Zum Veganismus und radikalem Vegetarianismus

VAMPIRE 28.03.2003 16:02 Themen: Biopolitik Ökologie
Vegetarismus wirbt mit einfachen Formeln nach denen eine vegetarische Lebensweise einziges weltrettendes Mittel sei.
Eine kleine Kritik, die nur zu einer besseren Argumentation für eine Abschaffung der Massentierhaltung führen soll...
"Fleisch braucht 10 mal so viel Energie um eine Kalorie herzustellen als Getreide"

Diese einfache Formel, die wir alle aus dem Biologieunterricht kennen ist so ziemlich der häufigste Satz der bei Diskussionen um Fleischesserei kommt. Etwas differenzierter sollte man das Ganze schon betrachten:
- Ackerbau wäre ohne die Düngung mit Tiermist oder Gülle nicht
denkbar. Dabei wird ein Großteil der "verlorenen" Energie
wieder in Getreide oder ähnliches investiert.

- In der traditionellen Tierhaltung wurde der Stall als Heizung
fürs Haus verwendet. Ein Großteil der in Wärme umgewandelten
Energie konnte so im Winter zurückgewonnen werden.

- In traditionellen Kulturen wird fast alles verwendet, der Dung
zum Häuserbau und als Brennstoff, das Leder, die Knochen für Pfeile und Bögen...

- Grünland ist oft so mager, dass als einzige Nutzungsart die Viehhaltung bleibt, sozusagen als Zwischenschritt. Dies ist vor allem in Wüstengrenzregionen der Fall. Ackerbau ist hier zwar auch vorhanden, aber selten das Ganze Jahr durchführbar, wegen Trockenzeiten etc.

- In nordischen Ländern ist Ackerbau ebenfalls unmöglich aufgrund der langen Frostperioden. Was nicht gesammelt werden kann muss daher in Form von Fleisch gejagt werden (Robben, Wale, Karibus, Fische)um überleben zu können.

- Grünland ist die artenreichste Biotopgruppe in Europa. Grünland wäre aber ohne extensive Viehhaltung nicht denkbar, eine Aufgabe derselben würde zu einem Aussterben tausender Arten führen. Ähnliche Biotope waren vor der Besiedelung vorhanden, aber in anderer Form und sehr viel kleinflächiger. Außerdem waren sie aus Bedingungen wie Waldbränden, Flussdünen etc. entstanden, die heute weitgehend beseitigt sind.
In Regionen wie der schwäbischen Alb entstehen die größten Probleme für den Naturschutz durch die Aufgabe der traditionellen Schafhaltung (nicht durch die Aufgabe der Massentierhaltung). So ist dort Verbuschung einer der wichtigsten Gründe für das regionale Aussterben von Arten wie dem Apollofalter, Steppenheidendickkopffalter, Segelfalter etc.

- Manche Ökosysteme sind so auf die Viehhaltung angepasst, dass eine Aufgabe diese zusammenbrechen lassen würde, beispielsweise, wenn Pflanzen durch bestimmte Tiermägen wandern müssen um zu keimen.

- Ackerland ist die intensivere Form der Landnutzung. Sie führt überproportional im Vergleich zum Grünland und dessen Ertrag zu einer Verarmung des Bodens, Erosion, Deflation, Hochwasser.

- In vielen Gesellschaften haben sich komplexe Methoden entwickelt, je nach Zeit eine bestimmte Tierart zu bejagen, Manioc zu ernten ... So zum Beispiel bei den Miskito in Nicaragua.

Einige Floskeln von Veganern/Vegetariern können einen schon auf die Palme treiben:
- "Tiermörder" ist ein Ausdruck, der eine ethische Minderwertigekeit unterstellt. Wer ihn benutzt sollte bedenken, daß er damit Völker wie die Inuit (Eskimo), die auf Fleischkonsum spezialisiert sind, da es dort die einzige Vitamin und Nahrungsquelle ist, degradiert, also im Prinzip eine rassistische Interpretation beinhaltet.

- "Aas und Leichenfresser". Ebenso wie oben, nur dasss sie einem gezielt den Appetit verderben sollen. Aas ist vom Begriff her vermoderndes oder Abfallfleisch. Leiche ist ein Begriff, der ebenfalls sehr negativ belegt ist und eher eine menschliche impliziert. Wer einen solchen Ausdruck verwendet tut dies mit der einzigen Absicht, einem den Appetit zu verderben. Dafür gibt es aber die Tagesschau und Roland Koch. Da noch einen draufzusetzen fördert Magersucht! Außerdem sozial gesehen ein ziemlich unfaires Mittel, das keine Diskussion zulässt. genauso wie Kindern immer das Nasepopeln verboten wird mit dem hinweis "Bäh" und "abah" wird hier von einer moralisch höheren Ebene herab "erzogen". Apettit verderben ist außérdem sehr einfach und auch bei vegetarischen Lebensmitteln möglich (zum Beispiel: Hey, deine Weizenembryos sind gar, sieht aber irgendwie aus wie ausgekotzter Durchfall).

- Fleisch macht agressiv... (Und Popel verwandelt sich im Bauch zu Würmern ).

Ein großes Thema ist die Gesundheit. ´Hier gilt aber auch: Heute so morgen so, immer im Fähnchen der aktuellen Forschung. Außerdem machen sich mit diesem Argument alle Raucher, Alkoholiker und Städter unglaubwürdig.

- Leder zu ächten ist dumm. Leder ist die haltbarste und widerstandsfähigste bekleidung, die es gibt. Als Ersatz für eine Lederhose, die ein Leben lang hält müssten riesige Mengen Baumwolle auf einem Vielfachen der für Leder benötigten Fläche angebaut werden. Baumwollanbau ist intensiv und bodenschädigend. Insgesamt sterben sehr viel mehr Tiere bei der Herstellung von Baumwolle und Kunstfaser wie bei der Herstellung von Leder (dessen Gerbung auch nicht unproblematisch ist, im Prinzip aber ökologisch möglich ist (mit Lebertran)). Leder ist zudem oft ein Abfallprodukt, dessen Verwertung die Fleischinduustrie nicht fördert.

- Pelze sind mit die bestisolierenden Materialien. Ein Pelzmantel kann daher eine ganze Menge Heizöl sparen. Wo es kein Öl oder Holz gibt (z.B. sibirien) ist ein Pelz die einzige Lösung, sich vor dem Frost zu schützen. Daß Pelze auch unnötig verwendet werden ist klar, aber wenn eine Person im Winter mit Pelzmantel herumläuft ist das erstmal nicht abnormal sondern ökologisch nachhaltig. Abarten wie Maulwurfspelze oder Leopardenfell wollen wir hier ausnehmen.

Noch ein Kapitel wäre anzusprechen: Tierbefreiungsaktionen.
Diese führen meistens zu ökologischen Katastrophen. ebenso wie Ratten auf Galapagos Vögel ausrotten, fressen Nerze oder Hermeline Vogeleier und Junge. Der kurzzeitig stark überhöhte Räuberdruck führte schon öfter zu einem zusammenbruch von Vogelpopulationen. Man sollte sich daher überlegen welche Tiere man befreit. Außerdem ist diskutabel, ob die Zucht von Pelztieren nicht eine wenn auch mangelhafte Alternative zur großflächigen Bejagung ist. Biopelz aus Artgerechter Haltung wäre mal ne Idee.

