will ists doch keinWunder, dass keiner mehr Bock auf Antideutsche hat.
Und das Flugblatt, das in Marburg nme kurze Zeit von so zweien aufgehängt wurde hatte echt nen ganz schön harten ton drauf, Palästinenser wurden da nur noch böse gezeichnet. Würd ich ohne probleme "rassistische SCheiße" draufschreiben.
Was in Israel Seminaren passiert weiß ich nicht, daher muss ich den Ausführungen der Antifa ertsmal ganz unvoreingenommen glauben.
Es wäre leichter, sich mit guten antideutschen Texten zu beschäftigen, wenn sie nicht in der MAsse des Schrotts untergehen würden, der gleichzeitig fabriziert wird.
Wie eben zum Beispiel der jüngste Text mit dem "botschaft aus dem hessischen Urwald". Das ist echt nur noch kontraproduktiv und scheiße.
Übrigens, kleine Frage zur Berichtigung ausgesetzt:
Sind mit Semiten nicht alle in der Region gemeint? Ich dachte da würden auch die Palästinenser dazugehören.
Korrigiert mich.

Der Nikolaus vom Osterhasi

Rassismus

Kommie 09.05.2003 - 18:47
Zum Thema "Rassismus" haben wir "Ramona Random" alias "Anarcha" schonmal geantwortet. Wen's interessiert, der kann's nachlesen.

 http://www.geocities.com/kosmopolitbureau/editorial.html

Da ich gerade keine Lust und Zeit habe, auf alle Vorwürfe, die hier geäußert worden sind, zu anworten, verweise ich auf das, was wir schon geschrieben haben.

"Semiten": wir betreiben keine Rasseforschung, sondern Ideologiekritik. Antisemitismus ist eine Denkform, es geht nicht darum, daß eine mysteriöse "semitische Rasse" unterdrückt wird.

neeeee

mobster 09.05.2003 - 20:23
was ne diskussion. nd ich bin "anti-deutsch"... tsss... dises indymedia-diskussion ist beispielhaft für die deutsche linke: hauptsache gemeinsam (und seien es die letzte antisemiten) und irgendwie viele. revolution machen! das sowas mit verkürtzer kritik auch furchbar in die hose gehen kann (siehe kpd in den 30ern) interessiert scheinbar keinen.

Ich hab hier keinen bock irgendwelche anti-ds in hintertupfingen für ihre (un-)taten zu verteidigen, ich möchte nur betonen, dass es zu einer gründlichen Revolution ersteinmal zu begreifen gilt, wogegen man eigentlich revoltiert. in diesem sinne: für eine radikale kapitaklismuskritik!
und dabei leisten anti-ds mehr als die rest-linke in den vergangenen jahren beim wagenburg wohnen, selbsttherapieren und für den "frieden" demonstrieren.

einam hin und einmal her

irgendwie links das ist nicht schwer 09.05.2003 - 20:49
Also auf der einen Seite wirft mensch den Antideutschen vor das sie sich lediglich "Reden" würden, und sich von Antifa zu einem Diskutierklub degradiert hätten. Andersrumm aber
würden sie nur stumpfe unreflektierte Parolen gröhlen und würden niemals nicht diskutieren.

Das die Antideutschen Gruppen ihr Augenmerk auf den Antisemitismus gelegt haben zeigt doch nur das anscheinend Klärungsbedarf da ist. Ausserdem beinhaltet der Name "Antideutsch" ja schon den Antifaschismus da er jeder Form von deutschtümelei negativ gegenüber steht. Was andere dann wiederumm deuten das sie bei jeder Gelegenheit Nazis hier und Antisemiten da schreien.

alle, die noch was lernen wollen,...

clandestino 09.05.2003 - 21:11
... so wie ich doofer Klugscheisser, sollen ma zum SPOG-Kongress kommen. Ein paar Antiantideutsche, die das Ganze für ein Antideutschentreffen halten, wollen ja mit Störaktionen für Unterhaltung sorgen... für alberne Pausenclowns ist also gesorgt. Noch mehr allerdings für guten Stoff zum Debattieren. Ich bring das Bier mit.

 http://www.spiel-ohne-grenzen.org/

Endlich!

Zu Besuch beim Internet-Stammtisch 10.05.2003 - 03:35
Uns ist nicht ganz klar, warum all diese erhellenden Diskussionen in der Rubrik "Antifa" versteckt werden (vielleicht liegt es daran, daß es bei Indymedia keine Rubrik "Antisemitismus" gibt?). Egal: Weil der Text von Frau Random so hervorragend auf den Punkt bringt, wo (Dutzendweise!) die Denkfehler der Leute vom Marburger Kosmopolitbüro liegen, haben wir uns entschlossen, ihre aufklärende Schrift *unzensiert* im Lahnstädtchen als Flugblatt zu verteilen:

 http://www.unwissenschaftlich.de/8ter-mai/random.pdf

Viele Grüße an alle eifrigen Indymedia-LeserInnen

Heiner

P.S.: Vielleicht hat Herr Jean Améry ja ein Einsehen und unterläßt in Zukunft weitere unverständliche Postings bei Indy

