Hamburg: Nobelhotel im Wasserturm
Der Wasserturm im Schanzenpark wurde nun tatsächlich verkauft und soll vom neuen Besitzer bis 2005 in ein Nobelhotel umgebaut werden.
Die Geschichte des Wasserturms ist um ein Kapitel reicher. Während noch vor kurzem der bisherige Besitzer Joachim Storr die Münchener Hammer AG als potentielle bzw als sichere Käuferin für das Objekt genannt hatte, die ebenfalls ein Hotel im Wasserturm installieren wollte [1] wurde nun ganz konkret gehandelt.
Der Wasserturm ist weiterverkauft. Käuferin mit Vertragsdatum vom 17. April ist jedoch anders als nach genannter Aussage zu erwarten wäre nun das Augsburger Familienunternehmen Patrizia Immobilien AG [2], das in Hamburg an der Außenalster eine Niederlassung unterhält. Der Geschäftsführer Projektentwicklung Klaus Schmitt [Foto] ist "begeistert von dem Turm" und zuversichtlich: "Was wir anpacken, klappt auch". Beabsichtigt wird seitens des Unternehmens in Kooperation mit Mövenpick [3] die Fertigstellung des Turms als 3 bis 4 Sterne Hotel bis 2005, noch in diesem Jahr sollen die Umbauarbeiten beginnen [4]. Das Hotel soll 230 Zimmer umfassen, die Verhandlungen mit Mövenpick seien bereits angelaufen [5].
Der Wasserturm wurde nach lang andauernden Protest zu Beginn der 90er Jahre an den Investor Storr nur mit Auflagen veräußert, die ihn und jeden neuen anschließenden Besitzer nach Weiterverkauf u.a. dazu verpflichten zumindest Teile des Turms zur freien Nutzung durch AnwohnerInnen zur Verfügung zu stellen. Ob die Klauseln wie vertraglich vorgeschrieben im Weiterkaufvertrag untergebracht wurden bzw ob die Patrizia Immobilien AG beabsichtigt dies umzusetzen ist noch unbekannt, was angesichts der sich auch sonst offenbarenden Geringschätzung von Transparenz durch das Unternehmen nicht sonderlich verwundert. Der Bezirksamtsleiter Jürgen Mantell hält die AG jedoch für einen "verlässlichen Partner, wir hatten gute Gespräche". Das legt den Schluss nahe die Umsetzung der genannten Auflagen könnte bereits im Vorfeld "unbürokratisch" gehandhabt worden sein, Sanktionen seitens des Bezirks bei Verstoß gegen die Vertragsbedingungen sind zumindest
sicherlich nicht zu erwarten.
Der Protest seites der AnwohnerInnen ist vorprogrammiert, fordern die Initiativen im Viertel [6] doch schon seit Jahren dass kein Hotel im Wasserturm entstehen solle. Der Wasserturm muss für die AnwohnerInnen saniert werden, der Wasserturm darf nicht in ein Hotel umgebaut werden - schon gar nicht in eine Luxusherberge für Messeklientel!
Kein Weg für Steg! Kein Hotel im Wasserturm !
[1] Wasserturm wird zum Hotel umgebaut, Indymedia 1.3.3
http://de.indymedia.org/2003/03/43075.shtml
[2] Patrizia Immobilien AG
http://www.patrizia-gb.de/
[3] Mövenpick
http://www.moevenpick.com/
[4] Neuigkeiten vom Wasserturm, MOPO 3.5.3
http://www.mopo.de/nachrichten/101_politik_34608.html
[5] Wasserturm im Schanzenpark endgültig verkauft, Die Welt 3.5.3
http://www.welt.de/data/2003/05/03/83146.html
[6]
http://www.karo4tel.de/
Der Wasserturm ist weiterverkauft. Käuferin mit Vertragsdatum vom 17. April ist jedoch anders als nach genannter Aussage zu erwarten wäre nun das Augsburger Familienunternehmen Patrizia Immobilien AG [2], das in Hamburg an der Außenalster eine Niederlassung unterhält. Der Geschäftsführer Projektentwicklung Klaus Schmitt [Foto] ist "begeistert von dem Turm" und zuversichtlich: "Was wir anpacken, klappt auch". Beabsichtigt wird seitens des Unternehmens in Kooperation mit Mövenpick [3] die Fertigstellung des Turms als 3 bis 4 Sterne Hotel bis 2005, noch in diesem Jahr sollen die Umbauarbeiten beginnen [4]. Das Hotel soll 230 Zimmer umfassen, die Verhandlungen mit Mövenpick seien bereits angelaufen [5].