Schlusswörtchen:

Vegetarismus ist die freie Entscheidung eines jeden Individuums und auch eine einigermaßen feine Sache als Antwort auf Massenkonsum. Wer keine Tiere töten möchte tötet keine, und soll auch nicht dazu gezwungen werden. Dass der zwanghafte Karnivorismus insbesondere der Europäer und der steigende Fleischverbrauch gerade dies oft tut ist klar. Viele essen jedoch sehr bewußt Fleisch und sind trotzdem vernünftige gleichwertige und liebenswerte Menschen geblieben. Vegetarismus, der mit Tricks wie Appetit verderben (vgl. Sexverbot der katholischen Kirche durch Höllenandrohung etc.) und Weltrettung arbeitet handelt wie Sekten oder Religionen.
Massentierhaltung ist ein Problem, das aber von FleichesserInnen genauso erkannt wird. Der Biolandbau von Demeter (nix für Demeter als Marke, nur als Beispiel) setzt zum Beispiel eine sich proportional zur Fläche verhaltende Tierhaltung voraus, um die Felder mit eigenem Dung düngen zu können. Wer daher Demeterprodukte kauft, kauft sich immer ein Stück Fleischanteil mit!

Flächen optimal und nachhaltig zu nutzen ist Bedingung für die Ernährung von 7 Mrd. Menschen. Dazu gehört eine Verringerung des Fleischkonsums aber auch eine Erhaltung von Grünland in sogenannten Risikolagen, wo Feldbau zu gefährlich (Steilhang) ist und nur zu Schäden führt, Grünland oder bejagter Wald aber eine ökologisch einigermaßen verträgliche Ernährungsform darstellt.
Ein sinnvoller Umgang mit Argumenten für weniger Fleischproduktion wird aber nicht durch platte "du bist scheiße, weil..."- Argumentation gefunden. Wenig Biofleisch essen ist eben auch eine Lösung und muss von VegetarierInnen als genauso ethisch korrekt anerkannt werden.

Vereinigung der Anarchosyndikalistischen MacdonaldisierungsgegnerInnen, PopelesserInnen, Industriefeinde und Radikalen Elemente (VAMPIRE)




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Ergänzungen

coole Sache!

Werner Nasenpopel, NPIAB 28.03.2003 - 16:19
Wenn ich auf Internet, Telefon und Fernsehen verzichten würde, wäre es selbst mit meinem schmalen Geldbeutel ein Leichtes, meinen Fleischkonsum, der sich stark in Grenzen hält, ausschließlich mit Biofleisch zu bestreiten, welches ich jetzt schon bei sich bietender Gelegenheit gerne esse, da es einfach besser schmeckt. Fleisch hat für mich mit Genuß zu tun, und ich esse etwas, weil es mir schmeckt, egal, wie gesund oder ungesund es ist - und würde ich soviel Fleisch essen wie meine Eltern, so hinge es mir bald zum Halse heraus.

Ach, was

Bauerntroll 28.03.2003 - 16:42
Drei Stueck Kotelet am Tag muss sein!
Das kenn ich noch von Muttern.

Ihr Abwechslungsprogramm:
Ein Tag Kotlet mit Kartoffeln
Naechster Tag Kotelet mit Erbsen und Moehren
Darauf folgend Kotelet mit Blumenkohl
Dann mal wieder Kotelet mit Kartoffeln
.
.
.

Und alle 14 Tage gibt es dann mal Kotelet mit Kartoffeln und Sosse.
Alle paar Monate und nur bei Besuch ist auch mal die Kombination von Kartoffeln UND Gemuese moeglich.

Jaja, meine Mutter wusste schon immer ueber abwechslungsreiche Kueche bescheid!


NIEDER MIT DEN VEGETARIERN! FREIE FAHRT FUER KOTELET-AUTOMATEN!

jetzt wissen wir auch...

elfboi 28.03.2003 - 16:54
...warum der Bauerntroll so komisch drauf ist: Er wurde nie artgerecht gehalten!

Ach, geh doch in die EFFZ

Bauerntroll 28.03.2003 - 17:56
Erlaeuterung:

EFFZ = Elfen und Fantasy-Freaks-Zone (klar Teil der APZ)

na klaro!

elfboi 28.03.2003 - 18:05
Natürlich in die APZ, da ist immer Party!

blabla

blubb 30.03.2003 - 18:02
blablubb. wen interessierts? ich bin vegan und find´s gut. dass 99% der menschen es nicht gut finden bzw. zu bequem sind es zu sein finde ich zwar scheisse, aber es geht mir je länger ich vegan bin umso mehr am arsch vorbei.

Keine Agression

Vegi 31.03.2003 - 20:03
Tscha, leider nehmen einige diese Argumente als endgültige Seligsprechung für ihren Döner kebap. Es ist also immer ein zweischneidiges Schwert, über politisch korrekte Lebensweise zu diskutieren. Ansonsten finde ich den Diskussionsansatz gut, aber schade, dass es bei einigen FleischesserInnen Vegetarismus immer gleich als Angriff auf ihre Lebensweise gesehen wird. Ähjnlich wie allein das Wort Feminismus einige Männer auf die Palme treibt.
Diesen Knoten aufzulösen müsste man echt mal anfangen.
Eat the rich!

Wie?

Roland Kkoch 31.03.2003 - 20:22
JA, gute Sache, aber wie bereitet mer die zu? Ich habe schon gehört, die seien viel zu bitter zum Genuss. Oder gibts da eine Altersgrenze (ähnl. baby beef). Gibts die auch irgendwo im Handel oder muß ich mir die selbst erlegen?
Ich hab nur ne Kalaschnikow und das ist nicht so waidmännisch, das gibt so einen Brei ... bitte schickt KOCH - Rezepte. Vielen Dank

Wo bleibt die Ethik?

Kalle 01.04.2003 - 08:38
Wenn Leder ein Abfallprodukt wäre, dann müssten wir von der Industrie für dessen Entsorgung bezahlt werden. Ist aber nicht so, von daher zieht das schonmal nicht. Des weiteren vergisst Du den (zumindest für mich) wichtigsten Grund vegan zu leben: Ich kann mit mir nicht vereinbaren, dass Lebewesen für mich leiden/sterben müssen, solange es Alternativen gibt. Denn wie heisst es doch "Was du nicht willst das man dir tu,..." und mit welchem Recht stellen wir uns über nicht-menschliche Tiere? Weil wir die Macht dazu haben? Na schönen dank. Wir haben aber auch das Hirn um Entscheidungen zu treffen, die niemanden leiden lassen. Tierrechte sind Menschenrechte und das letzte Mal, dass Menschen hier verwertet worden sind liegt etwas mehr als 60 Jahre zurück.

Edgar Kupfer Koberwitz - Häftling in Dachau beschreibt die ganze Sache folgednermaßen:
"Ich weigere mich Tiere zu essen, weil ich mich nicht von den Leiden und vom Tod anderer Lebewesen ernähren kann. Ich weigere mich, dies zu tun, weil ich selbst so schmerzlich gelitten habe, daß ich den Schmerz anderer fühle, indem ich mich meiner eigenen Leiden erinnere."