P.P.S.: Wir werden die Bahamas ultimativ dazu auffordern, unser Flugblatt in der nächsten Ausgabe *unkommentiert* abzudrucken!

soso

pesto 11.05.2003 - 05:20
...nur um ein paar einzelheiten anzubringen,

es ist nicht richtig, antideutsche als us tätschelnde oder getätschelt werdende hinzustellen. es entspricht nicht mal ansatzweise der warheit. es gibt keine solidarität mit der usa, um genauer zu sein, mit dem politischen wie gesellschaftlichen grundkonzept. bringt doch eben dieses konzept ein nicht unbedingt schlechtes bild über wertakkumulation einher, welche von abstraktion begleitet wird, im sinne von subjekt objekt verschiebung.
auch fällt es bei näherer betrachtung nicht schwer, gerade das hauptproblem, eben nicht bei den "antideutschen" zu suchen, sondern bei einem TEIL der anderen linken. dieses anders, manifestiert sich eben dadurch, das als substrat dazu eine verkürzte kritik herhält. was genau dies ist, nun es würde, und hat noch nie, etwas gebracht, die kritik an einzelnen personen bzw ländern festzumachen, weil es eben nicht einzelne länder im sinne der systemverallgemeinerung im kapitalistischem prinzip gibt. platt ausgedrückt, aber sinnnig. soll nicht heissen, das es da keinen völkischen nationalismus gäbe, denn genau er resultiert daraus. identifikations prinzipien. andere theoriefragment will ich jetzt nicht anführen, kann mensch selber nachlesen, wenn dazu mal endlich der wille kommen würde.
dies führt zum nexst point. es wird geschrieben, "antideutsche" hätten theoretisch voll was drauf, sach mal ehrlich, merkst du nicht das du da selbst vor ne wand läufst? wenn es so ist, ist es nur ein zeichen, das bei dem rest eine lücke besteht. nur weil da nicht der wille vorhanden ist, sich mal mit solch bösen sachen wie wertkritik oder antisemitismus (auch in der linken) zu beschäftigen, sind "antideutsche´" nicht gefährlich. ich seh das eher andersrum. auch ist es nicht verkehrt, mal die anderen zu beleuchtem (im sinne von "gegnern"). gerade da haperts doch in diesem bericht, denn diese leute rektrutieren sich allzu oft aus den reihen der stalinjünger, oder den etwas merkwürdigen fraktionierern innert der dkp, bzw deren speckgürtel. gerade letztere riefen dazu auf, doch auch mal nazis zu dulden, also auf den tollen antikriegsdemos, weil, man will ja eigetlich das gleiche. übrigens bin ich auch auf veranstaltungen gewesen, welche einen krieg im irak kritisch behandelten. da allerdings fehlten die platten attitüden der kriegsgegnernation. ja es ist möglich, eine sog. antideutsche position zu vertreten, und dem krieg im irak kritisch gegenüberzustehen. wahnsinn, ne! stimmt wohl nicht so ganz, mit dem bellizismusvorwurf. auch sollten schriften, welche vermeintlich in diese richtung gehen mal genau gelesen werden.
damit will ich nicht sagen, das es nicht menschen gibt, die sowas tatsächlich einfordren. aber deswegen gleich "antideutsch" mit kriegstreiberei gleichzusetzen, ist doch ein wenig pauschalisierend. um es nicht grob als dumm zu bezeichnen. vielleicht soolte der mensch der diesen text verbrochen hat mal überlegen wo dieser begriff wurzelt.
aber das ist wohl zuviel arbeit.
an absoluten schwachsinn grenzt der satz, alle linke seien antisemiten. das ist so nirgends gesagt worden. böse gesehen könnte man das jedoch, da ja antideutsch=kriegstreiber, so auch verkürzt, übrige linke=antisemiten. das mein ich natürlich nicht ernst, schreib ich besser mal dazu.
auch sollte gesagt werden, das in den frühen `90ern, ei nicht unerheblicher teil der linken eben eine sog. antideutsche posizion vertrat, ich geb zu speziell in der antifa bewegung. also, so gesehen, scheint die prälinke der heutigen zeit eher ein eigenes definitionsproblem zu haben. wenn es denn ein solches in der linken gibt. eher wohl in einzelnen strukzuren.
na, bin jetzt müde,
....


aber nein!

intellektualismus statt kommunist. ideologien 11.05.2003 - 05:55
antideutsche, oder abstrakter: antinationale einstellungen, sind immer noch (oder mehr denn je) teil linker,emanzipatorischer politik(*). diejenigen jedoch, die sich explizit als "antideutsch" bezeichnen, beschränken sich zumeist auf diesen inhalt und sind sonst politisch eher rechtskonservativ(**). deine sonstigen behauptungen sind völlig unsinnig und falsch. "solidarität mit usa" ist eine häufig gebrachte pariole antideutscher demagogen. die usa-flagge taucht auf fast jeder veranstaltung antideutscher demagogen auf.