Der Wasserturm wurde nach lang andauernden Protest zu Beginn der 90er Jahre an den Investor Storr nur mit Auflagen veräußert, die ihn und jeden neuen anschließenden Besitzer nach Weiterverkauf u.a. dazu verpflichten zumindest Teile des Turms zur freien Nutzung durch AnwohnerInnen zur Verfügung zu stellen. Ob die Klauseln wie vertraglich vorgeschrieben im Weiterkaufvertrag untergebracht wurden bzw ob die Patrizia Immobilien AG beabsichtigt dies umzusetzen ist noch unbekannt, was angesichts der sich auch sonst offenbarenden Geringschätzung von Transparenz durch das Unternehmen nicht sonderlich verwundert. Der Bezirksamtsleiter Jürgen Mantell hält die AG jedoch für einen "verlässlichen Partner, wir hatten gute Gespräche". Das legt den Schluss nahe die Umsetzung der genannten Auflagen könnte bereits im Vorfeld "unbürokratisch" gehandhabt worden sein, Sanktionen seitens des Bezirks bei Verstoß gegen die Vertragsbedingungen sind zumindest
sicherlich nicht zu erwarten.
Der Protest seites der AnwohnerInnen ist vorprogrammiert, fordern die Initiativen im Viertel [6] doch schon seit Jahren dass kein Hotel im Wasserturm entstehen solle. Der Wasserturm muss für die AnwohnerInnen saniert werden, der Wasserturm darf nicht in ein Hotel umgebaut werden - schon gar nicht in eine Luxusherberge für Messeklientel!
Kein Weg für Steg! Kein Hotel im Wasserturm !
[1] Wasserturm wird zum Hotel umgebaut, Indymedia 1.3.3
http://de.indymedia.org/2003/03/43075.shtml [2] Patrizia Immobilien AG
http://www.patrizia-gb.de/ [3] Mövenpick
http://www.moevenpick.com/ [4] Neuigkeiten vom Wasserturm, MOPO 3.5.3
http://www.mopo.de/nachrichten/101_politik_34608.html [5] Wasserturm im Schanzenpark endgültig verkauft, Die Welt 3.5.3
http://www.welt.de/data/2003/05/03/83146.html [6]
http://www.karo4tel.de/
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Was ihr anpackt, klappt nicht!
Schlafplatzkollektiv
Frieden den Hütten, Krieg den Palästen!
Türme besetzen sowieso.
wirklich ´ne gute idee?
04.05.03 23.15h
KAMPF DEM KAPITALISMUS...oh wie gut es immer wieder passt!!!!
es gibt eine wasserturmini
ach ja der schöne park
Nix da hotel...bauen wir ne maua drum...
Hamburg ausverkauft ???
Ist auch Hamburg bald gänzlich ausverkauft? Müssen wir uns dann in Zukunft nach mehreren erfolglosen Bitten zu gehen, auf gewaltsame Räumung aus dem schönen grünen Flecken gefasst machen? Ab wann wird dort denn ein Absperrzaun dem Treiben einhalt gebieten? Und ach ja müssen wir uns das tatsächlich alles gefallen lassen? viva bambule !!!