Grundsätzliches

Shanty 01.04.2003 - 10:47
Hallo

Du schreibst 'Wenig Biofleisch essen ist eben auch eine Lösung und muss von VegetarierInnen als genauso ethisch korrekt anerkannt werden'

Falsch. Sorry, aber ich glaube, Du hast das Prinzip des Veganismus nicht begriffen. Es geht vor allem darum, unnötiges Leid zu verhindern, selber nicht dazu beizutragen.
Ob Biofleisch oder nicht, das Tier muss dafür so oder so getötet werden. Da sag ich 'nein danke' und schwelge lieber in veganen Köstlichkeiten.

Es gibt übrigens sehr wohl vegane Landwirtschaft, die ohne Tierdung auskommt.

In deinem Text hat es leider zu viele falsche Aussagen oder Annahmen um hier auf alle im Detail einzugehen.

Gruss
Shanty

Wir

nicht du 01.04.2003 - 13:36
Also erstmal wird hier immer eine Person angesprochen.
Als Verfasser ist aber eine Vereinigung angegeben.
Zum Thema Leiden: Artgerechte Tierhaltung bedeutet Symbiose. Das Tier wird geschützt vor Räude, Tollwut, Scrapie, Wölfen, Erfrieren, Verhungern etc. Dafür wird es an seinem ohnehin kommenden Ende gegessen. Einige Völker im Sudan essen übrigens die Tiere erst, wenn sie gestorben sind oder notgeschlachtet werden müssen.
Was bedeutet Leiden der einen Tierart gegen das der anderen?
Wenn nur das Leiden der Kulleräugchentierarten verhindert werden muss, worin besteht dann die ethische Correctness?
Dass nämlich die traditionelle Tierhaltung Tausenden anderen Tier- und Pflanzenarten die Existenz ermöglicht, die vielleicht nicht ganz so hübsch sind, zum Beispiel der Dornfinger (eine giftige Spinne der Trockenrasen) viele aber hübscher (zum Beispiel der Wiedehopf, der durch die Aufgabe der Arbeitspferdehaltung fast ausgestorben ist).
Aber die ethische Frage wurde ganz bewusst nicht angesprochen, da sie die Entscheidung des Einzelnen bleibt. Wer sich aber allein aufgrund seines nichtvorhandenen Fleischkonsums als ethisch besser einstuft handelt eben rassistisch (s.Artikel/Indigene). Wie dieser Fleischkonsum dann stattfindet und ob er dann ethisch angreifbar ist steht ja gerade zur Diskussion. Der Artikel sollte auch keinenfalls VeganerInnenzahlen drücken oder den Fleischkonsum steigern! Sondern im Gegenteil Vegetarierinnen durch echte Argumente, die ja dann auch mit anderen echten Argumenten widerlegt werden können abhärten. Fleischkonsum muss gesenkt werden, Totalen Fleischverzicht von allen zu fordern und in VegetarierInnenzeitschriften für alternative "echt trendige" Schuhe aus Kunstoff "inzwischen auch von Designermarken wie Adidas, Nike oder Reebock" zu werben ist aber kontraproduktiv und wird den Fleischkonsum nicht senken.

antifa-veganer 01.04.2003 - 13:44
ohne fleisch auszukommen ist ein leichtes. noch viel leichter jedoch, kalle, sollte es sein, die beschissene holocaust-relativierung endlich mal stecken zu lassen, was übrigens voraussetzung dafür ist, überhaupt noch ernst genommen zu werden.

nochn argument

ök 07.04.2003 - 12:45
in Mitteleuropa gipts nur eine Ernte pro Jahr. d.h. im winter und vor allem im Frühjahr entsteht eine versorgungslücke, die mit dem zeitlosen Nährstoff Fleisch überbrückt wurde (oft auch Fisch).
Heute kommt allöerdings vitamin für alle aus Nicaragua, Nigeria, Spanien, Hoolland in´Forem von geflogenenn Biotomaten, Biobananen und so kram.
Da kann man natürlich ein ruhieges Gewissen ohne Fleisch leisten, weil ist ja auch viel ökologischer und ethischer Soja aus Asien und Amerika und Biofairbananen aus Kuba zu essen, als die süßen Lämmchen von Nachbars Weide.
Abber is schon wahr, FleischesserInnen achten in der Regel noch weniger auf ökologischhe Produklte als VegetarierInnen und essen ganzjährig Fleesch und Wintererdbeeren.

Nicht ganz zutreffend

VolkerK 07.04.2003 - 15:22
Hallo VAMPIRE,

Deine Ausführungen in allel Ehren, aber...

>Ackerbau wäre ohne die Düngung mit Tiermist oder Gülle nicht
>denkbar.

In Südamerika laufen entsprechende Projekte, die Anwendung und Publikation tierlosen Landbaus scheitert idR am Widerstand der etablierten Lobbies. Ich kenne einen Landwirt aus dem Schwarzwald, dem mit rechtlichen Konsequenzen gedroht wurde, wenn er ein geplantes Buch über den von ihm praktizierten, in Argentinien und Peru erlernten tierlosen Landbau veröffentlicht. Er arbeitet mit Direkteinsaat, pflügt nicht, düngt mit Pflanzenkulturen (Klee).

Gülle ist im Übrigen kein Dünger, sondern ein schadstoffbelasteter Sondermüll. Wäre es anders, dann müssten Landwirte mit Gülleanfall nicht entsprechende Ausbringungsflächen (zur Not bei Landwirten ohne Tierzucht) nachweisen. Gülle wird interessanterweise besonders gerne auf Flächen ausgebracht, die Futtermais tragen sollen -> dieser Starkzehrer zieht besonders gut die Gülle aus dem Boden und sorgt für interessante Giftstoffkreisläufe, wenn er wieder verfüttert wird.

>In der traditionellen Tierhaltung wurde der Stall als
>Heizung fürs Haus verwendet. Ein Großteil der in Wärme
>umgewandelten

>In traditionellen Kulturen wird fast alles verwendet, der
>Dung zum Häuserbau und als Brennstoff, das Leder, die
>Knochen für Pfeile und Bögen... Energie konnte so im Winter
>zurückgewonnen werden.

Nett gedacht, aber heute in Europa nicht mehr plausibel.

>Grünland ist oft so mager, dass als einzige Nutzungsart die
>Viehhaltung bleibt, sozusagen als Zwischenschritt.

Nach Untersuchungen in Großbritannien würden dort lediglich 1/4 der landwirtschaftlichen Flächen benötigt, um die Bevölkerung vegan zu ernähren.

Das Argument mit dem schlechteren Grünland kommt aber immer wieder, obwohl bekannt sein sollte, dass alleine das in den reichen Ländern verfütterte Tierfutter ausreichen würde, um 8,5 Milliarden Menschen zu ernähren.

>In nordischen Ländern ist Ackerbau ebenfalls unmöglich
>aufgrund der langen Frostperioden. Was nicht gesammelt
>werden kann muss daher in Form von Fleisch gejagt werden

Naja, das ist ein recht anachronistisches Argument.... bleiben wir hier doch mal im deutschen Sprachbereich, und da gildet es nicht. Irgendwo auf der Welt findet sich immer ein Ort, wo ein Argument nicht mehr zieht. Das macht es auf dem restlichen Planeten aber nicht ungültig.