(*) antideutsche demagogen behaupten, daß dies nicht so wäre. als beispiel führen sie nationalbolschewistische mlgruppen an, obwohl diese in der antiautoritären linken ebenfalls auf ablehnung stoßen. viele antideutsche kommen aus dieser national-kommunistischen ecke und invertieren nun ihre eigene vergangenheit, wobei sie dabei all das böse, was sie sich herbeihalluzinieren auf DIE linke projizieren. nationalistische konzepte sind immer noch im ihrer ideologie vorhanden, nur werden sie mit dem begriff "kollektiv" verschleiert.

(**) im wesentlichen handelt es sich hierbei um identitätspolitik, die das eigene - prinzipiell als unzulänglich erkannte handeln - nachträglich dennoch legitimieren soll. "wir sind die guten - alle anderen sind böse" ist der grundkern antideutscher überzeugung.

Inhaltliche Auseinandersetzung

super-antideutsch-mit-nachdruck-und-sahne 11.05.2003 - 16:54
ich danke der bauchlinken für ihre sachliche kritik.
leider verstehe ich sie nicht. und darum werde ich auch weiterhin:
kriegsgeil sein
diktator sein
dumm sein
vom cia bezahlt werden
nur auf randale aus sein
pazifist sein
rassist sein
zionist sein
der "wirkliche" antisemit sein
intelektuell sein
gefährlich sein
"merkwürdig Auffällig" sein
unkreativ sein
zynisch dein.
aber bis ich in dieser widerlichen art und weise die shoa verharmlose, vergleiche und verleugne wie es diese angebliche "ramona random" tut, wird noch sehr viel wasser die spree entlang plätschern.
ANTISEMIT!!! (und du sachliche kritikerin weißt nicht mal warum?)

Es fehlt leider an Differenziertheit

weder anideutsch noch antiimp 12.05.2003 - 01:25
"Die Linke" und die sozialen Bewegungen sind zu unterschiedlich um so verallgemeinernde begriffe zu nutzen.
Warum fühlen sich viele bei diesen Themen so angegriffen und reagieren oft empört, unsachlich und z.T. beleidigend?
Es geht um unsere Geschichte und wie wir mit der Schuld unsere Elterngeneration und mit evtl. daraus resultierender Verantwortung umgehen.
Ich habe sog. Antdeutsche auch schon als sehr destruktiv erlebt und wünsche mir konstruktive kritik - es liegt aber auch an mir was ich aus Vorwürfen mache, wie ich sie höre...
Z.B. als Angst um Israel -weil sowas wieder holokoust nie wieder passieren darf und viele antisemitische Denkmuster und Klischees die sich auswachsen könnten nicht wahrnehmen.
Ich habe Antiimps, KriegsgegnerInnen auch schon als einseitig und antiamerikanish erlebt, aber dann gilt es sie auf die deutsche Kriegsbeteiligung und Politik und die Gefahr das Europa als positive militärische Ersatz-Obrigkeit verstanden wird -
Aber es gibt doch nicht nur das westlich bipolare Schwarz-Weißdenken: Es gilt radikale libertäre Kritik an aller Herrschaft und Gewalt zu äußern und zu leben um Ursachen von Ungerechtigkeit zu bekämpfen - Z.B. für doppelte Solidarität mit isarelischen und palästinensischen Friedensgruppen!

Hallo Kosmopo

RAM 13.05.2003 - 12:29
Hallo Kosmospolitbureau

Ich hätte gerne mal ein einfaches Statement von euch:
Gab es von dem Flugblatt zwei versionen? Wenn ich mich nicht sehr gründlich geirrt habe hing die eine kurz an der Bushaltestelle Erlenringcenter und wurde da so im Halbdunkel von 1m und 1w aufgehängt, die andere tauchte im Havanna 8 auf. Postet das Flugblatt oder am besten seinen zwei Versionen!

Zu eurem Rundumschlag: KLar kann man linke Kritik betreiben. Dann sollte man aber mutig geung sein, mit den Leuten selbst zu diskutieren, anstatt Lügen zu verbreiten über Projekte.
Über die W13 wurde schon viel gelogen. Zum Beispiel seien sie Bergstedts Soldaten udn die ganze Besetzung von Bergstedt initiiert, sie fressen Obdachlosen das Tafelessen weg und plündern Reste auf dem MArktplatz, haben drei Wohnungen
und und und. Nun ist also auch noch der Umsonstladen kapitalistisch, weil er ja der kapitalistischen Verwertungslogik entspricht und man sich dort Sperrmüll abholen kann.
Dazu mal kurz. KLar, dass man um tüchtiger Antikapitalist zu sein sich sein Zeug entweder proletarisch erarbeitet und bei Karstadt kauft und anschließend wegwirft, damit nicht irgendwelche Kapitalisten noch Gold drausmachen. Oder man klaut sich sein Zeug.
Übrigens: mit Müll wird schotter gemacht, und zwar nicht wenig.
Ich habe im Umsonstladen gefunden: Einen Marshall Miniamp,
CDs, superKLamotten, Besteck, Geschirr, 1aUnibücher, Pentium 100 und teilweise eben auch Elektroschrott.
Schade wenn das sondt im Sperrmüll landet. Fakt ist, dass das meiste doch auf Dachböden rumgammeln würde, weil man sop was ja nicht verschenkt, weil es ja was kostet. ICh habe imn Umjsonstladen gelernt, mein Herz nicht so an Sachen zu hängen und zu verschenken, was ich nicht mehr brauche, oder im Moment nicht brauche, was andere aber sehr gut brauchen könnten!
Bitte erklärt mir doch mal, was daran kapitalistische VErwertungslogik sein soll?
Sperrmüllsammler sind verdammt sinnvoll, Jahr für JAhr werden nämlich uNmengen an Möbeln verbrannt, bloß weil sie nicht mehr trendy sind. UNd das ist kapitalistische Verwertungslogik, und die nützt Ikea und verheizt den finnischen Urwald. HAuptsache was ad absurdum geführt, um mies zu machen hm?
UNd zu Onkel Emma: Ob man sich das leisten kann oder nicht:
a: Esoterik ist ein Thema, das die Emmas beschäftigt. Zwar gibt es Vollmondquellwasser, ´das Ganze Angebot besteht aber aus Kundenwünschen, denen sich die dort arbeitenden beugen.
Ich glaube nicht, dass sich die Emmas von dem "Gewinn" aus den Mitgliederbeiträgen ein Haus in der Südsee kaufen. Der Sinn eines Mitgliederladens ist eine Stammkundschaft.
Daraus ergeben sich a: billigere LAdenmieten wegen freier Standortwahl und b weniger Warenverluste!
Und das ist antikapitalistisch! Ne Graswurzelrevolutionabo
kostet auchseine Produktionskosten. Und auch die Hetzblätter
die ihr verbreitet, ohne eure Agressionen inhaltlich zu unterfüttern. (es steht einfach nur da: der Umsonstladen folgt kapitqalistischer Verwertungslogik.)Ich frage mich, wer da sein Geld für hergibt.

Zu dem superandideutschen mit sahne...
Ich nehme an du meinst den Ökologievergleich. was anderes wäre mir jetzt nicht aufgefallen.
Dass manche Linke mit Ökologie ein Problem haben, weil sie einfach zu doof sind ein paar Bücher zu lesen oder es zu uncool ist Tiere zu schützen (sowass überlässt man lieber kleinen Mädchen, den Pfadfindern oder irgendwer wirds schon machen, is ja alles grün) kennt mensch ja.
vielleicht hilft es ja dass Umweltzerstörung die häufigste Todesursache weltweit geworden ist.
Und tut mir leid, zwischen einem verhungerten KZ häftling und einem verhungertem Sahauri oder Somali kann ich aus der Perspektive des Leidens keinen UNterschied erkennen. Gefoltert wird überall und willkürlich hingerrichtet auch.
Der Hintergrund ist beim einen Hass (Antisemitismus) und beim anderen Gier (Dummheit). Beides niedere Motive, also Mord.
Is mir jetzt aber auch zu blöd argumentativ in eurern Minenfeldern rumzustolpern. Außerdem wars kein VErgleich sondern ein Parameter, etwas, das im gesellschaftlichen Diskurs ähnlich abläuft, aber trotzdem völlig verschiedene Sachen sind.

Ansonsten kann ich euch ganz objektiv die Seminare von Solms und Kalkuhl zum modernen Antiziganismus empfehlen. Um mal was positives an der Uni zu erwähnen.

Wer etwas anders aber nicht besser machen will solls gleich lassen.











Antideutsche sind Antisemiten

Informationsminister 13.05.2003 - 17:19
 http://www.nahost-politik.de/terror/al-kaida.htm

Schaut mal nach was Israelis über die seutsch-arabische Volksgemeinschaftstheorie denken. Beispiel: Al Kaida

aha

pesto 13.05.2003 - 18:00
@informationsminister

also, nun sag ,oder besser schreib, mal, wie du auf den tollen schluss kamst, antid's seien antisemiten. also im bezug auf den von dir verlinktem text. würd mich doch sehr interessieren was die begründung ist.

Einzel-Nachhilfe für Ramona

Kommie 14.05.2003 - 01:52
"Übersetzt: Die hatte Hallus und lügt." Korrekt. Mit dem Halluzinieren und Lügen hört Anarcha alias Ramona alias Ulf auch nicht auf. Nur einige Beispiele:

1. "Die Antideutschen sagen zum Beispiel auf die Kritik einer Anarcha: In dem flugblatt hätte eben ein rassistischer Vergleich der Palästinenser nicht gestanden, aber er hätte ja drinstehen können." - Ein "rassistischer Vergleich" kommt in der Broschüre (siehe  http://www.geocities.com/kosmopolitbureau/editorial.html) gar nicht vor, schon gar nicht ein "Vergleich der Palästinenser".