>Grünland ist die artenreichste Biotopgruppe in Europa.
>Grünland wäre aber ohne extensive Viehhaltung nicht denkbar,
>eine Aufgabe derselben würde zu einem Aussterben tausender
>Arten führen.

Wenn statt des Grünlandes Wildblumenwiesen kultiviert würden, hätten wir dort einen größeren Artenreichtum. Wie gesagt: Sogar fruchtbare Ackerflächen könnten stillgelegt werden, wenn wir kein Fleisch äßen (siehe Erörterungen über GB).

>Ackerland ist die intensivere Form der Landnutzung. Sie
>führt überproportional im Vergleich zum Grünland und dessen
>Ertrag zu einer Verarmung des Bodens, Erosion, Deflation,
>Hochwasser.

Bei Verzicht auf die ernährungstechnisch uneffiziente Tierzucht könnte die Landwirtschaft extensiviert werden, was hier positive Ergebnis brächte.

>In vielen Gesellschaften haben sich komplexe Methoden
>entwickelt, je nach Zeit eine bestimmte Tierart zu bejagen,
>Manioc zu ernten ... So zum Beispiel bei den Miskito in
>Nicaragua.

Wie gesagt: Wenn Sonnenenergie auf Grönland keine Zukunft hat, dann heisst das nicht, dass sie in der Sahara nicht sehr gut genutzt werden könnte. Wenn wir bei uns anfangen, die Tierproduktion und den Fleischkonsum massiv zu reduzieren, dann werden sich vielleicht auch dort sukzessive Verschiebungen ergeben.

>Leder zu ächten ist dumm. Leder ist die haltbarste und
>widerstandsfähigste bekleidung, die es gibt.

Und eine der umweltschädlichsten. Die Lederhose hält zwar theoretisch ein Leben, praktisch wird sie aber vorher entsorgt (ausgenommen bestimmte Subkulturen ;-). Sobald es in Ermangelung von Schlachthöfen kein Leder mehr gibt, wird eine Menge landwirtschaftlicher Kapazität für die Baumwollzucht frei. Wir können uns dann ja mal zusammensetzen und die Ökobilanz ziehen ;-)

Dein Fazit:

>Flächen optimal und nachhaltig zu nutzen ist Bedingung für
>die Ernährung von 7 Mrd. Menschen. Dazu gehört eine
>Verringerung des Fleischkonsums aber auch eine Erhaltung von
>Grünland in sogenannten Risikolagen, wo Feldbau zu
>gefährlich (Steilhang) ist und nur zu Schäden führt,
>Grünland oder bejagter Wald aber eine ökologisch
>einigermaßen verträgliche Ernährungsform darstellt.
ist mithin schon im Vorhergegangenen widerlegt. Oder hast Du Gegenargumente?

Gruß,
Volker.

Nicht schlecht

Vamp 09.04.2003 - 13:07
Gute Argumentation.
Zu Leder: Leder kann man umweltfreunbdlich gerben, und zwar entweder mit Urin oder mit Lebertran.
IndianerInnen Nordamerikas haben LEder auch gekaut, bis es weich war, könnte man eventuell auch nachmachen mit Maschinen.
Zu Anachronismus: Nach einem zu erwartendem Zerfall des kapitalistischen Systems aufgrund massiver Klimaveränderungen muss mit einem Rückfall in heute anachronistische Verhaltensweisen gerechnmet werden.
Es leben immer Menschen in Anachronismen, der Schäfer auf der schwäbischen Alb gehört genauso dazu wie der Hippie im Wald. Es ging bei dem Argument auch eher um die Infragestellung der ethischen Nachvollziehbarkeit des "Aasfressens". Wie gesagt, Fleischkonsum zu reduzieren und zwar drastisch ist supersinnvoll. auch mit Veganismus.
zur Artenvielfalt: Grünland beinhaltet Wildblumenwiesen.
KLar dass durch Kunstdünger die meisten Wiesen verarmt sind, es wird inzwischen ja auch überlegt Heukraftwerke zu bauen, vielleichtb ist da ja eine zukunft für die Orchideen und Heuschrecken und Tagfalter der Schafweiden. Landschaftspflege ist im Moment aber nur durch Tierhaltung effektiv betreibbar, auch wenn UmweltschützerInnen superviel von HAnd wegmachen, was ich persönlich für blöder halte als Schfe drüberweiden zu lassen.
Jauche ist kein Sondermüll per se! Biojauche stellt nichts anderes dar als Kacke und Pisse. Ohne jede Giftstoffe, von der natürlichen Entstehung von Amm1oniak mal abgesehen. das wird aber zu Stickstoff abgebaut. Festmist ist besser, aber Gülle fällt immer an.
Bei SChweinen ist der Umsetzungswert von Futter übrigens eins zu drei.
Zu Sähschlitzen: Das Ganze ist gut! Aber es gibt folgende Probleme: Der Ertrag sinkt gewaltig und ich kenne wenig Menschen, die zur Landwirtschaft bereit sind. Außerdem ist bei Körnern ziemlich Schimmelgefahr angesagt, Pilze und andere Krankheiten werden gestoppt indem der Boden durchfriert. Und das tut er am besten wenn er gepflügt ist. In massenanbau also kaum denkbar, lasse mich aber gern eines besseren belehren. düngen kann man übrigens auch mit menschlichem Mist.
Hey, und in Südamerika sind echt mal andere Bedingungen am start. UNd für MAcdonald Rinderhaltung in Brasilien udn Argentinien hat ja auch niemand was übrig oder?
Das kannste getrost stilllegen ohne negative Folgen, genauso wie die Mastanstalten Mitteleuropas. Zwischen diesen Fabriken und Raubbauwiesen und einer vernünftigen extensiven Wanderschafhütung besteht aber auchn nochmal ein himmelweiter UNterschied. Durch die Per se schwarzmacherei von Fleischkonsum wird aber alles in einen Topf geschmissen, anstatt mit den alternativen zusammenzuarbeiten macht man sie zu "Tierkillern, Aasfressern und Weltzerstörerinnen".
Der Import von NAhrungsmitteln macht diesen Anachronismus den du genannt hast überflüssig, nicht etwa "verbesserte" Anbaumethoden.
Andere Argumente? Weiter gehts




Zur Sonnenenergie

Vamp 09.04.2003 - 13:12
Sonnenenergiekraftweerke in der Sahara sind ja der alte Traum der Öks. Weils da ja sowieso nichts gibt und die Sonne immer scheint.
Wie aber wird der Strom transportiert?
Zum Beispiel nach MItteleuropa? Über gigantische Stromleitungen, die Vogelarten einfach ausrotten.
weiteres Problem: Sandstürme und Wanderdünen, sowie Regenfälle. Wer gräbt so ein Solarkraftwerk wieder aus und hält die Flächen sauber? UNd wenns regnte versinkt das Ganze im Schlamm.
außerdem hat die Sahara eine eigene Ökologie, die ebenso geschädigt werden kann wie andere.
Aber im PRinzip richtig, in Städten voll sinnvoll.
Außerdem ist ja die mobile Solarplatte ziumelich in.