2. "Da hatte eine zumindest soviel Respekt vor der Meinungsfreiheit, dass sie ein komplett durchgeknalltes Flugblatt der Antifa nicht abgerissen und zum Zitat mitgenommen hat, drei tage später erscheint eine abgemilderte und verbgesserte Form des Flugblattes und alles soll wieder heileheile sein und gar nicht dringestanden haben?" Die angebliche erste Version des Flugblatts ist eine freie Erfindung von Anarcha. Was davon zu halten ist, verrät auch die kleinlaute Nachfrage, die schon ein halbes Eingeständnis der Lüge ist: "Gab es von dem Flugblatt zwei versionen? Wenn ich mich nicht sehr gründlich geirrt habe hing die eine kurz an der Bushaltestelle Erlenringcenter und wurde da so im Halbdunkel von 1m und 1w aufgehängt." Tja, Anarcha, da hast du dich wohl "gründlich geirrt", um nicht zu sagen, du hattest "Hallus". Wer hängt schon ein Flugblatt "kurz" an eine Bushaltestelle, und dann auch noch ins "Halbdunkel"? Vielleicht mal ein bißchen weniger kiffen, wer weiß, was man sonst im Halbdunkel noch so alles sieht.

3. "Alle nicht perfekten oder in Irgendeiner Weise angreifbaren, weil in entfernter Verbindung zum Kapitalismus stehenden einzelheiten (Zit. Umsonstladen folgt dem Verwertungsprinzip des Kapitalismus, ...man kann sich Sperrmüll umsonst abholen)". "Und auch die Hetzblätter
die ihr verbreitet, ohne eure Agressionen inhaltlich zu unterfüttern. (es steht einfach nur da: der Umsonstladen folgt kapitqalistischer Verwertungslogik.)" Wieder gelogen, wie jeder leicht überprüfen kann, der die Broschüre vor sich liegen hat. Daß der Umsonstladen dem Verwertungsprinzip folge, ist wieder nur eine Erfindung von Ramona. Ein großer Blödsinn ist auch, daß wir gefordert haben sollen, das besetzte Haus müsse nun wirklich jede entfernte Verbindung zum Kapitalismus kappen. Die Kritik zielte im Gegenteil darauf ab, daß das gar nicht möglich ist - außer im Tod. Solange die gesellschaftliche Produktion und Reproduktion kapitalistisch ist, entkommt man ihr nicht. Nur deshalb ist das Kapital wirklich übel - man kann es nicht ignorieren. Es kann nur ganz abgeschafft werden oder gar nicht.

4. "KLar kann man linke Kritik betreiben. Dann sollte man aber mutig geung sein, mit den Leuten selbst zu diskutieren, anstatt Lügen zu verbreiten über Projekte." Abgesehen davon, daß Flugblätter durchaus Teil einer Diskussion sein können, sollte Ramona diesen Satz mal lieber selber beherzigen, anstatt einfach andere als Lügner zu denunzieren.

So könnte man fast beliebig fortfahren. Man könnte Stunden damit verbringen, den Blödsinn, den Ramona verzapft, zu widerlegen. Vielleicht denkst Du auch mal ein bißchen selber nach, Ramona?

Vorläufig nur noch eins:

Der Tod nivelliert. Wenn man überhaupt von einer Sicht der Toten sprechen kann, so ist "für sie" egal, ob sie an Grippe gestorben sind oder umgebracht wurden, weil für sie NICHTS eine Rolle mehr spielt. Wenn man an die Menschen denkt, die die Toten einmal waren, an ihre Wünsche und ihr Leben, und sie im Gedächtnis behalten will, so ist es nicht egal. Es ist auch für die Lebenden nicht egal, ob unter ihnen Mord geduldet wird. Der Unterschied, ob man jemanden verhungern läßt oder ihn absichtlich umbringt, nur weil er Jude ist, ist deshalb wichtig. Gleichgültigkeit gegenüber dem stummen Zwang der Verhältnisse ist übel, aber kein Mord, denn eine Mordabsicht gibt es dabei nicht. Sie hat auch mit "Gier" nichts zu tun, weil Entsagung wohl kaum den Hunger beheben würde. Sie würde ihn im Gegenteil verewigen. Der Egoist, der zuerst an sich selbst denkt, kann jedenfalls für eine Veränderung der Gesellschaft, die auch den Hunger beheben würde, ansprechbar bleiben. Der Antisemit beläßt es nicht bei Gleichgültigkeit. Er fügt ihr noch den Haß auf die Zivilisation hinzu, den er an den Juden abreagiert und der ihn in die Vernichtung um der Vernichtung willen treibt - und die kennt prinzipiell kein Ende.