öko

Shanty 09.04.2003 - 16:18
Die tonnenschweren Sojaimporte werden übrigens grösstenteils an "Nutz"tiere verfüttert in nicht von Vegis verspiesen.

Biobauern beklagen sich, dass die heutigen Züchtungen von Milchkühen nur mehr sehr schwer ohne Kraftfutter zu ernähren sind...

Auch die hier vielgepriesene Schafszucht hat ihre Tücken: in Bergregionen werden Wildtiere (zB. Gemse) durch Schafzucht/Haltung ihrer Existenzgrundlage beraubt oder vetrieben. Je mehr Schafe, desto mehr Geld, für die Tiere wird teilweise nur ungenügend gesorgt und bei Problemen mit zB. Wölfen/Luchsen ist ja klar, dass die (geschützten!) Wildtiere das Nachsehen haben...

"Massentierhaltung ist ein Problem, das aber von FleichesserInnen genauso erkannt wird."
Die meisten Fleischkonsumenten machen aber lieber die Augen zu. Ein Problem zu erkennen ist die eine, Konsequenzen daraus ziehen eine andere Sache. Am ehesten haben darauf Fleisch- und Milchlobby reagiert, durch vermehrte Anzeigen, hübsche Bio-, Öko-, Naturaplan- und sonstige SandindieAugenStreu-Labels. Das senkt den Konsum leider auch nicht.

Gruss
Shanty

Ah, jetzt, ja: Eine Diskussion (endlich mal)

VolkerK 12.04.2003 - 21:18

Hallöle Vamp,

danke für Deine Aufmerksamkeit. Ich hab wegen solcher Argumente auch schon Erwiderungen erhalten, die eher ein argumentatives Rülpsen waren als Diskussionsbeiträge.

>Zu Leder: Leder kann man umweltfreunbdlich gerben, und zwar
>entweder mit Urin oder mit Lebertran.

Kann man, tut aber keiner. Es gibt im HanfHaus schon Schuhe der Firma DejaShue, die ausdrücklich aus pflanzlichen Stoffen (Leinen, Hanf, Baumwolle) und Recyclingkunststoffen bestehen. Nicht aus tierschutzethischen Gründen, sondern weil es (zur Zeit) faktisch nicht möglich ist, ausreichend echtes Ökoleder zu marktfähigen Preisen zu bekommen. Aus den armen Ländern kommt zu viel davon, was dort (in Indien z.B.) die Menschen und die Flüsse vergiftet. Insofern sind die Anti-Leder-Aktionen z.B. von PeTA auch gut für die Menschen da unten.

>Zu Anachronismus: Nach einem zu erwartendem Zerfall des
>kapitalistischen Systems aufgrund massiver
>Klimaveränderungen muss mit einem Rückfall in heute
>anachronistische Verhaltensweisen gerechnmet werden.

Naja, den erwartest Du, ich jedoch nicht. Und wenn, dann nicht zu meinen Lebzeiten. Und deshalb hindert es mich nicht daran (und sollte Dich auch nicht daran hindern) so zu leben, dass ich ein gutes Gewissen dabei habe.

Die Tiefe, mit der Du argumentierst, zeigt, dass Du über unsere Argumente nachgedacht hast und sie im Grunde akzeptierst, nur eben die (von den Lobbies) verbreiteten Gegenargumente auch schon oft genug gehört hast.

>KLar dass durch Kunstdünger die meisten Wiesen verarmt
>sind, es wird inzwischen ja auch überlegt Heukraftwerke zu
>bauen, vielleichtb ist da ja eine zukunft für die
>Orchideen und Heuschrecken und Tagfalter der Schafweiden.

Naja, zu solchen Kraftwerken hab ich meine eigene Meinung. Wir sollten nichts verbrennen zur Stromerzeugung, es reicht schon, Wind und Sonne zu nutzen.

Ansonsten haben wir wieder riesige Monokulturen, in denen sich keine Gleichgewichte ausbilden können.

>Landschaftspflege ist im Moment aber nur durch Tierhaltung
>effektiv betreibbar,

Du erwartest den Zusammenbruch des Imperialismus' nicht in der nächsten Woche und ich erwarte auch keine Veganisierung der Welt in diesem Zeitraum. Vielleicht erste Ansätze in diesem Jahrhundert - und bis dahin können diese Strukturen sukzessive abgelöst werden (bzw. das kommt von selbst).

Zumal: Da wir nur einen Bruchteil der LW-Flächen für eine vegane Gesellschaft brauchen, wird es von selber so kommen (denn die Natur renaturiert sich schon selbst ganz gut, das konnte sie Millionen von Jahren bevor wir die Kultur erfunden haben)

>Jauche ist kein Sondermüll per se! Biojauche stellt nichts
>anderes dar als Kacke und Pisse.

Trotzdem ist sie (Gülle, das ist was anderes als Jauche!) nicht notwendig zur Landwirtschaft. Wenn es so weitergeht, dann wird jedoch in 50 Jahren 1/3 des Stroms über Gülle erzeugt - dann essen wir Schnitzel gegen den Treibhauseffekt. So ein Quatsch.

Argumente gegen bioveganen Landbau: Meld' Dich mal per Mail, ich kann Dir da ein paar Infos zu geben. Es gibt sogar Hochschulen, die in diese Richtung forschen. Würde hier den Rahmen sprengen.

Nochmal Thema Sonnenenergie und Sahara: Ich will nicht, dass der Strom da her kommt. Ich sage halt nur, dass lokale Besonderheiten ein Argument nicht global aushebeln.

Wen Du pro Wasskraftwerke argumentierst und ich sage "und wo sollen die Menschen in der Sahara Strom her bekommen?", dann ist das so eines.

Gruß,
Volker.

Und noch einer

Taar 12.04.2003 - 22:42
>[...]Insofern sind die Anti-Leder-Aktionen z.B. von PeTA auch gut für die Menschen da unten.
Ach ja? Die Menschen "da unten" schon gefragt? (Abgesehen von der Formulierung.... Wo ist den "oben" auf einer Kugel???)
Sorry, aber auch in den weiteren Ausführungen scheinst Du mir ein Vertreter der Spezies "Ich weiß, was gut, wahr und richtig für Dich ist, Du Penner, und jetzt halt die Schnauze, hör mir zu und tu gefälligst, was ich sage!" zu sein. Vielleicht irre ich mich ja.

>[...]so zu leben, dass ich ein gutes Gewissen dabei habe.
Gut, ich bin: Fleischesser, Ledernutzer, bald Jäger und habe einen Hund. Ich habe ein superklasse Gewissen dabei.
Oder meintest Du etwas anderes?!

>Die Tiefe, mit der Du argumentierst, [...] Gegenargumente auch schon oft genug gehört hast.
Ach ja, ich vergaß... Diskussion ist dann, wenn man gleicher Meinung ist. Andere Weltsichten zu haben und auch noch zu vertreten ist irgendwie krank...