PS

Kommie 14.05.2003 - 02:12
Um ganz genau zu sein, entkommt man der gesellschaftlichen Produktion und Reproduktion nie. Solange sie kapitalistisch ist, gibt es keine "kapitalismusfreien Zonen".

Ja so was

Ramona 15.05.2003 - 14:26
Ich halluziniere also.
Ich zitiere euch einfach mal ein bisschen. Darf ich? Ihr seid ja sowieso mächtig stolz auf eure Texte.

"Sporrer darf jetzt endlich auch einen Artikel über sich und ihr garantiert pluralistisches Seminar lesen, und Intifada-Kühnl bekommt in einer Polemik gegen seinen Auftritt und in einer überarbeiteten Fassung des Flugblatts "Das Problem Kühnl" seine Assoziationsketten Menschenrechte = Demokratie = Sozialismus = Volksgemeinschaft = Völkergemeinschaft = gut und Konkurrenz = Kapitalismus = Imperialismus = Faschismus = USA = Israel = böse auseinandergenommen."

überarbeitete Fassung. Es gab also zwei, hm? Ich hab also zuviel gekifft, hm? (Seit drei Jahren nicht mehr)

Weiterhin Zitat:

"Zum Glück sind nicht alle so blöd wie die deutschen Linken. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Iran haben genug von der islamischen Republik. Sie gehen nicht mehr in die Moschee, sondern machen lieber Party. Die Frauen manipulieren die Kleidervorschriften, wo es nur geht... manche ziehen selbst die Prostitution dem verhaßten Tschador vor. "

sehr schlau das, eine typisch antideutsche Lösung, vor dem Schreckensbild Islam ist natürlich auch die Prostitution ein einziges "Party machen".

Zu Onkel Emma:

"Erklärtes Ziel der guten Onkels ist "die Ausschaltung des Zwischenhandels" und der Kampf gegen die "Entfremdung" zwischen Konsumenten und Produzenten (2) . Böse Zirkulation, gute Produktion, so einfach ist das. Man braucht nicht erst Horkheimer zu bemühen, um das antisemitische Schema wiederzuerkennen (3) ... Man kennt den Schwindel islamischer Banken: Zinsen sind keine, wenn sie in Form einer Gebühr eingetrieben werden. Genau diese verlogene Masche ist der ultimative Werbetrick der Onkels."

Eure argumentationsweise wird hier sehr schön deutlich, wenn euch irgendeine erfolgreiche linke Sache nicht passt, kommt eben ein Vergleich von vor 50 Jahren. Damals war das ja auch schon so und deshalb ist die Oma Pulleheinz heute Antisemitin. Und jegliche toleranz einer anderen Kultur ist euch fremd. islamische Banken nehmen also doch Zinsen. Wenn ihr was gegen Zinspolitik habt (nicht dass ich was dafür hätte), frage ich mich welch Literatur ihr da noch so benmüht? Die Antisemitische Hetzliteratur aus den vorigen Jahrhunderten auch? und setzt dann einfach statt Judentum islam ein. Und fertig ist das "antideutsche" Flugblatt.

"Eine Revolte gegen den Islam paßt einfach nicht in das Weltbild von Leuten, die für Schröder und Saddam Hussein auf die Straße gehen und Aufklärung unter "Eurozentrismus" abbuchen. Wenn die islamische Republik stürzt, werden sie schön dumm gucken."

Hallo? Der Irak war ein laizistisches Land. Nichts für Hussein, aber mit dem Islam könnt ihr da nicht kommen. UNd dass die meisten die Problematik der regierungstreue gesehen haben, sich aber trrotzdem auf die Straße getraut haben und gleichzeitig massenhaft auch gegen Schröder und rotgrüne Kriege demonstriert haben habt ihr auch verpasst. Dass da Pappnasen bei waren ist natürlich schuld der Linken.


"(1) Die EZLN betreibt in den von ihr kontrollierten Dörfern Kommunikationszentren mit Schulen, Gemeinschaftsküchen usw., Einrichtungen, die, wie Subcommandante Marcos zugibt, die Krise nicht beheben können. Während die EZLN trotz ihres völkischen Unfugs von "indigener Kultur", "Heimat", "Vaterland" und vom "Ausverkauf der Nation an das ausländische Kapital" immerhin das Elend in Chiapas als Zumutung begreift, können sich die Marburger Zapatistas gar nichts Schöneres vorstellen als bäuerliche Subsistenz und selbstverwaltete Armut - auf daß sie endlich einmal zu "gemeinnütziger Arbeit" (Selbstdarstellung der Hausbesetzer) herangezogen werden."

Völkischer Unfug?
Indigene Kultur ist kein Völkischer Unfug ihr Narren! Was wäre die Welt ärmer ohne verschiedeen Kulturen? Es gäbe keine Entwicklung von Musik oder Gerichte oder Kapitalismuskritik. Lies erstmal Bordieu, bevor du indigene Kultur als völkischer Unfug bezeichnest! Hier zeigt sich doch euer wahres Gesicht: arrogant, rassistisch gegenüber "minderwertigen", weil noch völkischen Kulturen und intolerant.
Heimat ist ein sehr wichtiger Begriff und beinhaltet Subsistenz und Sicherheit, etwas das die meisten Leute gerne hätten! Und was ihnen auch zusteht. Dass sich der Nationalismusbegriff in Südamerika anders entwickelt hat, was hat das dann mit Antisemitismus zu tun? Oder mit Faschismus? Ihr wendet euer eurozentristische Weltbild auf alle Ethnien und Kulturen an, das macht euch nicht anders als die meisten Konquistadoren und kolonialisten. BEschäftigt euch doch mal mit ethnologischen Fragestellungen in Bezug auf Eurozentrismus und Südamerika.
Und Soligruppen verherrlichen nicht die prekären Umstände sondern setzen sich im Gegensatz zu euch mit den Faktoren dieser Umstände auseinander, als da wären Militär und Polizei, Rassismus etc.1

Meine Güte, ihr habt echt Nerven, euch als irgendwie antirassistisch zu bezeichnen, bloß weil ihr ein paar europäische Autoren gelesen habt und euch so eine "wissenschaftliche" Autorität verschafft.

Ich hoffe, dass dieser Beitrag nicht wie mein letzer gelöscht wird, auch wenn ihr euch jetzt freut. Weil ich ja dann Antisemit sein muss, wenn sogar der antisemitische Stam mtisch mich zensiert, oder so wird das dann bestimmt verdreht.
Danke für euer Flugblatt, habs noch nirgends herumhalluzinieren sehen.




liebe dingsbums

super-antideutscher mit sahne 18.05.2003 - 03:53
dein posting (der schrott über diesem) ist der beste beweis dafür, dass mensch keine theorien kritisieren (oder unterstützen) sollte, welche er nicht versteht.
VÖLKISCHE IDEOLOGIEN ANGREIFEN!
DEUTSCHLAND ABSCHALTEN!
SOLIDARITÄT MIT ISRAEL!

Sahne

Dingsbums 19.05.2003 - 15:14
Genau

Davon verstehst du nichts.

mission one:

informiere dich folgende Themenfelder:

Trennung der europäischen Ethnologie zur Völkerkunde

Einführung in die Ethnologie (koch, etc.) und Fortentwicklung der Theorien, indianische ethnologie, action anthropology

Miskito, MiSuRaSaTa, Indianerguerilla gegen Sandinisten, Alphabetisierung in Nicaragua und Widerstand gegen Unterdrückersprache Spanisch

Ethnologie Südamerikas

Pierre Bordieu: Die zwei Gesichter der Arbeit u.a.

Rassismus in Lateinamerika - Zambos, Mulattes, Indigenistas, Mestizos

Peru - War of shadows (Brown etc.) wie Indigene erst für Großgrundbesitzerinnen und danach für maoistische "Revolutionäre" versklavt und an deren Stelle abgeschlachtet von Todesschwadronen wurden. Ashaninka, Sendero Luminoso, MRTA, MIR etc.

Mission two:

Bringe alles in Relation zu den Themenfeldern Nationalismus, Israel und Antisemitismus.

Mission three:
Mache alle Andersdenkenden fertig. Am Ende des Levels kommst du zu einer Stelle, an der du drei Kisten folgendermaßen verschieben musst: e 1 an e3, d2 an e2, f1 an f2
Danach öffnet sich ein Tür, hinter der dich eine Menge MOnste erwarten. schalte im Menü auf Steinfluch um und starte dein Werk.
Am ende solltest du noch vier Tränke für den Endgegner übrighaben. Danach kommst du in ein jump an run Level, bei dem es darum geht, soviele Linke wie möglich mit dem Antisemitismusfluch auszuknocken, während du über die Wissenslücken springen musst.
So kommst du zum Endgegner des Levels, der ganz einfach dadurch zu besiegen ist, dass du alle Linken die du vorher ausgeknockt hast mit dem Wiederbelebenzauber wiederbelebst und mit dem "Zahl vertausendfachen Zauber" vervielfältigst.
DIese schickst du an deiner Stelle in den Kampf und hast so bequem den Zugang zur nächsten Welt erobert.

mfg

RAmona




laaaaangweeeeeiliiiiig!

das thema 19.05.2003 - 22:46
ich will nie wieder was über antideutsch und antisemitsimus lesen. hängt mir zum halse raus. get a life!