>Naja, zu solchen Kraftwerken hab ich meine eigene Meinung. >Wir sollten nichts verbrennen zur Stromerzeugung, es reicht >schon, Wind und Sonne zu nutzen.
Besonders in windarmen oder windstillen Nächten und dann ganz besonders im Winter...
Heu zu verbrennen, zu verfüttern oder verrotten zu lassen hat EXAKT den gleichen Effekt an Treibhausgasen - nämlich bilanziert gar keinen.
Was genutzt wird ist der Energiezuwachs durch photosynthetisch gebundenes CO2 durch Sonnenenergie. Nachwachsende Rohstoffe zu verbrennen und sie dann auch nachwachsen zu lassen oder den Anbau sogar auszuweiten ist chemisch neutral oder sogar kurzfristig CO2 mindernd.
Dagegen hat Windenergie in der momentan betriebenen Form eine BESCHISSENE Ökobilanz, was im übrigen auch für die meisten Formen der Sonnenenergienutzung gilt. Die Energie, die für die Erzeugung der Erzeuger aufgewendet werden muß und die Folgen - speziell bei Windenergie - für die Vogelwelt sind drastisch. Jeder regt sich über die Ultra- und Infraschallverschmutzung der Weltmeere auf, weil's Cetacea betrifft. Die Infraschallverschmutzung der Landflächen durch sinnlos aufgestellte Windräder scheint dagegen offembar nicht so wichtig....

>Ansonsten haben wir wieder riesige Monokulturen, in denen >sich keine Gleichgewichte ausbilden können.
Gleichgewichte von was?? Die Tiefe Deiner Argumentation läßt darauf schließen, daß die Genauigkeit des Ausdrucks irgendwo als Kollateralschaden liegenblieb.

>>Landschaftspflege ist im Moment aber nur durch Tierhaltung
>>effektiv betreibbar,
[...]
Das war eine Nullaussage, die mit dem Argument nicht das geringste zu tun hatte.

>Zumal: Da wir nur einen Bruchteil der LW-Flächen für eine >vegane Gesellschaft brauchen, wird es von selber so kommen >(denn die Natur renaturiert sich schon selbst ganz gut, das >konnte sie Millionen von Jahren bevor wir die Kultur >erfunden haben)
Das mit dem "Bruchteil der Flächen" hast Du sicherlich aus den gängigen Veganzeitschriften bzw. -webseiten.
Was hältst Du eigentlich davon, die Zahlen und "Fakten" mal selbst nachzurechnen? Ich will hier keine Ergebnisse vorwegnehmen, aber ich bin ziemlich sicher, daß Du so einige Überraschungen erleben wirst. Z.B. dann, wenn Du Dich mal darüber schlaumachst, wieviel pflanzliche Nahrung tatsächlich für die Erzeugung eines Kg Fleisch verbraucht wird, wo das Zeug wächst, und ob Du es auch verdauen könntest.
Und noch was: In den wenigen Mio. Jahren vor unserer Zeit, als die Natur friedlich war, die Löwen die Lämmlein bewachten und alles völlig ethisch korrekt ablief, gab es - oh Zeichen und Wunder - keine 6-7 Mrd. Menschen....
Du wirst Doch hier nicht dem Genozid das Wort reden?

>Trotzdem ist sie (Gülle, das ist was anderes als Jauche!)
Ach ja? Wie genau anders? Ist bei Jauche der Urin gelber? Die Scheiße brauner? Oder meinst Du den Strohanteil?

Mein Hund muß Gülle machen...
Bis denn...
Taar

vom 'Ich' zum 'Wir'

Luzido 13.04.2003 - 16:38
Hallo,

Ich habe das Gefühl, das einige in der Linken-Szene Veganer pauschal als Faschisten abstempeln, auch in deinem Text kam wieder das Reizwort "Rassismus" vor, deshalb tippelte ich heute folgenden Text:

Die frühen Horden aßen alles was nicht zum 'wir' gehörte, dazu gehörte alles und jeder außerhalb dieser Horde, und konnte somit getötet werden. In der Geschichte der Menschheit wurde dieses 'wir' mehr und mehr erweitert. Von der Horde, zum Stamm, zur Rasse so zusagen. Dann wurden auch dunkelhäutige "Wilde" in dieses 'wir' integriert, das 'wir' war beim Menschen angelangt (die leider heute immernoch vorhandenen Ausnahmen kennen wir Forenleser). Vor etwa hundert Jahren wurde man ausgelacht, wenn man bessere Bedingungen für (Arbeits-)Tiere schaffen wollte. Ein Pferd oder ein Reh schreit oder weint nicht, wenn es verletzt ist, um keine Fressfeinde anzulocken. Genauso wie es bei vielen "wilden" Stämmen völlig unüblich ist, seinen Schmerz durch Lautäußerung kundzutun, eine Überlebens-Strategie, die einer der Gründe war ihnen die Schmerzempfindlichkeit, Mitgefühl und das Menschsein abzusprechen. Bis vor einigen Jahren wurden Babys in Krankenhäusern ohne Betäubung operiert, wie ich finde, aus etwa den gleichen Gründen.

Dieses 'wir' wieder zu erweitern und auch Tiere in diesen exklusiven Kreis aufzunehmen, ist meiner Meinung nach das Gegenteil vom Rassismus (der in die andere Richtung unterwegs ist, in die 'wir'-Kreis verkleinernden). Einige Veganer ziehen diesen Kreis noch weiter und sagen Mitwelt statt Umwelt (siehe z.B.  http://www.fellbeisser.info/ ).


Zum "Mörder"-Vorwurf:

Der aufgeklärte Veganer ist sich auch sehrwohl bewusst, dass er allein durch sein Leben in unserer "modernen" Gesellschaft höchstwahrscheinlich mehr Tode auf seinem Gewissen "lasten" als einem fleischessender Wüsten-Nomaden, der ohne Atomstrom, Auto und Handy mit der Natur verbunden lebt. Ich kenne auch keinen Veganer der sich mit einem Schild "Fleisch ist Mord" vor Inuit aufstellen würde.

Mord ist nach unserem Recht das Töten aus niederen Beweggründen, was niederen Beweggründen sind definiert in der Umgangssprache aber nicht das Gesetzt, sondern jeder selbst. So sind für den "Extrem-Pazifisten" "Soldaten Mörder".

Ich kann das Bedürfnis auch durchaus nachvollziehen, die millionenfache (in meinen Augen) vermeidbare Qual und Zerstörung unserer Zivilisation und insbesondere der Fleischindustrie, mit "harten" Worten zu belegen.

Mein Problem mit diesem Ausdruck ist, dass ich es für Paradox halte als "Extrem-Pazifist" (mit dem Selbstanspruch des friedlichen Umgangs mit der Mitwelt) andere so harsch anzugehen. Für jemanden der Fleischessen in unserer Gesellschaft (nicht im Pongopongo Stamm in irgendeinem Urwald) als Mord bezeichnet, sollte Autofahren Totschlag sein und das Herrausrupfen einer Karotte "Notwehr mit Todesfolge", und das harsche angehen von Fleischessern mit dem Ausdruck "Mörder" sollte (in meinen Augen) nicht zu seinem Kommunikations-Repertoire gehören.