Nur damit das klar ist

20.05.2003 - 01:23
1. Es gab ein Flugblatt, keine zwei Versionen. Ramona lügt, um fiktive Passagen aus einer fiktiven "früheren Fassung" 'zitieren' zu können.
2. NACHDEM Ramona alias Anarcha von einer ersten, angeblich rassistischen Version des Flugblatts gefaselt hatte, die wir noch schnell verändert haben sollen, wurde die Broschüre veröffentlicht. Diese enthielt dann eine Version des Textes, die tatsächlich gegenüber der Flugblattversion verändert war, wenn auch keineswegs im Sinne Ramonas.
3. Was von Ramonas Rassismusbegriff zu halten ist, geht spätestens aus dem 15.05.2003 13:26 abgesonderten Gefasel über "Heimat", "Subsistenz" und "Ethnie" hervor: Ramona ist halt eine Rassistin, die es nicht ertragen kann, wenn jemand die Menschen nicht in nach Herkunft sortierte Gehege einpferchen will.

Mir egal

Ram 20.05.2003 - 15:07
Gabs halt nur eins, wenn ihr wollt. Ich denke die Zitate aus euren Texten unter dem von euch angegebenen Link erreichbar und garantiert nicht ersponnen oder so, reichen auch aus...
"zum Glück sind ja nicht alle so blöd wie die deutsche Linke"
Beim Traum von einer Weltkultur etc, den ja auch MArx hegte war schon immer klar, welche Kultur die andern Völker annehmen sollten. nämlich die aus dem Osten, bzw. Westen.
Selbstverständlich würden Antideutsche, Marxisten, Stalinisten etc. NICHT die umweltverträgliche oft politisch unkorrekte und hierarchische sehr viel öfter aber politisch korrekte und unhierarchische Kultur der Indigenistas annehmen. Dazu sind sie viel zu sehr in Bildungselitenzwängen gefangen, nach denen sie einen PC besitzen müssen und eben auch mal Fastfood im Sinne der revolutionären Arbeit zu sich nehmen müssssen, von Dosenbier ganz zu schweigen..
Sich mit den wirklichen Problemen der Menschen auseinander zusetzen heißt mehr als ihnen eine "omnipotente" Lösung in Form einer fanatischen Ideologie einzutrichtern.
falls wir weiter über Indigene Kultur und Ethnologie diskutieren wollens schlage ich vor ihr schreibt einfach einen Hetzartiklel zu dem Thema, ( a la: Der Antisemit im Indio: Zur Völkischen Ideologie der Yanomami und deren genozidialen Auswirkungen auf Israel) damit ich dann wieder eine Kritik im antisemitischen Stammmtisch schreiben kann und ihr dann wieder einen Reader zu Marburger Irrungen der linken Rechtsextremisten rausbringt und dann hier wieder eine Reaktion meinerseits erfolgt.
Hach ja, Konfrontation wie im kalten Krieg:
eierkopp gegen Betonkopp
Hurra Deutschland, wirst dich so nicht verändern.
Habt ihr mal was darüber gelesen, oder geht ihr tatsächlich davon aus, dass nur eure Texte irgendwie interessant sein könnten?
Wenn ihr wollt sage ich euch auch mal was in euren Texten tatsächlich gut ist. Zum Trost.
Vielleicht weint ihr dann nicht mehr in eure Flugblätter, dass euch keiner lieb hat und bei euch eintritt.
Tchüsschen

Ramona

Haloo

Balu 22.05.2003 - 14:41
Zu drei:
Wär schön wenn ihr das mal raffen würdet, von wegen Palästinenser, Araber, Israelis, islamische Barbarenhorden etc.
Und genau darum gings ja.
Ihr seid rassistisch, da ihr aus der unterschiedlichen Herkunft Charaktereigenschaften ableitet.
Wenn man lediglich die Eigenschaften einer Gruppe beschreibt, ihre Begräbnisrituale, ihre Trinkgewohnheiten, ihre Heiratspolitik ist das analyse und kein Rassismus.
Und völkische Ideologie ist was anderes, als das was in Mexiko grade abgeht.
Da entfernt ihr euch ziemlich von eurem eigentlichen Ziel.
Wobei mir immer noch nicht klar ist, welches das sein soll.
Schlechte Stimmung machen? Antisemiten bekehrt ihr jedenfalls nicht. Vielleicht bringt ihr ab und zu eine kritische Sichtweise, die aber im einzelnen betrachtet nur euch was bringt, da ihr euch unglaublich bestätigt fühlt und toll findet. egal was irgendjemand anderes dazu meint.

Nachhilfe II

23.05.2003 - 17:11
"Ihr seid rassistisch, da ihr aus der unterschiedlichen Herkunft Charaktereigenschaften ableitet."

Tun wir gar nicht. Wenn Leute, die Juden hassen, sich für "Palästinenser" halten und behaupten, ihr ordinärer Antisemitismus sei ihre "palästinensische Identität", die ihnen im Blut liege (siehe PLO-Charta), dann dürfen sie sich nicht beschweren, wenn man sie beim Wort nimmt. Das Gerede von der Abstammung ist natürlich Blödsinn. Niemand braucht ein "Palästinenser" zu sein.