Aber hier kommen wir auch gleich zu dem darauffolgenden Absatz von dir (den zu Leichenfresser), ich möchte dem anderen freundlich, gütig und mit Mitgefühl begegnen mich aber nicht in Selbstzensur üben, oder gar in das gleiche Horn blasen wie die Fleischindustrie. Dem Verbraucher sind Leichenteile deren Herkunft offensichtlich erkennbar ist und unangenehm, weshalb die Fleischindustrie in ihrer PR möglichst verschleiert (ich würde auch sagen verblendet) um ja keine Assoziationen zu Tod, Leichen und Qual aufkommen zulassen.

Deshalb sage ich zu Leichenteilen Leichenteile, für mich ist nämlich der Mensch auch nur ein Tier, was es mir erlaubt das vorangestellte "Tier-" wegzulassen. Etwas Gegengewicht zur Fleischpropaganda muss schon sein. Andere als Mörder zu beschimpfen ist schlichtweg unproduktiv für die Sache (meiner Meinung nach), aber man muss auch sagen können was man als Wirklichkeit sieht.

viele Grüße,
Lutz

Jäger -> grüner Faschist?

VolkerK 14.04.2003 - 12:30
Moin.

>Sorry, aber auch in den weiteren Ausführungen scheinst Du mir
>ein Vertreter der Spezies "Ich weiß, was gut, wahr und richtig
>für Dich ist, Du Penner, und jetzt halt die Schnauze, hör mir
>zu und tu gefälligst, was ich sage!" zu sein. Vielleicht irre
>ich mich ja.

Mir fehlen Deine konkreten Argumente. Hast Du welche - dann äußere sie. Hast Du keine - dann halt den Mund. Deine Meinung ist schön, aber ohne Argumente keine Diskussion.

>>[...]so zu leben, dass ich ein gutes Gewissen dabei habe.
>Gut, ich bin: Fleischesser, Ledernutzer, bald Jäger und habe
>einen Hund. Ich habe ein superklasse Gewissen dabei.
>Oder meintest Du etwas anderes?!

Ich hätte kein gutes Gewissen damit. Ob Deines "rein" ist oder nicht, weiss ich nicht.

Ein Hindupriester wollte vor vielen hundert Jahren mal ein Zicklein opfern, wie es so Brauch war. Als er das Messer ansetzte, lachte das Zicklein und sagte dem erstaunten Priester: "Ich lache, weil ich 499 mal als Zicklein inkarniert wurde, und bei meiner nächsten Inkarnation wieder Mensch werde!"

Dann weinte das Zicklein und sagte "Ich mache mir nur Sorgen um dich, denn vor 500 Inkarnationen war ich selber ein Preister wie Du und habe Zicklein geopfert."

Noch was zu den Jägern:

Ich kennen keinen faschistoidere, korruptere Gruppen als die Jäger. Da halten nichtmal unsere niederrheinischen Schützenvereine mit. Ich hab mal drei Monate lang versucht, verlässliche Zahlen über Jagdunfälle zu erhalten. Ging nicht. Warum? Weil in allen Ministerien, Berufsgenossenschaften und Versicherungen an den geneigten Stellen wer saß? Jäger. Zitat des Mannes vond er Gothaer: "Ich wäre ja mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn ich da Zahlen nennen würde, schließlich HACKEN DIE MEDIEN JA STÄNDIG AUF UNS RUM"

>>Trotzdem ist sie (Gülle, das ist was anderes als Jauche!)
>Ach ja? Wie genau anders? Ist bei Jauche der Urin gelber?
>Die Scheiße brauner? Oder meinst Du den Strohanteil?

Nein, Du Klugscheisser.

Pflanzenjauche aus Brennnesseln ist ein Nitratdünger, Jauche aus Zwiebeln ein natürliches Fungizid. Und ganz ohne Fäkalien.

Typisch Städter, die die Natur nur aus dem Jägerunterricht und Pro7 kennen.

V.

Veganer -> Religiöser Fundamentalist?

Taar 14.04.2003 - 18:29
Tach auch,
>Mir fehlen Deine konkreten Argumente. Hast Du welche - dann >äußere sie. Hast Du keine - dann halt den Mund. Deine >Meinung ist schön, aber ohne Argumente keine Diskussion.
Oh, bis dahin waren keine. Im weiteren Verlauf hast Du es allerdings unterlassen, auf die vorhandenen einzugehen :)

>Ich hätte kein gutes Gewissen damit. Ob Deines "rein" ist >oder nicht, weiss ich nicht.
So ist das mit den Gewissen... Die Dinger werden nur dan problematisch, wenn man vergißt, daß die persönlichen Überzeugungen u.U. auch mal NICHT allgemeingültig sein könnten.
Mir ist es aber sowas von egal, wie Du Dich ernährst, wohnst, lebst, was Du denkst (wenn Du es tust), was Du meinst und was Du glaubst. Und mich interessiert es auch nicht die Bohne, ob Du ein "gutes Gewissen" bei dem hast, was Du tust. Leider ist es aber so, daß Ernährunsgfixierte manchmal nicht so locker sind, und glauben, Ihre Entdeckung wäre die allein seligmachende Offenbarung der Zukunft. Wenn dann daraus z.B. Rechtfertigungen für Gewaltaufrufe abgeleitet werden, die z.B. auch mich betreffen könnten, sinkt mein allgemeiner Toleranzpegel erheblich. Das betrifft übrigens bislang nicht Dich persönlich. Zumindest konnte ich keinen Gewaltansatz feststellen.

>Ein Hindupriester [...] habe Zicklein geopfert."
Süß. Und?

>Noch was zu den Jägern:
>Ich kennen keinen [...] UNS RUM"

Noch was zu den Jagdgegnern und Veggies:
Ich kenne keine faschistoideren, fundamentalistischen Gruppen, als die JAGEVEGS. Da halten nichtmal unsere örtlichen Vertreter der Partei Bibeltreuer Christen mit. Ich habe mal drei Monate lang versucht, verläßliche Zahlen über Jagdstörungen, Tierbefreiungen und Anschläge auf Hochsitze zu erhalten. Ging nicht. Warum? Weil in allen einschlägigen Versammlungen wer saß? JAGEVEGS. Zitat eines Forenbetreibers: "ich wäre ja mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn ich da Zahlen nennen würde, schließlich IST DAS JA ILLEGAL UND TEILS LEBENSGEFÄHRLICH"

Falls Dich Jagdunfälle tatsächlich interessieren empfehle ich mal die landwirtschaftlichen Berusgenossenschaften.
Wobei Du dann natürlich Verletzungen, Verstümmelungen und Todesfälle durch angesägte Hochsitze herausrechnen mußt.

>Nein, Du Klugscheisser.
>Pflanzenjauche aus Brennnesseln ist ein Nitratdünger,
>Jauche aus Zwiebeln ein natürliches Fungizid. Und ganz ohne
>Fäkalien.
Jo, Brennessel- und Zwiebeljauche gibt es auch, nur wird die normalerweise auch so genannt. "Jauche" ohne Präfix ist normalerweise ein Ausdruck für Flüssigmist, genauso wie Gülle.

>Typisch Städter, die die Natur nur aus dem Jägerunterricht >und Pro7 kennen.
LOL.
Kein schlechter Versuch, aber leider daneben. Ich gehöre zu den kaum über 80% der Jäger, die vom Dorf kommen (wenn ich denn die Prüfung bestehe...).
Taar

Schwärtsche

Vampirella 16.04.2003 - 23:43
He Teer, bleib mal sachlich, hat dich keiner angegriffen.

Jäger haben sämtliche Großräuber ausgerottet, übrigens gut unterstützt von SchäferInnenverbänden.
Laut einem Gerichtsurteil darf auch nicht mehr behauptet werden, dass Jagd positive Auswirkungen auf den NAturschutz hat.
abgesehen davon, dass JAgd sinnvoll sein kann ist die moderne Jagd eher Vergnügen und Sport als Ernährungsnot.
UNd wie kontrovers Jagd und Naturschutz sein köännen sieht man am besten in Frankreich, wo Jäger Morddrohungen an NaturschützerInnen aussprechen.
Wie mit natürlichen Prozessen wie Wolf und so weiter umgegangen wird ist echt hahnebüchen. In der Bild war nu wieder ein Wolf, Unterschrift "der Täter" und nebendran ein Lämmchen "das unschuldige Opfer".
Mit ebensolchen Metaphern arbeiten auch Tierschutzvereine und eben das oben genannte Priestergleichnis.
Armes süßes Lebewesen und grober Schlächter.
Zu hinterfragen bleibt hier einiges, die Bilder sind zu stereotyp um sie unkritisch zu verwenden.
Nur kurz: Wenn VeganerInnen ernsthaft praktische Naturschutzarbeit leisten würden (was ja auch viele machen) statt auf den Kettenreaktionseffekt zu hoffen wäre schon viel mehr erreicht. Die Einsparung an Fleisch, die von VeganerInnen verursacht wird, wird vom zuwachs der anderen aufgefressen.
Da macht es mehr Sinn andere Hebel anzusetzen, die nicht so auf Lebensweise verdammen zielen, sondern eben wissenschaftlich mit Gewässergüteprüfungen, Medikamente, Gentech, Desertifikation, Futterimporte etc.
Fleiscch essen kann mensch scheiße finden oder nicht,
konkrete Auswirkungen der MAssentierhaltung schönzureden dürfte aber auch Sonnleitner ziemlich schwerfallen.


yo MArcos.

Re:

... 26.04.2003 - 22:50
ich denke was einige Fleischesser auch vom veganismus/vegetarismus abhält ist die arrogante haltung einiger veganer/vegetarier die so tuhen als wären sie eine bessere klasse von menschen (aber wie gesagt sind zum glück net alle so intolerant) denke deswegen machen es einige als trotz vielleicht net aber das wird wohl 'n sehr kleiner teil sein ... dann bei anderen wird es wohl einfach die sache der gewöhnung sein das man es einfach gewohnt ist fleisch zu essen ... und wieder anderen fehlt die disziplin damit anzufangen kein fleisch mehr zu essen ...

und wegen sonnenenergie es gibt in der sahara entgegen der allgemeinen annahmen garne so viel reine sandwüste der großteil sind eher felsen und auf diesen exponierten orten könnte man dann gut solaranlagen bauen und um die energie nach europa zu bringen würde ich den strom nur bis an die küsten und dort mit hilfe des stromes es meereswasser in Wasserstoff und Sauerstoff spalten weil meereswasser is eh net als trinkwasser zu gebrauchen und so erfüllt es wenigstens nen nutzen und den wasserstoff könnte man dann in europa in brennstoffzellen wieder in elektrische energie umwandeln und ich wüsste nicht was es gegen brennstoffzellen zu sagen gäbe die dürften wohl so ziemlich mit den saubersten strom den es gibt produzieren ...

ERWISCHT

grober Denkfehler 28.04.2003 - 13:17
Meerwasser ist eh nicht zu gebrauchen, dass ich nicht lache!
Was ist denn wenn der Salzgehalt steigt? DAnn vehungern halt n paar Fischer... UNd in der Sahara gibts ja e kein Leben... Vielleicht sollte man erstmal prüfen, wie sich Mega Solaranlagen auf Zugvögel auswirken und außerdem BRennstoffzellen:

Das ist ja mal der größte SCheiß, der je erdacht wurde: wenn man bloß nix sieht und riecht ist alles rogger oder wie?
1. Brennstoffzellen werden evrmutlich Akkus benötigen, die etwas stärker sind als andere Autoakkus. UNd in so einem Akku is SChwefelsäure.
Um das schwere Motorchen herum kommt ja immer noch eine Aluhülle und das wird sich so schnell nicht ändern, wegen Unfallgefahr und es fährt ja wohl keiner mit nem Stoff 8Hanf=)auto.
UNdn wo genau kommt das Alu her? Ausm Regenwald, aber da wohnen ja eh nur son paar affen.
Und der Transport? Wasserstoff ist hochexplosiv, eine Pipeline kann man also ziemlich vergessen (wegen Terrorgefahr und so)
Mann ne, es führt einfach kein Weg am Sparen vorbei, seht das doch mal ein.
Auto ade!!!! gibts nix anderes, verbieten, Mobilität wird dann halt eingeschränkt, macht aber nix, weil dann kann man es sich auch zuhause wieder gutgehen lassen und es gibt keine Masssaker mehr an Ogoni oder anderen.
Außerdem, auch mit nem wasserstoffauto werden Kröten geplättet.
Die Straße ist schon das Übel, nicht nur die Autos und das Benzin.
Und überlegt doch mal, wer euch die Wasserstoffautos wie Sauerbier verkauft... VW und Konsorten, die gleichzeitig so Monster wie den Touareg oder ander Scheißkarren entwickeln, die alle Einsparungen schön wieder auffressen werden.
Tschöss

Gedanken

heinz B. 01.05.2003 - 00:32
Seit wochen will ich hier was schreiben , aber weder hab ich die zeit dafür , noch weiß ich , wie all das in zwei sätze packen , was zu dem thema " vegan " zu sagen wäre . Es ist für viele menschen immer noch ein sehr " fremdes thema " und ich habe nie so viel unverständnis , ablehnung , k(r)ampf erlebt wie bei diesem thema . der genosse von gestern schaut dich auf einmal scheel an , ... So wie der eingangstext beschreibt , ist vor allem die massentierhaltung das thema , was die menschen noch halbwegs erreicht . Aber an eine revolutionäre linke ( was verstaubtes wort ) habe ich einen anderen anspruch , wie auch an alle menschen die noch bißchen nachdenken . Vegan leben heißt für mich der versuch , heute , bei mir anzufangen , etwas zu tun , daß es auf dieser welt bißchen friedlicher wird .vegan leben als teil einer vision von einer anderen welt , ohne ausbeutung , ohne herrschafft , als alltag ohne gewalt , ohne chefs , ohne das ich mich ernähre vom leid anderer ( egal ob mc-donalds-malocher , der den billigburger garantiert oder die milchkuh , die ein leben lang " künstlich " vergewaltigt wird , nur daß mensch sein täglich joghurt hat ). ... Das thema ist echt endlos , gesundheit , umwelt , freiheit , selbstbestimmung ( allen täglich genommen , mensch wie tier ) , ich wollt´ mal das thema ethik in die diskussion werfen . Und meine vision einer libertären gesellschaft ohne ausbeutung von mensch oder tier ( als teile EINER welt ) .Träumt was schönes , gute nacht .